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1 Werbemitteilung Deutsche Asset & Wealth Management press markets Z e r t i f i k a t e A n l e i h e n F o n d s Sorgenlos entspannen Depot absichern und die schönste Zeit des Jahres genießen

2 inhalt X-novo X-pect I n Kürze Ein Jahrzehnt Discount-Zertifikate-Studie Ordergebühren sparen Auf in die Rückrunde 25 Jahre erfolgreiche Dax-Index-Zertifikate Gut geplant ist halb gewonnen Erstes Jubiläum 06 inanzwetterkarte F Der Sommer ist da 08 Titelthema Sorgenlos entspannen Depot absichern und die schönste Zeit des Jahres genießen 16 Wirtschaftswachstum Deutschland Stärker als gedacht X-PRESS 07/2015

3 -press markets Stressfrei in den Sommerurlaub Zukunft Technologie Vorsprung für Technik 24 Devisen & Edelmetalle Unverhofft kommt oft 27 Michael Blumenroth Alles nur geträumt X-products 28 Zertifikat statt Aktie Sprint mit Porsche 30 Neuemissionen Raus aus dem Startblock X-tra 32 Service Bestellcoupon 34 Welterbe-Serie Lübeck Stadt der Hanse zu guter Letzt Urlaubsstimmung 39 Impressum Im Gegensatz zu den allermeisten Deutschen machen Risiken am Kapitalmarkt auch im Sommer keinen Urlaub. Daher sollten Privatanleger ihre Depots auf jeden Fall vor der Abreise auf riskante Werte überprüfen. Denn wer diese gegen konservativere Papiere tauscht, mit Stop-Loss-Marken arbeitet oder sein Konto mit Hebelprodukten absichert, der kann seine Ferien deutlich entspannter genießen. Im aktuellen Titelthema ab Seite 8 werden nicht nur mehrere Absicherungsstra tegien vorgestellt, sondern auch konservative Anlageprodukte wie Bonus- und Discount-Zertifikate mit tiefen Barrieren und hohen Discounts vorgestellt. Gerade Letztere konnten wieder hervorragend gegenüber einem Direktinvestment abschneiden, wie die aktuell von der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) herausgebrachte Discount-Zertifikate-Studie 2015 zeigt (siehe Seite 4). Die Studie gibt s kostenfrei auf zum Herunterladen. Im zweiten Teil der Welterbe-Serie wirft die X-press-Redaktion in dieser Ausgabe ab Seite 34 einen Blick auf die Hansestadt Lübeck. Seit 1987 Teile der Altstadt zum Weltkulturerbe erklärt worden sind, nimmt der Tourismus beständig zu. Vor allem für ausländische Besucher scheint das UNESCO-Siegel wie ein Magnet zu wirken. Viel Freude beim Lesen Ralph Wintermantel Chefredakteur 3

4 X-novo In Kürze Deutsche Asset & Wealth Management Ein Jahrzehnt Discount-Zertifikate-Studie Discount- Zertifikate- Studie Deutschland Juni 2015 Frisch eingetroffen. Die neue 2015-Discount- Zertifikate-Studie. Schon bald legendär darf sich die Discount-Zertifikate-Studie aus dem Hause Deutsche Asset & Wealth Management nennen. Seit nun genau zehn Jahren wird jedes Jahr im Frühjahr die gesamte X-markets-Palette der Discount-Zertifikate unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse werden in einer Studie zusammengefasst und Anlegern im Internet kostenfrei zur Verfügung gestellt. Für die Studie 2015 wurden insgesamt Discount-Zertifikate der Deutschen Bank analysiert, die ab dem 4. November 1999 emittiert wurden und deren Laufzeit spätestens am 31. Dezember 2014 endete. Das Ergebnis: 59,1 Prozent von den über untersuchten Discount-Zertifikaten haben sich über die jeweilige Produktlaufzeit besser als der ihnen zugrunde liegende Basiswert entwickelt. Eine positive Wertentwicklung wiesen 77,1 Prozent der Papiere auf. Bei den entsprechenden Basiswerten waren es dagegen nur 59,1 Prozent. Insgesamt haben mehr als die Hälfte aller Discount-Zertifikate, nämlich 55,9 Prozent, ihre maximale Rendite erreicht. Vor diesem Hintergrund ist es auch keine Überraschung, dass das ausstehende Volumen der Discount-Zertifikate seit Dezember 2013 bis Ende Dezember 2014 von 3,5 auf 4,1 Milliarden Euro anstieg. Die komplette Studie gibt es unter: Ordergebühren sparen Die Flat-Fee-Aktion mit comdirect wird verlängert: Bis auf Weiteres können alle X-markets-Produkte auf Rohstoffe im außerbörslichen Direkthandel gegen ein Entgelt von 3,90 Euro gehandelt werden. Das sind aktuell rund 4800 Zertifikate, Optionsscheine und Knock-out-Produkte. Dieses Angebot gilt allerdings nur im Direkthandel über den Online- Broker comdirect und bei einem Ordervolumen von mindestens 1000 Euro. Die reguläre Gebühr beträgt zwischen 9,90 Euro (bei einem maximalen Ordervolumen von 2000 Euro) und maximal 59,90 Euro. Somit können Anleger bis zu 56 Euro je Order sparen. Doch es geht noch günstiger: Anleger, die Interesse an WAVEs XXL haben, dürfen sich über eine Aktion des Online- Brokers flatex freuen. Bei dieser können sie alle WAVEs XXL aus der X-markets-Produktpalette für 0,00 Euro handeln. Das sind zurzeit rund WAVEs XXL auf Indizes, Aktien, Rohstoffe und Währungen. Dieses Angebot gilt nur beim außerbörslichen Direkthandel über flatex ab einem Ordervolumen von 1500 Stück pro Order und bei bis zu 300 Orders pro Monat. Weitere Informationen zu den Produkten und den Aktionen gibt es auf unter Services/Handelspartner. Auf in die Rückrunde Anleger dürfen sich schon jetzt auf informative Börsentage in der zweiten Jahreshälfte freuen. Das erste Ziel im Herbst wird Stuttgart sein. Am 12. September 2015 findet der Börsentag im Haus der Wirtschaft in der baden-württembergischen Landeshauptstadt statt. Es ist eine kombinierte Messe- und Vortragsveranstaltung, die sich speziell an Privatanleger richtet. Die Besucher können sich vor Ort kostenfrei über aktuelle Anlage- und Börsenthemen informieren. Auch das Team von X-markets steht allen interessierten Anlegern gerne von 9.30 bis Uhr bei Fragen rund um die Produkte zur Verfügung. Doch das ist noch nicht alles: Bereits eine Woche später, am 19. September 2015, findet der nächste Börsentag in Frankfurt statt. Zum ersten Mal wird die Messe im Kongresshaus Kap Europa ausgetragen. Auch hier haben Anleger die Gelegenheit, sich von 9.30 bis Uhr zu informieren. Das X-markets-Team heißt alle Besucher am Stand Nummer 11, Ebene 1, herzlich willkommen. Bei beiden Veranstaltungen ist der Eintritt wie gewohnt kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung für den Börsentag Stuttgart erforderlich. Weitere Informationen gibt es auf unter Wissen & Academy und Börsentage und Messen. TERMINE IM JAHR 2015 Datum Messe/Ort Öffnungszeiten Informationen unter 12. September 2015 Börsentag kompakt Stuttgart, Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg, Willi-Bleicher-Straße 19, Stuttgart 19. September 2015 Börsentag Frankfurt, Kongresshaus Kap Europa, Osloer Straße 5, Frankfurt 9.30 bis Uhr Anmeldung erforderlich 9.30 bis Uhr Keine Anmeldung erforderlich 4 X-PRESS 07/2015

5 25 Jahre erfolgreiche Dax-Index-Zertifikate Die meisten deutschen Anleger scheuen das Risiko. Zu viele haben zu Beginn des Jahrtausends negative Erfahrungen an den Börsen gemacht und trauen sich kaum noch an die Kapitalmärkte zurück. Eine Frage, die sich also grundsätzlich immer stellt, lautet: Was möchte der Kunde? Finanzprodukte sollen einfach, möglichst preiswert und mit verhältnismäßig wenig Risiken verbunden sein. Werfen sie dann noch eine attraktive Rendite ab, umso besser. Wenn man nun bedenkt, dass der Dax im Laufe seines Bestehens im Durchschnitt eine jährliche Performance von mehr als acht Prozent hingelegt hat, dann verstehen die meisten, dass Index-Zertifikate alle Wünsche in einem Produkt vereinen. Exakt am 11. Juli 1990 wurde das erste Index-Zertifikat, damals von der Dresdner Bank, auf den Dax begeben. Mit diesem Produkt hatten Anleger erstmals die Chance, direkt in einen Index zu investieren. Das Produkt endete im September 2000 und diejenigen, die bis zum Schluss dabeiblieben, wurden renditemäßig belohnt. Wer seit Beginn im endlos laufenden Dax-X-pert-Zertifikat von X-markets (WKN ) investiert ist, kann sich über einen grandiosen Wertzuwachs freuen. Bei der Einführung des ersten Dax-Index- Zertifikats notierte der Dax bei rund 1850 Punkten, Ende Juni bei Punkten. Trotz aller Schwankungen hat er sich damit locker mehr als versechsfacht. Für erfahrene Anleger gibt es nun seit einigen Jahren auch gehebelte Index-Produkte, sogenannte Faktor-Zertifikate. Mit ihnen lässt sich renditemäßig zusätzlich der Turbo einschalten. Aber Achtung: Nicht nur die Gewinne laufen schneller, sondern auch die Verluste. Sowohl für Berater als auch für Investoren bleibt in jedem Fall die Erkenntnis, dass mit zeitlich unbegrenzten Index-Zertifikaten das Anlagerisiko gegenüber einem Investment in eine einzelne Aktie reduziert wird. Bereits mit einem überschaubaren Kapitaleinsatz lässt sich damit in eine Vielzahl von Aktien breit investieren. Zu beachten gilt, dass nur bei Performance- oder Return-Indizes auch die Dividenden der Index-Unternehmen angerechnet werden. Lars Brandau ist Geschäftsführer des Deutschen Derivate Verbandes e. V. (DDV) und vertritt in dieser Funktion auch die deutschen Interessen in diversen Arbeitskreisen auf europä ischer Ebene. Zuvor war Brandau Chefmoderator bei n-tv. Erstes Jubiläum Der BCDI feierte am 1. Juli 2015 seinen ersten Geburtstag. BCDI steht für boerse.de-champions-defensiv-index, ein Börsenbarometer, das zehn internationale defensive Aktien umfasst. Trotz seines zarten Alters konnte der Index bei den Großen bereits kräftig mitmischen und, was die Performance angeht, sie sogar überholen. Seit dem Börsenstart im Juli 2014 legte der BCDI um 26,4 Prozent zu und damit mehr als doppelt so viel wie der Dax (12,3 Prozent) und fast viermal so viel wie der Dow Jones (7,1 Prozent) im selben Zeitraum. Im laufenden Jahr liefert sich der BCDI mit dem Dax ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Während der Dax Ende Juni ein Plus von 17,94 Prozent vorzuweisen hatte, lag der BCDI mit 15,42 Prozent knapp dahinter. Alle zehn BCDI-Mitglieder liegen seit Jahresanfang im Plus mehr Details zum Index gibt es unter Anleger können mit dem BCDI-Zertifikat (WKN DT0BAC) eins zu eins unter Berücksichtigung der Gebühren an der Wertentwicklung des BCDI partizipieren weitere Informationen auf Gut geplant ist halb gewonnen Wer auf Dauer erfolgreich handeln will, braucht eine gute Handelsmethode. Ohne sie ist der Traum vom Traden auf Profi-Niveau schnell ausgeträumt. Leider hat nicht jeder, der an der Börse aktiv ist, einen Deutsche Asset & Wealth Management Der Tradingplan Einfach besser handeln Handelsplan. Woran liegt das? Der Hauptgrund dafür ist vor allem Unkenntnis. Viele Marktteilnehmer wissen nicht genau, was ein Tradingplan beinhaltet oder wie sie ihn erstellen sollen. Früher oder später verzetteln sie sich und handeln oft Informativ. Die frei alles durcheinander, was sie irgendwie kennen. Dies allerdings ist Der Tradingplan. erhältliche Broschüre wohl kein Weg zum langfristigen Trading-Erfolg. In einer neuen Broschüre erklärt Norman Welz, Spezialist für Trading- Psychologie und seit 25 Jahren an den Finanzmärkten aktiv, was es genau beim Traden zu beachten gilt, warum ein Tradingplan so wichtig ist und wie er aufgebaut sein sollte. Das alles erfahren interessierte Leser im neuen Sonderheft Der Tradingplan Einfach besser handeln. Diesen gibt es kostenfrei zum Bestellen oder Herunterladen auf unter Magazine und Newsletter. 5

6 X-pect Finanzwetterkarte Der Sommer ist da Meteorologisch betrachtet dauert der Sommer in der gemäßigten und arktischen Klimazone der Nordhalbkugel vom 1. Juni bis zum 31. August, während in der Südhemisphäre der Winter herrscht. Kanada + 0,14 % Großbritannien + 3,95 % Dänemark + 30,08 % Deutschland + 17,94 % Frankreich + 16,99 % USA + 1,66 % Spanien + 10,59 % ZINSTERMINE DER NOTENBANKEN Datum Notenbank Bank of England Bank of Japan Europäische Zentralbank Federal Reserve Bank of England Bank of Japan Europäische Zentralbank Bank of England Bank of Japan Federal Reserve Bank of England Bank of Japan Europäische Zentralbank Federal Reserve Bank of Japan Quelle: Deutsche Bank, weitere Termine unter > Kurse & Märkte > Finanzkalender ROHSTOFFE Rohstoff Kurs Veränderung Hoch Tief Prognose Gold 1183,30 0,01 % 1344, , ,00 Silber 16,00 1,91 % 21,57 14,97 17,00 Platin 1073,75-11,17 % 1519, , ,00 Brent Crude Oil (Fut.) 63,24 9,87 % 115,64 46,41 60,00 Kurse in Dollar, Hoch-/Tiefkurse seit einem Jahr, Veränderung seit Jahresanfang, Prognose zum , Stand: , Quellen: Deutsche Bank, Reuters Mexiko + 4,24 % INDIZES Marokko 0,74 % Kolumbien + 0,00 % Brasilien + 7,71 % Argentinien + 38,45 % Index Kurs Veränderung Dax ,07 17,94 % MDax 20226,26 19,44 % Euro Stoxx ,57 15,20 % Dow Jones ,78 1,66 % S&P ,85 3,11 % Nasdaq ,04 7,26 % HSCE ,68 13,00 % Nikkei ,42 19,25 % Veränderung seit Jahresanfang, Kurse vom , Quelle: Reuters 6 X-PRESS 07/2015

7 VERÄNDERUNG DER LEITBÖRSEN Regenwetter bis strahlende Sonne die Finanzwetterlage weltweit seit Jahresbeginn ( ) 9,32 % +38,45 % Unsere Prognosen Höheres Kreditwachstum lässt Aufschwung in der Eurozone erwarten. Russland + 23,53 % Ukraine 8,87 % Ungarn + 30,91 % Griechenland 9,32 % China + 13,00 % Japan + 19,25 % Wachstumstrend flacht sich mittelfristig in den Industrieländern ab. Italien + 23,53 % Ägypten 4,90 % Südkorea + 7,29 % Indien + 0,81 % Philippinen + 5,24 % Südafrika 5,54 % Australien + 3,98 % Schwache US-Wachstumszahlen sind temporär. WÄHRUNGEN Währung Kurs Veränderung Euro/Dollar 1,1234-7,16 % Euro/Yen 138,9650-4,21 % Dollar/Yen 123,6840 3,17 % Euro/britisches Pfund 0,7120-8,26 % Euro/Schweizer Franken 1, ,17 % Euro/chinesischer Renminbi 6,9943-7,19 % Euro/kanadischer Dollar 1,3877-0,99 % Euro/russischer Rubel 61, ,32 % Euro/brasilianischer Real 3,4777 7,98 % Die Prognosen stammen aus dem aktuellen CIO View des Chief Investment Officers Asoka Wöhrmann und seines Teams. Den kompletten Bericht gibt es unter: cioview.deutscheawm.com Veränderung seit Jahresanfang, Kurse vom , Quelle: Reuters 7

8 X-pect Relaxed in den Urlaub Sorgenlos entspannen 8 X-PRESS 07/2015

9 Die Reiselust der Deutschen ist auch 2015 ungebrochen. Damit Anleger nach dem Sommerurlaub keine bösen Überraschungen erleben, sollten sie ihr Depot vor der Abreise vor möglichen Rückschlägen absichern. Das X-press-Team erklärt eine Reihe von Möglichkeiten und Produkten. Alle Jahre wieder verbringen Millionen Bundesbürger ihren langersehnten Urlaub auswärts. So geht die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) davon aus, dass auch 2015 wieder rund 77 Prozent aller Bundesbürger verreisen werden. Viele der Urlauber besitzen Anlagevermögen wie Aktien, Fonds und Derivate, die in Bankdepots schlummern. Die allerwenigsten sichern ihre Konten während der häufig mehrwöchigen Abwesenheit gegen Kursverluste ab und finden daher nach ihrer Rückkehr regelmäßig vermeidbare Verluste vor. Insbesondere Urlauber aus Bayern und Baden- Württemberg sollten in diesem Jahr aufpassen, liegen ihre Ferien doch komplett in den beiden verlustreichsten Risikomonaten August und September. Im Durchschnitt betrug die Sommerkonsolidierung laut dem Statistik-Portal Statista seit 1959 im August minus 0,19 Prozent und im September minus 1,94 Prozent (siehe Grafik Seite 10). WACHSENDE KURSAUSSCHLÄGE Beschauliche Bergszene. Vorsichtige Anleger sichern ihr Depot vor dem Start der Urlaubsreise ab. Die heftigen Kursausschläge der vergangenen Monate zeigten, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und es jederzeit auch rapide bergab gehen kann. Innerhalb weniger Wochen stürzte beispielsweise der Dax von Punkten um über zehn Prozent bis an die Punkte-Grenze ab. Erfreulicherweise konnte die folgende Gegenbewegung deutlich an Fahrt gewinnen und den bedeutendsten deutschen Index phasenweise wieder über die Punkte-Marke hieven. 9

10 X-pect Relaxed in den Urlaub Trügerische Ruhe. Gerade in den Sommermonaten drohen an den Börsen häufig starke Schwankungen. Anlegern sollte die rasche Abwärtsbewegung eine Lehre sein, ihr Depot nicht völlig unbeaufsichtigt zu lassen und gerade vor längeren Sommerurlauben Absicherungsvorkehrungen zu treffen. DIVERSE ABSICHERUNGSSTRATEGIEN Investoren stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, ihr Depot urlaubsfest zu machen. Die bekanntesten Strategien sind die Ausstattung des Anlagekontos mit Produkten, die genug Spielraum für moderate Kursrückgänge lassen. Dazu bieten sich Airbag-, Bonus- oder Discount-Zertifikate mit tief liegender Barriereschwelle oder großen Discounts an (siehe Tabelle Seite 11 und 13). Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz einer sogenannten Stop-Loss-Order, die gerade bei Aktien, Fonds oder Index-Zertifikaten zum Einsatz kommen soll- DURCHSCHNITTLICHE PERFORMANCE DES DAX VON 1959 BIS 2014 AUF MONATSBASIS 1,5 Prozent 1,50 1,33 1,25 1,0 0,5 0,79 0,37 0,72 0,77 0,52 0,0-0,5-1,0-1,5-0,15-0,08-0,19-2,0-1,94 Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Sommerloch bereits im Mai geht der Börse traditionell die Luft aus. Auch wenn es im Juli zunächst im Durchschnitt eine Erholung gibt spätestens im August ist damit meist wieder Schluss. Die wenigen Ausnahmejahre, wie beispielsweise 1985, 1993 und 1995, fielen alle in Phasen einer lockeren Geldpolitik und fallender Zinsen. Daher könnte 2015 sogar eine weitere positive Ausnahme werden. Stand: 05/2015, Quelle: Statista 10 X-PRESS 07/2015

11 te. Mit diesem Werkzeug bestimmt der Anleger einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung, bei dessen Erreichen ein Verkaufsauftrag für das Papier ausgelöst werden soll. Sinnvoll ist es, diesen Stoppkurs mit einem sogenannten Trading-Stop-Loss zu verbinden, was bedeutet, dass sich der Stoppkurs bei einem möglichen Aufwärtstrend des Anlageproduktes automatisch sukzessive nach oben anpasst. Eine weitere Alternative kann eine Art Depotversicherung auf Basis von Put-Optionsscheinen sein. Mit diesen legt sich der Anleger relativ günstig einen Gegenwert in sein Depot, der aufgrund seiner Gegenläufigkeit etwaige Verluste ausgleicht (siehe dazu die Kolumne rechts). Am sichersten, allerdings auch am aufwendigsten, ist letztlich die Methode, bei der der Anleger einfach komplett alle riskanten Anlagen veräußert und erst nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub wieder in den Finanzmarkt einsteigt. MODERATER RÜCKGANG ERLAUBT Aus dem großen Angebot der Zertifikatewelt bieten sich diverse Produkttypen zur Absicherung moderater Rückgänge an. Airbag-Zertifikate beispielsweise absorbieren Kursverluste bis zur Airbag- Barriere. Selbst zwischenzeitliche Kursstände unter der Schwelle heben im Gegensatz zu Bonus- Zertifikaten die Schutzwirkung nicht auf. Notiert der Dax am Ende auf oder über der Barriere, gleichzeitig aber unter dem ursprünglichen Basispreis, erhalten Anleger einen Abrechnungsbetrag, der sich auf die Höhe des abgesicherten Referenzstandes beläuft. Im Beispiel des Airbag-Zertifikats mit der WKN DB2GWB wären dies 100 Euro (siehe Tabelle unten). Sollte der Schlusskurs über dem Referenzstand liegen, partizipieren Anleger zu 100 Prozent an der Dax-Entwicklung bis zur oberen Grenze (Cap) im Beispiel ,64 Punkte. Sollte der Dax am Schlusstag allerdings unter 8250,96 AUF EINEN BLICK Produkt WKN Basiswert Airbag-Zertifikat DB2GWB Dax Partizipation 100 % Cap Barriere ,64 Pkt. 8250,96 Pkt. Ausgabeaufschlag 2,00 % Laufzeit Kurs 102,02 EUR KOLUMNE Wer hat eine Depotversicherung? Fast jeder in Deutschland hat eine Krankenversicherung, die meisten sind rentenversichert und der überwiegende Teil der Bevölkerung hat noch zusätzliche Versicherungen für Haus, Auto und Leben. Doch wenn man jemanden fragt, wer das versichert, wofür er jeden Tag hart arbeitet, erntet man zumeist nur fragende Blicke und Unverständnis. Von einer Versicherung des eigenen Ersparten haben die wenigs- Produktexperte bei Nicolai Tietze ist ten bisher gehört und so erscheint es vielen der Deutschen Asset noch als befremdlich, ihr Geld abzusichern. & Wealth Management und mitverant- Dabei gibt es zahlreiche Wege, seine finanziellen Mittel sogar in starken Abwärtsphasen wortlich für die Produktpalette und zu schützen. Beispielsweise mit klassischen den Vertrieb von Put-Optionsscheinen auf den Dax. Ein Put- Hebelprodukten und Optionsschein entwickelt einen inneren Wert, Zertifikaten. wenn der Kurs des Basiswertes unterhalb des Basispreises des Put-Optionsscheins liegt. Dies bietet die Chance, an fallenden Kursen des Basiswertes zu partizipieren und dementsprechend seinen Depotwert zum Laufzeit ende des Optionsscheins abzusichern. Solch eine Strategie wird als statischer Hedge bezeichnet, da die Absicherung erst bei Fälligkeit des Papiers greift. Um herauszufinden, wie eine solche Absicherung bei dem eigenen Depot in der Praxis aussehen muss, gilt es lediglich zwei Schritte zu beachten. Als Erstes bestimmt man die Anzahl der Put-Optionsscheine, indem man den Depotwert durch den gewünschten Absicherungsstand des Dax, sprich den Basispreis des Puts, teilt, und multipliziert diese Zahl dann mit dem Bezugsverhältnis des Puts: Anzahl Put-OS = Depotwert/Dax-Stand x 100 Bei einem Depotwert von Euro und einem Dax-Stand von Punkten würden somit 85 Put-Optionsscheine ausreichen, um ein Dax-Depot zum Laufzeitende des Optionsscheines abzusichern. Jetzt geht es für den Anleger nur noch darum, die Laufzeit zu bestimmen. Ein Dax-Put von Punkten mit einer Laufzeit von knapp sechs Monaten kostet zum Beispiel aktuell 5,60 Euro (WKN DT12Y4). Somit würde eine statische Absicherung des Depots 476 Euro kosten bzw. 4,76 Prozent des Depotbetrags. Dieser Wert kann als Versicherungsprämie interpretiert werden, denn wie bei der Versicherung des Eigenheims oder des Autos gibt es auch eine Depotversicherung nicht umsonst. Weitere Informationen, eine Übersicht über alle Dax-Put-Optionsscheine sowie weitere Indizes und Aktien gibt es unter Briefkurs in Euro, Stand: , Quelle: Reuters 11

12 X-pect Relaxed in den Urlaub Punkten liegen, würde ein Verlust anfallen. Auch wenn bei Airbag-Zertifikaten das Partizipieren an Aufwärtstrends im Vordergrund steht, eignet sich dieser Zertifikatetyp für unruhige Zeiten, da er den Anleger bei einem moderaten Indexrückgang vor einem Verlust bewahren kann. Im Vergleich zu Discount-Zertifikaten erzielen Airbag-Zertifikate in Aufwärtsphasen in der Regel die attraktivere Rendite. Gegenüber Bonus-Zertifikaten warten sie mit ihrer Schutzfunktion auch dann auf, wenn ihr Basiswert die Barriere zeitweise unterschreitet, erzielen dann aber keine Rendite mehr, sondern ermöglichen lediglich den Kapitalerhalt. TIEFE BARRIEREN HELFEN Viele Anleger greifen in Hinsicht auf eine Depotabsicherung und noch häufiger in volatilen Phasen auf Bonus-Zertifikate zurück. Vor allem sogenannte Deep-Bonusse können deutlich zur Entspannung beitragen, da diese mit ihrer tief stehenden Barri- ere auch deutliche Kursrückgänge locker wegstecken und dennoch attraktive Renditen abwerfen können (siehe Tabelle auf Seite 13). Allerdings sollten Anleger bei Bonus-Zertifikaten beachten, dass diese ihre Bonus-Funktion sofort verlieren, sobald nur einmal die Barriere während der Laufzeit berührt wird. Wie das Beispiel des Bonuspapiers mit der WKN XM0YNN zeigt, sollte der Deutschland-Index bis zur Fälligkeit am 16. November 2016 nie auf oder unter 7500 Punk- DIE SCHLECHTESTEN DAX-MONATE Jahr Performance September ,42 % Oktober ,52 % August ,19 % September ,08 % August ,71 % September ,96 % Stand: 06/2015, Quelle: boerse.de Vorausschauend. Mit einer Reihe von Zertifikaten können leichte Turbulenzen bequem ausgesessen werden. 12 X-PRESS 07/2015

13 te fallen das ist beim gegenwärtigen Indexstand von Zählern immerhin ein Abstand von fast 34,28 Prozent. Dann erhalten Zertifikatekäufer eine Rendite von beachtlichen 4,55 Prozent per anno. Da der deutsche Leitindex Dividenden einberechnet, müssen Zertifikateinhaber nicht auf sie verzichten. Dafür und aufgrund der Bonusausstattung akzeptieren sie allerdings, dass sie am Kursgewinn nur bis zur Höhe einer vorher fixierten Begrenzung, dem Cap, partizipieren. Der liegt bei dem Beispiel- Zertifikat bei Indexzählern. Mit einem Bonus- Zertifikat sind Investoren in der Regel gut aufgestellt, vor allem auch für den Fall, dass sich die Volatilität wieder erhöhen sollte. HOHE DISCOUNTS IM FOKUS Eine der beliebtesten Zertifikateklassen sind Discount-Zertifikate. Denn mit dieser Produktgattung erhält der Anleger gleich beim Kauf einen Rabatt (Discount) auf den aktuellen Kurs eines Basiswertes. Als Basiswerte können nicht nur einzelne Aktien, Währungen oder Rohstoffe dienen, sondern auch Aktienindizes wie der Dax. Der Discount hilft Anlegern, selbst wenn der Dax seitwärts tendiert oder sogar moderat fällt, noch positive Renditen zu erzielen. Die maximale Rückzahlung bei einem Discountpapier ist allerdings auf einen festgelegten Höchstbetrag begrenzt. Im Beispiel des Discount-Zertifikats mit der WKN XM147B liegt diese Begrenzung (Cap) bei Punkten (siehe Tabelle unten). In diesem Fall wäre die maximale Rendite erzielt und dem Anleger würde der Höchstbetrag ausbezahlt. Würde der Dax am Stichtag, dem 27. November 2015, unter dem Höchstbetrag notieren, so bekäme Einstieg. Discount-Zertifikate bleiben im Plus, wenn es mit den Kursen nur moderat nach unten geht. der Anleger eine Ausgleichszahlung, die dem Wert des Basiswertes entspricht. Ein Verlust würde dann eintreten, wenn bei Fälligkeit der Wert des Dax so weit gefallen ist, dass der Discount aufgebraucht wurde. Insofern hilft der Rabatt von 9,86 Prozent in dem Beispiel angenehm gegen Verluste. Anleger, die in ein Discount-Zertifikat investieren, werden daher ohne Berücksichtigung des Emittenten-Risikos stets einen geringeren Verlust erleiden als bei einem Direktinvestment in eine Aktie oder im Fall des Dax in ein Index-Trackingprodukt. Discount-Zertifikate eignen sich daher vor allem mit ausreichend großen Abschlägen für vorsichtige bis risikobewusste Anleger. Besonders gut DEEP BONUS- & DISCOUNT-ZERTIFIKATE Produkt WKN Cap Barriere Discount Bonus * Maximalrendite p. a. Laufzeit Kurs Bonus XM4N6A ,00 6,78 % , 6 7 Bonus XM01Z ,00 5,10 % ,7 2 Bonus XM0YNN ,00 4,55 % , 8 6 Bonus XM3VC ,00 5,67 % ,11 Bonus XM4Y9Z ,00 3,28 % , 5 9 Discount XM147B ,86 % - 6,51 % , 9 5 Discount XM2JUS ,40 % - 3,89 % ,67 Discount DT2Z7W ,21 % - 4,30 % ,89 Discount DT0MZT ,58 % - 3,06 % ,88 * in Euro, Briefkurs in Euro vom bei einem Dax-Stand von Punkten, Quelle: Deutsche Bank 13

14 X-pect Relaxed in den Urlaub CHARTTECHNISCHE DAX-ANALYSE Die wahre Gefahr funktioniert die Produktklasse übrigens, wenn Märkte seitwärts tendieren. Sollten die Börsen allerdings erheblich steigen, könnten die Kursgewinne des Discount-Zertifikats schnell an ihre Grenzen stoßen. BÖRSENURLAUB Auf Kurs bleiben. Die sicherste Lösung für den Depotschutz ist der Verkauf aller unsicheren Papiere. Auch wenn in diesem Jahr die meisten Börsenexperten vor dem Hintergrund niedriger Zinsen, hoher Marktliquidität und des im Durchschnitt starken dritten Jahrs des US-Präsidentenzyklus von einem positiven Börsensommer ausgehen, könnte für den einen oder anderen Anleger die sicherste Lösung der Depotabsicherung heißen: alles verkaufen und erst im Spätherbst wieder einsteigen. Dass auch diese Variante eine Überlegung wert sein sollte, belegt eine Studie der Universität von Edinburgh, bei der insgesamt 319 Jahresverläufe an 108 internationalen Börsen untersucht und in sieben von zehn Fällen der Sell in May -Effekt bestätigt wurde. Während die Monate Mai bis Oktober durchschnittlich nur 2,4 Prozent erwirtschafteten, generierten die Wintermonate von November bis Ende April hingegen beträchtliche 6,9 Prozent. Somit verwundert es kaum, dass die schlechtesten Monate des Dax historisch betrachtet allesamt im Sommer lagen (siehe Tabelle Seite 12). Beim Schreiben dieser Zeilen hält Griechenland die Anleger in Atem, große Gewinne lassen sich mit dieser Unsicherheit im Nacken nicht generieren. Folglich waren Erholungen bis dato stets kurzlebig und vor allem auf Short-Eindeckungen zurückzuführen. Die Anlegerschar mag eben keine Unsicherheit, obwohl aus dieser oft gute Kaufgelegenheiten erwachsen. Wie lange uns das Thema Griechenland noch erhalten bleibt, lässt sich aktuell nicht seriös abschätzen. Jedoch: Griechenland wird wahrscheinlich keinen weiteren großen Einbruch oder gar einen Crash auslösen. Dazu kocht das Thema schon viel zu lange. Die Marktteilnehmer haben sich längst auf alle Szenarien einstellen und vorbereiten können. Eine griechische Insolvenz mit oder ohne Grexit wäre keine Überraschung mehr und dürfte keine nachhaltige Schockwelle mehr verursachen. Und wer weiß, vielleicht feiern die Börsianer sogar ein Ende mit Schrecken. Jedenfalls löst eine Gefahr, die allgemein bekannt ist, zwar oftmals im Vorfeld einen Rückgang aus, aber beim Eintreten des Ereignisses ist es dann meist halb so wild. Auf mittelfristige Sicht sind es zwei andere latente Gefahren, die das Zeug dazu haben, eine größere Korrektur auszulösen: 1. Die US-Konjunktur darf nicht in eine Rezession abrutschen! Das erste Quartal zeigte bereits ein Minus-Wachstum, die Zahlen des zweiten Quartals fallen bisher gemischt aus. Ein schwaches erstes Quartal ist aus saisonalen Gründen nicht unüblich, das zweite muss es dann aber auch rausreißen. Neben den negativen Auswirkungen einer US-Rezession auf die Weltwirtschaft müssten europäische Exportwerte dann noch mit dem Gegenwind eines steigenden Euro/Dollar-Kurses kämpfen. Und natürlich würde die Wall Street in einem Rezessions-Szenario wohl korrigieren und allein dadurch schon andere Indizes drücken. Auf die US-Wirtschaftsdaten und die Wall Street ist also verstärkt zu achten. 2. In China kann jederzeit eine Blase platzen! China ist der aktuell wohl überspekulierteste Aktienmarkt weltweit. Immer größere Teile der Bevölkerung entdecken die Börse. Aber es ist weniger ein Investieren als ein Zocken, oftmals auf Kredit. Der CSI 300 hat von Februar bis Juni über 60 Prozent zugelegt. Die Bewertungen sind extrem hoch, KGVs von über 60 keine Seltenheit. Früher oder später wird es hier zu extrem starken Korrekturen kommen wenn die Masse merkt, dass die Börse kein Selbstläufer ist. Allerdings: 14 X-PRESS 07/2015

15 Es ist kaum einzuschätzen, wann dies geschieht. Die Blase kann sich auch noch weiter auffüllen, wie am Neuen Markt, der von Herbst 1999 bis März 2000 auch noch einmal um 50 Prozent zulegte, eher er kollabierte. Doch mit fallenden Kursen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur exponentiell. Irgendwann wird der Punkt gekommen sein, wo die Margin der Kreditkäufe nicht mehr ausreicht und man verkaufen muss. Aktuell wirkt der Markt angeschlagen, fällt auch mal um fünf Prozent am Tag. Für chinesische Verhältnisse liegt das aber noch im Rahmen. Man sollte jedoch genau darauf achten, ob die Kurse weiter fallen und wie sich das auf die DAX Punkte großen Indizes in den USA, Europa und Asien auswirkt. Da China riesige Anleihebestände hält, wäre es für die Finanzmärkte fatal, wenn das Reich der Mitte Probleme bekäme und ausländische Assets abstoßen müsste. Die oben genannten möglichen Gefahren sind aber nur als latent zu bezeichnen. Solange sie sich nicht manifestieren und die Auswirkungen nicht bis Europa reichen, hat der Dax durchaus die Chance, nach einem Ende der Causa Griechenland seine Hausse wieder aufzunehmen. Aber bis dahin ist die Markttechnik mit Vorsicht zu genießen, da der Markt sehr nachrichtenabhängig reagiert. Hans-Jürgen Haack verfügt über mehr als 30 Jahre Börsenerfahrung. Er ist Ressortleiter für Marktanalysen bei PP-Brokerage und Chefanalyst von verschiedenen Derivate-Börsenbriefen. Neu ist der Börsenbrief HAACK-INVEST. Weitere Infos unter Tage-Linie / / / / / / /2015 Der Blick auf den Dax-Chart zeigt eine kurzfristige Unterstützung bei Punkten. Erste Kaufsignale entstünden, wenn die gebrochene Unterstützung bei Punkten nachhaltig zurückerobert würde. Nach unten käme bei Punkten die (steigende) 200-Tage-Linie als mögliche Auffanglinie ins Spiel. Aber bei einem Anlauf wird diese vor einem Dreh meist noch unterschritten. Was Anleger also insgesamt erwarten können: Der Sommer 2015 dürfte mehr Bewegung bringen, als es in den Sommern der vergangenen Jahre der Fall war. Stand: , Quelle: e-signal (www.esignal.com). Für den Inhalt ist Hans-Jürgen Haack von PP-Brokerage verantwortlich. 15

16 X-pect Wirtschaftswachstum Deutschland Stärker als gedacht Maschinenbau made in Germany. Hochwertige Produkte sind im Ausland gefragt. 16 X-PRESS 07/2015

17 Anhand der jüngsten Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft bieten sich smarten Anlegern vielfältige Gelegenheiten. Vor allem dem Mittelstand sollte die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn er könnte in den nächsten Jahren überproportional vom ökonomischen Aufschwung profitieren. Deutschland ist wieder auf Wachstumskurs das wurde nun zumindest offiziell verkündet, als sich die Deutsche Bundesbank Anfang Juni den Einschätzungen der führenden Wirtschaftsinstitute anschloss und die Wachstumsprognosen für Deutschland nach oben korrigierte. So erwarten die Ökonomen der Zentralbank laut ihrer halbjährlichen Prognose für 2015 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,7 Prozent und für das kommende Jahr ein Wachstum von 1,8 Prozent. ZAHLREICHE GRÜNDE Da im Vergleich zu den Prognosen vom Dezember 2014 nun ein deutlicher Aufschlag enthalten ist zuletzt wurde für 2015 ein Wachstum von 1,0 und für 2016 von 1,6 Prozent erwartet hat sich das X-press-Team der Deutschen AWM auf die Suche nach den Gründen für den Aufschwung gemacht. Zum einen sind diese guten Nachrichten auf den Kurs der Gemeinschaftswährung zurückzuführen, denn der Euro hat gegenüber anderen wichtigen Devisen wie dem Dollar, dem Yen oder dem Schweizer Franken seit dem letzten Jahr deutlich an Wert eingebüßt. Deshalb können Exporteure ihre Autos oder Maschinen in entscheidenden Märkten außerhalb des Währungsraums wie Amerika oder Asien günstiger verkaufen. Die Euro-Abwertung kann also beispielsweise für Heidelberger Druck, Jungheinrich ARBEITSLOSENQUOTE IN DEUTSCHLAND Prozent 04/ / / / / /2015 Insgesamt Männer Frauen Im Sinkflug: Die Arbeitslosenquote geht seit Jahren zurück. In beinahe allen Branchen werden neue Jobs geschaffen. Stand: , Quelle: Statistisches Bundesamt oder ThyssenKrupp wie ein Konjunkturprogramm wirken. Zum anderen könnte auch die wiedererstarkte Wirtschaft der USA ausschlaggebend sein. Schließlich soll die weltgrößte Volkswirtschaft in diesem Jahr mit 3,5 Prozent noch stärker wachsen als Die amerikanischen Beschäftigungszahlen sind zuletzt so stark gestiegen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Das wiederum schiebt den privaten Konsum an, von dem deutsche Exporteure wie BMW, Daimler oder Volkswagen außerordentlich profitieren könnten. Schließlich genießen deutsche Produkte weltweit einen sehr guten Ruf. Auch der verhältnismäßig niedrige Ölpreis entlastet hiesige Unternehmen wie zum Beispiel die Lufthansa und Verbraucher gleichermaßen. Denn die Reduzierung der Lebenshaltungskosten und der betrieblichen Produktionskosten schafft Spielraum für mehr Konsum und neue Investitionen. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss haben die positiven Arbeitsmarktzahlen in Deutschland. Dank des Frühjahrsaufschwungs liegen sie auf Rekordkurs. So sank die Zahl der Menschen ohne Job im Mai auf den niedrigsten Wert seit 24 Jahren, nämlich 6,3 Prozent. Trotz vorsichtiger Skepsis von Arbeitsmarktforschern und Bankökonomen sieht die Bundesagentur für Arbeit das aktuelle Niveau der Arbeitslosenquote auch langfristig nicht gefährdet, da seit Jahren neue Arbeitsplätze in beinahe allen Branchen entstehen. Derzeit werden insbesondere Mitarbeiter in den Berufsfeldern Metallerzeugung, Mechatronik sowie Energie- und Elektrotechnik gesucht. Letztlich wird der Konjunkturaufschwung also auch in erheblichem Maße von der eigentlichen Wirtschaftskraft in Deutschland den Arbeitnehmern getragen. So profitiert die Binnenwirtschaft einerseits von der guten Arbeitsmarktlage, aber andererseits auch von den kräftigen Einkommenszuwächsen. Zusätzliche Effekte für ein stärkeres Wachstum verspricht die konjunkturelle Erholung in den Ländern Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Übrigens legten bereits 2014 die deutschen Exporte in diese Länder stärker zu als die Ausfuhren insgesamt. Laut Statistischem Bundesamt war der Monat April ein guter Indikator für den Aufschwung im 17

18 X-pect Wirtschaftswachstum Deutschland VERÄNDERUNG DES BIP IN DEUTSCHLAND Q Prozent Q Q Q Q Euroraum. Denn der Außenhandel stieg im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 1,9 Prozent auf 100,4 Milliarden Euro. Auch die Aufträge der Industrie konnten um 1,4 Prozent überraschend stark zulegen. Es war der kräftigste Anstieg seit einem halben Jahr. Während die Aufträge aus dem Inland um 3,8 Prozent zum Vormonat sanken, stiegen die Aufträge aus dem Ausland hingegen um 5,5 Prozent. PROFITABLER MITTELSTAND Q Q Vorjahresquartal (preisbereinigt) Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt) Vorjahresquartal (preis-, kalender- und saisonbereinigt) Q Robuste Konjunktur: Die Exportnation Deutschland profitiert von der starken Nachfrage aus dem Ausland und dem schwachen Euro. Q Stand: , Quelle: Statistisches Bundesamt Deutlich profitieren konnten davon insbesondere zahlreiche mittelständische Unternehmen. Während amerikanische Indizes mit ihren Auf- und Abschwüngen seit dem Jahreswechsel mehr oder weniger auf der Stelle treten, raste der SDax auf ein Allzeithoch von 8925,15 Punkten. Von Mitte Oktober 2014 bis Anfang Juni entsprach dies einem Zuwachs von über 40 Prozent. Der Dax musste sich im selben Zeitraum mit vergleichsweise schmeichelhaften 15 Prozent begnügen. Insbesondere seit April dieses Jahres nutzten Investoren die Konsolidierung im Dax, um die 50 nach Marktkapitalisierung und Börsenumsatz größten Unternehmen der klassischen Branchen unterhalb der MDax-Werte wiederzuentdecken. Auch langfristig orientierte Anleger dürften von der Entwicklung des SDax positiv überrascht sein. Seit seinem Start am 21. Juni 1999 konnte er viele andere wichtige Indizes in puncto Wertentwicklung schlagen. Die nackten Zahlen hierzu: Der S&P 500 legte 54 Prozent zu, der Dow Jones 64 Prozent, der Nasdaq 100 ca. 95 Prozent und der Dax 103 Prozent. Dagegen schlägt beim SDax seit Juni 1999 ein Plus von 198 Prozent zu Buche. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass der MDax in der gleichen Zeit um 400 Prozent gestiegen ist. Mit einer Mischung aus Bewunderung und Neid dürfte das Ausland also auf das Rückgrat der deutschen Wirtschaft schauen, den German Mittelstand. Trotz der starken Performance des SDax konnten Anleger in den letzten Jahren nur begrenzt an seiner Wertentwicklung partizipieren. Die Deutsche AWM bietet seit dem Jahr 2006 ein X-pert-Zertifikat auf den SDax Performance-Index an. Mit diesem Index- Zertifikat können Anleger ohne feste Laufzeit eins zu eins am Verlauf des SDax teilnehmen. Gleiches gilt für das X-pert-Zertifikat auf den Dax. Bei beiden Papieren erhält der Anleger keine laufenden Erträge aus Zinsen oder Dividenden. Die Produkte richten sich an Anleger, die davon ausgehen, dass der Index steigt. MIT HEBEL Mittlerweile hat die Deutsche AWM auch Knockout-Produkte auf den SDax im Angebot. Damit ist die Deutsche Bank der erste Emittent, der Anlegern via WAVEs XXL Calls und Puts die Möglichkeit gibt, gehebelt auf die weitere Entwicklung dieses Basiswerts zu setzen. Weitere Informationen zu den Hebelprodukten können unter eingesehen werden. AUF EINEN BLICK AUF EINEN BLICK Produkt WKN X-pert-Zertifikat Produkt WKN X-pert-Zertifikat DB0SDX Basiswert Dax-Index Basiswert SDax Performance-Index Bezugsverhältnis 0,01 Laufzeit Endlos Bezugsverhältnis 0,001 Laufzeit Endlos Kurs 109,47 EUR Kurs 8,46 EUR Briefkurs vom , Quelle: Deutsche Bank Briefkurs vom , Quelle: Deutsche Bank 18 X-PRESS 07/2015

19 Großer Einfluss. Der Mittelstand ist Deutschlands Rückgrat für ein solides Wirtschaftswachstum. INVESTIEREN MIT DISCOUNT Anleger, die das Einzelwertrisiko nicht scheuen, werden ebenfalls bei X-markets fündig. So gibt es eine Vielzahl von Investitionsmöglichkeiten unter anderem mit Discount-Zertifikaten auf Titel aus dem SDax Performance-Index. Die mit Abstand beliebtesten Anlage-Zertifikate ermöglichen selbst dann positive Renditen, wenn sich der Basiswert seitwärts bewegt, also kaum steigt oder sogar leicht fällt. Bei stärkeren Kursrutschen sorgt der Discount für einen im Vergleich zum Direktinvestment in die Aktie sanften Fall, da der Kaufpreis des Zertifikats durch den Preisabschlag immer unter dem aktuellen Kurs des jeweiligen Basiswerts liegt. Diesen Vorteil erkauft man jedoch mit einer Begrenzung des möglichen Gewinns. Zum Ausübungstag erhält ein Anleger also maximal einen zuvor festgelegten Höchstbetrag. Notiert der Basiswert nun am Ausübungstag auf oder über dem Cap, wird der Höchstbetrag in bar gezahlt. Anderenfalls erhält der Anleger Aktien in der durch das Bezugsverhältnis bestimmten Anzahl. SDAX PERFORMANCE-INDEX Punkte 06/ / / / /2015 Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Stand: , Quelle: Reuters DISCOUNT-ZERTIFIKATE AUF EINZELNE WERTE Basiswert WKN Cap Discount Seitwärtsrendite p. a. Laufzeit Kurs BMW XM1XZL 109,00 EUR 7,52 % 5,25 % ,77 EUR Daimler XM1AYE 88,00 EUR 9,85 % 7,05 % ,46 EUR Deutz DT5J17 6,20 EUR 2,34 % 4,44 % ,10 EUR Heidelberger Druckmaschinen XM2JM3 2,00 EUR 19,97 % 7,23 % ,86 EUR Jungheinrich XM4GHN 55,00 EUR 15,80 % 4,57 % ,33 EUR SGL Carbon XM4GLF 15,00 EUR 13,84 % 10,36 % ,48 EUR ThyssenKrupp XM1XPN 23,50 EUR 12,96 % 8,81 % ,10 EUR Volkswagen XM382S 220,00 EUR 9,42 % 9,25 % ,55 EUR Vossloh DT5J3A 60,00 EUR 2,19 % 4,16 % ,15 EUR Zalando DT84H8 22,00 EUR 30,40 % 5,04 % ,90 EUR Stand: , Quelle: Reuters 19

20 X-pect Zukunft Technologie Weltweit vernetzt. Bis zum Jahre 2020 soll die globale Datenmenge um den Faktor 300 auf gigantische Exabyte ansteigen. Vorsprung für Technik Technologie-Aktien trauen viele Anleger großes Potenzial zu. Der steile Kursverlauf des Euro Stoxx Technology-Index zeigt auch, warum: In den vergangenen fünf Jahren legte der europäische Branchenindex um mehr als 80 Prozent zu. 20 X-PRESS XPRESS 07/2015

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