Germanistik. Ilona Mahel

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1 Germanistik Ilona Mahel Interkulturelle Kommunikation: Anwendung des Trainingsmoduls 'Linguistic Awareness of Cultures' auf Kommunikationssituationen sprachlicher Minderheiten in Institutionen Studienarbeit

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3 MS Grundstrukturen von Kommunikationsformen WS 04 / 05 Interkulturelle Kommunikation: Anwendung des Trainingsmoduls Linguistic Awareness of Cultures auf Kommunikationssituationen sprachlicher Minderheiten in Institutionen Ilona Mahel B.A. Sprache und Kommunikation 1. Semester

4 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung: Interkulturelle Kommunikation Das Trainingsmodul Linguistic Awareness of Cultures (LAC) Kriterienraster zur Analyse von Kommunikationsabläufen Das LAC-Trainingsmodul in der Praxis Das LAC-Modul und andere Ansätze Critical Incidents Culture Assimilator Das LAC-Modul im Vergleich mit der Critical Incident Technique und dem Culture Assimilator Das LAC-Modell in der Anwendung: Behördenkommunikationen Hinnenkamp (1985): Interaktion in Behörden Rost-Roth (1994): Interkulturelle Kommunikation in Beratungen Rehbein (1994): Interkulturelle Arzt-Patient-Kommunikation...14 Verschiedene Ausschnitte von Gesprächen zwischen einem deutschen Arzt (A) mit einer türkischen Patientin (P), die unter schwerem Diabetes leidet Schlussbemerkungen...15 Verzeichnis der verwendeten Literatur

5 1. Einleitung: Interkulturelle Kommunikation Interkulturelle Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil unserer Welt geworden. Es ist schon lange nicht mehr nur die Tourismusbranche, die Einwohner verschiedener Länder miteinander in Kontakt bringt. Vielmehr spielt auch die zunehmende Globalisierung und die damit einhergehenden Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen verschiedener Länder eine Rolle. Und nicht zuletzt sorgt die Zahl der Migranten dafür, dass es im Alltag immer wieder zu interkulturellen Kommunikationssituationen kommt. Aus diesem Grund ist es wichtig, interkulturelle Kompetenz zu entwickeln, d.h. zu lernen, welche Besonderheiten sich für die interkulturelle Kommunikation ergeben, welche Schwierigkeiten auftreten können und wie man mit diesen umgehen kann. Einen Ansatz, diese Kompetenz zu entwickeln, bildet das Trainingsmodul Linguistic Awareness of Cultures (LAC) von Bernd Müller-Jacquier, das im folgenden ersten Teil dieser Arbeit vorgestellt und mit anderen Trainingsansätzen verglichen werden soll. Den zweiten Teil bildet die Anwendung des LAC-Modells auf konkrete Kommunikationssituationen sprachlicher Minderheiten in deutschen Behörden. 2. Das Trainingsmodul Linguistic Awareness of Cultures (LAC) Wie oben erwähnt, spielt der Erwerb interkultureller Kompetenz für verschiedene Kommunikationssituationen eine große Rolle. Wie wir an anderer Stelle noch sehen werden, gibt es verschiedene Ansätze für den Erwerb bzw. die Vermittlung von interkultureller Kompetenz. Die Besonderheit des LAC-Modells von Müller-Jacquier lässt sich grob folgendermaßen charakterisieren: Analysiert man eine interkulturelle Kommunikationssituation, so sollte dies zuerst unter kommunikationswissenschaftlichen bzw. linguistischen Aspekten geschehen und erst im zweiten Schritt eine psychologische Ausrichtung berücksichtigen. Geschieht dies nicht, basieren psychologische Analysen interkultureller Situationen trotz empirisch korrekter Analyse auf falschen Zuschreibungen von Handlungsintentionen und laufen Gefahr, systematisch falsches Bewußtsein (Picht 1987) über erlebte interkulturelle Situationen zu erheben. (Müller-Jacquier ). Beispiele für diese These finden sich im nächsten Abschnitt, der ein Kriterienraster zur Analyse von Kommunikationsabläufen vorstellt. Zunächst soll aber kurz noch näher auf die Besonderheiten des LAC-Moduls eingegangen werden. Müller-Jacquier selbst gibt folgende Definition als Anhaltspunkt: 1 Wenn im Folgenden Müller-Jacquier erwähnt wird, geht es immer um den gleichen Text; ich erwähne daher die Jahreszahl nur beim ersten Mal und nenne stattdessen ansonsten die Seitenzahl. 3

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