Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen"

Transkript

1 Interaktionspotenzial bei Psychopharmaka Verordnungen Dr. rer. nat. Christian Franken Chief Pharmacist DocMorris Dr. rer. nat. Friederike Geiss Senior Pharmacist DocMorris Ing. Bogdan Vreuls Corporate Controlling DocMorris

2 Agenda Psychopharmaka eine Betrachtung aus Public Health Sicht Vorgehensweise Materialien und Methoden Resultate Ausblick

3 Psychopharmaka eine Betrachtung aus Public Health Sicht

4 Public Health Kenndaten Prävalenz: ca. 32% der erwachsenen Bundesbürger sind im Laufe ihres Lebens von einer psychischen Erkrankung betroffen. Mehr als 50% aller Menschen erkranken einmal im Leben an einer psychischen Störung. Die unipolare Depression steht unter der Betrachtung von YLD* an erster Stelle der Volkskrankheiten. WHO: Im Jahre 2020 werden Depression weltweit den zweiten Rang bei Behinderung verursachender Krankheiten einnehmen. Etwa 10% der in der hausärztlichen Praxis behandelten Patienten ist depressiv erkrankt. * Years Lived with Disability

5 Public Health Kenndaten Frauen erkranken häufiger als Männer. Je älter die Versicherten sind, desto häufiger wird die Diagnose Depression gestellt. Psychische Erkrankungen zählen zu den häufigsten und kostenintensivsten Erkrankungen. Psychische Erkrankungen stehen an der Spitze der durchschnittlichen Falldauer einer Arbeitsunfähigkeit. 31% der Frühberentungen (2004) durch Berufsunfähigkeit entfielen auf psychische Erkrankungen. Welche Konsequenzen hat dies im pharmakotherapeutischen Alltag?

6 Vorgehensweise Materialien und Methoden

7 Vorgehensweise ca. 1 Mio. Kunden und ca Rezepte je Tag Dokumentationspflicht Scholz Datenbank Stichtag Fokus auf ATC Code N05 und N06 (Psychopharmaka) Datenerhebung 2 Wochen vor und nach dem Stichtag Detektion klinisch relevanter Interaktionen Strukturierung der Interaktionen nach Schweregrad Strukturierung der Interaktionen nach Häufigkeit

8 Resultate

9 Basisdaten Patienten am N05 (Psycholeptika) & N06 (Psychoanaleptika) N05 & N06: 698 Patienten (12,2%) N05: 306 Patienten (43,8%), N06: 392 Patienten (56,2%)

10 Sulpirid Chlorprothixen Clozapin Ziprasidon Psycholeptika Flunitrazepam Lormetazepam Risperidon Melperon Anzahl Patienten mit N05 (Psycholeptika) Zopiclon Zolpidem Diazepam Lorazepam Bromazepam Quetiapin Lithium Oxazepam Olanzapin

11 Gefundene klinisch relevante Interaktionen: Psycholeptika & zentral dämpfende Wirkstoffe Potenzierung der unerwünschten Arzneimittelwirkung zentrale Dämpfung Einzelfälle: Interaktionspartner Perazin Biperiden Haloperidol Propafenon Benperidol Biperiden Flupenthixol Biperiden Clozapin Levodopa Sulpirid Bisoprolol Tiaprid Levodopa Wirkung Toxizität (Spätdyskinesien) Antiarrhythmische Wirkung Toxizität (Spätdyskinesien) Toxizität (Spätdyskinesien) Levodopa Wirkung Arrhythmierisiko Levodopa Wirkung

12 Klinisch relevante Interaktionen von Lithium im Untersuchungszeitraum Amitriptylin, Trimipramin (je 11%): Potenzierung UAW Diclofenac: Verminderte Li + -Elimination Lithium & Benperidol Li+-Spiegel erhöht Lithium & HCT Li+-Spiegel erhöht Lithium & ACE-Hemmer & AT II- Antagonisten Li+-Spiegel erhöht

13 Sertralin Ginkgo biloba Opipramol Venlafaxin Anzahl Patienten N06 (Psychoanaleptika) Amitriptylin Citalopram Trimipramin Doxepin Mirtazapin 4

14 Klinisch relevante Interaktionen mit TZA am Beispiel Amitriptylin im Untersuchungszeitraum Tramadol: Erniedrigung Krampfschwelle z.b. Metoprolol: Verstärkung Blutdrucksenkung z.b. Ramipril, Candesartan: Verstärkung Blutdrucksenkung Amisulprid, Haloperidol: Verlängerung QT Intervall

15 Over The Counter Ginkgo biloba und Johanniskraut Ginkgo biloba Diskussion: Erhöhung der Blutungsneigung 86% der Komedikation: Kombination ASS & Ginko biloba Johanniskraut Johanniskraut & Amitriptylin: Senkung der Amitriptylin (Nortriptylin) Plasmaspiegel um bis zu 40% (kein Fall im Untersuchungszeitraum). weitere klinisch relevante Interaktionen mit Phenprocoumon HIV-Protease Hemmer Ciclosporin Digoxin

16 Ausblick

17 Ausblick Darstellung eines kleinen Ausschnitts Fokus auf Psycholeptika und Psychoanaleptika Nur marginale Lehrbuch Interaktionen Zahlreiche Hypothesen möglich Weitere Datenerhebung und Auswertung in Planung und Umsetzung Wertung Variabilität der Datenquellen Von der Darstellung der Verordnungswirklichkeit zur klinischen Pharmakologie

18 Fragen

19 Quellen Scholz Datenbank (2008) Bundesgesundheitssurvey (1998/99) Dave Flockhards Drug Table (2008) Gutachten des Sachverständigenrates für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (2001) DAK Gesundheitsreport (2004, 2005) Fachinformationen der im Vortrag erwähnten Wirkstoffe (2008) Pharmazie in unserer Zeit (2008), 3, 37:

2 Schwangerschaft und Entbindung bei psychischer Erkrankung... 7

2 Schwangerschaft und Entbindung bei psychischer Erkrankung... 7 VII 1 Psychische Störung und Reproduktion... 1 Psychische Störungen und Fertilität... 1 Psychische Störungen und perinatale Komplikationen... 3 Psychische Störung als Folge perinataler Komplikationen...

Mehr

Acetaminophen F (Paracetamol) N-Acetylprocainamid F (NAPA) Acetylsalicylsäure F. Ajmalin F. Amantadin F. Amikacin F. Amiodaron.

Acetaminophen F (Paracetamol) N-Acetylprocainamid F (NAPA) Acetylsalicylsäure F. Ajmalin F. Amantadin F. Amikacin F. Amiodaron. 5-25 g/ml toxisch: > 100 g/ml 6 20 g/ml toxisch: > 40 g/ml Acetaminophen F (Paracetamol) N-Acetylprocainamid F (NAPA) Acetylsalicylsäure F Analgetikum: 20 50 g/mi Antirheumatikum: 50 250 g/ml toxisch:

Mehr

AOK VIII ARZNEIMITTELVERTRAG 2012 2014... 2 AOK XI ARZNEIMITTELVERTRAG 2013 2015... 3

AOK VIII ARZNEIMITTELVERTRAG 2012 2014... 2 AOK XI ARZNEIMITTELVERTRAG 2013 2015... 3 AOK VII ARZNEIMITTELVERTRAG 2012 2014... 2 AOK VIII ARZNEIMITTELVERTRAG 2012 2014... 2 AOK X ARZNEIMITTELVERTRAG 2013 2015... 3 AOK XI ARZNEIMITTELVERTRAG 2013 2015... 3 BARMER GEK... 4 BKK MOBIL OIL...

Mehr

Im Verlauf von Demenzerkrankungen treten sehr häufig Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese können das Zusammenleben mit Demenzerkrankten massiv

Im Verlauf von Demenzerkrankungen treten sehr häufig Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese können das Zusammenleben mit Demenzerkrankten massiv Im Verlauf von Demenzerkrankungen treten sehr häufig Verhaltensauffälligkeiten auf. Diese können das Zusammenleben mit Demenzerkrankten massiv belasten. Im Vordergrund der Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten

Mehr

Medikation & Pflege im Rahmen des Projektes IV-Pflege

Medikation & Pflege im Rahmen des Projektes IV-Pflege Medikation & Pflege im Rahmen des Projektes IV-Pflege Pflegekonferenz Salzgitter Sandra Neuhaus Koordinatorin Versorgungsmanagement Integrierte Versorgung Pflege Im Jahr 2010 hat die KBS beschlossen, dass

Mehr

Zentralinstitut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin Städtisches Klinikum Karlsruhe Toxikologie und Drogenanalytik Bereich für Toxikologie und Drogenanalytik ZLMT Abt. f. med.

Mehr

Umgang mit Psychopharmaka Ein Patienten-Ratgeber

Umgang mit Psychopharmaka Ein Patienten-Ratgeber Umgang mit Psychopharmaka Ein Patienten-Ratgeber Nils Greve Margret Osterfeld Barbara Diekmann BALANCE ratgeber Vorwort 7 Selbstbewusster Umgang mit Ärzten und Medikamenten 15 Nicht-medikamentöse Hilfen

Mehr

Medikamentöse Schlaftherapie Nutzen und Risiken

Medikamentöse Schlaftherapie Nutzen und Risiken Klinische Pharmakologie am Lehrstuhl mit Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität im Bezirksklinikum Regensburg Medikamentöse Schlaftherapie Nutzen und Risiken Prof. Dr. med. Dr. rer.

Mehr

Ältere Patienten erhalten häufig ungeeignete Arzneimittel

Ältere Patienten erhalten häufig ungeeignete Arzneimittel Pressemitteilung Wissenschaftliches Institut der AOK HAUSANSCHRIFT Rosenthaler Str. 31 D-10178 Berlin POSTANSCHRIFT Postfach 11 02 46 D-10832 Berlin TELEFON +49 30 34646-2393 FAX +49 30 34646-2144 INTERNET

Mehr

Sicherheit durch Medikamente? Chancen und Gefahren

Sicherheit durch Medikamente? Chancen und Gefahren Sicherheit durch Medikamente? Chancen und Gefahren Dr. Alice Heidorn-Schübel Fachambulanz Gerontopsychiatrie II 20. Februar 2007 Psychische Erkrankungen im höheren Lebensalter Affektive Störungen: Depressionen

Mehr

Weitere Broschüren. www.desitin.de. bei Morbus Parkinson. Dr. Ilona Csoti, Ärztliche Direktorin. Patienteninformation.

Weitere Broschüren. www.desitin.de. bei Morbus Parkinson. Dr. Ilona Csoti, Ärztliche Direktorin. Patienteninformation. Weitere Broschüren ZUM THEMA ParKINSON Bei Desitin können Sie weitere Patientenbroschüren bestellen. Bitte kreuzen Sie das gewünschte Thema an: Nr. 1 Die Parkinson-Krankheit (213041) Nr. 2 Medikamenteninduzierte

Mehr

Pharmakovigilanz Herausforderung für die KJP

Pharmakovigilanz Herausforderung für die KJP Pharmakovigilanz Herausforderung für die KJP M. Gerlach Universitätsklinikum Würzburg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Symposium Pharmakotherapie psychischer

Mehr

Internationaler Vergleich der Antidepressiva-Therapie bei Kindern und Jugendlichen

Internationaler Vergleich der Antidepressiva-Therapie bei Kindern und Jugendlichen Abteilung 1 Versorgungsforschung und Seite Arzneimittelanwendungsforschung 1 Internationaler Vergleich der Antidepressiva-Therapie bei Kindern und Jugendlichen J.M. Zito 1,2 J. Fegert 3 L.T.W. de Jong-van

Mehr

Ambulanter Entzug von Benzodiazepinen in Zusammenarbeit von Apotheker und Hausarzt

Ambulanter Entzug von Benzodiazepinen in Zusammenarbeit von Apotheker und Hausarzt Symposium der Bundesapothekerkammer, 18. Juni 2008 Medikamente: Abhängigkeit und Missbrauch Ambulanter Entzug von Benzodiazepinen in Zusammenarbeit von Apotheker und Hausarzt Dr. Ernst Pallenbach, Villingen-Schwenningen

Mehr

Ältere Patienten erhalten häufig ungeeignete Arzneimittel

Ältere Patienten erhalten häufig ungeeignete Arzneimittel Wissenschaftliches Institut der AOK Pressemitteilung Berlin, 3. Dezember 2010 HAUSANSCHRIFT Rosenthaler Str. 31 D-10178 Berlin POSTANSCHRIFT Postfach 11 02 46 D- 10832 Berlin TELEFON +49 30 34646-2393

Mehr

Krankenkassen Kooperationsübersicht

Krankenkassen Kooperationsübersicht Barmer GEK seit 0.08.202 Morphin AL Tolperisonhydrochlorid AL Zolpidem AL Barmer GEK seit 0..202 Dorzolamid AL Dorzolamid AL comp. Fluvastatin AL Ibuprofen AL Metronidazol AL Nitrendipin AL Theophyllin

Mehr

AMEOS Klinikum Dr. Heines Bremen

AMEOS Klinikum Dr. Heines Bremen AMEOS Klinikum Dr. Heines Bremen Das Entgiftungs- und Behandlungsprogramm für Drogenabhängige im AMEOS Klinikum Dr. Heines Bitte hier Bild/Foto/Grafik einfügen! Mittwochskolloquium Sucht 2015 Inhalt Einleitung

Mehr

Welche Medikamente sollte ich bei dementiell erkrankten Patienten vermeiden?

Welche Medikamente sollte ich bei dementiell erkrankten Patienten vermeiden? Welche Medikamente sollte ich bei dementiell erkrankten Patienten vermeiden? Petra A. Thürmann Philipp Klee-Institut für Klinische Pharmakologie HELIOS Klinikum Wuppertal Lehrstuhl für Klinische Pharmakologie

Mehr

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Substanzinduzierten Störungen

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Substanzinduzierten Störungen Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Substanzinduzierten Störungen Psychopharmaka Neuropharmaka Richtig angewandt ist das Medikament in der Psychiatrie ein Instrument der Befreiung - Franco Basaglia

Mehr

Fachvortrag Medikamente im Strassenverkehr Wechselwirkung Medikamente - Alkohol

Fachvortrag Medikamente im Strassenverkehr Wechselwirkung Medikamente - Alkohol Fachvortrag Medikamente im Strassenverkehr Wechselwirkung Medikamente - Alkohol Nebenwirkung : Unfall Überblick Nebenwirkung Unfall Medikamente, deren Hauptwirkung Medikamente, deren Nebenwirkung fahruntüchtig

Mehr

diesen darf übrigens jeder Arzt veranlassen, dazu muss man keineswegs Humangenetiker

diesen darf übrigens jeder Arzt veranlassen, dazu muss man keineswegs Humangenetiker news Für mehr Therapiesicherheit! Stada Diagnostik DNA-Newsletter Ausgabe 2/2014 Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie sich Zeit für unseren zweiten Newsletter nehmen. Auch in dieser Ausgabe möchten

Mehr

Medikamentöse Behandlung von Depressionen

Medikamentöse Behandlung von Depressionen Medikamentöse Behandlung von Depressionen Priv.-Doz. Dr. med. T. Supprian Abt. Gerontopsychiatrie Rheinische Kliniken Düsseldorf Medikamente zur Behandlung einer Depression = Antidepressiva wesentliches

Mehr

Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen

Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen Medikamenten-Verschreibungen und problematischer Gebrauch von Benzodiazepinen Uwe Verthein u.verthein@uke.uni-hamburg.de Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Zentrum für Psychosoziale Medizin Zentrum

Mehr

Depression im Alter. K. Hager

Depression im Alter. K. Hager Depression im Alter K. Hager Häufigkeit von Depressionen (Prävalenz) Allgemeinbevölkerung [%] Allgemeinarztpraxis [%] 5 schwer mittel 14 2,53,5 8 Epidemiologie leicht 95 86 über 75 Jahre: 10-25% nach Schlaganfall:

Mehr

Nebenwirkung Übergewicht? Zur psychopharmakologischen Behandlung psychiatrischer Komorbiditäten bei Adipositas

Nebenwirkung Übergewicht? Zur psychopharmakologischen Behandlung psychiatrischer Komorbiditäten bei Adipositas Nebenwirkung Übergewicht? Zur psychopharmakologischen Behandlung psychiatrischer Komorbiditäten bei Adipositas Dr. Monika Paulis Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Intakt Therapiezentrum für

Mehr

Medikamentöse Therapiestrategien bei Therapie-resistenter Depression

Medikamentöse Therapiestrategien bei Therapie-resistenter Depression Medikamentöse Therapiestrategien bei Therapie-resistenter Depression Klaus Lieb Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Verordnungen Psychopharmaka 2003-2012 Arzneiverordnungs-Report 2013,

Mehr

DiewichtigstenPsychopharmaka

DiewichtigstenPsychopharmaka DiewichtigstenPsychopharmaka 1. Antidepressiva Antidepressiva sind eine heterogene Gruppe von Pharmaka, die bei depressiven Syndromen unterschiedlichster Herkunft und Charakteristik einen stimmungsaufhellenden

Mehr

Workshop 6: Psychopharmaka in der Hausarztpraxis

Workshop 6: Psychopharmaka in der Hausarztpraxis SWISSFAMILYDOCS C O N F E R E N C E 2 0 1 3 Workshop 6: Psychopharmaka in der Hausarztpraxis Dr. med. Alexander Zimmer Chefarzt Ambulatorien und Tageskliniken Angaben über Beziehungen zur Industrie ThiemeComplianceVerlag:

Mehr

Medikamentenabhängigkeit im Alter

Medikamentenabhängigkeit im Alter Medikamentenabhängigkeit im Alter Dr. med. Martina Henkel Oberärztin Gerontopsychiatrie Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel am Ev. Krankenhaus Bielefeld Abhängigkeit von Sedativa Abhängigkeit

Mehr

Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg

Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg Implementierung der deutschen PIM-Liste im Rahmen des AOK-Vertrages zur Hausarztzentrierten Versorgung in Baden-Württemberg Köln, 21. Oktober 2011 P. Kaufmann-Kolle, E. Bauer & QZP-Team AQUA - Institut

Mehr

AL-Informationsservice Ein Service Ihrer ALIUD PHARMA

AL-Informationsservice Ein Service Ihrer ALIUD PHARMA ALIUD PHARMA Zuschläge auf nebene: IKK classic und IKK gesund plus ab 01.01.2010 Amoxicillin AL und Enzym-Inhibitoren AL l Citalopram AL l Enalapril AL l Ibuprofen AL l Tilidin/Naloxon AL ab 01.03.2010

Mehr

Datenbasierte Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie

Datenbasierte Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie Datenbasierte Qualitätszirkel zur Pharmakotherapie 4. Qualitätssicherungskonferenz des G-BA Berlin, 27. September 2012 Dr. Petra Kaufmann-Kolle AQUA Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung

Mehr

Das Thema dieses Kapitels ist es, die Häufigkeit der Depression und ihre Bedeutung für die Gesellschaft und für das Gesundheitssystem zu

Das Thema dieses Kapitels ist es, die Häufigkeit der Depression und ihre Bedeutung für die Gesellschaft und für das Gesundheitssystem zu Das Thema dieses Kapitels ist es, die Häufigkeit der Depression und ihre Bedeutung für die Gesellschaft und für das Gesundheitssystem zu verdeutlichen. 1 Depressionen als Störung müssen sich von Traurigkeit

Mehr

Warum sind Medikamentenabhängige so selten in der Sucht-Selbsthilfe anzutreffen?

Warum sind Medikamentenabhängige so selten in der Sucht-Selbsthilfe anzutreffen? Bundesdelegiertenversammlung des Kreuzbund e.v. Bad Honnef 27.04.2013 Warum sind Medikamentenabhängige so selten in der Sucht-Selbsthilfe anzutreffen? Was Sie erwartet: 1. Über welche Medikamente reden

Mehr

Herausforderungen in der ärztlichen Behandlung demenzkranker Menschen

Herausforderungen in der ärztlichen Behandlung demenzkranker Menschen Herausforderungen in der ärztlichen Behandlung demenzkranker Menschen Dr. Martine Grümmer Folie 1 Demenz Erworbenes Defizit der kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten -> Beeinträchtigung der

Mehr

Depression nach Herzinfarkt

Depression nach Herzinfarkt Psychopharmaka bei Herzerkrankungen Priv.-Doz. Dr. med. Florian Lederbogen, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim Irgendwie hatte es schleichend

Mehr

28.06.2013. Fachtagung AHG Kliniken Daun Workshop 01.07.2013

28.06.2013. Fachtagung AHG Kliniken Daun Workshop 01.07.2013 Fachtagung AHG Kliniken Daun Workshop 01.07.2013 An der Schwelle zur Ewigkeit. Vincent van Gogh, 1890 Studien zur Wirksamkeit von Antidepressiva Antidepressiva lebensgefährliche Placebos Arznei-Telegramm

Mehr

Diese Kurzfassung dient nur als Überblick, zusätzlich bitte die VL- Folien zum Lernen verwenden!

Diese Kurzfassung dient nur als Überblick, zusätzlich bitte die VL- Folien zum Lernen verwenden! Neuroleptika Diese Kurzfassung dient nur als Überblick, zusätzlich bitte die VLFolien zum Lernen verwenden! Indikation: Schizophrenie manische Episoden bei affektiven oder schizophrenen Erkrankungen chronischer

Mehr

Psychopharmaka: Depression / Sucht

Psychopharmaka: Depression / Sucht Psychopharmaka: Depression / Sucht 9. Treffen datengestützter Qualitätszirkel Hessen 7 Datengrundlage: Quartal II / 2009 AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen,

Mehr

Hat der Patient eine Depression? Dr. Med (UK) Hans-Eric Usher MBBS (Lond.) MRCGP

Hat der Patient eine Depression? Dr. Med (UK) Hans-Eric Usher MBBS (Lond.) MRCGP Hat der Patient eine Depression? { Dr. Med (UK) Hans-Eric Usher MBBS (Lond.) MRCGP Hintergrund und Auswirkung von Depression Screening Diagnostische Instrumente Bewertung der diagnostischen Instrumente

Mehr

Medikamentöse Therapie von Verhaltensstörungen. R.Helscher

Medikamentöse Therapie von Verhaltensstörungen. R.Helscher Medikamentöse Therapie von Verhaltensstörungen R.Helscher Determinanten des Verhaltens Soziales Umfeld (Angehörige etc.) Institutionales Umfeld (Team) Medikamentöses Management Umfeld Verhalten Medikation

Mehr

Antidepressiva: Einheitliche Warnhinweise zum erhöhten Risiko für suizidales Verhalten bei jungen Erwachsenen

Antidepressiva: Einheitliche Warnhinweise zum erhöhten Risiko für suizidales Verhalten bei jungen Erwachsenen Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175 Bonn an PU ohne ÄA Antidepressiva mit nat. Zul. oder DE=RMS Postanschrift: Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 D-53175

Mehr

Psychopharmaka im Alter und bei Demenz

Psychopharmaka im Alter und bei Demenz Psychopharmaka im Alter und bei Demenz Bad Staffelstein 26.10.15 / Dr. H.-D. Schweiger Spezielle Probleme Medikamente / Ältere Menschen Psychopharmaka / Wirkmechanismen / Eigenschaften Psychopharmaka im

Mehr

Psychopharmaka bei Traumafolgestörungen

Psychopharmaka bei Traumafolgestörungen Institut Trauma und Pädagogik Gisela Vigener-Emonds Psychopharmaka bei Traumafolgestörungen Was macht das eigentlich mit dem Gehirn? Gisela Vigener-Emonds > Trauma ist ein neurotoxischer Zustand > Trauma

Mehr

Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen. Grundbedingungen

Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen. Grundbedingungen Behandlung gerontopsychiatrischer Erkrankungen Grundbedingungen Multimorbidität Psychisch kranke Ältere leiden häufig auch an körperlichen Gesundheitsstörungen. Körperliche und psychische Erkrankungen

Mehr

Differentialindikation Antidepressiva und Antipsychotika

Differentialindikation Antidepressiva und Antipsychotika Differentialindikation Antidepressiva und Antipsychotika Klaus Lieb Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Neue Medikamente vs. Schein- Innovationen ca. 40% der Arzneimittel der letzten 15

Mehr

Antidepressiva. Pharmakologie, therapeutischer Einsatz und Klinik der Depressionen. Medizinisch-pharmakologisches Kompendium Band 5

Antidepressiva. Pharmakologie, therapeutischer Einsatz und Klinik der Depressionen. Medizinisch-pharmakologisches Kompendium Band 5 Antidepressiva Pharmakologie, therapeutischer Einsatz und Klinik der Depressionen Von Prof. Dr. Ursula Breyer-Pfaff, Tubingen, Prof. Dr. Hans Jorg Caertner, Tubingen, und Prof. Dr. Pierre Baumann, Prilly-Lausanne

Mehr

Arzneimittel! Wirkung, Wechsel- und Nebenwirkungen

Arzneimittel! Wirkung, Wechsel- und Nebenwirkungen Arzneimittel! Wirkung, Wechsel- und Nebenwirkungen Therapietreue (Compliance) Nebenwirkungen Arzneimittelbeispiele Gliederung Compliance = Therapietreue Der Patient hält sich an die Vorschriften des Arztes

Mehr

Therapie depressiver Syndrome

Therapie depressiver Syndrome Ambulante Behandlung der Depression Therapie depressiver Syndrome Diagnose ist eindeutig Krankheitseinsichtige Patienten mit guter Behandlungsmotivation Medikamentöse Compliance ist gegeben Tragfähige

Mehr

Die Bedeutung von Generika bei Privatversicherten im Vergleich zu GKV-Versicherten

Die Bedeutung von Generika bei Privatversicherten im Vergleich zu GKV-Versicherten Die Bedeutung von Generika bei Privatversicherten im Vergleich zu GKV-Versicherten Dr. Frank Wild WIP-Diskussionspapier 3/07 Bayenthalgürtel 40 Telefon: Telefax: E-Mail: Internet: 50968 Köln (0221) 376

Mehr

Patienten mit PRISCUS-Verordnungen eine regionale Analyse bundesweiter Arzneiverordnungsdaten

Patienten mit PRISCUS-Verordnungen eine regionale Analyse bundesweiter Arzneiverordnungsdaten Patienten mit PRISCUS-Verordnungen eine regionale Analyse bundesweiter Arzneiverordnungsdaten B. Riens, S. Mangiapane, F. Meyer, D. von Stillfried / DKVF2012, 27.9.-29.9.2012 Dresden Zentralinstitut für

Mehr

Arznei-Cocktail im Alter was macht Sinn?

Arznei-Cocktail im Alter was macht Sinn? Arznei-Cocktail im Alter was macht Sinn? Kommission für Altersfragen Oberwil 22. Nov. 2014 Dieter Breil / Universitäres Zentrum für Altersmedizin Basel Multimorbidität Der Patient leidet gleichzeitig an

Mehr

a) Citalopram b) Desipramin c) Nortryptilin d) Mianserin e) Reboxetin

a) Citalopram b) Desipramin c) Nortryptilin d) Mianserin e) Reboxetin Antidepressiva Ein Patient erhält gegen seine Depression eine entsprechende Pharmakotherapie und leidet seit Beginn der Therapie unter Appetitlosigkeit, Erbrechen und Durchfällen. Der verabreichte Wirkstoff

Mehr

Medikamente im Alter

Medikamente im Alter Medikamente im Alter Polypharmazie und Psychopharmaka Ein Überblick Dr. med. Christoph Mai Chefarzt Fachkliniken Nordfriesland ggmbh Krankenhausweg 3 25821 Bredstedt www.fklnf.de Medikamente im Alter:

Mehr

DGPPN-Kongreß 22.-25.11.2006 Berlin. Symposium S-126 am 24.11.2006 OFF-LABEL-USE ( OLU ) in Psychopharmaka Vorsitz: E.

DGPPN-Kongreß 22.-25.11.2006 Berlin. Symposium S-126 am 24.11.2006 OFF-LABEL-USE ( OLU ) in Psychopharmaka Vorsitz: E. DGPPN-Kongreß 22.-25.11.2006 Berlin Symposium S-126 am 24.11.2006 OFF-LABEL-USE ( OLU ) in Psychopharmaka Vorsitz: E. Rüther Göttingen Definitionen und Konsequenzen: a.) on-label ist die : -Verordnung

Mehr

SUCHT SUCHT. 16 Mio. Raucher 31.10.2011. Medikamentenmissbrauch aus Sicht der Apotheker. 1,3 Mio. Alkoholabhängige

SUCHT SUCHT. 16 Mio. Raucher 31.10.2011. Medikamentenmissbrauch aus Sicht der Apotheker. 1,3 Mio. Alkoholabhängige Symposium Medikamentenmissbrauch in Deutschland: Eine gesamtwirtschaftliche Herausforderung Berlin, 3. November 2011 Medikamentenmissbrauch aus Sicht der Apotheker SUCHT Professor Dr. Martin Schulz Vorsitzender

Mehr

Zum Langzeitkonsum von Benzodiazepinen und Analgetika Gibt es Alternativen?

Zum Langzeitkonsum von Benzodiazepinen und Analgetika Gibt es Alternativen? Abhängigkeit des Arztes und durch den Arzt Vaduz, 08.10.09 Zum Langzeitkonsum von Benzodiazepinen und Analgetika Gibt es Alternativen? Was Sie erwartet: 1.Warum überhaupt Benzodiazepine und wenn wie 2.Die

Mehr

Psychopharmaka in Schwangerschaft und Stillzeit

Psychopharmaka in Schwangerschaft und Stillzeit Psychopharmaka in Schwangerschaft und Stillzeit Enquete Schwangerschaft, Geburt und frühkindliche Entwicklung, Wien 23.4.2008 Christof Schaefer Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für f r Embryonaltoxikologie

Mehr

AGNP-Konsensus-Leitlinien für therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie: Update 2011*

AGNP-Konsensus-Leitlinien für therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie: Update 2011* PPT Schwerpunkt TDM AGNP-Konsensus-Leitlinien für therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie: Update 2011* Therapeutisches Drug-Monitoring (TDM), das heißt Dosis-Optimierung durch Quantifizierung

Mehr

Medikamentöse Behandlung von psychischen Störungen Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige

Medikamentöse Behandlung von psychischen Störungen Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige Medikamentöse Behandlung von psychischen Störungen Informationsbroschüre für Betroffene und Angehörige www.psych.ch Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser Um Ihre psychiatrische Behandlung so hilfreich wie

Mehr

LWL - Kliniken Lippstadt und Warstein. R. Holzbach. Kurz ein Segen, lange ein Fluch? Benzodiazepine!

LWL - Kliniken Lippstadt und Warstein. R. Holzbach. Kurz ein Segen, lange ein Fluch? Benzodiazepine! Kurz ein Segen, lange ein Fluch? Benzodiazepine! Das Problem off-label-use Auch wenn im klinischen Alltag bei äquivalenter Dosierung wenig Unterschiede zwischen den einzelnen Benzodiazepinen besteht, nicht

Mehr

Des einen Freud ist des anderen Leid psychosoziale und psychosomatische Aspekte der Adipositas

Des einen Freud ist des anderen Leid psychosoziale und psychosomatische Aspekte der Adipositas Des einen Freud ist des anderen Leid psychosoziale und psychosomatische Aspekte der Adipositas Stephan Herpertz Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität

Mehr

Psychopharmakotherapie bei geronto psychiatrischen stationären Patienten

Psychopharmakotherapie bei geronto psychiatrischen stationären Patienten PPT Psychopharmakotherapie bei geronto psychiatrischen stationären Patienten Werden die Empfehlungen der PRISCUS-Liste umgesetzt? Stefan Poljansky, Kerstin Sander, Sissi Artmann, Wasserburg am Inn, und

Mehr

Neurologie für den ambulanten Pflegedienst. Neurologie für den ambulanten Pflegedienst. Schlaganfall. Schlaganfall: Die Versorgungskette

Neurologie für den ambulanten Pflegedienst. Neurologie für den ambulanten Pflegedienst. Schlaganfall. Schlaganfall: Die Versorgungskette : Die Versorgungskette Rehabilitationsklinik Hirninfarkt (ca. 80 %) Hirnblutung (ca. 15 %) - Station Normalstation Rettungsdienst Hausarzt Patient / : Die Versorgungskette Woran erkennt man einen? Rehabilitationsklinik

Mehr

Sicherheitsuntersuchungen Curriculum Entwicklungspsychopharmakologie im Kindes- und Jugendalter am 25.09.2010

Sicherheitsuntersuchungen Curriculum Entwicklungspsychopharmakologie im Kindes- und Jugendalter am 25.09.2010 Curriculum Entwicklungspsychopharmakologie im Kindes- und Jugendalter am 25.09.2010 Dr. med. A. Schneider (Ulm) Sicherheitsuntersuchungen Wozu? Empfehlungen Praktisches Vorgehen Sicherheitsuntersuchungen

Mehr

Interaktionen zwischen Alkohol und Psychopharmaka (sowie anderen Medikamenten) W. Poser, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im

Interaktionen zwischen Alkohol und Psychopharmaka (sowie anderen Medikamenten) W. Poser, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Interaktionen zwischen Alkohol und Psychopharmaka (sowie anderen Medikamenten) W. Poser, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum der Universität Göttingen Geschätzte Prävalenz

Mehr

Neuropharmakologie. Vorlesung Allgemeine Pharmakologie WS 2006/07

Neuropharmakologie. Vorlesung Allgemeine Pharmakologie WS 2006/07 Vorlesung Allgemeine Pharmakologie WS 2006/07 europharmakologie Prof. Dr. Heinfried H. Radeke pharmazentrum frankfurt www.radeke.de courses / lectures Entwicklung und Plastizität des Gehirns Ein einzelnes

Mehr

Zentral dämpfende Pharmaka

Zentral dämpfende Pharmaka Sedativa Zentral dämpfende Pharmaka Dämpfung der psychischen Reaktionsbereitschaft und verminderte Aktivität Anxiolytika Beseitigung von Spannungs- und Angstzuständen Hypnotika Einleitung und/oder Erhaltung

Mehr

Optimierung der Pharmakotherapie

Optimierung der Pharmakotherapie Optimierung der Pharmakotherapie Verbände der Krankenkassen in Westfalen-Lippe Eine Information nach 73 Abs. 8 SGB V Nr. 17 August 2009 Informationen und Vorschläge der Kassenärztlichen Vereinigung und

Mehr

Eigene MC-Fragen Psychopharmaka. 1. Welche der folgenden Aussagen/Beispiele trifft auf atypische Neuroleptika zu?

Eigene MC-Fragen Psychopharmaka. 1. Welche der folgenden Aussagen/Beispiele trifft auf atypische Neuroleptika zu? Eigene MC-Fragen Psychopharmaka 1. Welche der folgenden Aussagen/Beispiele trifft auf atypische Neuroleptika zu? Wirken auf Minus- und Plussymptome stark sedierende Wirkung, sehr starke antipsychotische

Mehr

Ist denn gegen alles ein Kraut gewachsen? Nebenwirkungsmanagement und andere Herausforderungen in der psychiatrischen Pharmakotherapie

Ist denn gegen alles ein Kraut gewachsen? Nebenwirkungsmanagement und andere Herausforderungen in der psychiatrischen Pharmakotherapie Ist denn gegen alles ein Kraut gewachsen? Nebenwirkungsmanagement und andere Herausforderungen in der psychiatrischen Pharmakotherapie Werden denn nach wie vor Depressionen nur mit Antidepressiva behandelt?

Mehr

Ausdrucksformen von Depressionen in verschiedenen Kulturen

Ausdrucksformen von Depressionen in verschiedenen Kulturen Ausdrucksformen von Depressionen in verschiedenen Kulturen Erdag, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 1 Leitlinien für Diagnostik und Therapie psychischer Störungen bei Migranten Prämigratorische

Mehr

26 Psychopharmakotherapie Pharmakologische Grundlagen

26 Psychopharmakotherapie Pharmakologische Grundlagen Psychopharmakotherapie Pharmakologische Grundlagen W.E. Müller, A. Eckert.1 Klassifikationen und Terminologie 584.2 Praktische Pharmakokinetik 585.2.1 Resorption, Verteilung und Elimination 585.2.2 Hepatischer

Mehr

ANTIDEPRESSIVA. Monoaminhypothese der Depression

ANTIDEPRESSIVA. Monoaminhypothese der Depression Definition der Depression Depressive Episode ANTIDEPRESSIVA gedrückte Stimmung Verminderung von Antrieb und Aktivität verminderte Fähigkeit zu Freude, Interesse und Konzentration ausgeprägte Müdigkeit

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Grundlagen. II Präparate VII

Inhaltsverzeichnis. Grundlagen. II Präparate VII VII Inhaltsverzeichnis I Grundlagen 1 Pharmakologische Grundlagen........ 3 1.1 Pharmaka......................... 4 1.1.1 Pharmakologisch wirksame Stoffe......... 4 1.1.2 Wirkstoffentwicklung.................

Mehr

Multimorbidität und Arzneimittelsicherheit bei der Behandlung mit Antidepressiva worauf muss ich im Praxisalltag achten?

Multimorbidität und Arzneimittelsicherheit bei der Behandlung mit Antidepressiva worauf muss ich im Praxisalltag achten? Multimorbidität und Arzneimittelsicherheit bei der Behandlung mit Antidepressiva worauf muss ich im Praxisalltag achten? Prof. Dr. med. Tillmann Supprian LVR-Klinikum Abt. Gerontopsychiatrie Bergische

Mehr

Krank durch Nebenwirkungen

Krank durch Nebenwirkungen Seite 1 von 5 I n f o r m a t i o n s m a t e r i a l v o m 1 0. 0 9. 2 0 1 5 Krank durch Nebenwirkungen Magengeschwüre, Demenz, Erektionsprobleme und vieles mehr Medikamente können neben ihrer Heilwirkung

Mehr

Prämedikation was soll das sein? Umgang mit Psychopharmaka prä/perioperativ

Prämedikation was soll das sein? Umgang mit Psychopharmaka prä/perioperativ Prämedikation was soll das sein? Umgang mit Psychopharmaka prä/perioperativ Matthias Liechti Leitender Arzt, Klinische Pharmakologie Universitätsspital Basel Stadtspital Triemli 12. 9. 2013 Psychopharmaka:

Mehr

Klinische Anwendung von Neuroleptika

Klinische Anwendung von Neuroleptika Klinische Anwendung von Neuroleptika Schizophrenie - Allgemeines Definition: Psychische Störung mit gestörtem Denken, Fühlen, Wahrnehmen und Interagieren mit der Umwelt (Filterstörung) Häufigkeit: ca.

Mehr

Arzneimitteltherapie im höheren Lebensalter: Medikationsfehler und PRISCUS-Liste

Arzneimitteltherapie im höheren Lebensalter: Medikationsfehler und PRISCUS-Liste Arzneimitteltherapie im höheren Lebensalter: Medikationsfehler und PRISCUS-Liste Prof. Dr. med. Petra A. Thürmann Philipp Klee-Institut für Klinische Pharmakologie HELIOS Klinikum Wuppertal Lehrstuhl für

Mehr

Schlafstörungen und Depression:

Schlafstörungen und Depression: Nutzen und Chancen von Phytotherapeutika im Alter Schlafstörungen und Depression: Klassische Therapie oder Phytotherapeutika? Dr. med. Angela Fengler Fachärztin für allgemeine Medizin und Physiotherapie

Mehr

Freiheitsbeschränkung durch Medikation. C. Miller

Freiheitsbeschränkung durch Medikation. C. Miller Freiheitsbeschränkung durch Medikation C. Miller Aufgabe des HeimAufG Schutz der persönlichen Freiheit von Menschen, die aufgrund des Alters, einer Behinderung oder einer Krankheit der Pflege oder Betreuung

Mehr

Das Versorgungsmanagement der mhplus BKK am Beispiel psychischer Erkrankungen

Das Versorgungsmanagement der mhplus BKK am Beispiel psychischer Erkrankungen Das Versorgungsmanagement der mhplus BKK am Beispiel psychischer Erkrankungen Winfried Baumgärtner Vorstand, mhplus BKK BKK Fachkonferenz Berlin, Agenda Hintergrund Versorgungsmanagement mhplus BKK Praxisbeispiele

Mehr

POLYMEDIKATION Hausärztlicher Praxisalltag

POLYMEDIKATION Hausärztlicher Praxisalltag - WORKSHOP I POLYMEDIKATION Hausärztlicher Praxisalltag Gerd Burmester Bremen Internist I. HINTERGRUND Ursachen Strukturierter Umgang II. VORGEHENSWEISE Wann beginnen? Wie beginnen? verschiedene Szenarien/Perspektiven

Mehr

Allgemeines zur psychopharmakologischen Therapie und zu sonstigen biologisch fundierten Verfahren

Allgemeines zur psychopharmakologischen Therapie und zu sonstigen biologisch fundierten Verfahren Allgemeines zur psychopharmakologischen Therapie und zu sonstigen biologisch fundierten Verfahren.1 Therapie mit Psychopharmaka W. E. Müller & Klassifikationen, Terminologie Wie in vielen anderen Bereichen

Mehr

Naturheilmittel und Blutgerinnung

Naturheilmittel und Blutgerinnung Naturheilmittel und Blutgerinnung Dr. Dr. Bernhard Uehleke Institut für Naturheilkunde Departement für Innere Medizin UniversitätsSpital Rämistrasse 100 CH-8091 Zürich bernhard.uehleke@usz.ch http://www.naturheilkunde.unispital.ch

Mehr

Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie

Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie PPT Therapeutisches Drug-Monitoring in der Psychiatrie Konsensus-Leitlinie der AGNP Christoph Hiemke, Mainz, Pierre Baumann, Lausanne, Gerd Laux, Wasserburg a. Inn, und Hans-Joachim Kuss, München* Therapeutisches

Mehr

Dissertation zur Erlangung des Grades Doktor der Naturwissenschaften

Dissertation zur Erlangung des Grades Doktor der Naturwissenschaften Automatisierte Flüssigchromatographie mit Säulenschaltung und Ultraviolettspektroskopie oder Massenspektrometrie für Therapeutisches Drug Monitoring von Antipsychotika und Antidepressiva Dissertation zur

Mehr

Psychische Störungen ein Überblick: Prävalenz, Diagnostik, Therapie

Psychische Störungen ein Überblick: Prävalenz, Diagnostik, Therapie Psychische Störungen ein Überblick: Prävalenz, Diagnostik, Therapie Klaus Lieb Klinik für Psychiatrie und Universitätsmedizin Mainz Interessenkonflikte in der Medizin Definition aus Lieb et al., DÄB 2011

Mehr

Neues aus der Psychiatrie

Neues aus der Psychiatrie Neues aus der Psychiatrie Psychische Störungen und Krankheiten sind sowohl hinsichtlich ihrer Häufigkeit als auch volkswirtschaftlich von großer Bedeutung. Depressionen, Tabak- und Alkoholabhängigkeit,

Mehr

Darstellung von Diagnosen mittels HL7 Version 3 für das deutsche Gesundheitswesen - Implementierungsleitfaden

Darstellung von Diagnosen mittels HL7 Version 3 für das deutsche Gesundheitswesen - Implementierungsleitfaden Darstellung von Diagnosen mittels HL7 Version 3 für das deutsche Gesundheitswesen - Implementierungsleitfaden PG Diagnosen HL7 DE Dr. Sylvia Thun, DIMDI Inhalt Einleitung und Zielsetzung Anwendungszwecke

Mehr

Dr. Thomas G. Grobe, AQUA-Institut Göttingen, Berlin am 28. 01. 2015

Dr. Thomas G. Grobe, AQUA-Institut Göttingen, Berlin am 28. 01. 2015 Dr. Thomas G. Grobe, AQUA-Institut Göttingen, Berlin am 28. 01. 2015 Auswertungsbasis: anonymisierte TK- Routinedaten 2000 2013 (2014) Daten zu 4,11 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Mehr

Lithium? Und sonstige?

Lithium? Und sonstige? Lithium? Und sonstige? Renate Schepker Pharmageld? Für Vorträge von Astra - Zeneca von Janssen-Cilag Keine Studien, keine Gremien, keine Aktien Lithium immer noch 1. Wahl in den kinder-jugendpsychiatrischen

Mehr

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um den Wirkstoff Vortioxetin wie folgt ergänzt:

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um den Wirkstoff Vortioxetin wie folgt ergänzt: Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

3.7.3 Grundlagen der Psychopharmakotherapie. Tab. 6: Typische Neuroleptika (Auswahl beispielhaft) Neuroleptische Potenz.

3.7.3 Grundlagen der Psychopharmakotherapie. Tab. 6: Typische Neuroleptika (Auswahl beispielhaft) Neuroleptische Potenz. Indikation/Kontraindikation Indikation: Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, organisch bedingte Psychosen, wahnhafte Depressionen, Erregungszustände, akute Angst- und Panikzustände, Impulsdurchbrüche,

Mehr

Strukturierung auf dem Niveau einer Textgliederung

Strukturierung auf dem Niveau einer Textgliederung Klaus Menges, BfArM Mainz, 27. September 2011 Status Gesetzliche Vorgaben basieren auf der Richtlinie 2001/83/EG Nationale Implementierung durch 11a AMG Weitere strukturelle Vorgaben über so genannte QRD

Mehr

Pharmakotherapie im Alter

Pharmakotherapie im Alter Pharmakotherapie im Alter WS 2009-2010 Vorlesung Verordnungen nach Psychopharmakagruppen von 1996-2006 900 800 Antidepressiva 700 Mio DDD 600 500 400 300 200 100 Neuroleptika Tranquilizer 0 1994 1996 1998

Mehr

Psychotherapeutische Versorgung in Deutschland

Psychotherapeutische Versorgung in Deutschland Psychotherapeutische Versorgung in Deutschland Prof. Dr. Rainer Richter 37. Jahrestagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen e.v. Berlin, 1. - 3. Juni 2015 1 Übersicht 1. Begriffsbestimmung

Mehr

Psychopharmaka bei schweren psychischen Erkrankungen: Evidenz oder Übermaß?

Psychopharmaka bei schweren psychischen Erkrankungen: Evidenz oder Übermaß? Richtig eingestellt? Gratwanderung Neuroleptika! DGSP 24.9.2009 Psychopharmaka bei schweren psychischen Erkrankungen: Evidenz oder Übermaß? Stefan Weinmann Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und

Mehr

schwierige und langwierige Präparate- in Einklang zu bringen. Ein Hilfsmittel

schwierige und langwierige Präparate- in Einklang zu bringen. Ein Hilfsmittel allesgute :) stada-diagnostik.de news Für mehr Therapiesicherheit! Stada Diagnostik DNA-Newsletter Ausgabe 1/2015 Liebe Leserin, lieber Leser, Termine 121. DGIM-Kongress 18.04. 21.04., Mannheim mit einem

Mehr