Applikation zur Prozessautomatisierung

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1 Applikation zur Prozessautomatisierung SIMATIC PCS 7 SIMATIC IT Integration SIMATIC PCS 7 / SIMATIC IT Integration Pack 2007 Lifebeat Monitoring

2 Gewährleistung, Haftung und Support HINWEIS Die Anwendungsbeispiele sind unverbindlich und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich Konfiguration und Ausstattung sowie jeglicher Eventualitäten. Die Anwendungsbeispiele stellen keine kundenspezifischen Lösungen dar, Sie dienen lediglich als Unterstützung für typische Anwendungen. Sie sind für den sachgemäßen Betrieb der beschriebenen Produkte selbst verantwortlich. Diese Anwendungsbeispiele entheben Sie nicht der Verpflichtung zu sicherem Umgang bei Anwendung, Installation, Betrieb und Wartung. Durch Nutzung dieser Anwendungsbeispiele erkennen Sie an, dass Siemens über die beschriebene Haftungsregelung hinaus nicht für etwaige Schäden haftbar gemacht werden kann. Wir behalten uns das Recht vor, Änderungen an diesen Anwendungsbeispielen jederzeit ohne Ankündigung durchzuführen. Bei Abweichungen zwischen den Empfehlungen, die mit diesen Anwendungsbeispielen gegeben werden, und anderen Siemens-Publikationen - z.b. Katalogen - dann hat der Inhalt der anderen Dokumente Vorrang. Gewährleistung, Haftung und Support Wir übernehmen keine Haftung für die in diesem Dokument enthaltenen Informationen. Jegliche Ansprüche gegen uns - gleichgültig auf welcher rechtlichen Grundlage -, die sich aus dem Gebrauch der Beispiele, Informationen, Programme, technischen Daten und Leistungsdaten usw. ergeben, die in diesem Anwendungsbeispiel beschrieben sind, sind ausgeschlossen. Dieser Ausschluss erstreckt sich nicht auf die vorgeschriebene Haftung, z.b. nach dem Produkthaftungsgesetz, bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit oder Verletzung des Lebens, Körpers oder der Gesundheit, Garantie für die Qualität eines Produkts, arglistigem Verschweigen eines Mangels oder Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Der Schadensanspruch für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist jedoch auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt oder wegen der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit gehaftet wird. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Bestellers ist mit den genannten Regelungen jedoch nicht verbunden. Copyright 2009 Siemens A&D. Diese Anwendungsbeispiele oder Auszüge aus ihnen dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Siemens A&D nicht übertragen oder vervielfältigt werden. Bei Fragen zu diesem Dokument verwenden Sie bitte die folgende - Adresse: V /102

3 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Einleitung Testumgebung Ausrüstung für die Windows-Domäne mit Active Directory Installierte Software... 7 Betriebssysteme... 7 SIMATIC Software Lifebeat Monitoring Architektur Lifebeat Monitoring - Voraussetzungen Lifebeat Monitoring mittels einer OPC-Verbindung Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs Hinzufügen eines neuen Treibers Konfiguration von Lifebeat Monitoring Lifebeat Monitoring Bildschirm Lifebeat Monitoring für SIMATIC BATCH-Server Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Verwendung des WinCC Explorers Verwendung von WinCC Channel Diagnosis PCS 7 PC- und DCOM-Konfiguration für OPC-Treiber Was sind OPC und DCOM? OPC DCOM für OPC-Server und OPC-Client OPC über DCOM Verwendung des HMI-Gerätes HMI-Gerät als OPC-Client HMI-Gerät als OPC-Server Installation von OPC DCOM-Einstellung DCOMCNFG.exe auf dem Windows 2003-Server DCOM-Einstellung von PCS 7 PC auf dem Windows 2003-Server DCOM-Einstellung für das Objekt OpcEnum auf dem Windows 2003-Server DCOM-Einstellung für das Objekt OPCServer.WinCC COM auf dem Windows 2003-Server DCOMCNFG.exe in Windows XP Konfiguration von PCS 7 PC DCOM in Windows XP DCOM-Einstellung für das Object OpcEnum in Windows XP DCOM-Einstellung für das Objekt OPCServer.WinCC COM in Windows XP 60 V /102

4 Inhaltsverzeichnis 5 SIMATIC IT PCs und Lifebeat Monitoring SIMATIC IT OPC-Server Remote-Verbindungen auf dem OPC-Server aktivieren Konfiguration des SIMATIC IT OPC-Servers SIMATIC IT PCs und Lifebeat Monitoring Anlegen einer SIMATIC IT OPC-Verbindung Lifebeat RTDS Tags für SIMATIC IT PCs anlegen WinCC Tag für SIMATIC IT PCs anlegen Konfiguration von Lifebeat Monitoring Monitor für SIMATIC IT PCs SIMATIC IT Component Server und Lifebeat Monitoring Statusabfrage des Komponentenservers BPM Server Status mithilfe der GSI-Methode prüfen MM-Server-Status mithilfe der GSI-Methode prüfen POM-Server-Status mithilfe der GSI-Methode prüfen Erstellen von Regeln im PM, um den GSI-Komponenten-Server mithilfe der Funktion "Check Status" zu prüfen Einrichtung von Lifebeat Monitoring für den SIMATIC IT-Komponenten-Server99 7 Referenzdokumente Abkürzungen V /102

5 Einleitung 1 Einleitung Informationen zum erfolgreichen Einrichten einer laufenden Domäne mit der SIMATIC-Software sind im Wissensmanagement-Dokument "SIMATIC software in a domain" enthalten. Vorliegendes Dokument enthält lediglich eine Übersicht über die Umgebung, die verwendet wurde, um Sie über das Thema "Lifebeatmonitoring" zu informieren. 1.1 Testumgebung Die folgende Darstellung zeigt die Computer, die zur Windows-Domäne mit Active Directory gehören: Abb. 1-1 Struktur der Windows-Domänenrechner mit Active Directory Es wird ein privates IP-Adressband mit festen IP-Adressen verwendet. V /102

6 Einleitung 1.2 Ausrüstung für die Windows-Domäne mit Active Directory 2 Windows-Domänencontroller mit Active Directory (DNS, WINS) 2 SIMATIC PCS 7 OS-Server (redundant) 2 SIMATIC BATCH-Server (redundant) 1 SIMATIC PCS 7 Engineering System (ES) 2 SIMATIC PCS 7 OS Multiclient + SIMATIC BATCH-Client 1 SIMATIC IT Production Modeler 1 SIMATIC IT Historian + PPA DB 1 SIMATIC IT Report Manager / CAB Engineering 1 SIMATIC IT Komponenten-Software + SITMesBD 1 SIMATIC PLC CPU 417 mit einem CP V /102

7 Einleitung 1.3 Installierte Software Betriebssysteme Die für die Domänencomputer verwendeten Betriebssysteme finden Sie in der folgenden Tabelle: Tabelle 1-1 Server Client Station Domänencontroller Montage Windows 2003 MUI (Multilingual User Interface - mehrsprachige Benutzeroberfläche) mit SP2 Internet Explorer V6.0 SP2 ( ) Image Software (Backup Software) Windows XP SP2 Image Software (Backup Software) Windows 2003 MUI (Multilingual User Interface - mehrsprachige Benutzeroberfläche) mit SP2 Internet Explorer V6.0 SP2 ( ) SIMATIC Software Die SIMATIC Software und die von ihr benötigten Softwarekomponenten (z.b. Message Queuing, SQL Server 2005 mit SPx...) werden nach Bedarf installiert. Die installierte Software für SIMATIC PCS 7 und SIMATIC IT ist der freigegebenen "Integration Pack 2007" auf den freigegebenen SIMATIC-Versionen. Tabelle 1-2 Produkt SIMATIC PCS 7 SIMATIC IT V7.0 SP1 Version Microsoft SQL 2005 SP1 HF PCS 7 / SIMATIC IT Integration Pack 2007 Teil 1 Updates SIMATIC PCS 7 V6.3 SP1 Microsoft SQL 2005 SP2 PCS 7 / SIMATIC IT Integration Pack 2007 Teil 2 Updates SIMATIC IT Eine detaillierte Liste der gesamten installierten SIMATIC Software finden Sie in Anhang A des Dokuments "SIMATIC software in a domain". V /102

8 Einleitung 1.4 Lifebeat Monitoring Lifebeat Monitoring ist ein Funktion von SIMATIC OS. Es überwacht alle OS-Server, OS-Clients und alle Automatisierungssysteme. Mit der Funktion "Lifebeat Monitoring" ist es möglich, die Funktionen der Automatisierungssysteme und Operator Stationen zu überwachen, die mit dem Anlagenbus im SIMATIC PCS 7-Steuerungssystem verbunden sind. Dies bedeutet, dass Sie immer einen aktuellen Überblick über den Zustand Ihrer Anlage haben. In einem Automatisierungssystem wird in zwei Situationen eine Meldung der Prozesssteuerung ausgegeben: Lifebeat Monitoring liest den aktuellen Betriebszustand von den Automatisierungssystemen ab. Wenn ein Statuswechsel festgestellt wird, beispielsweise von RUN nach STOP, gibt Lifebeat Monitoring eine Steuerungssystem-Meldung aus. Lifebeat Monitoring sendet Überwachungsanfragen an ein AS. Sobald beispielsweise die Stromzufuhr oder das Gerät ausfällt, oder ein Kabelbruch entdeckt wird, kann das AS nicht mehr reagieren und eine Prozesssteuerungs-Meldung wird ausgegeben. Die Überwachungsfunktion wird von der Operator Station, die zum Lifebeat Monitor erklärt wurde, ausgeführt. Lifebeat Monitoring wird automatisch aktiviert, wenn die OS hochläuft und wird auf der OS in Intervallen zwischen fünf Sekunden und einer Minute durchgeführt. Eine Fehlermeldung wird folgendermassen angezeigt: Sobald Lifebeat Monitoring erkennt, dass eine Komponente versagt hat wird automatisch eine Prozesssteuerungs-Meldung ausgegeben. Der Zustand aller überwachten Komponenten wird auch in einem separaten Bild angezeigt. Dieses kann sich der Bediener anzeigen lassen. Auf diesem Bild wird die fehlerhafte Komponente als durchgestrichen markiert. Zusätzlich wird ein Text wie "fault", "server failed", "server set up" im Bild angezeigt. Die Behebung einer Störung wird ebenfalls von einer Prozesssteuerungs- Meldung angezeigt. V /102

9 Einleitung Architektur Die Lebenszeichen-Überwachung wird zentral, von einem Lifebeat Monitor- Rechner aus, durchgeführt. Dieser Lifebeat Monitor überwacht alle Server-, Client- und Multi-Client-Computer, sowie die Automatisierungsgeräte, die über das PC-Netzwerk und das industrielle Netzwerk erreicht werden können und dem Lifebeat Monitor zugeordnet werden (Lifebeat Objects). Abb. 1-2 Lifebeat Monitoring Architektur Die obige Abbildung stellt ein Beispiel einer Struktur eines Lifebeat Monitoring-Systems dar. Enthalten sind Computer auf Prozessteuerungs- Ebene (Process Control Level), sowie auf den darunter liegenden Prozessebenen (Process Level). Die Konfiguration von Lifebeat Monitoring wird über eine OPC-Verbindung ausgeführt. V /102

10 Einleitung Lifebeat Monitoring - Voraussetzungen Voraussetzungen: Zum Einstellen des Lifebeat Monitors benötigen Sie die Rechte eines Administrators. Um sich das Lifebeat Monitoring anzeigen zu lassen, müssen Sie kein Administrator sein. Gegebenenfalls müssen Sie die DCOM Einstellungen überprüfen und anpassen, wie im Dokument "C:\Program Files\SIEMENS\Information\English\PCS 7 System Documentation - Readme.lnk" beschrieben. Alle Komponenten, die überwacht werden sollen, sind mit einem kontinuierlichen Netzwerk verbunden und dem Lifebeat Monitor zugewiesen. Die Überwachung erfolgt in einem Intervall, das bei der Konfigurierung des Lifebeat Monitors spezifiziert werden kann Lifebeat Monitoring mittels einer OPC-Verbindung Die Kommunikation zwischen SIMATIC OS und den Automatisierungssystemen wird über einen Kanal hergestellt. Da die Software für den OPC-Server und den OPC-Client im SIMATIC OS- Server-Basisystem enthalten sind, kann SIMATIC OS gleichzeitig als OPC- Server und als OPC-Client verwendet werden. Als Client, kann der Computer gleichzeitig mit mehreren Servern eine Verbindung herstellen. Die für OPC erforderliche Software wird während der Installation der SIMATIC OS mit installiert. Der OPC-Client verwendet eine Kanal-Einheit. Eine allgemeine Konfiguration der Kanal-Einheit ist nicht erforderlich. Die überwachten Komponenten sind Operator Stations (Server, Clients und Multi-Clients), die zu SIMATIC OS-Projekten und den entsprechenden Automatisierungsgeräten gehören. Ein Überwachungsprogramm, das sowohl die Komponenten, die zu einem Projekt gehören, als auch "Fremdkomponenten" überwacht, läuft auf jedem Server und Multi-Client. Damit diese Aufgabe erfüllt werden kann, müssen alle Systemabschnitte mit einem kontinuierlichen Netzwerk verbunden sein. Aufgaben des Servers Die Aufgaben des Steuerungssystems sind entsprechend der Server- Client-Struktur auf verschiedene PCs aufgeteilt. Server erfassen die Daten für die Prozessbilder und -Meldungen der SPS. Ein Server-Computer (der Lifebeat Monitor) führt die Lebenszeichen- Überwachung ("sign of life monitoring") durch. V /102

11 Einleitung Zur Aufzeichnung der Daten werden die Server über ein industrielles Netzwerk (PROFIBUS etc.) mit den Automatisierungsgeräten verbunden. Die Server machen die Prozessdaten den Clients und Multi-Clients zugänglich und steuern Bearbeitungszustände. Aufgaben der Multi-Clients Die Multi-Clients haben folgende Aufgaben: Multi-Clients werden für eine serverweite Steuerung und Überwachung der gesamten Anlage eingesetzt. Multi-Clients rufen alle Zustände der betreffenden Server über PC- Netzwerke ab. Aufgaben der Clients Die Clients haben folgende Aufgaben: Client-Stationen werden für eine serverspezifische Steuerung und Überwachung der gesamten Anlage eingesetzt. Über PC-Netzwerke rufen Clients alle Zustände des betreffenden Servers ab. Aufgaben der Automatisierungsgeräte Die Automatisierungsgeräte haben folgende Aufgaben: Die Automatisierungsgeräte führen die Mess-, Steuer- und Regelaufgaben vor Ort durch. Alle Prozessabbild-Tags, auf die WinCC zugreifen kann, befinden sich im Automatisierungssystem. Alle speicherprogrammierbaren Steuerungen, die an den Prozessbus angeschlossen sind, können überwacht werden. Monitoring / Überwachungsfunktion Für die Überwachung sind folgende Anlagenzustände (Operating States) relevant: Connection made (Verbindung hergestellt) Connection not made (Verbindung nicht hergestellt) Monitoring Cycle / Überwachungszyklus Der Überwachungszyklus kann im Dialogfenster "Lifebeat Monitoring" auf die Werte 5 s, 10 s, oder 1 min eingestellt werden. Ein standardmäßiger Überwachungszyklus von 10 Sekunden ist voreingestellt. V /102

12 Einleitung Projekt Ein Projekt wird einer Gruppe von Automatisierungsgeräten, einem Einzelplatzcomputer und/oder Server-Computer mit einem oder mehreren Client-Computern zugeordnet. V /102

13 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 2 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 2.1 Hinzufügen eines neuen Treibers Sie befinden sich auf Ihrem ES-System zu Konfiguration von Lifebeat Monitoring. Danach arbeiten Sie innerhalb des OS-Server-Projekts auf dem OS-Server. 1. Starten Sie den WinCC Explorer um unter "Tag Management" den neuen Treiber "OPC.CHN" hinzuzufügen. Abb. 2-1 Hinzufügen eines neuen Treibers 2. Wählen Sie die Datei OPC.chn in der Dateiliste aus. Abb. 2-2 OPC-Treiber auswählen V /102

14 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 3. Im Popup-Menu "OPC Unit #1" die Eingabe "New Driver Connection " vornehmen und dadurch eine Verbindung zum Server herstellen. Abb. 2-3 Neue Treiber-Verbindung 4. Im Popup-Menu eine neue mnemonischen Verbindungsnamen eingeben und auf die Schaltfläche "Properties" klicken. Abb. 2-4 Neue Verbindungseigenschaften V /102

15 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 5. Im Feld "OPC-Server Name" den Namen "OPCServer.WinCC" eingeben. Im Feld "Run the server on another computer:" den Computer-Namen des Computers eingeben, der überwacht werden soll. Abb. 2-5 Neue Verbindungseigenschaften V /102

16 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 6. Klicken Sie auf die Schaltfläche "Test Server", um zu bestimmen, ob die entsprechende OPC-Verbindung hergestellt werden kann. Unter "Connection Properties" auf die Schaltfläche "OK" klicken, um die neue Verbindung zu bestätigen. Abb. 2-6 OPC-Server-Schnittstelle testen Sie müssen für jeden PC, den Sie überwachen möchten, eine Verbindung eingeben. V /102

17 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 2.2 Konfiguration von Lifebeat Monitoring 1. Öffnen Sie den Lifebeat Monitoring Configurator. Abb. 2-7 Lifebeat Monitoring Configurator V /102

18 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 2. Wenn der Lifebeat Monitoring Configurator erscheint, geben Sie bitte für jede Verbindung, die Sie erstellt haben, eine "Device configuration" ein. Die Bezeichnung des Gerätes "Device Name" ist ein mnemonischer Name, der den PC oder die AS identifiziert. "Device Type" ist ein bestimmter PCS 7 PC Typ. "Connection" ist die Verbindung, die Lifebeat Monitoring für dieses Gerät verwenden muss. Abb. 2-8 Lifebeat Monitoring-Geräteliste V /102

19 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 3. Wenn Sie jedes Gerät konfiguriert haben, klicken Sie auf die Schaltfläche "Update", um das Lifebeat Monitoring Bild anzulegen. Beim Update wird auch ein SIMATIC OS-Tag für jedes Gerät angelegt. Sie können überprüfen, ob das Tag angelegt wurde. Dazu "Connection Properties" noch einmal öffnen, auf die Tag-Tabelle klicken, dann sehen Sie das neue Tag, wie z.b. (wobei OS03 der Gerätename ist) den Sie in der Lifebeat Monitoring-Geräteliste eingegeben haben. Wenn Sie auf die Schaltfläche "Properties" klicken, dann sehen Sie die Eigenschaften des Dies können Sie auch überprüfen, indem Sie auf "Tag Management > Internal tags > LBM" klicken. Abb. 2-9 Lifebeat Monitoring Tag Abb Lifebeat Monitoring Tag Properties (Eigenschaften) Der Anfangswert "Limits/Reporting" muss sein, da das Script diesen Wert zusätzlich zu "Tag Quality" als Standardwert zur Überprüfung verwendet, ob die Verbindung in Ordnung ist. V /102

20 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 4. Wenn das Update abgeschlossen ist, zeigt der Lifebeat Monitoring Configurator im Bereich "System Configuration" eine Übersicht über die Lifebeat Monitoring Objekte an. Abb Lifebeat Monitoring Monitor V /102

21 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs 2.3 Lifebeat Monitoring Bildschirm Nach der Konfiguration und dem Anlegen des Lifebeat Monitoring Monitors, gibt es im OS-Server ein neues Bild. Dieses kann mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche geöffnet werden. Abb Lifebeat Monitoring Bildschirm Klicken Sie auf diese Schaltfläche, und das Lifebeat Monitoring Bild erscheint. V /102

22 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs Abb Lifebeat Monitoring Bildschirm Wenn Sie auf einem SIMATIC OS Multiclient einen Lifebeat Monitoring- Bildschirm haben wollen, müssen Sie den WinCC Explorer öffnen, danach öffnet sich die Lifebeat Monitoring Configuration. Wenn Sie die Konfiguration sehen, klicken Sie auf die Schaltfläche "Update". Danach erstellen Sie den Verbindungsbildschirm "Connection Screen" auf diesem OS-Client. V /102

23 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs Abb Lifebeat Monitoring Bildschirm auf dem OS-Client Auf diesem "Lifebeat Monitoring" Bildschirm gibt es nur ein PC Icon, zu dem Sie die Informationen über die Verbindung zum OS-Server haben. Klicken Sie auf diesen Icon System-Link und öffnen Sie den Lifebeat Monitoring-Bildschirm auch auf diesem OS-Client. Immer bedeutet ein großes, rotes Kreuz, dass die Verbindung mit dem OS-Server fehlgeschlagen ist. V /102

24 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs Abb Lifebeat Monitoring Bildschrim auf dem OS-Client 2.4 Lifebeat Monitoring für SIMATIC BATCH-Server HINWEIS Lifebeat Monitoring für SIMATIC BATCH-Server funktioniert nur für redundante Systeme mit SIMATIC BATCH-Servern, SIMATIC OS- Servern und SIMATIC OS/BATCH-Clients. Um Lifebeat Monitoring für SIMATIC BATCH-Server zu nutzen, müssen Sie das PCS 7 Redundancy State Control OCX im Lifebeat Monitoring- Bildschirm einfügen und dann die BATCH-Client DCF-Datei in jedes SIMATIC OS-Client-Projektverzeichnis kopieren. V /102

25 Einrichten eines Lifebeat Monitoring für PCS 7 PCs Abb Lifebeat Monitoring Monitor mit PCS 7 Redundancy State Control OCX Diese OCX erhält alle Informationen von allen DCF-Dateien, die sich im SIMATIC OS-Projektverzeichnis befinden und zeigt diese an. Das bedeutet, dass sich im OCX-Feld auch Informationen über den SIMATIC OS-Server-Status befinden. Weitere Informationen zu diesem Teil finden Sie unter folgendem Link: V /102

26 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen 3 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Es folgt eine Beschreibung über die verfügbaren Optionen zur Diagnose der Kommunikationsverbindungen zwischen dem WinCC-Projekt WinCC_OPC_SERVER und dem WinCC-Projekt WinCC_OPC_CLIENT. Verwendung des WinCC Explorers Verwendung von WinCC Channel Diagnosis HINWEIS Abhängig vom verwendeten Transportprotokoll (wie z.b. TCP/IP), können Ausfallzeiten von bis zu sechs Minuten auftreten. Daher können unter bestimmten Umständen nach Verbindungsunterbrechungen Korrekturen möglicherweise erst nach einigen Minuten sichtbar werden. 3.1 Verwendung des WinCC Explorers Schalten Sie das Projekt WinCC_OPC_CLIENT und das Projekt WinCC_OPC_SERVER auf Runtime. Dies geschieht im WinCC Explorer mit der in folgender Abbildung dargestellten Schaltfläche der Symbolleiste: Abb. 3-1 WinCC Runtime aktivieren Im WinCC Explorer öffnet sich mit "Tools > Status of Driver Connections" ein Dialog zur Überwachung aller konfigurierten Verbindungen. Dieser Menupunkt ist nur aktiv, wenn das Projekt sich in Runtime befindet. Abb. 3-2 Status von Treiberverbindungen (Status of Driver Connections) aktivieren V /102

27 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Der Dialog "Status - Logical Connections" öffnet sich. Dieser Dialog listet alle konfigurierten Verbindungen auf. Die angezeigten Werte entsprechen jeweils dem Status zu dem Zeitpunkt als der Dialog geöffnet wurde. Wenn Sie das Kästchen "Cyclic update" ankreuzen, wird die Anzeige in regelmäßigen Intervallen aktualisiert. Abb. 3-3 Dialogfenster "Status - Logical Connections" Eine weitere Möglichkeit, um Informationen zum Verbindungsstatus im Allgemeinen, aber auch zum Verbindungsstatus individueller Tags zu erhalten, stellt das Tag Management bereit. Der Status einer konfigurierten Verbindung erscheint als Tooltip, wenn Sie einfach die Maus darüber bewegen. Abb. 3-4 Status logischer Verbindungen im WinCC Explorer V /102

28 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Der aktuelle Prozesswert eines bestimmten Tags sowie sein Status erscheinen als Tooltip, wenn Sie die Maus darüber bewegen. Dieses Verfahren erlaubt nur das Auffinden von Fehlern eines einzigen Tags, nicht von Fehlern, die eine ganze Verbindung betreffen. Abb. 3-5 Status WinCC Tag 3.2 Verwendung von WinCC Channel Diagnosis Um die Diagnose der Kommunikationsverbindungen eines SIMATIC OS- Projekts durchzuführen, steht das Programm Channel Diagnosis zur Verfügung. Es kann über "Start > All Programs > SIMATIC > WinCC > Tools > Channel Diagnosis" gestartet werden. Dieses Programm steht nur in Englisch zur Verfügung. Abb. 3-6 WinCC Channel Diagnosis V /102

29 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Das Programm WinCC Channel Diagnosis ist geöffnet. Abb. 3-7 Dialogfenster WinCC Channel Diagnosis Wenn sich das SIMATIC OS-Projekt in Runtime befindet, zeigt die Registerkarte Channels/Connections alle konfigurierten Verbindungen an. Zusätzlich werden Informationen zum aktuellen Kommunikationsstatus jeder Verbindung angezeigt. Art und Menge der angezeigten Informationen unterscheiden sich je nach WinCC Kommunikations-Treiber. Klicken Sie auf die Verbindung, um sich genaue Informationen zum Status jeder konfigurierten Verbindung anzeigen zu lassen. Standardmäßig werden die angezeigten Informationen jede Sekunde aktualisiert. Der Aktualisierungszyklus kann im unteren Eingabefeld verändert werden. V /102

30 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Abb. 3-8 Dialogfenster WinCC Channel Diagnosis Wenn es Verbindungsfehler gibt, werden hexadezimale Fehlercodes angezeigt. Diese Fehlercodes helfen bei der genaueren Lokalisierung von Fehlerquellen. Dazu benötigen Sie eine Beschreibung der Fehlercodes. Mit einem rechten Mausklick auf den Fehlercode und Hilfe wird der entsprechende Fehlercode aus der WinCC Online-Hilfe abgerufen. Abb. 3-9 WinCC Online-Hilfe Die Registerkarte "Configuration" bietet Ihnen die Möglichkeit, eine Ausgabe als Trace in einer Textdatei zu konfigurieren. Die gewünschte Tiefe des Traces kann mit den Kästchen im Flag-Feld eingestellt werden. Geben Sie im Feld "Output File Name" den Namen der Trace-Datei an. Standardmäßig wird die Trace-Datei im Unterordner "Diagnosis" des V /102

31 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen WinCC-Installationsordners (C:\Program Files\Siemens\WinCC\Diagnosis) abgelegt. Die Trace-Datei erhält die Endung *.TRC und kann mit jedem Texteditor geöffnet werden. Im Feld "TraceFile" können zusätzliche Dateieinstellungen vorgenommen werden. Mit dem Kästchen "Enable" aktivieren Sie die Ausgabe als Trace. Abb WinCC Channel Diagnosis - Trace Option Die Einstellungen müssen mit einem Klick auf die Schaltfläche "Save" gespeichert werden. Eine Warnmeldung wird angezeigt, die Sie darüber informiert, dass die Ausgabe der Trace-Information die Leistung der Kommunikationsverbindung beeinträchtigen wird. Sie sollten daher sicherstellen, dass die Option Ausgabe als Trace während des Anlagenbetriebs deaktiviert ist. Die Ausgabe als Trace sollte nur während der Inbetriebnahme oder zur Fehlersuche verwendet werden. Bevor eine Ausgabe als Trace erfolgen kann, muss Runtime verlassen und neu gestartet werden. V /102

32 Diagnose von OPC-Kommunikationsverbindungen Die Ausgabe als Trace kann nur dann aktiviert/deaktiviert werden, wenn sich das Projekt in Runtime befindet. Um die Ausgabe als Trace zu deaktivieren, entfernen Sie den Haken aus dem Kästchen "Enable", speichern Sie diese Einstellungen mit "Save" und verlassen Sie Runtime. V /102

33 PCS 7 PC- und DCOM-Konfiguration für OPC-Treiber 4 PCS 7 PC- und DCOM-Konfiguration für OPC-Treiber 4.1 Was sind OPC und DCOM? OPC Bei OPC (OLE for Process Control) handelt es sich um eine einheitliche anbieterübergreifende Software-Schnittstelle. OPC Data Access (OPC DA) basiert auf der Windows-Technologie COM (Component Object Model) und DCOM (Distributed Component Object Model) DCOM für OPC-Server und OPC-Client DCOM hat COM mit der Möglichkeit erweitert, auf Objekte außerhalb der Grenzen eines Computers zuzugreifen. Diese Basis ermöglicht einen standardisierten Datenaustausch zwischen Anwendungen aus Industrie, Büro und Fertigung. Früher waren Anwendungen, die auf Prozessdaten zugreifen, auf Zugriffsmechanismen des Kommunikationsnetzwerkes beschränkt. Bei OPC können Anwendungen verschiedener Hersteller einheitlich kombiniert werden. OPC-Client ist eine Anwendung, die auf Prozessdaten eines OPC-Servers zugreift. OPC-Server ist ein Programm, das eine standardisierte Software- Schnittstelle zu Anwendungen verschiedener Anbieter zur Verfügung stellt. OPC-Server ist eine Zwischenebene zwischen diesen Anwendungen zur Verarbeitung der Prozessdaten, der verschiedenen Netzwerkprotokolle und der Schnittstelle für den Zugriff auf die Daten. Zum Datenaustausch mit OPC können nur HMI-Geräte mit Betriebssystem auf der Grundlage der Windows-Technologie COM und DCOM verwendet werden OPC über DCOM Eine OPC-Konfiguration muss aus mindestens einem OPC-Server und einem OPC-Client bestehen. Der OPC-Server ist eine DCOM-Anwendung, die Daten zur Weiterverarbeitung auf einen OPC-Client überträgt. In entgegen gesetzter Richtung kann ein Client auch einen Server mit Daten versorgen. Die Daten werden in Form von OPC-Elementen ausgetauscht. Diese werden mit ihren symbolischen Namen adressiert, die Sie ihnen bei der Konfiguration des OPC-Servers zuteilen. Der Standard-OPC mit offener Schnittstelle verwendet den Zugriffsmechanismus RPC (Remote Procedure Call). RPC wird zur V /102

34 PCS 7 PC- und DCOM-Konfiguration für OPC-Treiber Weiterleitung von Meldungen verwendet, mit denen eine dezentrale Anwendung Dienste auf verschiedenen Computern im Netzwerk aufrufen kann. Der OPC-Client ist eine Anwendung, die Prozessdaten vom OPC-Server über die OPC-Software-Schnittstelle anfordert. OPC-Server ist ein Programm, das eine standardisierte Software- Schnittstelle zu Anwendungen verschiedener Anbieter zur Verfügung stellt. OPC-Server ist eine Zwischenebene zwischen diesen Anwendungen zur Verarbeitung der Prozessdaten, der verschiedenen Netzwerkprotokolle und der Schnittstelle für den Zugriff auf die Daten. OPC kann alle Standardprotokolle verwenden, die DCOM (Distributed Component Object Model) auf einem Computer zum Zugriff auf Daten eines Automatisierungssystems über einen OPC-Server zur Verfügung stehen. OPC ist nicht auf ein bestimmtes Standardprotokoll beschränkt. Das bevorzugte Standardprotokoll für die Kommunikation ist das TCP/IP. 4.2 Verwendung des HMI-Gerätes Um mithilfe des OPC-Kommunikations-Treibers zu kommunizieren, verfügt SIMATIC OS über eine geeignete COM-Schnittstelle, über die Daten zwischen Automatisierungssystemen ausgetauscht werden können. Ein HMI-Gerät kann entweder als OPC-Server oder OPC-Client verwendet werden. Als OPC-Client kann das HMI-Gerät mit bis zu acht OPC-Servern verbunden werden. Tabelle 4-1 HMI-Gerät PC, Panel PC Datenaustausch über Betriebssystem OPC- Server DCOM Win2000.XP OPC DA- Server OPC- Client OPC DA- Client HMI-Gerät als OPC-Client Wenn ein HMI-Gerät als OPC-Client verwendet wird, muss der "OPC"- Kommunikationstreiber im SIMATIC OS-Projekt eingebunden werden. Um Datenaustausch zu ermöglichen, wird im SIMATIC OS-Projekt eine Verbindung des OPC-Clients geschaffen, über die ein Zugriff auf die Tags des OPC-Servers durchgeführt wird. Ein HMI-Gerät kann auf verschiedene OPC-Server zugreifen. Eine separate Verbindung wird für jeden OPC- Server hergestellt, auf den Sie zugreifen möchten. Das HMI-Gerät kann als zentrale Operator-Control-Station und Monitoring-Station verwendet werden. V /102

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