Das Geld reicht nie Das Problem der Knappheit

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1 Kapitelübersicht Das Geld reicht nie Das Problem der Knappheit Art und Dringlichkeit von Bedürfnissen Abwägung von Kosten und Nutzen Wirtschaftskreislauf Preisbildung an der Aktienbörse Die Funktion von Marken Werbung und Verkaufsstrategien Bedeutung und Wandel der Arbeit Betriebe und Unternehmen Güter und Geld Armut und Reichtum Illusion der Statistik

2 Das Geld reicht nie Das Problem der Knappheit Wie leben die Menschen im Schlaraffenland? Aufgabe: Wie leben die Menschen im Schlaraffenland? Was machen Sie und was machen sie nicht? Haltet ihr das märchenhafte Leben für erstrebenswert? Im Schlaraffenland bekommen die Menschen alles umsonst. Sie brauchen sich nicht anzustrengen. Sie arbeiten nicht. Vielleicht ist es für kurze Zeit schön im Schlaraffenland, aber später wird es langweilig. Wenn man sich nicht anstrengt, kann man auch nicht weiterkommen oder etwas neues erfinden. Man würde immer auf dem gleichen Stand stehen bleiben. Illustrationen zum Schlaraffenland Aufgabe: Füge hier 3 der Illustrationen zum Schlaraffenland von folgender Internetseite ein und beschreibe sie kurz:

3 Im Schlaraffenland gibt es einen Jungbrunnen. Hier geht man alt hinein und kommt jung wieder heraus. Es gibt Berge aus Reis. Alle können sich satt essen, ohne etwas dafür zu tun.

4 Alle können sich ausruhen und Wurst und Braten hängen von den Bäumen. Die Fische springen einem in den Mund. Die Schweine warten schon darauf, dass sie gegessen werden. Was bedeutet eigentlich Wirtschaften? Aufgabe: Erkläre hier, was Wirtschaften bedeutet: Wirtschaften bedeutet, dass man sparsam ist. Auf der einen Seite gibt es Wünsche, die man hat, auf der anderen Seite hat man vielleicht nicht genügend Geld, um alle Wünsche zu erfüllen. Man handelt also wirtschaftlich, wenn man Rohstoffe, Zeit, Geld (=Ressourcen) möglichst sparsam einsetzt, um die Wünsche und Bedürfnisse möglichst gut zu erfüllen. Maximalprinzip und Minimalprinzip Aufgabe: Erkläre hier das Maximalprinzip und das Minimalprinzip an je 2 Beispielen! Beim Maximalprinzip sind die Mittel, die zur Verfügung stehen, vorgegeben. Man muss versuchen, mit diesen Mitteln das Meiste/das Beste herauszuholen. Beispiel 1: Max will eine neue Festplatte für höchstens 80. Doran berät ihn. Max überlegt, wie und wo er er die beste Festplatte für seine 80 bekommt? Beispiel 2: Zine will Tänzerin werden und hat deshalb jeden Tag nur 1 Stunde zum Lernen für die Schule. Selina berät sie, wie sie bei 1 Stunde pro Tag die bestmöglichen Noten bekommen kann? Beim Minimalprinzip ist das Ziel, das man erreichen will, vorgegeben. Ich muss überlegen, wie ich das Ziel mit dem geringst möglichen Aufwand erreichen kann. Beispiel 1: Die Familie will ihren Urlaub unbedingt auf den Kanaren verbringen. Jetzt sucht sie nach dem günstigsten Angebot für einen solchen Urlaub. Beispiel 2: Für eine Party braucht Jasmin eine bestimmte Asnzahl von Getränken und Knabereien. Dustin geht für sie einkaufen und bringt das günstigste Angebot. Übersicht zum ökonomischen Prinzip Aufgabe: Erstelle ein Tafelbild/eine Übersicht zum ökonomischen Prinzip ( Maximalprinzip und Minimalprinzip ) und füge es hier ein.

5

6 Videoclips und Audiobeispiele zum ökonomischen Prinzip Aufgabe: Erstellt Videoclips und Audiobeispiele zum Thema Maximalprinzip und Minimalprinzip. Schaut gegenseitig die Beispiele an und versucht zu erkennen, welches Prinzip hier zugrunde liegt, das Maximalprinzip oder das Minimalprinzip. Hier werden die Links zu den Videoclips und Audiobeispielen eingefügt, sobald diese fertig bearbeitet sind. Audiobeispiel Zine und Selina zum ökonomischen Prinzip Audiobeispiel Max und Doran zum ökonomischen Prinzip

7 Art und Dringlichkeit der Bedürfnisse Persönliche Bedürfnisse Die persönlichen Wünsche können sehr unterschiedlich sein. Meine drei dringlichsten Wünsche sind: 1.) Das neuste I-Phone 2.) Trockenes Wetter zum Skaten 3.) Eine Keramik-Pfanne, weil ich gerne koche. Ein Grundbedürfnis ist z.b. das Bedürfnis nach Nahrung, Kleidung und Wohnung. Nicht so wichtige Bedürfnisse sind z.b. das Bedürfnis nach einem schnellen Auto oder das Bedürfnis nach teurem Schmuck. Der amerikanische Psychologe Abraham H. Marslow ( ) hat die Bedürfnisse in einer Bedürfnispyramide angeordnet. Für diese Pyramide gilt: Die wichtigsten Bedürfnisse sind unten in der Pyramide angeordnet. Nach oben werden die Bedürfnisse immer unwichtiger. Ganz oben sind die Bedürfnisse, die eigentlich nicht so wichtig sind. Unten in der Pyramide sind die wichtigsten Bedürfnisse angeordnet, die Grundbedürfnisse. Weiter oben sind die Bedürfnisse angeordnet, die dann wichtiger werden, wenn die Bedürfnisse darunter bereits ausreichend erfüllt sind. Aufgabe: Zeichne die Bedürfnispyramide nach Marslow (PowerPoint) und füge sie dann ein!

8 Abwägung von Kosten und Nutzen Neue Jeans oder Smartphone: Budgetgerade als Denkmodell Definition: Eine Budgetgerade bezeichnet in der Wirtschaft eine Gerade, auf der sich Punkte befinden, die Kombinationen von möglichen Ausgaben darstellen. Bei allen diesen Punkten ist die Gesamtsumme von Ausgaben gleich mit dem gesamten Budget. Man kann sich auf einer Budgetgeraden jede Kombination von Ausgaben leisten. Beispiel für eine Budgetgerade: Lisa gibt ihr Gesamtbudget von 24 für Kinobesuche und Drinks aus. Ein Drink kostet 3. Ein Kinobesuch kostet 6. Alle Kombinationen auf der Budgetgeraden sind möglich. Grafik von Selina

9 Wirtschaften heißt entscheiden: Opportunitätskosten als Denkmodell Definition: Opportunitätskosten kann man auch als Alternativkosten oder Verzichtskosten bezeichnen. Wenn man sich für eine Alternative entscheidet, muss man häufig auf den Nutzen einer anderen Alternative verzichten. Beispiele: A: Wenn ich mich für ein Eigenheim entscheide, verzichte ich auf eine Mietwohnung. Als Kosten habe ich den Kaufpreis für das Haus, die Umzugskosten, die Zinsen für einen Kredit. Ich habe selbst keine Zinseinnahmen für mein erspartes Geld. Dieser entgangene Gewinn sind die Opportunitätskosten. B: Wenn ich mich für eine Reise statt für einen Ferienjob entscheide, habe ich Flug- und Hotelkosten. Außerdem habe ich Kosten für Besichtigungen, Souvenirs usw. Auf der anderen Seite entgeht mir der Lohn für die Ferienarbeit. Dieser entgangene Lohn sind die Opportunitätskosten.

10 Das Verhältnis von Aufwand und Ertrag Beispiel: Lernertragskurve Man fällt seine wirtschaftliche Entscheidung, indem man Aufwand und Ertrag gegeneinander abwägt. In einer Ertragskurve kann man ablesen, wie groß der Aufwand sein muss, um einen bestimmten Ertrag zu erzielen. Beispiel: Mit 3 Stunden Arbeitseinsatz (=Aufwand) pro Fach kann man die Note 3 erreichen (=Ertrag). Die Ertragskurve verläuft erst steil und flacht dann immer mehr ab. Das bedeutet, dass der Aufwand am Ende immer größer wird, um noch besseren Ertrag zu erzielen. Grafik von Selina

11 Wirtschaftskreislauf Die elementarste Form des Wirtschaftens ist die Selbstversorgung. Man bezeichnet sie auch als Robinson-Crusoe-Mentalität, weil sich Robinson auf seiner Insel alles selbst beschaffen musste. Eine solche Wirtschaftsform bezeichnet man auch als autark. Heute ist der Wirtschaftskreislauf weitaus komplizierter. Es gibt verschiedene Akteure, wie z.b. Staat, Haushalte, Banken oder Unternehmen. Ihre Aktivitäten und Beziehungen sind zahlreich: kaufen, verkaufen, arbeiten, investieren, produzieren. Man kann die Beziehungen in Geldströme und Warenströme unterteilen.

12 Preisbildung an der Aktienbörse Grundbegriffe Grundbegriffe: Kläre die Grundbegriffe Aktie, Kurs, Börse durch eine Recherche im Internet. Fasse die Definitionen kurz zusammen. Definition: Aktie Definition: Börse Definition: Kurs Das Orderbuch Im Orderbuch sind die Kauf- und Verkaufswünsche der Aktienkäufer und Aktienverkäufer eingetragen. Man kann erkennen, bis zu welchem Preis die Aktienkäufer ihre gewünschten Aktien kaufen würden. Man kann ebenso erkennen, ab welchem Preis die Aktienverkäufer ihre Aktien verkaufen würden. Erstelle ein Beispiel für ein (vereinfachtes) Orderbuch:

13 Die Wertetabelle Mit Hilfe einer Wertetabelle kann das gesamte Angebot an Aktien und die gesamte Nachfrage bei einem bestimmten Preis ermittelt und dargestellt werden. Beispiel für eine Wertetabelle: Erläuterung der Wertetabelle:

14 Der optimale Kurs Der optimale Kurs der Aktie ist der Preis, bei dem ein möglichst hoher Umsatz (= Menge x Preis) erzielt wird. Der optimale Kurs (= Aktienkurs = Marktpreis) kann in einem Preis-Mengen- Diagramm grafisch ermittelt werden. Aufgabe: Erstelle ein Preis-Mengen-Diagramm auf Basis der Wertetabelle. x-achse: Menge der Aktien in Tausend, Einheit 1cm=Tausend Aktien y-achse: Aktienkurs/Preis in Euro, Einheit 1cm=10 Benutze für das Angebot an Aktien und für die Nachfrage an Aktien verschiedene Farben. Preis-Mengen-Diagramm hier einfügen: Erläuterung des Preis-Mengen-Diagramms: Wenn man die Punkte der Nachfrage- und Angebotsgeraden verbindet, so zeigt der Schnittpunkt der beiden Geraden den optimalen Preis an. Bei diesem Preis sind Angebot und Nachfrage gleich groß. Es ist der Gleichgewichtspreis.

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