- ANSICHTSEXEMPLAR - - Dieser Jahresabschluss ist ausschließlich in Papierform maßgeblich - Elbe-Werkstätten GmbH Hamburg

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1 Elbe-Werkstätten GmbH Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 und Konzernlagebericht - ANSICHTSEXEMPLAR - Ausfertigung 11 von 11 - Dieser Jahresabschluss ist ausschließlich in Papierform maßgeblich -

2 I Anlagen 1 KONZERNLAGEBERICHT UND KONZERNABSCHLUSS 1.1 Konzernlagebericht 1.2 Konzernbilanz zum 31. Dezember Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr Konzernanhang zum 31. Dezember 2013 ALLGEMEINE AUFTRAGSBEDINGUNGEN FÜR WIRTSCHAFTSPRÜFER UND WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFTEN VOM 1. JANUAR 2002 Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.

3 1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS Wir haben den von der Elbe-Werkstätten GmbH,, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

4 2 Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Bremen, 4. Juli 2014 Hammer & Brahms GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Hammer (Wirtschaftsprüfer) Brahms (Wirtschaftsprüfer) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder Konzernlageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf 328 HGB hin.

5 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 1 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell Die Elbe-Werkstätten GmbH bildet mit der PIER Service & Consulting GmbH und der PIER Tempo Zeitarbeit GmbH einen Konzern. Aufgabe des Unternehmens ist es insbesondere, körperlich, geistig und seelisch behinderte Menschen, die den Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht, noch nicht oder noch nicht wieder gewachsen sind, auszubilden oder zu beschäftigen. Das Unternehmen hat für eine Weiterentwicklung der Menschen mit Behinderung in persönlicher und leistungsmäßiger Hinsicht zu sorgen und den Menschen mit Behinderung Chancen für eine Eingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu eröffnen. Das Unternehmen betreibt eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen gemäß 136 i. V. m. 142 SGB IX. Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI), die Bundesagentur für Arbeit, Rentenversicherungen und Krankenkassen sind die Hauptkostenträger für das Kerngeschäft der Rehabilitation und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Weitere Unternehmenszwecke der Elbe-Werkstätten GmbH sind die Beschaffung von notwendigen Finanzmitteln für die Konzerntöchter sowie die strategische Steuerung des Konzerns. Die nunmehr einzige unmittelbare Konzerntochter ist die PIER Service & Consulting GmbH. Letztere erbringt für die Konzerngesellschaften die Service- und Dienstleistungen in den Bereichen IT-Services, Personaldienstleistungen, Controlling sowie Finanz- und Rechnungswesen. Die PIER Service & Consulting GmbH hat wiederum als Tochter die PIER Tempo Zeitarbeit GmbH gegründet, die Aushilfskräfte als Zeitarbeitskräfte beschäftigt und den anderen Konzerngesellschaften gegen Entgelt überlässt. b) Ziele und Strategien Unter dem Motto Mensch Elbe! Aus Ihr wird Wir wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren ein Leitbild für das aus der Verschmelzung der drei stadtnahen Werkstätten hervorgegangene Unternehmen mit dem Ziel entwickelt, die drei Unternehmenskulturen zusammenzuführen. Ein Höchstmaß an Beteiligung aller relevanten Gruppen im Unternehmen wurde sichergestellt. Auf einer gemeinsamen Sitzung von Lenkungsgruppe, Führungskräften, Betriebsrat und Werkstattrat wurde das Leitbild am 3. April 2013 abschließend beraten und auf der Betriebsversammlung am 16. April 2013 vorgestellt. Das Leitbild hat Gültigkeit sowohl für die Elbe-Werkstätten GmbH als auch für die PIER Service & Consulting GmbH, deren Arbeitnehmer bei der Entwicklung mitgewirkt haben und sich der Elbe-Werkstätten GmbH stark verbunden fühlen. Mit dem Leitbild hat sich das Unternehmen auch eine Vision gegeben. Darüber hinaus wurde entschieden, das Logo der alten Elbe-Werkstätten GmbH beizubehalten und diesem den Claim Mit Menschen erfolgreich zuzuordnen. Dieser Claim bringt gleichzeitig die Mission des Unternehmens zum Ausdruck. Zur Verankerung des Leitbildes sind messbare und überprüfbare Ziele für die einzelnen Leitsätze entwickelt worden und im Jahr 2014 soll eine Mitarbeiterbefragung dazu durchgeführt werden. In der alljährlichen Strategietagung haben die Führungskräfte des Konzerns unter dem Eindruck der Aussagen des Koalitionsvertrages zur Eingliederungshilfe und zur Einführung ei-

6 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 2 nes Bundesteilhabegeldes die bestehende Strategie, die mit dem Wirtschaftsplan 2014 verabschiedet wurde, durch eine Reihe von Vorhaben und Projekten konkretisiert: 1. Es soll der Frage nachgegangen werden, mit welchen Erwartungen und Bedürfnissen Menschen mit Behinderung heute und zukünftig eine Teilhabe am Arbeitsleben anstreben. Gerade vor dem Hintergrund eines zu erwartenden Wettbewerbs soll hier präziser erfasst werden, wie die Angebote ausgestaltet sein müssen, um eine nachfragegerechte Werkstattleistung erbringen zu können. Hierzu soll eine Befragung der Beschäftigten durchgeführt werden. 2. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist mit zunehmenden Herausforderungen in der Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften zu rechnen. Im Rahmen der Umsetzung des im vergangenen Jahr verabschiedeten Personalentwicklungskonzeptes soll diesem Aspekt und damit der Attraktivität der Elbe-Werkstätten als Arbeitgeber entsprechender Stellenwert beigemessen werden. 3. Angesichts der Zunahme des Anteils der ausgelagerten Arbeitsplätze um fünf Prozentpunkte müssen die auf den internen Arbeitsplätzen verbleibenden und oftmals nicht so leistungsstarken Beschäftigten befähigt werden, einer möglichst breiten Vielfalt an Arbeitsmöglichkeiten entsprechen zu können. In der Vergangenheit wurde hier bereits eine Reihe von Qualifizierungsmaßnahmen entwickelt, die wiederbelebt und an die zukünftigen Anforderungen angepasst werden können. In diesem Zusammenhang sollen anspruchsvollere interne Arbeitsplätze auch für einen schwächer werdenden Personenkreis durch Automatisierung und den vermehrten Einsatz des Vorrichtungsbaus angeboten werden. 4. In einem Modellvorhaben soll eine neue Form der Kooperation, die über die von Außenarbeitsgruppen oder Einzelarbeitsplätzen hinausgeht, mit einem Wirtschaftsunternehmen vereinbart werden. So könnte eine Art «Brückenkopf-Abteilung» in einem Unternehmen implementiert werden, in der qualifiziert wird (Berufsbildungsbereich) und aus der heraus Arbeitsplätze beim Kooperationspartner flexibel auf Nachfrage hin (Work on Demand) besetzt werden können. Die Kernstrategie des Konzerns verfolgt weiterhin, dass 75 Beschäftigte in den allgemeinen Arbeitsmarkt im Rahmen des Modellprojektes er Budget für Arbeit bis Ende 2014 übergeleitet sind und der Anteil an ausgelagerten Werkstattplätzen auf 30 % im Arbeitsbereich bis 2020 ausgebaut wird. Aktuell sind 28 Beschäftigte aus dem Arbeitsbereich der Elbe-Werkstätten in das er Budget gewechselt. Weitere 23 Vermittlungen in das er Budget erfolgten durch die er Arbeitsassistenz. Ein Teil der Vermittlungen erfolgte aus einem Integrationspraktikum heraus, das sich oftmals an eine Berufsbildung auf einem der Kooperationsplätze, die die Elbe Werk-stätten mit der er Arbeitsassistenz unterhält, anschließt. Der Anteil der ausgelagerten Arbeitsplätze lag am Ende des Geschäftsjahres bereits bei 24,7 %. Im Geschäftsjahr 2011 wurden der Fahrdienst, der Einkauf und das Facility Management zentralisiert und gemeinsam mit der PSC unter eine fachliche Leitung gestellt. Die Zentralisierung der drei genannten Servicebereiche soll zum einen zu besseren Einkaufskonditionen führen und zum anderen die Prozesskosten durch standardisierte und einheitliche Verfahren im Konzern reduzieren. Für den Bereich Finanzen und Service ist der Abschluss folgender Projekte in den nächsten zwölf Monaten von strategischer Bedeutung:

7 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 3 Ausweitung des Produktionsplanungssystems in Elbe Nord zur IT-Unterstützung der Holzserienfertigung Implementierung der Dokumentenmanagementlösung D3 zur elektronischen Ablage aller Eingangs- und Ausgangsbelege Akquisition von Hosting-Kunden für das Rechenzentrum Realisierung der baulichen Modernisierungsmaßnahmen an den Standorten Meiendorfer Mühlenweg (Großküche), Südring (Brandschutz) und Behringstraße (räumliche Neuordnung und Brandschutz) sowie die bauliche Vorbereitung der geplanten Umzüge aufgrund der Aufgabe der Standorte an der Königsreihe und an der Hochallee Umstellung des Zahlungsverkehrs auf SEPA (Single Euro Payments Area) zum 1. Februar 2014 Schaffung von 20 inklusiven Arbeitsplätzen im Gesamtbereich Finanzen und Services für Werkstattbeschäftigte. Davon sollen bis 2015 in Zusammenarbeit mit dem Rehabilitationsbereich der Werkstätten sieben Beschäftigte in das er Budget für Arbeit übernommen werden. Zum Jahresschluss 2013 waren fünfzehn inklusive Arbeitsplätze geschaffen worden, davon sind drei Beschäftigte in das er Budget für Arbeit übergeleitet worden. Mit diesen Qualitätszielen sichert der Konzern seine Wettbewerbsfähigkeit auch nach Aufhebung des Werkstattmonopols im Rahmen der Reform der Eingliederungshilfe. Beschäftigte und Teilnehmer sind für den Erfolg des Konzerns von zentraler Bedeutung. Umso wichtiger ist es, Organisationsstrukturen und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die eine größtmögliche Entfaltung des Einzelnen und eine hohe Arbeitszufriedenheit ermöglichen. Selbstorganisation und Verantwortungsübernahme einerseits, Wertschätzung und Teilhabe an Entscheidungsprozessen andererseits sind hierfür unabdingbare Voraussetzungen. Personal- und Teamentwicklung sind auf diese Zielsetzung auszurichten. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist mit zunehmenden Herausforderungen in der Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften zu rechnen. Im Rahmen der Umsetzung des im vergangenen Jahr verabschiedeten Personalentwicklungskonzeptes soll diesem Aspekt und damit der Attraktivität der Elbe-Werkstätten als Arbeitgeber entsprechender Stellenwert beigemessen werden. Hierzu soll auch die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements beitragen. c) Steuerungssystem Die Elbe-Werkstätten GmbH ist Konzernmutter und Organträger der umsatzsteuerlichen Organschaft, die sich aus den Konzerngesellschaften zusammensetzt. Im Gegensatz zu der PIER Service & Consulting GmbH und deren Tochter, der PIER Tempo Zeitarbeit GmbH, ist die Elbe-Werkstätten GmbH als gemeinnützig steuerlich anerkannt. Der Aufsichtsrat der Elbe-Werkstätten GmbH nimmt die Aufsichtsfunktionen für die Konzerngesellschaften wahr. Für Finanz- und Organisationsfragen hat er einen Ausschuss gebildet. Personalfragen werden in dem hierfür gesondert eingerichteten Personalausschuss erörtert. Die Arbeitnehmervertreter sind nach dem Drittbeteiligungsgesetz im Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen vertreten.

8 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 4 2. Entwicklung Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im Jahresdurchschnitt 2013 um 0,4 % zugenommen. Nach einer witterungsbedingten Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/13 ist die deutsche Wirtschaft auf einen stabilen Erholungskurs eingeschwenkt. Für das Jahr 2014 geht die Bundesregierung von einer jahresdurchschnittlichen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 % aus. Die solide konjunkturelle Grunddynamik zeigt sich in einer breit angelegten und stetigen Aufwärtsbewegung, die insbesondere durch binnenwirtschaftliche Kräfte getragen wird. Eine zentrale Rolle für die binnenwirtschaftliche Dynamik spielt die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes, der auf einen weiteren Beschäftigungsrekord zusteuert. Angesichts der günstigen Rahmenbedingungen weiten die privaten Haushalte ihre Ausgaben für Konsum und Wohnungsbau spürbar aus. Sofern im internationalen Umfeld keine gravierenden Störungen auftreten, werden auch die deutschen Exporte wieder anziehen. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass Verbraucher und Unternehmen auf eine positive Konjunkturentwicklung vertrauen. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums. Das er Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) prognostiziert für ein im Bundesvergleich überdurchschnittliches Wachstum von 1,7%, nachdem bereits in 2013 das er BIP mit 0,8% doppelt so stark angestiegen ist wie der Bundesdurchschnitt. In den Jahren 2010 und 2011 hatte es einen starken Arbeitsmarktaufschwung gegeben, als die deutsche Wirtschaft die Rezession der globalen Finanzkrise zügig hinter sich ließ. Danach setzten sich die steilen Trends allerdings nicht fort. Die Erwerbstätigkeit konnte zwar weiter zulegen, aber mit gedrosselter Geschwindigkeit. Die Arbeitslosigkeit ist im Verlauf der letzten beiden Jahre sogar leicht gestiegen. Dennoch befindet sich der deutsche Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung. So zeigte er sich auch während der zurückliegenden konjunkturellen Flaute robust. Nachdem die Zahl der Arbeitslosen in 2013 um Personen angestiegen war, prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für 2014 eine Abnahme der Arbeitslosigkeit um auf 2,88 Mio. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,7% nach 6,9% im Vorjahr. Besser als die Arbeitslosigkeit wird sich abermals die Erwerbstätigkeit entwickeln. Die Zahl der Erwerbstätigen wird nach der Prognose des IAB um auf 42,13 Mio. Personen zunehmen und damit gegenüber 2013 mit einem Zuwachs von Personen wieder leicht an Dynamik gewinnen. Im Bereich der Grundsicherung wird ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen von nur knapp Personen nach Personen im Vorjahr erwartet. Dennoch werden mit 1,97 Mio. Menschen im Rechtskreis SGB II so wenige wie noch nie seit der Einführung des Gesetzes im Jahre 2005 arbeitslos sein. Der Anteil der in der Grundsicherung registrierten an allen Arbeitslosen wächst aber um einen Prozentpunkt auf 68,2 %. Im Juni 2013 waren ca schwerbehinderte Menschen in Deutschland arbeitslos. Dieser Wert ist seit 2007 relativ stabil. Die Zahl der Arbeitslosen insgesamt ist im gleichen Zeitraum von 3,8 auf 2,9 Mio. gefallen, also um ca. 25 %. Die Arbeitslosenquote allgemein beträgt ca. 7 %, die der schwerbehinderten Menschen ca. 15 % und ist damit mehr als doppelt so hoch. Strukturelle Probleme werden bei einem deutlich niedrigeren Niveau der Arbeitslosigkeit wieder klarer sichtbar. Dazu gehört beispielsweise, dass Arbeitslose mit ihrer Qualifikation oft

9 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 5 nicht zu den Bedarfen am Arbeitsmarkt passen. Probleme des sogenannten Mismatch zwischen den Marktseiten spielen also noch immer eine bedeutende Rolle. Wieder steigende Arbeitskosten verringern zudem die positiven Arbeitsnachfrageeffekte der langjährigen moderaten Lohnentwicklung. Menschen mit Behinderung profitieren nicht in dem Maße von der Zunahme der Erwerbstätigkeit wie Nichtbehinderte. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Risiko des Arbeitsplatzverlustes aufgrund des besonderen Kündigungsschutzes etwas geringer als im Durchschnitt. Einmal im Status der Arbeitslosigkeit angelangt, sind die Wiedereinstiegschancen in den Arbeitsmarkt jedoch deutlich erschwert. Die Dauer der Arbeitslosigkeit ist, insbesondere für ältere behinderte Menschen, signifikant stark erhöht. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im abgelaufenen Jahr um 1,5 %, jedoch um 0,5 %- Punkte geringer als im Vorjahr. Wesentlicher Preistreiber waren die Preise für Nahrungsmittel mit einem Zuwachs von 4,4 %. Die Energiepreise hingegen verteuerten sich 2013 lediglich um 1,4 % gegenüber In den Vorjahren 2010 bis 2012 waren deutlich höhere Preissteigerungen zu verzeichnen. Der Einfluss der Energie auf die Gesamtteuerung hat sich somit abgeschwächt. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lag die Jahresteuerungsrate 2013 bei 1,6 %. Die Preisentwicklung der einzelnen Energieprodukte fiel 2013 unterschiedlich aus: So standen dem Preisanstieg bei Strom mit + 11,9 %, vor allem infolge der Erhöhung der EEG-Umlage, fallende Preise für leichtes Heizöl mit - 6,0 % und Kraftstoffe mit - 3,4 % gegenüber. Der moderate Zuwachs des Verbraucher-preisniveaus wird sich auch in 2014 fortsetzen. Die Bundesregierung rechnet mit einem Anstieg der Verbraucherpreise von 1,5 %. Der EZB-Rat hat den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte im Berichtsjahr zweimal um jeweils 25 Basispunkte auf nunmehr 0,25% abgesenkt. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat seit Ende des letzten Jahres mit einer allmählichen Absenkung ihrer Ankäufe von Staatsanleihen und verbrieften Immobilienkrediten den geldpolitischen Expansionsgrad etwas verringert. Sollten die amerikanischen Kapitalmarktzinsen infolge dieser zunehmenden Geldmengenreduzierung reagieren, wird dies auch auf das Niedrigzinsniveau im Euroraum Auswirkungen haben. In den 726 anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in Deutschland mit rund Standorten erfolgt Qualifizierung, Rehabilitation und Beschäftigung von ca. 320 Tsd. Menschen mit Behinderung, die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Im Zeitraum von 2003 bis 2012 sind bundesweit die Werkstattplätze um 24,0 % gestiegen. verzeichnet hier mit 48,9 % den höchsten Zuwachs im Ländervergleich. Dennoch ist die Werkstattplatzdichte in mit 3,17 Plätzen auf Einwohner nach wie vor deutlich unter dem Bundesdurchschnitt in Höhe von 5,3 Plätzen. Seit 2005 flachen die Zuwachsraten in den Ländern merklich ab. Die aktuelle consens-studie erwartete auf Grund der demographischen Entwicklung eine weitere Zunahme der Abgänge aus den Werkstätten. In Zukunft ist somit ein Rückgang der Leistungsberechtigten nicht auszuschließen, sofern andere zugangsrelevante Faktoren sich nicht maßgeblich verändern. Insbesondere der Anstieg des Personenkreises mit psychischer Behinderung um 1,8%-Punkte auf 19,3% in 2012 ist ein Indiz für weitere nicht prognostizierbare Werkstattzugänge. Im Allgemeinen und im Besonderen in soll der Anstieg der Zahl der Werkstattbeschäftigten abgebremst werden. Die eingeleiteten Maßnahmen haben in erste Wir-

10 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 6 kung gezeigt. Die Zuwachsraten der Beschäftigten sind deutlich gesunken und im Berufsbildungsbereich sind rückläufige Zugangszahlen zu verzeichnen. Im Vertrag der Großen Koalition wird bekräftigt, dass die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen für mehr Inklusion einen sicheren gesetzlichen Rahmen brauchen. Dazu soll ein Bundesleistungsgesetz für Menschen mit Behinderung eingeführt und die Einführung eines Bundesteilhabegeldes geprüft werden. Damit sollen die Menschen, die auf Grund einer wesentlichen Behinderung nur eingeschränkte Möglichkeiten der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft haben, aus dem bisherigen Fürsorgesystem herausgeführt und die Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht weiterentwickelt werden. Die Leistungen sollen sich am persönlichen Bedarf orientieren und entsprechend eines bundeseinheitlichen Verfahrens personenbezogen ermittelt werden. Leistungen sollen nicht länger institutionenzentriert, sondern personenzentriert bereitgestellt werden. Darüber hinaus werden sich auf Grundlage der Beschlüsse der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) zur «Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen» weitere wesentliche Änderungen im SGB IX ergeben. Damit soll auch ein Beitrag zur Realisierung der UN-Behindertenrechtskonvention, die insbesondere eine stärkere soziale Inklusion von Menschen mit Behinderung fordert, geleistet werden. Eine zentrale Veränderung im SGB IX wird die Öffnung für andere Anbieter, modulare oder ganzheitliche Werkstattleistungen zu erbringen. Dies wird die Wettbewerbsintensität auf dem Rehabilitationsmarkt erhöhen. Die Möglichkeiten zur Wirkungskontrolle der Werkstattangebote wird der Gesetzgeber darüber hinaus weiter ausbauen. Die Werkstätten für behinderte Menschen werden ihre Angebote weiterentwickeln müssen, um ihre Attraktivität am Rehabilitationsmarkt zu erhalten und auszubauen. Dabei wird es im Wesentlichen darum gehen, mehr Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen bzw. Qualifizierungs-, Beschäftigungs- und Arbeitsangebote zu schaffen, die sich in ihrer Ausgestaltung unter Berücksichtigung der Mitwirkungsrechte der Betroffenen näher am ersten Arbeitsmarkt ausrichten. Hierzu werden sich die Werkstätten auch stärker mit anderen Angebotsträgern wie den Integrationsfachdiensten vernetzen müssen. Dennoch wird die Heterogenität der Menschen mit Behinderung auch in Zukunft ein breites Spektrum von personenzentrierten Bildungs-, Arbeits- und Beschäftigungsangeboten erfordern, das von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen bis hin zu tagesstrukturierenden Beschäftigungen reicht. 3. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns 3.1. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen Der Konzern weist im Geschäftsjahr 2013 einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR aus. Das Konzernergebnis setzt sich wie folgt zusammen: TEUR Jahresfehlbetrag Gewinn- / Verlustvortrag Einstellungen in Gewinnrücklagen -243 Ertrag aus der Auflösung von Rücklagen 280 Konzernbilanzverlust - 236

11 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 7 Die Elbe-Werkstätten GmbH schließt das Geschäftsjahr 2013 mit einem Verlust von TEUR ab und liegt damit TEUR 898 unter Vorjahr. Der Jahresabschluss ist durch verschiedene Sonderfaktoren beeinflusst worden. Aus dem Verzicht des Neubaus Klotzenmoorstieg resultieren zusätzliche, nun nicht mehr aktivierbare Aufwendungen (Abrisskosten, Planungskosten) in Höhe von TEUR 682. Weiterhin führt der Verlust eines Kunden und u.a. der daraus resultierende Leerstand der Liegenschaft Hafenbezirk zur Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 307. An den Standorten Nymphenweg und Friesenweg entstanden für Modernisierungsmaßnahmen u.a. Planungskosten aus Architektenleistungen. Im Rahmen des im Geschäftsjahr entwickelten Standortkonzeptes fiel die Entscheidung gegen die weitere Umsetzung der Maßnahmen, sodass für die bereits aufgewandten Planungskosten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 242 anfallen. Gegenläufig wirkt sich die außerplanmäßige Auflösung des Sonderpostens für die geplante Baumaßnahme Klotzenmoorstieg in Höhe von TEUR 216 aus. Durch weitere standortinduzierte Sachverhalte wie Aufgabe des Standortes im -Haus entstehen Aufwendungen in Höhe von TEUR 100. Ohne diese Sondereffekte verzeichnet die Gesellschaft einen Verlust in Höhe von TEUR 226. Das nicht zufriedenstellende Jahresergebnis 2013 resultiert wie im Vorjahr vor allem aus der Umsatzschwäche im Nettoerlösbereich und der unterplanmäßigen Belegung im Berufsbildungsbereich. Besonders hohe Verluste verzeichnen die Betriebsstättenverbünde Elbe Nord und Elbe ReTörn. Aus der Perspektive der Geschäftsfelder sind von den Verlusten insbesondere das Geschäftsfeld Holz, Metall und Textil sowie das Geschäftsfeld Papier und Digitalisierung betroffen. Die Belegungszahlen und Kostensatzerlöse im Arbeitsbereich sind im Vergleich zum Vorjahr weiterhin leicht angestiegen. Im Berufsbildungsbereich wirken sich die rückläufigen und unter Plan liegenden Zuweisungen belegungs- und umsatzmindernd aus. Die Umsätze im Nettoerlösbereich haben die Erwartungen deutlich verfehlt. Lediglich die Geschäftsfelder Gartenbau und Dienstleistungen sowie Gastronomie und CAP-Markt konnten ihre Umsatzziele erreichen. Hingegen mussten die Geschäftsfelder Holz, Metall und Textil sowie Papier und Digitalisierung einen deutlichen Umsatzeinbruch hinnehmen. Darüber hinaus wirkten die Tarifsteigerungen und die allgemeinen Teuerungsraten der vergangenen Jahre bei gleichzeitig nahezu konstanten, respektive fallenden Kostensätzen im Arbeitsbereich, ergebnismindernd. Die im Rahmen der Umstrukturierung des Konzerns eingeleiteten Ergebnisverbesserungsund Kosteneinsparungsmaßnahmen konnten diese Effekte nicht ausgleichen. Mit der BASFI wurde eine Budgetvereinbarung mit moderaten Kostensatzabsenkungen von durchschnittlich 0,4 % für die Jahre 2010 bis 2013 abgeschlossen. Bei der Entwicklung der Anzahl der Beschäftigten wurde ein moderates Wachstum von Ganztagsplätzen im ersten Vertragsjahr auf Ganztagsplätze in 2013 unterstellt. Die kostenmäßigen Risiken, die sich aus einer abweichenden Belegungsentwicklung ergeben, wurden durch ein Korridormodell auf die Vertragspartner gleichmäßig verteilt. Der Korridor war im Jahr 2010 auf +/- 10 Beschäftigte begrenzt. In den Folgejahren wurde er auf 20 bzw. 30 Beschäftigte ausgeweitet. Liegt die Beschäftigtenzahl innerhalb des Korridors, kommt es zu keiner Nachforderung oder Rückerstattung. Bei zusätzlichen Beschäftigten oberhalb bzw. unterhalb des Korridors wurden am Jahresende Nachzahlungen oder Rückerstattungen zum annähernd halben Kostensatz abgerechnet. Die Anzahl der Beschäftigten, die den Elbe-Werkstätten von der BASFI zugeteilt worden sind, unterschreitet im Geschäftsjahr 2013 mit durchschnittlich Beschäftigten geringfügig das vereinbarte Kontingent in Höhe von Beschäftigten.

12 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 8 Des Weiteren wurden Fachgespräche zur Personenzentrierung, Modularisierung, Sozialraumorientierung und Fallzahlabsenkung mit der BASFI verabredet und durchgeführt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Fallzahlentwicklung wurde einvernehmlich festgestellt, dass sich die Rahmenvereinbarung zur Leistungserbringung gemäß 54 SGB XII in Verbindung mit. 41 SGB IX im Wesentlichen bewährt hat. Vor diesem Hintergrund wurde eine Anschlussrahmenvereinbarung zur Kostensatz- und Belegungsentwicklung für den Zeitraum 2014 bis 2016 mit einer jährlichen Kostensatzsteigerung in Höhe von 1,5 % abgeschlossen. Im Hinblick auf die Belegung ist für 2014 und 2015 ein Kontingent von Beschäftigten inklusive Werkstattbudget und Kooperationspartner vereinbart. Im Jahr 2016 sinkt das Kontingent um 20 Beschäftigte auf ab. Ein Korridormodell wird es zukünftig nicht mehr geben. Sollte die Belegung sich deutlich anders entwickeln als festgeschrieben, sind Nachverhandlungen vereinbart. Die Bereitstellung individueller Beschäftigungsangebote im Unternehmen, die Schaffung ausgelagerter Arbeits- und Qualifizierungsplätze sowie eine aktive und engagierte Beteiligung im Rahmen des er Budgets für Arbeit stellen aus Sicht der Elbe-Werkstätten und der BASFI die qualitative Weiterentwicklung der Rehabilitation von Beschäftigen und Teilnehmern sicher. Dabei sollen die erwartete Belegung des Arbeitsbereiches sowie die daraus resultierenden Kosten nicht überschritten werden. Die Einhaltung der vereinbarten Beschäftigtenzahlen bzw. deren Unterschreitung ist u.a. durch gezielte Maßnahmen auf den folgenden Handlungsfeldern sicherzustellen: Optimierung der Berufswegeplanung für Menschen mit Behinderungen und Anpassung an aktuelle sozialpolitische Vorgaben. Erhöhung der Anzahl von Außenarbeitsplätzen sowie die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, um Außenarbeitsplätze gezielt in betriebliche Arbeitsverhältnisse zu überführen. Erhöhung der Anzahl der Übergänge auf den Allgemeinen Arbeitsmarkt im Sinne von 41, Abs. 2, Nr. 3 SGB IX, u.a. mit dem er Budget für Arbeit. Schaffung altersgerechter Alternativangebote im Rahmen der Teilhabepauschale für ältere Beschäftigte nach deren Ausscheiden aus dem Arbeitsbereich. Das Modellprojekt «er Budget für Arbeit» ist erfolgreich im Berichtsjahr angelaufen und leistet einen nicht unerheblichen Beitrag zur Verbesserung des Übergangs auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig konnte die Vernetzung mit den Integrationsfachdiensten ausgebaut werden. Das Unternehmenskonzept ist mit dem zuständigen Fachamt der BASFI abgestimmt und ist Grundlage für die Weiterentwicklung der bestehenden Angebote zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen von Werkstattbeschäftigten. Die Elbe-Werkstätten verstehen sich danach als Wegbegleiter der beruflichen Inklusion im Sinne der Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention. Mit der Eingliederungshilfereform und der Umsetzung der Rahmenvereinbarung wird nach Einschätzung des Fachamtes und der Geschäftsführung die Zahl der Beschäftigten bis 2025 um 12 % sinken und die Zahl der internen Arbeitsplätze um 17 %. Fünf Prozentpunkte des Rückgangs sind auf das er Budget für Arbeit zurückzuführen. Insbesondere der erwartete Rückgang der internen Arbeitsplätze bleibt nicht ohne Einfluss auf die Standortpolitik des Unternehmens. Mit der Bundesagentur für Arbeit wurde für 2014 eine Preissteigerung in Höhe von 2,1 % vereinbart. Mit der Kostensatzerhöhung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 2,7 % ergibt sich ein Durchschnittwert von 2,4 % für die letzten zwei Jahre. Diese Erhöhung entspricht in etwa den erwarteten Tarif- und Preissteigerungen für Die Vertreter der Bun-

13 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 9 desagentur haben die Arbeitsleistung und die strategische Ausrichtung der Elbe-Werkstätten GmbH im Rahmen der Verhandlung ausdrücklich gewürdigt. Im Berufsbildungsbereich wird langfristig eine konstante Belegung von 410 Teilnehmern unterstellt, nachdem die Belegung von 2009 bis 2013 um 25 % gesunken ist. Infolge der SGB- II-Reform und der damit verbundenen Einführung der Job Center verzeichneten die Werkstätten im Zeitraum 2008 bis 2012 bundesweit überdurchschnittliche Zugänge im Berufsbildungsbereich. Nach Auskunft der Arbeitsagentur hatten die Job Center alle Klienten in diesem Zeitraum systematisch auf ihre Werkstattfähigkeit mit dem Ergebnis steigender Zuweisungszahlen geprüft. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen und die Belegungszahlen werden sich zukünftig konstant entwickeln. Die nicht zufriedenstellende Umsatzentwicklung im Nettoerlösbereich, die nach wie vor unter der Tarifentwicklung liegende Kostensatzanhebung im Arbeitsbereich und die mögliche Zunahme des Wettbewerbs in der Rehabilitation erfordern einerseits eine Steigerung der Kosteneffizienz und andererseits eine Optimierung der Vertriebsleistung. Die von der PIER Service & Consulting GmbH an die Konzerngesellschaften weiterbelasteten Leistungen fielen gegenüber dem Wirtschaftsplan um TEUR 191 und gegenüber dem Vorjahr um TEUR 167 geringer aus. Die Planunterschreitung begründet sich im Wesentlichen auf nicht ausgeschöpften Fortbildungskosten (TEUR 80), Honoraren (TEUR 77) sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 18). Gegenüber dem Vorjahr haben sich im Sachaufwand die Fremdleistungen für die Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics NAV 5.0 deutlich reduziert (TEUR 112). Insgesamt erzielte die PSC im Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von TEUR 1. Die PIER Tempo Zeitarbeit GmbH trug in 2013 einen Jahresüberschuss von TEUR 1 zum Konzernergebnis bei Erläuterung der Geschäftsprozesse, Beschaffungsbereich, Investitionen Auf Grund der mittelfristigen rückläufigen Entwicklung der internen Beschäftigtenplätze, der bereits bestehenden Flächenüberhänge in einigen Betrieben und der Optimierungspotentiale des Flächennutzungsgrades in einigen Gewerken wird bis zum Jahr 2025 ein Flächenbedarfsrückgang von ca m² erwartet. In diesem Zusammenhang sind im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits einige Standortentscheidungen getroffen bzw. umgesetzt worden. So wurde auf den Neubau am Klotzenmoorstieg verzichtet. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit zog die Tischlerei in der Angerburger Straße mit ihren drei Gruppen an den Meiendorfer Mühlenweg um. Dabei kam es zu keiner Flächenausweitung der Tischlerei am Meiendorfer Mühlenweg. Der Standort an der Königsreihe wird auf Veranlassung des Vermieters zum 30. Juni 2014 aufgegeben. Ein entsprechender Aufhebungsvertrag wurde bereits vereinbart. Der Standort an der Hochallee soll zum Ende des Geschäftsjahres 2014 aufgegeben werden. Die an den Standorten in der Königsreihe und Hochallee befindlichen Arbeits- und Berufsbildungsgruppen werden in die Betriebe an der Angerburger Straße und an der Behringstraße umziehen. Darüber hinaus wurden zum 31. Dezember 2013 die Mietverträge für das Försterhaus in Hausbruch gekündigt. Die hier befindliche Gruppe zieht in ein von den Elbe- Werkstätten bereits angemietetes Nachbargebäude um. Das Café im -Haus in Eimsbüttel wurde Ende Februar 2014 an das Bezirksamt zurückgegeben. Durch diese Maßnahmen können Raumkosten in Höhe von jährlich TEUR 278 eingespart werden.

14 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 10 Im Mai 2013 wurden die Arbeiten zur Modernisierung des Brandschutzes am Standort Südring aufgenommen und sollen im August 2014 abgeschlossen sein. Der Kostenrahmen in Höhe von TEUR Mio. wird aus aktueller Sicht eingehalten werden. Ferner wurde der Pavillon am Südring für TEUR 35 renoviert. Die Fahrstühle am Standort Klotzenmoorstieg wurden erneuert und eine notwendige Drainage errichtet. Die Gesamtaufwendungen für beide Maßnahmen betrugen TEUR 194. Am Standort am Meiendorfer Mühlenweg wurden die Heizungskesselanlage, die Spritzlackieranlage der Tischlerei und der Tresen in der Cafeteria erneuert. Das Unternehmen hat hierfür TEUR 291 aufgewandt. Die Winterhuder Werkstätten GmbH, und mithin die Elbe-Werkstätten GmbH als deren Rechtsnachfolgerin, sind gemäß Ausgliederungsvertrag verpflichtet, das Grundstück an der Richardstraße im Rahmen des städtebaulichen Vorhabens Wohnen auf der Finkenau zu veräußern. Die Erlöse aus der Veräußerung verbleiben beim Unternehmen und sollen zur Gebäudemodernisierung verwendet werden. Das Immobilienmanagement der Freien und Hansestadt (FHH), das zur Vermarktung des Grundstücks beauftragt wurde, hat zwischenzeitlich im Rahmen einer Ausschreibung zwei Investoren den Zuschlag erteilt. Die Kaufverträge des nunmehr geteilten Grundstückes sollen am 5. Juni 2014 notariell beurkundet werden. Der Verkaufserlös beträgt TEUR Hierauf hat die Elbe-Werkstätten GmbH bereits eine Vorauszahlung in Hohe von TEUR 950 in 2011 erhalten. Ferner müssen aus dem Verkaufserlös die Planungs-, Abriss- und Vermarktungskosten in Höhe von ca. TEUR 411 noch ausgeglichen werden. Die Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics NAV 5.0 wurde im Geschäftsjahr um das auf der ICF-Klassifizierung basierende IT-Werkzeug Elbe Lot zur Dokumentation, Steuerung und Überwachung der Reha-Prozesse erfolgreich erweitert (ICF: International Classification of Functioning, Disability and Health; dt.: Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit). Die erforderlichen Schulungen des Personals werden bis Ende des ersten Quartals 2014 abgeschlossen sein. Das Controllingwerkzeug CUBUS wurde im Geschäftsjahr zur Erstellung der Wirtschaftsplanung im Konzern implementiert und ermöglicht eine dezentrale Planung durch die Geschäftsfeld- bzw. Betriebsleitungen. Der Planende kann mit diesem Werkzeug die Ergebnisse, einschließlich der Ermittlung der Umlagen, sofort nach Eingabe der Planungsdaten abrufen und somit seine Planung auf ihre hinreichende Wirtschaftlichkeit überprüfen. Das Monats- und Quartalsberichtswesen sowohl auf Betriebs- als auch auf Geschäftsfeldebene wurde zum Jahreswechsel umgestellt. Im Konzern wurde ein einheitliches Telekommunikationssystem auf Basis der VoIP- Technologie (VoIP: Voice over IP) implementiert. Mit der Einführung dieses Systems konnten die Kommunikationskosten deutlich gesenkt werden. Darüber hinaus bietet das System umfangreiche Möglichkeiten zur Weiterleitung von Gesprächen und erhöht damit die Erreichbarkeit des Unternehmens. Der Geschäftsbetrieb 53 nord Agentur und Verlag mit seiner Fachzeitschrift «Klarer Kurs», dem Buchverlag und dem Veranstaltungsmanagement ist aus dem Umfeld einer Einzelwerkstatt nur schwer wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Vor diesem Hintergrund war die Suche nach einem strategischen Partner erforderlich geworden. Mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs von 53 nord Agentur und Verlag zum 1. Januar 2014 durch die Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Hessen und Thüringen eg (GDW) ist nun

15 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 11 ein strategischer Partner mit einer hervorragenden Vernetzung in die Werkstattlandschaft gefunden worden, der auch die Unternehmerverantwortung übernommen hat Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Zur Modernisierung der Gebäude am Südring und am Klotzenmoorstieg wurde mit Beschluss der Drucksache 18/3419 «Haushaltsplan 2005/2006» ein Gesamtvolumen in Höhe von TEUR bereitgestellt. Davon standen zum Geschäftsjahresende noch Restmittel in Höhe von TEUR 140 zur Verfügung. Aus diesen Mitteln ist im Geschäftsjahr der Finanzbedarf für die Aufzugserneuerung und für den Bau einer Drainage am Klotzenmoorstieg gedeckt worden. Der Restbetrag soll für die Teilrealisierung des dritten Bauabschnitts am Klotzenmoorstieg verwandt werden. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat die Optimierung des Kesselbetriebs in 2013 am Meiendorfer Mühlenweg zu knapp 90 % mit TEUR 74 gefördert. Aus öffentlichen Mitteln der Ausgleichsabgabe und aus Mitteln zur Projektförderung erhält die Elbe-Werkstätten GmbH einen Zuschuss in Höhe von TEUR zum Ausbau des Brandschutzes am Südring. Für die in 2014 geplante Modernisierung der Großküche am Meiendorfer Mühlenweg beläuft sich die Kostenprognose auf TEUR Aus dem Sanierungsfonds der FHH werden hierfür Zuschüsse in Höhe von TEUR bereitgestellt. Geplanter Baubeginn ist Juni Personal- und Sozialbereich Am 28. März 2012 hatten sich die Tarifparteien im Öffentlichen Dienst auf eine Tarifvereinbarung rückwirkend zum 1. März 2012 mit einer Laufzeit von 24 Monaten geeinigt. Die Tabellenentgelte der tariflichen Angestellten erhöhten sich zum 1. März 2012 um 3,5 %, um weitere 1,4 % zum 1. Januar 2013 und nochmals um 1,4 % zum 1. August Hieraus ergibt sich eine Steigerung der Personalaufwendungen von 6,42 % pro Arbeitnehmer über die Gesamtlaufzeit. Für 2013 fielen damit zusätzliche Personalkosten inklusive Nachhofeffekt in Höhe von TEUR 606 an. Der im April 2014 vereinbarte Tarifabschluss sieht eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 3,0 % zum 1. März 2014, mindestens aber 90 monatlich, und um weitere 2,4 % zum 1. März 2015 vor. Die Laufzeit der Vereinbarung endet nach 24 Monaten Ende Februar Im Konzern erhalten 270 Arbeitnehmer auf Grund der Mindestanhebung der Entgelte um 90 eine Erhöhung von mehr als 3,0 %. Die Tariferhöhung wird vom Wirtschaftsplan nicht vollumfänglich abgedeckt. Vielmehr ergeben sich Zusatzkosten in Höhe von ca. TEUR 105. Die effiziente Steuerung der Personalressourcen innerhalb des Konzerns verantwortet die bereits in 2010 installierte Personalkommission. Die Personalmaßnahmen werden dort ausführlich auf Grundlage von wirtschaftlichen Kriterien beraten und danach der Geschäftsführung zur Entscheidung vorgelegt. In einem seit 2011 eingerichteten zentralen Personalausschuss werden sodann die einzelnen Entscheidungen mit dem Betriebsrat erörtert. Nach der erfolgreichen Erprobungsphase des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) konnte das endgültige Verfahren nun auf Grundlage einer Betriebsvereinbarung ein-

16 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 12 geführt werden. In der Folge wird ein ganzheitliches Konzept zum betrieblichen Gesundheitsmanagement realisiert werden. Ferner wurden Betriebsvereinbarungen für die regelmäßige Durchführung von Gesprächen zwischen Arbeitnehmern und Führungskräften sowie für die IT-technische Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen unterzeichnet. Ebenso wurde ein Konzept zur Personalentwicklung zwischen den Betriebsparteien abgestimmt, das in 2014 umgesetzt werden soll. In 2013 wurde auf Grundlage der neuen Wahlordnung ein neuer Gesamtwerkstattrat und sechs Werkstatträte für die Betriebsstättenverbünde auf vier Jahre gewählt. Die Werkstatträte haben jeweils zwei Mitglieder aus ihren Reihen in den zwölfköpfigen Gesamtwerkstattrat gewählt. Die Elbe-Werkstätten räumen hier den Werkstatträten größere Vertretungsorgane ein als dies die Werkstättenmitbestimmungsverordnung vorsieht, damit diese ihre Mitwirkungsrechte auf allen Organisationsebenen des Unternehmens besser wahrnehmen können. Vor dem Hintergrund der Verschmelzung der drei stadtnahen Werkstätten wurde in einem zweijährigen Projekt eine neue, unternehmensweit einheitliche Entgeltordnung zwischen Gesamtwerkstattrat und Geschäftsleitung vereinbart. Diese Entgeltordnung soll zu einer gerechteren Entlohnung innerhalb des Unternehmens führen und die unterschiedlichen Arbeitsanforderungen an den Arbeitsplätzen widerspiegeln. Dazu ist eine Arbeitsbewertung aller Arbeitsplätze geplant. Zum 1. Januar 2015 sollen die Entgelte der Beschäftigten auf die neue Regelung umgestellt worden sein. 4. Darstellung der Lage 4.1. Ertragslage Veränderung TEUR TEUR TEUR Umsatzerlöse Sonstige Erträge inkl. Bestandsveränderungen u. aktiv. Eigenleistungen Betriebsaufwendungen Betriebsergebnis Finanzergebnis Neutrales Ergebnis Ergebnis vor Steuern Steuern Konzernergebnis Der konsolidierte Konzernumsatz bestehend aus Kostensatz- und Fertigungserlösen ist im Geschäftsjahr 2013 um 0,8 % auf TEUR gestiegen. Diese positive Entwicklung ist auf die gestiegenen Kostensatzerlöse zurück zu führen. Die Fertigungserlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % gesunken.. Ein Rückgang der Bestände und weniger aktivierte Eigenleistungen sowie leicht gesunkene sonstige betrieblichen Erträge führten zu einer Minderung dieser Position. Die Betriebsaufwendungen sind um TEUR 533 gestiegen. Maßgeblich ist dies auf die Tariferhöhungen von jeweils 1,4% im Januar und August zurückzuführen, die zu einem Anstieg

17 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 13 der Personalkosten führten. Dagegen verminderten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,8 %. Das Betriebsergebnis steigt um TEUR 30 auf TEUR 470. Dagegen steht ein negatives Finanz- und Neutrales Ergebnis von TEUR , das sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 938 verschlechtert hat. Die Ursache sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (vgl. unter 3.1) und Drohverluste infolge von Stilllegungen. Insgesamt schließt der Konzern das Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR ab. Die Elbe-Werkstätten erzielten im Berichtsjahr 100,0 % der Konzernumsätze. Die PIER Tempo Zeitarbeit GmbH und die PIER Service & Consulting GmbH haben keine Außenumsätze außerhalb des Konsolidierungskreises getätigt. Die Jahresergebnisse teilen sich auf die in den Konzern einbezogenen Gesellschaften folgendermaßen auf: Jahresergebnisse 2013 TEUR EW PSC -1 PTZ +1 Konzernjahresergebnis (Fehlbetrag) Finanzlage Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich das Nettogeldvermögen in seiner Zusammensetzung um TEUR gegenüber dem Vorjahr. Die Guthaben bei Kreditinstituten nehmen um 39,0 % zu, was aus den Zahlungseingängen im Zusammenhang mit den Grundstücksverkäufen Richardstrasse und Klotzenmoor resultiert. Unverändert ist die Finanzierung der anstehenden Modernisierungsmaßnahmen der Gebäude somit von Zuschüssen von Zuwendungsgebern und der Aufnahme von Darlehen abhängig. Die aufgenommenen Darlehen wurden von den Konzerngesellschaften planmäßig getilgt. Die Zahlungsfähigkeit des Konzerns war jederzeit gewährleistet.

18 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt Vermögenslage Aktiva Veränderung TEUR TEUR TEUR Anlagevermögen Umlaufvermögen /Rechnungsabgrenzungsposten Gesamtvermögen Passiva Wirtschaftliches Eigenkapital Mittel- und langfristiges Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital/ Rechnungsabgrenzungsposten Gesamtkapital Der Konzern verfügt über ein Anlagevermögen von TEUR Davon beläuft sich das Finanzanlagevermögen auf TEUR 10. Bei immateriellen Vermögensgegenstände stehen Zugängen von TEUR 252 Abschreibungen in Höhe von TEUR 501 entgegen, was zu einer Abnahme auf TEUR 648 führt. Der Rückgang des Sachanlagevermögens um TEUR auf TEUR resultiert aus Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.539, Abgängen zu Buchwerten in Höhe von TEUR und den Zugängen von Anlagegegenständen in Höhe von TEUR Die Erhöhung des Umlaufvermögens um TEUR auf TEUR ergibt sich zum großen Teil aus der Zunahme der Guthaben bei Kreditinstituten, sowie der sonstigen Vermögensgegenstände während sich der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringert hat. Das wirtschaftlichen Eigenkapital reduziert sich um 2,4%, das mittel- und langfristige Fremdkapital um 9,8 % und das kurzfristige Fremdkapital nimmt geringfügig um 0,8 % zu. Der Anteil des wirtschaftlichen Eigenkapitals von 68,0 % an der Bilanzsumme im Konzern bedeutet einen Anstieg von 0,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Das langfristige Fremdkapital umfasst im Wesentlichen den nicht im Folgejahr zu tilgenden Anteil der Darlehen und Rückstellungen für Pensionen und ATZ. Es vermindert sich hauptsächlich durch die Tilgungsleistungen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das kurzfristige Fremdkapital bleibt nahezu unverändert, wobei sich Rückgänge bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Pensions- und Steuerrückstellungen auf der einen Seite mit der Zunahme von anderen Rückstellungen nahezu ausgleichen.

19 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal Zum Jahresschluss waren im Konzern 739 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Zahl der Beschäftigten und Teilnehmer sank um 0,3 % auf Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar (Vorjahr angepasst auf Kopfzahlen im Jahresmittel): Arbeitnehmerzahl nach Gruppen Arbeitnehmer Aushilfen Auszubildende 4 6 Zwischensumme Beschäftigte und Teilnehmer Insgesamt Umweltbelange Zur Realisierung der Klimaschutzziele der Freien und Hansestadt hat das Unternehmen auch im abgelaufenen Jahr einen bedeutenden Beitrag geleistet. Im Vergleich zum Referenzjahr 2007 sind die CO²-Emissionen der Elbe-Werkstätten um 22,0 % bzw. 820 Tonnen gesunken. Dies ist gleichbedeutend mit einer Energieeinsparung von jährlich 2,7 Mio. kwh. Die Betriebsausgaben konnten hierdurch um TEUR 290 entlastet werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Kesselanlage und die Oberflächenbehandlung in der Tischlerei am Standort Meiendorfer Mühlenweg mit einer jährlichen CO²-Reduzierung von 108,8 t bzw. 67,7 t optimiert. Der vermehrte Einsatz von LED-Leuchtmitteln hat zu einer weiteren Reduzierung des CO²-Ausstoßes von 3,2 t geführt. Zur Verbreitung des Klimaschutzgedankens in der Belegschaft wurde im Unternehmen ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich 95 Beschäftigte, Teilnehmer und Arbeitnehmer mit 190 Ideen beteiligt haben. Die fünf prämierten Ideen werden nun schrittweise umgesetzt. In diesem Zusammenhang soll ein Projekt zum veränderten Nutzerverhalten von Beschäftigten, Teilnehmern und Arbeitnehmern weitere CO2-Absenkungen ermöglichen. Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat Projekte mit Zuschüssen gefördert. Die Elbe-Werkstätten GmbH ist Mitglied der Umweltpartnerschaft der FHH und versucht konsequent, den Vorstellungen des Umweltschutzes gerecht zu werden Sonstige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Berichtszeitraum wurde das Qualitätsmanagementsystem der Elbe-Werkstätten einer Rezertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 unterzogen. Damit wurde auch das neu etablierte Qualitätsmanagementsystem von Elbe Mitte in seiner Wirksamkeit bestätigt. Gleichzeitig prüften die Auditoren erstmalig die Trägerzulassung auf Grundlage des Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt nach der Akkreditierungs- und

20 Elbe-Werkstätten GmbH, Anlage 1.1 Blatt 16 Zulassungsverordnung Arbeitsförderung, kurz AZAV genannt. Die Tatsache, dass keine Nicht-Konformitäten vor dem Hintergrund der Größe des Unternehmens, der vollzogenen Verschmelzung der drei Werkstätten und der Erstzertifizierung von Elbe Mitte festgestellt wurden, war aus Sicht der Auditoren ein außerordentlich gutes Ergebnis. Im Geschäftsjahr 2012 wurde die Zusammenführung der bestehenden Qualitätsmanagementsysteme der nunmehr fusionierten Werkstätten in ein zertifizierungsfähiges einheitliches Qualitätsmanagementsystem weiter vorangetrieben. Die Verschmelzung des Zertifikats der ehemaligen er Werkstatt GmbH auf das Zertifikat der Elbe-Werkstätten GmbH wurde im Zuge des Überwachungsverfahrens durch den TÜV Nord mit dem 3. Februar 2012 erfolgreich vollzogen. Durch den TÜV Nord wurde bestätigt, dass trotz der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Zuge der Fusion alle wesentlichen Verfahren für die Lenkung der qualitätsrelevanten Prozesse in Produktion und Rehabilitation sicher und routiniert aufrecht erhalten wurden. Es gab keine Abweichungen von den beschriebenen Standards. Darüber hinaus wurde mit der Vorbereitung auf die AZAV-Zertifizierung (Anerkennung als Maßnahmeträger für die Arbeitsförderung nach 178 Nr. 1 SGB III) begonnen. Dieses neue Verfahren soll im Zuge der für 2013 geplanten Rezertifizierung des QMS 9001:2008 auditiert werden. Damit folgt die Elbe-Werkstätten GmbH der Vorgabe der Bundesagentur für Arbeit. Bei der PSC hat der TÜV-Nord im Hinblick auf das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2008 am 28. Oktober 2013 das jährliche Überwachungsaudit durchgeführt. Es wurden keine Abweichungen von der Norm festgestellt. Der TÜV hob im Abschlussgespräch die hohe Fachlichkeit der Arbeitnehmer, die stringente Organisation der Kernprozesse und die übergeordnete Systematik der Strategiefindung und -umsetzung hervor. Das System wird konsequent weiterentwickelt und in die strategische Ausrichtung des Unternehmens einbezogen. 5. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns mit ihren Chancen und Risiken 5.1. Prognosebericht Der Konzernwirtschaftsplan für 2014 weist ein positives Ergebnis in Höhe von TEUR 24 aus. Für die Elbe-Werkstätten GmbH wird ein Gewinn i.h.v. TEUR 16, für die PIER Service & Consulting GmbH ein ausgeglichenes Ergebnis und für die PIER Tempo Zeitarbeit GmbH ein Überschuss i.h.v. TEUR 8 geplant. Die Geschäftsführung erwartet eine moderate Ausweitung der Beschäftigtenzahl im Arbeitsbereich, jedoch einen weiteren Rückgang der Teilnehmerzahl im Berufsbildungsbereich. Für Umsätze im Nettoerlösbereich wird nach dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis in 2013 ein Wachstum von 4 % erwartet. Der Wegfall der in 2013 aufgetretenen Sondereffekte führt neben der Umsatzausweitung zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung. Die neue Konzernstruktur hat zu einer Reduzierung der Aufwendungen für den Overhead und für die konzerninternen Transaktionen geführt. Synergien im Vertrieb und in der Produktion sowie bei der Gestaltung des Rehabilitationsprozesses konnten realisiert werden. Die sich hieraus ergebenden positiven Effekte werden in 2015 ebenfalls zu einem deutlich positiven Jahresüberschuss laut mittelfristigen Erfolgsplans führen. Insgesamt ist der Konzern solide aufgestellt und die Fortführung des Unternehmens ist sichergestellt.

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