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1 DirektAnlageBrief Der Themendienst für Journalisten Ausgabe 26: Februar 2013 Inhaltsverzeichnis 1. In aller Kürze: Summary der Inhalte 2. Zahlen und Fakten: Außerbörslicher Handel immer beliebter 3. Aktuell/Tipps: Vorteile des Handels außerhalb der Börse nutzen 4. Wissen Finanzmarkt: So funktioniert außerbörslicher Handel 1

2 1. In aller Kürze: Summary der Inhalte Statistik: Außerbörslicher Handel immer beliebter Seit vielen Jahren bieten Direktbanken ihren Kunden die Möglichkeit, Wertpapiere auch außerbörslich zu handeln. Eine aktuelle Untersuchung der DAB bank zeigt, dass der außerbörsliche Handel unter Privatanlegern immer beliebter wird. Mittlerweile erfolgen drei Viertel aller abgewickelten Transaktionen bei der Direktbank außerbörslich bei einigen Wertpapierarten wie zum Beispiel Zertifikaten oder Optionsscheinen ist der Anteil noch deutlich höher. Aktuell/Tipps: Vorteile des Handels außerhalb der Börse nutzen Anleger stellen sich oftmals die Frage: Soll ich ein Wertpapier an der Börse kaufen oder außerbörslich? Beim außerbörslichen Handel können Privatanleger, wie der Name schon sagt, außerhalb der Börsen Wertpapiere kaufen und verkaufen. Durch den direkten Handel mit den Emittenten fallen keine Börsenentgelte oder Maklercourtagen an. Zudem können Anleger weit über die üblichen Börsenzeiten hinaus handeln, auch am Wochenende. Zwar werden die Kurse nicht börsenaufsichtlich überwacht, sie sind aber in der Regel nicht schlechter als an den Börsen. Wissen Finanzmarkt: So funktioniert außerbörslicher Handel Neben dem Handel an den Regionalbörsen und der elektronischen Abwicklung über das Computerhandelssystem XETRA gibt es den außerbörslichen Handel. Beim außerbörslichen Handel, den man auch als OTC-Handel (Over-the-counter) bezeichnet, besteht die Möglichkeit, Wertpapiergeschäfte direkt mit einem Emittenten oder Handelspartner durchzuführen. Der Kunde kann bei einem Handelspartner den aktuellen Preis (Geld- und Briefkurs) für ein Wertpapier online anfragen. Auf Grundlage eines potenziellen Ausführungskurses, der ihm angezeigt wird, kann der Kunde dann innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob er zu diesen Preisen handeln möchte. Daher stammt auch der Begriff Sekunden-Handel. 2

3 2. Zahlen und Fakten: Außerbörslicher Handel immer beliebter Seit vielen Jahren bieten Direktbanken ihren Kunden die Möglichkeit, Wertpapiere auch außerbörslich zu handeln. Eine aktuelle Untersuchung der DAB bank zeigt, dass die außerbörslichen Handelsplätze unter Privatanlegern immer beliebter werden. Mittlerweile erfolgen drei Viertel aller abgewickelten Transaktionen bei der Direktbank außerbörslich. Die DAB bank hat die Transaktionen von rund Privatanlegerdepots unter die Lupe genommen. Untersucht wurden sämtliche Transaktionen, bei denen der Anleger entscheiden kann, an welchem Handelsplatz er seine Wertpapiere kauft oder verkauft also nur Einmalanlagen in Aktien, Fonds, Anleihen und Derivaten, aber keine Sparplanausführungen. Das Ergebnis für das vergangene Jahr: 74,2 Prozent dieser Transaktionen entfielen auf außerbörsliche Handelspartner. Die Auswertung zeigt zudem, dass der außerbörsliche Handel in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich zugenommen hat. Von 2010 bis 2012 steigerte sich der Anteil der jenseits der Börsen abgewickelten Wertpapiertransaktionen von 68,8 auf 74,2 Prozent. 3

4 Betrachtet man einzelne Wertpapierklassen, ergibt sich ein differenziertes Bild. Aktien werden nur zu rund 50 Prozent außerbörslich gehandelt, rund ein Drittel des Geschäfts erfolgt dabei außerhalb der Xetra-Handelszeiten. Die Anleger nutzen hier die Möglichkeit, sich auch nach Börsenschluss zu positionieren und zum Beispiel auf die Vorgaben aus den USA zu reagieren, erklärt Malte Rubruck, Trading-Experte bei der DAB bank. Anders ist die Situation bei Zertifikaten und Optionsscheinen. Diese werden zu über 90 Prozent außerhalb der Börse gehandelt. Grund hierfür ist, dass bei der oft noch höheren Handelsfrequenz die Einsparung der Börsenentgelte noch schwerer ins Gewicht fällt, so Malte Rubruck. Generell lassen sich bei der Entscheidung eines Anlegers, ob er ein Produkt an der Börse oder im außerbörslichen Handel erwirbt, zwei Zusammenhänge erkennen: Je erfahrener und aktiver ein Kunde ist, desto häufiger nutzt er die Handelsplätze abseits der Börsen. Und je spekulativer ein Produkt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es außerbörslich gehandelt wird. 4

5 3. Aktuell/Tipps: Vorteile des Handels außerhalb der Börse nutzen Anleger stellen sich oftmals die Frage: Soll ich ein Wertpapier an der Börse kaufen oder bietet der außerbörsliche Handel Vorteile für mich? Beim außerbörslichen Handel können Anleger, wie der Name schon sagt, außerhalb der Börse Wertpapiere kaufen und verkaufen. Durch den direkten Handel mit den Emittenten fallen keine Börsenentgelte oder Maklercourtagen an. Zudem können Anleger weit über die üblichen Börsenzeiten hinaus handeln, auch am Wochenende. Der potenzielle Ausführungskurs wird dabei immer in Echtzeit angezeigt und die meisten Handelspartner bieten das Setzen von Limit- und Stop-Orders sowie weitere Orderfunktionen. Die Gültigkeit der Order kann dabei wie an der Börse frei gewählt werden. Attraktive Konditionen der Direktbanken Die Untersuchung der DAB bank zeigt, dass der Handel außerhalb der Börse bei Privatanlegern sehr gefragt ist: drei Viertel der Transaktionen werden jenseits der Börsen abgewickelt. Allerdings sollten Anleger beachten, dass es nach Handelsschluss der Referenzbörse zu breiteren Spreads kommen kann und die Preisbildung keiner börsenaufsichtlichen Überwachung unterliegt, sagt DAB bank Experte Malte Rubruck. Dass die Kurse im außerbörslichen Handel schlechter sind als jene an der Börse, ist jedoch ein Vorurteil. Im außerbörslichen Handel mit DAX-Aktien bietet die DAB bank beispielsweise das Referenzmarktprinzip. Dies bedeutet, dass Orders während der Xetra-Handelszeiten mindestens zum gleichen Kurs wie auf Xetra ausgeführt werden. Experte Rubruck erklärt: Damit profitieren die Kunden nicht nur von den günstigen Abwicklungskosten des außerbörslichen Handels, sondern können sich auch sicher sein, für eine Aktie nicht zu viel zu bezahlen. Mit dem DAB Sekunden-Handel können die Kunden die Vorteile des außerbörslichen Handels nutzen. Die Zertifikate und Optionsscheine von 24 Partnern sind schnell, direkt und transparent handelbar. Damit sind fast alle der inzwischen annähernd eine Million Derivate in Deutschland außerbörslich handelbar. Hinzu kommt eine große Auswahl von Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs. Und bei ausgewählten Emittenten, mit denen die DAB bank sehr günstige Konditionen vereinbart hat, können 5

6 Aktienanleihen, Optionsscheine und Zertifikate für eine Gebühr von nur 4,95 Euro gehandelt und ETFs für 4,95 Euro gekauft werden. Weitere Entgelte fallen für den Anleger nicht an. Zusätzlich bietet die DAB bank den Handel von DAX-30-Aktien ab 4,95 Euro. Der außerbörsliche Handel ist eine gute Alternative für Anleger. Und bei Kosten von unter 5 Euro ist das Trading sehr günstig. Da kann die Börse nicht immer mithalten. Trotzdem gilt: Anleger sollten immer vergleichen. Denn im günstigen Einkauf liegt der Gewinn. 6

7 4. Wissen Finanzmarkt So funktioniert außerbörslicher Handel Neben dem Handel an den Regionalbörsen und der elektronischen Abwicklung über das Computerhandelssystem XETRA können Anleger Wertpapiere außerhalb der Börse handeln. An der Börse wird Angebot und Nachfrage zusammengeführt. Stellt ein Akteur beispielsweise eine Verkaufsorder an die Börse, geht diese in das Auftragsbuch ein. Die Börse überprüft anschließend, ob ein Gegenauftrag zum Kauf für diesen Preis vorliegt und ob ein Geschäft zustande kommt. Beim außerbörslichen Handel, den man auch als OTC-Handel (Over-the-counter) bezeichnet, besteht die Möglichkeit, Wertpapiergeschäfte direkt mit einem Emittenten oder Handelspartner durchzuführen. Der Kunde kann bei einem Handelspartner den aktuellen Preis (Geld- und Briefkurs) für ein Wertpapier online anfragen. Auf Grundlage eines potenziellen Ausführungskurses, der ihm angezeigt wird, kann der Kunde dann innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob er zu diesem Preis handeln möchte. Daher stammt auch der Begriff Sekunden-Handel. Allerdings ist der Handelspartner nicht verpflichtet, kontinuierlich Kurse zu stellen oder Geschäfte abzuschließen. Im Unterschied zum Börsenhandel unterliegt die Preisbildung der Handelspartner auch keiner börsenaufsichtlichen Überwachung. So ist auch keine Einsicht in ein Orderbuch möglich. Der Preis für Zertifikate und Optionsscheine unterscheidet sich im Sekunden-Handel in der Regel aber nicht von den Preisen an der Börse: Der Preis eines Derivates wird vom Emittenten ermittelt und kann dann direkt außerbörslich gehandelt werden. Zu diesem Preis steht der Emittent dann aber auch an den Börsen als Kontrahent zur Verfügung, erklärt Malte Rubruck, Trading-Experte bei der DAB bank. Für den Handel mit anderen Wertpapieren wie Aktien und ETFs gilt regelmäßig ein Referenzmarktprinzip für den Handelspartner. Dieser garantiert dann zu den offiziellen Börsenzeiten Kurse, die für den Kunden mindestens so gut sind wie die Kurse auf Xetra. Auch das Setzen von Limits ist im außerbörslichen Handel möglich. 7

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