Medizinische Versorgung und ÖPNV im ländlichen Raum

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1 14. Mai 2014 Medizinische Versorgung und ÖPNV im ländlichen Raum Grundlagenuntersuchung zu Kooperationsmöglichkeiten und formen zwischen ÖPNV und medizinischen Versorgungseinrichtungen Christof Herr, Geschäftsführer ZVBN

2 Übersicht» Hintergründe, Anlass und Ziele für die Untersuchung» Zentrale Ergebnisse und Maßnahmenvorschläge» Weitere Vorgehensweise und aktueller Sachstand 2

3 Hintergründe, Anlass und Ziele» Demographische Wandel führt insb. im ländlichen Raum zu Bevölkerungsrückgang und Zunahme Älterer und Hochbetagter» Folge: tendenziell immobilere Bevölkerung auf dem Land Zunahme der Fahrten zur medizinischen Versorgung längere Wege durch Konzentrationstendenz medizinischer Versorgungseinrichtungen in den Zentren und Hausärztemangel Anforderungen an das ÖPNV-Angebot steigen (Stichwort: Barrierefreiheit bei Hard- und Software ) 3

4 Hintergründe, Anlass und Ziele» Problem der Aufrechterhaltung des ÖPNV-Angebots zu adäquaten Kosten» Krankenkassen wenden für die Taxibeförderungen nach SGB V hohe Beträge auf» Deshalb im Jahr 2012 ZVBN-Grundlagenuntersuchung zu Kooperationsmöglichkeiten zwischen ÖPNV und medizinischen Versorgungseinrichtungen im ländlichen Raum Studie im Internet unter 4

5 Hintergründe, Anlass und Ziele Hypothese» Parallelsysteme der öffentlichen Beförderung (Schülerverkehr, allgemeiner ÖPNV, Gesundheits-/Sozialverkehre) werden auf Dauer nicht finanzierbar sein» insbesondere nicht unter den Bedingungen des demografischen Wandels! Med. Verkehre Schülerverkehr ÖPNV 5

6 Hintergründe, Anlass und Ziele Ausloten von Kooperationsmöglichkeiten um» die ÖPNV-Erreichbarkeit medizinischer Einrichtungen für Beschäftigte, Patienten und Besucher zu verbessern» die Aufrechterhaltung einer ÖPNV- Grundversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen» eine Mischfinanzierung des ÖPNV im ländlichen Raum unter Beteiligung der Akteure im Gesundheitswesen zu etablieren 6

7 Zentrale Ergebnisse» ÖPNV- und Medizin-Welt wissen wenig voneinander» Information über das bestehende ÖPNV-Angebot in den MVZ oft unzureichend» Erreichbarkeit von MVZ insb. in den Ferien und am Wochenende z. T. nur ungenügend» Problembewusstsein bei den Akteuren aus dem Gesundheitswesen über ungenügende ÖPNV- Anbindung zwar vorhanden, gefühlter Leidensdruck aber (noch) verhalten 7

8 Zentrale Ergebnisse» Ausloten finanzieller Synergien bisher nicht oder kaum thematisiert» Bisher vorhandene flexible Bedienformen im VBN nur bedingt geeignet für Zusammenarbeit mit den Krankenkassen» Handlungsbedarf besteht deshalb insb. in den Bereichen Bestehendes ÖPNV-Angebot (insb. bei flexiblen und alternativen Bedienformen) Marketing und Information Finanzierung 8

9 Weitere Vorgehensweise und aktueller Sachstand» Pilotprojekt im Landkreis Osterholz» Drei Handlungsfelder abgeleitet aus der Grundlagenuntersuchung Verbesserung der Fahrgastinformation Vertiefende Potenzialabschätzungen Angebotsanpassungen und -verbesserungen» Start des Pilotprojektes im April

10 Handlungsfeld: Verbesserung der Fahrgastinformation» Verbesserung der Fahrgastinformation in den beteiligten Krankenhäuser, MVZ und Arztpraxen Verlinkung der Internetpräsenzen Infosäulen und Dispenser Abfahrtsinformationen auf Monitor in den Krankenhäusern und MVZ 10

11 Handlungsfeld: Potenzialabschätzung» Abschätzung des Fahrgastpotenzials in Einrichtungen zur medizinischen Versorgung» Befragungen von Arztpraxen und Patienten» Befragung in den Krankenhäusern (Patienten, Besucher und Beschäftigte) noch geplant 11

12 Handlungsfeld: Angebotsanpassungen und -verbesserungen» Umbenennung von Haltestellen in Krankenhaus bzw. Klinik Lilienthal» Prüfung von Fahrplanausweitungen auf der Grundlage der Potenzialabschätzungen» Perspektivisch: Neupositionierungen von flexiblen Bedienformen Arbeitsauftrag im ZVBN-Nahverkehrsplan Ziele Make it simple!, insb. in den Bereichen Information, Tarif, Buchung, Nutzung und Bezahlen Verankerung in einem VBN/ZVBN Qualitätskonzept für flexible Bedienformen 12

13 Handlungsfeld: Angebotsanpassungen und -verbesserungen» Parallel und insb. nach erfolgreicher Neupositionierung der flexiblen Bedienformen Prüfung und Ausarbeitung von vertiefenden Kooperationsmodellen mit den Krankenkassen 13

14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Für Rückfragen: Christof Herr Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) Willy-Brandt Brandt-Platz Bremen 0421/

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