Modul und FTP. Unit 6. (pop / smtp), FTP (activ/passive Mode) FTP-Server mit Microsofts IIS

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1 Modul 123 Unit 6 (V1.1) und FTP Zielsetzung: (pop / smtp), FTP (activ/passive Mode) FTP-Server mit Microsofts IIS Technische Berufschule Zürich IT Seite 1

2 Grundlagen : Das Store-and-Forward Prinzip: User2 an schickt per sendmail eine an von User1 an. User1 Von User1 smtp-protokoll zb. sendmail User2 Von User2 Netzwerk Legende: UA User Agent Message Storage MTA Message Transfer Agent Technische Berufschule Zürich IT Seite 2

3 Mailserver (Zentraler Ansatz): User2 an schickt per sendmail eine an von User1 im Mailserver Mailserver Von User1 User2 Von User2 smtp-protokoll zb. sendmail Netzwerk Legende: UA User Agent Message Storage MTA Message Transfer Agent Technische Berufschule Zürich IT Seite 3

4 Mailserver: User2 an schickt per sendmail eine an von User1 im Mailserver Mailserver Von User1 Nachteile von SMTP: keine -Versandbestätigung Unzustellbare s bewirken eine rudimentäre Benachrichtigung des Senders mittels englischer Fehlermeldung und -Header. Keine Authentifizierung des Benutzers beim Verbindungsaufbau SMTP-Client und SMTP-Server. Beliebige Absenderadressangabe beim versand. (=Werbe- und Spamschleuder mit gefälschten Absendern.) Von User2 smtp-protokoll zb. sendmail Netzwerk Legende: UA User Agent Message Storage MTA Message Transfer Agent Technische Berufschule Zürich IT Seite 4

5 Mailserver: User2 an holt per pop3 oder imap4 seine in seinem auf dem Mailserver ab. Mailserver Von User1 User2 Von User2 pop3/imap4 Protokoll Netzwerk Legende: UA User Agent Message Storage MTA Message Transfer Agent Technische Berufschule Zürich IT Seite 5

6 POP3 (Post-Office-Protocoll) Std.Port 110 Funktionen s auflisten, abholen und löschen POP3-Standardkommandos (auf jedem Server vorhanden) USER xxx wählt den Benutzernamen bzw. das Benutzerkonto auf dem -Server. PASS xxx übergibt das Passwort in Klartext. STAT liefert den Status der Mailbox, u.a. die Anzahl aller s im und deren Gesamtgröße (in Byte). LIST (n) liefert die Anzahl und die Größe der (n-ten) (s). RETR n holt die n-te vom -Server. DELE n löscht die n-te am -Server. NOOP keine Funktion, der Server antwortet mit +OK. RSET setzt alle DELE-Kommandos zurück. QUIT beendet die aktuelle POP3-Sitzung und führt alle DELE-Kommandos durch. Optionale Kommandos (serverabhängig): APOP sichere Anmeldung TOP n x ruft den Header und die ersten x Zeilen der n-ten Mail ab. UIDL n zeigt die eindeutige ID der an. IMAP (Internet Message Access Protocol) Std.Port 143 IMAPS (mit SSL): Port 993 Zweck Zugriff, Verwaltung von Mailserverpostfach. Im Gegesatz zu POP3 verbleiben die s auf dem Server. SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) Std.Port 25 (587) Zweck Einspeisen und Weiterleiten von s Sendmail Zweck UNIX-Standard-Mail Transfer Agent MTA (Alternative: LIN: qmail, WIN: Exchange) (Quelle: Wikipedia) Technische Berufschule Zürich IT Seite 6

7 User3 schickt per sendmail eine an User1 an den MailserverA. Dieser schickt die per sendmail weiter auf das von user1 bei MailserverB. smtp-protokoll zb. sendmail Mailserver B Postf. Usr1 User3 Mailserver A Postf. Usr3 Postf. Usr2 Postf. Usr4 Intranet Firma B Intranet Firma A Router Firma B Router Firma A smtp-protokoll zb. sendmail Legende: UA User Agent Message Storage MTA Message Transfer Agent Technische Berufschule Zürich IT Seite 7

8 File Transfer Protokoll FTP = File Transfer Protocol = Dateiübertragungsverfahren Netzwerkprotokoll zur Dateiübertragung über TCP/IP Dateien-Download vom Server zum Client Dateien-Upload vom Client zum Server Anlegen, Auslesen, Umbennenen und Löschen von Verzeichnisse FTP-Steuerung : Port 21 (Control-Port des Servers) FTP-Datenübertragung : Port 20 Für das Datenübertragungsverfahren wird ein FTP-Client benötigt. Findet man zb. in vielen Web-Browsern. Beim FTP-Client bedient man sich einer Kommandosprache (ftp- Kommandos) wie connect, put, get usw. um die entsprechenden Aktivitäten im Zusammenhang mit dem FTP-Server auszulösen. Sicherheitsrisiko Da FTP ein textbasiertes Protokoll ist, werden sowohl die Daten als auch die Authentifizierungsinformationen im Klartext übertragen. Daher sollte FTP nicht für Datentransfers jenseits von Anonymous FTP eingesetzt werden. Alternativen Secure File Transfer Protocol, Secure Copy (SCP) und SSH FTP (=SFTP). Anonymous FTP Benutzerkonto zum anonymen Einloggen auf einem FTP-Server. Technische Berufschule Zürich IT Seite 8

9 FTP Active Mode (Der Server baut für die Datenübertragung eine Verbindung zum Client auf) FTP Client FTP Server Client Port Server Port 21 Erfolgreicher Verbin- Teilt Server mit, auf dungsaufbau welchem Port x (<1023) Daten erwartet werden Daten: Server Port 20 Client Port x FTP Passive Mode (Der Server baut KEINE aktive Verbindung zum Client auf.) FTP Client Client Port Server Port 21 Daten: Server Port x Client Port y FTP Server Erfolgreicher Verbindungsaufbau Teilt Client mit, auf welchem Port x Daten bereit stehen. Passiv dann, wenn der Client für den Server wegen NAT oder Firewall nicht erreichbar ist! Technische Berufschule Zürich IT Seite 9

10 Trivial File Transfer Protokoll TFTP = Trivial File Transfer Protocol Sehr einfaches Dateiübertragungsprotokoll (1980) TFTP unterstützt nur Lesen oder Schreiben von Dateien. Keine Rechtevergabe, Dateianzeige oder Benutzerauthentifizierung TFTP normalerweise über verbindungsloses Protokoll (UDP) Paketorientiertes Protokoll (Jedes Paket wird bestätigt) Keine Kompression oder Verschlüsselung Maximale Dateigröße 32 MBytes (oft sogar nur 16 MBytes) Verwendung: Laden von Betriebssystemen oder Konfigurationen über das Netzwerk. SSH File Transfer Protocol SFTP = SSH File Transfer Protocol Für Datenübertragung und Dateizugriffe auf entfernte Systeme. Anders als Secure FTP, das nur den Steuerkanal von FTP mit Secure Shell tunnelt, ist SFTP eine Neuentwicklung. Das Protokoll beinhaltet weder die Authentifizierung noch die Verschlüsselung, diese Funktionen müssen von dem darunterliegenden Protokoll übernommen werden. Technische Berufschule Zürich IT Seite 10

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