PÁLFFY GÉZA: GEMEINSAM GEGEN DIE OSMANEN AUSBAU UND FUNKTIONEN DER GRENZFESTUNGEN IN UNGARN IM 16. UND 17. JAHRHUNDERT

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "PÁLFFY GÉZA: GEMEINSAM GEGEN DIE OSMANEN AUSBAU UND FUNKTIONEN DER GRENZFESTUNGEN IN UNGARN IM 16. UND 17. JAHRHUNDERT"

Transkript

1 PÁLFFY GÉZA: GEMEINSAM GEGEN DIE OSMANEN AUSBAU UND FUNKTIONEN DER GRENZFESTUNGEN IN UNGARN IM 16. UND 17. JAHRHUNDERT 1Katalog der Ausstellung im Österreichischen Staatsarchiv 14. März 31. Mai 2001 Veranstaltet von dem Österreichischen Staatsarchiv und dem Collegium Hungaricum Auswahl und Anordnung der Dokumente: Peter Broucek István Fazekas József Kelenik Géza Pálffy Robert Rill Elisabeth Springer Ausstellungsgestalter András Nagy Wissenschaftliche Assistentinnen Andrea Kreuzer Emese Szoleczky Text: Géza Pálffy Budapest Wien, 2001 Leihgeber Heeresgeschichtliches Museum, Wien [HGM] Hadtörténeti Múzeum [Heeresgeschichtliches Museum], Budapest [HTM] Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien [ÖAW], Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters, Arbeitsgruppe Inschriften Magyar Országos Levéltár [Ungarisches Staatsarchiv], Budapest [MOL] Niederösterreichisches Landesarchiv, Sankt Polten [NÖLA] Titelbild: Kat. IV-13a Inhalt Zum Geleit 4 Ad spectatorem! 4 Einleitung: siehe den Aufsatz von Géza Pálffy im Katalog der Ausstellung KAISER UND KÖNIG: EINE HISTORISCHE REISE. ÖSTERREICH UND UNGARN (9. März- 1. Mai 2001, Osterreichische Nationalbibliothek, Prunksaal) mit Titel Die Entstehung und Entwicklung der Türkenabwehr in Ungarn , Seite Katalog 5 I. Defensionskonzeption und Organisation 5 II. Verwaltung und Finanzierung 9 III. Armeekommandanten und Grenzobersten 14 IV. Versorgung und Festungsbau 17 V. Bilder aus dem Leben an der Grenze 24 a. Im Langen Türkenkrieg ( ) 24 b. Kriegsartikel und Kriegsreglement 24 c. Militärgerichtsbarkeit 26 d. Festungsaufgabe 27 e. Spionage und Nachrichtendienst 27

2 f. Gefangenenhandel und Gefangenenhaltung 28 g. Remuneration des Kriegsdienstes 30 h. Kleinkrieg in den Friedensjahren 31 i. Kreudfeuer- und Kreudschußsystem 31 j. Religionsfreiheit in den Festungen 32 VI. Ungarische Soldaten in den kaiserlichen Armeen 33 VII. Waffen 34 VIII. Quellen und Literatur 35 a. Archivalische Quellen 35 b. Gedruckte Quellen 36 c. Literatur 36 Einleitung: siehe den Aufsatz von Géza Pálffy im Katalog der Ausstellung Kaiser und König: Eine historische Reise. Österreich und Ungarn (9. März 1. Mai 2001, Österreichische Nationalbibliothek, Prunksaal) mit Titel Die Entstehung und Entwicklung der Türkenabwehr in Ungarn , Seite

3 4Zum Geleit Vor nunmehr 83 Jahren kam eine Beziehung zu Ende, die beinahe vierhundert Jahre angedauert hatte: Österreich und Ungarn waren in einer Schicksalsgemeinschaft verbunden, die entscheidend für die Entwicklung nicht nur der Osteuropas war. Es ist daher notwendig diese Verbindung in Ausstellungen nachzuzeichnen, gibt es doch immer neue Generationen, denen viele Themen in der beiderseitigen Geschichte unbekannt sind, die von einer gemeinsamen Vergangenheit so gut wie nicht wissen. Der Bogen der Betrachtung muß sich dabei von den gemeinsamen Herrscherpersönlichkeiten, über die Verwaltungsorganisation auf ziviler und militärischer Ebene, zur Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft spannen. Die auf uns überkommenen und erhaltenen Erinnerungen sind vielfältig und werden durch diese Ausstellungen sicherlich vielen Interessierten präsent gemacht. Das Österreichische Staatsarchiv in dem seit 1923 ständig drei Archivdelegierte aus Budapest tätig sind und das damit österreichischerseits gleichsam der letzte Ort dieser seinerzeitigen engen Verbindung genannt werden kann, begrüßt die Idee dieses Aufzeigens der verschiedensten Aspekte einer vielseitigen Beziehung und trägt auch durch zahlreiche Leihgaben zur weiteren Vertiefung des Zusammenlebens in einem zu erweiternden Europa bei. Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs Ad spectatorem Österreich und Ungarn bzw. das Habsburgerreich und das Königreich Ungarn bildeten von 1526 bis 1918 dank ihrer gemeinsamen Herrscher eine Personalunion. Eine für die Entwicklung beider Länder entscheidende Periode dieses langen Zusammenlebens bildeten die fast zwei Jahrhunderte von der Schlacht bei Mohács (29. August 1526) bis zum Frieden von Karlowitz (26. Januar 1699). Das Königreich Ungarn galt in dieser Zeit für die österreichischen Erbländer durch das Grenzverteidigungssystem auf seinem Territorium als Schutzschild gegen die osmanische Expansion. Mitteleuropa war also im Interesse seiner eigenen Sicherheit grundsätzlich auf Ungarn angewiesen. Das Königreich Ungarn konnte jedoch die Rolle der Schutzbastei des Christentums (lat. propugnaculum Christianitatis) nur anhand der mit jährlicher Regelmäßigkeit bereitgestellten finanziellen und militärischen Unterstützung aus den österreichischen Erbländern erfüllen und seinen eigenen Fortbestand gewährleisten. Österreich und Ungarn kämpften deshalb im 16. und 17. Jahrhundert aufeinander angewiesen gegen die Osmanen. Als Ergebnis dieses gegenseitigen Aufeinanderangewiesenseins entstand bis zur zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Ungarn ein Verteidigungssystem, das aus etwa 120 Grenzfestungen bestand und sich 150 Jahre lang gegen die Eroberer wehren konnten. Die Ausstellung im Österreichischen Staatsarchiv präsentiert auf österreichischem Territorium das erste Mal die Herausbildung der Verteidigungskonzeption gegen die Osmanen und den Prozeß des Ausbaus des Grenzschutzes bzw. die Organisation des Festungsnetzes. Zahlreiche bisher völlig unbekannte Dokumente, Festungsgrundrisse und Karten als Ergebnisse jüngster Forschungen in Wien und Budapest veranschaulichen die militärpolitischen, finanziellen und administrativen Schwierigkeiten bzw. Ergebnisse der Funktion und der Versorgung des Grenzfestungssystems. Die von ungarischen Historikern und Archivaren zusammengestellte Ausstellung zeigt darüber hinaus das Alltagsleben der Soldaten der Grenzfestungen in Momentaufnahmen und anhand von schriftlichen Quellen und bildlichen Darstellungen. Dr. Géza Pálffy wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Geschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften

4 Katalog 5I. Defensionskonzeption und Organisation I-1 Landkarte Ungarn von Oberingenieur Martin Stier mit Darstellung der Grenzoberhauptmannschaften gegen die Osmanen, 1684, Nürnberg OriginalDruck von Martin Endter, 101 x 153 cm, 12 Bl., deut. Wien, KA Kartensammlung B IX a Die Organisation des ungarischen Grenzverteidigungssystems, in erster Linie das System der Grenzoberhauptmannschaften oder Grenzgeneralate (supremus capitaneatus confiniorum), stellten im 16. und 17. Jahrhundert am anschaulichsten die Landkarten des deutschen Ingenieurs Martin Stier ( Febr. 1669) dar. Stier erstellte im Jahre 1661 für Kaiser Leopold I. und den Wiener Hofkriegsrat auf der Grundlage mehrerer Grenzvisitationen und nach langen Vorarbeiten eine aus 12 Blättern bestehende Landkarte Ungarns, deren Originalexemplar in der Handschriftensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird (Sign.: Cod. 8332). Auf Grund dieser wurde sie das erste Mal 1664 von Mauritius Lang in Wien zur Hilfe bei der Orientierung im Türkenkrieg gedruckt wie dies Stier selbst bereits vom Kaiser in seinem Ersuchen erbeten hatte: solche Karte bey erfolgendem Türkhenkrieg dem gemeinen Wesßen in etwaß zu nuczen khomen möchte. Ein Beweis für die Brauchbarkeit der Landkarte war, daß sie zur Zeit des nächsten großen Türkenkrieges ( ) zunächst 1684, dann wiederholt 1687 von Martin Endtner in Nürnberg herausgegeben wurde. Die Landkarte des früheren Quartiermeisterleutnants (1650), dann Hauptmanns und schließlich Oberingenieurs Stier gilt zugleich als eine der genausten Darstellungen Ungarns im 17. Jahrhundert. Literatur: Zur Tätigkeit und den Karten Stiers Nischer, 1924, S ; Descriptio Austriae, S. 125; Österreich und die Osmanen, S. 96; Krompotic, 1997, S und neuerdings Pálffy, 2000/1, S I-2 Entwurf von Sforza Pallavicini Oberstfeldmarschall in Ungarn über die besetzenden ungarischen Grenzfestungen von der Theiß bis zur Drau, 6. Februar 1553, Raab Original, Papier, 31 x 22 cm, lat. Wien, HHStA Hungarica AA Fasc. 69, Konv. B, fol , Beilage zum Brief von Pallavicini an König Ferdinand I. Druck: Pálffy, 1999/2, S. 83 (in Tabellenform). Die Osmanen besetzten im Jahre 1552 in Ungarn große Gebiete sowohl in der Nachbarschaft Siebenbürgens (Banat), als auch in Transdanubien (die Festung Veszprém und Palota) und nördlich von Ofen, heute Buda (die Grenzburgen im Komitat Nógrád). Die Beschleunigung des Ausbaus der Grenzverteidigung im Vorgelände Wiens war daher auf jeden Fall von Nöten. Der zu dieser Zeit mit der Verteidigung dieses Grenzgebiets betraute Oberstfeldmarschall Sforza Pallavicini Markgraf zu Cortemaggiore erstellte deshalb im Februar des Jahres 1553 einen Entwurf für Ferdinand I., in dem festgelegt wurde, wie viele Reiter und Fußknechte in den einzelnen Festungen des Grenzfestungsnetzes dienen sollten, das sich von der Burg Erlau (Eger) in Oberungarn langsam bis zur Drau erstreckte. Von den insgesamt 8560 Soldaten hielt er für dieses kleinere Grenzgebiet, unter dem Aspekt der Verteidigung Wiens für die bedeutenderen Festungen in Transdanubien (vor allem Raab, Pápa, Totis [Tata], Szigetvár usw.) 3760 Soldaten für notwendig. Die spätere Raaber Grenze (vgl. I-8) hatte ihre Grundlage zum Teil in diesem Entwurf. Literatur: Takáts, 1908, S , und zum Lebenslauf Pallavicinis Setton, 1984, passim; Köhbach, 1994, S : Anm 78; Pálffy, 1999/2, S und Wien, KA Kriegswissenschaftlichen Memoires 28/1334/11 pp I-3 Verzeichnis der Städte und Festungen in Ungarn für die Stände des Heiligen Römischen Reiches, die zur Zeit eines neuen Feldzuges Sultan Süleymans I. gegen Wien mit der bestimmten Anzahl Soldaten besetzt werden sollen, Ende 1542, Wien Originalband, Papier, 33 x 24 cm, deut. Wien, HHStA MEA RTA Fasc. 8, Konv. 4, fol (Nürnberger Reichstag, 1543). Druck: Pálffy, 1999/2, S (in Tabellenform). Daß Ofen, die Hauptstadt des mittelalterlichen Königreichs Ungarn, in die Hände der Osmanen gelangt war (29. August 1541), erweckte sowohl in Wien als auch im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation große Besorgnis. Die Expansion der Osmanen stellte zu jener Zeit bereits auch für die österreichischen Erbländer

5 eine ernstzunehmende Gefahr dar. Ende September des Jahres 1542 machte sich daher unter der Leitung von Joachim Markgraf zu Brandenburg ein Heer von 55,000 Mann (mit Reichstruppen, österreichischen, italienischen und ungarischen Einheiten) zur Rückeroberung Ofens auf, sie konnten jedoch nicht einmal das am linken Ufer der Donau gelegene, viel weniger bedeutende Pest einnehmen. Da nach der peinlichen Niederlage noch weitere Nachrichten aus Konstantinopel darüber eintrafen, daß Sultan Süleyman der Prächtige im folgenden Jahr erneut persönlich gen Wien zu ziehen beabsichtige, begannen nach dem Feldzug in der österreichischen Hauptstadt Verhandlungen über die Verteidigungsmöglichkeiten. Zu dieser Zeit ist vermutlich der vorliegende Entwurf zur Information der Stände des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation entstanden, laut dem insgesamt 49,150 Mann zur effektiven Verteidigung der ungarischen Gebiete im Vorgelände Wiens in Transdanubien für notwendig waren. (Davon hielt man für Wien selbst 2000 Reiter und 8000 Fußknechte für ausreichend.) 6Obgleich Sultan Süleyman 1543 erneut persönlich nach Ungarn kam, gelangte er nicht bis vor Wien. Mit der Eroberung Grans (Esztergom), Stuhlweißenburgs (Székesfehérvár) und Fünfkirchens (Pécs) stärkte er jedoch sowohl die Verteidigung Ofens als auch die Lage der von ihm eingenommenen ungarischen Festungen. Literatur: Meyer, 1879, S ; Károlyi, 1880; Traut, 1892; Schulze, 1978 und neuerdings Liepold, 1998, S I-4 Ratschlag von Lazarus Freiherr von Schwendi, wie man die Grenzverteidigung in Ungarn gegen die Osmanen organisieren sollte, 1566 Original, Papier, 33 x 22 cm, deut. Wien, KA AFA 1566/13/1. Druck: Frauenholz, 1939, S : Nr. 5. Lazarus Freiherr von Schwendi ( ), einer der bedeutendsten Kriegswissenschaftler des 16. Jahrhunderts, stand von 1565 bis 1568 im Sold Kaiser Maximilians II. ( ) und leistete als Feldoberst in Oberungarn Dienst. In diesem Amt kam ihm bei der Rückeroberung der wichtigen Festung von Szatmár vom Fürst von Siebenbürgen, Johann Sigmund (1565), später bei der Gründung der Zipser Kammer (1567) und bei der Ausarbeitung des Artikelbriefes (Kriegsartikels) der ungarischen Soldaten (s. V-2) eine grundlegende Rolle zu. Darüber hinaus legte er in seinem vorliegenden Vorschlag, den er im Jahre 1566 beim Hofkriegsrat eingereicht hatte und dem 1568 und 1569 weitere Entwürfe folgten, ausführlich seine Meinung zu nahezu allen Problemen des ungarischen Kriegswesens dar: Organisation der Grenzverteidigung, Versorgung der Festungen sowie Kriegsmethoden gegen die Osmanen. Ein bedeutender Teil seiner Vorschläge wurde ab Ende der 1560er Jahre stufenweise in die Praxis umgesetzt. Die von Schwendi formulierten Reformen trugen daher grundlegend zu der Ausarbeitung der Defensionskonzeption und zum Vollzug der Türkenabwehr in Ungarn bei. Literatur: Eiermann, 1904; König, 1934; Schnur, 1987, S ; Niklas, 1995 und besonders Janko, I-4a Verzeichnis der Grenzsoldaten in den Burgen gegen Siebenbürgen, 19. Januar 1563, Kaschau Original, Papier, 31 x 22 cm, deut. Wien, KA AFA 1563/1/ad 12, Beilage zum Brief der königlichen Kommissare, Mustermeister in Ungarn Andreas Kielman und Christoph Gannabiczer an Erzherzog Karl, 19. Januar 1563, Kaschau (ebenda 1563/1/12). Die Wiener Kriegsführung legte in der zweiten Hälfte der 1550er Jahre besonders großen Akzent darauf, daß die Truppen von Ferdinand I. von dem siebenbürgischen Fürsten Johann Sigmund, dem Sohn von König Johann Szapolyai ( ), im nordöstlichen Teil Ungarns möglichst große Gebiete zurückerobern. Dies war in erster Linie aus jenem Grund notwendig, da mit der Entstehung des Fürstentums Siebenbürgen der neue, obschon christliche Staat zum Feind des Habsburgerreiches geworden war, denn er war ein Vasallenstaat der Pforte. Dies bedeutete, daß die Fürsten von Siebenbürgen den Thron nur mit der Bestätigung des Sultans besteigen durften, daß ihnen dieser eine jährliche Steuerpflicht auferlegte und sie nur mit osmanischer Genehmigung eine eigenständige Außenpolitik führen konnten. Der Hofkriegsrat sah sich aus diesem Grund ab den 1560er Jahren gezwungen, gegenüber dem Fürstentum in Oberungarn eine gesonderte Grenzfestungszone zu entwickeln. Das vorliegende Verzeichnis, das von Januar 1563 datiert, listete aufgrund des Berichtes des Mustermeisters Andreas Kielmann (vgl. II-5b) und seines Schreibers Christoph Gannabiczer (vgl. II-5) die aktuellen bzw. die in Zukunft notwendigen Soldatenzahlen- und Soldangaben dieser Burgen. Die sogenannte Grenzhauptmannschaft jenseits der Theiß, die Siebenbürgen gegenüberstand, entwickelte sich letztendlich nach der 1565 erfolgten Rückeroberung der Festung Szatmár

6 von Johann Sigmund (vgl. noch dazu den Aufsatz von Géza Pálffy). Literatur: Pálffy, I-5 Protokoll der Wiener Hauptgrenzberatschlagung, August-September, 1577 Originalband vom Hand des Hofkriegsratsekretärs Bernhard Reisacher, Papier, 30,5 x 21,5 cm, deut. Wien, KA AFA 1577/13/2 fol , andere zeitgenössische Abschriften: Budapest, MOL P 108 Esterházy cs. lt., Rep. 77, Fasc. N; Wien, ÖNB Cod. 8678, ebenda Cod. 8345, ebenda Cod ; Nürnberg, Archiv GNM WF Österreich ZR Druck: Geõcze, 1894, fehlerhafte, abgekürzte ungarische Edition (eine Ausgabe von József Kelenik und Géza Pálffy in Vorbereitung). Zur Diskussion der schwachen Punkte des Grenzverteidigungssystems, die sich in den 70er Jahren des 16. Jahrhunderts bemerkbar gemacht hatten, berief der Hofkriegsrat im August des Jahres 1577 eine Hauptgrenzberatschlagung in Wien ein. Das im Original erhalten gebliebene Protokoll der Beratschlagung ist eine der wichtigsten, bis zum heutigen Tag noch nicht publizierten Quellen in der Geschichte der Türkenabwehr in Ungarn. Die Teilnehmer der Kriegskonferenz diskutierten die Möglichkeiten der Gestaltung der Defensionskonzeption mit großer Sorgfalt und beschlossen grundlegende Reformen und Maßnahmen, die zur Modernisierung und wirkungsvolleren Nutzung des Grenzfestungssystems führten. Das Protokoll ist zugleich ein ausgezeichneter Beweis dessen, daß die sogenannte Militärische Revolution auch auf dem Gebiet des Königreichs Ungarn in bedeutendem Maße zum Tragen gekommen ist (vgl. Einleitung von Géza Pálffy). Literatur: Schulze, 1973, S ; Wessely, 1976, S ; Kruhek, 1995/2, S ; Kelenik, 1997, S und Pálffy, 1999/2, S I-6 Kriegsdiskurs von Lazarus Freiherr von Schwendi, 1593, Frankfurt am Main Wien, Bibliothek des Österreichischen Staatsarchivs, Ac 221. NeuDruck: Frauenholz, 1939, S : Nr. 9. Lazarus Freiherr von Schwendi war einer der bedeutendsten politischen und militärischen Denker im Europa des 16. Jahrhunderts. Zunächst stand er im Dienst Kaiser Karls V. zuerst 1546 als Kriegskommissar im schmalkaldischen Krieg und später in verschiedenen militärischen und diplomatischen Ämtern (1552: Oberst eines deutschen Regiments in den Niederlanden, 1556: Eroberung von St. Quentin, 1557: Schlacht bei Grävelingen). Ab 1564 stand er im Sold Maximilians II. und spielte in den folgenden Jahren ( ) sowohl als Feldherr als auch als Militärreformer beim Ausbau des ungarischen Verteidigungssystems und der Organisation der Versorgung der Grenzfestungen (s. I-4 und I-5) eine grundlegende Rolle. Neben der Ausarbeitung des Artikelbriefes der deutschen Fußknechte und der Reuterbestallung auf dem Reichstag zu Speyer 1570 zählt er in erster Linie aufgrund seines berühmten Werkes mit dem Titel Kriegsdiskurs zu den Klassikern der Kriegswissenschaften. Schwendi faßte in diesem Werk dessen Originalmanuskript (1578) er Erzherzog Matthias, dem Gubernator von Niederlanden widmete die Erfahrungen seines mehr als dreißigjährigen Militärdienstes zusammen: er legte seine Gedanken nahezu zum gesamten Bereich des Kriegwesens ausführlich dar, vor allem zu den Themen Heeresorganisation, Aufgaben der verschiedenen Amtsträger, Feld-, Lager- und Schlachtordnung, Problemen der Lebensmittelversorgung, Kämpfe gegen die Osmanen, Belagerungsmethoden der Festungen usw. Der ErstDruck seines Werkes erschien jedoch erst nach seinem Tode, im Jahre 1593 in Frankfurt am Main. Literatur: Jähns, 1889, Bd. I, S ; Janko, 1871; Eiermann, 1904; König, 1934; Schnur, 1987, S und Niklas, I-6a Lazarus Freiherr von Schwendi ( ) Papier, Kupferstich aus dem Kriegsdiskurs von Schwendi 1593 (I-6). I-7 Handschriftliche Kartenskizze von Johann Choron über die Raaber Grenze, undatiert [1563] Original, Papier, 44,5 x 32,5 cm, lat. Wien, KA AFA 1564/2/ad 11 c.

7 Druck: Pálffy, 2000/1, Beilage I. Hinsichtlich der Verteidigung der Kaiserstadt Wien galt im 16. und 17. Jahrhundert die Grenzfestungszone zwischen dem Plattensee (Balaton) und der Donau, die bis etwa 1560 entstandene Raaber Grenze, als das wichtigste Gebiet (s. I-8). In der Organisation der Raaber Grenzoberhauptmannschaft spielten in den 40er und 50er Jahren des 16. Jahrhunderts neben Niklas Graf zu Salm d.j. ( 1550, Erlau) auch Ehrenreich von Königsberg, der erste Präsident des Wiener Hofkriegsrates ( ), Sforza Pallavicini (vgl. I-2) und Adam Gall zu Loßdorf eine entscheidende Rolle. Da jedoch nicht jedes Mitglied des Hofkriegsrates die topografischen Besonderheiten der Verteidigungszone ausreichend kannte, holten sie sich im Interesse der richtigen militärischen Entscheidungen meist von den ungarischen Großgrundbesitzern des Gebietes die notwendigen Informationen ein. Die handschriftliche Grenzfestungslinienkarte von Johann Choron von Devecser entstand irgendwann um 1563 vermutlich ebenfalls zu diesem Zweck. Obwohl die Landkarte nur skizzenhaft war, gab sie in Meilen gerechnet die Entfernung zwischen den königlichen und den osmanischen Festungen an. Damit ist sie einzigartig, denn verfügen wir aus dem 16. Jahrhundert über keine anderen Angaben mit ähnlichen Entfernungsmarkierungen auf Landkarten von Ungarn. Trotz dieser äußerst einfachen Darstellung lieferte die Karte dem Hofkriegsrat auf perfekte Weise genügend Daten. Die Kartenskizze in deren Mittelpunkt der Grundriß von Devecser, der Residenz von Choron zu sehen ist ist aus dem Gesichtspunkt der Militär- und Kartographiegeschichte auch deshalb besonders interessant, weil sie die bisher frühste bekannte Darstellung eines Teiles des ungarischen Grenzverteidigungssystems ist, das im 16. Jahrhundert gegen die Osmanen neu ausgebaut worden war. Literatur: Pálffy, 2000/1, S I-8 Karte der Raaber Grenze im 16. Jahrhundert Entwurf von Géza Pálffy. Die Karte der Raaber Grenze zur Verteidigung Wiens und Niederösterreichs veranschaulicht die mehrfache Untergliederung der Grenzverteidigung ausgezeichnet. Die erste Burglinie bildeten die Festungen nördlich vom Plattensee (Palota, Veszprém, Tihany, Szigliget, Keszthely, Csobánc) bzw. Totis (Tata) südlich von Komorn. Zu der zweiten Front gehörte neben Csesznek, Szentmárton und Pápa auch die Festungsstadt Raab selbst. Raab war im 16. und 17. Jahrhundert die wichtigste Vorbastei der Kaiserstadt Wien. Ihren Schutz sicherte außer ihrer Befestigung durch die modernen italienischen Burgbaumethoden (vgl. IV-11) und der ungefähr 1500 Mann starken deutschen und ungarischen Besatzungstruppe auch eine ganze Reihe von in der Nachbarschaft gelegenen kleinen Wachthäusern, die auf der Karte gut zu erkennen sind. Diese bildeten einen Ring um die Festung, indem sie sich vor allem auf die Linien der Flüsse Raab und Rabnitz (Rábca) stützten. Ihre Hauptaufgabe war die Beobachtung der Türkeneinfälle und die Alarmierung der Soldaten in der Festung Raab (vgl. V-14-15b). Literatur: Pálffy, 1999/2. 8I-9 Karte des italienischen Festungsbaumeisters Giovanni Jacobo Gasparini über das Grenzverteidigungssystem gegen die Osmanen von der Burg Erlau bis zur Drau, undatiert [Anfang, 1594] Original, Papier, 43 x 57 cm, ital. Wien, HHStA Kartensammlung U/II/4/8. Druck: Pálffy, 2000/1, Faksimile. Das bis zu den 1580er Jahren neuorganisierte Verteidigungssystem (vgl. I-5) wird auf der Grenzfestungslinienkarte von Gasparini, einer der schönsten und interessantesten Darstellungen der Türkenabwehr in Ungarn, ausgezeichnet dargestellt. Gasparini dürfte die Landkarte sehr wahrscheinlich zu Beginn des Jahres 1594 erstellt haben, d. h. bereits zur Zeit des Langen Türkenkrieges ( ), denn er hat die Ende 1593 durch den bergstädtischen Grenzobersten Nikolaus Pálffy (s. III-5) zurückeroberten Festungen im Komitat Nógrád mit roten Ringen markiert. Die Karte stellt das Grenzburgensystem in Ungarn nördlich und nordöstlich der Drau dar. Die Ausführung ist in vielen Elementen ziemlich einfach, manchmal sogar oberflächlich, die Informationen sind aber in manchen Fällen erstaunlich genau. Gasparini nahm in seine Karte auch solche Festungen und kleine Wachthäuser auf, die in den vorangehenden Jahren gebaut, bald darauf aber vernichtet worden waren. Die ungefähr im Maßstab 1:720,000 dimensionierte Karte wurde natürlich nach den persönlichen Erfahrungen auf dem Kriegsschauplatz und bei den Grenzvisitationen gezeichnet. Die Karte ist außerdem noch in einem besonderen Punkt für die ungarisch-österreichische

8 Militärkartographie bzw. für die europäische Kartographiegeschichte wichtig und interessant. Der italienische Festungsbaumeister stellte nämlich das Grenzverteidigungssystem gegen die Osmanen abweichend von den gedruckten und den Manuskript gebliebenen Karten über das zeitgenössische Ungarn nicht in nördlicher, sondern in östlicher Richtung, d. h. also von Wien aus betrachtet, dar. Gasparini verfertigte 1594 für den Hofkriegsrat eine solche Karte, mit deren Hilfe die Ratsherren sozusagen diese auf den Tisch legend über die österreichische Erbländer schützende ungarische Grenzverteidigung zuverlässige Informationen bekommen konnten. Diese Karte zeigte nämlich aus dem Gesichtspunkt Europas und durch die Brille der Wiener Kriegsführung das ungarische Defensionssystem, das zwei Jahrhunderte lang die Rolle der Schutzbastei des Christentums (lat. propugnaculum Christianitatis) spielte. Literatur: Pálffy, 2000/1, S I-9a Karte von Franz Batthyány über die Burgen entlang den Flüssen Zala und Raab, die gegen türkische Festung Kanizsa geordnet werden sollten, Dezember 1600 Original, Papier, 32 x 20,5 cm, lat. und ung. Wien, KA HKR Akten Exp März Nr. 187, fol. 34. Druck: Pálffy, 2000/1, Beilage IV. Infolge des Verlustes von Kanizsa am 20. Oktober 1600 gelangte das frühere Grenzgebiet, die Kanischerische (Kanisische) Grenzoberhauptmannschaft, nahezu vollständig in die Hand der Osmanen. Die Wiener Kriegsführung sah sich daher gezwungen, den Türken gegenüber eine neue Verteidigungszone auszubauen. Angesichts der mächtigen Gefahr begannen aus diesem Grund bereits am Ende 1600 Beratungen in Wien und Graz, die anschließend zunächst in Schottwien, und in den folgenden Jahren in der österreichischen, steirischen sowie der ungarischen Hauptstadt, in Preßburg fortgeführt wurden. Als Folge dieser Verhandlungen entstand nach der Organisationstätigkeit von er Jahren die gegenüber von Kanizsa liegende Grenzoberhauptmannschaft. Jene Landkarte, die als grundlegendes Hilfsmittel zum Ausbau der späteren Oberhauptmannschaft diente, hatte der ungarische Großgrundbesitzer der benachbarten Gebiete, Franz Batthyány, noch im Dezember 1600 für eine der ersten Verhandlungen erstellt. Die Landkarte führte alle Burgen entlang der Flüsse Zala und Raab genau an, die bei der Verteidigung in Frage kamen. Der Landkarte legte der Großgrundbesitzer sogar noch einen Entwurf über die in einzelnen Festungen stationierenden Besatzungstruppen bei. Literatur: Antonitsch, 1975, S ; Simon, 1997, S und Pálffy, 2000/1, S I-10 Entwurf der Ausgaben für die Bezahlung der Soldaten in den Grenzfestungen in Ungarn (von Szatmár bis zur Drau), Februar 1607 Original, Papier, 37,5 x 43,5 cm, deut. Wien, KA AFA 1607/13/1 ad 1 f. Druck: Benda, 1983, S Nachdem der Friede von Zsitvatorok am 11. November 1606 zwischen den Gesandten Kaiser Rudolfs II. ( ) und Sultan Ahmeds I. ( ) geschlossen worden war, setzte in der Geschichte der Türkenabwehr in Ungarn eine neue Epoche ein. Ganz bis zum Türkenkrieg zwischen 1660 und 1664 kehrte auf dem ungarischen Kriegsschauplatz relative Ruhe ein. Dementsprechend erstellte der Hofkriegsrat bereits zu Beginn 1607 in Bezug auf jede einzelne Grenzoberhauptmannschaft einen Entwurf über die künftig als notwendig erachteten Besatzungstruppen und deren Sold. Diese Vorschläge richteten sich nach den grundlegenden Veränderungen, die zur Zeit des Langen Türkenkrieges eingetreten waren (1592: Fall von Wihitsch, 1596: Verlust von Erlau, 1600: Eroberung Kanizsas von den Türken), sowie nach der ausstehenden längeren Friedenszeit. Die vorliegende zusammenfassende Tabelle wurde aufgrund der einzelnen Teilentwürfe angefertigt. In dieser sah man für den Sold der von den siebenbürgischen Grenzen bis zum Fluss Drau vorgeschriebenen 18,692 Soldaten inklusive der Wiener Garnison mit 500 Mann jährlich etwa 1,520,000 rheinische Gulden als notwendig vor. Für die sonstigen Kriegsausgaben (Kosten des Hofkriegsrates, Proviantverpflegung, 9Kriegsmaterialversorgung, Burgbefestigungen usw.) veranschlagte man noch weitere etwa 355,000 rheinische Gulden. Der Entwurf wurde nie in seiner Gesamtheit verwirklicht, zumal zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ( ) die Zahl der Grenzsoldaten und auch die Kriegsausgaben der Türkenabwehr in erster Linie aus finanziellen Gründen wiederholt maßgeblich gesenkt wurden.

9 Literatur: Benda, 1983, S I-11 Entwurf von Hilarius Feichtinger Oberstmustermeister in Ungarn an den Wiener Hofkriegsrat über die Zahlreduktion der ungarischen Grenzsoldaten, 3. April 1671, Wien Zeitgenössische Abschrift, Papier, 31 x 21 cm, deut. Wien, FHKA HKA HFU rote Nr. 237, 1672 März fol Ganz zu Beginn der 1670er Jahre unternahm der Hofkriegsrat den Versuch, die Soldatenmasse der ungarischen Grenzfestungen dem System des stehenden Heeres entsprechend, das sich allmählich schon zustande gekommen war, umzustrukturieren. Um dies zu erreichen, wurden verschiedene Entwürfe ausgearbeitet, die im Wesentlichen darauf abzielten, die Grenzsoldaten in Kompanien zu organisieren und sie ähnlich der regulären Regimenter erscheinen zu lassen. All dies wäre in erster Linie aus finanziellen Gründen mit der bedeutenden Senkung der Zahl der Grenzsoldaten einhergegangen. Diese Vorstellungen belegt der Entwurf von Hilarius Feichtinger, Obermustermeister in Ungarn ( ) ausgezeichnet, der die Zahl der ungefähr 11,400 ungarischen Husaren und Haiducken, die von den siebenbürgischen Grenzen bis zur Drau dienten, auf insgesamt 4000 Mann senken wollte. Die Reformbestrebung scheiterte jedoch an dem Widerstand der ungarischen Stände und der Grenzsoldaten. Der Hofkriegsrat war daher gezwungen, den Entwurf zurückzuziehen und die Zahl der Soldaten in den Grenzfestungen bis etwa 1677 größtenteils wiederherzustellen. Obgleich die folgenden Jahrzehnte die Notwendigkeit der Reformpläne belegten, konnten die Grenzsoldaten, die ein zur Hälfte militärisches und zur anderen Hälfte bürgerliches Leben führten, nicht mehr in die Struktur des stehenden Heeres eingegliedert werden. Literatur: Takáts, 1908, S und Czigány, II. Verwaltung und Finanzierung II-1 Instruktion König Ferdinands I. für den Wiener Hofkriegsrat, 17. November 1556, Wien Zeitgenössische Abschrift, Papier, 32,5 x 21 cm, deut. Wien, KA Bestallungen Nr. 28, andere zeitgenössische Abschriften: Wien, KA AFA 1556/13/2; Wien, FHKA HKA Instr. Nr. 127; Wien, HHStA Schloßarchiv Grafenegg, Archiv Breuner, Militaria, Schachtel 152, Fasc. Nr. 4, 17. Nov Druck: Firnhaber, 1864, : Nr. IX und Fellner-Kretschmayr, 1907/Bd. 2, : Nr. 16. Die Gründung des Wiener Hofkriegsrates 1556 war ein Meilenstein in der Geschichte des österreichischen und des ungarischen Kriegswesens der frühen Neuzeit. Obwohl König Ferdinand bereits seit 1529 Kriegsräte für die militärischen Angelegenheiten ernannt hatte, nahmen diese ihre Aufgaben nur ad hoc wahr, hatten nicht in jedem Fall einen festen Sitz, und waren also keine Ämter. Mitte der 50er Jahre des 16. Jahrhunderts war es unmöglich geworden, das Verteidigungssystem in Ungarn sowie das sich rasch entwickelnde Kriegswesen auf die althergebrachte Weise zu verwalten. Aus diesem Grunde rief Ferdinand I. am 17. November 1556 in Wien den Hofkriegsrat ins Leben, der schon einen festen Sitz hatte, seine Sitzungen in Form eines Ratskollegiums (ursprünglich mit 5 Ratsherren) abhielt und somit eine für seine Zeit moderne Fachbehörde war. Als Vorgänger des späteren Kriegsministeriums war der Hofkriegsrat im allgemeinen für die Leitung des Militärwesens zuständig, vor allem aber für die damals wichtigste Frage, nämlich für die Ausarbeitung einer Defensionskonzeption zur Türkenabwehr, darüber hinaus für die Grenzfestungsbauten, die Kriegsmaterial- und Lebensmittelversorgung sowie in Zusammenarbeit mit der Hofkammer für die Besoldung der Grenzsoldaten. Die Führung der Ostpolitik gehörte laut der Instruktion für den Hofkriegsrat nicht in seinen Kompetenzbereich, dennoch wurde sie wegen seiner engen Verbindung mit der Grenzverteidigung in Ungarn doch zu einer wichtigen Aufgabe. Literatur: Firnhaber, 1864; Regele, 1949 und Broucek, II-2 Protokoll des Wiener Hofkriegsrates aus dem Jahre 1574 Originalband, Papier, 34 x 23,5 cm, deut. Wien, KA HKR Prot. Bd. 158, Exp

10 Die schriftlichen Aufgaben, die sich im Zusammenhang mit der vielfältigen Arbeit des Hofkriegsrates ergaben, wurden seit 1556 von einem eigenen Organ, der Hofkriegskanzlei wahrgenommen. Ihr Personal bestand ursprünglich aus zwei Sekretären, einem Registrator, einem Expeditor, mehreren Konzipisten und Schreibern, sowie einigen Dienern und Dolmetschern. Die bei diesem Regierungsorgan eingehenden und ausgefertigten Schriftstücke wurden hier fast regelmäßig registriert, indem eigene Bände für die eingehenden und für die ausgefertigten Schriftstücke geführt wurden. Entgegen ihrer Bezeichnung enthielten die Expedit- Protokolle kurze inhaltliche Auszüge der eingehenden Schriftstücke und die Registratur-Protokolle die Extrakte der ausgefertigten. Die Protokolle stellen demnach keine Zusammenfassungen der Hofkriegsratssitzungen 10dar, sondern sind zeitgenössische Registraturbücher der Hofkriegskanzlei. Anfangs wurden des öfteren die Schriftstücke mehrerer Jahre in einem Band zusammengefasst, wobei die Benutzung durch ein Personenregister erleichtert wurde. Bis 1573 stehen die Einträge in chronologischer Reihenfolge, danach wurden sie jedoch nach den wichtigsten Personen und Themen geordnet, wie z.b. Kaiser, Hofkammer, Raaber, Bergstädtische usw. Grenzoberhauptmannschaften, Festungsbau-, Zeug- und Schiffbrückenwesen, Wien Stadtguardia usw. Dieses System lief um 1640 allmählich aus. Bereits seit 1656 ging man wieder zur chronologischen Ordnung über, gleichzeitig wurden jedoch von nun an nicht mehr nur die Personennamen, sondern auch die wichtigsten Themenbereiche in die Register aufgenommen. Literatur: Firnhaber, 1864; Regele, 1949 und Egger, 1993, S II-3 Instruktion Erzherzog Maximilians für Emericus Thelekessy Feldoberst in Oberungarn und Oberhauptmann zu Kaschau, 8. Mai 1559, Wien Original, Papier, 31,5 x 22 cm, lat. Budapest, MOL E 136 MKA Div. Instr. Nr. 173, fol Die Oberungarische Grenzoberhauptmannschaft entstand allmählich nach der Rückeroberung der Stadt Kaschau (1552) und der umliegenden Gebiete in Nord- und Ostungarn ( ), die früher im Besitz von dem Fürsten von Siebenbürgen, Johann Sigmund waren. Ihr erster Oberhauptmann war der Emericus Thelekessy ( ). Seiner Instruktion zufolge war er gleichzeitig Oberhauptmann der Stadt Kaschau. Die Urkunde unterzeichneten neben Erzherzog Maximilian auch der Präsident des Hofkriegsrates Ehrenreich von Königsberg (im Original: Eenreich von Khünigsperg ) und dessen Sekretär Hans Fieringer. Die wichtigste Aufgabe des Oberhauptmanns bestand in der Verwaltung der etwa ein Dutzend Grenzburgen dieses Landesteils. Thelekessy gehörte zu den hervorragendsten ungarischen Offizier seiner Zeit, da er sein ganzes Leben dem Kampf gegen die Türken gewidmet hatte. Bereits in jungen Jahren nahm er an der Schlacht bei Mohács (1526) teil und diente dann als Rittmeister unter dem Befehl von Hans Katzianer, später in den Burgen von Pápa, Veszprém und Raab. Zwischen 1554 und 1556 war er Hauptmann der Grenzburg Lewenz (Léva), und nahm 1556 unter der Führung von Erzherzog Ferdinand von Tirol am Kriegszug in Südtransdanubien teil. Auf dem Höhepunkt seiner militärischen Laufbahn erhielt er die Grenzoberhauptmannschaft in Oberungarn, konnte dieses Amt jedoch wegen seines Todes am 30. Mai 1560 nur für kurze Zeit bekleiden. Literatur: Pálffy, 1998, S und ders., 2000/2,S. 47. II-4 Instruktion Kaiser Maximilians II. für Georg Zrínyi (kroat. Zrinski) Kreisoberst jenseits der Donau, 15. August 1574, Wien Original, Papier, 31 x 20,5 cm, lat. Wien, KA HKR KlA IX c 1. Georg Zrínyi ( ), Sohn des Helden von Szigetvár, Nikolaus Zrínyi (III-4), wurde am 15. August 1574 von Kaiser Maximilian II. zum Kreisobersten jenseits der Donau (supremus capitaneus partium regni Hungariae Transdanubianarum) ernannt. Im Sinne seiner Instruktion, die der Kaiser für ihn vom Hofkriegsrat hatte ausstellen lassen, war Zrínyi für die Kriegsangelegenheiten der neun ungarischen Komitaten Transdanubiens, für die Führung der zu dieser Zeit bereits veralteten adeligen Insurrektion sowie für die Organisation der Robotarbeiten (gratuitus labor) bei Festungsbauten zuständig, wobei jedoch die Grenzfestungen dieses Gebietes nicht in seine Kompetenz fielen, sondern in die des Raaber und des Kanischerischen (Kanisischen) Grenzobersten. Da Zrínyi aber von 1574 an ein Jahr lang auch an der Spitze der Grenzoberhauptmannschaft von Kanizsa stand, war er für diese kurze Zeit mit der Leitung der Verteidigung in ganz Südtransdanubien beauftragt. Später, von , hatte Zrínyi noch einmal den Posten des Kreisobersten jenseits der Donau inne. Darüber hinaus spielte er vor allem durch seine

11 Großgrundherrschaft in der Murinsel auch bei der Verteidigung der Steiermark eine führende Rolle. Literatur: Pálffy, 2000/2, S. 46: Anm. 92. und Roth, II-4a Bestallung Kaiser Ferdinands I. für Karl Haiden von Guntramsdorf Mustermeister in Ungarn, 1. Februar 1561, Wien Zeitgenössische Abschrift, Papier, 31 x 20,5 cm, deut. Wien, KA Bestallungen Nr. 89. Eine der schwierigsten Aufgaben bei der Versorgung der Grenzsoldaten bestand darin, ihren Sold aufzubringen und auszuzahlen. Dem ging in den einzelnen Burgen immer die Musterung voran, bei der unter der Leitung eines Mustermeisters die Ausrüstung der Soldaten überprüft wurde. Der Gehilfe des Mustermeisters, der sogenannte Musterschreiber, stellte dabei das Musterregister mit den Namen der Soldaten und der Art ihrer Ausrüstung zusammen. Unter den verschiedenen Mustermeistern hatte der Oberstmustermeister in Ungarn eine besondere Stellung. Diesen Posten hatten seit den 1540er Jahren in der Regel zwei Personen inne. Die Aufgaben des Oberstmustermeisters waren in einer eigenen Bestallung zusammengefasst. Das früheste bisher gefundene Exemplar einer solchen Bestallung wurde für Karl Haiden von Guntramsdorf ( 2. April 1582) ausgestellt. Haiden entstammte einer niederösterreichischen Familie, die zum Ritterstand gehörte, und diente bereits Mitte der 1530er Jahre als Soldat in Ungarn. Ab 1533 bekleidete er auch das Erbunterschenkenamt 11in Österreich unter der Enns und war Anfang der 40er Jahre Musterkommissar im Heer Kaiser Karls V. Seine hier erworbenen Erfahrungen halfen ihm, den Posten des Oberstmustermeister in Ungarn zu erhalten. Diesen hatte er bis zu seinem Tode im Jahre 1582 inne, was auch seine Ernennung zum kaiserlichen Rat im Jahre 1574 bestätigte. Sein Grabstein findet sich in der Pfarrkirche zu Achau (Niederösterreich). Literatur: Perger, 1970, S II-5 Instruktion Kaiser Ferdinands I. für Christoph Gannabiczer Kriegszahlmeister in Ungarn, 1. Januar 1564, Wien Konzept, Papier, 31,5 x 21,5 cm, deut. Wien, FHKA HKA Instr. Nr. 158, eine zeitgenössische Abschrift: ebenda Nr Nach den Musterungen zahlten die Kriegszahlmeister den Grenzsoldaten ihren Sold aus. Das größte Ansehen hatte der Kriegszahlmeister in Ungarn, dessen Amt um 1545 entstand. Der erste Amtsträger jedoch, der auch eine Instruktion erhielt, war erst Christoph Gannabiczer ( 31. Oktober 1576), der seinen Dienst zwar der Hofkammer untergeordnet, aber in enger Zusammenarbeit mit dem Hofkriegsrat am 1. Januar 1564 aufnahm. Bis dahin war er Musterschreiber in Ungarn, was ihm eine gute Grundlage für seine spätere Arbeit sicherte. Das Kriegszahlmeisteramt hatte er drei Jahre lang, bis Ende 1566 inne, dann wurde er von Andreas Schnätterl abgelöst (vgl. II-9). Gannabiczer ließ sich 1576 im Wiener Stephansdom beisetzen, wo sein Grabdenkmal bis heute erhalten geblieben ist. Literatur: Pálffy-Perger, 1998, S II-5a Instruktion Kaiser Maximilians II. für Christoph Teufel Oberstproviantmeister des ungarischen Kriegswesens, 29. Dezember 1565, Linz Zeitgenössische Abschrift, Papier, 31 x 21 cm, deut. Wien, KA HKR KlA I 1, eine zeitgenössische Abschrift: Wien, FHKA HKA Instr. Nr Im Anschluß an die Gründung des Hofkriegsrates wurde wahrscheinlich Anfang 1557 der bereits ständige Posten des Oberstproviantmeisters in Ungarn zur Leitung der Lebensmittelversorgung der Grenzsoldaten eingerichtet. Seine Aufgabe bestand in der Versorgung der für die Verteidigung Wiens wichtigsten Grenzfestungen (Raab, Komorn, Totis, später auch Kanizsa) mit Brot, Wein, Fleisch, Salz und Schmalz. Er wurde in seiner Arbeit von ihm untergeordneten Proviantmeistern unterstützt, die in den größeren Grenzfestungen für die Lebensmittelverteilung zuständig waren, darüber hinaus regelmäßig Bestandsaufnahmen über die Vorräte machten und die Mängel meldeten. Der recht vielfältige Aufgabenbereich des Oberstproviantmeisters, der der Hofkammer unterstellt war, wurde in langen Instruktionen wie in der für Christoph Teufel vom Ende des Jahres 1565 beschrieben. Im 16. Jahrhundert hatten meist niederösterreichische Adelige das Amt des Oberstproviantmeisters inne, weil diese Gebiete Hilfslieferungen in die genannten Grenzfestungen veranlaßten. Teufel kannte diese Burgen gut, da er selbst

12 1546 an der Spitze von sieben Reitern in Raab gedient hatte. Einer seiner Brüder, Andreas, war dabei zur gleichen Zeit zweimal ( und ) Raaber Grenzoberst, während sein anderer Bruder, Georg, Präsident des Hofkriegsrates ( ) war. Die niederösterreichische Familie spielte also in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts eine grundlegende Rolle bei der Leitung und Versorgung der Grenzfestungen in Ungarn. Literatur: Widter, 1886, S ; Wissgrill, 1886, S ; Glatzl, 1950, passim; Adel im Wandel, 1991, S. 273 und Pálffy, 1999/2, S und II-5b Instruktion Kaiser Rudolfs II. für Andreas Kielman von Kielmansegg Oberstzeugmeister der ungarischen Grenzfestungen, 1. Januar 1584, Wien Konzept, Papier, 32 x 21 cm, deut. Wien, KA HKR KlA V 3. Für die Kriegsmaterialversorgung der Grenzfestungen war der dem Hofkriegsrat unterstellte Oberstzeugmeister (später Oberst-Land- und Hauszeugmeister) zuständig. Dieses Amt richtete Kaiser Maximilian I. ( ) im Jahre 1503 in Innsbruck ein und legte als Aufgabe für den Oberstzeugmeister die Überwachung der in den österreichischen Gebieten entstandenen Zeughäuser fest. Unter König Ferdinand I. zog mit dem Hof auch der Amtsträger nach Wien um, genauer gesagt diente seit den 1550er Jahren sowohl in Tirol als auch in den niederösterreichischen Ländern je ein eigener Oberstzeugmeister. Nachdem im Sinne des Testaments von Ferdinand I. Innerösterreich eine weitgehende Eigenständigkeit erlangt hatte, wurde im Jahre 1564 auch in Graz ein eigenes Amt eingerichtet. Während der Träger dieses Amtes von nun an für die Versorgung der Grenzfestungen in Kroatien und Slawonien zuständig war, leitete der Oberstzeugmeister in Wien die Versorgung des Grenzfestungsnetzes von der Drau bis zur Grenze Siebenbürgens, wie auch aus der Instruktion für Andreas Kielman von Kielmansegg ( ) aus dem Jahre 1584 ausführlich hervorgeht. Er versorgte die einzelnen Festungen aus dem Wiener Hauptzeughaus, in das auf seine Bestellungen hin regelmäßig Kanonen, Handfeuerwaffen und verschiedenes Kriegsmaterial in großen Mengen vor allem aus den Reichsstädten sowie aus Tirol und Prag befördert wurden. Kielman selbst war einer der besten Kenner der ungarischen Grenzverteidigung. Nachdem er von 1556 bis1559 als Hauptmann eine Landknechtstruppe in Ungarn geführt hatte, war er zusammen mit Karl 12Haiden (II-4a) Mustermeister in Ungarn ( ). Ab 1566 diente er als Oberst zu Komorn, dann zwischen 1577 und 1580 als Grenzoberhauptmann zu Kanizsa, schließlich stand er von 1580 bis zu seiner Ernennung zum Oberstzeugmeister wieder der Festung zu Komorn vor. Literatur: Kielmansegg, 1910, S und Pálffy, 1996/2, S Jahr II-6 Vorgeschriebene Soldkosten der Grenzfestungssoldaten in Ungarn und Kroatien im 16. Jahrhundert Entwurf von Géza Pálffy. Prozentualer Anteil der vorgeschriebenen Soldkosten der Grenzsoldaten an den jährlichen Einnahmen bzw. an den Kriegsausgaben des Königreichs Ungarn in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts jährliche Soldausgaben für die Grenzsoldaten in rheinischen Gulden Prozentualer Anteil der Soldkosten an den jährlichen Einnahmen Prozentualer Anteil der Soldkosten an den max. 1 * eingeschätzten Kriegsausgaben , , ,5 Genaue Angaben über die jährlichen Einnahmen des verkleinerten Königreichs Ungarn stehen uns nur für die Mitte der 70er Jahre des 16. Jahrhunderts zur Verfügung. Zu dieser Zeit betrugen die verschiedenen Einkünften (Dreißigst, Bergbaueinkünfte, Kriegssteuer, Einnahmen der Grundherrschaften, Steuerabgaben 1max. = um 50 Prozent

13 der königlichen Städte usw.), die die drei in Ungarn zuständigen Kammern (Ungarische, Zipser und Niederösterreichische) verwalteten, insgesamt 765,000 rheinische Gulden. Für militärische Zwecke wurden etwa 50 Prozent dieser Summe eingesetzt. Literatur: Oberleitner, 1860, S ; Acsády, 1888; Merényi, 1893, S ; Loebl, 1899, S ; Takáts, 1908, passim; Loserth, 1938, S : Nr. 12; Benda, 1983 und Pálffy, 1995/4, S II-7 Musterregister der zwei deutschen Landsknechttruppen unter der Leitung Hans von Panobiz und Jakob von Raming mit den Angaben der Abstammungsorte der Soldaten, 19. März 1562, Tyrnau Original, Papier, 32 x 22 cm, deut. Wien, KA AFA 1562/3/ad 2 a. Gegen die Türken in Ungarn zu kämpfen, bedeutete nicht nur für Ungarn eine Aufstiegsmöglichkeit. Der Hofkriegsrat stationierte nämlich in den wichtigsten Grenzfestungen in der Regel mehrere Tausend Mann starke Truppen, deren Mitglieder vor allem aus österreichischen, böhmischen, mährischen, aber auch aus weit entfernten Gebieten des Heiligen Römischen Reiches angeworben wurden. Dies läßt sich sehr gut anhand des Musterregisters der zwei deutschen Landsknechttruppen illustrieren, die unter dem Befehl der Hauptleute Hans von Panobiz und Jakob von Raming im Frühjahr 1562 ihren Dienst in Ungarn aufnahmen. Da das Register auch die Abstammungsorte der Soldaten angibt (wie z.b. Stuttgart, Regensburg, Augsburg, Nürnberg, München, Breslau, Ingolstadt, Salzburg, Graz, Wien, Linz, Laibach usw.), ist es für die Forschung besonders wertvoll, da andere ähnliche Quellen kaum zur Verfügung stehen. Die beiden Landsknechttruppen wurden dann nach Oberungarn abkommandiert und auf die dortigen Festungen (vor allem in Szatmár und Szendrõ) verteilt. Auch Jakob von Ramings Karriere in Ungarn begann zu dieser Zeit. Später wurde er Grenzoberst zu Szatmár ( ), dann Hofkriegsrat, und schließlich ab 1574 Oberstzeugmeister in Wien (vgl. II-5b). Währenddessen stieg auch Hans von Panobiz, ebenfalls Hauptmann, auf: von 1568 bis zu seinem Tode im Jahre 1586 war er Grenzburghauptmann zu Ivanics, einer wichtigen Festung an der Slawonischen Grenze. II-7a Musterregister der in den Grenzfestungen Raab, Szentmárton, Pápa und Veszprém dienenden Grenzsoldaten, die von den niederösterreichischen Ständen bezahlt wurden, 30. März 1546, Raab Original, Papier, 31 x 22 cm, deut. Wien, FHKA HKA HFU rote Nr. 2, 1546, fol. 48 a/1-18. Druck: Pálffy, 1999/2, S. 61 (in Tabellenform). Vom März 1546 an stationierten die niederösterreichischen Stände mehr als anderthalb Jahrhunderte lang ständige Besatzungen von beträchtlicher Stärke an der Raaber Grenze, d.h. in den Festungen (vor allem in Raab, Pápa und Veszprém), 13die Wien verteidigten. Das Musterregister der 1126 namentlich genannten Soldaten (110 deutsche gerüstete Reiter, 796 Husaren und 220 Haiducken), die im Frühjahr 1546 in diesen Burgen dienten, stellt die eine der ältesten Quellen ihrer Art über die Türkenabwehr in Ungarn dar. Die Musterung wurde in Gegenwart von Erasmus Teufel, Kriegsrat und Verwalter des Feldoberstleutnantenamtes in Ungarn (Vater der erwähnten Brüder Teufel, s. II-5a), und des späteren Raaber Grenzoberhauptmanns ( ) Adam Gall zu Loßdorf sowie von Sigmund Graf zu Tierstein und Ebersdorf durchgeführt. Anschließend kam es zur Auszahlung des Solds für den Monat März. Mehr als die Hälfte der Soldaten diente in Raab und einige von ihnen, wie z.b. Ludwig von Puchheim, Karl Schwetkovitsch oder Georg und Christoph Teufel waren junge niederösterreichische Adelige, die bei der Reiterei mit schweren Rüstungen gegen die Türken kämpften. Der Sold der 1126 Grenzsoldaten betrug für ein Jahr gerechnet ungefähr 70,000 rheinische Gulden, und machte 10 Prozent der jährlichen Einnahmen Ungarns aus. In diesem Sinne war die Hilfe aus Niederösterreich für die Aufrechterhaltung des ungarischen Grenzverteidigungssystems unerlässlich. Literatur: Pertl, 1939; Möller, 1976, S und Pálffy, 1999/2, S II-8 Tuchmuster zur Bezahlung der Soldaten an der Raaber Grenze, 1680 Original, Papier bzw. Tuch, deut. Sankt Pölten, NÖLA SA Ständische Akten A-II-10, Karton 42, unter dem Datum 6. Mai Da es im 16. und 17. Jahrhundert einerseits schwierig, ja sogar gefährlich war, mit größeren Mengen Bargeld zu bezahlen, es aber andererseits auch oft an Bargeld mangelte, wurde der Sold der Soldaten zur Hälfte in

14 Tuch beglichen. (Darüber hinaus wurde manchmal der Sold für die Grenzsoldaten in Naturalien oder Waffen ausgezahlt.) Die Auszahlung in Tuch war auch deshalb vorteilhaft, weil man es in größeren Posten kaufte, jedoch in kleineren Mengen wieder verteilte, so daß sich wegen des Preisunterschiedes beträchtliche Beträge, bei einer Grenzbezahlung mehrere Tausend Gulden, einsparen ließen. Außerdem führten die Tuchlieferer Tuch, das in Farbe, Zusammensetzung und Qualität sehr unterschiedlich war, wie auch aus diesem Tuchmuster zur Bezahlung der Soldaten an der Raaber Grenze aus dem Jahre 1680 ersichtlich ist. Und da die Soldaten die einzelnen Tuchsorten und deren Preise nicht genau kannten, eröffnete sich hier eine weitere Manipulationsmöglichkeit. Darüber hinaus stammten in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts der sogenannte Unterkriegszahlmeister der niederösterreichischen Stände und der Tuchlieferer aus ein und derselben Familie, nämlich aus der der Wäggeles. Daher verwundert es nicht, daß der Aufstieg der Familie gerade in dieser Zeit vor sich ging. Literatur: Valentinitsch, 1975, S II-9 Rechnungsbuch des Kriegszahlmeisters in Ungarn Andreas Schnätterl zu Tornau aus dem Jahre 1570 Originalband, Papier, 40 x 29 cm, deut., angekauft im Jahre 1991 von der Familie Ellridshausen (Wels in Niederösterreich). Wien, KA Armee-Schemata Bd. 9 a, fol , fol. I r -II r Einnahmenrubriken, fol. II v -IX r Personenindex zu den Einnahmen, fol. X leer, fol. 1 r -120 r Einnahmen, fol. 121 leer, fol. 122 v -388 r Ausgaben. Die Kriegszahlmeister mußten den Kammern, die ihre Arbeit kontrollierten, jährlich über die von ihnen verwalteten Geldsummen Rechenschaft ablegen. Dabei hatten sie einerseits die Einnahmen, andererseits durch Quittungen über die ausgezahlten Beträge belegt die Ausgaben ausführlich aufzulisten. So wurden aus den Rechnungsbüchern für ein Jahr dicke Bände. Da sie nach der Vertreibung der Türken aus Ungarn ihre Bedeutung verloren hatten, wurden sie weggeworfen, und nur einige von ihnen sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten geblieben. Die wichtigste Rolle unter den Kriegszahlmeistern spielte der Kriegszahlmeister in Ungarn (später Hofkriegszahlmeister, vgl. II-5), der über den größten Zuständigkeitsbereich verfügte und demnach die höchsten Geldbeträge verwaltete. Bislang konnte aus dem 16. Jahrhundert nur ein einziges Rechnungsbuch eines Kriegszahlmeisters in Ungarn gefunden werden, nämlich das von Andreas Schnätterl, der sein Amt zwischen 1567 und 1578 ausübte. Es enthält die Einnahmen und Ausgaben des Jahres 1570, und wurde am 23. Dezember 1572 der Hofkammer zur Kontrolle vorgelegt. Schnätterls Einnahmen, etwa 300,000 rheinische Gulden, stammten aus Einkünften in Ungarn, Nieder- und Oberösterreich, Böhmen, Mähren und Schlesien, aus der Türkenhilfe des Heiligen Römischen Reiches und aus Krediten, die er vor allem von Augsburger, Wiener, Breslauer und anderen Händlern sowie von Hochadeligen aufgenommen hatte. Die Ausgaben betrafen fast jeden Bereich des Kriegswesens, vor allem aber wurden sie für den Sold der Grenzsoldaten und der Wiener Garnison, für die Lebensmittelversorgung und die Kosten der Militärverwaltung getätigt. II-9a Rechnungsbuch des Hofkriegszahlmeisters Peter Sutter aus dem Jahre 1623 Originalband, Papier, 42 x 30 cm, deut. Wien, FHKA HKA KZAB Nr. 263, fol. 1 r -2 r Einnahmenrubriken, fol. 2 v -9 r Personenindex zu den Einnahmen, fol. 1 leer, fol. 2 r -173 r Einnahmen, fol. 174 leer, fol. 175 v -644 r. Ausgaben, fol. 645 r -646 v Ausgabenrubriken, fol. 647r- 668 v Personalindex zu den Ausgaben, fol. 669 leer. Aus dem 17. Jahrhundert ist uns bislang nur ein einziges komplettes Rechnungsbuch eines Hofkriegszahlmeisters bekannt. Es wurde von Peter Sutter, der das Amt in den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts innehatte, zusammengestellt und gibt Auskunft über seine Einnahmen und Ausgaben im Jahre Sutter hatte gründliche Kenntnisse im Bereich der Kriegs- und Grenzfinanzierung, weil er bereits 1604 unter Kriegszahlmeister Michael Zeller gedient hatte und 1610 Kontrolleur 14des Nachfolgers Zellers, Joseph Niessers, war. Auch seine Einnahmen stammten aus Einkünften in Ungarn, Niederösterreich, Böhmen, Mähren und Schlesien, sowie aus päpstlicher Hilfe, machten jedoch mit 9,657,000 rheinischen Gulden eine viel beträchtlichere Summe aus als die seines Amtsvorgängers im 16. Jahrhundert. Die Ausgaben wurden nicht nur für die Besoldung der Grenzsoldaten und ihre Versorgung mit Lebensmitteln und Kriegsmaterial aufgewendet, sondern auch für die Tilgung früherer Kredite, für verschiedene Gnadengelder und Geschenke und für die Bezahlung der deutschen, ungarischen und kroatischen Truppen, die zur Verteidigung Wiens gegen den Fürsten von Siebenbürgen, Gábor Bethlen ( ) angeworben worden

15 waren. Literatur: Sapper, 1982, S , vgl. noch Oberleitner, 1857, S II-10 Verzeichnis der ungarischen bzw. kroatisch-slawonischen Grenzfestungen und der Soldsummen der Grenzsoldaten an die Stände des Heiligen Römischen Reiches, 1576 Originalband, Papier, 31 x 22 cm, deut. Wien, HHStA Hungarica AA Fasc. 123, Konv. A, fol , andere zeitgenössische Abschriften: Wien, HHStA RHKl RTA Fasc. 54 a, Konv. A, fol ; HHStA MEA RTA Fasc. 72, Konv. B, fol , ebenda Fasc. 73, Nr. 10, ebenda Fasc. 73, Nr. 125; Budapest, OSzK Kt. Fol. Germ. 1195, fol. 2-29; Nürnberg, Archiv GNM, WF Österreich ZR fol und ebenda fol Druck: Pálffy, 1995/1, Bei der Finanzierung der Türkenabwehr in Ungarn spielte neben den österreichischen Erbländern und den Ländern der Böhmischen Krone auch das im 16. und 17. Jahrhundert von den Kaisern aus der Familie Habsburg regierte Heilige Römische Reich eine grundlegende Rolle. Auf den Reichstagen bewilligten die Reichsstände für die kaiserlichen Propositionen die sogenannte Türkenhilfe, eine Art Steuer, die nach ihrer Bemessung entsprechend eingetrieben wurde und in Abhängigkeit vom Ausmaß der Türkengefahr mehrere Millionen Gulden betrug. Ihre Maßeinheit war der Römermonat, was mit der früheren Krönung der Kaiser in Rom zusammenhing. Sie belief sich auf insgesamt 128,000 rheinische Gulden, die gleiche Summe wie der Monatssold der Soldaten, die den Kaiser nach Rom begleiteten. Zur Bewilligung der Türkensteuer mußten die Reichsstände genau über Organisation und Zustand des ungarischen Grenzfestungssystems sowie über die Soldkosten der Soldaten informiert werden. Aus diesem Grunde stellte der Hofkriegsrat für fast jeden Reichstag Verzeichnisse über die Zusammensetzung der Soldaten in den einzelnen Grenzburgen und die notwendigen Soldsummen zusammen. Das untenstehende Verzeichnis wurde für den Regensburger Reichstag von 1576 erstellt und weist Struktur und Kosten des Grenzburgnetzes für jede Grenzoberhauptmannschaft aus. In den 123 Festungen des Verteidigungssystems von der Grenze Siebenbürgens bis zur Küste der Adria dienten zu dieser Zeit zusammen mit den Feldtruppen, die wegen der Wahl von Stephan Báthory zum polnischen König im Jahre 1576 nach Oberungarn kommandiert wurden etwa 27,000 Soldaten, die jährlich insgesamt etwa 1,675,000 rheinische Gulden Sold bezogen. Die Türkenhilfe war also sehr vonnöten, so daß die Stände in Regensburg 60 Römermonate bewilligten. Höchster Verwalter der eingegangenen Steuern war der Reichspfennigmeister. Literatur: Müller, 1900, S ; ders., 1938; Loserth, 1938; Steglich, 1972, S. 7-55; Wessely, 1976, S ; Schulze, 1978; Pausch, 1986 und Pálffy, 1995/1. III. Armeekommandanten und Grenzobersten III-1 Grabdenkmal von Leonhard Freiherr von Vels ( ) im Wiener Stephansdom Fotoaufnahme aus der Sammlung der Inschriften Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Der einer Tiroler Familie entstammende Leonhard Freiherr von Vels ( November 1545) spielte in den 30er und 40er Jahren des 16. Jahrhunderts sowohl bei der Vergrößerung der ungarischen Gebiete König Ferdinands als auch bei der Organisation der Grundlagen des Grenzverteidigungssystems eine sehr große Rolle. Nachdem er vor 1526 im Sold Kaiser Karls V. in Italien gestanden hatte, hält er sich nun fast ständig an dem ungarischen Kriegsschauplatz auf, wobei er seit 1531 zugleich dem Landeshauptmannsamt in Tirol vorstand. Zwischen 1527 und 1529 war er Oberst über das deutsche Fußvolk in Ungarn, dann in der ersten Hälfte der 30er Jahre Feldmarschall der österreichischen Truppen und schließlich mehrmals ( , 1540, ) Oberstfeldhauptmann König Ferdinands in Ungarn. Als solcher arbeitete er vorrangig an der ersten Befestigung und der Versorgung der Grenzburgen an der Donau (Gran, Komorn und Raab) führte er zugleich sieben Fähnlein niederösterreichischer Fußknechte bei der Türkenbelagerung Wiens und wurde mehrmals um Rat bei den Wiener Befestigungsarbeiten gebeten. Zu dieser Zeit gehörte er zu den einflußreichsten Persönlichkeiten des Wiener Hofes, da er von 1537 bis zu seinem Tode auch das Amt des Obersthofmeisters bekleidete. Sein Grabdenkmal befand sich bis 1951 am Pfeiler zwischen dem südlichen und dem mittleren Tor des Wiener Stephansdoms, ist jedoch heute in der Halle des Nordturms zu besichtigen.

16 Literatur: Orgler, 1859, S. 3-31; Hye-Kerkdal, 1966, S und Pálffy-Perger, 1998, S III-2 Thomas Nádasdy ( ), Palatin von Ungarn Ölgemälde von Benjamin Block aus dem Ende des 16. Jahrhundert, Fotoaufnahme. Budapest, MNM Történeti Képcsarnok. Der Politiker, Magnat, Soldat und Mäzen Thomas Nádasdy war eine der größten ungarischen Persönlichkeiten des 16. Jahrhunderts. Aus einer Familie des niederen Adels stieg er durch sein Talent, sein ausgezeichnetes diplomatisches Geschick und seine Frau, Ursula Kanizsai, in die höchste ungarische ständische Würde auf. Seinen Dienst begann er noch als Sekretär König Ludwigs (Jagello) II. ( ) und erschien als dessen Gesandter im Juli 1526 auf dem Reichstag in Speyer, wo er Hilfeleistungen gegen die Türken erbat. Nach der Schlacht bei Mohács war er ein treuer Anhänger König Ferdinands und gleichzeitig auch dessen Burggraf zu Ofen ( ), bis Sultan Süleyman I. die Burg zur Zeit seines Feldzuges gegen Wien Johann Szapolyai übergab. Von da an diente er bis 1535 Szapolyai, wechselte dann jedoch wieder zu König Ferdinand, dem er bis zu seinem Tode im Jahre 1562 diente. Als Banus in Kroatien und Slawonien ( ) spielte er in der Verteidigung der kroatischen Gebiete eine wichtige Rolle und war später mehrmals Landeshauptmann in Transdanubien ( und ), schließlich ab 1554 Palatin des Königreichs Ungarn. In seinen beiden letztgenannten Funktionen machte er sich um die Grenzverteidigung in Transdanubien und dabei in erster Linie um den Aufbau der Festungskette um Szigetvár verdient. Als Palatin tat er viel dafür, daß den ungarischen Ständen selbst nach Gründung des Hofkriegsrates (1556, vgl. II-1) möglichst viele ihrer militärischen Kompetenzen erhalten blieben. Sein Schloss in Sárvár (in Transdanubien) war ein Zentrum der Künste und der Kultur. Literatur: Söptei, 1998 (mit weiterer Literatur). III-3 Nikolaus Zrínyi ( ), der Held von Szigetvár Hans Sibmacher ( 1611), Papier, Kupferstich, 15 x 11,5 cm. Budapest, HTM 5335 Kp. Der aus Kroatien stammende Nikolaus Zrínyi (kroat. Zrinski) war bis an sein Lebensende ein treuer Anhänger und einer der erfahrensten Grenzhauptleute König Ferdinands I. Bereits 1529 nahm er an der Verteidigung Wiens teil und organisierte dann die Defension der Grenze als Banus zwischen 1542 und 1556 in Kroatien sowie zwischen 1561 und 1566 als Oberhauptmann von Szigetvár in Südtransdanubien. Er hatte viel Erfahrung in der Kriegsführung mit Reiterei leichterer Rüstungen, und wurde deshalb mehrfach mit der Anwerbung von Husarentruppen beauftragt. Während des siebten Feldzuges Sultan Süleymans in Ungarn im Spätsommer 1566 verteidigte er noch mit seinem letzten Tropfen Blut die ihm anvertraute Festung. Nachdem alle Lebensmittel und das gesamte Kriegsmaterial aufgebraucht waren, wagte er am 8. September 1566 mit seinen verbliebenen Soldaten einen heldenhaften Ausfall gegen die Türken, die in mehrfacher Überzahl waren. Sein Gegner, der alte Sultan, erlebte Zrínyis Heldentod jedoch nicht mehr, da er einige Tage zuvor im Belagerungslager (wahrscheinlich an der Ruhr) gestorben war. Literatur: Barabás, III-4 Adolf Graf zu Schwarzenberg ( ) Hans Sibmacher ( 1611). Papier, Kupferstich, 15 x 11,5 cm. Budapest, HTM 1542 Kp.. Einer der erfolgreichsten kaiserlichen Feldherrn des Langen Türkenkriegs ( ) war Adolf Graf zu Schwarzenberg. Nachdem er 1572 in den Niederlanden im Sold des spanischen Königs Philipp II. unter dem Befehl von Gubernator Herzog Alba seine ersten militärischen Erfahrungen gemacht hatte, diente er längere Zeit am Hof Herzog Ernst von Bayerns als Hofmarschall, später als Hofmeister und Hauptmann, ab 1585 sogar als Generaloberst der herzoglichen Truppen. Seine Kriegserfahrungen aus den Niederlanden konnte er ab 1595 im großen Krieg gegen die Türken in Ungarn nutzen. Bei mehreren Feldzügen (1596, 1598 und 1599) hatte er den Posten des Oberstfeldmarschalls inne. Zwischen 1597 und 1599 war er zugleich Stadtguardia-Oberst in Wien, und sogar Hofkriegsrat. Sein Name wurde jedoch erst durch die zusammen mit

17 Nikolaus Pálffy (III-5) durchgeführte Zurückeroberung der Festung Raab am 29. März 1598 europaweit berühmt. Dank dieser bravourösen militärischen Aktion konnte die Kaiserstadt, die sich jahrelang in einer recht gefährlichen Lage befand, endlich aufatmen. Aus diesem Grunde schlug Kaiser Rudolf II. Schwarzenberg am 5. Juni 1599 zum Ritter und nahm ihn in den Reichsgrafenstand auf. Lange konnte Schwarzenberg die große Anerkennung jedoch nicht genießen, da er beim Ausbruch der rebellierenden wallonischen Söldner unter der Festung von Pápa am 29. Juli 1600 einen tödlichen Kopfschuss erlitt. Literatur: Schwarzenberg, 1963, S III-5 Nikolaus Pálffy von Erdõd ( ) Dominicus Custos (1612 ). Papier, Radierung und Kupferstich, 20,2 x 15,5 cm. Budapest, HTM Einer der größten Politiker und Feldherrn im Ungarn des ausgehenden 16. Jahrhunderts war Nikolaus Pálffy. Seine Anerkennung rührte daher, daß er am Hof der Kaiser Maximilian II. und Rudolf II. erzogen worden war und daß seine Frau Maria Fugger aus einer der bedeutendsten Bankiersfamilien Europas stammte. Als Sohn einer Familie des niederen Adels im Komitat Preßburg stieg er mit beispielloser Geschwindigkeit zu den Freiherrn und den einflußreichsten und wohlhabendsten Obersten Würdenträgern Ungarns auf. Er war Oberstkämmerer des Königreichs Ungarn ( ), dann Oberst zu Komorn ( ), Grenzoberst zu Neuhäusel ( ) und schließlich Oberhauptmann zu Gran ( ). Die Rückeroberung der türkischen Festungen im Komitat Nógrád im Winter 1593/94 unter seiner Führung war eine der erfolgreichsten militärischen Aktionen im Langen Türkenkrieg. Einen Ruf in Europa verschaffte er sich mit der Rückeroberung Raabs am 29. März Diesen bravourösen nächtlichen Überfall führte er gemeinsam mit Adolf Graf von Schwarzenberg (III-4) durch. Als einzigem ungarischen Aristokraten des 16. und 17. Jahrhunderts verliehen ihm auch die niederösterreichischen und böhmischen Stände ihre Staatsbürgerschaft (indigenatus). Literatur: Jedlicska, 1897; ders., 1910, S und Galavics, 1986, S III-6 Giorgio Basta ( ) Papier, Kupferstich. Druck: Veress, 1909, Titelblatt. In einer Familie albanischer Herkunft in Italien geboren, wurde Giorgio Basta zu einem der bedeutendsten kaiserlichen Feldherren um die Wende des 16. und 17. Jahrhunderts. In den Niederlanden begann er im Sold des spanischen Königs Philipp II. neben seinem Vater und später seinem älteren Bruder den Soldatenberuf zu erlernen. Hier diente er in immer höheren Positionen bis 1597, als er auf Empfehlung des Gubernators in den Niederlanden, Erzherzog Albrecht, an den ungarischen Kriegsschauplatz kommandiert wurde. Im Feldzug von 1597 war er bereits Oberstfeldmarschallleutnant und ein Jahr später General über die geringe Reiterei und Generalfeldzeugmeister. Eine besonders große Rolle übernahm er in den Feldzügen in Oberungarn und in Siebenbürgen. Dank seiner Erfolge ernannte ihn Kaiser Rudolf II. zum Feldobersten in Oberungarn ( ), dann zum Gubernator in Siebenbürgen ( ). Die Vereinigung des Königreichs Ungarn und Siebenbürgens konnte er jedoch vor allem aus finanziellen Gründen nur für kurze Zeit sichern. Angesichts seiner militärischen Verdienste wurde er 1605 sowohl in den Herrenstand als auch in den Reichsgrafenstand aufgenommen. Über seine Tätigkeit als Feldherr hinaus hat er auch auf dem Gebiet der Kriegswissenschaften Wertvolles geleistet. In seinen in italienischer Sprache erschienenen Werken (Il maestro di campo generale 1606 und Governo della cavalleria leggiera 1612) fasste er seine praktischen Erfahrungen von den ungarischen Kriegsschauplatzen zusammen. Literatur: Veress, und Jähns, 1890, S III-7 Raimundo Montecuccoli ( ) Papier, Kupferstich. Commentarii bellici Raymundi Principis Montecuccoli. Wien, Raimundo Montecuccoli gehörte zu den Feldherren und Kriegswissenschaftlern der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die eine europäische Bedeutung erlangten. Nach langen Dienstjahren (seit 1635 Oberst, 1642-

18 1644 Generalfeldwachtmeister, Feldmarschallleutnant, seit 1645 Hofkriegsrat, Kommandant in Schlesien, seit 1648 General über die Kavallerie, seit 1658 Feldmarschall, seit 1659 Geheimrat) stieg er vom einfachen Musketier zum Präsidenten des Wiener Hofkriegsrates auf. In Ungarn war er von 1660 bis zu seinem Tode Raaber Grenzoberst, wobei er 1661 und 1662 als Armeekommandant in Oberungarn diente und in der Schlacht bei Szentgotthárd-Mogersdorf am 1. August 1664 war er Oberbefehlshaber der ganzen kaiserlichen Armee in Ungarn. Seine überwiegend italienischsprachigen Werke über die wichtigsten Probleme des damaligen Kriegswesens (wie z.b. stehendes Heer, Festungsarchitektur, Versorgung der Armee usw.) sichern ihm einen vornehmen Platz unter den Klassikern der Kriegswissenschaften. Literatur: Montecuccoli, 1980 (mit weiterer vielen Literatur). III-8 Nikolaus Zrínyi ( ) Lucas Schmitzer. Papier, Kupferstich, 20,5 x 11,5 cm. Budapest HTM 6604 Kp. Nikolaus Zrínyi war der bedeutendste ungarische Feldherr im 17. Jahrhundert. Sein gleichnamiger Urgroßvater starb 1566 bei Szigetvár den Heldentod (III-3). Nach seinen Studien in Graz, Wien, Tyrnau und Italien übernahm er im Kampf 17gegen die Türken an der Grenze eine Rolle. Von 1640 bis zu seinem Tode war er Oberhauptmann der Murinsel und seit 1647 zugleich Banus in Kroatien. Mit ungarischen und kroatischen Husaren nahm er auch mehrmals an den Manövern des Dreißigjährigen Krieges ( ) teil. In Anerkennung seiner Dienste ernannte ihn Ferdinand III. in den 40er Jahren des 17. Jahrhunderts zum Geheimrat und Generalfeldwachtmeister. Sein Name wurde durch den Türkenkrieg zwischen 1660 und 1664 europaweit berühmt, da er 1661 am linken Murufer die Festung Zrínyi-Újvár (Serinwar) auf, was bei den Osmanen große Empörung hervorrief und setzte 1664 die Schiffsbrücke von Esseg (Eszék) in Brand, die die Nachschublinie der Türken sichern sollte. Auch als Kriegswissenschaftler und Poet gehörte er zu den hervorragendsten ungarischen Persönlichkeiten. Er schrieb mehrere kriegswissenschaftliche Abhandlungen, und seine Obsidio Sigetiana ( ), die vom Heldentod seines Urgroßvaters berichtet, stellt eines der ältesten und schönsten Epen der ungarischen Literatur dar. Literatur: Széchy, ; Klaniczay, 1964; Perjés, 1965; ders., 1989 und Zrínyi Miklós hadtudományi munkái, IV. Versorgung und Festungsbau IV-1 Bericht des Festungsbaumeisters Urban Süeß an den Wiener Hofkriegsrat über die Befestigungen der Grenzburgen zwischen der Donau und der Drau, 1. Februar 1572, Raab Original, Papier, 32 x 21 cm, deut. Wien, KA HKR Akten Exp Mai Nr. 77, fol Der stufenweise Ausbau und die spätere Modernisierung des Defensionssystems machten zu jeder Zeit genaue Informationen über Zustand und Probleme der einzelnen Festungen notwendig, so daß man über Nachrichten von Grenzobersten und Burghauptleuten hinaus auch Grenzfestungsvisitationen durchführen mußte. Die vom Hofkriegsrat entsandten Kommissare (in der Regel Offiziere, Festungsbaumeister und andere Experten) überprüften dabei den Zustand der Burgbefestigungen, untersuchten die Schwierigkeiten bei der Versorgung der Soldaten und machten Vorschläge für die Beseitigung von Mängeln. Auf ähnliche Weise wurden aufgrund solcher Grenzbereitungen Berichte über die Bedeutung der einzelnen Grenzoberhauptmannschaften geschrieben oder Karten über die Grenzgebiete selbst gezeichnet (s. z.b. I-7, I-9 und I-9a). Die Teilnehmer der Grenzvisitationen mußten vor allem auch Inventare über Kriegsmaterialund Lebensmittelvorräte aufstellen, weiterhin die Festungen vermessen, ja sogar zeichnen, sowie die notwendigen Modernisierungspläne und deren Budget aufstellen. Eine solche wichtige Untersuchung der Festungen zwischen Donau und Drau fand von Ende 1571 bis Anfang 1572 statt. Dabei suchte eine vielköpfige Kommission unter Leitung des Raaber Grenzoberhauptmanns ( ) Eck Graf zu Salm und Neuburg in Begleitung von 100 Reitern von Raab aus alle königlichen und privat-grundherrschaftlichen Burgen am Nordufer des Plattensees und in der Gegend des Flusses Zala auf. Aufgrund dieser Untersuchung sollte in Wien entschieden werden, welche Festungen auch in der Zukunft befestigt oder mit einer

19 Besatzungsmannschaft versehen werden mußten. Unter den Kommissaren befand sich auch der italienische Festungsbaumeister Giulio Turco, der Grundrisse und Profilzeichnungen bzw. Befestigungspläne für die einzelnen Burgen anzufertigen hatte. Von diesen sind bis heute etwa zwei Dutzend in der Kartensammlung des Kriegsarchivs in Wien erhalten geblieben (s. vier Beispiele: IV-1a, b, c und IV-12). Literatur: Pálffy, 1999/2, S (mit weiterer Literatur ebenda Anm. 11.). IV-1a Plan und Profilzeichnung der Grenzburg Szentmárton (Sankt Martin, heute Pannonhalma), 1572 Original, Papier, 31 x 21 cm, ital. Wien, KA Kartensammlung G VII 187. IV-1b Plan und Profilzeichnung der Grenzburg Csesznek, 1572 Original, Papier, 29,5 x 21 cm, ital. Wien, KA Kartensammlung G VII IV-1c Plan und Profilzeichnung der Burg des Bischofs von Veszprém, Sümeg, 1572 Original, Papier, 30,5 x 21 cm, ital. Wien, KA Kartensammlung G VII IV-2 Hauptrelation der Kommissare an Kaiser Leopold I. über die Visitation der kroatischen und slawonischen Grenzfestungen, 1. März 1658, Graz 18Konzept, Papier, 32 x 21 cm, deut. Wien, IHKR Akten Vindica 1658 März Nr. 22, fol. 1-30, andere wichtige, noch unedierte Akten über die Grenzbesichtigung: ebenda 1657 Juni Nr. 18, fol. 1-6, bzw März Nr. 26, fol. 1-18, KA HKR Akten Exp Febr. Nr. 152, unfoliert (24. Januar 1657, Graz), bzw. das edierte Quellenmaterial: Krompotic, 1997, S und Im Januar 1657 suchte eine vielköpfige Kommission unter Leitung des Präsidenten des Innerösterreichischen Hofkriegsrates ( ) Wilhelm Leopold Graf zu Reinstein und Tattenbach und des späteren Vizepräsidenten der Innerösterreischen Kammer ( ) Johann Andreas Freiherr von Zehentner die Kroatische und die Slawonische (Windische) Grenze sowie die Festungen und Städte entlang der steirischen Grenze (Graz, Hardberg, Fürstenfeld, Feldbach, Radkersburg und Pettau) auf. Über die Inventur der Kriegsmaterialvorräte hinaus wurde auch der Zustand der Befestigungen gründlich untersucht. Dabei unterstützte sie Oberingenieur Martin Stier (s. I-1), der die Grundrisse der einzelnen Burgen sowie die notwendigen Modernisierungspläne erstellte und auch je einige Karten über das System der kroatischen bzw. der slawonischen Grenzfestungen und der zwischen ihnen liegenden Wachthäuser zeichnete. Durch die Burgvisitation sollte also die Funktionsweise des Grenzschutzes, der während der langen Friedensperiode verfallen war, effektiviert werden. Die diesbezüglichen Vorschläge der Kommission wurden sowohl in Wien als auch in Graz monatelang diskutiert, bis die Hauptrelation im März 1658 Kaiser Leopold I. eingereicht wurde. Literatur: Laszowski, 1908; Krompotic, 1997, passim und Pálffy, 2000/1, S IV-3 Verzeichnis der verschiedenen Kanonen, die aus dem Wiener kaiserlichen Hauptzeughaus in die ungarischen Grenzfestungen geliefert wurden, Original, Papier, 33 x 22 cm, deut. Wien, FHKA HKA NÖHA rote Nr. 300/2, fol Bei der Versorgung der Grenzfestungen in Ungarn mit Kriegsmaterial spielte das kaiserliche Hauptzeughaus in Wien die wichtigste Rolle, während das Landeszeughaus in Graz für den Nachschub an die Kroatische und die Slawonische Grenze sorgte. Da der überwiegende Teil der Feuerwaffen sowie ein bedeutender Teil des Kriegsmaterials für die ungarische Grenzverteidigung aus dem Heiligen Römischen Reich, Tirol und Böhmen gesichert werden mußte, wurde die vom Oberstzeugmeister (II-5b) von diesen Gebieten bestellte Kriegsausrüstung zuerst dorthin geliefert und von dort aus auf die einzelnen Grenzfestungen verteilt. Diese Nachschubpraxis wird durch das untenstehende Verzeichnis bezüglich der Anfangsperiode des Langen Türkenkriegs sehr gut illustriert. Aus der Liste geht hervor, dass die Mehrheit der Kanonen aus den

20 österreichischen Ländern (aus Innsbruck und Salzburg) und aus dem Reich (vor allem aus Nürnberg, Augsburg und Ulm) kam, während ein Großteil des Schießpulvers aus Wiener Neustadt, Innsbruck, Augsburg, Nürnberg, Regensburg, Passau bzw. aus Württemberg, Prag, Iglau, Olmütz, Brünn und Breslau angeschafft und dann in die Grenzfestungen bzw. das kaiserliche Lager weiter befördert wurden. Weitere bedeutende Lieferungen führte auch der namhafte Reichspfennigmeister Zacharias Geizkofler aus und ein großer Schießpulvertransport kam sogar aus der Lausitz an. Literatur: Pichler-Meran, 1880; Szendrei, 1888; Iványi, ; Müller, 1900, S ; ders., 1938; Egg, 1961; Krenn, 1974; ders., o. J.; Valentinitsch, 1977; ders., o. J. und Pálffy, 1995/2. IV-4 Kaliber-Druchmesser zu den Kanonen, die von Wien aus nach Szigetvár geliefert werden sollten, Januar 1558 Original, Papier, 32 x 20 cm, deut. Wien, KA AFA 1558/1/ad 2. Bevor die Artillerie im 18. Jahrhundert eine eigene Waffengattung wurde, war das Kaliber der verschiedenen Geschütze nicht streng geregelt. Dies bedeutete, daß das Kaliber nicht in den zeitgenössischen Längenmaßen angegeben wurde, sondern aufgrund des Gewichts der unterschiedlichen (eisernen, bleiernern oder steinernen) Kugeln, die von einer Kanone abgefeuert werden konnten. Da das Kaliber jedoch auch auf diese Weise von der Qualität des Eisens, des Bleis oder des Steins abhing, stellte dies auch keine sichere Methode dar. So kam es oft vor, daß die Kugel, die zu einer bestimmten Kanone gehörte, gezeichnet wurde und der Nachschub aufgrund dieser Zeichnung bestellt wurde. Auf diese Weise bestellten die königlichen Kommissare, die die Mängel der Festung von Szigetvár im Jahre 1558 in Südtransdanubien untersuchten, verschiedene Kugeln von dem Wiener Zeugwart Hans von Diskau. Literatur: Iványi, ; Schmidtchen, 1977 und Timár, IV-5 Inventar des Kriegsmaterials der windischen Grenzfestungen, Weitschawar (Bajcsavár), 24. August 1581, Graz Original, Papier, 31 x 21 cm, deut. Wien, KA, IHKR Akten, Vindica 1581 Aug. Nr. 17, fol , Weitschawar: fol. 50 r -53 v. Als Zentrum einer eigenen Grenzhauptmannschaft gehörte die auf Kosten der steirischen Stände 1578 südlich von Kanizsa erbaute Festung Weitschawar zur Windischen Grenze. Da für ihre Versorgung der 1578 aufgestellte Innerösterreichische Hofkriegsrat zuständig war, wurde die Kriegsmaterialversorgung der Festung nicht aus dem Wiener Hauptzeughaus, 19sondern aus dem Grazer Landeszeughaus gesichert. Das untenstehende Inventar wurde im August 1581 bei der Visitation der ganzen Slawonischen- Weitschawarischen Grenzoberhauptmannschaft aufgestellt, wobei Kriegsmaterialvorräte und Mängel aller Festungen registriert wurden. Literatur: Pichler-Meran, 1880; Roth, 1970; Krenn, 1974 und Valentinitsch, o. J. IV-5a Italienisches Trinkglas aus der Grenzfestung Weitschawar, Original, Achat, H: 20 cm, Fotoaufnahme. Bajcsa - Vár, archäologische Ausgrabungen Literatur: Roth, 1970; Vándor, S und ders., 1998, S IV-5b Österreichischer Krug aus der Grenzfestung Weitschawar mit einer Medaillonschmückung, Original, Ton, H: 26,5 cm, Fotoaufnahme. Bajcsa - Vár, archäologische Ausgrabungen IV-5c Besteck mit einem Trinkglas aus Österreich oder Italien bzw. mit einem steirischen Messer aus der Grenzfestung Weitschawar, Original, Teller Ø: 16,5 cm, Krug H: 18 cm, Trinkglas H: 12,5 cm und Messer L: 21 cm, Fotoaufnahme.

Die Türkenabwehr und die Militärkartographie der Habsburgermonarchie in Ungarn und Kroatien-Slawonien im 16. Jh.

Die Türkenabwehr und die Militärkartographie der Habsburgermonarchie in Ungarn und Kroatien-Slawonien im 16. Jh. Die Türkenabwehr und die Militärkartographie der Habsburgermonarchie in Ungarn und Kroatien-Slawonien im 16. Jh. Géza Pálffy* ZUSAMMENFASSUNG Die Studie fasst die neuesten Forschungsresultate des ungarischen

Mehr

Römisch Deutsches Reich

Römisch Deutsches Reich 4 Römisch Deutsches Reich Haus Habsburg Ferdinand I. 1521 1564 1 Taler o.j., Hall. 28,2 g. Voglh. 48/I. Dav. 8026... Korrodiert, schön 80,- 2 Prager Groschen 1541, Kuttenberg. 2,8 g. Dietiker 16.... Dunkle

Mehr

S TUDIA CAROLIENSIA 2004. 3 4. SZÁM 145 174.

S TUDIA CAROLIENSIA 2004. 3 4. SZÁM 145 174. S TUDIA CAROLIENSIA 2004. 3 4. SZÁM 145 174. JÓZSEF ZACHAR DAS STEHENDE HEER DES KAISERS UND DIE UNGARN 1683 1713 1 Die neuen politischen Verhältnisse, die durch die Friedensverträge von Westphalen nach

Mehr

DIE NOTWENDIGKEIT ZUR NEUEINRICHTUNG UNGARNS NACH DER TÜRKENZEIT (EINLEITUNG) JÁNOS J. VARGA. Ungarn in der Konfliktzone zweier Großmächte (1526-1686)

DIE NOTWENDIGKEIT ZUR NEUEINRICHTUNG UNGARNS NACH DER TÜRKENZEIT (EINLEITUNG) JÁNOS J. VARGA. Ungarn in der Konfliktzone zweier Großmächte (1526-1686) 9 DIE NOTWENDIGKEIT ZUR NEUEINRICHTUNG UNGARNS NACH DER TÜRKENZEIT (EINLEITUNG) JÁNOS J. VARGA Ungarn in der Konfliktzone zweier Großmächte (1526-1686) Bis zur Zeit des Krönungslandtags 1687 1688 wurden

Mehr

Laternenumzüge. Martinigänse

Laternenumzüge. Martinigänse Laternenumzüge Am Martinstag feiert man den Abschluss des Erntejahres. Für die Armen war das eine Chance, einige Krümel vom reichgedeckten Tisch zu erbetteln. Aus diesem Umstand entwickelten sich vermutlich

Mehr

04.11. Vom Prager Fenstersturz zur Habsburgischen Konsolidierung, 1600-1624

04.11. Vom Prager Fenstersturz zur Habsburgischen Konsolidierung, 1600-1624 Habsburg und seine Sicht der Dinge V. Das Problem Landstände: Die Krise des Reiches des späten 15. Jahrhunderts hier nochmals ( copy and paste ), Kooperation gegen konfessioneller Rechte (vertraglicher

Mehr

Die (Kultur-) Geschichte der Türkei

Die (Kultur-) Geschichte der Türkei Die (Kultur-) Geschichte der Türkei s [1] Seminarbeitrag im Modul Terrestrische Ökosysteme (2101-232) Botanisches Institut (210) Universität Hohenheim Stuttgart vorgetragen von Felix Giera am 15.01.2014

Mehr

Kleine Sammlung qualifizierter Himmelserscheinungen

Kleine Sammlung qualifizierter Himmelserscheinungen Kleine Sammlung qualifizierter Himmelserscheinungen Derartige Himmel sind heute natürlich unbekannt, deren aktuelle Ruhe die Einfalt der Wissenschaftler natürlich wegen ihrer Mathehirngespinste für ewig

Mehr

DER KONGRESS FÄHRT LEIHWAGEN, LUSTFAHRTEN UND LUXUS-OUTFITS AM WIENER KONGRESS 1814/15

DER KONGRESS FÄHRT LEIHWAGEN, LUSTFAHRTEN UND LUXUS-OUTFITS AM WIENER KONGRESS 1814/15 DER KONGRESS FÄHRT LEIHWAGEN, LUSTFAHRTEN UND LUXUS-OUTFITS AM WIENER KONGRESS 1814/15 18. SEPTEMBER 2014 BIS 9. JUNI 2015 Vor 200 Jahren war Wien für acht Monate das Zentrum der Welt: Am Wiener Kongress

Mehr

Geschichte des Geldwesens

Geschichte des Geldwesens Arbeitsanweisung Arbeitsauftrag: Die Schüler füllen die vorgegebenen Wörter in den Lückentext, schneiden Texte und Bilder aus und ordnen die Entwicklungsschritte der zeitlichen Abfolge nach. Anschliessend

Mehr

ABENDLAND UND HALBMOND DER OSMANISCHE ORIENT IN DER KUNST DER RENAISSANCE 5. MAI BIS 26. OKTOBER 2015 EIN RUNDGANG DURCH DIE SAMMLUNGEN

ABENDLAND UND HALBMOND DER OSMANISCHE ORIENT IN DER KUNST DER RENAISSANCE 5. MAI BIS 26. OKTOBER 2015 EIN RUNDGANG DURCH DIE SAMMLUNGEN 5. MAI BIS 26. OKTOBER 2015 EIN RUNDGANG DURCH DIE SAMMLUNGEN ABENDLAND UND HALBMOND DER OSMANISCHE ORIENT IN DER KUNST DER RENAISSANCE Die Ausstellung»The Sultan's World«im Brüsseler Museum BOZAR widmet

Mehr

Leseprobe. Ursula Harper Heiliger Martin Liederheft zum Martinstag. Mehr Informationen finden Sie unter st-benno.de

Leseprobe. Ursula Harper Heiliger Martin Liederheft zum Martinstag. Mehr Informationen finden Sie unter st-benno.de Leseprobe Ursula Harper Heiliger Martin Liederheft zum Martinstag 48 Seiten, 20,5 x 13 cm, Rückstichbroschur, zahlreiche farbige Abbildungen ISBN 9783746241876 Mehr Informationen finden Sie unter st-benno.de

Mehr

& DAS VERMÄCHTNIS DES EWIGEN KAISERS. Über 1 Million begeisterte Besucher! Die. Ausstellung

& DAS VERMÄCHTNIS DES EWIGEN KAISERS. Über 1 Million begeisterte Besucher! Die. Ausstellung & DAS VERMÄCHTNIS DES EWIGEN KAISERS Die Über 1 Million begeisterte Besucher! Ausstellung Die Ausstellung Die Ausstellung Die Terrakottaarmee & das Vermächtnis des Ewigen Kaisers zog bereits seit 2002

Mehr

Die Fürstenfamilie. Das Fürstenhaus Liechtenstein Marketing 3.3.2015

Die Fürstenfamilie. Das Fürstenhaus Liechtenstein Marketing 3.3.2015 Das Fürstenhaus Die Fürstenfamilie Das Fürstenhaus Liechtenstein Marketing 3.3.2015 2 Die Fürstenfamilie Der Landesfürst: Seine Durchlaucht (S.D.) Fürst Hans-Adam II. Die Landesfürstin: Ihre Durchlaucht

Mehr

A1: Der Beginn des modernen Bankwesens

A1: Der Beginn des modernen Bankwesens A1: Der Beginn des modernen Bankwesens a) Kreuze an, wann die Geldwirtschaft ins Rollen kam! Bereits in der Antike Wirtschaft um 1500 Kapitalismus und der Beginn des Bankwesens Ende des Mittelalters a)

Mehr

Leopold Museum Privatstiftung LM Inv. Nr. 471. Egon Schiele Häuser vor Bergabhang Öl auf Karton auf Holz, 1907 25,5 x 18 cm

Leopold Museum Privatstiftung LM Inv. Nr. 471. Egon Schiele Häuser vor Bergabhang Öl auf Karton auf Holz, 1907 25,5 x 18 cm Leopold Museum Privatstiftung LM Inv. Nr. 471 Egon Schiele Häuser vor Bergabhang Öl auf Karton auf Holz, 1907 25,5 x 18 cm Provenienzforschung bm:ukk LMP Dr. Sonja Niederacher 16. Jänner 2012 Egon Schiele

Mehr

INHALTSVERZEICHNIS. Zusammenfassung 2 Zuständiges Ressort/Betroffene Amtsstellen 2. 1. Ausgangslage 3

INHALTSVERZEICHNIS. Zusammenfassung 2 Zuständiges Ressort/Betroffene Amtsstellen 2. 1. Ausgangslage 3 1 INHALTSVERZEICHNIS Seite Zusammenfassung 2 Zuständiges Ressort/Betroffene Amtsstellen 2 I. Bericht der Regierung 3 1. Ausgangslage 3 2. Anlass/Notwendigkeit der Vorlage 4 3. Finanzielle und personelle

Mehr

Türkei. Von Melda, Ariane und Shkurtesa. Melda: Herzlich Willkommen zu unserer Präsentation über die Türkei.!

Türkei. Von Melda, Ariane und Shkurtesa. Melda: Herzlich Willkommen zu unserer Präsentation über die Türkei.! Türkei Von Melda, Ariane und Shkurtesa Melda: Herzlich Willkommen zu unserer Präsentation über die Türkei. Geografisches Erstreckt sich geografisch über zwei Kontinente 8 Nachbarländer: Griechenland, Bulgarien,

Mehr

www.tempelhofer-muenzenhaus.de 3

www.tempelhofer-muenzenhaus.de 3 www.tempelhofer-muenzenhaus.de 3 Fränkisches Reich Ludwig der Fromme 814 840 Karolinger 1 Denar, Melle 1,62 g Morrison/ Grunthal 398 var.... Sehr schön 150,- Karl der Kahle 840 877 2 Denar(ab 864), Blois

Mehr

10 Frauen teilen sich den von der Frauengruppe zugeteilten Agrarfonds im 6. Jahr seines Bestehens

10 Frauen teilen sich den von der Frauengruppe zugeteilten Agrarfonds im 6. Jahr seines Bestehens Das Mikrofinanz-Highlight in 2012: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Sierra Leone und Liberia in Westafrika Äußerst positive Erfahrungen mit der Vergabe eines Landwirtschaftsfonds in Konjorlloe

Mehr

Per spec tives imp PersPectives MANAGeMeNt JOUrNAL eur 40 GescHÄFtsLOGiKeN Der ZUKUNFt 02 einzigartigkeit im MANAGeMeNt 2 2010/11 1

Per spec tives imp PersPectives MANAGeMeNt JOUrNAL eur 40 GescHÄFtsLOGiKeN Der ZUKUNFt 02 einzigartigkeit im MANAGeMeNt 2 2010/11 1 Per spec tives imp perspectives MANAGEMENT JOURNAL EUR 40 GESCHÄFTSLOGIKEN DER ZUKUNFT 02 1 EINZ I GARTIGKEIT IM MANAGEMENT 2 IMP Perspectives 82 einzigartige Perspektiven oder über einzigartige Sichtweisen

Mehr

Die Habsburger eine Dynastie prägt 650 Jahre europäische Geschichte

Die Habsburger eine Dynastie prägt 650 Jahre europäische Geschichte Die Habsburger eine Dynastie prägt 650 Jahre europäische Geschichte Das Attentat von Sarajewo am 28. Juni 1914 Kapitel 1 Die Herkunft Feudalherrschaften um 1200 Ursprünge 11. Jh. Havechtsberch (= Habichtsberg)

Mehr

Multiplikationstafeln

Multiplikationstafeln Multiplikationstafeln Rechenintensive Arbeiten in der Landesvermessung und Astronomie, sowie im Handel, machten es in früheren Jahrhunderten wünschenswert, höhere Rechenarten auf niedrigere zurück zu führen.

Mehr

Gemeindeordnung der Gemeinde Ruggell

Gemeindeordnung der Gemeinde Ruggell Gemeindeordnung der Gemeinde Ruggell vom Gemeinderat genehmigt am 26. Oktober 1997 in Kraft getreten am 26. Oktober 1997 Die Gemeindeversammlung der Gemeinde Ruggell erlässt gemäss Art. 9 des Gemeindegesetzes

Mehr

Ungarn 1850-1875. Eine einzigartige Postgeschichte in Europa

Ungarn 1850-1875. Eine einzigartige Postgeschichte in Europa Ungarn 1850-1875 Eine einzigartige Postgeschichte in Europa Geopolitische Lage in tausend Statistische Angaben Ungarn; 4602 Österreich 5790 222.295 in tausend Zahl der Postämter 696.510 Bearbeitete Briefe/Postkarten

Mehr

Protokoll der Generalversammlung vom 22. Juni 2010

Protokoll der Generalversammlung vom 22. Juni 2010 Protokoll der Generalversammlung vom 22. Juni 2010 Anwesende: Wormstetter Beat Trachsel Heinz Wiederkehr Rolf Hof Georges Bauer Ruedi Kindlimann Peter Peccanti Giuliano Ryf Ernst Mazzei Giuseppe Huber

Mehr

Zivilschutzreglement der Zivilschutzregion Amriswil

Zivilschutzreglement der Zivilschutzregion Amriswil Zivilschutzreglement der Zivilschutzregion Amriswil Ausgabe 2006 Politische Gemeinden Amriswil, Hefenhofen und Sommeri Stadt Amriswil Zivilschutzreglement Inhaltsverzeichnis I. Allgemeines Seite Art.

Mehr

Bayerische Staatskanzlei

Bayerische Staatskanzlei Bayerische Staatskanzlei Pressemitteilung «Empfängerhinweis» Nr: 289 München, 4. November 2014 Bericht aus der Kabinettssitzung: 1. Europaministerin Dr. Merk und Wissenschaftsminister Dr. Spaenle: Andrássy-Universität

Mehr

Seit 125 Jahren... Unterwegs

Seit 125 Jahren... Unterwegs Seit 125 Jahren... Unterwegs Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen Aristoteles 2 DBV-Winterthur 125 Jahre unterwegs Aufbau und Bewährung Der Anfang war erhaben: Seine Majestät der Kaiser und König hatten

Mehr

Produkthaftpflichtversicherung

Produkthaftpflichtversicherung Gelbe Erläuterungsbücher Produkthaftpflichtversicherung Besondere Bedingungen und Risikobeschreibungen für die Produkthaftpflichtversicherung von Industrie- und Handelsbetrieben (Produkthaftpflicht-Modell)

Mehr

Der Kongress tanzt! 200 Jahre Wiener Kongress

Der Kongress tanzt! 200 Jahre Wiener Kongress O Unterrichtsvorschlag 18. September 1814 bis 9. Juni 1815 Der Kongress tanzt! 200 Jahre Wiener Kongress Nach mehr als 20 Jahren Krieg, Revolution und Aufbegehren im Herzen Europas kamen von September

Mehr

I. II. I. II. III. IV. I. II. III. I. II. III. IV. I. II. III. IV. V. I. II. III. IV. V. VI. I. II. I. II. III. I. II. I. II. I. II. I. II. III. I. II. III. IV. V. VI. VII. VIII.

Mehr

Die Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress

Die Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress Die Neuordnung Europas nach dem Wiener Kongress Mit Reinhard Stauber, Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt Betrifft: Geschichte Teil 1-5 Sendedatum: 13. September 17. September 2014 Gestaltung:

Mehr

Am Anfang war die Karawane

Am Anfang war die Karawane Schon im Altertum herrschte ein reger Handel. Die langen Karawanen, mit denen die Händler von Stadt zu Stadt reisten, waren ein beliebtes Ziel für Räuber. Deshalb beschlossen die Reisenden, Schäden durch

Mehr

SATZUNG. der Regionalen Beiräte der Royal Academy of Dance ggmbh für Deutschland, Österreich und die Schweiz

SATZUNG. der Regionalen Beiräte der Royal Academy of Dance ggmbh für Deutschland, Österreich und die Schweiz SATZUNG der Regionalen Beiräte der Royal Academy of Dance ggmbh für Deutschland, Österreich und die Schweiz VORBEMERKUNG Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Deutschland und Österreich hat die Royal Academy

Mehr

10 Nc 14/11g. gefasst:

10 Nc 14/11g. gefasst: 10 Nc 14/11g Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Hradil als Vorsitzenden und durch den Hofrat Dr. Fellinger und die Hofrätin Dr. Fichtenau als weitere Richter in der Sachwalterschaftssache

Mehr

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes.

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Zivildienst als wichtige Sozialisationsinstanz oder Erziehung zur Menschlichkeit Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Mag. Gerald Czech Das

Mehr

Muster: Kauf- und Abtretungsvertrag GmbH & Co. KG

Muster: Kauf- und Abtretungsvertrag GmbH & Co. KG Muster: Kauf- und Abtretungsvertrag GmbH & Co. KG Urkundenrolle für _*** Nummer *** Verhandelt Vor Notar/Notarin e r s c h i e n / e n : a) *** aa) handelnd als von den Beschränkungen des 181 BGB befreite(r)

Mehr

Der Wiener Kongress 1814/15

Der Wiener Kongress 1814/15 Der Wiener Kongress 1814/15 Einleitung Gestörte Nachtruhe Fürst Klemens von Metternicherhält eine Depesche... Napoleon hat Elba verlassen! Die Spitzen der europäischen Politik in Wien Kapitel 1 Stichwörter

Mehr

PRAKTIKUMSBERICHT. Archiv in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von KölnMusik GmbH. Foto: KölnMusik/Jörg Hejkal

PRAKTIKUMSBERICHT. Archiv in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von KölnMusik GmbH. Foto: KölnMusik/Jörg Hejkal PRAKTIKUMSBERICHT Foto: KölnMusik/Jörg Hejkal Archiv in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit von KölnMusik GmbH KölnMusik GmbH Bischofgartenstrasse 1 50667 Köln, Deutschland Praktikantin: Sarah Amsler Praktikumsverantwortliche:

Mehr

E n t wurf. 1. Abschnitt Anbietungs- und Ablieferungspflicht von Druckwerken nach 43 des Mediengesetzes

E n t wurf. 1. Abschnitt Anbietungs- und Ablieferungspflicht von Druckwerken nach 43 des Mediengesetzes E n t wurf Verordnung des Bundeskanzlers über die Anbietungs- und Ablieferungspflicht von Druckwerken, sonstigen Medienwerken und periodischen elektronischen Medien nach dem Mediengesetz (Pflichtablieferungsverordnung

Mehr

AUSGEWÄHLTE SCHRIFTEN

AUSGEWÄHLTE SCHRIFTEN ERIK PETERSON AUSGEWÄHLTE SCHRIFTEN Mit Unterstützung des Wissenschaftlichen Beirats Bernard Andreae, Ferdinand Hahn, Karl Lehmann, Werner Löser, Hans Maier herausgegeben von Barbara Nichtweiß Sonderband

Mehr

Vereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Russischen Akademie der Wissenschaften

Vereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Russischen Akademie der Wissenschaften Vereinbarung über die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Russischen Akademie der Wissenschaften Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (im folgenden als

Mehr

- Archiv - Findmittel online

- Archiv - Findmittel online - Archiv - Findmittel online Bestand: ED 625 Braun, Richard Bestand Braun, Richard Signatur ED 625 Mappe 1 Sammlung zu Pfarrer Jakob Braun Enthält: [Richard Braun]: Die Auseinandersetzung des Pfarrers

Mehr

Inhalt. Vorwort... 5. 3. Themen und Aufgaben... 95. 4. Rezeptionsgeschichte... 97. 5. Materialien... 100. Literatur... 104

Inhalt. Vorwort... 5. 3. Themen und Aufgaben... 95. 4. Rezeptionsgeschichte... 97. 5. Materialien... 100. Literatur... 104 Inhalt Vorwort... 5... 7 1.1 Biografie... 7 1.2 Zeitgeschichtlicher Hintergrund... 13 1.3 Angaben und Erläuterungen zu wesentlichen Werken... 19 2. Textanalyse und -interpretation... 23 2.1 Entstehung

Mehr

NÖ Wirtschafts- und Tourismusfondsgesetz

NÖ Wirtschafts- und Tourismusfondsgesetz NÖ Wirtschafts- und Tourismusfondsgesetz 7300 0 Stammgesetz 106/84 1984-12-06 Blatt 1, 2 7300 1 1. Novelle 124/85 1985-12-09 Blatt 1, 2, 3 7300 2 2. Novelle 102/05 2005-11-30 Blatt 1-3 3. Novelle 27/07

Mehr

Sehr geehrter Herr Zoller

Sehr geehrter Herr Zoller Sehr geehrter Herr Zoller Da Sie, wie Sie schreiben, der "Transparenz" verpflichtet sind, und diese eine "unabdingbare Voraussetzung ist für eine glaubwürdige, vertrauensvolle Politik ist", habe ich zu

Mehr

Die Ausstellung begleitende Publikationen

Die Ausstellung begleitende Publikationen Die Ausstellung begleitende Publikationen Titel: "Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Deutschland nach 1933 Herausgeber: Bundesrechtsanwaltskammer Erschienen im be.bra Verlag zum Preis von 29,90 und

Mehr

Die Ausstellung begleitende Publikationen

Die Ausstellung begleitende Publikationen Titel: "Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Deutschland nach 1933 Herausgeber: Bundesrechtsanwaltskammer Erschienen im be.bra Verlag zum Preis von 29,90 und erhältlich im Buchhandel - ISBN: 978-3-89809-074-2.

Mehr

Denise Comando Ulrich Swiss AG Mövenstrasse 12 9015 St. Gallen

Denise Comando Ulrich Swiss AG Mövenstrasse 12 9015 St. Gallen Denise Comando Ulrich Swiss AG Mövenstrasse 12 9015 St. Gallen Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis...2 Flussdiagramm...3/4 Einführung in die Prozesseinheit...5 Prozessbeschreibung...5/6 Schlusswort...6

Mehr

East India Company. Referat im Rahmen der Veranstaltung Economic History of Europe before the Industrial Revolution.

East India Company. Referat im Rahmen der Veranstaltung Economic History of Europe before the Industrial Revolution. East India Company Referat im Rahmen der Veranstaltung Economic History of Europe before the Industrial Revolution Martina Domani 20.Juni 2008 East India Company 1 Agenda: Historischer Überblick Finanzierung

Mehr

Privatarchiv Ruth Bietenhard. Findmittel des Bestandes Nr. 638. Gosteli-Stiftung INHALT. Allgemeine Angaben Verzeichnis

Privatarchiv Ruth Bietenhard. Findmittel des Bestandes Nr. 638. Gosteli-Stiftung INHALT. Allgemeine Angaben Verzeichnis Gosteli-Stiftung Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung Findmittel des Bestandes Nr. 638 Privatarchiv Ruth Bietenhard INHALT Allgemeine Angaben Verzeichnis Gosteli-Stiftung - Altikofenstrasse

Mehr

Ein und dieselbe Taufe

Ein und dieselbe Taufe 1 Ein und dieselbe Taufe Eph. 4,5 Nach V. 3 geht es um die Einheit des Geistes. In diesem Zusammenhang nennt Paulus sieben Aspekte der geistlichen Einheit: Ein [geistlicher] Leib Ein Geist Eine Hoffnung

Mehr

Malen ist eine stille Angelegenheit Ein Gespräch mit dem Künstler Boleslav Kvapil

Malen ist eine stille Angelegenheit Ein Gespräch mit dem Künstler Boleslav Kvapil Malen ist eine stille Angelegenheit Ein Gespräch mit dem Künstler Boleslav Kvapil Von Johannes Fröhlich Boleslav Kvapil wurde 1934 in Trebic in der Tschechoslowakei geboren. Er arbeitete in einem Bergwerk

Mehr

9 Der Bundespräsident. 1. Welches ist der Unterschied zwischen einem parlamentarischen und einem präsidentiellen Regierungssystem?

9 Der Bundespräsident. 1. Welches ist der Unterschied zwischen einem parlamentarischen und einem präsidentiellen Regierungssystem? 9 Der Bundespräsident 1. Welches ist der Unterschied zwischen einem parlamentarischen und einem präsidentiellen Regierungssystem? Bei dem parlamentarischen Regierungssystem wird der Regierungschef vom

Mehr

Österreichs Städte in der Wahrnehmung der Bevölkerung

Österreichs Städte in der Wahrnehmung der Bevölkerung Berichtsband Österreichs Städte in der Wahrnehmung der Bevölkerung Hamburg/Wien im Mai 2015 1 1 Inhaltsverzeichnis (1) Seite Einführung 4 Hintergrund des Stadtmarken-Monitors 4 Auswahl der Städte 6 Eckdaten

Mehr

Südafrika: Abwicklung des Nachlasses von RA Jan-Hendrik Frank

Südafrika: Abwicklung des Nachlasses von RA Jan-Hendrik Frank Dieser Artikel stammt von RA Jan-Hendrik Frank und wurde im Januar 2006 unter der Artikelnummer 10848 auf den Seiten von jurawelt.com publiziert. Die Adresse lautet www.jurawelt.com/aufsaetze/10848. II

Mehr

Sp.zo.o. - die polnische GmbH die GmbH-Gründung in Polen. von Rechtsanwalt Andreas Martin - Kanzlei Stettin (seit 2005)

Sp.zo.o. - die polnische GmbH die GmbH-Gründung in Polen. von Rechtsanwalt Andreas Martin - Kanzlei Stettin (seit 2005) Sp.zo.o. - die polnische GmbH die GmbH-Gründung in Polen von Rechtsanwalt Andreas Martin - Kanzlei Stettin (seit 2005) Kanzlei Stettin (Zentrum)- Wojska Polskiego 31/3-70-473 Stettin Tel: DE 039754 52884

Mehr

Zivile Kriegsopfer in Belgien:

Zivile Kriegsopfer in Belgien: Generaldirektion Kriegsopfer Zivile Kriegsopfer in Belgien: zwischen Rechten und Erinnerung TÄTIGKEITSBEREICHE Mehr als 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg stellt sich oft die Frage, warum die Generaldirektion

Mehr

Henriette von Breitenbuch. Karl Leben und (1869-1941) Peter Lans Internationaler der Wissenschaften

Henriette von Breitenbuch. Karl Leben und (1869-1941) Peter Lans Internationaler der Wissenschaften Henriette von Breitenbuch Karl Leben und (1869-1941) Peter Lans Internationaler der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis A. Karl Neumeyers Leben I. Einleitung 15 Kindheit und Jugend 17 1. Herkunft und Familie

Mehr

aus der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums an die Ballei Österreich des Deutschen Ordens zu übereignen. BEGRÜNDUNG

aus der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums an die Ballei Österreich des Deutschen Ordens zu übereignen. BEGRÜNDUNG Der Beirat gemäß 3 des Bundesgesetzes über die Rückgabe von Kunstgegenständen aus den Österreichischen Bundesmuseen und Sammlungen, BGBl. I Nr. 181/1998 i.d.f. BGBl. I Nr. 117/2009, (Kunstrückgabegesetz),

Mehr

Leben in der Zeltstadt

Leben in der Zeltstadt Leben in der Zeltstadt Im Zeltlager um Wien wohnten nicht nur die türkischen Soldaten, sondern auch viele Händler und Handwerker, die mit dem Heer mitreisten. Gemüsehändler, Kleidermacher, Bäcker, Gewürzhändler,

Mehr

Merkblatt für die Übergabe analoger Unterlagen ans Staatsarchiv des Kantons Zürich

Merkblatt für die Übergabe analoger Unterlagen ans Staatsarchiv des Kantons Zürich Kanton Zürich Direktion der Justiz und des Innern Staatsarchiv Merkblatt für die Übergabe analoger Unterlagen ans Staatsarchiv des Kantons Zürich Inhalt Zweck 2 Anbietepflicht und Aufbewahrungsfristen

Mehr

SOll1) INHALT ZIEL DES SPIELS

SOll1) INHALT ZIEL DES SPIELS INHALT 1 Spielplan Der Spielplan zeigt einen Stadtausschnitt mit dreizehn Vierteln. Davon sind elf mit Zahlen gekennzeichnet, die den Wert der einzelnen Stadtviertel in Mio. $ angeben.... Die zweiubrigenviertel

Mehr

ISO 9001/ISO 14001 Qualitätsverantwortliche bewerten die Revisionen

ISO 9001/ISO 14001 Qualitätsverantwortliche bewerten die Revisionen ISO 9001/ISO 14001 Qualitätsverantwortliche bewerten die Revisionen Umfrageergebnisse aus den Gemeinschaftsveranstaltungen von DGQ, DIN und DQS zu den Revisionen von ISO 9001 und ISO 14001 (Herbst 2014)

Mehr

Interkommunales Reglement über die Organisation im Falle von besonderen und ausserordentlichen Lagen

Interkommunales Reglement über die Organisation im Falle von besonderen und ausserordentlichen Lagen Gemeinde Steg-Hohtenn Gemeinde Gampel-Bratsch 1 Gemeinde Steg-Hohtenn Gemeinde Gampel-Bratsch Interkommunales Reglement über die Organisation im Falle von besonderen und ausserordentlichen Gemeinde Steg-Hohtenn

Mehr

Ein Spiel von Louis & Stefan Malz für 2-4 Personen ab 12 Jahren.

Ein Spiel von Louis & Stefan Malz für 2-4 Personen ab 12 Jahren. Ein Spiel von Louis & Stefan Malz für 2-4 Personen ab 12 Jahren. Japan in der Zeit von 1603 bis 16: Die Position des Kaisers ist schwach. An seiner Stelle herrscht mit strenger Hand ein Shogun der Tokugawa

Mehr

Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung

Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung Entwurf (VeöB) (Fassung vom 20. September 2010) Der Schweizerische Bundesrat, gestützt auf Artikel 55a Absatz 4 des Schlusstitels des Zivilgesetzbuches

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Wien Senat (Wien) 9 GZ. RV/0604-W/11 Berufungsentscheidung Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des Bw., vom 25. November 2010 gegen den Bescheid des Finanzamtes Wien 4/5/10 vom

Mehr

SÄCHSISCHE LANDESBIBLIOTHEK STAATS- UND UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK DRESDEN

SÄCHSISCHE LANDESBIBLIOTHEK STAATS- UND UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK DRESDEN SÄCHSISCHE LANDESBIBLIOTHEK STAATS- UND UNIVERSITÄTSBIBLIOTHEK DRESDEN VORLÄUFIGES VERZEICHNIS ZUM SCHRIFTLICHEN NACHLASS VON HANS BECHER (1904 1999) Zusammengestellt im September 2008 von Christian Leutemann.

Mehr

Swiss CATIA User Association Statuten

Swiss CATIA User Association Statuten 1. Auftrag der SCUA SCUA ist eine Interessengemeinschaft von Kunden, die mit Systemen aus den PLM Solutions von Dassault Systèmes (DS) arbeiten. Das Ziel besteht darin, die Zufriedenheit der Kunden zu

Mehr

Reinhold Albert: Burgen, Schlösser und Kirchenburgen im Landkreis Rhön-Grabfeld, Bad Neustadt 2014; 19,80 Euro.

Reinhold Albert: Burgen, Schlösser und Kirchenburgen im Landkreis Rhön-Grabfeld, Bad Neustadt 2014; 19,80 Euro. 1 Reinhold Albert: Burgen, Schlösser und Kirchenburgen im Landkreis Rhön-Grabfeld, Bad Neustadt 2014; 19,80 Euro. 1977 erschien letztmals ein Buch über die Burgen und Schlösser im Landkreis Rhön-Grabfeld,

Mehr

Wohnen im Johanniter Schloss in Nördlingen/Kleinerdlingen, Straße: Am Johanniter Schloss. Aufnahmen aus dem 17. Jahrhundert

Wohnen im Johanniter Schloss in Nördlingen/Kleinerdlingen, Straße: Am Johanniter Schloss. Aufnahmen aus dem 17. Jahrhundert Wohnen im Johanniter Schloss in Nördlingen/Kleinerdlingen, Straße: Am Johanniter Schloss Aufnahmen aus dem 17. Jahrhundert Aufnahme: von 2013, Ansicht von Nord/Ost Der neu zu erbauende vierte Flügel, die

Mehr

Die schönsten Banknoten der Schweiz

Die schönsten Banknoten der Schweiz Die schönsten Banknoten der Schweiz MoneyMuseum Banknoten sind die Visitenkarte eines jeden Landes. Das gilt für die neuen Euronoten, die ab Januar 2002 in Umlauf gelangen werden, wie für die acht Banknotenserien

Mehr

Die Lesehilfe zu Ihrem Depotauszug

Die Lesehilfe zu Ihrem Depotauszug Die Lesehilfe zu Ihrem Depotauszug Von A wie Aktie bis Z wie Zertifikate - Privatanleger haben eine lange Reihe verschiedener Anlageprodukte in ihren Wertpapierdepots. Und beinahe täglich kommen neue Produkte

Mehr

S T A T U T E N der Ärztekasse Genossenschaft

S T A T U T E N der Ärztekasse Genossenschaft S T A T U T E N der Ärztekasse Genossenschaft 1. Name und Sitz 1 Unter dem Namen Ärztekasse Genossenschaft, Caisse des Médecins société coopérative, Cassa dei Medici società cooperativa, besteht eine Genossenschaft

Mehr

Datensicherung und Auslagern von Daten Löschen von Daten

Datensicherung und Auslagern von Daten Löschen von Daten Datensicherung und Die automatische Datensicherung findet täglich zwischen 00:30 Uhr und 01:00 Uhr statt und sichert Ihre Daten auf ein ZIP-Medium oder auf eine Compact Flash Karte in ihrem Cardreader.

Mehr

Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren

Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren Institut für Soziologie Partnerschaft Eine Befragung von Ehepaaren Bericht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Das Projekt wurde durchgeführt mit Fördermitteln der Sehr geehrte Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Mehr

LEBENS[T]RÄUME. Eine Immobilie in Südspanien kaufen

LEBENS[T]RÄUME. Eine Immobilie in Südspanien kaufen LEBENS[T]RÄUME Eine Immobilie in Südspanien kaufen Endlos sonnige Tage, Erholung am Pool, ein kühler Drink neben Ihnen. Ein Strandspaziergang bevor Sie zum Grillen nach Hause gehen. Mit aller Zeit der

Mehr

Anlässlich der Milleniumfeier in den vergangenen Jahren konnte man

Anlässlich der Milleniumfeier in den vergangenen Jahren konnte man ANDOR LAKATOS ÜBERBLICK ÜBER DIE ARCHIVE DER KATHOLISCHEN KIRCHE Die Geschichte der katholischen Archive während des vergangenen Jahrtausends 96 Anlässlich der Milleniumfeier in den vergangenen Jahren

Mehr

Die Geschäfte des Michael S. Der vermeintliche Investor

Die Geschäfte des Michael S. Der vermeintliche Investor 1 Goran Cubric Philip Weihs Die Geschäfte des Michael S. Der vermeintliche Investor Kriminalroman nach einer wahren Begebenheit Ebozon Verlag * Alle Namen geändert 2 2. Auflage Juni 2014 Veröffentlicht

Mehr

Reiteralm Bergbahnen; Verkauf der Landesbeteiligung an Gesellschaften

Reiteralm Bergbahnen; Verkauf der Landesbeteiligung an Gesellschaften Steiermark Reiteralm Bergbahnen; Verkauf der Landesbeteiligung an Gesellschaften Das Land Steiermark verzichtete beim Verkauf seiner Beteiligung an der Reiteralm Bergbahnen Gesellschaft m.b.h. & Co. KG

Mehr

AKZEPTANZ DER MOL AUSTRIA GOLDKARTE IM AUSLAND

AKZEPTANZ DER MOL AUSTRIA GOLDKARTE IM AUSLAND AKZEPTANZ DER MOL AUSTRIA GOLDKARTE IM AUSLAND An den in der Liste genannten Tankstellen wird ausschließlich die Goldkarte akzeptiert. I. RUMÄNIEN I/1. I/1.1. I/1.2. I/1.3. I/1.4. I/1.5. I/1.6. I/2. I/2.1.

Mehr

Architekturbüros LOVE architects and urbanism (Graz) und Henning Larsen Architects (Kopenhagen) liegen nach Architektenwettbewerb

Architekturbüros LOVE architects and urbanism (Graz) und Henning Larsen Architects (Kopenhagen) liegen nach Architektenwettbewerb Presseinformation 50Hertz Transmission GmbH EC Architekturbüros LOVE architects and urbanism (Graz) und Henning Larsen Architects (Kopenhagen) liegen nach Architektenwettbewerb für neue Unternehmenszentrale

Mehr

BUNDESVERWALTUNGSGERICHT BESCHLUSS

BUNDESVERWALTUNGSGERICHT BESCHLUSS BUNDESVERWALTUNGSGERICHT BESCHLUSS BVerwG 3 B 44.09 VG 7 K 2793/05 In der Verwaltungsstreitsache - 2 - hat der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 17. August 2009 durch den Vorsitzenden Richter am

Mehr

Auslegung eines Testaments bezüglich der Folgen bei Ableben der eingesetzten Miterben

Auslegung eines Testaments bezüglich der Folgen bei Ableben der eingesetzten Miterben DNotI Deutsches Notarinstitut letzte Aktualisierung: 28.10.2014 OLG Düsseldorf, 16.6.2014 I-3 Wx 256/13 BGB 133, 2069, 2084, 2093, 2094 Abs. 1 Auslegung eines Testaments bezüglich der Folgen bei Ableben

Mehr

Abkommen betreffend die Rechte und Pflichten der neutralen Mächte und Personen im Falle eines Landkriegs 2

Abkommen betreffend die Rechte und Pflichten der neutralen Mächte und Personen im Falle eines Landkriegs 2 Übersetzung 1 Abkommen betreffend die Rechte und Pflichten der neutralen Mächte und Personen im Falle eines Landkriegs 2 0.515.21 Abgeschlossen in Den Haag am 18. Oktober 1907 Von der Bundesversammlung

Mehr

Exposé. Der Versicherungsfall in der Rechtsschutzversicherung

Exposé. Der Versicherungsfall in der Rechtsschutzversicherung Exposé zum Dissertationsthema Der Versicherungsfall in der Rechtsschutzversicherung zur Erlangung des akademischen Grades: doctor iuris Eingereicht als Beilage zur Dissertationsvereinbarung Eingereicht

Mehr

Die Schweiz gewinnt den ersten Cyber Security Alpen Cup gegen O sterreich

Die Schweiz gewinnt den ersten Cyber Security Alpen Cup gegen O sterreich Die Schweiz gewinnt den ersten Cyber Security Alpen Cup gegen O sterreich Bei der Siegerehrung im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien prämierte und verdankte die Bundesinnenministerin Frau Mag. Mikl Leitner

Mehr

ABKOMMEN USA - SCHWEIZ

ABKOMMEN USA - SCHWEIZ ABKOMMEN USA - SCHWEIZ ABKOMMEN ZWISCHEN DER SCHWEIZERISCHEN EIDGENOSSENSCHAFT UND DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA ZUR VERMEIDUNG DER DOPPELBESTEUERUNG AUF DEM GEBIETE DER STEUERN VOM EINKOMMEN, ABGESCHLOSSEN

Mehr

Marketing ist tot, es lebe das Marketing

Marketing ist tot, es lebe das Marketing Einleitung: Marketing ist tot, es lebe das Marketing Seit jeher verbarrikadieren sich Menschen in sicheren Winkeln, um sich dem Wandel der Zeit zu entziehen. Es gibt Zeiten, wo das durchaus funktioniert.

Mehr

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Nach einer Rettungsaktion im Jahre 2010 wurde im Februar 2012 ein weiteres Griechenlandpaket beschlossen. Die Euro-Staaten erklärten sich bereit, Griechenland

Mehr

Bilanz 2011 als Dokument für Produktqualität und Stabilität

Bilanz 2011 als Dokument für Produktqualität und Stabilität Merkur Versicherung AG Graz, 8. 5. 2012 Merkur Versicherung: Bilanz 2011 als Dokument für Produktqualität und Stabilität Gesundheitsvorsorge 2011 stark ausgebaut zum 6. Mal in Folge Wachstum deutlich über

Mehr

Salvete! Seid gegrüßt!

Salvete! Seid gegrüßt! Salvete! Seid gegrüßt! Diese Rally* führt euch durch die drei Themenbereiche der Ausstellung: *Eine Rally ist ein Suchspiel. Ich helfe euch, die Antworten zu finden. I. Der befestigte Limes II. Der durchlässige

Mehr

Punto Banco BY CASINOS AUSTRIA

Punto Banco BY CASINOS AUSTRIA Punto Banco BY CASINOS AUSTRIA Punto Banco: Das Erlebnis Ein Besuch im Casino verspricht aufregende Stunden in exklusivem Ambiente: spannende Augenblicke, einzigartige Momente und natürlich jede Menge

Mehr

Muster: Kauf- und Abtretungsvertrag GmbH & Co. KG

Muster: Kauf- und Abtretungsvertrag GmbH & Co. KG Muster: Kauf- und Abtretungsvertrag GmbH & Co. KG Urkundenrolle für _*** Nummer *** Verhandelt Vor Notar/Notarin *** Anschrift: handelnd e r s c h i e n : a) im Namen der im Handelsregister des Amtsgerichtes

Mehr

Bilanz-Medienkonferenz 04. Februar 2009

Bilanz-Medienkonferenz 04. Februar 2009 Bilanz-Medienkonferenz 04. Februar 2009 Referat von Erich Hunziker Stellvertretender Leiter der Konzernleitung Finanzchef (es gilt das gesprochene Wort) Guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren

Mehr

Treibstoff-Newsletter 01/2012

Treibstoff-Newsletter 01/2012 Treibstoff-Newsletter 01/2012 Erscheinungsdatum: 10. Februar 2012 Liebe Leserinnen und Leser, in der Februar - Ausgabe unseres Newsletters möchten wir Ihnen einen Überblick über die Entwicklungen am österreichischen

Mehr