REGIONALKONFERENZ IN SCHLESWIG-HOLSTEIN SICHERE ORTE SCHAFFEN PRÄVENTION VON SEXUELLEM KINDESMISSBRAUCH

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1 REGIONALKONFERENZ IN SCHLESWIG-HOLSTEIN SICHERE ORTE SCHAFFEN PRÄVENTION VON SEXUELLEM KINDESMISSBRAUCH Workshop 4 Handlungspläne und Leitlinien Kerstin Hubert, Fachberatung für Kitas, Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein Elmshorn, WORKSHOP-THEMA Handlungspläne und Leitlinien Was ist zu tun im Verdachtsfall? Entwicklung eines Schutzkonzeptes der Kitas in der Propstei Pinneberg, Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein 2

2 INHALTSVERZEICHNIS Gesetzliche Grundlagen und sonstige Vorlagen Zahlen & Statistik Formen der Kindeswohlgefährdung Schutzkonzept für Kitas Qualitätsentwicklung Insoweit erfahrene Fachkräfte Handlungskonzept Verfahrensablauf Implementierung Reflexion & Aussicht 3 GESETZLICHE GRUNDLAGEN UND SONSTIGE VORLAGEN UN-Kinderrechtskonvention BGB (Neufassung 1631 Recht auf gewaltfreie Erziehung) Kinder- und Jugendhilfeentwicklungsgesetz (Kick) Beta-Rahmenhandbuch Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen Vorgaben vom Kreis Pinneberg Bundeskinderschutzgesetz 4

3 ZAHLEN & STATISTIK Die aktuelle Kriminalstatistik der Polizei (2014) geht bundesweit von Fällen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder bis 14 Jahren, davon 1754 Kinder unter sechs Jahren aus. 40 Kinder bundesweit täglich betroffen (statistisch) Fälle die nicht zur Anzeige führen sind nicht erfasst! Das Ausmaß wird weit höher geschätzt. 5 ZAHLEN & STATISTIK Mädchen sind zu 75 % und Jungen zu 25% betroffen. Sexualisierte Gewalt wird zu 80 bis 90 % von Männern und 10 bis 20 % von Frauen ausgeübt. 80 % der TäterInnen kommen aus dem sozialen Nahbereich : familiäres Umfeld, Schule, Kita, Vereine, 6

4 FORMEN DER KINDESWOHLGEFÄHRDUNG Körperliche Kindesmisshandlung Seelische/emotionale Kindesmisshandlung Vernachlässigung Sexualisierte Gewalt 7 SCHUTZKONZEPT FÜR KITAS Leitbild Konzeptionsentwicklung Kinderschutz, Rechte der Kinder, Partizipation, Beschwerdeverfahren, Partizipation Beschwerdeverfahren für Kinder Sexualpädagogisches Konzept Beobachtung und Dokumentation 8

5 SCHUTZKONZEPT FÜR KITAS Elternarbeit Partizipation der Eltern Beratung, Begleitung und Unterstützung von Eltern Beschwerdemanagement für Eltern Öffentlichkeitsarbeit Datenschutz 9 SCHUTZKONZEPT FÜR KITAS Personalführung und entwicklung Fort- und Weiterbildung Vernetzung und Kooperation Professioneller Umgang mit Nähe und Distanz 10

6 SCHUTZKONZEPT FÜR KITAS Risikoanalyse Risikofelder Handys, Internet Organisation Räumlichkeiten, Gelände, Weg Kommunikation, Umgang der Mitarbeitenden mit den Kindern Soziales Klima & Miteinander Personalentwicklung und Personalauswahl Eltern Einschätzung und Erarbeitung Welche Risiken gibt es in den Kitas? Welche Maßnahmen sind möglich und sinnvoll? Notwendige Ressourcen/ Klärung von Verantwortung/ Nächste Schritte 11 SCHUTZKONZEPT FÜR KITAS Interne Kommunikation Notfallplan Handlungskonzept Qualitätsentwicklung 12

7 QUALITÄTSENTWICKLUNG Prozess der Qualitätsentwicklung Qualitätshandbuch Pinneberg auf Grundlage des BETA-Rahmenhandbuches Erste externe Audits 2015 durch Zertifizierungsgesellschaft procum Cert GmbH 13 QUALITÄTSENTWICKLUNG PROZESS K2.12 KINDERSCHUTZ Audit-Fragen der BETA Liegt in der Kita eine Beschreibung vor, wie Träger, Leitung und Mitarbeitende gewichtige Anhaltspunkten für eine Gefährdung des Kindeswohls erkennen können und dabei vorgehen sollen? Ist ein Leitfaden vorhanden, der für solche Fälle regelt, in welchen Schritten vorzugehen ist und wie die einzelnen Phasen zu dokumentieren sind? Ist die insoweit erfahrene Fachkraft ( 8a SGB VIII) den Mitarbeitenden in der Tageseinrichtung bekannt? Ist der Datenschutz gewährleistet und werden die landesrechtlichen Vorgaben umgesetzt? 14

8 QUALITÄTSENTWICKLUNG PROZESS K2.12 KINDERSCHUTZ Qualitätshandbuch Pinneberg Ziele, Qualitätskriterien, Wirksamkeitsprüfung Hilfsmittel: Vereinbarung zwischen Kreis und Träger nach 8a Abs.2 und 72a, SGB VIII Handlungskonzept zum Kinderschutz Prüfliste der Aufsicht für Kitas zu Handlungsschritten gemäß 8a Abs.2 und 72a SGB VIII Liste der Insoweit erfahrenen Fachkräfte Broschüre: Kindliche Sexualität zwischen altersangemessenen Aktivitäten und Übergriffe Broschüre: Wir handeln verantwortlich! 15 INSOWEIT ERFAHRENE FACHKRÄFTE Insoweit erfahrenen Fachkräfte bei möglicher Kindeswohlgefährdung nach 8a Abs. 4 und 8b SGB VIII Anspruch und Verpflichtung auf Beratung Gemeinsame Abschätzung des Gefährdungsrisikos Unterstützung bei der Vorbereitung der Gespräche mit den Erziehungsberechtigen 16

9 HANDLUNGSKONZEPT ZUR KINDESWOHLGEFÄHRDUNG Handlungskonzept zur Sicherung des Wohls der Kinder und Jugendlichen der Kindertageseinrichtungen, Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein, 2013 Gesetzliche Grundlagen Verfahrensabläufe zum Schutzauftrag Dokumentationsbogen Gesprächsprotokoll Schweigepflichtentbindung Rolle der pädagogischen Fachkräfte Anhaltspunkte von Kindeswohlgefährdung Selbstverpflichtung für Ehrenamtliche 17 VERFAHRENSABLAUF Zum Schutz vor Kindeswohlgefährdung gemäß 8a SGB VIII Bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt außerhalb des familiären Systems Bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt innerhalb des familiären Systems Bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt durch MitarbeiterInnen 18

10 VERFAHRENSABLAUF 19 IMPLEMENTIERUNG Einheitliches Handlungskonzept im Kirchenkreis Gesteuerter Prozess der kontinuierlichen Verbesserung Einstellung in das QM-System Einführung des Konzeptes bei den Leitungen Schulung aller Kita-Mitarbeitender Netzwerk fachlicher Begleitung und Unterstützung Zusätzliche finanzielle und zeitliche Ressourcen von Politik, Trägern, Kirchenkreis und Leitungen 20

11 REFLEXION & AUSSICHT Wo sehen Sie Schnittstellen mit Ihrer Institution? Welche Erfahrungen haben Sie aus der Praxis? Wo sehen Sie Stolpersteine bei der Umsetzung? Was motiviert Sie an der Entwicklung und Einführung eines Schutzkonzeptes? Was sind Ihre nächsten Schritte? 21 SICHERE ORTE SCHAFFEN Wir nehmen den Kinderschutz ernst! Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 22

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