Betriebspraktikum bei der Firma Kodak Polychrome Graphics GmbH

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1 Gymnasium Osterode 11. Jahrgang Praktikumsbericht: Politik An der Bahn Osterode Betriebspraktikum bei der Firma Kodak Polychrome Graphics GmbH Verfasser: Sven Strickroth Betreuender Lehrer: Herr Clos Praktikumsdauer: Abgabetermin:

2 Inhaltsverzeichnis 1.0 Einleitung Der Betrieb 3 Seite 2.1 Chronik Die GmbH Der Betriebsrat Produktion Der eigene Arbeitsplatz/Die EDV-Abteilung Der Beruf des Diplom-Wirtschaftsinformatikers (BA) Voraussetzungen Ausbildung Vor/Nachteile Positive und negative Aspekte des Berufes Tätigkeitsbeschreibung bei KPG Tagesberichte Donnerstag, den 23. Januar Montag, den 27. Januar Glossar Literaturverzeichnis Literatur Internetseiten Anhang 16

3 3 1.0 Einleitung Während meines Betriebspraktikums vom 13. bis zum 30. Januar 2003 arbeitete ich in der Firma Kodak Polychrome Graphics GmbH in Osterode. Für diesen Platz habe ich mich durch mein Interesse an Computern, das Interesse an Netzwerken und die Empfehlung eines Bekannten, der bei Polychrome angestellt ist und mir über den Aufbau des internen Netzwerkes berichtet hat, entschieden. 2.0 Der Betrieb 1 Die Kodak Polychrome Graphics GmbH (KPG) in Osterode stellt Druckplatten in den verschiedensten Arten für den Offsetdruck her. KPG beschäftigt weltweit circa Mitarbeiter in sieben Forschungs- und Entwicklungszentren, dreizehn Produktionsstätten, 26 Vertriebszentren, 59 Verkaufsbüros und betreut über Kunden in 85 Ländern (siehe Karte). Damit ist KPG das größte Unternehmen dieser Art. Wettbewerbsfirmen sind Agfa und Fuji. Da der globale Druck- und Publishing-Markt kräftig, gesund und wachstumsorientiert ist, rechnet KPG für die Zukunft mit einem deutlichen Wachstum. 1 Nach mündl. Auskunft eines Mitarbeiters; o. A.: Jahresbericht Unser Versprechen. Kodak Polychrome Graphics 1999

4 4 2.1 Chronik 2 Das Unternehmen wurde unter dem Namen Polychrome Corporation in den 30er Jahren in den USA gegründet wurde eine Tochterfirma in Osterode für den Raum Europa angesiedelt. Die erste Produktionsstätte befand sich in der Freiheit, wo die ersten Druckplatten noch mit der Hand im Tauchverfahren hergestellt wurden. Aus Platz- und Modernisierungsgründen begann die Firma 1968 die Produktion mit 100 Beschäftigten in der Seesener Straße (Werk 2). Dort wurden die Positiv-Platten auf einer ersten Bandstraße produziert. Im Jahr 1969 wurde der Hauptsitz dann in die Seesener Straße verlegt, in der 1974 eine neue, moderne Bandstraße für Negativ-Platten in Betrieb genommen werden konnte. Schließlich wurde das alte Werk in Freiheit 1975 geschlossen. Ende der 70er Jahre kaufte die Firma das heutige Gelände in Katzenstein und legte am 8. Juni 1979 den Grundstein für das Werk war Start der ersten vollautomatischen Sortier- und Schneidemaschine in Katzenstein sowie Baubeginn für eine weitere Halle in Katzenstein. Am 30. August 1984 fiel die Entscheidung für den Bau von zwei vollkontinuierlichen Produktionsstraßen. Knapp ein halbes Jahr später, im April 1985, begann der Bau einer Produktionshalle mit einer Länge von 350 Metern und einer Gesamtfläche von m². Im April 1987 ging die moderne Produktionsstraße M8 für Positivplatten in Betrieb, etwa zwei Jahre später folgte eine weitere Produktionsstraße für Negativplatten wurde eine weitere moderne Beschichtungsanlage für Negativplatten (M9) in Betrieb genommen, im April wurde das Werk in der Seesener Straße geschlossen schloss sich Polychrome GmbH mit Kodak Eastmen (u. A. Sun Chemical) zu einem sehr starken Inline-Anbieter vom Filmprodukten, Offsetdruckplatten und Druckfarben zusammen. Damit gehörte die neue GmbH zu den drei größten Anbietern im Graphic-Druckbereich auf dem Weltmarkt und sicherte sich so den ersten Platz in der Herstellung von Offsetdruckplatten. Im September war Baubeginn einer 300 Meter langen und 10 Meter breiten Halle für die geplante Maschine 10, welche im Jahr 2001, nach einer Vergrößerung der Büroflächen 1999, in Betrieb genommen wurde. 2 Nach mündl. Auskunft mehrerer Mitarbeiter und Anlage 1

5 5 2.2 Die GmbH 3 Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) zählt mit zu den Kapitalgesellschaften; jedoch handelt es sich bei der GmbH um eine Handelsgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, die durch Anmeldung im Handelsregister entsteht. Die Anmeldung einer GmbH erfordert nur einen Gründer/Gesellschafter und zudem ein Stammkapital von mindestens Euro, das sich aus den Stammeinlagen aller Gesellschafter (von mindestens 250 Euro) zusammensetzt. Sie wird durch einen oder mehrere Geschäftsführer vertreten. Die Gesellschaft selbst haftet unbeschränkt mit ihrem Vermögen, jedoch haften die Gesellschafter nur mit ihrer Stammeinlage. Dies bedeutet, dass das Risiko für die Gesellschafter gering ist. 2.3 Der Betriebsrat 4 Der Betriebsrat einer Firma hat die Aufgabe die Arbeitnehmer vor dem Arbeitgeber zu vertreten bzw. sich für deren Interessen einzusetzen, zu kontrollieren, dass die Tarifverträge (bei KPG der IGBCE; Industriegewerkschaft-Bergbau-Chemie-Energie) eingehalten werden und die Rahmenrichtlinien (u. A. Pausen/Arbeitszeiten, weitere siehe Abbildung 5 ) der Arbeitnehmer mit der Geschäftsleitung auszuhandeln. Ein Betriebsrat kann in jedem Betrieb ab fünf Beschäftigten gebildet werden, darf aber vom Arbeitgeber nicht behindert werden. Er hat eine Vielzahl von Rechten, wie ein Mitbestimmungsrecht z. B. bei Einstellungen und der Planung des Betriebsurlaubs (siehe Abbildung). Die Mitglieder werden alle vier Jahre von der Belegschaft, ausgenommen der Geschäftsleitung, neu gewählt. Die Anzahl der Mitglieder hängt mit der Größe des Betriebes zusammen: Bei KPG besteht der Betriebsrat aus dreizehn Mitgliedern, unter denen sich drei Frauen (auf Grund der Frauenquote), ein Schwerbehindertenvertreter sowie ein 3 Statistisches Bundesamt Wiesbaden; Definition: Gesellschaften mit beschränkter Haftung" <http://www-zr.destatis.de/def/def0528.htm> ( ) 4 Nach mündl. Auskunft einer Mitarbeiterin, die Mitglied im Betriebsrat ist 5 Bertelsmann: Bertelsmann Universal Lexikon. Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Gütersloh 1993

6 6 Jugend- und Auszubildendenvertreter befinden. Diese Betriebsratsmitglieder wählen einen Vorsitzenden, der von seiner Tätigkeit freigestellt wird, um sich ganz den Bedürfnissen der Arbeitnehmer widmen zu können. Der Betriebsrat bei KPG hat z. B. für die Einführung eines dreizehnten und vierzehnten Monatsgehaltes, die 37 ½ Stundenwoche und eine monatliche Treueprämie für Mitarbeiter, die länger als zehn- bzw. zwanzig Jahre beschäftigt werden, gesorgt. 2.4 Produktion 6 Als Hauptrohstoff wird Aluminium verwendet, das auf großen Rollen in verschiedenen Formaten (um möglichst wenig Verschnitt zu haben) und Stärken (meist 0,275mm) angeliefert wird. Die Druckplatten werden auf drei Produktionsstraßen hergestellt, die mit einer Geschwindigkeit von circa 40 Metern pro Minute laufen. Angestrebt wird eine ununterbrochene Auslastung der Maschinen, d. h., es soll rund um die Uhr, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr produziert werden. Dafür sind in der Maschine sog. Speichertürme eingebaut, die gewährleisten, dass die Maschine bzw. die Produktion auch beim Wechseln der Aluminium-Rolle(n) weiterlaufen kann. Zuerst wird das Aluminium abgerollt und dann ausgerichtet, damit es in der Maschine gerade verarbeitet werden kann. Danach wird das Aluminium teilweise mechanisch aber immer elektrolytisch aufgeraut, damit die später aufzutragenden Schichten optimal auf der so vergrößerten Oberfläche haften. Im nächsten Schritt wird die angeraute Oberfläche anoxidiert, wodurch die Oberfläche gehärtet wird. Danach wird eine lichtempfindliche Schicht mit speziellen Lösungsmitteln aufgebracht und die Beschichtung getrocknet. Die fast fertigen Druckplatten haben nun je nach Produkttyp unterschiedliche Farben. Als nächstes wird das Produkt einer Qualitätsprüfung unterzogen und in das gewünschte Format geschnitten. Die fertigen Platten werden zu je 50er bzw. 100er Päckchen zusammengefasst und in Packpapier eingeschlagen; dies wird von speziellen 6 Nach mündl. Auskunft mehrerer Mitarbeiter

7 7 Maschinen erledigt, den sog. Wrappern (engl. to wrap = einhüllen, packen). Danach werden sie zum Schutz von den sog. Boxern in Pappe eingeschlagen und für den Versand bzw. die Lagerung fertiggestellt. Anders als in München läuft in Osterode die komplette Produktion ab. München produziert nur die beschichteten Rollen, die später in Osterode geschnitten und weiter verpackt werden. 2.5 Der eigene Arbeitsplatz / Die EDV-Abteilung Wie bereits erwähnt, verbrachte ich mein dreiwöchiges Praktikum in der EDV- Abteilung von KPG. Diese Abteilung besteht aus zwölf Mitarbeitern und ist in zwei Bereiche aufgeteilt: 10 Programmierer und 2 Netzwerkadministratoren. Die Programmierer sind für die Erstellung von Programmen auf der AS/400 und die Wartung dieses Datenbank-Servers, über den alle Rechnungen, Einkäufe und Kundenbestellungen abgewickelt werden, verantwortlich. Sie entwickeln Programme, die teilweise sogar weltweit über das Intranet abgerufen und ausgeführt werden. Die beiden Netzwerkadministratoren, die ich bei Ihrer Arbeit hauptsächlich begleitet habe, betreuen die Intranet-Server ( -, File- bzw. Datei-, und weitere spezielle Server), sind verantwortlich für den Zusammenschluss der bereits bestehenden kleineren Netzwerke der Abteilungen zu einem großen Netzwerk (Aufbau eines firmenweiten, einheitlichen Netzwerkes), leisten Support bei allen Problemen bezüglich der Computeranlage und sorgen für dessen Funktionsfähigkeit, da jeder Ausfall die Produktion beeinträchtigen kann. In den knapp drei Wochen, in denen ich mein Praktikum absolvierte, stand vor allem die Aufrüstung/Modernisierung der Engineering-Abteilung, die Installation eines Backup-Systems, das Einrichten von bereits vorhandenen und neuen

8 Computern in den Abteilungen Logistik und Einkauf (siehe Schaubild) und Routern im Vordergrund Der Beruf des Diplom-Wirtschaftsinformatikers (BA) 3.1 Voraussetzungen 7 Die Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme an einer Berufsakademie (BA) ist die allgemeine oder fachspezifische Hochschulreife, welche durch ein Abitur erworben wird. In Niedersachsen reicht teilweise auch die Fachhochschulreife. Da diese Ausbildung einen schulischen und einen betrieblichen Teil erfordert, ist ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen, das diesen Teil der Ausbildung übernimmt, zwingend notwendig. Zudem sollte man über eine gute logische und abstrakte Denkfähigkeit, mathematische Befähigung, Englisch- sowie Deutschkenntnisse, Wahrnehmungsfähigkeit, systematische Arbeitsweise, Befähigung zu selbständigem Arbeiten und Einfallsreichtum verfügen. 3.2 Ausbildung 8 Die Ausbildung selbst dauert drei Jahre und ist in sechs Abschnitte (Semester) von je einem halben Jahr unterteilt, wobei man zwölf Wochen im Betrieb und zwölf Wochen am theoretischen Studium in der Berufsakademie absolviert. Bei der Ausbildung werden unter anderem folgende Lerninhalte vermittelt: Im Grundstudium, den ersten vier Semestern, stehen vor allem die allgemeine Betriebswirtschaftslehre (Logistik, Marketing, betriebliche Organisation, Finanzierung, Bilanzierung und Steuerlehre), Volkswirtschaftslehre, Recht (Arbeitsrecht, Schuld- und Sachenrecht, Datenschutz- und Urheberrecht), Mathematik, Rechnersysteme (Betriebsysteme und Netzwerke), Systementwicklung (Einführung in die Programmierung) und Informationssysteme (Datenbank und Datensicherheit) im Vordergrund. 7 Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Zugangsvoraussetzungen" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b zugang_a.html> ( ) 8 Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Inhalte/Ablauf/Abschluss" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b ausbildung_a.html> ( ) und nach Auskunft einer Mitarbeiterin

9 9 In der Spezialisierungsstufe (fünftes und sechstes Semester) werden die allgemeine Betriebswirtschaftslehre und die Volkswirtschaftslehre weiter vertieft. Des weiteren geht man auf Multimedia (Webdesign), Systementwicklung mit Projektmanagement, Software-Engineering sowie Informationssysteme mit Geschäftsprozessdesign ein. Zudem werden in beiden Stufen Wahlpflichtfächer wie z. B. Fremdsprachen (u. A. Wirtschaftsenglisch), Ökologie, Informatik-Vertiefung, Wirtschaftsrecht und EDV-Recht angeboten. Das Studium an der Berufsakademie endet mit einer staatlichen Prüfung. Für diese Prüfung muss man ein bestandenes Vordiplom, welches nach zwei Ausbildungsjahren durchgeführt wird, und die studienbegleitenden Leistungen erbracht haben. Im Anschluss an das Grund- und Vertiefungsstudium finden theoriebezogene und praxisorientierte Prüfungen statt. Über den praxisorientierten Teil wird eine Klausur über Inhalte der betrieblichen Ausbildung und eine mündliche Prüfung abgelegt. In Niedersachsen gehört eine achtwöchige Examensarbeit zur Abschlussprüfung. 3.3 Positive und negative Aspekte des Berufes Da sich die Arbeiten als Diplom-Wirtschaftsinformatiker in ähnlicher Weise ständig wiederholen, könnte es langweilig werden, jedoch treten Probleme eigentlich niemals zweimal in gleicher Art und Weise auf, was die Arbeit für Interessierte spannend macht: Dann sind Kreativität und logische Vorgehensweise zur Lösung der Probleme erforderlich. Auf Grund der hauptsächlich sitzenden Tätigkeit, kann es u. U. zu Gesundheitsschädigungen wie z. B. Rückenleiden kommen. 3.4 Aufstiegs- und Verdienstchancen 9 Die Vergütung eines Diplom-Wirtschaftsinformatikers (BA) werden in Anlehnung an die Gehälter im öffentlichen Dienst bezahlt. Somit ist das Einkommen an den Bundesangestelltentarifvertrag (BAT) gebunden. Auch bei einer Beschäftigung 9 Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Verdienst/Einkommen" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b einkommen_t.html> ( ) Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Weiterbildung" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b weiterb_t.html> ( )

10 10 in der privaten Wirtschaft haben Tarifverträge einen maßgeblichen Einfluss auf das Einkommen. Die Einkommen können aber auch unabhängig von Tarifverträgen vereinbart werden, was allerdings nicht die Regel ist. Ein Angestellter im Tarifbereich Versicherungsgewerbe erhält in der höchsten Verdienstgruppe monatlich zwischen und Euro. Wirtschaftsinformatiker können sich durch ein Aufbau-, Ergänzungs- oder Zusatzstudium ihr Fachwissen erweitern und sich auf Leitungsfunktionen und spezialisierte Expertenaufgaben vorbereiten. Dafür bieten sich z. B. folgende Hochschulbildungsgänge an: Finanzwirtschaft, Immobilienwirtschaft, Gesundheitsökonomie, Marketing, Vertrieb, Betriebswirtschaft oder Management. 3.5 Tätigkeitsbeschreibung bei KPG Je nachdem, in welchem der beiden Bereiche (Programmierung oder Netzwerk- Betreuung) man eingeteilt ist, schreibt man entweder Programme für den Datenbankserver AS/400 oder betreut die Computeranlage. Hierzu gehören Reparaturen, Installationen, Vernetzungen und Support-Leistungen. 4.0 Tagesberichte Auf Grund von sehr ähnlichen Tagesabläufen berichte ich von nur zwei Tagen, von denen beide Berichte größtenteils normale Arbeitstage darstellen und so einen Einblick in die Arbeitsabläufe ermöglichen. 4.1 Donnerstag, den 23. Januar 2003 Gegen 8:00 Uhr im Büro angekommen, stand für mich erst einmal die Fertigstellung des geplanten neuen Linux-Routers, der zwei verschiedene Teilnetze verbinden ( routen ) sollte, auf dem Programm, da dieser am vorherigen Tag auf Grund eines defekten und dadurch fehlenden lauffähigen Diskettenlaufwerks nicht fertiggestellt werden konnte. Mit wenigen Handgriffen war das neue Laufwerk in den Computer eingebaut, verschraubt und mit der Hauptplatine und dem Netzteil verbunden. Das 19 -Gehäuse konnte geschlossen, der Router eingerichtet und getestet werden. Dazu trug ich in der Konfigurationsdatei der Routersoftware (in diesem Fall eine speziell

11 11 angepasste Version der Linux-Distribution Fli4L) alle nötigen Einstellungen, wie z. B. Netzwerkkarten-Treiber, IP-Adressen, eindeutige Adressen für jeden Computer innerhalb eines Netzwerkes, und Subnetmasken, welche für die Einteilung des Netzwerkes in verschiedene Teilbereiche sorgen, ein und spielte die Routersoftware auf eine leere formatierte Diskette, von welcher der Computer danach starten (booten) sollte. Nachdem diese Bootdiskette für den Router erstellt war, schloss ich den Router zum einen an das Netzwerk und einen Laptop an, um die Funktionalität der gerade erstellten Konfigurationen zu testen. Nachdem der Router ohne Fehlermeldungen gestartet und allen anderen Routern im Netzwerk bekannt gemacht worden war (Routen eingerichtet worden waren), verband der Router auf Anhieb das neue Subnet mit dem restlichen Netzwerk. Nach der Mittagspause wurde ich dann mit der Neuinstallation einer alten Windows 98-Workstation betraut, bei der zusätzlich eine Netzwerkkarte einund nicht mehr benötigte Hardware ausgebaut werden sollte. Als erstes mussten sämtliche sich auf dem Computer befindlichen Dokumente auf CD-ROM gesichert werden, um sie nach der Neuinstallation wieder zurückspielen zu können. Direkt nach der Sicherung der Daten habe ich alle Kabel vom Gehäuse entfernt, den PC geöffnet, um den Hardwaretausch vorzunehmen und das Gehäuse wieder geschlossen. Nachdem der Computer wieder verschraubt und angeschlossen war, stellte sich bei dem Versuch mit der Installation von Windows 2000 Professional jedoch heraus, dass diese auf Grund eines unbekannten BIOS-Passwortes nicht ohne eine Bootdiskette mit CD-ROM-Unterstützung, die gerade nicht zur Verfügung stand, möglich war. Das bedeutete, dass der Computer wieder aufgeschraubt werden musste, um die Stromzufuhr des CMOS (Speicher in dem das BIOS-Passwort gespeichert ist) zu unterbrechen, damit dieses unerwünschte, behindernde Passwort gelöscht werden konnte. Nach rund 10 Minuten konnte die größtenteils automatische Installation (Formatierung/Löschen der Festplatte und Kopieren der benötigten Dateien) schließlich beginnen. Daraufhin beginnt die eigentliche Arbeit einer Neuinstallation: Das Installieren aller nötigen Treiber für z. B. die (Netzwerk-)Drucker, Grafikkarte, Soundkarte, Scanner und Programme (Office- Packet, Anti-Virus und AS/400-Remote-Zugang). Jedoch sind Treiber speziell an das Betriebsystem angepasst und müssen daher bei einer Neuinstallation

12 12 einer neueren Version oftmals neu in der benötigten Version aus dem Internet heruntergeladen werden, damit dieser installiert und die entsprechende Peripherie so vom Computer problemlos angesteuert werden kann. 4.2 Montag, den 27. Januar 2003 An diesem Tag war, bis auf einige Kleinigkeiten, die Fertigstellung der Engineering-Abteilung geplant. Dazu gehörte, dass der Abteilungsleiter einen neuen Computer mit Windows 2000 erhält, dessen Daten vom alten Server auf den neuen Server übertragen werden und ein Update des CAD-Routers vorgenommen wird, damit dieser auch ferngewartet werden kann. Begonnen habe ich mit dem Update des Routers, da dies am schnellsten gehen sollte. Wie bereits erwähnt, muss dafür nur die Konfiguration angepasst, die Bootdiskette erstellt und die Funktionalität getestet werden: Wie erwartet, verlief dieses Update ohne Schwierigkeiten und der Router lief nach einer Downtime von nicht einmal fünf Minuten wieder. Das Einrichten des Computers für den Abteilungsleiter verlief relativ schnell, da die Programme auf dem Computer bereits installiert waren. Daher musste nur ein lokaler Account und die benutzerspezifischen Einstellungen vorgenommen werden. Die Installation eines externen CD-Recorders, der an diesen PC noch angeschlossen werden sollte, hoben wir uns für später auf, wenn alles andere erledigt sei. Da der Computer jetzt am neuen Netzwerk und nicht mehr am alten angeschlossen war, mussten die Daten vom alten auf den neuen Server übertragen werden. Dazu benutzen wir ein Laptop, das wir an den alten Server angebunden haben. Da das einfache Kopieren der Daten im Windows-Explorer fehlschlug, benutzten wir das Windowseigene Backup-Programm, das alle Dateien ohne Probleme auf den Laptop sicherte. Das Speichern der Daten auf den neuen Server erledigten wir auf gleiche Weise; Anschluss des Laptops in das neue Netzwerk und Zurücksicherung der Daten mit dem Backup- Programm. Jedoch zeigten sich beim Verschieben der Daten auf dem neuen Server die gleichen Probleme, die beim Kopieren vom alten Server aufgetreten sind, d. h. einige Dateien ließen sich weder öffnen, kopieren, verschieben noch löschen. Nachdem mehrere Versuche diese Schäden am Dateisystem zu beheben

13 13 gescheitert waren, blieb leider nur noch die Formatierung dieser Partition. Diese brachte dann den gewünschten Erfolg, hatte aber den Nachteil, dass alle Daten (außer der beschädigten) vorher auf eine andere Partition gesichert und danach wieder zurückgespielt werden mussten. Das bedeutet, dass die beschädigten Daten erneut vom alten Server geholt werden mussten, aber ohne den Fehler wieder auf den neuen Server zu übertragen. Dies war mit einem speziellen Programm, dass alle Fehler ignoriert und nur die intakten Dateien kopiert, schnell erledigt. Die Installation des externen CD-Recorders, der mit dem alten PC nicht funktionierte, gestaltete sich komplizierter: Windows erkannte diesen zwar nur als Unbekanntes Gerät, aber die Treiber ließen sich trotzdem installieren. Jedoch ließ sich der Computer danach nicht mehr normal starten und musste auf Grund eines Treiberkonflikts im Abgesicherten Modus gestartet werden, um den fehlerhaften Treiber zu löschen. Wieder im normalen Modus, lud ich den neusten Treiber herunter. Dieser Treiber ließ sich leider auch erst nach mehreren verschiedenen Anläufen und Neustarts erfolgreich installieren und nahm seinen Dienst auf: Abschließend wurde zu Testzwecken eine CD-ROM mit dem neuen Treiber gebrannt, damit wird eine ggf. erneute Installation erheblich erleichtert.

14 5.0 Glossar 14 Account Benutzerkonto (engl. account = Konto) Berufsakademie Bildungseinrichtungen außerhalb der Hochschule. Die Ausbildung findet an der Studienakademie und den betrieblichen Ausbildungsstätten statt und dauert drei bzw. vier Jahre. Sie führt die Studenten zu einem wissenschaftlichen und berufsqualifizierenden Abschluss, der mit einem Hochschulabschluss vergleichbar ist. Downtime Zeit in der ein Server/Router aus bzw. nicht funktionsfähig ist. Engineering-Abteilung Entwicklungs-, Konstruktions-Abteilung Intranet Bezeichnung für firmeninterne Netzwerke die auf der Technik des Internets basieren. KPG Kodak Polychrome Graphics Linux-Distribution Zusammenstellung von Programmen Netzwerkdrucker Ein Drucker, der an des Netzwerk angeschlossen ist und unabhängig von speziellen Workstations gedruckt werden kann. Partition Definierter Bereich auf einer Festplatte, der im Explorer als weiteres Laufwerk angezeigt wird. Remote-Zugang Virtuelle Console des Servers auf einer Workstation. Router Ein Computer bzw. Gerät, das mehrere Teilnetzwerke verbindet. Support Betreuung bzw. Hilfeleistung Workstation Englischer Begriff für Arbeitsstation. Ein PC in einem Netzwerk, der auf Dienste eines Servers zugreift

15 Literaturverzeichnis 6.1 Literatur: Bertelsmann: Bertelsmann Universal Lexikon. Bertelsmann Lexikon Verlag GmbH, Gütersloh 1993 O. A.: Jahresbericht Unser Versprechen. Kodak Polychrome Graphics Internetseiten: Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Inhalte/Ablauf/Abschluss" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b ausbildung_a.html> ( ) Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Weiterbildung" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b weiterb_t.html> ( ) Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Verdienst/Einkommen" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b einkommen_t.html> ( ) Bundesanstalt für Arbeit; Dipl.-Wirtschaftsinformatiker/in (BA): Zugangsvoraussetzungen" <http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2/d/b zugang_a.html> ( ) Statistisches Bundesamt Wiesbaden; Definition: Gesellschaften mit beschränkter Haftung" <http://www-zr.destatis.de/def/def0528.htm> ( )

16 Anhang

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