Institut geht davon aus, dass neun von zehn Online Shoppern Geschenke für ihre Lieben im Web bestellen werden. 40 Prozent wollen überwiegend

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1 4,50 Fr. 9,00 Online-Werbung I E-Commerce I Technik Anzeige Foto: Fotolia / Peshkova AUSGABE 23/ NOVEMBER 2013 ALLE 14 TAGE TOPAKTUELL FACEBOOK Daumen wird Geschichte Eines der berühmtesten Symbole für das Social Network Facebook verschwindet: Der blaue Daumen, der bislang den Like -Button zierte, wird in dieser Form künftig nicht mehr vorhanden sein. Stattdessen testet das Network derzeit verschiedene Grafikoptionen mit Beschriftung. An der Funktionalität des Like - Buttons ändert sich nichts. Dem Vernehmen nach arbeitet Facebook außerdem an einem I want -Button, der vor allem im Umfeld von E-Commerce-Angeboten Verbreitung finden könnte. fk GOOGLE Nexus 5 zum Kampfpreis Mit viel Ausstattung für wenig Geld setzt Googles neues Smartphone die Konkurrenz unter Druck. Das Nexus 5 läuft bei LG Electronics vom Band und bietet einen schnellen Prozessor, ein großes Neues Top-Modell: Google Nexus 5 Display mit Full-HD-Auflösung, LTE- und NFC-Konnektivität für nur 350 Euro ein vergleichbares iphone 5s kostet das Doppelte. Als erstes Gerät am Markt kommt das Nexus 5 mit der neuen Android-Version 4.4, Codename Kitkat. fk NSA-AFFÄRE Bitkom für Konsequenzen Der ITK-Branchenverband Bitkom hat von der Politik Maßnahmen zum Schutz der Bürger vor nachrichtendienstlicher Überwachung gefordert. Dazu gehören nach Ansicht von Bitkom-Präsident Dieter Kempf unter anderem eine Befreiung der Unternehmen von der derzeit weitgehenden Verschwiegenheitspflicht über Abhörmaßnahmen und Verhandlungen über ein No-Spy-Abkommen. EU-Bürger sollten unter Aspekten der informationellen Selbstbestimmung als Inländer gelten. Damit greifen sehr viel strengere Regeln für ihre Überwachung. fk Digitale Medien der Zukunft Wie Trendforscher Online- Werbung 2013 sehen S.8 Schöne Bescherung Deutsche Web-Händler rüsten sich für ein neuerliches Rekordweihnachtsgeschäft uf den deutschen Handel Akommt offenbar ein äußerst gutes Weihnachtsgeschäft zu. Laut einer repräsentativen Umfrage der FOM Hochschule in Essen will jeder vierte Konsument in diesem Jahr mehr oder deutlich mehr ausgeben als noch im Vorjahr. Durchschnittlich 397 Euro legen die Deutschen für Weihnachtsgeschenke zur Seite. Dabei zeigen sich die Frankfurter mit 478 Euro am großzügigsten, während die Hannoveraner mit 313 Euro am geizigsten sind. Durchschnittlich werden an Weihnachten sechs bis sieben Personen beschenkt, so ein weiteres Ergebnis der Hochschulstudie. Wie in den Vorjahren werden vor allem die Online-Händler vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Das ECC Köln am IFH USA-Dominanz beenden Präsident des Internet- DUnternehmens ICANN, Fadi Chehadé, hat sich dafür ausgesprochen, die Dominanz der USA bei der Organisation des Internets zu beenden. Im Rahmen einer Keynote auf dem Fachkongress Newdomains 2013 in München bezeichnete Chehadé den Vertrag zwischen der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers und dem US- Wirtschaftsministerium als historisch bedingt und nicht zukunftsfähig. Die ICANN hat die Hoheit über das Domain Name Sys- Die richtigen Prozesse Welches IT-Konzept für Ihr Business passt S.34 Fadi Chehadé, Präsident und CEO, ICANN Institut geht davon aus, dass neun von zehn Online Shoppern Geschenke für ihre Lieben im Web bestellen werden. 40 Prozent wollen überwiegend tem (DNS) und steuert weltweit die Zulassung und Vergabe von Domains. Derzeit steht das DNS, ein zentrales Element des World Wide Web, vor der größten Erweiterung seiner Geschichte: Der ICANN liegen rund Anträge für neue Top-Level-Domains wie.shop,.berlin oder.apple vor. Bislang muss die ICANN noch bei jeder Änderung am DNS die USA um Erlaubnis fragen eine Situation, die Chehadé nicht mehr für zeitgemäß hält. Ein Interview mit dem ICANN- Präsidenten lesen Sie auf Seite 38. fk App muss Lust machen Matthias Häsel, Otto Group S.26 Der Weihnachtseinkauf verlagert sich mehr und mehr ins Web E-Commerce in der Schweiz Was die Eidgenossen im Web einkaufen S.28 im Web auf Einkaufstour gehen, für vier Prozent sind Online-Geschäfte gar die einzige Quelle für ihre Weihnachtspäckchen. BVH wird Hermes-Partner er Bundesverband des Ddeutschen Versandhandels (BVH) hat mit der Hermes-Logistikgruppe eine Kooperation geschlossen: Bei Nutzung des Profi Paket Service (ProPS) von Hermes sollen BVH-Mitglieder künftig einen Preisvorteil von Foto: istockphoto So ist es auch nicht verwunderlich, dass in einer Umfrage des Händlerbundes jeder zweite der 539 befragten Händler damit rechnet, dass die eigenen Weihnachtsumsätze gegenüber dem Vorjahr steigen werden. Spannend zu sehen ist allerdings, woher das Wachstum kommen soll: So versprechen sich 56 Prozent der Umfrageteilnehmer die größten Zuwächse auf Plattformen wie ebay oder Amazon, 38 Prozent gehen von einem Mehrumsatz im eigenen Webshop und nur vier Prozent über ihre stationären Geschäfte aus. An Bedeutung zunehmen wird auch der mobile Kanal. Die Marktforscher von Adobe erwarten, dass in Deutschland mehr als jeder zehnte Euro vom Web- Weihnachtsumsatz mobil generiert werden wird. dz sechs Prozent auf alle über das ProPS-Online-Portal verschickten Sendungen erhalten. Gewährt wird der Vorteil bei einem jährlichen Auftragsvolumen von 300 bis Sendungen. Mit im Paket: ein Extra-Support für Mitglieder. fk Neue Mediengesellschaft Ulm mbh, PF , München Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahlt Foto: Fotolia / Vencav

2 AKTUELL 2 Internet World BUSINESS 11. November /13 In eigener Sache Internet World 2014: Umfrage zur Digitalisierung Welche Auswirkungen hat die zunehmende Digitalisierung auf die Gesellschaft? Die Internet World Messe führt zu diesem Thema mit dem Institut Ibi Research, Regensburg, eine Online-Befragung unter Experten der Internet-Branche durch. Erhoben werden deren aktuelle Einschätzung zu den Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung auf den Handel sowie auf gesellschaftspolitische Themen wie Sicherheit im Internet, zur verstärkten Nutzung von Smartphones und Tablets beim Online Shopping und zum Einfluss von sozialen Netzwerken auf das Kommunikationsverhalten im Alltag und Beruf. Zusätzlich ermittelt die Befragung Trends und Entwicklungen beim Online Marketing und bei der Webshop-Optimierung. Die Ergebnisse stellen die Studienmacher im Rahmen der Internet World am 25. und 26. Februar 2014 in München vor. Inhaltliche Schwerpunkte der führenden E-Commerce- Messe in Deutschland, die auf dem Münchner Messegelände stattfindet, sind darüber hinaus E-Commerce, Multichannel, Online Marketing, Social Media, Mobile, E-Payment, Usability und Technik des Internets. Hier geht s zur Umfrage: Foto: Fotolia / Chanpipat Pragmatische Partnerschaft Axel Springer partnert bei Anzeigen mit Google, bleibt beim Leistungsschutzrecht aber hart zenen einer Freundschaft: SNoch 2012 beschimpfte Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner den Suchmaschinengiganten Google als Hehlerbande, weil der so Döpfners Vorwurf teuren Content der Verlage ohne Bezahlung benutzt, um damit Werbeeinnahmen zu erzielen. Doch wenn es um das Tagesgeschäft geht, kann man auch anders. Jetzt präsentierten der Medienkonzern aus Berlin und der Werbekonzern aus Mountain View eine Vereinbarung über enge Zusammenarbeit zur automatisierten Vermarktung von digitalen Werbeflächen. Allem Anschein nach bedeutet das, dass die Axel-Springer-Vermarktungstochter Media Impact (ASMI) ihre Restplätze, die sie bislang Ad Networks zur Verfügung stellte, jetzt via Real-Time Bidding selbst vermarkten will unter Verwendung der Google-Technologie. Beleg dafür ist ein Wort: Während Google von einer engen Zusammenarbeit spricht, wählte man bei Axel Springer in der Pressemitteilung den Terminus technologische Zusammenarbeit. Besonders stolz auf den eingefädelten Deal dürfte Philipp Justus sein. Der seit Sommer 2013 amtierende Google- Öffnet ihre Restplätze für Google: Axel-Springer- Vermarktertochter Media Impact in Berlin Deutschland-Chef hat beste Springer-Kontakte, schließlich führte er bis Anfang des Jahres die Geschäfte der Springer-Beteiligung Zanox. In der Branche wird der Anzeigendeal überwiegend positiv kommentiert. Das ist ein Schritt, den wir auf jeden Fall begrüßen, sagt Lothar Prison, Chief Digital Officer der Media-Agenturgruppe Vivaki. Vivaki forciert das Thema Real-Time Advertising seit fünf Jahren, und wir haben immer wieder gefordert, dass die Publisher mehr relevantes Inventar zur Verfügung stellen müssen. Geht es nach Justus, sollen auch andere Medienkonzerne ihr Inventar für die Echtzeitvermarktung durch Google öffnen. Schließlich liefert der Suchmaschinengigant nach wie vor einen großen Teil des Traffics, den die Web-Angebote der Medienhäuser bekommen und verfügt über die Nutzerdaten, die Echtzeit-Werbevermarktung benötigt, um effektiv zu sein. In Sachen Vergütung für Inhalte bleibt die Phalanx der Verlage jedoch unnachgiebig. Zwar gaben auch Burda und Springer die von Google geforderte Erklärung ab, auf Vergütung für ihre Inhalte zu verzichten und flogen so nicht aus Google News. Doch künftig will Springer die ihm aus dem Leistungsschutzrecht zustehenden Zahlungen über die Verwertungsgesellschaft (VG) Media einziehen lassen, eine Art GEMA für Online-Inhalte. Google-Mann Justus kann indes unbelastet von den Streitigkeiten der Vergangenheit verhandeln. Als er von der Spree an die Elbe wechselte, war die politische Kann gut mit Springer: Google-Deutschland- Chef Philipp Justus Schlacht um das Leistungsschutzrecht schon geschlagen. fk INTERNET WORLD Business 23/2013 Meinungen in diesem Heft TRENDS & STRATEGIEN Zahlen für Inhalte In Deutschland steigt die Bereitschaft für Paid Content langsam an, so das Fazit der ACTA Kindersicherung Burda und Bertelsmann beteiligen sich am Browser-Spezialisten Kidoz 5 Nutzer testen Shops Mit Uinspect.me können User Websites und Shops auf Bedienfreundlichkeit testen 6 Schnittstelle zum Gehirn Digitale Medien erkennen Stimmungen und kommunizieren. Biotech-Sensoren interpretieren Hirnströme. Ein Blick in die Medienzukunft MARKETING & WERBUNG Marken bleiben Online treu Umfrage unter Markenartiklern: Online-Werbung legt zu trotz sinkender Budgets 10 Google führt Tarnkappe ein Encrypted Search bereitet SEOs zunehmend Kopfzerbrechen 12 Special Vermarkter: Alles in Bewegung Mobile, Social Media, RTA und Bewegtbild: Die Entwicklungen im Digitalmarkt stellen Vermarkter vor große Herausforderungen 14 Schlagfertige Werbung Responsive Marketing berücksichtigt die Reaktionen der Konsumenten in Echtzeit 16 Serie: Performance mit Facebook und Google Teil 2: Facebook im Griff Profitipps zur Optimierung des Social-Media-Portals 18 E-COMMERCE Neuer Vorstoß ins Web Die Drogeriemarktkette DM versucht sich jetzt auf eigene Faust im Online-Handel 22 Karstadt: Relaunch und Neuaufstellung Die Warenhauskette baut ihr Multichannel- Engagement aus 23 Hilfe für Händler Die Rid Stiftung unterstützt bayerische Händler mit Coaching beim E-Commerce 24 Alles Test & Learn Sind Tablets die Kataloge der Zukunft? Das erforscht Otto im Rahmen einer ipad App 26 Fans von Mobile und Multichannel Deutsche und Schweizer stehen sich kulturell nahe. Aber wie ticken die Eidgenossen in Sachen E-Commerce? 28 TOOLS & TECHNIK E-Plus treibt Wallet voran Anfang 2014 soll die mobile Geldbörse des Telekommunikationsunternehmens verfügbar sein 32 Googles Pläne für die neuen gtld Google hat 97 neue Domains bei der ICANN beantragt. Die Strategie dahinter 33 IT-Strategien für den E-Commerce Jeder Online-Händler bildet seine Prozesse in der Informationstechnologie unterschiedlich ab. Die sechs wichtigsten Modelle 34 Wenn der Kunde nicht zahlt Mit einer Bonitätsprüfung lassen sich zahlungswillige von säumigen Kunden im Vorfeld abgrenzen 36 Ziel: Gleichberechtigung ICANN will alle Interessengruppen gleichberechtigt in Entscheidungsprozesse einbinden 38 SZENE Rund um E-Commerce und Suche Die Neocom-Veranstalter haben sich in Düsseldorf mächtig ins Zeug gelegt. In München gab es auf der Search Conference alles zur Suche 48 MEINUNG Was getan werden muss Der BVDW fordert von der neuen Bundesregierung ein deutliches Bekenntnis zur Digitalpolitik 50 RUBRIKEN Topkampagne: UN-Kampagne zu Frauen 13 Etats Marketing & Werbung 13 Rechtstipp: Apps mit Tücken 30 Techniktipp: Absprungrate im Shop senken 32 Etats Tools & Technik 33 Dienstleisterverzeichnis 39 Menschen & Karriere 43 Impressum 43 Stellenmarkt 45 Termine 46 Feedback 50 Fadi Chehadé President und CEO von ICANN, will Unabhängigkeit von den USA bei Entscheidungen zu Domains 38 Matthias Ehrlich Präsident des BVDW, fordert eine moderne Daten- und Netzpolitik und einen deutschen Digitalminister 50 Peter Habit Vorstand der Rid Stiftung, glaubt, dass es dem Handel an einer zukunftsorientierten Positionierung fehlt 24 Matthias Häsel Leiter E-Commerce-Innovation-Center bei Otto, ist überzeugt, dass Tablets die Kataloge der Zukunft sind 26 Daniel Pötzinger Entwicklungsleiter bei AOE Media, meint, dass eine gute Shop-Suche die Absprungrate senkt 32 Christoph Steinhard Gründer der Projektwerft, schlägt vor, Hirnimpulse aufzuzeichnen und für Kommunikation zu nutzen 9 Georgios Triantafillou Projektleiter Online Shop bei Jeans- Fritz.de, rät Shop-Betreibern davon ab, ohne Blacklist zu arbeiten 37 Christian Wallin Gründer 42reports.com, nutzt Bewegungsdaten in Shops für eine bessere Angebotspräsentation 6

3 AKTUELL 3 Weiterschwimmen oder sinken Netrada startet Investorenprozess Branche rätselt weiter: Hat Fullservice eine Chance? Dampfer in Seenot: Netrada wirbt jetzt um Investoren er Eisberg traf Netrada vor rund drei DWochen und noch immer ist nicht klar: Sinkt das Fullservice-E-Commerce-Dickschiff oder schwimmt es weiter? Nach der überraschenden Insolvenzanmeldung geht bei Netrada zunächst alles seinen geordneten Gang. Ende Oktober hat der vorläufige Insolvenzverwalter des E-Commerce- Dienstleisters, Rainer Eckert, den Investorenprozess eingeleitet und sieht diesem positiv gestimmt entgegen: Netrada ist ein sehr leistungsfähiges Unternehmen in einem Markt mit klarer Wachstumstendenz, so der Insolvenzverwalter. Insofern sehe ich gute Voraussetzungen für eine Investorenlösung. In einem ersten Schritt werden potenzielle Investoren aktiv angesprochen, dann bekommen Interessenten genauere Unterlagen zur Kaufprüfung. Unterdessen läuft der Geschäftsbetrieb des Unternehmens im In- und Ausland wieder stabil. Die kurze Schrecksekunde ist vorbei, wir sind wieder voll beim Tagesgeschäft mit hundertprozentiger Rückendeckung von Kunden, Banken und Partnern, sagte Eckert. Mahnung zur Gelassenheit Die kurze Schrecksekunde hat die Branche nachhaltig erschüttert. Immer noch wird über den Fall Netrada diskutiert. Wie konnte es dazu kommen, dass eine der größten, etabliertesten Fullservice-Agenturen Deutschlands in Finanznöte gerät? Vor allem die Kollegen von den Wettbewerbern mahnen zur Gelassenheit. Es steht außer Zweifel, dass Netrada es schaffen wird, meint Robert Hein, Geschäftsführer der Fullservice-E-Commerce-Agentur 004 Technologies. Sicher wird es Anpassungen im Geschäftsmodell geben müssen, aber die Erfolge der letzten Jahre, innerhalb der gesamten Dienstleistungsbranche werden nun doch zu schnell infrage gestellt. Kritiker dagegen verweisen auf andere Größen, die in E-Commerce-Gewässern bereits auf Grund gelaufen sind. Dohmen und Tube For Fashion mussten Insolvenz anmelden. JCL hat seinen E-Commerce-Bereich abgestoßen und andere klassische Logistiker wie Hellmann haben auch heute noch nicht viel auf ihrer E-Commerce-Liste, zählt Markus Diekmann von Shopmacher auf. Sein Fazit: Das Umsatzpotenzial von Marken, Retailern und Multichannel-Konzepten wurde falsch zu hoch eingeschätzt und die prozentuale Beteiligung angesichts hoher Anlauf- und Fixkosten zu niedrig angesetzt. Für wie tragfähig die Branche das Fullservice-Modell à la Netrada hält, wird sich während des Investorenprozesses zeigen: Findet sich schnell ein Käufer, so wie bei der Dohmen-Insolvenz, als Docdata in die Bresche sprang? Modelt der Käufer das Geschäftsmodell sofort nachhaltig um? Fallen schmerzhafte Sparmaßnahmen an? Muss sich das Unternehmen von nicht profitablen Kunden trennen? Netrada ist noch längst nicht im sicheren Hafen. il Foto: Fotolia / Michael Rosskothen 7. plentymarkets Online-Händler-Kongress 15. Februar 2014 powered by Die Jahresauftaktveranstaltung für den E-Commerce 2014 Folgende Key-Speaker erwarten Sie: Jan Griesel Michael Möglich Axel Gronen plentymarkets ebay wortfilter.de Stefan Heine Geschäftsführer der Docdata Fulfillment GmbH Unsere Entwicklung zeigt, dass das Outsourcen von E-Commerce-Dienstleistungen profitabel sein kann. Wir haben zufriedene Kunden aus unterschiedlichen Segmenten, und wir wachsen kontinuierlich. Von daher halten wir es für falsch, der Branche grundsätzlich Tragfähigkeit abzusprechen. Richtig ist, dass das E-Commerce-Geschäft aufgrund seiner besonderen Dynamiken von allen Parteien eine hohe Flexibilität erfordert. Markus Diekmann Geschäftsführender Gesellschafter von Shopmacher Das Geschäftsmodell der erfolgsabhängigen Beteiligung entstand um das Jahr 2005 und wurde bis etwa 2010 von verschiedenen Mitspielern am Markt angeboten auch von Shopmacher. Die gesamte Branche ging davon aus, dass sich mit einem Marken- Online- Shop auf jeden Fall rund 10 Prozent des stationären Umsatzes erzielen ließe. Aber genau das trat nicht ein. Heute deckt man seine Fix- und Anlaufkosten zum Beispiel über Mindest-Fees ab. Matthias Schrader Geschäftsführer der Kreativagentur Sinner Schrader Im E-Commerce-Markt ist es schwer, langfristig faire Verträge zu gestalten: Logistik und Infrastrukturaufbau verlangen dauerhafte Commitments. Wer finanziert das, wenn die Kunden jederzeit abspringen können? Der ruinöse Wettbewerb um die nackte Fulllfiment-Leistung zwingt die Dienstleister, in vermeintlich margenträchtigere Bereiche der Wertschöpfungskette vorzudringen. Dann wächst die Komplexität exponenziell und viele verzetteln sich. Robert Hein CEO des Fullservice-Dienstleisters 004 Technologies Fullservice E-Commerce hat seine Daseinsberechtigung. Natürlich wachsen Unternehmen aus dem Dienstleistungsbedarf hinaus und müssen, spätestens wenn der E-Commerce unternehmenskritisch wird, interne Kompetenzen aufbauen. Deshalb darf die Abhängigkeit zwischen Dienstleister und Kunde nicht zu groß sein. Wir arbeiten mit 2- bis 3-Jahres-Verträgen, haben aber auch einige Kunden mit Kündigungsfristen von 6 Monaten zum Quartalsende. Jochen Krisch Johannes Altmann Alexander Graf Exciting Future Shoplupe etribes GmbH Peter Höschl Glen Richardson Andre Alpar shopanbieter.de Fruugo AKM3 40 Fachvorträge & Workshops über 50 Austeller in der Fachmesse Networking mit mehr als Fachbesuchern & Experten Silber Sponsoren Jetzt Tickets zum Frühbucherpreis sichern: internet WORLD BUSINESS-Leser erhalten 10,- EUR Rabatt mit dem Gutscheincode IWB-OHK14

4 TRENDS & STRATEGIEN 4 Internet World BUSINESS 11. November /13 AMAZON Glücklos als Verleger Amazon verliert 2014 mit Larry Kirshbaum den Chef der Verlagssparte. Kirshbaum hat Amazon Publishing aufgebaut und mit Millionenhonoraren für vermeintliche Bestseller Aufsehen erregt. Auch einige Lektoren quittieren den Dienst. Beides schwächt die Verlagsambitionen: Amazon gelingt es nicht, seine Bücher in Läden zu platzieren. 70 Prozent der Bücher werden in den USA als Print-Version gekauft. Auch im Self-Publishing-Zweig läuft s nicht rund: Leser verlieren die Lust an den qualitativ schwer einschätzbaren Büchern. vs HILTI Start des Online-Handels Werkzeughersteller Hilti hat sein Markenportal renoviert und einen Online Shop integriert. Dieser richtet sich vor allem an Profis und Unternehmen. Sie können Hilti-Schlagbohrer und Messgeräte online bestellen oder deren Verfügbarkeit beim nächstgelegenen Händler oder Hilti-Zentrum abfragen. vs IKEA DEUTSCHLAND Online-Offensive Im Geschäftsjahr 2013, das bei Ikea Deutschland am 31. August endet, hat der Möbelhersteller knapp vier Milliarden Euro erwirtschaftet fast drei Prozent mehr als im Vorjahr. In naher Zukunft soll der Umsatz auf acht Milliarden Euro steigen, auch mithilfe des Internets: Nur 92 Millionen Euro entfielen 2013 in Deutschland auf diesen Kanal. Der Anteil soll auf zehn Prozent steigen. Dafür wurde gerade das Sortiment ausgebaut und die Lieferpauschale gesenkt. Die Höhe der Gewinne bezifferte Ikea Deutschland nicht. vs STAPLES Mehr Waren Von derzeit auf eine Million Produkte will Staples sein Online-Sortiment ausweiten. Neben Konsumgütern sollen bis Mitte 2015 Medikamente und Gartenartikel das Angebot des US-Büroartikelhändlers ergänzen. Dabei kopiert Staples Amazon und ebay: Weil das Unternehmen die Sortimentserweiterung in der kurzen Zeit nicht allein stemmen kann, eröffnet es seinen Shop als Marktplatz. vs ONLINE PAYMENT Ebay prüft Bitcoins Die Handelsplattform ebay denkt über eine Erweiterung der akzeptierten Bezahloptionen nach und prüft auch die umstrittene virtuelle Währung Bitcoins. Ebay-CEO John Donahoe sagte der Financial Times, es sei möglich, dass der hauseigene Payment- Dienstleister Paypal irgendwann einmal Bitcoins akzeptieren werde. Konkret geplant sei dies noch nicht. fk Anzeige ie gute Nachricht für Ver- Die Zahlungsbereit- Dlage: schaft der Internet User nimmt langsam zu. Die schlechte: Es sind weniger journalistische Inhalte als vielmehr praktische Dienste, die die Nutzer kaufen würden. Das ist ein Ergebnis der Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA), mit der seit 1997 die Akzeptanz digitaler Medien abgefragt wird. Danach ist die Zahlungsbereitschaft für Inhalte und Dienste seit 2010 um zwei Prozent auf 47 Prozent gestiegen. Gewöhnt an kostenpflichtige Apps würden mehr Nutzer mobiler Geräte für Online-Dienste und -Medien bezahlen, wären diese nicht mehr kostenlos. Bei praktischen Diensten ist die Zahlungsbereitschaft höher als bei Medien ach einer Finanzzusage von 15 Milli- Euro durch die Diözese Augs- Nonen burg hat sich Weltbild den Sanierer Josef Schultheis ins Haus geholt: Er wird sich neben den Geschäftsführern Carel Halff und Martin Beer um den Umbau des Augsburger Medienhändlers kümmern. Schultheis hat Firmen wie Alpine, Praktiker und Ihr Platz restrukturiert. Weltbild schreibt bei einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro (2012) Verluste. Diese sind auf das schwächelnde Geschäft Zahlen für Inhalte In Deutschland steigt die Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte langsam Die beliebtesten Websites 2013 User pro Woche in Mio.* Google 46,99 Youtube 26,39 Wikipedia 24,82 Facebook 24,23 ebay 19,35 Web.de 15,35 T-Online 13,65 GMX 12,91 * Deutschsprachige Bahn.de 9,09 Bevölkerung 14 bis 69 Jahre Google führt die Liste mit knapp 47 Millionen Nutzern pro Woche an INTERNET WORLD Business 23/13 und Inhalten: Während etwa jeder Vierte (26 %) für seinen -Dienst und jeder Zehnte für Netzwerke wie Facebook Nutzungsgebühren berappen würde, will nur etwa jeder 16. (6 %) für Nachrichten aus Politik und Wirtschaft bezahlen, jeder 25. Weltbild strukturiert um Unternehmen bereitet Kapitalschnitt vor und stellt Sanierer ein Weltbild will den Filialhandel reduzieren und online zulegen Beliebte Smartphones Sony Ericsson 6 % Nokia 7 % HTC 8 % Apple 28 % Samsung 41 % Sonstige 10 % Marktanteile in Prozent Samsung erreicht einen Marktanteil von 41 Prozent und löst Apple als beliebteste Smartphone-Marke ab in 436 Weltbild-Filialen zurückzuführen, mehr allerdings noch auf die Uneinigkeit der Eigner: Weltbild gehört zwölf Bistümern, dem Militärbischofsamt Berlin sowie dem Verband der Diözesen Deutschlands. Einige von ihnen wollen ihre Anteile versilbern, darunter auch die Diözese Augsburg, die zunächst Kapital zuschoss. Geplant ist nun ein Kapitalschnitt, der den Ausstieg, aber auch die Beteiligung anderer Bistümer ermöglicht. So sollen bis zu 70 Millionen Euro ins Unternehmen fließen. Weltbild will sein Online-Geschäft stärken und schließt bereits Filialen. Zurzeit prüfen KPMG-Berater die Geschäfte. Ende Oktober lagerte Weltbild den Kundenservice aus: 140 Mitarbeiter verlieren ihren Job, ein weiterer Stellenabbau wird befürchtet: Weltbild beschäftigte Ende Mitarbeiter in Europa. vs Foto: Fotolia / Wavebreakpremium User: Mobile Geräte erhöhen die Nutzungsfrequenz, nicht aber die Dauer für Neuigkeiten rund um Sport, Kunst und Gesundheit. Da passt es ins Bild, dass 64 Prozent der Befragten längere Texte immer noch lieber auf Papier lesen als digital. Ein Grund, warum die E-Paper der Frankfurter Allgemeinen, der Süddeutschen und der Welt pro Tag rund Nutzer finden, gedruckt lesen diese Zeitungen täglich 3,37 Millionen. Doch auch hier verändern mobile Geräte Gewohnheiten: Besitzer von Smartphones und Tablets lesen deutlich mehr digital, surfen häufiger online, aber nicht länger. Die ACTA gibt s im Netz unter: vs Mobil oder zu Hause online Nutzung auch mobil Social Media Portale Shops und Dienste Redaktionelle Sites Ausschließlich mobil News-Dienste 5 16 User-Anteil in Prozent 34 Prozent chatten gelegentlich per Smartphone, 11 Prozent tun dies ausschließlich damit Quelle: ACTA 2013, Zahlen beziehen sich auf den deutschen Markt 6 Wikipedias neue Nummer ikipedia startet mit dem keniani- Mobilfunkanbieter Airtel den Wschen Dienst Wikipedia Zero: Unter dem Wahlcode 515# werden die Artikel und neuen Beiträge der Online-Enzyklopädie per Short Message Service (SMS) zugänglich und können so auch mit Handys abgerufen werden. In Afrika sind Mobilfunk Wikipedia in Afrika ohne Internet erreichbar und Handys weiter verbreitet als Computer, Laptops und Smartphones. Das World Wide Web ist folglich nur begrenzt verfügbar. Wie Wikipedia stellen auch Händler sowie Finanzdienstleister ihre Online-Dienste in Afrika mithilfe von SMS und Mobilfunk bereit. vs

5 23/ November 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 5 Deutlich billiger als Banken Mit Transferwise Geld in alle Welt überweisen eld ins Ausland zu überweisen, ist Gteuer: Das SEPA-Verfahren verbilligt zwar Geldtransfers, aber nur in Europa. Ansonsten werden bis zu zehn Prozent der überwiesenen Summe als Servicegebühr fällig. Ärgerlich. Den gebürtigen Esten Taavet Hinrikus hat der Ärger zum Gründen motiviert: Sein Unternehmen Transferwise ist zwei Jahre alt und wird gerade in Deutschland aktiv. Über den Dienst verschicken Nutzer online von einer Kreditkarte, per Sofortüberweisung oder vom Treuhandkonto des Start-ups Geld in alle Welt. Sie bezahlen dafür einen Euro sowie rund 0,5 Prozent der Summe: Das ist im Normalfall rund 85 Prozent billiger als bei einer Bank, so Hinrikus. Seit dem Start hat Transferwise angeblich 300 Millionen Euro an den Banken vorbeigeschleust. Peter Thiel, Mitgründer von Paypal, hat in Transferwise investiert. Hinrikus will Transferwise zum Skype der Finanzdienstleister machen. vs Kinder-Sicherung H ubert Burda Media und die Bertelsmann-Gruppe haben sich über die israelische Beteiligungsgesellschaft Lool Ventures an Kidoz beteiligt. Das Unternehmen aus Tel Aviv wurde 2009 von Gai Havkin gegründet und hat sich einen Namen gemacht mit einem kinderfreundlichen Media Browser für Computer. Seit vergangenem Herbst setzt Kidoz verstärkt auf den mobilen Internet-Zugriff: Mit der App des israelischen Unternehmens begrenzen Eltern die Nutzung ihrer Smartphones und Tablets durch ihre Sprösslinge. Je nach Alter verwehrt die App Zugriff auf Webseiten mit nicht kindgerechten Inhalten, aber auch auf Funktionen von Smartphone und Tablet, die nicht für Kinderhände bestimmt sind. Melden Eltern ihr Kind am mobilen Gerät an, zeigt dieses eine kindgerechte Oberfläche mit Icons von Spielen, Such- und Kommunikationsfunktionen an. Für die Kindersicherung greift die App tiefer in die Betriebssysteme der Geräte ein als die Kindersicherungen von Konkurrenten wie Famigo, Play Safe oder Ycombinator. So sollen es selbst schlaue Kinder nicht schaffen, Grenzen zu Gemeinsam stärker Zimmervermittler gründen Verband Airbnb bekommt viel Kapital rivat oder gewerblich? Das ist zurzeit Pdie Frage, die Zimmervermittlungen wie Airbnb, 9Flats und Wimdu umtreibt. Hier buchen Reisende Zimmer und Ferienwohnungen von privat. Steuerbehörden in Deutschland, den USA, Kanada und Spanien nehmen die Vermieter ins Visier, weil viele nicht nur gelegentlich Zimmer Auf Tour: Immer mehr Touristen mieten sich ihre Ferienunterkunft von privat vermieten, sondern daraus ein florierendes Geschäft machen. Airbnb-Nutzer sollen Steuern zahlen, sagt Airbnb-Gründer Nathan Blecharczyk. Unklar ist, wie das funktionieren soll. Die Einkünfte aus der kurzfristigen Vermietung sind steuertechnisch nur schwer zu belegen. Foto: Fotolia / XIV Burda und Bertelsmann beteiligen sich an Browser-Spezialist Kidoz Während Blecharczyk auf das Einsehen der Behörden hofft, tut sich die Konkurrenz in Europa als Verein zusammen: Die Zeit ist reif, gemeinsam die Interessen unserer Nutzer zu vertreten, meint etwa Arnaud Bertrand, Gründer von Housetrip in Genf. Die Interessengemeinschaft privater Unterkünfte will für die neue Art des Reisens werben, sich aber auch gegen politische Forderungen oder gar Wettbewerber durchsetzen: Hoteliers ist die im Internet erwachsene Konkurrenz ein Dorn im Auge. Die Plattformen vermitteln inzwischen mehrere Hunderttausend Übernachtungen pro Jahr und so versuchen Hoteliers immer wieder, die privaten Gastgeber vor Gericht zur Unterlassung ihres Angebots zu zwingen. Ältester und zugleich mächtigster Konkurrent ist der 2007 gegründete Anbieter Airbnb will Airbnb bei der Zahl der Übernachtungen die Millionenmarke knacken. Am Unternehmen aus San Francisco haben sich 2011 diverse Investoren mit 112 Millionen US-Dollar beteiligt, jetzt bekam Airbnb weitere 200 Millionen Dollar von ihnen. Die Konkurrenz in Europa kann Wachstum und Expansion indes, wenn überhaupt, nur mit einstelligen Millionenbeträgen finanzieren. Ein gemeinsames Vorgehen könnte zumindest Kosten senken helfen. vs Kidoz macht Tablets und Smartphones sicher für Kinder und bietet Spiele und Informationen für kleine Surfer überwinden. Statt auf die App Stores verlässt sich Kidoz außerdem auf Partnerschaften mit Geräteherstellern: Sie installieren die App von Kidoz vor oder nutzen diese als White-Label-Version und als eigene Kindersicherung. Kidoz verdient daher mehr am Verkauf von Lizenzen als durch Premiumfunktionen. 1,5 Millionen Geräte sind mit Kidoz ausgestattet, nur etwa jeder fünfte Nutzer hat die App aus einem App Store geladen. Mit den insgesamt 2,5 Millionen US- Dollar aus der Finanzierungsrunde wird Kidoz sein Team erweitern, die Technik verbessern und eigene mobile Inhalte für Kinder entwickeln. Neuestes Angebot: Kidoz Pass ein Abomodell, mit dem Eltern mehr kindgerechte Inhalte für ihre Geräte zukaufen können. vs Radschloss mit Web-Zugang it ihrer Weltneuheit Lock8 haben MFranz Salzmann und Daniel Zajarias-Fainsod Ende Oktober in Berlin das Startup Battlefield der Gründermesse Tech Crunch Disrupt für sich entschieden: Lock8 ist ein smartes Fahrradschloss und wird mithilfe von Smartphones gesteuert: Die Eingabe eines Codes sichert Lock8: Smartes Fahrradschloss bei der Tech Crunch Disrupt ausgezeichnet das Rad, die App zeigt den Standort und meldet sich, wenn am Schloss manipuliert oder der Standort verändert wird. Die Registrierung in der Lock8-Community bietet mehr Sicherheit, erklärt Salzmann, und: Der Akku des Schlosses lädt sich automatisch beim Fahren wieder auf. Im Frühjahr 2014 soll Lock8 ausgeliefert werden. Bis dahin sollen die Android- und Windows-Versionen der App fertig sein. Zurzeit sucht das Londoner Start-up erste Besteller und Investoren bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter.com. vs Hier finden Sie Nachrichten von jungen Firmen und Investoren 6WUNDERKINDER.COM 30 Millionen Dollar US-Investor Sequoia Capital, der schon Google und Apple mitfinanzierte, hat sich mit 30 Millionen US-Dollar an 6Wunderkinder beteiligt. Das Berliner Start-up vertreibt seit 2010 die App Wunderlist, mit der Nutzer Aufgaben verwalten, Notizen speichern und sich an Termine erinnern lassen. Die App gehört zu den beliebtesten Diensten bei itunes, wurde von sechs Millionen Menschen geladen und existiert in 20 Sprachversionen. Sie ist kostenlos, enthält aber kostenpflichtige Dienste. vs PINTEREST.COM Endlich Geld verdienen Drei Jahre nach dem Start 2010 will Pinterest jetzt endlich Geld verdienen: Zur Entwicklung eines Vermarktungskonzepts sowie zur Expansion hat sich das Start-up aus San Francisco gerade eine Finanzspritze von 225 Millionen US-Dollar gesichert. Insgesamt ist Pinterest mit 565 Millionen Dollar finanziert. 50 Millionen Nutzer und Unternehmen posten auf der digitalen Pinnwand Bilder plus Beschreibungen. Diese können mit Sites und Shops verlinkt und als Werbeträger vermarktet werden. vs SHAVE-LAB.COM Internationalisierung Zwei Jahre nach dem Start expandiert Shave-Lab nach Skandinavien. Das Münchner Start-up, das Rasierer und Klingen verkauft, setzt bei der Internationalisierung auf Lizenzpartner, in Skandinavien auf Real Dream Finland Oy: Wir liefern das Produkt-Know-how, so Gründer Christopher von Hallwyl. Unsere Partner kennen die landestypischen Logistik- und Marketingkanäle will Shave-Lab auf diese Art auch nach Brasilien und Indien expandieren. vs SOUNDCLOUD.COM Kooperation mit Instagram Soundcloud kooperiert neuerdings mit dem mobilen Bilderdienst Instagram. Hier posten Nutzer eigene Bilder, die sie unterwegs machen. Wer bei Soundcloud selbst produzierte Musik einstellt, kann diese nun mit Bildern von Instagram illustrieren. Es ist cool, beide Dienste zusammenzubringen, sagt Soundcloud-Gründer Alexander Ljung. Soundcloud zählt pro Monat 250 Millionen Nutzer, Instagram erreicht 150 Millionen weltweit. vs PUTNAM Kleiner Teil von Zalando Die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Putnam hat sich mit 72 Millionen US-Dollar zwei Prozent am Modehändler Zalando gesichert. Wer Zalando heute übernehmen wollte, müsste danach rund 3,6 Milliarden Dollar auf den Tisch legen. vs

6 TRENDS & STRATEGIEN 6 Internet World BUSINESS 11. November /13 Nutzer testen Shops Mit Uinspect.me können User Websites und Shops auf ihre Bedienfreundlichkeit testen mständliche Navigation, unprakti- Bezahlprozesse, missverständ- Usche liche Aufforderungen: Händler und Web-Dienste vergraulen mit Angaben oder gestalterischen Elementen auf ihren Sites Nutzer. Tests brächten Klarheit, was die Usability stört. Doch Spezialisten, die meistens die Seiten prüfen, sind teuer. Als Alternative zu den Laboren bietet Uinspect.me Tests mit Usern: Innerhalb von 24 Stunden können Usability-Tests ausgeschrieben und durchgeführt werden, sagt Karsten Ackermann, Mitgrün- Uinspect.me entsteht Anfang 2012 und startet im August 2012 sein Angebot Die Karlsruher bieten die Technik und die Nutzer für Tests zur Bedienbarkeit und Wirksamkeit von Websites, Shops Mitarbeiter: Gründer-Team Finanziert: Gründer Uinspect.me: Mehr als User testen Shops und Websites der des Karlsruher Start-ups. Bei uns testen Nutzer Sites mit ihren Geräten. Das Ergebnis sind reale Erfahrungen, anhand derer Websites verbessert werden können. Seit dem Start von Uinspect.me 2012 haben sich mehr als Nutzer als Tester registriert. Die Community ist bunt gemischt, erklärt Ackermann, Männer und Frauen sind in etwa zu gleichen Teilen vertreten, es gibt wenige über 60, aber einige über 50 Jahre. Für Tests formulieren Auftraggeber Aufgaben und wählen Nutzergruppen. Fünf bis zehn Testläufe reichen aus, um grobe Fehler in der Usability aufzuspüren, weiß Ackermann. Wie User surfen, zeichnet der Screen Recorder von Uinspect.me auf, außerdem die akustischen Kommentare der Tester. Als Ergebnis erhalten die Auftraggeber Videos von Testsessions, die zeigen, woran die User scheitern. Je nach Anzahl und Länge werden pro Testlauf ab 19 Euro fällig, einen Teil bekommt der Test-User. Für 990 Euro sichtet das Team zudem die Videos, benennt die Usability-Probleme Uinspect-Chefs: Thomas Weber, Christian Schroth (li.) und empfiehlt Maßnahmen. Sogar große Shops beinhalten Schnitzer, Dienste sind oft umständlich geschildert, beobachtet Ackermann. Versandapotheken etwa verlangen die Eingabe von Wirkstoffen statt Arzneinamen und Fotobuchanbieter fordern nach dem Hochladen der Bilder eine zweite Auswahl: Solche Missverständnisse entstehen durch die Betriebsblindheit von Planern, Designern und Entwicklern, sagt Ackermann. Die Nutzer korrigieren dann deren Vorstellungen. vs Tracking im Einzelhandel 42reports speichert und analysiert mittels Funksignalen Kundenbewegungen in Läden Eine gute Idee für einen (mobilen) Service, eine praktische Technik oder der Web-basierte Helfer im Internet-Alltag: Hier stellt INTERNET WORLD Business regelmäßig junge Unternehmen und ihre Angebote für E-Commerce und Online Marketing vor. Alle Beiträge dieser Serie finden Sie online im Heftarchiv auf unter dem Webcode Logistikdienste leicht buchen eraltete Schnittstellen, wenig Service: VOnline-Händler und Versender kennen den Aufwand, Logistikdienstleister wie DHL, DPD oder Hermes ins Warenwirtschafts- und Shop-System einzubinden. Das dauert oft Dutzende Gründung: Mai 2013, Start August 2013 Shipcloud erleichtert als Software as a Service den Zugang zu Logistikdienstleistungen. Nutzer bezahlen dafür Miete Mitarbeiter: Gründer Finanzierung: Gründer, Business Angel, erste Finanzierung in Planung racking ist im Web-Handel TAlltag und hilft dort, die Funktionalität von Shops zu verbessern. Wenn es aber um die Bewegungen von Kunden in realen Geschäften geht, mussten die Händler hierfür bisher Lichtschranken und Kameras einsetzen Geräte, die Sensoren oder Linsen nur eingeschränkt ausrichten können. Wir nutzen die Wi-Fi-Signale von mobilen Geräten und Handys, um Bewegungen zu erfassen, erklärt Christian Wallin, Gründer von 42reports. So entsteht ein vollständiges Bild davon, wo Verbraucher in Läden und Boutiquen verweilen und wie viele Wallin trackt Kunden offline 42reports.com: Kundenbewegungen im stationären Handel aufnehmen und auswerten Passanten vom Schaufenster angezogen werden. Mit den Daten richten Händler ihr Angebot besser aus, sagt Wallin. Der Einzelhandel kann sich mithilfe von Tracking-Methoden aus dem Internet mit dem Online-Handel messen. Wallin selbst ist online wie offline zu Hause: 2012 entwickelte der Kaufmann Juvalia mit; das Start-up verkauft Schmuck über Webshops. Zudem betreibt der 26-Jährige mit Freunden Frozen- Joghurt-Läden: Auf der Suche nach einem geeigneten Offline Tracking für seine Läden entdeckte er, welche Möglichkeiten Funksignale bieten, die die Mobilgeräte der Kunden aussenden. Das 42reports-System entstand: Sensoren im Laden nehmen Wi-Fi-Daten auf und speichern sie online. Händler mieten es für 100 Euro im Monat und können jederzeit Bewegungsdaten prüfen. Wir liefern keine demografischen Daten, das System soll für Händler und Kunden so einfach wie möglich bleiben, sagt Wallin. Für Daten wie Alter und Geschlecht wären Registrierungen Nach der Entwicklung eines Prototyps und ersten Projekten wird 42reports im Juli 2013 gegründet Das Start-up verkauft Funk- und Online- Technik, mit der Läden Kundenbewegungen nachverfolgen und auswerten können Mitarbeiter: 7 Finanzierung: Gründer, Business Angel nötig, die Kombination aus den Angaben wäre zudem rechtlich bedenklich. Doch auch so zeigt 42reports, dass sich Kunden in Supermärkten länger in Frische- und Kühlzonen aufhalten, dass Aktionsware, wenn sie im Weg steht, auch beachtet wird. Neben ersten Super- und Baumärkten arbeiten Boutiquen, Cafés und Salatbars mit 42reports und Makler setzen auf die Technik, um den Traffic oder die Frequenz von Handelsimmobilien zu belegen. Erste Investoren erkennen bereits die Marktchancen, und das Team arbeitet an der Optimierung der Datenaufbereitung. vs von Manntagen, weiß Claus Fahlbusch, Mitgründer von Shipcloud.io. Das Hamburger Start-up vereinfacht die Integration, vereinheitlicht Schnittstellen und baut mit seiner Plattform eine bequeme Brücke zu Carriern: zunächst zu den fünf Großen, bald auch zu internationalen, zu Speditionen und zu Spezialisten wie Tiramizoo. Wir sind kein Preisvergleich, stellt Fahlbusch klar. Trotzdem soll Shipcloud den Wettbewerb fördern: Händler, die einen Carrier ausprobieren oder den Zuverlässigsten einer Region wählen wollen, können schnell wechseln oder mehrere Logistiker parallel einsetzen. Doch die Vereinfachung kostet: Bis Ende des Jahres gelten für die Nutzung von Shipcloud Sonderkonditionen, ab 2014 werden abhängig von der Anzahl der Sendungen 20 Euro und mehr im Monat fällig. Händler mit kleineren Paketmengen bieten wir Zugang zu Geschäftskundenkonditionen, so Fahlbusch. Außerdem arbeiten wir an Mehrwertdiensten wie Statistiken, mit denen der Versand verbessert werden kann. Die Kunden wird s freuen. vs

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8 8 Internet World BUSINESS TRENDS & STRATEGIEN 11. November /13 ZUKUNFTSFORSCHUNG Schnittstelle zum Gehirn Digitale Medien haben längst sämtliche Bereiche des Alltags erobert, sie erkennen Stimmungen und kommunizieren miteinander. Die ersten Biotech-Sensoren interpretieren Hirnströme: ein Blick in die Medienzukunft im Jahr 2030 ie werden in den nächsten beiden SJahren einen Hype auslösen: die Smart Watches. Dann werden sie ebenso vom Markt verschwinden wie einst die Digitaluhren. Anschließend werden sie vielleicht noch ein kurzes Retro-Comeback erleben, 2030, in der Berliner Künstlerszene. Und danach werden sie endgültig eine Episode der Digitalisierung der Medien geworden sein. Ein ähnliches Schicksal wird wohl auch Google Glass blühen, wenn man Babak Zeini: Virtualisierung des Geldes forciert das Marketing renommierten Zukunftsforschern Glauben schenkt. In den nächsten Jahren wird es ungeheuer schick sein, sich mit der Datenbrille zu zeigen. Später wird sie nur ein Safety Wearable sein, das von älteren Menschen getragen wird: Es weist ihnen den Weg zum Notausgang, wenn es brennt, oder zur nächsten Apotheke, für den Fall, dass ein wichtiges Medikament ausgeht. Andreas Steinle, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, eines Think Tank der europäischen Trendforschung, stellt sich so die Entwicklung der digitalen Medien vor: heute gehypt, morgen weitgehend vergessen, weil der technologische Fortschritt ähnlich der permanenten Zellteilung verläuft: In zehn, zwanzig Jahren ist die Technologie in den Dingen verschwunden, sie ist unsichtbar, dafür aber allgegenwärtig, sagt Steinle. Medien sind als solche nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen. Oder anders ausgedrückt: Alles, was irgendwie eine Scheibe oder eine Fläche hat, kann auch ein Kom- munikations- Tool sein. Fenster, Bildschirme, Spiegel und Tischoberflächen wandeln sich von eindimensionalen Gegenständen in anspruchsvolle, interaktive Oberflächen, die uns mit Informationen in Echtzeit versorgen, bestätigt Sunil Bahl, Digital Strategist bei Mindshare Germany. Nur durch das Antippen der Oberfläche treten wir mit der ganzen Welt in Verbindung. Die Berührung muss also nicht mehr auf einem Mobile Device erfolgen, das vorher eingeschaltet wurde. Es genügt schon ein Fingertipp auf den Spiegel im Badezimmer und schon sehen wir das Morgenmagazin, können nebenbei s checken oder mit Freunden chatten. In zehn Jahren, meint Thomas Port, Geschäftsführer Digital Sevenone Media, werden Inhalte mittels Lichtquellen verbreitet. Orte und Räume werden dann die neuen Screens, Medien der Zukunft: Fette Rechner waren gestern. Künftig kann über jede Oberfläche kommuniziert werden und alle Bilder werden bewegt sein. War vor wenigen Jahren noch eine Bildröhre in der Größe einer Getränkekiste nötig, um ein Bild auf den Bildschirm zu zaubern, reicht schon bald ein Kabel. Medien wird es als definierte Informationskanäle, wie wir sie heute kennen, nicht mehr geben, weil nahezu alles irgendwie und immer kommunizieren kann. Von Medien in herkömmlicher Form zu sprechen, ist dann echt unsinnig, sagt der Trendforscher Sven Gábor Jánszky, denn natürlich wird es keine eigenen Redaktionen für Badezimmerspiegel und ICE-Sitze geben. All diese Displays werden dann entweder von integrierten Medienhäusern bespielt oder durch elektronische Assistenten. Assistenten führen durch das Web Diese digitalen Assistenten könnten die Nachfolger der heutigen Apps werden. Sie lernen, sich im Laufe der Monate an ihren persönlichen User, dessen Interessen und Vorlieben, anzupassen und leiten durch die virtuelle Welt. Sie helfen bei der Interpretation schwieriger Sachverhalte, und das in jeder Lebenslage. Denn die digitalen Botschaften sind ständig und überall verfügbar: in Brillen, auf Armbändern, in der Kleidung, auf Uhren und Kontaktlinsen. Und man wird nicht mehr nur mittels Wisch- und Touch- Bewegungen kommunizieren. Es wird neue, intuitive Interaktionsformen geben: Gesten, Worte, Emotionen, Grimassen, Geräusche. Digitale Medien erhalten einen direkten, fast schon intimen Zugang zu ihren Zielgruppen, sagt Ruslan Krohn, Geschäftsführer bei TBO Interactive. Sie werden in die alltäglichen Kommunikationssysteme eingewoben. Forciert wird diese Entwicklung durch die Kommunikation der Gegenstände untereinander. Der Kühlschrank meldet dem Online Shop, wenn das Bier aus ist. Die Zahnbürste ist mit der Datenbank des Zahnarztes gekoppelt, die angepasst an den persönlichen Kalender einen Vorschlag für den nächsten Termin beim Arzt macht. Das amerikanische Telko-Unternehmen Cisco rechnet damit, dass bis 2020 rund 50 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein werden. Damit ergeben sich für individuelle und personalisierte Werbung eine Menge neuer Möglichkeiten, so Zukunftsforscher Praktischer Spiegel: Schminken, Wettervorhersage und Mailen Foto: Fotolia / Peshkova Steinle. Wenn der Sprit in meinem Auto zur Neige geht, werde ich von der nächsten Tankstelle ein exklusives Angebot zugespielt bekommen. So kann sie also aussehen, die digitale Medienwelt im Jahr 2030: Intelligente Geräte sind in einem engmaschigen Netz miteinander verwoben, saugen Unmengen an Daten auf, verarbeiten sie, filtern daraus individuell angepasste Vorschläge zur Mediennutzung, zum Entertainment, zum Konsum, zum sozialen Verhalten. Sie personalisieren gewissermaßen die Umgebung, meint Esther Egli, Trend- Analystin beim Forschungsinstitut Trendone: Technologien haben gelernt, unsere Stimmung zu interpretieren und in Form von Daten zu speichern. Aus Daten werden Inhalte, die einen auf der Straße, in Geschäften oder der Metro ansprechen. Der Nachteil: Überall werden wir zum Konsumieren aufgefordert an Haltestellen, am PoS, eben bevorzugt da, wo wir ein wenig verweilen oder nur einen Hauch von Konsumbereitschaft zeigen. Hoffentlich, sagt Matthias Michael von der Unternehmensberatung Engel & Zimmermann, werden wir wenigstens im Flieger und in der Bahn in Ruhe gelassen. Theoretisch kann die Werbewirtschaft also künftig in Bereiche vordringen, die bislang reklamefrei waren. Allerdings kann der Verbraucher sein Mitspracherecht wahrnehmen. Denn die höchst individuelle Selektion der Medieninhalte verschafft dem User auch die Macht, nur noch die Botschaften an sich heranzulassen, Isaac van Deelen: In 20 Jahren wird direkt ins Auge projiziert die ihn wirklich interessieren Wirtschaftsnachrichten, lokalen Klatsch oder regional interessante Werbung. Basierend auf unserem täglichen Verhalten, unseren Gewohnheiten und unseren Lebenssituationen getrackt durch intelligente Algorithmen und unsichtbare Sensoren werden Informationen maßgeschneidert gespielt und persönliche Inhalte generiert, sagt Egli, kein Spam mehr, keine unpassenden Retargeting Ads. Vom Smart Targeted Marketing spricht Trendone in diesem Zusammenhang. Adaptive Marketing nennt es die Agentur Mindshare. Zwar hat das Marketing schon immer seine Marken und Produkte an den Geschmack des Verbrauchers angepasst, in wenigen Jahren wird dieser Prozess aber in Echtzeit möglich sein. So könnten Sensoren auf dem Smartphone checken, in welcher Stimmung sich

9 23/ November 2013 TRENDS & STRATEGIEN Internet World BUSINESS 9 der User gerade befindet, und ihm entsprechend seiner Gemütslage eine Getränkemarke empfehlen. Einen zusätzlichen Schub erhält dies durch die Virtualisierung des Geldes, wie Babak Zeini, Chef der Zukunfts- und Innovationsberatung Futurest betont. Dies werde jede direkte Transaktion vereinfachen. Zeini: Marketing bedeutet künftig, ohne Medienbruch zu verkaufen. Technik im Körper Christoph Steinhard: Hirnimpulse aufzeichnen und abspeichern Sensoren im Handy werden ein großes Thema werden. Heute werden GPS und RFID (zur Geräteerkennung) genutzt. Morgen könnten Sensoren Objekte und Gesichter erkennen, Emotionen deuten und Gedanken erraten. Für die Werbung bedeutet dies eine höchstmögliche Adaptivität sagt Jánszky. Egal, über welches Medium der Verbraucher angesprochen wird, immer kann individuell auf seine momentane Situation, seine Emotionen, seine Gedanken eingegangen werden. Was nach Science-Fiction klingt, wird in der Zukunftsforschung momentan ernsthaft diskutiert. Bioelektronische Schnittstellen sind das nächste große Thema die Technik verlagert sich in den Körper. Google Glass ist der Entwicklungsschritt vor das Auge, erklärt Isaac van Deelen, Geschäftsführer von Timelabs Management Consulting. In zwanzig Jahren wird direkt ins Auge projiziert. Die Brille sei damit der erste Schritt auf dem Weg zum Brain Interface, zur direkten Kommunikation mit dem menschlichen Gehirn. Christoph Steinhard von Projektwerft in Hamburg hat skizziert, welche Medienrealitäten 2020 und 2030 vorstellbar sind (siehe Grafik rechts). So sind für den Studenten Lukas, der sich im Always on - Netz in einem permanenten Informationsstrom bewegt, automatische Filter eine Selbstverständlichkeit. Bis ins Jahr 2030 wird dann ein extremer Paradigmenwechsel stattfinden, sagt Steinhard. Denn dann ist die Biotechnologie reif für den Kommunikationsprozess. Eine Erweiterung von Sinneserfahrungen per Biotech-Sensoren und Biotech-Interfaces wird sich von allen bisherigen Medien und Kommunikationsmitteln der Menschheitsgeschichte unterscheiden. Forscher gehen davon aus, dass über Interface-Schnittstellen mit dem Gehirn Stimmungen und Gedanken interpretiert werden können. Hirnimpulse werden übersetzt und auf gezeichnet. Man kann seine Erlebnisse erfassen und abspeichern, wie mit einer Action-Cam, so Steinhard. Ist das nun gruselig? Fortschrittlich? Bedrohlich? Und was bedeutet das für die Werbung? Letztendlich, sagt Consulter Matthias Michael, geht es darum, die Menschen zu verstehen. Es geht ums intelligente Erzählen von Geschichten, die Emotionen wecken und selbstverständlich auch ums Verkaufen. Und das war schließlich schon immer der Job der Werber. Im Grunde sollte sich also für die Werbebranche auch im neuen Digitalzeitalter nicht allzu viel ändern. HELMUT VAN RINSUM

10 MARKETING & WERBUNG 10 Internet World BUSINESS 11. November /13 CLIPKIT Automatisierter Video-Einkauf Real-Time Bidding greift auch auf den Bewegtbildmarkt über. Der Online-Video- Vermarkter Clipkit startet nun eine Plattform, über die Werbungtreibende automatisiert Video-Inventar kaufen können. Die Plattform bietet Zugang zu Videos von 300 Publishern mit insgesamt 250 Millionen Video Ad Impressions pro Monat. Der Vermarkter geht davon aus, dass sich Programmatic Video Ad Sales in Europa mehr als verdreifachen wird. Neben der massiven Effizienzsteigerung sind neue Targeting-Möglichkeiten und Transparenz die wesentlichen Argumente für diesen Trend, so Clipkit-Chef Mathias Blüm. vg INSTAGRAM Erste Werbeaktion Likes innerhalb von 18 Stunden hat der erste gesponserte Beitrag auf Instagram dem Designer Michael Kors eingebracht. Dieser schaltete am 1. November die Anzeige auf Instagram kurz nachdem die Macher von Facebooks Foto-App im September erklärt hatten, sich für Werbung zu öffnen. Das User-Engagement für den gesponserten Beitrag war laut der Analyseplattform Nitrogram viermal so groß wie normalerweise. Mehr als Abonnenten konnte Kors innerhalb von 18 Stunden gewinnen. Ein Vergleich des bisherigen durchschnittlichen Follower- Wachstums zeigt, dass dank der Anzeige sechzehnmal so viele Abonnenten gewonnen wurden wie üblich. skr TOMORROW FOCUS MEDIA Social-Media-Studie Männer sind anders, Frauen auch, besonders in ihrem Social-Media-Verhalten, das belegt die aktuelle Social-Trends-Studie von Vermarkter Tomorrow Focus Media. So nutzen Männer Xing, Facebook & Co. vor allen Dingen für berufliche Zwecke, Zugang zu Social Media Stationärer Computer Laptop Smartphone Anzeige Tablet 23,6 % 54,8 % 55,7 % Social Media wird immer mobiler, jeder Zweite nutzt es schon per Smartphone Quelle: Tomorrow Focus Media; Oktober 2013 INTERNET WORLD Business 23/13 69,9 % Frauen wiederum posten bevorzugt Statusmeldungen und nutzen Social Games. Doch egal ob männlich oder weiblich, Social Media wird zunehmend mobiler, jeder Zweite loggt sich vom Handy aus ein. 69,9 Prozent per Laptop. vg Marken bleiben Online treu Umfrage unter Markenartiklern: Online-Werbung legt trotz sinkender Budgets zu ass die Unternehmen 2013 wesentlich Dweniger Geld in Werbung investierten als noch 2013, hat bereits die Nielsen- Werbestatistik für das laufende Jahr 2013 aufgezeigt. Demnach kürzten die Top- Ten-Werbungtreibenden ihre Spendings in den ersten neun Monaten gegenüber 2012 um teilweise zweistellige Beträge: Ferrero etwa um 9,8 Prozent, Unilever sogar um 11,8 Prozent mehr Geld in Werbung Etatreduzierung 14 % Gleicher Etat 35 % Etatsteigerung 51 % Jedes zweite Unternehmen investiert 2014 mehr in Werbung. Online profitiert davon INTERNET WORLD Business 23/13 Quelle: OWM-Mitglieder- Umfrage, November 2013 Diese Entwicklung bestätigte nun auch die aktuelle Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM). Demnach waren bei 44 Prozent der befragten Mitglieder die Werbebudgets niedriger als noch im Vorjahr, etwas mehr als Drittel (36 Prozent) gönnten ihrem Mediaplan hingegen mehr Geld als Prozent ließen das Volumen unverändert. Transparenz bei Werbeeinblendungen Sieben Online-Unternehmen für vorbildliches Online Behavioural Targeting zertifiziert ber ein Jahr hat es seit Gründung der ÜEuropean Interactive Digital Advertising Alliance (EDAA) gedauert, bis die ersten Unternehmen das EDAA-Gütesiegel für vorbildliches Online Behavioural Targeting bekommen haben. Die EDAA setzt sich europaweit für Transparenz und Selbstbestimmung im Bereich der nutzerverhaltensbasierten Online-Werbung (Online Behavioural Advertising OBA) ein. Der freiwilligen Initiative sind europaweit mehr als 200 Unternehmen aus der Online-Branche beigetreten. Erste zertifizierte Unternehmen sind die beiden Vermarkter United Internet Media und OMS, die Agentur Serviceplan, die Targeting-Dienstleister Next Audience und Nugg Ad, der Performance-Marketing-Anbieter Kupona sowie die Media- Einkaufsplattform Rocket Fuel. Die Prüfung vorgenommen hat eprivacyconsult, eines von vier Unternehmen, die von der EDAA mit der Zertifizierung beauftragt wurden. Zu diesem Zweck hat der Ham wollen die Markenartikler aber wieder mehr in Werbemaßnahmen investieren. Jeder Zweite plant, seine Budgets aufzustocken, ein Drittel (34 Prozent) will die Höhe der Etats unverändert lassen. Nur bei 14 Prozent werden sich die Media- Ausgaben verringern. Damit ist die Stimmung deutlich positiver als noch vor einem Jahr, sagt Tina Beuchler, Vorstandsvorsitzende der OWM. Die Umfrage stellte der Markenverband auf seiner Fachtagung am 7. November in Berlin vor. Vor allem die digitalen Medien dürften weiterhin von den steigenden Etats profitieren. Ungeachtet sinkender Spendings haben die Werbungtreibenden ihre Ausgaben für Online- Werbung bereits in diesem Jahr angehoben. Drei Viertel (73 Prozent) der Befragten gaben an, mehr in Internet-Werbung investiert zu haben als im Jahr zuvor, nur zwei Prozent haben ihre Ausgaben in diesem Bereich verringert. Dieser Trend hält bereits seit einigen Jahren an. Die steigenden Werbeinvestitionen unserer Mitgliedsunternehmen in digitale Medien zeigen, dass sie Online-Werbung ausgesprochen positiv gegenüberstehen. Für viele erfolgreiche Markenkampagnen sind digitale Medien einfach essenziell, so Beuchler. Als wichtigste Trends für das Marketing der Zukunft sehen die Werbungtreibenden demnach die zunehmende Verfügbarkeit von Daten sowie das Vorrücken mobiler Technologien. Vor diesem Das EDAA-Prüfsiegel dürfen sich sieben Unternehmen an die Fahne heften burger Consulter 30 Tage lang die Werbemaßnahmen der Unternehmen verfolgt; dazu kommen regelmäßige Stichproben. Das europäische Gütesiegel bescheinigt den Unternehmen nun, dass ihre Targeting-basierte Werbung den EDAA-Transparenzrichtlinien entspricht. Heißt: Jede verhaltensbasierte Werbung bekommt zuverlässig das kleine i -Icon eingeblendet, dass auf Targeting hinweist und den Nutzern neben der Information, warum sie die Werbung zugestellt bekommen, die Tina Beuchler glaubt an Online, trotz Kritik Stehen hoch in der Gunst der Werbungtreibenden: digitale Medien Hintergrund lautet der Titel der diesjährigen OWM-Fachtagung: Mensch oder Maschine: Wer hat im Marketing Cockpit das Sagen? Immer noch Dauerbrenner auf der Fachtagung: die kritische Frage nach Leistungsnachweisen für Online. Die Werbungtreibenden wünschen sich mehrheitlich verbesserte Belege über die Werbewirkung und verstärkte Anstrengungen auf dem Weg zu einer einheitlichen Media-Währung. Hier zumindest gibt es Licht am Ende des Tunnels: Für 2014 kündigt die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (Agma) erstmals eine Intermedia-Datei an, in der auch Online mit vergleichbaren Reichweiten enthalten ist. vg Möglichkeit gibt, sich von weiteren Werbemaßnahmen abzumelden. Das Siegel wird jeweils für ein Jahr verliehen. Den Erfolg dieser Initiative schauen sich nun auch Europas Datenschutzhüter an. Am 12. November findet in Brüssel der OBA Roundtable vor Vertretern der EU-Kommission statt,. Dort sollen der aktuelle Status der Umsetzung von Datenschutzrichtlinien, aber auch Weiterentwicklungen des Targeting-Regelwerks besprochen werden. Unter anderem, bestätigt Christoph Bauer, geschäftsführender Gesellschafter von eprivacyconsult, soll dort auch über eine Ausweitung der Prüfung auf mobile Webseiten und Apps gesprochen werden. Im Gegensatz zu proprietären Apps stellt die Einblendung des Targeting-Icons zumindest auf mobilen Websites kein großes Problem dar. Eine Ausweitung auf Mobile ist sehr wahrscheinlich, auch wenn es noch einer genauen technischen Lösung für Apps bedarf, glaubt Bauer. vg Foto: Fotolia / Scanrail

11 AUSSERGEWÖHNLICH VERSICHERT WISSEN SIE EIGENTLICH, WELCHE GEFAHREN IM CYBERSPACE LAUERN? Wir versichern Ihr Unternehmen gegen unsichtbare Gefahren wie Hackerangriffe und Datenverlust. Unsere umfassenden Assistance- Leistungen in den Bereichen Prävention und Risiko bekämpfung räumen Risken aus und helfen, Schäden zu vermeiden. Jetzt online informieren auf hiscox.de Cyber Risk Management by Hiscox hiscox.de

12 MARKETING & WERBUNG 12 Internet World BUSINESS 11. November /13 ONLINE-WERBUNG Italien will Google-Steuer Die Partito Democratico (PD), eine der Parteien in der gegenwärtigen italienischen Regierungskoalition, will von Google mehr Steuereinnahmen erhalten. Dazu soll der Konzern ebenso wie andere ausländische Firmen wie Amazon und ebay dazu gezwungen werden, seine an Italiener gerichteten Aktivitäten ausschließlich über eine im Land ansässige Niederlassung abzuwickeln und die dabei entstehenden Umsätze dortselbst zu versteuern. Dies ist nicht der erste italienische Vorstoß, die Umsätze internationaler Konzerne stärker zu besteuern. Doch zum ersten Mal liegt dem Parlament in Rom tatsächlich ein Gesetzentwurf zu diesem Thema vor dem Experten allerdings nur geringe Chancen zur Umsetzung einräumen. fk BELBOON Tracking ohne Cookies Fingerprint statt Cookie: Neues Tool für Affiliate Marketing von Belboon Affiliate Marketing ohne Cookies bislang eine undenkbare Vorstellung. Die Yoc- Tochter Belboon hat jetzt ein Tool angekündigt, das exakt dies ermöglichen soll. Belboon setzt auf Digital Fingerprinting, bei dem ein Endgerät anhand seiner Softund Hardware-Merkmale identifiziert wird, eine Technik, die nach Aussage von Belboon-Geschäftsführer Dirk Kraus, im Mobile- Bereich bereits das bevorzugte Tracking- Verfahren sein soll. Damit bietet Belboon seinen Publishern eine Alternative für den Fall, dass Third Party Cookies vom Nutzer deaktiviert wurden. Die gesamte Performance-Branche arbeitet mit Hochdruck an Alternativen zum Cookie Tracking, da die neueste Generation der Internet Browser diese Technik nicht mehr unterstützt. fk PUBMATIC Hilfe für kleinere Kunden Das amerikanische Werbenetzwerk Pubmatic stellt sein Software Development Kit (SDK) zur Optimierung mobiler Kampagnen für Real-Time Bidding (RTB) jetzt allen Kunden zur Verfügung. Bislang gab es die Tools nur für Premiumkunden, deren Mobile-Inventar mindestens eine Millionen Impressions pro Monat brachte. Mit der Öffnung der Entwicklungsumgebung auch für kleinere Publisher erleichtert Pubmatic diesem Kundenkreis den Zugang zu Ad Networks, die Anzeigenplatzierungen in Echtzeit buchen. Einen Premiumstatus erreicht ein Publisher jetzt automatisch, wenn er genug Impressions liefert. fk Anzeige Google führt Tarnkappe ein ahrelang gehörte sie zum klei- Einmaleins der Suchma- Jnen schinenoptimierung (SEO): die Auswertung der Begriffe, nach denen Nutzer gesucht haben, bevor Google ihnen eine bestimmte Seite als Suchergebnis präsentierte. Damit ließ sich nachvollziehen, ob der Inhalt der Seite mit den Erwartungen der Nutzer übereinstimmt. Und das schönste daran: Google lieferte diese Informationen den Anwendern seines Web-Analyse-Tools Google Analytics völlig gratis. 70 Prozent unbekannt Damit dürfte bald Schluss sein. In den gängigen Analyse-Tools wird der Anteil der Besucher, zu denen Google keine Keyword- Informationen weitergibt, immer größer. Inzwischen fallen über 70 Prozent aller in der Keyword- Liste ausgewiesenen Begriffe in die Kategorie not provided. Encrypted Search, so heißt diese Technik, wurde ursprünglich von Google als Schutz der Privatsphäre ihrer Nutzer angekündigt. Bereits 2011 führte Google eine SSL-Verschlüsselung für Abfragen von Nutzern ein, die sich bei Google angemeldet haben. Auch Suchen aus der Chrome Omnibox werden nicht mehr ausgewertet. Allerdings, so legen Beiträge auf amerikanischen SEO-Blogs nahe, ist es nicht der reine Altruismus, der Google dazu treibt, zu immer größeren Teilen die Keyword- Leads werden wichtiger er Stellenwert der eigenen Website als DLead-Generator nimmt nach Einschätzung von Branchenexperten nach wie vor zu. Im Rahmen einer Befragung zur Studie Digital Dialog Insights 2012 hatten die Befragten die Lead-Generie- Encrypted Search bereitet SEOs zunehmend Kopfzerbrechen Das Verhalten des Nutzers wird von Google geheim gehalten Details des von ihm vermittelten Traffics zurückzuhalten. Beim Blog Search Engine Land wird gemutmaßt, der Suchkonzern wolle durch die zunehmende Verschlüsselung der NSA das Schnüffeln erschweren. Doch vermutlich geht es vor allem ums Geldverdienen. So stellt Google seinen zahlenden Adwords-Kunden nach wie vor alle relevanten Informationen zum Klickverhalten der Nutzer bereit. Schließlich liegt eine möglichst erfolgreich optimierte Adwords-Kampagne nicht nur im Interesse Generierung von Kundenkontakten gewinnt an Bedeutung Lead-Generierung auf der eigenen Website Zurückgegangen Gestiegen > 10 % Weiß nicht 18 % 43 % 12 % 27 % 55 % 14 % 29 % Gleich geblieben Gestiegen < 10 % 26 % 13 % 38 % 14 % 11 % 9 % Produzierendes Handel Dienstleister Gesamt Gewerbe Über 80 Prozent melden steigende oder gleichbleibende Werte INTERNET WORLD Business 23/13 Quelle: Digital Dialog Insights 2013 rung über die eigene Webseite auf 65 Prozent geschätzt. Jetzt, in einer aktuellen Neuauflage der Studie, gehen über 40 Prozent der Befragten davon aus, dass die Zahl der über ihre Website gewonnenen Kundenkontakte weiter zugenommen hat. 26 Prozent sehen für diese Marketingdisziplin sogar ein Wachstum von mehr als zehn Prozent. Eine besondere Rolle 10 % 26 % 15 % 40 % spielt Lead-Generierung über die Website offenbar im Handel, hier melden mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten Wachstum und nur 14 Prozent einen Rückgang. Die Studie Digital Dialog Insights 2013 wurde von der Hochschule der Medien (HdM) unter Federführung der Professoren Harald Eichsteller und Jürgen Seitz erstellt. Befragt wurden 124 Experten aus verschiedenen Wirtschaftszweigen. fk Foto: Fotolia / Kantver des Anzeigenkunden auch Google verdient an Adwords nur, wenn Nutzer klicken. Eine Umfrage der Marketing- Analyse-Plattform Hubspot unter amerikanischen SEOs lieferte einige Hinweise, wie man aus der Situation das Beste machen kann. Larry Kim, Gründer und CTO der SEO-Plattform Wordstream, empfiehlt Adwords-Anzeigenkunden, die Erkenntnisse über die Keyword-Verteilung aus den Adwords-Analysen auch für die Website-Optimierung anzuwenden. Aaron Aders, Mitbegründer des SEO-Dienstleisters Digitalrelevance, rät hingegen, sich von der Keyword-Fixiertheit bei der Suchmaschinenoptimierung zu lösen. Wichtiger seien Dinge wie allgemeine Traffic-Entwicklung, Markenbekanntheit, Lead- und Sale-Generierung sowie Präsenz in Social Communities. Ein Hinweis aus den USA, den man nur bedingt in Deutschland anwenden kann, betrifft Suchportale wie Bing, Yahoo, AOL und Ask.com. Sie haben zusammen in Amerika einen Marktanteil von rund einem Drittel des Gesamtmarktes und können die Daten liefern, die Google verweigert. Allerdings birgt dieses Verfahren Risiken, denn die Suchergebnislisten der Anbieter unterscheiden sich deutlich voneinander. In Deutschland dürfte das ohnehin kaum klappen. Hier ist Google einfach zu groß. fk Aus für Komdat Solutions Eingefroren: Die Website von Komdat Solutions befindet sich derzeit im Wartungsmodus ie Website im Wartungsmodus, am DTelefon nur der Anrufbeantworter: Die auf Affiliate Marketing spezialisierte Fullservice-Agentur Komdat Solutions mit Sitz in Oberföhring bei München ist dem Vernehmen nach bereits im August 2013 in die vorläufige Insolvenz gegangen. Delikat: Komdat Solutions wird häufig verwechselt mit Komdat.com, einer Digital-Agentur in München. Die beiden Unternehmen haben jedoch nach Darstellung des Komdat.com-Chefs Holger Aurichs nichts miteinander zu tun. Angeblich soll ein Ex-Komdat.com-Mitarbeiter den Firmennamen mitgenommen haben. Nach Angaben des Affiliate-Marketing-Portals 100partnerprogramme.de betreute Komdat Solutions unter anderem die Affiliate- Programme von Hess Natur. fk

13 23/ November 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 13 Frauen sollten... Die UN-Kampagne setzt sich auf kreative und beeindruckende Weise für Frauenrechte ein Die Kampagne zeigt, wie wichtig es ist, Aufmerksamkeit für die weltweite Sexismusproblematik und Diskriminierung von Frauen zu generieren. n letzter Zeit gibt es immer Imehr Aktionen, die Themen wie Frauenrechte und Feminismus kreativ, intelligent und wirksam in Szene setzen. Eine besonders herausragende Kampagne ist die von Memac Ogilvy & Mather, Dubai, für UN Women. Sie nutzt Googles Suchanfragen-Autocomplete- Funktion als neutrale Echtzeit- Reflektion über unsere Gesellschaft: Die smarte, bestechend einfache Kampagne vervollständigt Phrasen und Sätze, die bei der Google-Suche nach women should, women cannot, women shouldn t Steckbrief Auftraggeber: UN Women Agentur: Memac Ogilvy & Mather, Dubai URL: en/ news/stories/2013/10/ women-should-ads Start: Oktober 2013 oder women need to angezeigt werden. Das sind dann beispielsweise women cannot drive, women shouldn t vote oder women should be in the kitchen. Eindrucksvoll über Plakate und Anzeigen visualisiert und beworben, deckt die Kampagne eine erschreckende Tatsache auf: Diese Ansichten werden nämlich offensichtlich weltweit von so vielen Menschen geteilt, dass Google sie bei seinen Suchergebnissen von selbst vorschlägt. Wer sich nun für Frauenrechte einsetzen und darüber diskutieren möchte, dem bietet UN Women auf Twitter über den Hashtag #womenshould Googles Autocomplete-Funktion ist Ausgangspunkt der Kampagne eine Plattform. Die Aktion thematisiert die weltweite Sexismusproblematik und rüttelt wach. Die Kampagne ist immer aktuell, denn sie macht sich digitale Inhalte zunutze, die wir als Gesellschaft selbst tagtäglich erstellen. Da jeder User die Sätze selbst googelt und damit seine eigenen, auf seinen geografischen Standort bezogenen Ergebnisse erzeugt, lässt sich die Kampagne fortlaufend reproduzieren. Vorgestellt von: Katie Taylor, Executive Creative Director von Landor Associates, Hamburg Als ich in Asien auf Geschäftsreise war, habe ich festgestellt, dass in Hongkong Frauen laut Google Autocomplete den Mund halten, erwachsen werden und mehr schlafen müssen. In diesem letzten Punkt kann ich übrigens voll und ganz zustimmen. Viele Gesichter, ein Problem: Die Diskriminierung von Frauen ist ein weltweites Thema Online-Werbung: Neue Etats, neue Kampagnen Auftraggeber Auftrag Dienstleister Astra Crossmediale Werbemaßnahmen Philipp und Keuntje für das neue Winterbockbier Astra Arschkalt Berliner Zeitung BMW Connected Drive Fitness First McDonald s Imagekampagne unter dem Claim Berliner Zeitung. Sagt alles, mit crossmedialen Werbemitteln Guerilla-Marketing-Aktion The BMW Connected Drive surprise mit Youtube-Video Crossmediale Imagekampagne für die Fitness-Kette, mit Digitalmaßnahmen sowie Plakatkampagne in den Fitness-First-Clubs Konzeption einer Internet-Plattform für den österreichischen Markt unter dem Motto Our Food. Your Questions, dazu crossmediale Werbemaßnahmen Johanssen + Kretschmer Denkwerk Demodern und Labamba DDB Tribal Wien Auftraggeber Auftrag Dienstleister Media Markt Weihnachtskampagne mit u. a. TV- und Ogilvy Online Spots Penaten Entwicklung einer Kampagne für die neue Mama - Pflegelinie, mit Online Videos auf der Internet-Seite und der Facebook-Seite von Penaten BBDO Proximity Škoda Tetesept Toyota Digital-Kampagne für den neuen Rapid Spaceback des tschechischen Autoherstellers, mit virtueller Probefahrt, interaktivem Film und Social-Media-Auftritt Konzeption eines TV- und Youtube-Spots für das Gelenk- und Muskelbad von Tetesept, einer Marke der Merz Consumer Care GmbH Kreation eines neuen TV-Spots für den Yaris Hybrid, mit Shazam-App und einem neuen Web-Portal Sinner Schrader Serviceplan Health & Life Saatchi & Saatchi Werbeleuchten für Lumia Top-Werbespender im September ist Handy-Hersteller Nokia ie teuerste Online-Kampagne im DSeptember stammt von Nokia. Der Telekommunikationskonzern gab rund Euro (brutto) aus, um sein Smartphone Lumia 1020 im Netz zu promoten. Platz 2 belegt Gruner + Jahr. Das Verlagshaus investierte Euro in Web- Kampagnen für sein Online-Einrichtungsportal Roomido.com. Auf dem dritten Rang liegt Electronic Arts. Internet-Werbung für die FIFA- 14-Spiele waren dem Entwickler von Computer Games Euro wert. sg Nokias neues Lumia 1020 INTERNET WORLD Business 23/13 Ihre Meldung fehlt? Bitte Mail an Top-Ten-Newcomer in den Werbecharts im September 2013 Die teuerste Kampagne im September stammt von Nokia Produkt Firma Sept Mio. Euro Nokia Lumia 1020 Smartphone Nokia, Ratingen 0,48 Roomido.com Gruner + Jahr Druck + Verlag, Hamburg 0,44 FIFA 14 Spiele Range Electronics Arts, Köln 0,32 Samsung Galaxy Note III Smartphone Samsung Electronics, Schwalbach 0,25 The World s End (Dt.) Universal Pictures Int. Germany, FFM 0,21 Axe Mature Her-KPS Unilever Dt., Hamburg 0,16 Just Cavalli for Him Herrenduft ITF Germany, München 0,13 Gravity (Dt.) Warner Bros. Pictures Germ., Hamburg 0,11 Daheim.de E-Comm. Haus + Garten Daheim.de Einrichtungen, Friedberg 0,11 S.Oliver Soulmate Damenduft Mäurer & Wirtz, Stolberg 0,10 Zeitraum: Quelle: Nielsen Media Research GmbH 2013

14 14 Internet World BUSINESS SPECIAL 11. November /13 Neuartiger Content: Der Bildschirm wird zur Zentrale für alle Medienaktivitäten Der kurze TV-Spot: Fernsehwerbung muss künftig für alle möglichen Screens kreiert werden Daten für alle: Google-Manager Lehne will mit der Agma kooperieren Mobile First: Jede Botschaft sollte auch für das Smartphone geeignet sein DIE TRENDS IN DER ONLINE-VERMARKTUNG Alles in Bewegung TV-Spots müssen auf allen Screens funktionieren. Und: Facebook ist nur noch eine Social-Media-Plattform unter vielen. Mit diesen Entwicklungen werden sich die Manager der Online-Vermarktung in den nächsten Monaten beschäftigen müssen Werbung und Apps erfordern eine vielfältige Kreation KLAUS AHRENS Geschäftsführer der Agentur Pilot, Hamburg er Online-Anteil am Werbemarkt Dsteigt und steigt. Kürzlich legte der Online-Vermarkterkreis (OVK) seine Werbeprognose vor. Und wieder dominierten nach oben zeigende Kurven das Bild. Der Brutto-Umsatz der Internet- Werbung in der Republik wird 2013 weiter steigen: auf 7,23 Milliarden Euro. Und diese positive Entwicklung ist nicht auf Deutschland beschränkt. Mobile Marketing, Video-Werbung, Real-Time Bidding und Programmatic Buying sind aktuell die Wachstumstreiber, sagt Stephen Taylor, Managing Director der internationalen Travel-Plattform Sojern. Doch welche Trends zeichnen sich ab? INTERNET WORLD Business stellt Entwicklungen vor, die die Online-Vermarktung künftig vorantreiben. 1. Neuer Umgang mit Content Nach wie vor suchen die klassischen Medien nach Lösungen, wie sie ihr Geschäft in die digitalen Medien übertragen können. Dabei zeichnet sich ein grundsätzlicher Wandel im Umgang mit Content ab. Er muss kreativer aufbereitet werden, mit audiovisuellen Reizen spielen und den Leser oder Zuschauer in den Dialog mit einbeziehen. Das lineare Fernsehen ist ein Auslaufmodell. Das hat auch Folgen für die Vermarktung. Werbung auf unterschiedlichen Endgeräten und Apps erfordert eine vielfältige Kreation, sagt Klaus Ahrens, Geschäftsführer der Agentur Pilot. Nutzungssituation und Ort beeinflussen die Ansprache. Dabei gehe es verstärkt um Messbarkeit und Wirkung. Ahrens: Auf diese Entwicklung muss sich die Vermarktung klassischer Medienhäuser mit hoher Geschwindigkeit einstellen. 2. TV-Spots werden kürzer Integrated Screen Planning ist kein Buzzword mehr, sondern Realität. Digitales Bewegtbild wird zum integrierten Bestandteil von klassischen TV-Kampagnen, sagt Oliver Blecken, COO der Agentur Mediacom. Konnte einem früher die mobile Zielgruppe noch entwischen, weil sie einfach zu selten vor dem Fernseher saß, ist sie jetzt über Smartphone, Tablet und digitale Out-of-Home-Medien erreichbar. Das hat jedoch Folgen für den Spot. Bislang konnte eine Story eine halbe Minute dauern, aber im Unterwegs-Bereich werden Informationen im Sekundentakt konsumiert, erklärt Frank Goldberg, Geschäftsführer von Smart-TV Networks. Der Spot könnte künftig also kürzer werden und er muss übergreifend sein. Goldberg: Er muss den Spannungsbogen vom Fernseher durch den Tag bis zum Point of Sale schaffen. 3. Mobile First Mobile Advertising etabliert sich als feste Größe im Media-Mix auch wenn die Budgets noch recht gering sind. Für renommierte Medienmarken bedeutet dies: Sie müssen ihre mobile Reichweite ausbauen. Mobile ist ein relevanter Ausgabekanal für alle unsere Medieninhalte, bestätigt Oliver von Wersch, Digital-Chef bei G+J. Deshalb entwickeln wir jedes Produkt auch im Hinblick auf seine mobile Nutzbarkeit. Die Devise laute: Mobile First! Allerdings muss sich die Werbung darauf einstellen, dass das Handy für seinen Besitzer ein sehr privates Terrain ist. Die mobilen Angebote müssen für die User optimal gestaltet sein, sagt Matthias Wahl, Geschäftsführer OMS. Das stellt ganz neue und anspruchsvolle Herausforderungen an die Kreation von Werbekampagnen. Sie müssen Aufmerksamkeit bündeln und dürfen nicht Überdruss verbreiten. 4. Vergleichbare Daten Unlängst hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse einen entscheidenden Schritt vollzogen: Der Weg für eine Intermedia- Datei, in der auch Online-Nutzungsdaten integriert sind, ist frei. Ab nächstem Jahr soll der Markt über Nutzerdaten verfügen, die neben Zeitung, Zeitschriften, TV, Hörfunk und Plakat endlich auch Online umfassen. Selbst innerhalb des Online-Lagers ist die Eiszeit vorbei. Google-Manager Lars Lehne kündigte kürzlich an, sich einer einheitlichen Online-Mediawährung nicht länger verschließen zu wollen. Bislang lässt Google die Reichweiten seiner Seiten weder in den Internet Facts noch in der IVW ausweisen. 5. Premium für RTA Real-Time Advertising (RTA) ist endgültig im Markt angekommen, es verzeichnet zweistellige Wachstumsraten. Jetzt geht es darum, nicht länger nur als abverkaufsorientierte Performance-Nummer wahrgenommen zu werden. Eine Erweiterung auf Branding-Formate und eine gleichzeitige Qualitätssicherung sind bei der automatisierten Planung die zentralen Themen, betont Julian Simons, Geschäftsführer Mediascale. Jetzt müssen Performance- Mechaniken auf Branding-Kampagnen übertragen werden, darin liege das eigentliche Potenzial von RTA, meint Nicolas Clasen von Digicas. Voraussetzung: ein klar definierter und in Echtzeit messbarer Branding-KPI sowie eine leistungsbasierte Abrechnung. Clasen: Dann kann es Vermarktern und Medienunternehmen gelingen, hochwertige Inhalte im Netz zu refinanzieren und sich aus Googles Würgegriff zu befreien. 6. Nicht nur Facebook Gerade haben sich die Unternehmen auf Facebook eingerichtet, da müssen sie erkennen: Die User sind schon wieder woanders. Vor allem Jüngere nutzen verschiedenste Netzwerke und Plattformen von Instagram über Foursquare bis hin zu Whatsapp und Skype. Für den Marketer bedeutet dies, dass Facebook nicht die Lösung für die Multiple-Choice-Aufgabe Social Media ist, sagt Sebastian Clee- Mobile Angebote müssen für den User optimal gestaltet sein MATTHIAS WAHL Geschäftsführer OMS mann von der Agentur TLLG. Die Marke muss in jedem Netzwerk neu und adäquat aufgestellt werden. Dies bedeutet eine Menge mehr Arbeit. Unternehmen werden 2014 neu aufkommende relevante Kanäle identifizieren und nutzen müssen, um weiterhin eine möglichst hohe Reichweite bei der Interaktion mit ihrer Ziel- Foto: Fotolia / Fayska, Apops, Bloomua, Victoria, Kebox, Frank Peters

15 23/ November 2013 SPECIAL Internet World BUSINESS 15 RTA: Jetzt kommen Branding-Kampagnen Adblocker: Native Ads sollen Werbung nicht wie Werbung aussehen lassen Nicht nur Facebook: Unternehmen müssen Social Media breit aufstellen Konsolidierung: Der Markt wird auch 2014 zusammenrücken gruppe zu erreichen, bestätigt Vincent Nicolai, Geschäftsführer von Buddybrand. 7. Mit Native Ads gegen Blocker Spiegel, Zeit, FAZ und Süddeutsche appellieren an ihre User: Bitte schalten Sie den Adblocker ab! Die zunehmende Verbreitung von Werbung unterdrückender Software im Internet-Browser bedroht die ohnehin fragilen Finanzierungsmodelle der Verlage im Netz. Andererseits entstehen dadurch auf dem quicklebendigen Online-Markt auch wieder neue Angebote. Eines der aktuellen Buzzwords: Native Advertising. Es geht um Werbung, die sich ganz natürlich in die Content-Umgebung einfügt und deshalb nicht als störend empfunden wird. Motto: Adblocker sind gar nicht nötig. 8. Markt konsolidiert sich Die Ströer AG ist auf Einkaufstour und die beiden Erzfeinde Google und Axel Springer haben Burgfrieden geschlossen und soeben eine Kooperation angekündigt. Sie arbeiten künftig bei der automatisierten Vermarktung digitaler Werbeflächen zusammen. Keine Frage: Der Markt rückt zusammen. Ich erwarte, dass die Konsolidierung auch 2014 mit der einen oder anderen Überraschung weitergeht, sagt Jay Stevens von Rubicon Project. hvr Nach wie vor fließt das meiste Geld in die klassische Online-Werbung. Gibt es dort auch die meisten Vermarktungstrends? Paul Mudter: Die Budgets fließen dorthin, wo sie am besten arbeiten, wo Werbeleistung und ROI optimal sind. Das ist nicht in erster Linie eine Frage der Quantität, sondern der Qualität. Hier arbeiten die klassischen Online-Vermarkter seit geraumer Zeit an einer umfänglichen Qualitätsoptimierung und -sicherung. Das zahlt sich aus. Ich begrüße sehr, dass sich auf Seiten der Agenturen und Werbetreibenden die Erkenntnis durchsetzt, dass nicht entscheidend ist, wo die meisten Vermarktungstrends stattfinden, sondern die nachhaltigsten. Die Umsätze von Mobile bewegen sich nach wie vor auf niedrigem Niveau. Welche Werbeform bringt den Durchbruch? Mudter: Der Umstand, dass die Mobile- Advertising-Budgets noch deutlich hinter der Mobile-Nutzung liegen, hat damit Interview Werbetreibende unterschätzen Mobile Paul Mudter ist Vorsitzender des Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW. zu tun, dass viele Werbetreibende sich nicht über das Ausmaß des Zielgruppenverlusts im Klaren sind, der sie trifft, wenn sie Mobile nicht mitbespielen. Und dieser ist nicht unerheblich, wenn man sich vor Augen hält, dass bereits mehr als 15 Prozent der Internet-Nutzer eher mobil als stationär auf das Internet zugreifen. Die Landschaft der Online-Vermarkter ist sehr heterogen geprägt. Welche Formen wird der Konsolidierungsprozess in den nächsten Jahren annehmen? Mudter: Es wird eine deutliche Konsolidierung geben. Sie wird aber nicht zu Verhältnissen wie in anderen Märkten führen es wird in Online immer eine große Pluralität geben. Aufgrund der Heterogenität und sehr dynamischer Entwicklungen werden wir ganz verschiedene Konsolidierungsformen sehen von weiteren Vermarktungsallianzen und -gemeinschaften über Beteiligungen bis Übernahmen und Integrationen. Es wird aber auch weiterhin Spezialisierungsbewegungen geben. Wie wird sich die Online-Vermarktung in den nächsten fünf Jahren entwickeln? Mudter: Sie wird von drei großen Themen geprägt sein: der Verschmelzung von Online und Mobile zu Digital, Qualität und Technologie, insbesondere der Automatisierung in der Medialogistik. Dahinter stehen zahlreiche Struktur- und Prozessthemen, die wir für noch mehr Effizienz und weiteres Wachstum in den Griff bekommen müssen. INTERVIEW: HELMUT VAN RINSUM DER NEUE FULL-SERVICE ANBIETER FÜR BARGELDLOSE ZAHLUNGEN IN EUROPA Wir bieten internationale Lösungen für die Akzeptanz und Transaktionsverarbeitung von Debit- und Kreditkarten im stationären Handel, im E-Commerce und im Versandhandel sowie an Geldausgabe automaten. Nicht umsonst sind wir der exklusive Anbieter für Kartenakzeptanzlösungen des Geschäfts bereichs Global Transaction Banking der Deutschen Bank in Europa und wurden wiederholt als bester Anbieter für international agierende Händler ausgezeichnet.

16 MARKETING & WERBUNG 16 Internet World BUSINESS 11. November /13 RESPONSIVE MARKETING Schlagfertige Werbung Responsive Marketing berücksichtigt die Reaktionen der Konsumenten in der Kampagnenstrategie auch in Echtzeit lexibel und anforderungsorientiert: FDas sind Eigenschaften, die Responsive Web design (Werbeformate, die für jedes User-Endgerät optimiert sind) zu einem wichtigen Element der digitalen Welt haben werden lassen. Auch Responsive Marketing (RM) zeichnet sich durch diese Attribute aus. Es beinhaltet Marketingmaßnahmen, bei denen die Reaktionen von Konsumenten in der Kampagnensteuerung berücksichtigt werden. Auch der jeweilige Kontext, in dem der Nutzer mit der Botschaft in Berührung kommt, ist entscheidend. Sinnvoll ist RM für Unternehmen vor allem als Ergänzung zu ihrer traditionellen linearen Werbung, also Printanzeigen oder Radiound TV-Spots mit festen Zeitund Programmschemen. Reaktionsstark Wenn Werbungtreibende in Echtzeit auf Ereignisse reagieren wollen, ist das am einfachsten über den digitalen Kanal möglich. Das zeigt der diesjährige Superbowl. Während des Football- Spektakels sorgte ein Stromausfall für einen Blackout im Mercedes-Benz Superdome. Einige Marken nutzten die Panne für spontane Werbung auf Twitter. Kekshersteller Oreo etwa veröffentlichte den Tweet Keinen Saft mehr? Kein Problem. Man kann auch im Dunkeln tunken. Innerhalb einer Stunde gab es dafür fast Re-Tweets. Audi nutzte die Gunst der Stunde, um mit der Botschaft Schicken gerade ein paar LEDs zum Superdome Konkurrent Mercedes, dem Namensgeber des Stadions, einen Seitenhieb zu verpassen. Möglich war die Real-Time-Reaktion von Audi of America dank eines eigenen Social-Media-Teams. Wie der Konzern erklärt, liege hier die besondere Aufmerksamkeit auf Events, die für Audi eine herausgehobene Bedeutung haben wie eben dem Superbowl. Der Autobauer gibt aber zu, dass in solchen Fällen der Faktor Zufall eine wichtige Rolle spielt: Die richtige Person hat Foto: Fotolia / Cobalt zur richtigen Zeit das Richtige gesehen und spontan und inhaltlich überzeugend reagiert, so ein Unternehmenssprecher. Reaktionen wie diese fordert Stephan Ritter, Managing Partner bei der Agentur Fork Unstable Media, auch von anderen Marketern: Werbungtreibende sollten agiler werden, Feedback strategisch integrieren und schneller auf das reagieren, was sie an Reaktion bekommen und sehen. Das Ziel von RM ist es, sich von der Linearität klassischer Werbemaßnahmen abzuheben. Es kann die Kundenzufriedenheit steigern und die User Experience optimieren. Daneben hilft es, den Endkunden und seine Bedürfnisse immer besser zu verstehen und so bessere und überzeugendere Kampagnen zu entwickeln, ergänzt Wolfgang Bscheid, Geschäftsführer bei Mediascale. Real-Time-Kampagnen sind die Königsdisziplin im Responsive Marketing Um das zu schaffen, rät Dirk Kraus, Vorstand beim Mobile-Vermarkter Yoc, den Kampagnenverlauf so zu gestalten, dass er jederzeit messbar ist. Dazu ist ein steter Optimierungsprozess mit verschiedenen Testing- und Prototypphasen nötig, und zwar während der gesamten Kampagnenplanung (s. Chart). Im klassischen Modell gibt es diese Testphasen nur bei festen Ankerpunkten. Das Kampagnen- Feedback im RM muss also kontinuierlich erfasst werden. Erst dann lässt sich Responsive Marketing parallel zum klassischen Marketingmodell der Vergangenheit profitabel realisieren, so Kraus. Meinung erwünscht Um reagieren zu können, benötigen Werbungtreibende Nutzer- Feedback. Das kann direkt erfolgen, etwa über soziale Kanäle oder eine Feedback-Community. Die Online-Plattform Telekom-hilft beispielsweise versucht Fragen zu Produkten und Services der Telekom möglichst schnell und individuell zu beantworten. Eine Analyse von indirektem Nutzer- Feedback ist möglich, indem Kampagnen an verschiedene Zielgruppen und Landing Pages ausgeliefert werden. Nur über konsequentes A/B-Testing lassen sich unterschiedliche Motiv-Variationen wirklich auf ihre Leistungsfähigkeit hin bewerten. Leider ist diese Arbeitsweise immer noch nicht die Regel, weiß Bscheid. Grundsätzlich muss eine Reaktion nicht zwingend im Web erfolgen, auch crossmedial ist Resonanz möglich. Ich kann durchaus nur die Rückmeldung aus den digitalen Kanälen nutzen und beispielsweise im TV reagieren, etwa mit einer Anzeigeneinblendung im klassischen Werbespot, erklärt Ritter. Letztlich geht es nur darum, die Feedback-Kanäle, die durch die digitale Welt neu hinzugekommen sind, schneller und effizienter für eine Reaktion zu nutzen. Eine crossmediale Aktion, die auf schnelle und flexible Reaktionen bei der Motiv-Aussteuerung setzt, ist die aktuelle Digital-Out-of-Home-Kampagne von Sport Scheck. Die Motive können kurzfristig auf den Flächen in den Münchner Bahnstationen an aktuelle Ereignisse wie Sport-Events oder das Wetter angepasst werden. Liegt etwa eine Schlechtwetterprognose vor, bewirbt der Sportfachhändler Regenkleidung. So können uns beispielsweise Wetterkapriolen im Weihnachtsgeschäft jetzt nichts mehr anhaben, meint Carsten Schürg, Bereichsleiter Marketing und PR bei Sport Scheck. Für die Experten ist RM ein Marketingmodell der Zukunft. Das liege vor allem daran, dass hier die Kanäle Mobile und Online verstärkt mit einbezogen werden, erklärt Kraus von Yoc. Ergänzen sich die Faktoren gute Planung und Umsetzung des Contents bei gleichzeitiger Optimierung positiv, ist es für Werbungtreibende möglich, mit RM viel Reichweite auf allen Medienkanälen inklusive Kaufkraft zu generieren, so sein Fazit. Auch für Bscheid ist RM der nächste logische Schritt. Er rät: Wer weiß, was den Nutzern gefällt oder was das jeweilige Kampagnenziel unterstützt, sollte so schnell wie möglich darauf reagieren. Jede Stunde, in der Sie ein ineffektives Motiv weiterschalten, werfen Sie Geld zum Fenster hinaus. sg Responsive-Marketing-Modell Ein Stromausfall all beim Superbowl 2013 inspirierte Oreo, Audi und VW zu kreativen und spontanen Werbe-Ideen auf Twitter in Echtzeit Im Gegensatz zum linearen Werbeansatz setzt Responsive Marketing auf einen kontinuierlichen Optimierungsprozess während der Kampagnenplanung; dazu gehören regelmäßige Testversuche INTERNET WORLD Business 23/13 Quelle: Darmano.typepad.com

17 mit nutzungsbasierter Abrechnung Anbieter: domainfactory GmbH, Oskar-Messter-Str. 33, Ismaning, Deutschland Foto: Akhilesh Sharma / Fotolia JiffyBox direkt einrichten und 24 Stunden gratis testen

18 MARKETING & WERBUNG 18 Internet World BUSINESS 11. November /13 SERIE: PROFI-TIPPS Facebook im Griff Facebook-Zweitaccount Das Dilemma ist groß: Viele Mitarbeiter möchten ihr privates Facebook- Profil vor ihrem Arbeitgeber verbergen. Oft dient dieses jedoch als Administrator-Zugang für die unternehmenseigene Facebook Page. Zweitaccounts verstoßen gegen die Facebook-AGB. Abhilfe schaffen Redaktionssysteme wie Hootsuite. Damit lässt sich die Kommunikation über einen Unternehmens-Account professionalisieren. Boris Wollny, Communications Strategist bei der Explido GmbH Massenhaft Gerechtigkeit Sie haben ein Gewinnspiel über Ihre Pinnwand veranstaltet und die Resonanz ist überwältigend? Glückwunsch! Nur: Wer liest sich am Ende die vielen Kommentare durch und wählt den Gewinner? Die Glücksfee von Fanpagekarma (www.fanpagekarma.com) schafft Abhilfe. Einfach Posting Link einfügen und das Programm listet nach verschiedenen Kriterien mögliche Gewinner auf. Gerecht und superschnell! André Richter, Geschäftsführer der Mindbox GmbH Nur der richtige Inhalt macht s Auch bei Facebook ist Content Marketing das Gebot der Stunde: Setzen Sie deshalb auf Inhalte, die Ihrer Zielgruppe einen klaren Mehrwert bieten. Die Inhalte sollten sorgfältig ausgewählt werden und zu Ihrem Unternehmen passen. Denn nur, was für die Community interessant ist, wird verstärkt wahrgenommen also geliked und geteilt und erzielt damit auch virale Effekte. Wertvoller Content, initiiert durch Aktivitäten auf der eigenen Fanpage, hat durch diese viralen Effekte auch Auswirkungen auf weitere Disziplinen des Online Marketings wie beispielsweise die Suchmaschinenoptimierung. Stephan Theiß, Geschäftsführer Gelbe Seiten Marketing Facebook Fans haben Humor Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Facebook Fans Beiträge mit Humor mögen, der etwas mit dem Thema zu tun hat. An Ostern haben wir ein Affilinet-Osternest gebastelt, mit einem Publisher- und einem Advertiser-Osterhasen und Ostereiern mit Erfolgsbotschaften. Dieses Osterfoto war eines unserer erfolgreichsten Postings. Gabriele Engler, Social-Media- Redakteurin bei Affilinet»Make meaningful contacts«david Eicher, Geschäftsführer der Webguerillas GmbH Broad Category Die von Facebook bereitgestellten Cluster zur Zielgruppenansprache sind viel mehr als nur zusammengefasste Interessengruppen. Facebook geht hier einen Schritt weiter und inkludiert auch Kontextdaten in diese Targeting-Optionen. Im Vergleich zeigen Kampagnen mit einer Ansprache durch Broad Categories häufig bessere Ergebnisse als Kampagnen mit normalen Interessengruppen. Aktuell erweitert Facebook das Portfolio an Broad Categories und bald können Werbetreibende aus mehr als 500 Zielgruppen wählen. Ben Moehlenhoff, Director Social Media, Eprofessional Social Influencer nicht unterschätzen Was man bei Facebook Marketing keinesfalls vergessen sollte, ist der Wert, den die Daten aus sozialen Netzwerken haben. Diese sind nämlich meistens persönlicher und ehrlicher als Daten, die die Verbraucher sonst angeben. Unternehmen sollten diese Daten also nutzen, um bestehende Kundenprofile sinnvoll zu ergänzen, um dann ihre Kunden über alle Kanäle möglichst individuell anzusprechen und mit Ihnen in persönlichen Kontakt treten zu können. Außerdem darf man auch die Relevanz der Social Influencer nicht unterschätzen. Diese haben ein großes Kontaktnetzwerk und sind für Unternehmen besonders wertvoll, da die Chance besteht, dass Botschaften auch über diese Influencer weitergeleitet werden. Trotzdem zögern nach wie vor viele Unternehmen dieses Potenzial zu nutzen oder bedienen den sozialen Kanal unabhängig von anderen Kanälen so bleibt ein konsistentes Kundenerlebnis meist aus. Sebastian Fleischmann, Area Manager DACH, Responsys

19 23/ November 2013 MARKETING & WERBUNG Internet World BUSINESS 19 An einem Engagement auf Facebook führt bei Social Media kein Weg vorbei. Im zweiten Teil unserer Reihe verraten Branchenexperten, wie Sie im Social Network noch erfolgreicher Ihre Message platzieren können. Diese Seiten gibt es online zum Ausdrucken als PDF; mehr Profi-Tipps finden Sie unter Erst die Community, dann die Monetarisierung Für Affiliates gilt bei Social Media der Grundsatz: Bauen Sie eine Community auf, bevor Sie mit der Monetarisierung beginnen! Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie eine riesige Fan-Gemeinde benötigen, um von sozialen Netzwerken zu profitieren. Entweder Sie betreiben ein Profil von breitem Interesse, um möglichst viele User zu erreichen, oder Sie konzentrieren sich auf Spartenthemen hier ist die Fan-Gemeinde zwar kleiner, dafür ist aber das Engagement entsprechend hoch. Im Mittelpunkt steht immer der User, unterhalten und inspirieren Sie ihn. Dabei ist eine ausgewogene Balance zwischen Sale- und Fun-Inhalten besonders wichtig, so wird die Werbung nicht als Störfaktor, sondern als Mehrwert wahrgenommen. Christian Erhard, Leiter Partner Management Europe, ebay International Marketing GmbH Nur Relevanz wird Resonanz erzeugen Serie: Performance verbessern in Google und Facebook Ratschläge von Experten, damit Ihre Online- Aktivitäten bei Ihrer Zielgruppe besser, schneller und genauer ankommen Folge 1: Performance-Tipps für Google: Besseres Ranking für Ihre Website Ausgabe 22/2013 Folge 2: Performance-Tipps für Facebook: Die richtigen Leute erreichen Ausgabe 23/2013 Alle bereits erschienenen Folgen können Sie unter Webcode herunterladen. Investieren Sie in die Content-Kreation und -Vielfalt. Teilen Sie Ihr Facebook Budget in mindestens 30 Prozent für die Content-Erstellung und 70 Prozent Media-Unterstützung auf. Lassen Sie Ihrer Kreativagentur entsprechende Freiheit und sprechen Sie die Fans mit unterschiedlichsten Formaten und Gewinnspielen an. Haben Sie Mut, Posts einfach mal zu testen, anstatt zu schwammig zu werden. Stellen Sie sich auf 2 bis 3 Posts pro Woche ein. Während eines Kampagnenzeitraums können Sie auch mal zwei bis drei Posts pro Tag bringen, solange die Posts relevant und kreativ sind. Matthias Berger, Managing Partner, Berger Baader Hermes, München Page Post Photo Ads Um eine externe Landing Page anzusteuern, gibt es im Facebook Ads Manager vordefinierte Werbeanzeigen. Empfehlenswert sind allerdings auch Page Post Photo Ads, bei denen eine sprechende URL in die Bildbeschreibung eingebaut wird. Die URL sollte einen Call-to-Action beinhalten. Im Kampagnenverlauf sollten dann mehrere Varianten via Dark Posts gegeneinander getestet werden. Marko Knezevic, Senior Media Planner CpX Quisma Facebook-Tab-Inhalte mobil verfügbar machen Facebook Exchange Spiel, Satz und Sieg über die neue Facebook Exchange (FBX): Nie war es leichter, Interessenten ins Visier zu nehmen, die eine Website besucht und Produkte angeschaut, aber keinen Kauf getätigt haben. FBX-Anbieter, die diesen Trumpf ausnutzen und gleichzeitig dynamische Anzeigen genau dieser Produkte in Echtzeit ausspielen, können ihre Konversions im Vergleich zu Standardanzeigen um das Zweifache steigern. Todd Herrold, Senior Director Produktmarketing, Kenshoo Social Ein Großteil der User auf Facebook ist mobil unterwegs. Da ist es schade, dass diese die Inhalte der Tabs über die gängigen Apps nicht aufrufen können insbesondere dann, wenn Postings auch immer wieder auf Inhalte in den Tabs hinweisen. In diesem Fall bekommt der User eine Fehlermeldung. Das muss aber nicht sein: Über einen kleinen Trick werden die Tab-Inhalte auch mobil verfügbar. Dabei wird die Tab-URL nicht direkt in das Posting integriert, sondern die URL zum Tab-Inhalt direkt auf dem eigenen Server gesetzt. Dieser Inhalt enthält wiederum eine Browser-Weiche, die den User wie folgt leitet: Ist der User nicht mit einem mobilen Device unterwegs, wird er direkt auf den entsprechenden Facebook Tab geleitet. Handelt es sich um einen Mobile User, bekommt er den Inhalt ohne Facebook-Rahmen angezeigt. Dabei empfiehlt es sich, dass die Inhalte responsive programmiert werden, damit auch eine für das Device optimierte Darstellung erfolgt. Simon Loebel COO der UDG und Lead Business Unit Digital Full Service Foto: Fotolia / Eyewave, Jürgen Fälchle, Dirk Schumann, Elnur; Ben Chams, Nina Malyna; istockphoto / Mark Stay

20 MARKETING & WERBUNG 20 Internet World BUSINESS 11. November /13 Setzen Sie beim Facebook-Targeting auf präzise Interessen Gut vernetzt ist halb gewonnen Essenziell sind natürlich der Aufbau und die regelmäßige Pflege einer eigenen Community, nichts aber geht ohne Interaktion. Daher alleroberstes Gebot: Kenne deine Zielgruppe und bringe in Erfahrung, wer am meisten über dich und deine Branche spricht. Wer sich frühzeitig an Influencer hängt, die oft Inhalte teilen und kommentieren und über einen großen Freundeskreis verfügen, sichert sich eines hohes Maß an Austausch: Je lebendiger und gefestigter die eigene Community, desto besser. Also unbedingt die Custom & Lookalike Audience -Funktion nutzen, um die passenden User auf Facebook erneut ansprechen zu können. Ein zusätzlicher Tipp: Wie auch bei Landing Pages bringen Kampagnen mehr Erfolg, wenn sie getestet werden, daher auf jeden Fall A/B-Tests einplanen, um genau zu wissen, worauf die Community abfährt. Matthias Bachor, Director Marketing von Searchmetrics Abgenutzte Anzeigen ersetzen Interessante Fragen stellen Die bei Werbern gefürchtete Anzeigenblindheit tritt bei Facebook besonders deutlich auf: Da viele User gleich mehrmals am Tag nach Updates in ihrem sozialen Netzwerk schauen, nehmen sie Werbemotive nach einer Weile gar nicht mehr wahr. Abgenutzte Anzeigen sollten daher ständig durch frische ersetzt werden. Dafür müssen Marketing Manager laufend neue Anzeigen gestalten und A/B-Tests durchführen. Diese Intraday Ad Rotation bringt nachweislich deutlich höhere Klickraten, allerdings sind die nötigen Arbeitsschritte nur mit Automatisierungs-Tools zu bewältigen. Marc Höft, Commercial Director DACH von Marin Software Um als Werbetreibender bei Facebook erfolgreich zu sein, ist es wichtig, sich eine Community aufzubauen. Dabei hilft es, seinen Fans interessante Fragen zu stellen, unterhaltsam und inspirierend zu sein, Fotos und Videos zu teilen und die Balance zwischen Sale und Fun-Inhalten herzustellen. Der User sollte dabei immer im Vordergrund stehen. Die Community sollte sich insgesamt willkommen fühlen. Dabei können auch exklusive Inhalte, Angebote und Insides hilfreich sein. Wichtig ist vor allem, dass man Geduld und Ausdauer hat, denn eine Community muss sich auch erst entwickeln. Markus Kellermann, MK Net Medien Im Bereich der Werbeanzeigen bietet Facebook zahlreiche Targeting-Möglichkeiten. Eine davon hält sich an die Interessen der User und kategorisiert diese in sogenannte erweiterte Kategorien und präzise Interessen. Besonders erfolgversprechend sind unserer Erfahrung nach die präzisen Interessen. Zwar erfordert es etwas Kreativität diese zu formulieren, aber der Einsatz lohnt sich. Je mehr zielgruppengerechte Interessen man formuliert, desto besser sind die Ergebnisse. René Körting, Managing Director, Exelution, München News Feed Ads performen besser Content in alle Kanäle Was viele nicht wissen: Ihre Aktivitäten in den sozialen Netzen haben direkten Einfluss auf das Google Ranking. Selbst wenn Google die eigentlichen Inhalte, beispielsweise von Facebook und Twitter, nicht indiziert, so werden sogenannte Social Signals durchaus überwacht. Diese sind zum Beispiel Shares und Likes. Darüber hinaus ist Google extrem dankbar für qualitativ hochwertigen Content im hauseigenen Netzwerk Google Plus. Der einfachste Weg, seinen Content für das eigene Ranking gewinnbringend zu nutzen, ist, ihn mittels Tools wie Hootsuite parallel auf Facebook, Google Plus und Co. zu publizieren. Tolga Güneysel, Online Communications Manager bei Talkwalker Beim Facebook Marketing beobachten wir vor allem die FBX-Platzierungsmöglichkeiten Right Hand Side und News Feed Ads. Die Nutzung der FBX gibt uns mehr Flexibilität gegenüber dem Facebook Marketplace. Die News Feed Ads sind direkt im News Feed mittig integriert und orientieren sich an dem Surfverhalten der User. Im Schnitt wird die News Feed Ad 3 Mal gesehen. Erste Resultate zeigen, dass die Response-Raten bis zu 50 Mal höher sind als Right-Hand-Side- Inventar. Besonders attraktiv ist die Möglichkeit, dass wir jetzt in der Lage sind, dynamische Ads in Echtzeit zu generieren. Durch eine dynamische Anpassung der Message und der Werbemittel-Elemente wird zum Beispiel das zuletzt angesehene Produkt auf der Webseite harmonisch im Werbemittel abgebildet. Hände weg vom Fan-Kauf Bernd Stieber, Geschäftsführer der Netzeffekt GmbH Werbetreibende sollten damit aufhören, blind Fans auf Facebook zu kaufen, nur weil der Mitbewerber ein paar Fans mehr hat. Bei vielen Marken haben nur etwa 5 Prozent der Fans die Chance, einen organischen Post des Werbetreibenden in ihrer Timeline angezeigt zu bekommen. Es kann daher viel wertvoller sein, für den Geschäftserfolg relevante Posts mittels Werbeschaltungen (Page Post Ads) einem größeren Teil der relevanten Zielgruppe zu zeigen, als auf die organische Reichweite der Posts unter den eigenen Fans zu setzen. Jan Heidenreich, Country Manager Germany, Austria, Switzerland, TBG Mehr Tipps finden Sie unter facebook-tipps

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