Perspektiven für HGÜ on- und offshore aus der Sicht eines Übertragungsnetzbetreibers

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1 Perspektiven für HGÜ on- und offshore aus der Sicht eines Übertragungsnetzbetreibers Tagung der Bundesnetzagentur am 9. Juli 2010 in Bonn

2 Übersicht Aufgabe des (Strom-) Übertragungsnetzes Herausforderungen Offshore-Netz HGÜ im Offshore-Bereich Anschlussalternativen von OWP an Lastzentren Effizienz der Übertragung mit Drehstrom und Gleichstrom Perspektive für das Transportnetz an Land in DE Perspektive für das Transportnetz in Europa Perspektive 100 % Erneuerbare Energien 09. Juli

3 Aufgabe des (Strom-) Übertragungsnetzes Offshore Gerichtete Übertragung der Windenergie von der See ans Land (N-0)-sichere Anbindungsleitung (bis zum NVP) Langfrist-Perspektive: Offshore-Netz An Land Großräumige Leistungstransporte (N-1)-sicheres Rückgrat der Stromversorgung Perspektive: Europäische Integration Erneuerbarer Energien 09. Juli

4 UK? Herausforderungen Offshore-Netz NO? DK? Technische Herausforderungen Umgebungsbedingungen Erreichbarkeit, Zuverlässigkeit Trassenverfügbarkeit Übertragungsfähigkeit Fehlende Betriebserfahrung Multiterminalbetrieb noch nicht erprobt Regulatorische Herausforderungen NL? TSO-Interkonnektor mit OWP-Anschluss? Regulatorisches Umfeld in EU unterschiedlich unterschiedliche Förderbedingungen in EU Integration von Merchant Lines 09. Juli

5 HGÜ im Offshore-Bereich BorWin: Länge der Trasse bis Küste ca. 125km Netzanschlusspunkt: Diele (zukünftig Dörpen/West) Länge Onshore-Trasse ca. 75km (zukünftig 90km) Netzanschluss in DC erforderlich BorWin DolWin: Länge der Trasse bis Küste ca. 75km Netzanschlusspunkt: Dörpen/West Länge Onshore-Trasse ca. 90km Netzanschluss i.d.r. in DC erforderlich (AC nur bei OWP mit geringer Leistung und küstennahem UW möglich; vgl. alpha ventus) 09. Juli

6 Anschlussalternativen von OWP an Lastzentren A B Ausbau AC-Netz oder Zubau neues DC-Netz Verlängerung DC-Verbindung A B Großräumige Direktverbindung Umfangreicher DC-Netzausbau Nur für OWP nutzbar Geringere Verfügbarkeit Anschluss an nächstgelegenen NVP Umfangreicher Ausbau des AC-Netzes Kürzere Realisierungszeit des OWP- Anschlusses AC-Netzausbau für weitere Aufgaben nutzbar Höhere Verfügbarkeit durch kurze DC- Verbindung und (N-1)-sicheres AC-Netz Alternativ: Ausbau leistungsstarker DC- Verbindungen 09. Juli

7 Effizienz der Übertragung mit Drehstrom und Gleichstrom Kosten Effizienzvergleich: Drehstrom-Freileitungen sind für Entfernungen und Leistungen in DE am effizientesten Kabel sind teurer als Freileitungen DC hat hohe Investitionen für die Konverter Gleichstromleitungen stellen Alternative zu langen Drehstrom-Kabeln dar DC-Freileitung DC-Kabel AC-Freileitung AC-Kabel Länge Beispiele für Investitionskosten: 4x900-MW-Konverter AC/DC (eine Seite) ca.440 Mio. AC-Schaltfeld ca. 2,0 Mio. 380-kV-Freileitung (3700 MVA) je km ca 1,2 Mio. 300-kV-VSC-Kabel (3x1100 MW) je km ca. 4,2 Mio. 09. Juli

8 Perspektive für das Transportnetz an Land in DE 12 GW Großräumige Übertragung am Beispiel 12 GW: 11 Stromkreise mit 1100 MW in VSC-Technik Ausführung mit Kabel und Freileitung möglich Verfügbarkeit, Realisierungsdauer? Lösungsoptionen: Technologiesprung erforderlich Technologieentscheidung notwendig Einflussnahme auf Netznutzung durch Steuerungssignale für Strommarkt 09. Juli

9 Perspektive für das Transportnetz in Europa ~110 TWh Jahresspeicher >150 TWh OWP 2020 ENTSO-E Bedarf 3500 TWh TWh 2020 >100 TWh Solarthermie nach 2020 Anforderungen: Integration Erneuerbarer Energien ist europäische Aufgabe Abgestimmte Netzplanung in Europa (TYNDP) Harmonisierung regulatorischer Rahmenbedingungen in Europa, einschl. Anpassung der Vergütung Weiterentwicklung HGÜ-Technik zu höheren Leistungen 380-kV-Drehstromnetz als Rückgrat weiter erforderlich 09. Juli

10 Perspektive 100 % Erneuerbare Energien in Europa Installierte KW-Leistung deutlich mehr als 3 mal so hoch wie heute Gigantische Speicherleistung und Speicherenergie erforderlich Wachsende Transportentfernung Übertragung von Erzeugungsspitzen wird nicht mehr möglich sein Nutzung aller realisierbaren Tages- und Jahresspeicher erforderlich Flexibilität des Bedarfs (mit dez. Speichern, DSM, ) Versorgungssicherheit <-> Kosten <-> Erneuerbare Energien Keine uneingeschränkte Freiheit des Energiemarktes (mehr) möglich 09. Juli

11 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 09. Juli

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