Geschäftsbericht Konzern war ein besonderes Jahr.

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1 Geschäftsbericht Konzern war ein besonderes Jahr.

2 KENNZAHLEN VIENNA INSURANCE GROUP (nach IFRS) in Mio. EUR Veränderung zu 2004 Verrechnete Bruttoprämien 5.007, ,38 +22,1% Schaden- und Unfallversicherung 2.563, ,08 +17,6% Lebensversicherung 2.156, ,38 +31,3% Krankenversicherung 288,09 279,91 +2,9% Abgegrenzte Bruttoprämien 4.951, ,59 +21,0% Schaden- und Unfallversicherung 2.509, ,51 +15,4% Lebensversicherung 2.154, ,37 +31,5% Krankenversicherung 287,88 279,71 +2,9% Finanzergebnis 593,86 446,42 +33,0% Gewinn vor Steuern 240,34 155,91 +54,2% Kapitalanlagen gesamt , ,77 +25,5% Kapitalanlagen , ,14 +22,6% Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 1.762, ,63 +57,4% Versicherungstechnische Rückstellungen (ohne fonds- und indexgebundene Lebensversicherung) , ,37 +15,9% Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung 1.729, ,22 +54,6% Eigenkapital 2.059,33 913, ,4% Combined Ratio nach Rückversicherung in % 94,3 97,0 Personalstand Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

3 SLOWAKEI POLEN WEISSRUSSLAND UKRAINE DEUTSCHLAND TSCHECHISCHE REPUBLIK WEISSRUSSLAND UNGARN DEUTSCHLAND POLEN RUMÄNIEN LIECHTENSTEIN TSCHECHISCHE REPUBLIK UKRAINE SLOWAKEI LIECHTENSTEIN ÖSTERREICH UNGARN ÖSTERREICH SLOWENIEN RUMÄNIEN KROATIEN ITALIEN SERBIEN & MONTENEGRO SERBIEN & MONTENEGRO BULGARIEN KROATIEN BULGARIEN ITALIEN ZWEIGNIEDERLASSUNG SLOWENIEN ZWEIGNIEDERLASSUNG Stand: März 2006

4 INHALT INHALTSVERZEICHNIS Allgemeiner Teil 2 Landkarte Vienna Insurance Group 4 Kennzahlen 8 Vorwort des Vorstandsvorsitzenden 10 Vorstand Jahre Ringturm 14 Strategie 17 Investor Relations 22 Corporate Governance 26 Corporate Social Responsibility Lagebericht zum Konzernabschluss der Wiener Städtische AG 32 Vienna Insurance Group 39 Österreich 46 Italien 48 Slowenien 52 Tschechische Republik 55 Slowakei 60 Bulgarien 62 Georgien 64 Kroatien 66 Polen 70 Rumänien 74 Russland 76 Serbien und Montenegro 78 Ukraine 80 Ungarn 82 Weißrussland 84 Deutschland 86 Liechtenstein 90 Konzernergebnis 94 Ausblick Risikobericht Wiener Städtische AG Konzernabschluss 104 Bilanz 106 Gewinn- und Verlustrechnung 107 Kapitalflussrechnung 108 Segmentberichterstattung 110 Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 122 Risikoberichterstattung 132 Erläuterungen zum Konzernabschluss 171 Darstellung der Auswirkungen der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS 175 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Schlussteil 176 Ansprechpersonen 177 Glossar 181 Anschrift - Hinweise - Impressum 3

5 KENNZAHLEN KONZERN KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2005 AKTIVA Konzern anhang A. Immaterielle Vermögenswerte 1 I. Firmenwerte II. Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Summe immaterielle Vermögenswerte B. Kapitalanlagen I. Grundstücke und Bauten II. Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen III. Finanzinstrumente a) Ausleihungen und übrige Kapitalanlagen b) Sonstige Wertpapiere Summe Kapitalanlagen C. Kapitalanlagen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung D. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen E. Forderungen F. Aktive Steuerabgrenzung G. Übrige Aktiva H. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Summe AKTIVA PASSIVA Konzern anhang A. Eigenkapital 13 I. Grundkapital II. Kapitalrücklagen III. Gewinnrücklagen IV. Übrige Rücklagen V. Minderheitenanteile Summe Eigenkapital B. Nachrangige Verbindlichkeiten C. Versicherungstechnische Rückstellungen I. Prämienüberträge II. Deckungsrückstellung III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle IV. Rückstellung für erfolgsunabhängige Prämienrückerstattung V. Rückstellung für erfolgsabhängige Prämienrückerstattung VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen Summe Versicherungstechnische Rückstellungen D. Versicherungstechnische Rückstellungen der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung E. Nichtversicherungstechnische Rückstellungen F. Verbindlichkeiten G. Passive Steuerabgrenzung H. Übrige Passiva Summe PASSIVA

6 KENNZAHLEN KONZERN Konzern Gewinn- und Verlustrechnung Verrechnete Prämien Gesamtrechnung Verrechnete Prämien Anteil Rückversicherung Verrechnete Prämien Eigenbehalt Veränderung der Prämienabgrenzung Gesamtrechnung Veränderung der Prämienabgrenzung Anteil Rückversicherung Abgegrenzte Prämien Finanzergebnis Sonstige Erträge Aufwendungen für Versicherungsfälle Betriebsaufwand Sonstige Aufwendungen Ergebnis aus Anteilen an assoziierten und verbundenen Unternehmen Gewinn vor Steuern Steueraufwand Jahresüberschuss vor Minderheiten davon Anteile Minderheiten am Jahresüberschuss Konzernergebnis Gewinn je Aktie (unverwässerter = verwässerter Gewinn je Aktie in EUR) 2,27 1,41 Konzern Kapitalflussrechnung Finanzmittel am 1. Jänner Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Cashflow aus der Investitionstätigkeit Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Veränderung der Finanzmittel Währungsdifferenzen innerhalb der Finanzmittel Finanzmittel am 31. Dezember Entwicklung des Konzerneigenkapitals Eigenkapital am 1. Jänner Währungsänderungen Änderungen Beteiligungsquoten Kapitalerhöhung Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten Periodenüberschuss Dividendenzahlung Eigenkapital am 31. Dezember

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8 Die Wiener Städtische macht ordentlich Tempo. So wird man führend in Zentral- und Osteuropa. 7

9 VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren! Wenn ich mich heute an Sie wende, dann mache ich das als Vorstandsvorsitzender eines Unternehmens, das in einer neuen Liga spielt: - Mit einer Marktkapitalisierung von über EUR 5 Mrd. gehören wir bereits zu den mittelgroßen Unternehmen, die an europäischen Börsen notieren. - Erstmals in unserer Geschichte überschritten wir die EUR 5 Mrd. Marke bei den Versicherungsprämien. - Wir decken auf der Landkarte bereits 17 Länder ab jene Märkte, die das stärkste Wachstumspotenzial aufweisen. - Die Anzahl unserer Kunden hat sich auf über 17 Mio. erhöht. Dr. Günter Geyer, Generaldirektor Expansion im Ausland Das Geschäftsjahr 2005 ist jenes in unserer Geschichte, in dem wir seit unserem ersten Schritt nach Zentral- und Osteuropa im Jahr 1990 die stärkste Expansion durchgeführt haben. Wir haben in neun Ländern Zentral- und Osteuropas insgesamt rund EUR 260 Mio. für Akquisitionen ausgegeben und damit unsere bestehende Position kräftig ausgebaut. Wir halten nun neben Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei auch in Rumänien eine führende Position, wo wir mit einem Marktanteil von rund 20% zu einem der größten Player gehören. Eine einmalige Chance wollen wir in einem für uns neuen Markt nützen. In Russland sind wir gerade dabei, mit der Moskauer Versicherung MSK eine Lebensversicherungsgesellschaft zu gründen, in die jeder seine Stärken einbringen kann: Die MSK ihren landesweiten Vertrieb und wir unsere Erfahrung hinsichtlich Produkte und aktuarieller Fragestellungen. Wir folgen dabei wie bisher, wenn wir neue Märkte erschließen, einem partnerschaftlichen Modell. Das tun wir auch in unserer Zusammenarbeit mit der Kardan-Gruppe, an deren Holdinggesellschaft Kardan Financial Services wir 40% der Anteile übernommen haben. Bei deren Versicherungsbeteiligungen erhält die Vienna Insurance Group die industrielle Führerschaft. Durch Verbindung unserer bestehenden Unternehmen mit den Versicherungsbeteiligungen der Kardan werden wir noch schlagkräftiger und erreichen den zweiten Marktrang in Bulgarien und den vierten Rang in Kroatien. Die Kooperation mit der Kardan-Gruppe bietet uns aber noch weitere interessante Perspektiven. Wir bekommen über die Geschäftsfelder der Kardan im Bereich Vermögensverwaltung, Pensionsfonds und Leasing die Möglichkeit, eine breite Kundenbasis mit unseren Produkten anzusprechen und so unsere Geschäfte weiter auszubauen. Insgesamt verfügen wir damit bereits über die beachtliche Anzahl von 17 Mio. Kunden, deren wachsenden Bedarf an Finanzdienstleistungen wir mit unserem Angebot versorgen wollen. Wir haben mit den jüngsten Akquisitionen unsere geografische Expansion weitgehend abgeschlossen. Der Einstieg in weitere Länder kommt für uns allenfalls in Frage, wenn diese an die bestehenden Märkte angrenzen und unsere Geschäfte abrunden. In erster Linie wollen wir aber unsere aktuellen Positionen ausbauen und noch stärker werden. Neue Dachmarke Vienna Insurance Group Die von uns erreichte Position einer starken zentral- und osteuropäischen Versicherungsgruppe wollen wir auch stärker nach außen vermitteln. Dafür haben wir die gemeinsame Dachmarke Vienna Insurance Group geschaffen. So wollen wir die Zusammengehörigkeit aller Konzernunternehmen die ihre auf den lokalen Märkten bestens eingeführten Marken beibehalten demonstrieren. Sie werden in nächster Zeit zunehmend in Zentral- und Osteuropa auf den Namen Vienna Insurance Group stoßen. Kapitalerhöhung Den Ausbau unserer Geschäfte wollen wir auf allen Linien forciert weitertreiben. Dazu haben wir im Dezember 2005 eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die uns mit den Mitteln für zukünftiges Wachstum ausgestattet hat. Mit dem Erlös von rund EUR 910 Mio. handelt es sich um die größte Kapitalerhöhung, die je von einer österreichischen Versicherung durchgeführt wurde, aber auch um eine der größten Transaktionen in der Geschichte der Wiener Börse. Besonders bemerkenswert scheint mir, dass es uns gelungen ist, ein besonders breites Publikum in Österreich anzusprechen. Mir ist kein anderes großes Unternehmen in Österreich bekannt, das einen Anteil privater Investoren von rund 40% des Streubesitzes aufweisen kann. Damit nahmen mehr Österreicher darunter viele unserer Kunden die Chance, sich an unseren Wachstumsaussichten zu beteiligen, wahr, als manche erwartet haben. Was mich aber besonders stolz macht, ist die Mitarbeiterbeteiligung. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter der Wiener Städtische AG und darüber hinaus eine bedeutende Anzahl der Mitarbeiter in den Konzerngesellschaften in Österreich und in Zentraleuropa haben Aktien erworben und so sehr unternehmerisch gehandelt und ihr Vertrauen in die Zukunft der Vienna Insurance Group gezeigt. 8

10 VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN Insgesamt verfügen wir bereits über die beachtliche Anzahl von 17 Mio. Kunden. Bestes Ergebnis in der Unternehmensgeschichte Ich meine, dass dieses Vertrauen, das uns unsere Mitarbeiter und Aktionäre geschenkt haben, gerechtfertigt ist. Das zeigt das Geschäftsergebnis für das Jahr 2005, in dem wir Prämien in der Höhe von über EUR 5 Mrd. und erneut einen Rekordgewinn vor Steuern von EUR 240 Mio. das entspricht einer Steigerung um über 50% erwirtschaftet haben. In Österreich verzeichneten wir im Jahr 2005 Prämien in der Höhe von EUR 3,2 Mrd., das entspricht einem Prämienanstieg um beinahe 15%. Diese zweistellige Zuwachsrate, die für einen entwickelten Markt hervorragend ist, wurde vor allem durch die attraktiven Vorsorgeprodukte in der Lebensversicherung erreicht. In diesem Bereich erwarten wir auch für die kommenden Jahre noch eine kräftige Nachfrage, da die Österreicher erkannt haben, dass die staatliche Pension keine ausreichende Vorsorge für den späteren Lebensabschnitt bietet. Besonders erfreulich ist, dass immer mehr junge Menschen rechtzeitig zu attraktiven Konditionen mit der Vorsorge beginnen. Aber auch für den Ausbau der betrieblichen Vorsorge ist nun aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen in Österreich die Basis gelegt. Die Konzerngesellschaften in Zentral- und Osteuropa sind sogar um mehr als 32% gewachsen und haben an den Prämien der Vienna Insurance Group bereits einen Anteil von rund 31% erreicht. Kein anderes international tätiges Versicherungsunternehmen weist einen derart hohen Anteil an CEE-Geschäft auf und kann eine ähnliche langfristige Wachstumsperspektive in dieser Region bieten. Enormes Potenzial in CEE Das Geschäftspotenzial in CEE ist ausgesprochen groß: Während die Versicherungsdichte (Prämien pro Kopf) in Westeuropa bei rund USD liegt, beträgt der Wert in CEE etwa USD 150. Und die Länder des neuen Europa weisen auch ein um zwei bis drei Prozentpunkte höheres Wirtschaftswachstum auf. Diese beiden Faktoren sollten sicherstellen, dass in dieser Region ein nachhaltiger, langjähriger Aufholprozess stattfindet, von dem kein Versicherungsunternehmen so stark profitieren wird wie die Vienna Insurance Group. Die Ergebnisse des Wachstums und der daraus resultierenden Erträge bilden die Grundlage für eine nachhaltige Wertsteigerung, die wir unseren Mitarbeitern und Aktionären bieten können: Einerseits durch sichere, attraktive Arbeitsplätze und andererseits durch die Erhöhung des Unternehmenswertes und steigende Dividenden. Sicherheit für unsere Kunden Wir streben also laufend nach Wachstum und Ertrag. Gleichzeitig bieten wir unseren Kunden die nötige Sicherheit, die unsere Geschäftsgrundlage bildet. Die international renommierte Ratingagentur Standard & Poor s hat im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Einstufung auf A+ angehoben. Keine andere österreichische Versicherung verfügt über dieses exzellente Rating. Und es gibt wohl nicht sehr viele Unternehmen, deren Bonität sich inmitten einer starken Expansionsphase verbessert. Ich glaube, dass wir zu Recht stolz auf das Erreichte sein können, und ich möchte mich besonders bei unseren Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften bedanken, die in einer bewegten Zeit in unserem Konzern durch ihren tatkräftigen Einsatz mitgeholfen haben, die Vienna Insurance Group so aufzubauen, wie sie heute vor uns steht. Ich bin überzeugt, dass uns unsere Erfolge auch die Kraft geben, so weiter zu machen wie bisher. Denn wir wollen nicht nur zufrieden Rückschau halten, sondern haben den Blick fest nach vorne gerichtet, um unsere Ziele weiter zu verfolgen. Damit können wir für unsere Kunden, unsere Mitarbeiter und alle, die mit uns in einer Geschäftsbeziehung stehen, das Beste erreichen. Ihr Günter Geyer 9

11 VORSTAND VORSTAND WIENER STÄDTISCHE AG Dr. Günter Geyer Generaldirektor, Vorstandsvorsitzender *1943, Studium der Rechtswissenschaften Zuständigkeitsbereiche: Leitung der Unternehmensgruppe, Strategische Planung, Konzernfragen, Internationale Beziehungen, Personalwesen Österreich/Zentral-Osteuropa, Arbeitsrecht Österreich/Zentral-Osteuropa, Public Relations, Lebens- und Unfallversicherung Länderverantwortung: Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn Dkfm. Karl Fink Generaldirektor-Stellvertreter, Vorstandsmitglied *1945, Absolvent der Hochschule für Welthandel Zuständigkeitsbereiche: Rückversicherung Österreich/Zentral- Osteuropa, Sponsoring, Sachversicherung NKS ohne Haftpflicht (Firmengeschäft: Fach- und Leistungsbereich, Privatgeschäft: Fachbereich) Länderverantwortung: Bulgarien, Russland Dr. Rudolf Ertl Vorstandsmitglied *1946, Studium der Rechtswissenschaften Zuständigkeitsbereiche: Informationstechnologie und Prozessoptimierung, Rechtsschutz (Leistungsbereich), Gesellschaftsrecht Österreich/Zentral-Osteuropa, Liegenschaftsverwaltung Länderverantwortung: Polen, Serbien und Montenegro Dr. Peter Hagen Vorstandsmitglied *1959, Studium der Rechtswissenschaften Zuständigkeitsbereiche: Allgemeine Haftpflicht, Kfz-Versicherung, Rechtsschutzversicherung (Fachbereich), Sachversicherung (Leistungsbereich, ohne Rechtsschutz und Firmengeschäft) Mag. Robert Lasshofer Vorstandsmitglied *1957, Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften Zuständigkeitsbereiche: Marketing, Verkauf, Werbung, Landesdirektionen Länderverantwortung: Italien, Liechtenstein, Slowenien Mag. Christian Brandstetter Vorstandsmitglied *1963, Studium der Handelswissenschaften Zuständigkeitsbereiche: Krankenversicherung, Verwaltungskoordination für internationale Angelegenheiten, Koordination Marketing/Ausbildung/Verkauf mit ausländischen Gesellschaften, Betriebsorganisation und Informationstechnologie Ausland Länderverantwortung: Kroatien, Rumänien, Weißrussland Dr. Martin Simhandl Vorstandsmitglied *1961, Studium der Rechtswissenschaften Zuständigkeitsbereiche: Finanz- und Rechnungswesen Österreich/Zentral-Osteuropa, Kapitalanlagen Österreich/Zentral-Osteuropa, Liegenschaften und liegenschaftsorientierte Beteiligungen, Wertpapiere und Fonds, Beteiligungsmanagement, Darlehen Länderverantwortung: Deutschland, Ukraine 10

12 VORSTAND Der Vorstand der Wiener Städtische Allgemeine Versicherung AG. Sitzend (von links nach rechts): Vorstandsdirektor Mag. Robert Lasshofer, Generaldirektor Dr. Günter Geyer, Vorstandsdirektor Dr. Rudolf Ertl. Stehend (von links nach rechts): Vorstandsdirektor Mag. Christian Brandstetter, Vorstandsdirektor Dr. Peter Hagen, Vorstandsdirektor Dr. Martin Simhandl, Generaldirektor-Stellvertreter Dkfm. Karl Fink. 11

13 DER RINGTURM 50 JAHRE RINGTURM Am 14. Juni 2005 feierte der Ringturm, Sitz der Unternehmenszentrale der Vienna Insurance Group, seinen 50. Geburtstag. Der am Donaukanal im Zentrum von Wien stehende Ringturm war bei seiner Fertigstellung im Jahr 1955 das erste Bürohochhaus der Stadt. Von den Veranstaltungsräumlichkeiten im obersten Stockwerk des Ringturms bietet sich Besuchern und Gästen ein großartiger Rundblick auf die Dächer der Donaumetropole Wien. Bau in Rekordzeit Ende der 40er Jahre waren die damaligen Büroräumlichkeiten der Wiener Städtische AG im Gebäude Tuchlauben 8 für das rasch wachsende Unternehmen zu klein geworden. Außerdem entsprachen sie nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Betriebes. Der Neubau eines modernen Bürogebäudes wurde ins Auge gefasst. In dieser Situation entschloss sich der damalige Generaldirektor Norbert Liebermann zum Bau einer neuen Zentrale. Da er während seines mehrjährigen Aufenthalts in den Vereinigten Staaten besonders von den Wolkenkratzern in den Großstädten beeindruckt war, unterstrich er seinen Wunsch nach einem modernen und stadtplanerisch zeitgemäßen Bürogebäude mit dem Leitspruch Wir bauen ein Hochhaus. Der renommierte Wiener Architekt DI Erich Boltenstern, der auch den Wiederaufbau der Staatsoper leitete, wurde zur Umsetzung der Vision Liebermanns engagiert und begann im Sommer 1952 mit den Planungen für Der Ringturm war 1955 das erste Bürohochhaus in Wien. das Gebäude. Nach einer Rekordbauzeit von nur zwei Jahren konnte das erste Bürohochhaus Wiens am 14. Juni 1955 seiner Bestimmung übergeben werden. Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde der Name Ringturm aus über Vorschlägen der Bevölkerung ermittelt. Zur feierlichen Eröffnung kamen neben den heimischen Politikern auch Gäste aus vielen europäischen Ländern. Von der Wochenschau wurde das Ereignis mit den Worten Das ist nicht Amerika, das ist Österreich... kommentiert. Der Ringturm hat auf einer Höhe von 73 Metern 20 Stockwerke. Auf dem Dach befindet sich eine über 20 Meter hohe Lichtsäule, die direkt mit der Wetterwarte der Hohen Warte verbunden ist und mittels Lichtsignalen die Wetterverhältnisse anzeigt. Auf einer Bürofläche von rund Quadratmetern konnte die Wiener Städtische ihre Erfolgsgeschichte nun von einer neuen Zentrale aus fortsetzen. Weihnachten 2005: Weihnachtsstimmung am Ringturm Auf rekordverdächtigen Ausmaßen von 65 Metern erleuchteten in der Weihnachtszeit kleine Lämpchen in Form eines Lichterbaums die Fassade des Ringturms. Der Lichterbaum hat sich dabei am Wachstum des Konzerns in den letzten Jahren ein Beispiel genommen. Maß der leuchtende Weihnachtsbaum im Jahr 2003 noch bescheidene 20 Meter, so erstrahlte gleichzeitig mit der Kapitalerhöhung der Wiener Städtische AG im Dezember 2005 beinahe die ganze Fassade der Konzernzentrale im hellen Licht des gewachsenen Baumes. 12

14 Unsere Strategie: Immer in Bewegung bleiben. So hält man Spitzenpositionen. 13

15 STRATEGIE STRATEGIE Oberste Zielsetzung der Vienna Insurance Group ist es, für Kunden, Mitarbeiter und alle, die mit einem Unternehmen des Konzerns in Geschäftsverbindung stehen, durch sämtliche Aktivitäten Mehrwert zu schaffen. Dies erfolgt durch den kontinuierlichen und nachhaltigen Ausbau des Versicherungsgeschäftes, das die Kernkompetenz der Vienna Insurance Group darstellt. Die Vienna Insurance Group verfolgt zielstrebig den weiteren Ausbau ihrer führenden Position in Österreich. Die Vienna Insurance Group ist grundsätzlich bestrebt, eine führende Marktposition im Versicherungsgeschäft einzunehmen. Diese wesentliche Zielsetzung wird als Basis für die langfristige Motivation und Herausforderung von Management und Mitarbeitern gesehen und dient der Orientierung zum Erfolg allen Handelns. Aus dieser Grundhaltung leiten sich folgende Strategien und die begleitenden Managementgrundsätze ab. Kurzdarstellung der Strategie Spitzenposition in Österreich Die Vienna Insurance Group verfolgt zielstrebig den weiteren Ausbau ihrer führenden Position in Österreich. Zwar ist der österreichische Versicherungsmarkt grundsätzlich ein entwickelter Markt, dennoch liegt die Versicherungsdurchdringung, besonders im Bereich der Lebensversicherung, deutlich unter dem Durchschnitt der westeuropäischen Länder. Insbesondere aus der Umstellung des Sozialsystems und dem damit verbundenen Ausbau der privaten Vorsorge ergeben sich für die Zukunft neue Geschäftsmöglichkeiten. Die Wiener Städtische möchte diese Chance für den weiteren Ausbau ihres Marktanteiles nützen. Vertriebsstärke. Dies geschieht durch die Stärkung der bereits hervorragend etablierten Vertriebswege, insbesondere durch einen verstärkt kundenorientierten Verkauf, Prozessoptimierungen und ein damit einhergehendes Cross-Selling durch die primäre Vertriebssäule den angestellten Außendienst. Die bestehende Kooperation mit Bankpartnern soll weiter gepflegt und punktuell ausgebaut werden. Zielgerichtete Expansion in die CEE-Staaten Die Vienna Insurance Group verfolgt in Fortsetzung des bisherigen erfolgreichen Modells die Strategie eines selektiven Markteintrittes in neue Länder Zentral- und Osteuropas, verbunden mit einem stetigen Ausbau der lokalen Position durch organisches Wachstum sowie durch Unternehmensakquisitionen. Darüber hinaus strebt die Vienna Insurance Group in ihren Kernmärkten in der CEE-Region (dazu zählen die Tschechische Republik, die Slowakei, Bulgarien, Kroatien, Polen, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie Ungarn) danach, mindestens zu den Strategie Strategisches Potenzial 2005 erreicht Realisierung der Wachstumschancen aus Wiener Städtische AG ist wieder die steigender Bedeutung der privaten Vorsorge Nr. 1 in Österreich Stärkung der Top-Position in Österreich Weitere Stärkung und Expansion des Wachstum in Leben und Vertriebsnetzwerks: in Schaden/Unfall - Ausbau des Kundenservices über dem Marktwachstum - Zusätzliches Cross-Selling Top-5-Versicherer in allen Kernmärkten werden In allen Kernmärkten (mit Ausnahme Ungarns und Polens) bereits unter den Top 5 Wachstumspotenzial durch geringe Deutlicher Ausbau der Positionen, Zielgerichtete Expansion Versicherungsdichte in CEE insbesondere in der Tschechischen in CEE Republik, der Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Kroatien Kontinuierliche Expansion durch Konzernprämien um über 20% organisches Wachstum und erhöht und elf neue Versicherungs- Akquisition gesellschaften erworben Geografische Expansion Beginn der Erschließung des weitgehend abgeschlossen Wachstumsmarktes Russland 14

16 STRATEGIE fünf größten Versicherungen des jeweiligen Landes zu gehören. Diese Marktposition erlaubt es nach Ansicht des Managements, den lokalen Versicherungsmarkt zu beeinflussen und die kritische Masse für eine ertragsorientierte Präsenz zu schaffen. Die Expansion der Vienna Insurance Group in die CEE-Staaten baut auf ein Geschäftspotenzial, das im Wesentlichen auf zwei Faktoren beruht: Einerseits beträgt die Versicherungsdichte in CEE nur einen Bruchteil des westeuropäischen Niveaus, andererseits weisen die CEE-Volkswirtschaften ein stabiles, stärkeres Wachstum und damit eine gegenüber reiferen Märkten überproportionale Nachfrage nach Finanzdienstleistungen auf. Es ist davon auszugehen, dass der Aufholprozess der Region und die damit verbundenen Marktchancen über einen längeren Zeitraum anhalten werden. Die Vienna Insurance Group möchte diese Marktchancen durch eine breite Marktpräsenz bestmöglich nützen. Die Kernstrategien der Vienna Insurance Group werden durch folgende Managementprinzipien begleitet, die im gesamten Konzern optimalen Zugang zu Kunden, die wechselseitige Nutzung von Synergien und eine breite Risikostreuung gewährleisten sollen: Global denken lokal handeln. Die Vienna Insurance Group verfolgt das Ziel, den gegenseitigen Know-how-Austausch zwischen allen Konzerngesellschaften zu fördern. Damit sollen die Erfahrungen und Ideen der Mitarbeiter in den einzelnen Märkten konzernweit genutzt werden. Dies beginnt beim Management der Wiener Städtische AG. Mitglieder des Vorstandes tragen zusätzlich zu den Ressortzuständigkeiten auch die Verantwortung für einzelne Länder in CEE und sind in den entsprechenden Konzerngesellschaften im Aufsichtsrat vertreten. Weiters wird in jede Konzerngesellschaft auch mindestens ein Vorstandsmitglied aus Wien entsandt. Dies stellt den kontinuierlichen Informationsfluss aus erster Hand sicher. Weiters wurden in der Vienna Insurance Group zu diversen Fachbereichen Know-how-Plattformen gebildet. Die Fachbereichsverantwortlichen aus den Selektiver Markteintritt, organisches Wachstum und Unternehmensakquisitionen sind Eckpfeiler der CEE-Strategie. Konzerngesellschaften nützen im Rahmen dieser Veranstaltungen die Möglichkeit, Themen zu diskutieren und Problemlösungen zu erläutern. Lokale Verankerung. Im Rahmen der bewusst verfolgten Mehrmarkenpolitik der Vienna Insurance Group behalten neu akquirierte Unternehmen grundsätzlich ihren bisherigen Markennamen. Diese Namen sind auf den lokalen Märkten bestens eingeführt und im Bewusstsein der Kunden verankert. Damit können die vorhandenen Vertriebsbeziehungen weitergeführt und der Fokus der Marketingaktivitäten auf den kontinuierlichen Ausbau des jeweiligen Unternehmens gelegt werden. In der Regel übernimmt das lokale Management auch weiterhin wesentliche Aufgaben im Unternehmen. Dies stellt sicher, dass die Kundenbeziehungen kontinuierlich gepflegt werden und die Marktkenntnisse nicht verloren gehen. Diversifizierung. Ziel des Konzerns ist es, Risiken durch eine breite Diversifizierung in allen Bereichen gering zu halten. Dies soll durch die geografische Diversifizierung und eine breite Streuung unterschiedlicher Vertriebskanäle gewährleistet werden. Eine mögliche Verschlechterung des Versicherungsumfeldes eines Marktes hat dadurch nur begrenzte Auswirkungen auf den Gesamtkonzern. 15

17 Der Run auf die Aktie. Kapitalerhöhung mobilisiert 40% Privatanleger. 16

18 INVESTOR RELATIONS INVESTOR RELATIONS Ostphantasie macht Wiener Börse für internationale Anleger attraktiv Der Wiener Finanzmarkt blickt auf ein exzellentes Jahr 2005 zurück. Ende des Jahres 2005 legte der ATX (Austrian Traded Index), der Leitindex der Wiener Börse, wie im Jahr zuvor erneut zu und schaffte im Vergleich zum letzten Handelstag im Jahr 2004 eine Steigerung von 50,8%. So schloss der ATX am letzten Handelstag im Börsejahr 2005 mit einem Stand von 3.667,03 Punkten (Startwert am 1. Jänner 1991: Punkte). Damit konnte der ATX fast an die Rekordperformance des Jahres 2004 von 57,4% anschließen und eines der erfolgreichsten Jahre seiner Geschichte verzeichnen. Im Gegensatz zu anderen internationalen Börseplätzen konnte am österreichischen Aktienmarkt während des gesamten Jahres fast durchgehend eine kräftige Aufwärtsentwicklung beobachtet werden. Mehr als 50 Börsetage des Jahres 2005 konnten mit einem neuen Allzeithoch schließen. Gestützt wurde diese Entwicklung vor allem durch die im internationalen Vergleich überdurchschnittlichen Geschäftsergebnisse der in Wien notierenden Unternehmen und durch das starke Engagement in den dynamisch wachsenden Volkswirtschaften Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Der im Jahr 2004 vollzogene Beitritt von insgesamt acht Ländern dieser Region - davon vier unmittelbare Nachbarn Österreichs - zur Europäischen Union, hat die Aufmerksamkeit internationaler Anleger auf die günstigen wirtschaftsgeografischen Rahmenbedingungen für die in Wien notierenden Unternehmen weiter verstärkt. Im internationalen Indexvergleich der letzten Jahre hat der ATX in seiner Entwicklung seit dem Jahr 2000 eine eindrucksvolle Entwicklung gezeigt: Leitindizes Ende 2000 Ende 2005 Performance ATX (Österreich) 1.073, , ,6% DJI (USA) , ,50 1,3% FTSE (England) 6.223, ,80 9,7% CAC 40 (Frankreich) 5.920, ,23 20,3% DAX (Deutschland) 6.371, ,26 15,1% SMI (Schweiz) 8.135, ,93 6,7% BUX (Ungarn) 7.795, , ,6% Wiener Städtische EUR 16,29 EUR 49, ,0% Der ATX (Austrian Traded Index) konnte 2005 eines der erfolgreichsten Jahre seiner Geschichte verzeichnen. Die erhöhte Aufmerksamkeit für die Wiener Börse manifestiert sich auch in der neuerlich deutlich erhöhten Zahl an internationalen Finanzdienstleistern, die an der Wiener Börse handeln. Seit September 2004 sorgen insgesamt 18 neue Handelsmitglieder, darunter 16 internationale Investmentbanken, für eine noch engere Verbindung zwischen dem Börseplatz Wien und internationalen Investoren. Besonders erfreulich ist, dass die Handelstätigkeit der ausländischen Marktteilnehmer die Hälfte des Gesamtumsatzes am Aktienmarkt erreichte. Die Attraktivität des Marktes, das durch Neunotierungen und Kapitalerhöhungen ausgeweitete Angebot und die höhere Zahl an Handelsteilnehmern haben neuerlich zu einer deutlichen Erhöhung des Handelsvolumens geführt: Der Gesamtumsatz am Kassamarkt hat sich 2005 im Vergleich zum Vorjahr auf durchschnittlich EUR 6,3 Mrd. pro Monat mehr als verdoppelt. Der Zufluss von neuem Kapital durch IPOs und durch Kapitalerhöhungen bestehender Emittenten betrug an der Wiener Börse im Jahr 2005 EUR 6,5 Mrd. Insgesamt konnte die Wiener Börse im vergangenen Jahr sieben Neunotierungen verzeichnen. Auch für das Jahr 2006 zeichnet sich erneut ein Kapitalzustrom ab. Einige größere IPOs und bedeutende Kapitalerhöhungen werden erwartet. Auch Privatanleger, die für einen funktionierenden Kapitalmarkt eine wichtige Zielgruppe sind, profitieren immer mehr vom österreichischen Markt. Denn während vor einigen Jahren der Trend eindeutig zu anderen internationalen Aktien ging, so war seit 2002 eine Veranlagungsänderung zugunsten österreichischer Aktien zu erkennen, die im Jahr 2005 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. Eng damit im Zusammenhang steht auch, dass Anlageberater den österreichischen Markt immer mehr als Erfolgsoption betrachten. Der österreichische Kapitalmarkt hat im Jahr 2005 einen weiteren wichtigen Qualitätssprung verzeichnet. Mit einer in den letzten drei Jahren beinahe verdreifachten Marktkapitalisierung auf EUR 107,1 Mrd. (Ultimo 2005), das entspricht über 40% des Bruttoinlandprodukts, hat die Wiener Börse rascher als erwartet eine mit anderen westeuropäischen Börsen vergleichbare Bedeutung für die österreichische Volkswirtschaft erreicht. Allein im Jahr 2005 stieg die Marktkapitalisierung der Wiener Börse um EUR 42,5 Mrd., das ist ein Zuwachs von 65,8%. 17

19 INVESTOR RELATIONS DIE AKTIE AKTIONÄRSSTRUKTUR NACH KAPITALERHÖHUNG Die Aktie der Wiener Städtische AG an der Börse Am 17. Oktober 1994 notierte die Aktie der Wiener Städtische AG mit einem Zeichnungspreis von ATS (EUR 74,85) erstmals an der Wiener Börse. Die Nachfrage war bereits so groß, dass Kürzungen der Kaufaufträge bei der Erstzuteilung vorgenommen werden mussten. Eigentümerstruktur 105 Mio. Aktien Geografische Aufteilung 28,7% Streubesitz 71,3% Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt-Vermögensverwaltung 0,8% Sonstige 3,9% Nordamerika 5,8% UK & Irland 6,4% Kontinentaleuropa Streubesitz Aufteilung 39,6% österreichische Retailkunden 58,8% institutionelle Investoren 1,6% Mitarbeiter 83,1% Österreich Wer damals eine Aktie gekauft hat, hält heute sieben Aktien im Gesamtwert von rund EUR 360 in seinem Depot. Dies ist eine beachtliche Wertsteigerung und das ohne Berücksichtigung der jährlichen Dividende. Durch die erfolgreiche Kapitalerhöhung wuchs der Streubesitz der Wiener Städtische AG Aktie auf beinahe 30%. Erfolgreiche Kapitalerhöhung Um ihre Expansionsstrategie finanziell abzusichern, führte die Wiener Städtische AG im Dezember 2005 eine Kapitalerhöhung durch, in deren Rahmen junge Aktien zu einem Preis von EUR 49,00 je Aktie erfolgreich an der Wiener Börse platziert wurden. Zusätzlich stellte der Hauptaktionär der Wiener Städtische AG, die Wiener Städtische Wechselseitige Versicherungsanstalt-Vermögensverwaltung, Aktien als Greenshoe (Mehrzuteilungsoption) aus seinem Bestand zur Verfügung. Diese Option wurde von den Emissionsbanken schon in der ersten Woche voll gezogen. Somit wurden insgesamt Aktien an der Wiener Börse platziert. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurde den bestehenden Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, wobei 14 alte Aktien zum Erwerb 3 junger Aktien berechtigten. Der Streubesitz der Wiener Städtische AG Aktie erhöhte sich durch die Kapitalerhöhung unter Berücksichtigung der Mehrzuteilungsoption von zuvor 11% auf rund 29%. Das Grundkapital der Wiener Städtische AG teilt sich nun in 105 Mio. Aktien. Roadshow Im Zuge der Kapitalerhöhung wurden während der Zeichnungsfrist Informationsveranstaltungen in mehreren Bundesländern Österreichs abgehalten, wo interessierten Privatanlegern die Vienna Insurance Group als Investitionsmöglichkeit vorgestellt wurde. Darüber hinaus wurde institutionellen Investoren an den wichtigsten Finanzplätzen Europas und der USA im Rahmen einer 14-tägigen Roadshow das Potenzial der Vienna Insurance Group erläutert. Breit angelegte Werbekampagne Zur Unterstützung der Kapitalerhöhung im Dezember 2005 wurde eine umfangreiche Werbekampagne durchgeführt. In der ersten Phase wurde zunächst die breite internationale Ausrichtung der Vienna Insurance Group vor allem in CEE bekannt gemacht. In der zweiten Phase wurde auf die Möglichkeit zur Zeichnung der Aktie hingewiesen, mit dem Ziel, möglichst viele Privataktionäre zu erreichen und so eine Publikumsaktie zu schaffen. 18

20 INVESTOR RELATIONS Mehrere zielgerichtete Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Attraktivität der Vienna Insurance Group zu erhöhen. Kapitalerhöhung übertrifft Erwartungen - Größte jemals von einer österreichischen Versicherung durchgeführte Kapitalerhöhung. Inkl. Greenshoe wurden Aktien im Gesamtwert von EUR 1,05 Mrd. platziert. Der Erlös für die Wiener Städtische AG belief sich auf rund EUR 910 Mio. - Publikumsaktie: Mit 40% österreichischen Privatanlegern wird ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Retailinvestoren erreicht. - Hohe Identifikation mit dem Unternehmen: Rund 50% der Mitarbeiter der Wiener Städtische AG beteiligten sich an der Kapitalerhöhung. Publikumsaktie Mehrere zielgerichtete Maßnahmen haben im vergangenen Jahr dazu beigetragen, die Attraktivität der Vienna Insurance Group für Investoren zu erhöhen. Mit der Umwandlung der Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien wurde eine einheitliche Aktienstruktur geschaffen und in der Folge die Aktie am 20. Juni 2005 in das Marktsegment Prime Market der Wiener Börse aufgenommen. Seit dem 19. September 2005 wird die Wiener Städtische Aktie im ATX geführt, in dem die umsatzstärksten und am höchsten kapitalisierten Werte der Wiener Börse vertreten sind. Mit einem klaren Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex, der die Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz beinhaltet, möchte die Vienna Insurance Group noch mehr Vertrauen in die Unternehmensführung schaffen. Im Jahr 2005 kam es in der Rangliste der österreichischen Unternehmen gemäß Börsekapitalisierung zu einer starken Neuordnung. So gehört nun die Wiener Städtische AG mit über EUR 5 Mrd. zu den am höchsten kapitalisierten Werten der Wiener Börse. Die Wiener Städtische Aktie ist in folgenden Indizes der Wiener Börse enthalten: ATX, ATX Prime, WBI (Wiener Börse Index). Zusätzlich ist die Aktie der Wiener Städtische im VÖNIX (VBV- Österreichischer Nachhaltigkeitsindex), einem Aktienindex bestehend aus jenen börsenotierten österreichischen Unternehmen, die hinsichtlich sozialer und ökologischer Leistung führend sind, enthalten und wurde im Dezember 2006 auch in den New Europe Blue Chip Index (NTX) aufgenommen. Der NTX wurde WIENER STÄDTISCHE AG IM VERGLEICH ZUM ATX UND ZUM MSCI INSURANCE INDEX (IN EUR) , INDEXIERT indexiert (Basis = 100) ,09% +69,86% +32,23% Jän 05 Feb 05 Mär 05 Apr 05 Mai 05 Jun 05 Jul 05 Aug 05 Sep 05 Okt 05 Nov 05 Dez 05 Jan 06 Feb 06 Mär 06 Apr 06 Wiener Städtische AG ATX MSCI Insurance Index 19

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