Prüfungsordnung und Wegleitung. Sachbearbeitung Sozialversicherungen Zertifikat edupool.ch / KV Schweiz / SVS N/O

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1 Prüfungsordnung und Wegleitung Sachbearbeitung Sozialversicherungen Zertifikat edupool.ch / KV Schweiz / SVS N/O Ausgabe 2011 Gültig ab Prüfung Mai

2 Allgemeines 1 Trägerschaft edupool.ch zeichnet verantwortlich für die Durchführung der Zertifikatsprüfung Sachbearbeiter/-in Sozialversicherung. edupool.ch strebt eine Zusammenarbeit mit dem SVS N/O und dem KV Schweiz an. Die Prüfung wird von der Geschäftsstelle edupool.ch durchgeführt. 2 Zweck der Prüfung Ziel der Ausbildung ist es, der Wirtschaft (Sozialversicherungen, öffentlichen Ämtern, Personaldiensten und weiteren Institutionen) entsprechendes Personal mit einer fachlichen Grundqualifikation zur Verfügung zu stellen. Die Zertifikatsprüfung hat den Zweck, Personen mit einer entsprechenden Grundqualifikation die Möglichkeit zu geben, sich durch den Erwerb des Zertifikats für den Arbeitsmarkt auszuweisen. Organisation 3 Zusammensetzung der Prüfungskommission Der Vorstand von edupool.ch wählt eine aus drei bis fünf Personen bestehende Prüfungskommission (PK), welche über entsprechende Sach- und Fachkenntnisse verfügt. Die Wahl erfolgt für eine Amtsdauer von vier Jahren; Wiederwahl ist möglich. In der Prüfungskommission muss mindestens ein Vertreter oder eine Vertreterin des SVS N/O Mitglied sein. Aus wichtigen Gründen kann edupool.ch jederzeit Änderungen vornehmen. Die Präsidentin oder der Präsident wird durch den Vorstand von edupool.ch bezeichnet. Im Übrigen konstituiert sich die PK selbst. 2

3 4 Aufgaben der Prüfungskommission (PK) Die PK erlässt die Wegleitung zur Prüfungsordnung. bestimmt das Prüfungsprogramm. veranlasst die Bereitstellung der Prüfungsaufgaben und führt die Prüfung durch. wählt die Expertinnen und Experten und setzt sie ein. entscheidet über die Zulassung zur Prüfung sowie über einen allfälligen Prüfungsausschluss. entscheidet über die Abgabe des Zertifikats. behandelt Anträge und Beschwerden. sorgt für Rechnungsführung und Korrespondenz. entscheidet über die Anerkennung von Leistungen anderer Abschlüsse. berichtet über ihre Tätigkeit. sorgt für Qualitätsentwicklung und -sicherung. Die PK kann einzelne Aufgaben einem Sekretariat übertragen. 5 Öffentlichkeit / Aufsicht Die Prüfung steht unter Aufsicht der PK. Sie ist nicht öffentlich. In Einzelfällen kann die PK Ausnahmen gestatten. 3

4 Ausschreibung / Anmeldung / Zulassung / Kosten 6 Ausschreibung Über die Prüfung wird mindestens 2 Monate vor Prüfungsbeginn informiert. Die vorbereitenden Schulen werden mit der Ausschreibung direkt bedient. Die Ausschreibung orientiert zumindest über die Prüfungsdaten, die Prüfungssprache(n), die Prüfungsgebühr, die Anmeldestelle und die Anmeldefrist. 7 Anmeldung Die Anmeldung erfolgt elektronisch (www. edupool.ch) oder mittels entsprechendem Formular. 8 Zulassung Zur Prüfung wird zugelassen, wer den Besuch der in Ziff. 15 aufgeführten fünf Module zu insgesamt mindestens 80 % nachweist. Vorbehalten bleibt die fristgerechte Überweisung der Prüfungsgebühr nach Ziff. 9. Eine verspätete Zahlung führt zu einer Nachgebühr. Diese besteht aus Mahnspesen und Nachbearbeitungskosten. 9 Kosten Die Kandidatin oder der Kandidat entrichtet die Prüfungsgebühr an edupool.ch. Der Zahlungstermin ist den jeweiligen Prüfungsunterlagen zu entnehmen. Wer nach Ziff. 11 fristgerecht zurücktritt oder aus entschuldbaren Gründen von der Prüfung zurücktreten muss, dem oder der wird der einbezahlte Betrag unter Abzug der entstandenen Kosten rückerstattet. Wer die Prüfung nicht besteht, hat grundsätzlich keinen Anspruch auf Rückerstattung. Die Prüfungsgebühr für Kandidierende, welche die Prüfung wiederholen, wird im Einzelfall von der PK unter Berücksichtigung des Prüfungsumfangs festgelegt. In der Prüfungsgebühr sind die Kosten für die Ausfertigung des Zertifikats eingeschlossen. Auslagen für Reise, Unterkunft, Verpflegung und Versicherung während der Prüfung gehen zulasten der Kandidierenden. 4

5 Durchführung der Prüfung 10 Aufgebot Eine Prüfung wird durchgeführt, wenn nach der Ausschreibung mindestens 10 Kandidierende die Zulassungsbedingungen erfüllen. Die Kandidierenden werden mindestens 20 Tage vor Beginn der Prüfung aufgeboten. Das Aufgebot enthält das Prüfungsprogramm mit Angaben über Ort und Zeit sowie über die zulässigen und mitzubringenden Hilfsmittel. Taschenrechner und als Hilfsmittel zugelassene Gesetzestexte sind von den Kandidaten in Eigenverantwortung zur Prüfung mitzubringen. 11 Rücktritt Die Kandidatin oder der Kandidat kann ihre oder seine Anmeldung bis 4 Wochen vor Beginn der Prüfung kostenlos zurückziehen. Im Zeitraum von 4-2 Wochen (Kalendertage) vor der Prüfung umfasst die Unkostenentschädigung bei einem Rückzug die Hälfte der Prüfungsgebühren. Ab 2 Wochen (14 Kalendertage) vor der Prüfung ist ein Rückzug der Anmeldung nur aus entschuldbaren Gründen (namentlich unvorhergesehener Militär-, Zivilschutz- oder Zivildienst; Krankheit, Unfall oder Mutterschaft; Todesfall im engeren Umfeld) möglich. In diesem Fall beträgt die Bearbeitungsgebühr Fr Bei Rückzug der Anmeldung aus nicht entschuldbaren Gründen gilt die Prüfung als nicht bestanden, weshalb der Kandidat keinen Anspruch auf Rückerstattung der Prüfungsgebühr hat. Der Rücktritt muss der Geschäftsstelle von edupool.ch unverzüglich in Briefform mitgeteilt und belegt werden. 5

6 12 Ausschluss Von der Prüfung ausgeschlossen wird, wer unzulässige Hilfsmittel verwendet. die Prüfungsdisziplin grob verletzt. die Expertinnen und Experten zu täuschen versucht. 13 Prüfungsaufsicht, Expertinnen und Experten Mindestens eine fachkundige Aufsichtsperson überwacht mit der gebotenen Sorgfalt die Ausführung der schriftlichen Prüfungsarbeiten. Sie hält ihre Beobachtungen schriftlich fest. 14 Abschluss und Notensitzung Die PK beschliesst im Anschluss an die Prüfung an einer Sitzung über das Bestehen der Prüfung. Verwandte sowie gegenwärtige und frühere Vorgesetzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kandidatin oder des Kandidaten treten bei der Entscheidung über die Verleihung des Zertifikats in den Ausstand. Prüfungsteile und Anforderungen 15 Prüfungsteile Die Prüfung umfasst folgende Teile und dauert: Prüfungsteil Prüfungsform Prüfungsdauer 1 Grundlagen Sozialversicherungen schriftlich 60 Minuten 2 Sozialversicherungen 1. Säule schriftlich 60 Minuten 3 Sozialversicherungen 2. Säule schriftlich 60 Minuten 4 Überobligatorische Leistungen schriftlich 60 Minuten 5 Schnittstellen ins Arbeitsrecht sowie Lohn- und Gehaltswesen schriftlich 60 Minuten Die Prüfungsteile können sich teilweise überschneiden. 6

7 16 Prüfungsanforderungen Der detaillierte Prüfungsstoff ist in der Wegleitung zur Prüfungsordnung nach Ziff. 4 aufgeführt. Die PK entscheidet über die Gleichwertigkeit abgeschlossener Prüfungsteile bzw. Module anderer Prüfungen auf Tertiärstufe sowie über die allfällige Dispensation von den entsprechenden Prüfungsteilen der vorliegenden Prüfungsordnung. Beurteilung und Notengebung 17 Beurteilung Die einzelnen Prüfungsteile nach Ziff. 15 werden mit ganzen und halben Noten bewertet. Die Gesamtnote ist das Mittel aus den Noten der einzelnen Prüfungsteile. Sie wird auf eine Dezimalstelle gerundet. 18 Notengebung Die Leistungen werden mit Noten von 6 bis 1 bewertet. Die Note 4 und höhere bezeichnen genügende Leistungen; Noten unter 4 bezeichnen ungenügende Leistungen. Andere als halbe Zwischenwerte sind nicht zulässig. Bestehen und Wiederholen der Prüfungen 19 Bedingungen zum Bestehen der Prüfung Die Zertifikatsprüfung ist bestanden, wenn die Gesamtnote den Wert von 4.0 nicht unterschreitet. höchstens eine Fachnote unter 4.0 liegt. keine Fachnote unter 3.0 erzielt wurde. Die Zertifikatsprüfung gilt als nicht bestanden, wenn die Kandidatin oder der Kandidat sich nicht rechtzeitig abmeldet. die Prüfungsgebühr nicht termingerecht überwiesen wurde. ohne entschuldbaren Grund nicht dazu antritt. ohne entschuldbaren Grund nach Beginn zurücktritt. von der Prüfung ausgeschlossen werden muss. 7

8 20 Prüfungszeugnis Die Geschäftsstelle edupool.ch stellt jeder Kandidatin oder jedem Kandidaten ein Prüfungszeugnis aus. Diesem können zumindest entnommen werden: die Noten in den einzelnen Prüfungsteilen und die Gesamtnote das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung bei Nichterteilung des Zertifikats eine Rechtsmittelbelehrung. 21 Wiederholung Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann diese innerhalb von zwei Jahren im Rahmen einer ordentlichen Prüfung einmal wiederholen. Die Wiederholung bezieht sich nur auf jene Prüfungsteile, in denen nicht mindestens die Note 4 erzielt wurde. Für die Anmeldung und Zulassung gelten die gleichen Bedingungen wie für die erste Prüfung. Zertifikat, Titel und Verfahren 22 Titel Wer die Prüfung bestanden hat, erhält das Zertifikat. Dieses wird von edupool.ch ausgestellt und von dessen Präsidentin oder Präsidenten und der Präsidentin oder dem Präsidenten vom SVS N/O unterzeichnet. Zertifikatsinhaberinnen und Zertifikatsinhaber sind berechtigt, folgenden Titel zu führen: Zertifizierte Sachbearbeiterin Sozialversicherung edupool.ch / KV Schweiz / SVS N/O Zertifizierter Sachbearbeiter Sozialversicherung edupool.ch / KV Schweiz / SVS N/O 8

9 23 Beschwerderecht Gegen Entscheide der PK wegen Nichtzulassung zur Prüfung oder Verweigerung des Zertifikates kann innert 30 Tagen nach ihrer Eröffnung beim Vorstand edupool.ch schriftlich Beschwerde eingereicht werden. Diese muss die Anträge der Beschwerdeführerin oder des Beschwerdeführers und deren Begründung enthalten. Teilnehmende, welche die Prüfung nicht bestanden haben, können innerhalb von 30 Tagen bei edupool.ch eine Kopie der Prüfung ohne Lösungsschlüssel gegen Vorauszahlung von Fr zur Einsicht anfordern. Nach Erhalt der angeforderten Unterlagen kann wiederum innert 30 Tagen gegen Hinterlegung von Fr Kaution ein Rekurs eingereicht werden. Wird dem Rekurs stattgegeben, werden die Fr Kaution zurückerstattet. Deckung der Prüfungskosten 24 Ansätze, Abrechnung Der Vorstand von edupool.ch legt die Ansätze fest, nach denen die Mitglieder der PK sowie die Expertinnen und Experten entschädigt werden. Die Vergütungen richten sich nach den Ansätzen, die edupool.ch für andere Prüfungen ausrichtet. Schlussbestimmungen 25 Aufhebung bisherigen Rechts Das Reglement vom über die Zertifikatsprüfung Sachbearbeitung Sozialversicherungen wird aufgehoben. 26 Übergangsbestimmungen Die erste Prüfung nach dieser Prüfungsordnung fand 2008 statt. Repetentinnen und Repetenten nach dem bisherigen Reglement vom erhielten 2008 Gelegenheit zu einer Wiederholung. 9

10 27 Inkrafttreten Diese Prüfungsordnung tritt nach Genehmigung durch den Vorstand edupool.ch in Kraft. Zug, 20. August 2007 Hans Zeltner Präsident SVS N-/0 Dr. Peider Signorell edupool.ch 10

11 Wegleitung und Ausführungsbestimmungen Sachbearbeiter/-in Sozialversicherung Zertifikat edupool.ch / KV Schweiz/ SVS N/O 11

12 Aufbau Lehrgang 1 Ausbildungsdauer Die Kursangebote sind so auszugestalten, dass alle Lektionen in einem Zeitrahmen von 6 bis 18 Monaten absolviert werden können. 2 Lektionenumfang Als Richtwert für die einzelnen Module gilt dieser Lektionenumfang (je einschliesslich Repetitorium und Prüfungsvorbereitung): 1 Grundlagen Sozialversicherungen Sozialversicherungen 1. Säule Sozialversicherungen 2. Säule Überobligatorische Leistungen Schnittstellen ins Arbeitsrecht sowie Lohn- und Gehaltswesen Prüfungen Die Prüfungen werden jeweils im Frühjahr genügende Anzahl Anmeldungen vorausgesetzt durchgeführt. Lehrgangsteilnehmende erhalten die Anmeldeunterlagen und Informationen durch die Schulleitung. 12

13 Anforderungsstufen 4 Taxonomiestufen Anforderungsstufe Beschreibung 1 Wissen Die Kandidierenden müssen den Prüfungsstoff verstehen und insbesondere Fakten nennen, Fachausdrücke erklären, Kriterien aufzählen. 2 Anwendung Die Kandidierenden müssen das Wissen auf konkrete, alltägliche Situationen anwenden und (einfachere) Probleme in einem geschilderten Kontext lösen. 3 Praxis Die Kandidierenden müssen praktische Problemstellungen analysieren und einen praxisgerechten Lösungsvorschlag entwickeln. Wegleitung (Prüfungsstoff, Lernziele der Module) Wegleitung (Prüfungsstoff, Lernziele der Module) 5 Grundlagen Sozialversicherungen Geschichtliche Zusammenhänge (Anforderungsstufe 2) Die Kandidierenden können die Entstehung der Sozialen Sicherheit in den Grundsätzen beschreiben. formulieren aktuelle Tendenzen innerhalb der Sozialpolitik. erklären und verstehen die gewachsene Funktion des Drei-Säulenprinzips. 13

14 Strukturelle Zusammenhänge (Anforderungsstufe 2) Die Kandidierenden differenzieren Versicherungs- und Gestaltungsprinzipien innerhalb der Sozialen Sicherheit und ordnen diese den verschiedenen Sozialversicherungszweigen zu. definieren und unterscheiden Finanzierungsverfahren innerhalb der Sozialen Sicherheit. Rechtliche Zusammenhänge (Anforderungsstufe 1) Die Kandidierenden beschreiben die politische Gliederung der Schweiz und kennen die Volksrechte. kennen die wichtigsten Rechtsquellen im Sozialversicherungsrecht sowie die wichtigsten allgemeinen Rechtsgrundsätze. bestimmen die wichtigsten Pflichten der Leistungsansprecher. schildern den Rechtsweg aller Sozialversicherungen. unterscheiden die zuständigen Gerichte. Kennzahlen und Statistik (Anforderungsstufe 1) Die Kandidierenden benennen die wichtigsten Kennzahlen (z. B. Soziallastquote, Sozialleistungsquote) innerhalb der Sozialen Sicherheit. kennen die Informationsquellen über die Statistik der Sozialen Sicherheit. Aktuelle Tendenzen (Anforderungsstufe 1) Die Kandidierenden formulieren aktuell diskutierte Tendenzen innerhalb der Sozialpolitik. können sich über aktuelle Themen eine Meinung bilden. 14

15 6 Sozialversicherungen 1. Säule (AHV/IV/EL sowie EO/MSE/SH) Grundsätzliches Lernziel (Anforderungsstufe 2) Die Kandidierenden kennen die Trägerschaften der im Titel erwähnten Sozialversicherungen, wissen, welcher Personenkreis versichert ist, und wer welche Beiträge bezahlt. Sie können die versicherten Risiken definieren und sehr einfache Leistungsberechnungen erstellen. Sie unterscheiden die verschiedenen Finanzierungsprinzipien. Die Kandidierenden kennen die Trägerschaften der AHV/IV/EO/EL und der Sozialhilfe. definieren die obligatorisch versicherten Personen. zählen die Finanzierungsquellen und die Beiträge auf. erkennen die versicherten Risiken. kennen die Leistungsdauer. kennen die maximalen und minimalen Renten oder Taggelder. definieren die Voraussetzungen für den Leistungsbezug. vollziehen die Anspruchsvoraussetzungen der EL und der SH aufgrund offizieller Merkblätter nach. beschreiben den Unterschied zwischen EL und SH. 15

16 7 Sozialversicherungen 2. Säule (BV/UV sowie ALV/KV) Grundsätzliches Lernziel (Anforderungsstufe 2) Die Kandidierenden kennen die Trägerschaften der im Titel erwähnten Sozialversicherungen, wissen, welcher Personenkreis versichert ist, und wer welche Beiträge bezahlt. Sie können die versicherten Risiken definieren und sehr einfache Leistungsberechnungen erstellen. Sie unterscheiden die verschiedenen Finanzierungsprinzipien. Die Kandidierenden kennen die Trägerschaften. definieren die obligatorisch versicherten Personen. zählen die Finanzierungsquellen und die Beiträge auf. erkennen die versicherten Risiken. kennen die Leistungsdauer. kennen die maximalen und minimalen Renten oder Taggelder. können die Voraussetzungen für den Leistungsbezug definieren. kennen den koordinierten Lohn sowie die Eintrittsschwelle gemäss BVG und wenden diese an. können die relevanten Daten für eine Unfallmeldung auf dem Formular ausfüllen. definieren maximal versicherte Verdienste in der UV und der ALV. können den Unfallbegriff definieren und einen einfachen Sachverhalt beurteilen. definieren die Grundleistungen gemäss KVG und erkennen den Unterschied zu VVG Produkten. 16

17 8 Überobligatorische Leistungen (Säulen 3a und 3b/VVG) Grundsätzliches Lernziel (Anforderungsstufe 2) Die Kandidierenden unterscheiden Säule 3a und Säule 3b im Ziel. Sie wissen, wer Privatversicherungen anbietet, und welche Risiken überobligatorisch bei den Personenversicherungen versichert werden können. Sie unterscheiden die Begriffe Sach-, Personen- und Vermögensversicherung. Sie kennen ihre eigene Versicherungssituation besser. Die Kandidierenden halten Anbieter von Sozial- und Privatversicherung auseinander. erkennen den Unterschied zwischen Säule 3a und Säule 3b. wissen, wer welche Versicherungen abschliessen kann. kennen versicherbare Risiken/Produkte. unterscheiden zwischen Sach-, Personen- und Vermögensversicherungen. erkennen den Unterschied zwischen obligatorischen und überobligatorischen Versicherungsleistungen. analysieren ihre eigene Versicherungssituation und erkennen somit Lücken und Überversicherungssituationen. 17

18 9 Schnittstellen ins Arbeitsrecht sowie Lohn- und Gehaltswesen Grundsätzliches Lernziel: (Anforderungsstufe 2) Die Kandidierenden kennen die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers gemäss OR. Sie kennen die Voraussetzungen, wann eine Kündigung gültig, missbräuchlich oder nichtig ist. Sie kennen die wichtigsten Begriffe zur Arbeitszeit gemäss ArG. Sie kennen den arbeitsrechtlichen Schutz von schwangeren Frauen und Müttern. Die rechtlichen Grundlagen zur Lohngleichheit sind bekannt. Im Gehaltswesen können die Kandidierenden die obligatorischen sowie die überobligatorischen Versicherungsabzüge in einer Lohnabrechnung anwenden. Sie erstellen einfache Lohnabrechnungen für Monats- und Stundenlöhner. Sie können Lohnformen unterscheiden. Sie wissen, welche lohnpolitischen Überlegungen bei der Lohngleichheit von Mann und Frau eine Rolle spielen. 10 Arbeitsrecht und Gehaltswesen Die Kandidierenden definieren die Rechtsgrundlagen im Arbeitsrecht. zeigen die Regelungen in den einzelnen Gesetzen (insbesondere OR und ArG) auf. definieren die Bereiche im Arbeitsrecht (privates, kollektives und öffentliches Arbeitsrecht). können die Lohnfortzahlung nach OR in einem einfachen Beispiel anwenden. unterscheiden Lohnfortzahlung und obligatorische Versicherungsleistungen. wenden Kündigungs- und Sperrfristen an einfachen Fallbeispielen an. wenden die Begriffe Überstunden, Überzeit und Höchstarbeitszeit an. definieren rechtliche Grundlagen zur Lohngleichheit von Frau und Mann. 18

19 Die Kandidierenden erstellen einfache Lohnabrechnungen für Monats- und Stundenlöhner. können Überzeit- oder Überstundenzuschlag rechnen. errechnen Ferienentschädigungen für Monats- und Stundenlöhner. erkennen Ansprüche von Arbeitgebern und Arbeitnehmenden an den Lohn. unterscheiden Lohnformen (Zeitlohn, Akkordlohn etc.). erkennen lohnpolitische Grundlagen und Überlegungen zur Lohngleichheit von Frau und Mann. Literaturhinweise 11 Unterlagen Bildungsgang Pflichtunterlagen (als Hilfsmittel zu den schriftlichen Prüfungen zugelassen) Lehrgangsordner zu allen Arbeitsbereichen (Vertrieb Consultabrain Zug in Zusammenarbeit mit dem SVS N/O; (Max. Grösse bzw. Breite: Ein Bundesordner) Akte Sozialversicherungen 200X; Keiser Luzern (ISBN ) Recht + Gesellschaft; Sauerländer Aarau, 7. Aufl. 05 (ISBN ) Bundesverfassung ZGB und OR (Ausgabe Orell Füssli und edupool.ch) Teile ArG (Bereich Arbeitszeit) (Ausdruck Internet möglich) Ergänzende Unterlagen: CHSS (Soziale Sicherheit), evtl. über Internet Versicherungs-ABC ( Der Bund kurz erklärt (vom Internet oder durch die Bundespublikationen beziehbar) Wie lerne ich? Christoph Metzger / Sauerländer Aarau 19

20 Prüfungsanmeldung 12 Prüfungsanmeldung Die Anmeldung hat elektronisch zu erfolgen (Ziff. 7 der Prüfungsordnung). Teilnehmende in den Bildungsgängen erhalten die Informationen durch die Leitung des Bildungsgangs. 13 Inkrafttreten Diese Wegleitung tritt mit dem neuen Reglement in Kraft. 20

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