Arbeitsblätter mit Bibelstellen für den RU (Sekundarstufe I)

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1 Arbeitsblätter mit Bibelstellen für den RU (Sekundarstufe I) Dr. Rosa M. Lopez-Diaz Religionspädagogische Fortbildung Bischöfliches Ordinariat HA II Schulen, Hochschulen und Bildung Große Pfaffengasse Speyer Die Arbeitsblätter werden als PDF- und als Word-Datei angeboten. Inhalt: Gott möchte unter uns wohnen... 1 Arbeitsblatt.1 Gott möchte unter uns wohnen... 4 Arbeitsblatt. 2 Denn für Gott ist nichts unmöglich... 5 Gott möchte unter uns wohnen Die Bibelstellen: Lk 2,1-20 und Joh 1,10-14 Lk 2:1-20: In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. 2 Dies geschah zum ersten Mal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien. 3 Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. 4 So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. 5 Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. 6 Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, 7 und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. 8 In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. 9 Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, 10 der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: 11 Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. 12 Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. 13 Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: 14 Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. 15 Als die Engel sie verlassen hatten und in den Himmel zurückgekehrt waren, sagten die Hirten zueinander: Kommt, wir gehen nach Betlehem, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ. 16 So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. 17 Als sie es sahen, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 18 Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten. 19 Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. 20 Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. (Einheitsübersetzung, 1979) Joh 1,10-14: In der Welt war er, aber die Welt erkannte ihn nicht. ( ), und die Eigenen nahmen ihn nicht an. ( ) und er zeltete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Münchener Neues Testament, 2007) Bistum Speyer - Bibelstellen für den RU: Sek I - Dr. Rosa M. Lopez-Diaz - Fortbildungsleiterin - Dez

2 Bezug zu den Lehrplänen: a) Rahmenlehrplan Katholische Religion für die Sekundarstufe I (Rheinland Pfalz 2012) Das Kirchenjahr im Unterricht Advent/ Weihnachten: Kindheitsgeschichten nach Lk und Mt (Klassenstufen 5/6 sowie 7/8) a) Kernlehrplan Katholische Religion Gemeinschaftsschule Klassenstufen 5 bis 10 (Saarland Entwurf ) Inhaltsbezogene Kompetenzen des Doppeljahrgangs 5/6: Die Frage nach Gott (eigene Gottesvorstellungen zum Ausdruck bringen und die Bildhaftigkeit des Redens von Gott verstehen). Inhaltsbezogene Kompetenzen des Doppeljahrgangs 7/8: Die Frage nach Gott (alltägliche Gottesvorstellungen reflektieren und erläutern). b) Lehrplan Katholische Religion, Gymnasium, jahrgangsübergreifender Teil für die Klassenstufen 5-9, (Saarland Dezember 2009) Nach Gott fragen über Gott sprechen (Klassenstufe 6) Bilder von Göttern Bilder von Gott (Klassenstufe 8) Kindheitslegenden (Fakultatives Thema für die Klassenstufen 8 9) Bezug zu aktuellen Themen: Beide Arbeitsblätter sind für die Advents- und Weihnachtszeit konzipiert worden. Arbeitsblatt 1 ist wegen der Verknüpfung mit folgenden Themen das ganze Jahr einsetzbar. a) Weihnachten: Gott möchte unter uns wohnen b) Gottesvorstellungen c) Flüchtlinge d) Werk der Barmherzigkeit: Fremde aufnehmen Siehe dazu: Barmherzigkeit. Zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit. Arbeitshilfe Schule und Religionsunterricht Bistum Speyer, Dezember Bistum Speyer - Bibelstellen für den RU: Sek I - Dr. Rosa M. Lopez-Diaz - Fortbildungsleiterin - Dez

3 Hinweise zum Arbeitsblatt 1: (1. a) und b)): Die Schülerinnen und Schüler sind dazu eingeladen, Parallelen und Differenzen zwischen den Texten von Lukas und Johannes aufzudecken. Der erste Evangelist benutzt eine Geschichte, der zweite ein Gedicht, um Jesu Ankunft zu erzählen. Besonders auffällig sind folgende Parallelen: a) Während Lukas vom Glanz des Herrn, der Engel und Hirten umstrahlt, berichtet, schreibt Johannes wir sahen seine Herrlichkeit. b) Während Lukas von einer allzu häufigen menschlichen Tragödie erzählt: Für Josef und Maria gab es keinen Platz in der Herberge, schreibt Johannes, dass die Eigenen Gott nicht annahmen und dass Gott unter uns zeltete. (Der Jude Johannes bezieht sich hier auf das alttestamentliche Bild von Gott als Begleiter des wandernden Volkes in der Wüste.) Für die Schüler wird diese Metapher oft mit eigenen Erfahrungen in Verbindung gebracht. (2. a) und b)): Die Fragen zu den Bildern dienen der Auseinandersetzung unserer Schüler und Schülerinnen mit alten und neuen Gottesvorstellungen und der Frage, wie die Beziehung zu Gott mit selbstgewählten Metaphern und Bildern näher gebracht werden kann. Gott wohnt nicht nur in den Kirchen, sondern auch gerne in einem Zelt, in einem Bauernhaus, im Herz der Menschen. Hinweise zum Arbeitsblatt 2: Die Gestaltung von eigenen Weihnachtskarten dient der Auseinandersetzung mit den Bibelstellen über Jesu Kindheitsgeschichten. Einen konkreten Adressaten auszuwählen, hilft den Schülerinnen und Schülern bei der Auswahl von den Motiven. Bistum Speyer - Bibelstellen für den RU: Sek I - Dr. Rosa M. Lopez-Diaz - Fortbildungsleiterin - Dez

4 Arbeitsblatt.1 Gott möchte unter uns wohnen Der Evangelist Lukas (Lk 2,1-20) erwähnt, dass es unbekannte Hirten sind, die zuerst die Nachricht von der Geburt Jesu erhielten. Damit wollte er betonen, dass Gott alle Menschen liebt, besonders die Armen. Er erzählt auch, dass es für Josef und Maria keinen Platz in der Herberge gab. Lk 2, 7-11: und (Maria) gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war. In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. (Einheitsübersetzung, 1979) Der Evangelist Johannes hat am Anfang seines Evangeliums ein Gedicht geschrieben. In diesem erzählt er, wie nah Gott den Menschen ist: Joh 1,10-14: In der Welt war er, aber die Welt erkannte ihn nicht. ( ), und die Eigenen nahmen ihn nicht an. ( ) und er zeltete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Münchener Neues Testament, 2007) Aufgaben: 1. Fragen zu den Bibeltexten: a) Wie stellen sich Lukas und Johannes die Beziehung Gottes zu den Menschen vor? b) Was sagen die Texte über die Haltung, die die Menschen brauchen, um Gott aufzunehmen? 2. Fragen zu den Bildern: a) Würde Gott beispielweise in einem Wohnmobil, in einem Flüchtlingslager, in einer Kirche oder in einem Palast wohnen? (Ja/Nein. Warum?) b) Wo wohnt Gott deiner Meinung nach auch? Schreibe eine Geschichte, um zu erklären, wo Gott heute die Menschen besucht. Male ein Bild dazu. Bilder: Anton Wolf, 2015 Bistum Speyer - Bibelstellen für den RU: Sek I - Dr. Rosa M. Lopez-Diaz - Fortbildungsleiterin - Dez

5 Arbeitsblatt. 2 Denn für Gott ist nichts unmöglich Jeder Mensch kann ein Künstler sein. Pablo Picasso sagte: Nur während man arbeitet, bekommt man Besuch von der Muse. Nun gilt dies auch für die Gestaltung von eigenen Weihnachtskarten. Hier einige Beispiele: Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen Denn für Gott ist nichts unmöglich Lk 1,36-37 Verherrlicht ist Gott in der Höhe, ist Friede bei den Menschen seiner Gnade. Lk 2,14 und auf Erden Auftrag: Gestalte eine Weihnachtskarte oder einen digitalen Weihnachtsgruß mit einem Satz aus den Weihnachtsgeschichten des Lukas oder des Matthäus und einem Bild, das auch mit einer diesen Weihnachtserzählungen zu tun hat. Bilder: Maria Rhein-Diaz, 2014 Bistum Speyer - Bibelstellen für den RU: Sek I - Dr. Rosa M. Lopez-Diaz - Fortbildungsleiterin - Dez

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