Kompakte Pinguine: fli4l und eisfair. Teil I fli4l - the on(e)-disk-router. Dr. Axel Wachtler

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1 Kompakte Pinguine: fli4l und eisfair Teil I fli4l - the on(e)-disk-router Dr. Axel Wachtler Linux-Info-Tag Dresden,

2 Einleitung 2 Einleitung Installation Konfiguration Anwendung Was ist fli4l? Geschichte Verbreitung fli4l-router vs. Hardwarerouter Online Ressourcen

3 Einleitung Was ist fli4l? 3 Linux-basierender ISDN-, DSL- und Ethernet-Router Minimalversion ist lauffähig auf einer Diskette Erstellung unter Unix, Linux oder Windows geringe Hardware-Anforderungen: 486er mit 12 MB RAM gesamte Konfiguration erfolgt mit Textfiles keine speziellen Linuxkenntnisse erforderlich modulares Konzept - Anpassung an viele Einsatzgebiete Lizenz: GPL Abkürzung: floppy isdn for linux, mittlerweile aber nicht mehr ganz zutreffend, da auch DSL, Ethernet und Modems unterstützt werden.

4 Einleitung Geschichte 4 erste urkundliche Erwähnung: 5. April 2000 Initiator und Hauptentwickler: Frank Meyer 1 seither kontinuierliche Entwicklung (ca. 20 Releases) aktuelle Versionen (Stand ): Benutzer-Version: 2.0.8, Kernel Entwickler-Version: 2.1.4, Kernel Routing für alle, Frank Meyer, Linux-User, Heft 3/2002,

5 5 Einleitung Verbreitung Zur Zeit gibt es ca registrierte fli4l-installationen (Stand ) Die gescha tzte Dunkelziffer bela uft sich anhand des Downloadaufkommens lt. Frank Meyer auf ,..., in Deutschland und ca Installationen im Ausland. siehe

6 Einleitung fli4l vs. Hardwarerouter 6 Pro s Verwendung vorhandener gebrauchter Hardware die Leistung des Routers ist durch Austausch von CPU, Mainboard, Speicher oder HDD einfach skalierbar durch einfache Software-Updates können Sicherheitslücken geschlossen werden Con s Stromverbrauch ist, je nach eingesetzter Hardware, u.u. höher als bei einem HW-Router durch fehlerhafte SW-Konfiguration können Sicherheitslücken entstehen 2 2 Grund hierbei ist das hohe Maß an Konfigurierbarkeit. Die Default-Einstellungen in den Konfigurationsfiles sind konservativ. Durch OPT-Pakete mit Serverdiensten können weitere Schwachstellen entstehen.

7 Einleitung Online Ressourcen 7 page: Download: FAQ: Benutzer-Version: Entwickler-Version: Howto s:

8 Installation 8 Voraussetzungen Einleitung Installation Konfiguration Anwendung Einrichten der Build-Maschine Erster Testlauf Planung der Konfiguration Anpassung der Konfigurationsdateien Beispiel: Floppy-Router mit 2 NW-Interfaces

9 Installation Voraussetzungen - Hardware 9 Folgende PC-Hardware wird empfohlen: Zweck Minimum Besser ISDN 386er CPU ab 25 MHz 486er ab 33 MHz DSL 486er CPU ab DX2/66 486er DX4/100, Pentium ab 75 MHz Speicher 12 MB 16 MB Zubehör: Floppy-Drive, 1 Diskette Ethernet-Karte ISDN-, DSL-, WLAN-Karte, weitere Ethernet-Karte(n) optionales Zubehör: HDD, CF-Adapter + CF-Karte, LCD,...

10 Installation / Voraussetzungen Systemübersicht 10 Client # x Client # LAN Internet Server (eisfair) sek. Interface Ethernet, WLAN fli4l Router prim. Interface dyn. od. statische IP Ethernet, DSL, ISDN, Modem Mit dem fli4l-router wird die Anbindung des lokalen Netzes an das Internet realisiert.

11 Installation / Voraussetzungen Download der Pakete 11 Quelle: Es gibt Basis- und OPT-Pakete Die Pakete sind von der fli4l-version abhängig (Kernelmodule, libc) Erstellen des Arbeits- und eines Archivverzeichnisses mkdir -p my-fli4l/archiv Speichern der wichtigsten benötigten Basispakete in my-fli4l/archiv Größe Paket Beschreibung fli4l tar.gz Basis Paket - Ethernet Router inet.tar.gz sshd, (telentd, ftpd) isdn.tar.gz Netzzugang per ISDN und / oder dsl.tar.gz Netzzugang per DSL

12 Installation Einrichten der Build-Maschine 12 Entpacken des Basispaketes tar xvzf archiv/fli4l tgz Inhalt des Verzeichnisses fli4l-2.0.8: mk(floppy clean tgz).(sh bat) Skripte zur Erzeugen des Floppy-Images,... config/ originale Konfigurationsdateien doc/ Dokumentation img/ Ergebnisse des Buildprozesses (kernel, root-fs, opt.tgz) opt/ Zusatzdateien für OPT-Module unix/ Quellen zu imonc, mkfli4l,... src/ mod. Kernel- und Modulquellen, Kernelkonfiguration windows/ Windows-Tools: (tar gzip imonc mkfli4l).exe check/ Wertebereichs- und Syntaxcheck der Konfigurations-Files

13 Installation Erster Testlauf 13 cd my-fli4l/fli4l-2.0.8;./mkfloppy.sh die Diskette enthält nun ein unkonfiguriertes Routerimage: ldlinux.sys syslinux.cfg kernel rootfs.gz opt.tgz Bootloader syslinux Konfigurationsdatei für syslinux Linux-Kernel Root-Filesystem Optionale Dateien: Treiber und Opt-Pakete An dieser Stelle ist die Arbeitsumgebung fertig eingerichtet und die eigentliche Konfiguration kann beginnen.

14 Installation Planung der Konfiguration 14 Hardwaredaten der Kommunikationsgeräte 3 : Netzwerkkarten, ISDN-Karten,... Namen von Kernelmodulen Netzwerkdaten IP-Addresse und Hostname des Routers, Netzmaske, Gateway IP-Adressen von DNS-Servern und evtl. Zeit-Servern Einwahldaten des/der Provider Einwahlnummer, Username, Passwort,... Zeitplan für Least Cost Routing 3 Knoppix oder µlinux hilft beim Ergründen von Hardwareparametern und Treibernamen.

15 Installation Anpassung der Konfigurationsdateien 15 Installation weiterer erforderlicher Pakete, z. B. isdn, dsl, inet, tools, dns, proxy cd fli4l-2.0.8; tar xvzf../archiv/<paket>.tgz Erzeugen einer Kopie des Konfigurationsverzeichnisses (empfohlen) cp -rfv config my-config jedes Paket hat eine Konfigurationsdatei mit gleichlautendem Namen, nur die Pakete, deren Files in my-config enthalten sind, werden installiert.!!! Achtung: Die Konfigurationsdateien enthalten Klartextpaßwörter!!! Diese Dateien sind deshalb für Kinder und Personen, bei den Vertrauensgrundsatz aufgehoben ist, unzugänglich aufzubewahren!

16 Installation Beispiel: Floppy-Router mit 2 NW-Interfaces 16 Anforderungen: Konfiguration mit 2 Netzwerkkarten, primäres Interface wird per DHCP konfiguriert, sekundäres Interface mit statischer IP Adresse, Features: DNS-Cache, Firewall, SSH-Login LAN Internet fli4l Router eth0 IP statisch NW: /24 eth1 IP, NW: DHCP

17 Installation / Floppy-Router Konfiguration 17 Installation der Pakete: fli4l tar.gz inet.tar.gz 232-opt dhcp tgz Anpassung der Konfigurationsdateien im Verzeichnis config-floppyrouter/ base.txt: NW-Karten, Netzwerkdaten, Routing, DNS-Forward-Server, Firewall, Masquerading inet.txt: SSHD dhcp.txt: DHCP-Client Erzeugen der Diskette./mkfloppy.sh config-floppyrouter

18 Installation / Floppy-Router Inbetriebnahme und Test 18 Booten des Routers von Diskette Login auf der Konsole Test der Interfaces eth0, eth1: ifconfig, lsmod Test des Routings: route, ping, traceroute Test DNS: nslookup Portscan von innen und außen: nmap Test des Remote-Login: ssh, scp

19 Konfiguration und Ausbau des Routers 19 Merkmalsübersicht Basispakete Einleitung Installation Konfiguration Anwendung OPT-Pakete und Addons Hardware Betriebs- und Wählmodus Routing, Paketfilter, Port-Forwarding,... Wartung und Überwachung Weitere (notwendige) Funktionen und Dienste

20 Konfiguration Merkmalsübersicht 20 Sekundäres Interface PC Hardware Primäres Interface LAN Internet fli4l Router Dienste Wartung Überwachung Routing Masquerading Packet Filter Betriebs & Wählmodus ISP Spezifika

21 Konfiguration Basispakete 21 Nr. Paket Inhalt Größe 1 fli4l BASIS, immer erforderlich! dsl DSL-Router (PPPoE, PPTP) isdn ISDN-Router dhcp DHCP-Server hd Installation auf Festplatte (+Patch!!) httpd Mini-Webserver für Status-Ausgaben inet Telnet/FTP/SSH-Server ipx IPX über ISDN lcd LCD-Treiber-Software + Statusanzeige lpdsrv Druckerserver (ohne Spooling) pcmcia Unterstützung von PCMCIA-Karten ppp PPP-Anbindung über serielle Schnittstelle proxy HTTP-Proxy scsi SCSI-Treiber serial Tools für serielle Schnittstelle time Time-Server/Client tools Diverse Linux-Programme als Tools

22 Konfiguration OPT-Pakete und Addons 22 derzeit gibt es 208 OPT-Pakete 4 von OPT ACCOUNTING bis OPT ZEITSYNC Kathegorien: Bridge, Tunnel, VPN, Firewall Go Online/Offline Statusinformation System-, Shell-Login Mail-, News dns, dhcp http, wap, ftp File-, Printserver Fax, Voice, Handy Audio, Video, P2P Hardware-Treiber Sonstiges Addons 5 : Tools auf der Client-Seite, - diverse Clients für imond, telmond - Anrufüberwachung (CallChecker) - Tools zu Logfileauswertung - Syntax-Highlighting der Konfigurationsdateien für verschiedene Editoren 4 5

23 Konfiguration Hardware 23 Unterstützung von 40 Netzwerkkarten-Familien und 37 ISDN-Karten Konfiguration von ISDN-PnP-Karten (ISA) 6 base.txt:opt PNP= yes CompactFlash -Karten und LS120-Laufwerke als Bootmedium verschiedene OPT-Pakete zur Ansteuerung von LED s an Tastatur, COM- und LPT-Port OPT (OLED COMLED LPTLED) Steuerung des Routers mit einem Tastenpanel 7 am COM-Port OPT CPANEL Ansteuerung von LCD s am Parallelport (siehe Paket lcd.tar.gz) 6 siehe fli4l-2.0.8/doc/deutsch/opt/pnp.html 7 Schnell geschaltet, Mirko Dölle, Linux-Magazin, 9/2000

24 Konfiguration Betriebs- und Wählmodus 24 Dial-Modi: base.txt:dialmode= xxxx : auto: Einwahl erfolgt bei Anforderung aus dem LAN Kostenfalle 8!! manual: Einwahl per Imon-Client (imonc) off: Einwahl permanent unterdrückt, auch nicht per imonc Auto-Hangup: Lösung für Probleme bei Beschuß durch E-Donkey & Co. ISDN: Kanalbündelung (Grenzwerte zum Einschalten des 2. Kanals) DSL per PPPoE (PPP over Ethernet), PPTP (Österreich) Verwendung von Breitband-Kabelmodems an Ethernet-Karten mit DHCP-Client USB-Geräte ab Version 2.2 (DSL, WLAN) 8 Durch Auto-Dial kann es zu sehr hohen Kosten bei Wählanschlüssen ohne Flatrate kommen, z.b. bauen Windows- Clients ca. alle 5 Minuten einen Kontakt zum Nameserver auf, oder im Web-Browser wird eine Seite angezeigt, die periodisch aktualisiert wird (Client-Pull).

25 Konfiguration / DialUp Least Cost Routing (ISDN) 25 Konfiguration mehrerer Anbieter als sog. Circuits Einstellung von Zeiten und Kosten für jeden Circuit isdn.txt:isdn CIRC 1 NAME = Mein Anbieter isdn.txt:isdn CIRC 1 TIMES= Mo-Fr:09-18:0.049:N Mo-Fr:18-09:0.044:Y... 9 der fli4l-router sollten daher eine gültige Uhrzeit haben: a) Korrektur von Y2K-Problemen: base.txt:opt Y2K= yes ; Y2K DAYS= x b) Verwendung eines Netzwerkzeitservers (Paket time) c) Anbindung einer DCF77-Uhr Feiertage werden berücksichtigt Aktualisierung des LCR-Planes im laufenden Betrieb möglich 9 Format ISDN CIRC 1 TIMES = A:B:C:D [A:B:C:D]... A: Wochentage, B: Zeitintervall, C: Kosten pro Minute, D: Y = Default Circuit, kein LCR, N = Circuit wird bei automatischen LCR verwendet

26 Konfiguration Routing, Paketfilter, Port-Forwarding, die Konfiguration dieser Funktionen erfolgt in der Datei base.txt Routing: Regeln zur Paketweiterleitung IP DEFAULT GATEWAY= eth1, IP ROUTE x= netzwerk netzmaske gateway Paketfilter: Steuerung/Überwachung des Zugangs zum LAN von außen FIREWALL DENY PORT 1= port portbereich REJECT DENY FIREWALL DENY ICMP= yes no Unterdrückung von ping, FIREWALL LOG= yes no Port-Forwarding: sperren des Routings von Hosts und Ports im LAN FORWARD DENY HOST x = ipadresse, FORWARD DENY PORT 1 = portbereich IP-Masquerading: Rechner im lokalen Netz (172.x.x.x) sind von außen nicht erreichbar. Um einen Verbindungsaufbau von außen zu ermöglichen (z.b. FTP) werden Masquerading-Module verwendet, die Verbindungen durch den Austausch lokaler und externer IP-Adressen weiterleiten. MASQ NETWORK= /24, MASQ MODULE x= ftp raudio h323...

27 Konfiguration Proxies einrichten 27 Junkbuster: proxy.txt; Paket proxy.tar.gz OPT PROXY= yes no ; PROXY ACCESS= /24 ; PROXY PORT= 8000 PROXY FORWARD= 3128 # Forward Junkbuster to Squid-Port Squid 10 : squid.txt; OPT-Paket: 1076-opt squid 2.0.x 1.1.zip OPT SQUID= yes no ; SQUID ACCESS= /24 ; SQUID BLOCK PORN= yes ; SQUID BLOCK PORN EXCL IP= # exclude ;-) Contentfilterlisten: opt/files/usr/local/squid/etc/blocklist/* router:8000 Junkbuster router:3128 Squid Internet 10 Bei der Installation von Squid sollte keine CF-Karte als Disk verwendet werden, bzw. mit OPT-RAMDISK Platz für die variablen Daten geschaffen werden.

28 28 Konfiguration Module zur Überwachung des Routers die Nutzung von imond und telmond erfordert isdn.tar.gz 11, die Konfiguration erfolgt in isdn.txt. ISDN Monitor: imond Dämon 12 zur Steuerung des Routers (Port 5000) Steuerung des Least Cost Routing verschiedene Kommandos für User und Admins Zugriff nur durch Rechner aus maskierten Netzen siehe base.txt:masq NETWORK Telefon Monitor: telmond Anzeige der Daten aus /dev/isdnctrl0 auf Port 5001 Loggen von Telefonverbindungen in einer Datei Zuordnung von MSN und Client-IP bei Anzeige per imonc Programmausführung bei ankommenden Anrufen 11 Soll imond ohne physisch vorhandene ISDN-Karte verwendet werden, muß eine Dummy-Karte konfiguriert werden. 12 diverse Client-Software verfügbar, siehe Addons

29 Konfiguration Weitere (notwendige) Funktionen und Dienste 29 Treiber: OPT SCSI SCSI-Treiber OPT SERIAL Konfiguration der seriellen Schnittstelle OPT PCMCIA PCMCIA-Treiber... Server-Dienste: OPT DHCP OPT HTTPD OPT VBOX OPT LPDSRV... Sonstiges: OPT IPX OPT PPP... DHCP-Server Mini-Webserver als Statusmonitor Anrufbeantworter lpd Berkley Druckerserver IPX-Netzwerkkonfiguration PPP-Server/Router über serielle Schnittstelle

30 Anwendung 30 Einleitung Installation Konfiguration Anwendung Beispiel: Router auf HDD mit DNS-Cache, Firewall, SSH-Login serielle Konsole (Headless-Betrieb) syslogd über das Netz zu einem Log-Host

31 Anwendung Beispiel: Router mit HDD (CF) 31 Anforderungen: Konfiguration mit 2 Netzwerkarten, primäres Interface: DHCP, sekundäres Interface: statische IP Features: DNS-Cache, Firewall, SSH-Login serielle Konsole (Headless-Betrieb) HDD-Installation mit fli4l Die Installation (Typ A 13, eine FAT-Partition) erfolgt in folgenden Phasen Phase 1: Erstellung einer Diskette mit dem Paket hd.tar.gz mit Patch Phase 2: Installation von fli4l auf der Festplatte Phase 3: Erstellung und Installation der Vollversion 13 Typ B Installation: je eine FAT- und eine ext2-partition, beim Start des Routers wird das opt.tgz auf der ext2-partition entpackt - für eine CF-Disk ist dieses häufige Wiederbeschreiben ungünstig.

32 Anwendung / HDD-Router Phase 1: Diskette erstellen 32 Konfigurationsverzeichnis config-hdd-1 anlegen. Die Dateien aus config-floppyrouter können recycled werden (base.txt, isdn.txt, dsl.txt, imonc.txt), Das Paket hd.tar.gz 14, hd.txt muß neu eingespielt werden. Anpassung von base.txt und hd.txt base.txt:mount_boot= rw base.txt:ramsize= 2048 hd.txt:opt_hdinstall= yes 14 Achtung in V den Patch hd patch-1.tar.gz mit installieren.

33 Anwendung / HDD-Router Phase 2: HDD-Installation 33 Router mit der neuen Diskette booten An der Konsole einloggen und den Befehl setup eingeben dem Menü folgen: Festplatte: hda Boot-Partition: max. 32 MB für /boot (FAT) SWAP: bei CompactFlash 0 wählen, keine Swap-Partition!! Datenpartition: bei CompactFlash ebenfalls 0 wählen. Notfalloption: b (nur opt.tgz) oder c (komplett) den Router von Festplatte booten Test des SSH-Zugangs: ssh

34 Anwendung / HDD-Router Phase 3: Vollversion installieren 34 Kopie der Konfigurationsdateien anlegen cp -rfv config-hdd-1 config-hdd-2 Änderung von config-hdd-2/base.txt base.txt:opt HDINSTALL= no weitere Pakete installieren und konfigurieren, Konfigurationsdateien von config/ nach config-hdd-2/ kopieren. Das File opt.tgz und rc.cfg neu erstellen./mktgz.sh config-hdd-2 Files auf den Router kopieren scp img/opt.tgz img/rc.cfg Router neu starten ssh reboot

35 Anwendung / HDD-Router Der Notfall-Modus 35 Die Notfalloption dient dazu, den Router nach dem Einspielen von falsch konfigurierten Dateien wieder mit einer funktionierenden Konfiguration zu starten. Die Recovery-Version wird beim Setup angelegt. Funktion: Bei der Installation werden Kopien von Systemdateien in /boot angelegt, die als Recoveryfiles (file.x file2.x) dienen. Beim Booten des Routers wird ein Timer gestartet (60s). Wenn innerhalb dieser Zeit ein Reset des Routers erfolgt, wird beim nächsten Reboot die Recovery-Version gestartet. Der Ablauf des Recovery-Timers wird durch drei Beeps signalisiert. Notfalloptionen: a: keine Notfalloption b: opt2.tgz, rc2.cfg c: kernel2, rootfs2.gz, syslinux2.cfg, opt2.tgz, rc2.cfg

36 36 Anwendung / HDD-Router Logging im Headless-Betrieb Serielle Schnittstelle als Konsole einrichten syslinux.cfg SERIAL # syslinux 15 per COM1 anzeigen TIMEOUT 0 DEFAULT kernel # Console im Kernel auf COM1 und tty0 umlegen APPEND load ramdisk=1 initrd=rootfs.gz root=/dev/ram0 boot=/dev/fd0h1440 \ console=tty0 console=ttys0,38400n8 bei Diskettenversion Änderung von img/syslinux( ).cfg bei Festplatteninstallation Änderungen in fli4l-2.0.8/opt/files/usr/sbin/setup Anleitung für die Verdrahtung des Kabels siehe Serielle Console für fli4l 15 Bei Verwendung von SERIAL 0 [birate] kann zwar die Ausgabe von syslinux auf COM1 beobachtet werden, aber die Eingabe auf tty0 funktioniert nicht mehr. Wer beides braucht läßt die Zeile einfach weg.

37 Anwendung / HDD-Router Syslog über das Netzwerk umleiten 37 Syslog zu einem Log-Host (z. B. eisfair) Einschalten des Syslod-Dämons auf dem Router (base.txt) OPT SYSLOGD= yes no ; SYSLOGD DEST 1= Klogd muß konfiguriert sein, damit auch die Paketfilter-Meldungen im Syslog erscheinen: OPT KLOGD= yes ; FIREWALL LOG= yes Auf dem Log-Host muß syslogd mit den Optionen 16 -r -l routername gestartet werden. Achtung! Die Partition, auf der syslogd die Daten speichert (Log-Host), muß ausreichend Kapazität haben. 16 bei SuSE rc.config:syslogd PARAMS= -r -l

38 Zusammenfassung 38 Mit fli4l kann rasch aus alter Hardware ein Router aufgebaut werden. Die Konfiguration des Systems erfolgt einfach über Textdateien mit einheitlicher Syntax. Aufgrund der vielen Erweiterungsmöglichkeiten ist das System flexibel an unterschiedliche Einsatzzwecke anzupassen. Die vielen verfügbaren Pakete verleiten dazu, Server-Funktionalität in den Router zu verlagern. Jeder sollte beim Einrichten eines solchen Systems kritisch die Grenze zwischen Komfort und Sicherheit für den jeweiligen Einsatzzweck festlegen.... Lieber ein lebendiger Feigling als ein toter Held.

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