NABAG Anlage- und Beteiligungs- Aktiengesellschaft Nürnberg

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1 NABAG Anlage- und Beteiligungs- Aktiengesellschaft Nürnberg Geschäftsbericht 2011

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3 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 3 Inhalt Bericht des Vorstands 4 Bericht des Aufsichtsrats 7 Bilanz zum Gewinn- und Verlustrechung Anhang zum Jahresabschluss 11 Organe 14 Impressum Herausgeber: NABAG Anlage- und Beteiligungs- AG Juttastraße Nürnberg Redaktion: Prof. Dr. Burkhard H. Götz Layout: Richard Janus

4 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 4 Bericht des Vorstands Der deutsche Aktienmarkt war im Jahr 2011 von hoher Volatilität geprägt: Nach einem freundlichen Jahresauftakt sorgten Mitte März Erdbeben und anschließender Tsunami mit seinen desaströsen Auswirkungen auf japanische Atomkraftwerke für einen deutlichen Kursrückgang beim Dax. Jener wurde in kurzer Zeit mehr als ausgeglichen und bis Ende Juli schwankte der deutsche Leitindex in der Spanne zwischen und Punkten. Die drohende Staatspleite der USA und die sich verschärfende Schuldenproblematik in einigen Euro-Ländern führten in der zweiten Jahreshälfte zu einem dramatischen Kursverfall: Vom 26. Juli bis 11. August sank der Dax um 26 %. Am Ende des Jahres schloss er bei Punkten; dies entspricht einem Rückgang um ca. 15 %. Unter diesem negativen Umfeld litten die Geschäfte der NABAG: Der innere Wert pro Aktie fiel gemäß dem veröffentlichten Jahresabschluss um 24 % auf 0,67. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft nach HGB bilanziert und Wertsteigerungen gegenüber dem Anschaffungspreis erst bei Realisation verbucht. Als Ergebnis verfügt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag über stille Reserven in Höhe von über 50 T. Zieht man die aktuellen Kurse zum Jahresende zur Bewertung des Portfolios heran, so ergibt sich eine Reduktion des Eigenkapitals um ca. 18 %.

5 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 5 Berücksichtigt man die gemessen am Investitionsvolumen weiterhin hohen Verwaltungsund Personalkosten, ergibt sich eine minimale Outperformance des Depots der NABAG gegenüber der Benchmark. Auf der einen Seite belasteten hohe Abschreibungen auf Aktien von Phoenix Solar sowie Verluste aus dem Verkauf von Zertifikaten auf E.ON- und Deutsche Telekom-Aktien die Erfolgsrechnung. Andererseits führten die Veräußerung von Freenet-Aktien und Zertifikaten auf die Deutsche Telekom zu Erträgen in größerem Umfang. Zu der Ausweitung der stillen Reserven trug wesentlich unsere größte Position Schaltbau AG mit einem Kursanstieg im Jahresverlauf um 23 % bei. Bei Zuschreibungen von 0 T ergaben sich Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von 68 T. Die Verluste aus dem Abgang von Gegen-ständen des Anlagevermögens beliefen sich auf 141 T. Erträge aus Dividenden und Zinsen in Höhe von 11 T standen Zinsaufwendungen von 1 T gegenüber. Insgesamt ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 125 T. Damit errechnet sich ein Verlust pro Aktie von 0,22. Der Start ins neue Geschäftsjahr verlief erfolgreich: Gewinnrealisationen bei einigen Zertifikaten trugen ebenso wie Kursgewinne bei unseren beiden größten Engagements Schaltbau und ISRA Vision zu einer Erhöhung des Eigenkapitals bei: Dieses belief sich per Ende Mai 2012 auf ca. 465 T und stieg damit gegenüber dem um ca. 7 %.

6 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 6 Die größten aktuellen Engagements (Stand Ende Mai 2012) sind neben den oben genannten Aktien Bonuszertifikate auf Aktien der Munich Re, Allianz, TUI sowie E.ON. Die von unseren beiden Banken eingeräumten Kreditlinien sind gegenwärtig mit ca. 45 T ausgenutzt. Aufgrund der hohen Volatilität am deutschen Aktienmarkt ist eine Prognose für den Erfolg Ihres Unternehmens im Gesamtjahr 2012 schwierig. Sollten sich überzeugende Lösungsansätze für die Schuldenproblematik abzeichnen, erscheint ein markanter Anstieg der Kurse wahrscheinlich. Andererseits besteht bei einer Ausweitung der Krise die Gefahr eines weiteren Kurseinbruchs wie im letzten Sommer. Das Depot der NABAG erachte ich für gut aufgestellt: Schaltbau und ISRA Vision haben sich positiv zu den Aussichten für die nähere und weitere Zukunft geäußert. Die den Zertifikaten zugrunde liegenden Aktien zeichnen sich durch hohe Dividendenrenditen und/oder niedrige Bewertungen aus. Beides sollte den Spielraum für Kursrückgänge begrenzen. Für Ihr fortgesetztes Vertrauen in die NABAG danke ich Ihnen. Nürnberg, im Juni 2012 Prof. Dr. Burkhard H. Götz, Vorstand

7 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 7 Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen sich mit dem Vorstanden eingehend über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft beraten. Die Fortentwicklung der Geschäftsstrategie war einer der wichtigen Gegenstände der Beratungen. Angesichts der ökonomischen Großwetterlage konnte die Konsolidierung unserer Gesellschaft, an der festgehalten werden soll, nicht in beabsichtigter Form fortgeführt werden. Den vom Vorstand vorgelegten Geschäftsbericht und Jahresabschluss der NABAG Anlage- und Beteiligungs- AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2011 wurde vom Aufsichtsrat geprüft und am 22. März 2012 festgestellt, nachdem als Ergebnis der Prüfungen keine Einwendungen erhoben wurden. Für seine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit danken wir dem Vorstand. Nürnberg, im Juni 2011 Richard Janus, Vorsitzender

8 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 8 Bilanz zum Aktiva A. Anlagevermögen Finanzanlagen 1. Beteiligungen 2. Wertpapiere des Anlagevermögens , , ,15 Vorjahr , , ,15 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände 1.851, ,14 II. Wertpapiere Eigene Anteile 3.015, ,00 III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ,37 906, , ,21

9 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 9 Passiva A. Eigenkapital Vorjahr I. Gezeichnetes Kapital , ,00 II. Kapitalrücklage , ,62 III. Gewinnrücklagen 1. Gesetzliche Gewinnrücklagen 1.325, ,26 2. Rücklage für eigene Anteile 3.015, ,00 IV. Verlustvortrag , ,89 V. Jahresüberschuss , ,50 B. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen 3.000, ,00 C. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten , , , ,21

10 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 10 Gewinn- und Verlustrechnung 1. Sonstige betriebliche Erträge a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens b) sonstige Erträge im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2. Personalwand Löhne und Gehälter 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen a) ordentliche betriebliche Aufwendungen aa) Versicherungen, Beiträge und Abgaben ab) verschiedene betriebliche Kosten b) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10. Jahresüberschuss , , , ,00-196, , , , ,00 295, , , ,60 1, ,82 Vorjahr , , , ,00-161, , , , ,55 486, ,29-564, ,25-8, ,50

11 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 11 Anhang zum Jahresabschluss A. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der 242ff. HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften 264ff. HGB sowie 150ff. AktG erstellt. Von dem Wahlrecht des 266 Abs. 1 Satz 3 HGB, eine verkürzte Bilanz aufzustellen, wurde kein Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Erleichterung nach 276 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen gemäß 253 Abs. 2 Satz 3 HGB. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs am Abschlussstichtag bewertet. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Entwicklungen des Anlagevermögens Unter Beteiligungen ist die Beteiligung an der Ewis AG in Höhe von EUR 693,00 ausgewisen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Zertifikate und Fondsanteile.

12 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite Umlaufvermögen Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich in voller Höhe um Körperschaftsteuerrückforderungen. Eigene Anteile stehen mit 3.015,00 (4.500 Aktien) zu Buche. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR setzt sich zusammen aus Stück Inhaberaktien im Nennwert von je EUR 1,-. Die gesetzliche Rücklage wurde gemäß 150 Abs. 2 AktG gebildet und blieb unverändert. 4. Rückstellungen Die Rückstellungen bestehen überwiegend aus den erwarteten Kosten für die Aufstellung des Jahresabschlusses für das Jahr Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von ,72 bei der Bank Schilling. C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens beliefen sich auf ,33. Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens wurden in einer Höhe von 0 vorgenommen.

13 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite Die Personalaufwendungen betreffen die Bezüge für den Vorstand. 3. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten eine Vielzahl verschiedener Aufwendungen wie Aufwandsentschädigungen für den Vorstand, HV-Kosten, Kammerbeiträge, Registergebühren sowie Büromaterial, Porto, Telefon- und Onlinekosten. Überdies umfassen sie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von , Die Erträge aus den anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens ergeben sich aus Dividenden. 5. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge bestehen aus Zinserträgen aus festverzinslichen Wertpapieren und auf Bankguthaben. 6. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens belaufen sich auf ,24.

14 NABAG Geschäftsbericht 2011 Seite 14 Organe Aufsichtsrat Dipl.-Theol. Richard Janus Paderborn Vorsitzender Dr. Georg Heldmann Nürnberg stellvertretender Vorsitzender Dr. Thomas Lambertz Nürnberg Vorstand Prof. Dr. Burkhard H. Götz Nürnberg

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