Bürgenstock-Konferenz, 10./11. Januar 2014 Luzern, 10. Januar 2014

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1 , Luzern, 10. Januar 2014 Durchlässigkeit HF > FH Franziska Lang-Schmid Vizepräsidentin Konferenz Höhere Fachschulen

2 HF: Positionierung und Titel Ausgangslange und Problemstellung I Titel widerspiegelt nicht den Wert einer HF Inhaltliche Positionierung HF Abschlusskompetenz HF entspricht Stufe 6 im NQR Heutiger Titel in Englisch entspricht nicht der Positionierung Soziale Positionierung HF Abschlusstitel HF in den schweizerischen Amtssprachen besonders im Ausland nicht oder kaum bekannt Wettbewerbs- und Mobilitätsnachteil für HF-Absolventen/-innen auf Arbeits- und Bildungsmarkt (national wie international) 2

3 HF: Positionierung und Titel Ausgangslange und Problemstellung II Die bisherigen Titel-Vorschläge überzeugen nicht. «Qualified Forester with College of PET Degree» «Diploma in insurance economy» «Degree in Textil Management» oder neu (Vorschlag SBFI): «Restaurant Manager with Advanced Professional Degree» «Accountant with Higher National Diploma» 3

4 HF: Positionierung und Titel Zielsetzung Erfüllen der Grundsätze der Berufsbildungsverordnung BBV Art. 23, Abs. 2: «Die Qualifikationen der höheren Berufsbildung werden auf international übliche Standards abgestimmt.» Art. 38, Absatz 1: (Art. 19 Abs. 2 Bst. e, Art. 28 Abs. 2 und 29 Abs. 3 BBG) «Das SBFI führt ein Verzeichnis der geschützten Titel in den Landessprachen. Es kann zusätzlich englische Titel benennen, wenn diese international eindeutig sind.» Die Abschlusstitel der höheren Berufsbildung sind national und international eindeutig und rechtsverbindlich geregelt. lic.oec.publ, Vizepräsidentin K-HF 4

5 HF: Positionierung und Titel Lösungsvorschlag Die offizielle Bezeichnung des Titels HF in den drei Amtssprachen bleibt bestehen und wird ergänzt durch international verständliche Abschlusstitel in Englisch (Outcome-Logik analog NQR). Beispiel: «Bachelor in Hospitality Management College of Higher Education and Training» «B in Hospitality Management CHet» Die englische Übersetzung des Titels HF wird zusätzlich zur Amtssprache auf der Diplomurkunde und dem Diplomzusatz aufgeführt. 5

6 Durchlässigkeit HF - FH a) Grundständischer Bereich FH Ausgangslange und Problemstellung Die beruflichen Abschlusskompetenzen HF sind weitgehend vergleichbar mit jener der Bachelor FH Absolventen/-innen HF verfügen in der Regel über längere Berufspraxis jene von Bachelor-Bildungsgängen FH über mehr «wissenschaftliches Know-how und Studierfähigkeit» Zuordnung der Abschlusskompetenzen HF im NQR analog Bachelor FH auf Stufe 6: «Gleichwertige aber andersartige Kompetenzen» Lediglich 3.17% der HF-Absolventen/-innen traten 2012 in einen Bachelor-Studiengang FH ein 6

7 Passerellen HF - FH a) Grundständischer Bereich FH Zielsetzung Erfüllung rechtlicher Bestimmungen: Bundesverfassung, Art. 61a, Abs 1: «( ) hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz.» Berufsbildungsgesetz, Art. 3, lit. d: «( ) fördert und entwickelt die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen Bildungsgängen und formen innerhalb der Berufsbildung sowie zwischen der Berufsbildung und den übrigen Bildungsbereichen.» Lissabonner Konvention, Art. III.1: «( ) Bewertung eines Antrags auf Anerkennung von Qualifikationen allein auf der Grundlage der erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten.» 7

8 Durchlässigkeit HF - FH a) Grundständischer Bereich FH Lösungsvorschlag Kurzfristig: Zwingend Übertritt in den Bachelor-Studiengang FH: Verbindliche und einheitliche Regelung zur Anerkennung ausserhalb erworbener Kompetenzen Mittelfristig: Erstrebenswert Übertritt in den Master-Studiengang FH: Verbindliche und einheitliche Regelung zur Anerkennung ausserhalb erworbener Kompetenzen Grundlage Kompetenzraster NQR-BB-CH zur Vergleichbarkeit und Transparenz der Abschlusskompetenzen 8

9 Durchlässigkeit HF - FH a) Grundständischer Bereich FH HF (Tertiär B) FH (Tertiär A) NDS HF - EMBA - MAS - DAS - CAS Master Eidg. Diplom HF Bachelor Eidg. Fähigkeitszeugnis Eidg. Fähigkeitszeugnis + BM - Zeugnis 9

10 Durchlässigkeit HF - FH b) Weiterbildungsbereich Ausgangslange und Problemstellung NDS HF Geregelte Aufnahmebedingungen gemäss MiVo-HF: Tertiärabschluss Eidg. geschützter Titel (eidg. Anerkennungsverfahren) Weiterbildung FH Liberale Aufnahmebedingungen (insb. CAS): Meist sehr heterogene Einstiegskompetenzen der Studierenden Kein übergeordneter Titelschutz (HFKG) Stellenwert Ein Weiterbildungs-«Diplom» einer Hochschule ist für Interessenten/ -innen attraktiver als ein NDS HF-Diplom 10

11 Durchlässigkeit HF - FH b) Weiterbildungsbereich Zielsetzung Erfüllung rechtlicher Bestimmungen: Bundesverfassung Art. 64a: «Förderung der Weiterbildung als Lebenslanges Lernen» Weitere Rechtsgrundlagen siehe Durchlässigkeit HF-FH, grundständischer Bereich FH 11

12 Durchlässigkeit HF - FH b) Weiterbildungsbereich Lösungsvorschlag Kurzfristig: Zwingend Zulassung zu Weiterbildungsangeboten FH: Verbindliche und einheitliche Regelung zur Anerkennung ausserhalb erworbener Kompetenzen. Mittelfristig: Erstrebenswert Konsequente Aufgabenteilung Tertiär A: Fokus «Wissenschaftsorientierte» Weiterbildung Tertiär B: Fokus «Berufsorientierte» Weiterbildung Kooperation zwischen FH und HF/HBB im Weiterbildungsbereich («double degree») unter Einbezug der OdA. 12

13 Durchlässigkeit HF - FH b) Weiterbildungsbereich HF (Tertiär B) FH (Tertiär A) NDS HF OdA WB FH - EMBA - MAS - DAS - CAS Master Eidg. Diplom Eidg. Fachausweis Eidg. Diplom HF Bachelor 13

14 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. 14

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