Telepresence Systeme im Wissenschaftsumfeld

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1 Telepresence Systeme im Wissenschaftsumfeld Was leisten die Systeme und welche Erwartungen haben DFNVC-Nutzer? 12. Workshop des VCC "Videokonferenzen im Wissenschaftsnetz" TU Dresden, 15. Mai 2008 G. Maiss, DFN-Verein,

2 Einordnung Telepresence Systeme Verschiedene Videoconferencing Level: Web Conferencing PC, WebCam, Collaboration Tools, geringe Qualität Standard H.323 Video Conferencing weit verbreitet, gute Qualität High-Definition H.323 Video Conferencing entspricht HDTV, exzellente Qualität Telepresence HD und zusätzlich das Gefühl, im selben Raum zu sein Seite 2

3 Begriffsdefinition Was ist Telepresence? Wainhouse Research (WR): Telepresence is an experience based on videoconferencing in which remote session participants appear to be located in the same room and sitting on the other side of the conference room table. The feeling that remote participants are physically in the same room is called the telepresence effect. Cisco:... eine ganz neue, innovative Technologie, die einmalige, persönliche Erfahrungen zwischen Menschen, Orten und Ereignissen im Arbeitsumfeld und im persönlichen Leben ermöglicht. Tandberg: TANDBERG's Telepresence Systeme maximieren die Effektivität von Videokommunikation durch ein realitätsnahes Konferenzerlebnis. Sony: Die neue 3D TelePresence-Lösung von Sony versetzt Videokonferenzen in eine völlig neue Dimension. Durch das dreidimensionale Raumempfinden und den echten Augenkontakt haben Sie das Gefühl, Ihrem Gesprächspartner unmittelbar gegenüber zu sitzen. Seite 3

4 Allgemeines Die meisten TP Systeme sind teuer (250 T und mehr) Einige sind proprietär, nicht H.323-Standard basiert und somit inkompatibel zu allen anderen: - HP, Cisco Einige sind H.323-Standard konform und damit sind einfache VC-Calls möglich - Polycom, Tandberg, LifeSize, Teliris Einige erfordern spezielle, herstellerabhängige Komponenten oder besondere Netzqualitäten oder Gateways zu H.323 Systemen. Leistungsparameter: - Multi-Codec Systeme mit 3 Kameras und Displays - mind. 1280x720 (HD720p) Auflösung und 24 fps, meistens mehr: 1080p mit 30 fps oder 720p mit 60 fps - Mono-, Stereo-, Mehrkanal-Audio, proximity-aware Audio Seite 4

5 Beispiele für TP-Systeme Tandberg Telepresence T3 Tandberg Telepresence Server: Lösung mit TP-, HD- and SD- Systemen in derselben Konferenz Seite 5

6 Beispiele für TP-Systeme Cisco TelePresence System 3000 Seite 6

7 Beispiele für TP-Systeme Polycom Telepresence Experience TPX HD 306M Polycom RealPresence Experience RPX HD 400 Series Seite 7

8 Beispiele für TP-Systeme LifeSize Conference 200 Seite 8

9 Telepresence Konzept Elemente eines typischen Telepresence Angebots: Videoconferencing Raumausstattung Telepresence Netzwerk Management, Services Seite 9

10 TP kein geschützter Begriff! Telepresence für den kleinen Geldbeutel: Tandberg T1, der kleine Bruder der T3 Polycom Telepresence Kategorien: (Immersive TP) Room TP Personal TP HDX 8000 Serie HDX 4000 CMA Desktop Seite 10

11 TP kein geschützter Begriff! Telepresence für den kleinen Geldbeutel: Cisco TelePresence System 1000 Personalisiertes TelePresence : TelePresence System 500 Seite 11

12 TP kein geschützter Begriff! Telepresence Mogelpackung : Meldung vom : First International TelePresence Session over Research and Education Networks National LambdaRail (USA) and ANKABUT (UAE) Demonstrate New Collaboration Opportunities for Global Research and Innovation Seite 12

13 TP Interoperabilität Nur Teliris behauptet, zu allen anderen TP Herstellern kompatibel zu sein (nur für 1-Codec-Systeme?) Tandberg T3 ist mit Polycom über den TP-Server H.323- kompatibel, zu LifeSize jedoch inkompatibel Einige TP Hersteller sind zu H.323 kompatibel (z.b. LifeSize, Polycom) und wollen in Zukunft voll TP-kompatibel sein Volle VC Interoperabilität vorhanden Einige Nicht-H.323-Hersteller haben begrenzte Interoperabilität über Gateways zu SD-Systemen (z.b. Cisco, HP) TP Systeme benötigen typischerweise spezielle MCUs TP Systeme benutzen oft keine Gatekeeper, Rufe nur über IP Adresse, kein Global Dialing System; Tandberg macht URL-Dialing TP Systeme nutzen typischerweise proprietäre Kontrollsysteme (z.b. Crestron, AMX, Cisco Callmanager) Seite 13

14 Wer nutzt Telepresence? Meist verteilt arbeitende Geschäftsführungen, wo Kosten eine geringere Rolle spielen Sehr wenig in F&E. Eine kürzliche Anfrage in den USA ergab < 10 Installationen. Gründe hierfür: Hohe Kosten (Kauf, Installation, Wartung) Geeignet nur für wenige Personen zu einem Zeitpunkt ggf. Inkonsistenzen zu vorhandenem VC Equipment Separater Raum, der wenig genutzt wird Hohe Bandbreite und Netzwerk-Qualität erforderlich Partner müssen entsprechende Gegenstelle haben Standard HD VC kann das meiste auch leisten, zu niedrigeren Kosten und Komplexität Seite 14

15 Umfrage im DFN Welche Einrichtungen tragen sich mit dem Gedanken, Telepresence einzusetzen und welche Anforderungen können daraus für den DFNVC-Dienst erwachsen? 10 Antworten: 8 Einrichtungen haben keine konkreten Pläne. Es wurde geäußert: - Wir sehen keine Notwendigkeit. - Wir haben HD-Systeme im Einsatz und sind damit zufrieden. - Proprietäre Lösungen sind uninteressant, Standardisierung ist Voraussetzung. - TP ist ein Luxusfeature für die Vorstandsetagen der Großkonzerne. 1 Einrichtung stellt erste Überlegungen an, jedoch ist Skepsis vorhanden, evtl. werden über internationale Projekte Mittel bereitgestellt 1 Einrichtung plant den Einsatz von 2-Monitor-Systemen Seite 15

16 Fragen...? Wie sehen die Bedürfnisse und Erwartungen der DFN-Nutzer aus? Gibt es Szenarien im Wissenschaftsbereich, die TP Systeme in Zukunft erforderlich machen? Welche Rolle spielen Standards? Sind Inkonsistenzen in bestimmten Situationen tolerierbar? Gibt es spezielle Anforderungen an den Dienst des DFN-Vereins???? Seite 16

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