Digitalisierung als Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung

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1 Digitalisierung als Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung Rainer Nitsche Landeshauptstadt Magdeburg Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit

2 Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG (Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) Zusammenfassung Digitalisierung der Wirtschaft nimmt Fahrt auf Einfluss des Geschäftserfolgs durch Digitalisierung nimmt zu Überwiegend digital generierte Umsätze steigen deutlich Gewerbliche Wirtschaft bereits zu über einem Viertel hoch digitalisiert Aber: 25 % der Unternehmen halten Digitalisierung nicht für notwendig Digitalisierungsgrad in Kleinstbetrieben und Großunternehmen hoch, Nachholbedarf im Mittelstand Digitale Wirtschaft als Treiber der digitalen Transformation Hoher Digitalisierungsgrad der wissensintensiven Dienstleister Durchschnittlich digitalisiert sind Finanz- und Versicherungswirtschaft vor Handel sowie Energieund Wasserversorgung, Maschinenbau, Chemie und Pharma, Verkehr und Logistik, Fahrzeugbau Unterdurchschnittlich digitalisiert Gesundheitswesen und sonstiges verarbeitendes Gewerbe

3 Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG (Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) Digitalisierung aus Sicht der Unternehmen + Verbesserung der Zusammenarbeit mit externen Partnern, + Effizienzsteigerung unternehmensinterner Prozesse + Wachstumssteigerungen + Steigerung der Innovationstätigkeit + Erleichterung des Zugangs zum Endkunden - Unterversorgung mit Breitband - hoher Investitionsbedarf und zu hoher Zeitaufwand - fehlende, verlässliche Standards - Datenschutz- und Datensicherheitsfragen - Fachkräftemangel

4 Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG (Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) Digitale Wirtschaft als Treiber Digitalisierung Standortindex DIGITAL: 6. Platz im Vergleich der international zehn wichtigsten Standorte der Digitalen Wirtschaft hinter den USA, Südkorea, Großbritannien, Finnland und Japan Markt (Angebot und Nachfrage, Umsätze und Exporte) guter Marktzugang national/international für den Vertrieb von Produkten und Services Hohe Nachfrage nach ITK-Produkten und Wachstum IKT-Umsätze Anteil am weltweiten Umsatz 4% (USA 30%, China 12,2%, Japan 6,2%) Exportanteil IKT-Gütern und Dienstleistungen ist mit 9% schwach ausgeprägt (Rang 9) Infrastruktur (technische Infrastruktur und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen) starke Kooperation/Vernetzung der digitalen Wirtschaft mit traditionellen Branchen (Rang 1) Breitbandinternetversorgung gut (Rang 4), jedoch deutlicher Nachholbedarf bei Glasfasernetzen Fachkräfteverfügbarkeit (Rang 9) Regulatorische Rahmenbedingungen schneller an Digitalisierung anpassen

5 Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG (Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) Digitale Wirtschaft als Treiber Digitalisierung Nutzung (Nutzungsintensität digitaler Technologien, Produkte und Services) Offenheit der Unternehmen für IKT-Technologien hoch (Rang 2) Nutzungsintensität Privatpersonen im Bereich E-Commerce hoch (Rang 2), Social Media (Rang 8) und Online-Banking (Rang 7) IKT-Einsatz und Verwaltungseffizienz (Rang 4) Offenheit der Verwaltung für moderne IKT-Lösungen (Rang 8)

6 Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG (Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) Stärken und Schwächen des Standorts Deutschland Stärken Markzugang: Möglichkeit Produkte und Services national und international zu vertreiben Hohe Nachfrage nach ITK-Produkten und Wachstum IKT-Umsätze Starke Vernetzung der ITK-Branche mit anderen Wirtschaftsbereichen Innovationsfähigkeit ITK-Branche mit höchster Innovatorenquote im Branchenvergleich Schwächen Fehlende Verfügbarkeit von Fachkräften und mangelnde Technikbegeisterung (MINT) Verbesserungsbedarf bei Netzinfrastruktur Regulatorische Rahmenbedingungen zügig an digitale Anforderungen anpassen Fehlen erfolgreicher Start-up-Szene

7 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG Handlungsfelder der kommunalen Wirtschaftsförderung Verbesserung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandverbindungen Initiativen zum Breitbandausbau Erschließung von Gewerbegebiete Erhöhung des Fachkräftepotenzials Standortmarketing zur Bindung von Fachkräften an die Region Teilnahme an Messe Perspektiven Messe für Bildung und Berufsorientierung Initiativen zur Steigerung der MINT-Neigung (Lange Nacht der Wissenschaft, RoboCup, Techniklabor, Woche der Technik etc.) Anpassung der regulatorische Rahmenbedingungen an digitalen Wandel Beteiligung im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens Teilnahme an Veranstaltungen zum Thema Digitale Transformation

8 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG Handlungsfelder der kommunalen Wirtschaftsförderung Sensibilisierung der Wirtschaft für Digitalisierungsthemen Organisation von Informationsveranstaltungen und Wettbewerben in Kooperation mit Forschungsinstituten und Verbänden (u.a. Kooperation mit BVMW, Fraunhofer-Institut Magdeburg) Preisverleihungen zur Würdigung von Unternehmen für beispielhafte Digitalisierungsprozesse (Bsp. Stahlbau Magdeburg GmbH) Profilierung der Region als IT-Standort als Treiber der Digitalisierung Veranstaltung jährlicher IT-Branchentreffs in Magdeburg zur Entwicklung der IT-Szene und Vernetzung mit traditionellen Wirtschaftsbereichen (Kooperation mit IT Cluster Mitteldeutschland) Unterstützung Magdeburger Developer Days 2017 (10./11. Mai 2017, Kulturwerk Fichte)

9 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG Handlungsfelder der kommunalen Wirtschaftsförderung Förderung Innovationspotenzial und Gründerkultur Initiative Gründerstadt Magdeburg Magdeburger Start-up Night Entwicklung Onlineplattform KeativSalon Veranstaltungsreihe zur Vernetzung der Kreativwirtschaft mit traditionellen Branchen IQ Innovationspreis Magdeburg Innovationswettbewerb unter der Dachmarke IQ Innovationspreis Mitteldeutschland Jährliche Auslobung zur überregionalen Vermarktung als innovative Region und Unterstützung der Innovatoren bei der Umsetzung neuer Produkte, Technologien und Dienstleistungen Unterstützung/Beratung bei Unternehmensgründungen (Bsp. Getaway) Begleitung und Beratung im Rahmen von Genehmigungsverfahren

10 3. DIGITALISIERUNGSKONFERENZ MAGDEBURG Beispiele für die Digitalisierung im Arbeitsalltag der Wirtschaftsförderung Einführung eines CRM-Systems zur Kunden- bzw. Unternehmensbetreuung Nutzung kommunales Rauminformationsprogramm - WebKis Entwicklung virtuelles 3D-Modell als Planungsinstrument und zur Präsentation des Standorts Nutzung Internetauftritt und die sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter & Co zur Bereitstellung von Informationen

11 VIELEN DANK! Rainer Nitsche Landeshauptstadt Magdeburg Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit

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