Soziologie der internationalen Beziehungen

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1 Soziologie der internationalen Beziehungen Sommersemester Dr. Christian Schuster Fakultät für Europastudien Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca - 1 -

2 Soziologie der IB =?

3 Welche Soziologie der IB? Es gibt keine eigenständige SiB Internationale Beziehungen: diplomatische außenpolitische militärische Form des Handelns Eine Soziologie der IB soll also nichtpolitische, nicht geostrategische Aspekte des Internationalen behandeln

4 Tatsache # 1: Soziologie übersieht oft die gesamtgesellschaftlichen Umstände und fokussiert eher auf nationale Gesellschaften oder mikrosoziologische Aspekte. Tatsache # 2: Internationale Beziehungen, als Teildisziplin der Politikwissenschaft, fokussieren meist nur auf Staaten und politische Akteure, ohne viel Rücksicht auf individuelle, nichtpolitische Akteure oder Handlungen. SiB: will diese Lücken füllen.

5 Was ist Soziologie? Soziologie soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. (Max Weber, WuG, 1920) Gegenstand der Soziologie = soziales Handeln Alternativen: Gegenstand = Gesellschaft(en); der Mensch; Kommunikation; soziale Netzwerke;... Wir halten fest: Soziologie will 1. verstehen und 2. erklären.

6 Vorreiter der Soziologie Auguste Comte ( ) Namensgeber der Soziologie Er erfand den Begriff Soziologie, war aber nicht der erste Soziologe. Gesellschaft funktioniert, wie die Natur, nach Gesetzen. Aufgabe der soziologischen Wissenschaft: diese Gesetze zu entdecken. (= Positivismus) Herbert Spencer ( ) Vertreter des Sozialdarwinismus. Die am besten angepassten Gruppen und Kulturen überleben und blühen, während die anderen untergehen.

7 Vorreiter der Soziologie Karl Marx ( ) verband die Entwicklung der Gesellschaften mit der Entwicklung der Wirtschaft. Geschichte der Menschheit = ein Klassenkampf. Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbst gewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen. (Karl Marx, Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, 1852)

8 Klassiker der Soziologie Emile Durkheim ( ) grenzte Soziologie von anderen Wissenschaften ab. Soziale Tatsachen sollen nur durch soziale Tatsachen erklärt werden ohne biologische, psychologische oder ökonomische Theorien. George Herbert Mead ( ) Begründer des symbolischen Interaktionismus Kommunikation wird durch Vermittlung von Symbolen möglich. Bewusstsein des Menschen ist ein evolutionäres Produkt.

9 Klassiker der Soziologie Max Weber ( ) einer der Gründungsväter der deutschen Soziologie. Begründer und Klassiker der Herrschaftssoziologie, der Religionssoziologie und der Wirtschaftssoziologie. Soziales Handeln als Grundbegriff der Soziologie: Soziales Handeln (...) soll ein solches Handeln heißen, welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist. (Max Weber, Wirtschaft und Gesellschaft)

10 Klassiker der Soziologie Max Weber ( ): reine Handlungstypen 1. Zweckrationales Handeln 2. Wertrationales Handeln 3. Affektuelles Handeln 4. Traditionales Handeln Keines der reinen Typen tritt wirklich alleine auf, sondern nur in Mischformen. Webers Begriffe werden bis heute in allen Sozialwissenschaften verwendet ( Macht, Herrschaft, Idealtypus, Politik als Beruf, charisma u.a.)

11 Klassiker der Soziologie Talcott Parsons ( ) Hauptvertreter des Funktionalismus. I. Handlungstheorie: Vorgegebene Normen und Werte, an denen sich alle Menschen (zum Teil unbewusst) ausrichten, strukturieren die individuellen Handlungsziele vor und schränken diese ein. Handlungseinheiten ( unit acts ): Ein Akteur Das Ziel des Handelns Die Handlungssituation Die Normen und Werte des Handelns.

12 Klassiker der Soziologie Talcott Parsons ( ) Hauptvertreter des Funktionalismus. II. Strukturfunktionalismus: weg vom Akteur/Situation- hin zum System/Umwelt-Paradigma. Instrumental Consumatory AGIL-Schema: L I Internal (to human condition) Telic System Cultural System Behavioral System Social System Personality System External Psycho-Chemical System Human Organic System A G

13 Instrumental Consumatory Internal (to human condition) L Telic System Cultural System Fiduciary System Economic System Community Political System I Behavioral System Personality System External A Psycho-Chemical System Human Organic System G

14 Das AGIL - Schema A = Adaptation (Anpassung) G = Goal Attainment (Zielerreichung) I = Integration (Integration) L = Latent Pattern Maintenance (Strukturerhaltung)

15 Instrumental Consumatory Internal (to human condition) L Telic System L Cultural System L Fiduciary System A Economic System Social System Community Political System I I G I Behavioral System A Personality System G External A Psycho-Chemical System Human Organic System G

16 instrumental konsumatorisch L Interne Bedingungen Zweck-System L Kulturelles System L A Kultur Gemeinwesen Soziales System Wirtschaft Politik I G I I Verhaltenssystem A Persönliches System G Externe Bedingungen A Psychochemisches Menschliches organisches System G

17 Das Handlungssystem instrumental konsumatorisch passiv L Kulturelles System Kultur Gemeinwesen Soziales System Wirtschaft Politik I aktiv Verhaltens-system Persönliches System A G

18 Was ist Gesellschaft? Gesellschaft als System: wie entwickeln sich die Strukturen, die die soziale Ordnung bilden? wie entsteht daraus ein funktionierendes System? wie bringt man Menschen dazu, diese Ordnung zu akzeptieren und zu tragen = nach Regeln zu handeln? Strukturen und Systeme im Vordergrund

19 Was ist Gesellschaft? Gesellschaft als Wirkungszusammenhang von Individuen: wie entstehen aus individuellen Handlungen soziale Regeln? ( =1 ) Wie behaupten sich Individuen als solche gegen komplexe gesellschaftliche Verhältnisse? ( Ich gegen die Welt ) Handeln von Individuen im Vordergrund (G. H. Mead)

20 Was ist Gesellschaft? Gesellschaft als Verflechtungszusammenhang von Gesellschaft und Individuum, die ohne einander nicht existieren können: Begrifflich keinen Unterschied zu machen zwischen Individuum und Gesellschaft Im Vordergrund stehen Figurationen, Beziehungsgeflechte gegenseitiger Abhängigkeit. (Norbert Elias)

21 Analyseebenen der Soziologie Mikroebene: Zusammenspiel von Individuum und Kleingruppe (z. B. Liebesbeziehung, Freundeskreis usw.); Mesoebene: Menschen in Organisationen und geregelten Gruppen (z. B. Schule, Betrieb); Makroebene: (welt-)gesellschaftliche Gegebenheiten, Einflüsse und Entwicklungen (z. B. soziale Ungleichheit, Globalisierung) -> SiB

22 Soziologie der IB IB Steht im Spannungsfeld mehrerer Disziplinen: Stellt teilweise eine Erweiterung der klassischen IB dar Global studies SiB Medienwiss....aber auch eine Alternative zum methodologischen Nationalismus der Soziologie (außer- und zwischengesellschaftliche vs. rein innergesellschaftliche Perspektive ) Soziologie

23 Kritik an klassische Soziologie: IB wurden fast völlig ignoriert. Gesellschaften werden als voneinander isolierte Einheiten verstanden und in keinem höheren Zusammenhang gebracht. Zu fokussiert auf Handlung von Akteuren (Individuen, Regierungen, Organisationen etc.), statt auf die Systeme, die diese Handlungen erst ermöglichen, sogar fordern.

24 Kritik an klassische IB Sind politik- und regierungszentrisch Mensch und Gesellschaft werden meist ignoriert. Fokussieren auf machtpolitische und militärische Formen des Wettbewerbs zwischen Staaten.

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