1 life Report 3 Umfragen im Auftrag der Deutschen Telekom. Von der Straßendemo ins Smartphone. Report

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1 1 life Report 3 Umfragen im Auftrag der Deutschen Telekom Von der Straßendemo ins Smartphone Report

2 02 life Report 3 Konsumenten fehlt Orientierung im Bio- Dschungel Absolventen bevorzugen nachhaltige Arbeitgeber Sind ältere Konsumenten umweltbewusster? Nachhaltigkeit im Wandel Diskussionen über die Energiewende, Lebensmittelskandale, Siegeszug der Bio-Produkte: Wer ist verantwortlich dafür, dass unsere Welt auch morgen noch lebenswert ist? Welche Rolle spielen Unternehmen? Sind junge Idealisten immer grüner als das Establishment? Kann die Informations- und Telekommunikationstechnologie den Umweltschutz in den Alltag der Kunden integrieren? Der Life Report Nachhaltigkeit to go greift diese Fragen auf und präsentiert überraschende Antworten.

3 03 life Report 3 67% sind überzeugt, dass viele Menschen nachhaltiger konsumieren würden, wenn die Orientierung einfacher wäre. 1.0 Absolute Mehrheit für die Nach haltigkeit Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben für deutsche Online-Nutzer einen hohen Wert: Drei Viertel (77%) sind der Ansicht, dass jede Generation dafür sorgen sollte, dass auch die nächste Generation noch gut leben kann besonders die Jährigen, die in ihrer Jugend die Anti-Atombewegung der 80er-Jahre miterlebt haben, legen darauf Wert. Zwei Drittel (65%) geben konkret an, dass ihnen persönlich Umweltschutz wichtig ist. Fast jeder Zweite (48%) legt generell Wert auf einen nachhaltigen Lebensstil. Gleichzeitig fällt es vielen Konsumenten nicht leicht, ihre Werte im Einkaufsverhalten umzusetzen: zwei Drittel (67%) aller Befragten wünschen sich im Laden manchmal mehr Informationen über das Produkt. Ebenso viele sind überzeugt, dass Menschen nachhaltiger konsumieren würden, wenn die Orientierung einfacher wäre. In der Verantwortung für nachhaltiges Handeln sehen die Befragten allen voran die Wirtschaft: 69 Prozent finden es (äußerst) wichtig, dass die Verantwortlichen in der Wirtschaft nachhaltig handeln. Aber auch Politiker (63%), Konsumenten (62%) und Vereine/Verbände (60%) haben nach Ansicht der Befragten eine hohe Verantwortung, ihr Handeln nachhaltig zu gestalten. Die meisten Befragten sehen ES als wichtig an, dass Verantwortliche aus der Wirtschaft Nachhaltigkeit in ihrem Handeln berücksichtigen. Verantwortliche aus Unternehmen/ Wirtschaft 69% Politiker 63% Konsumenten 62% Vereine/Verbände 60% Informationen zur Stichprobe und zum Studien-Set-up auf S. 8 65% geben an, dass ihnen persönlich Umweltschutz wichtig ist.

4 04 life Report 3 Die Online-Öffentlichkeit nimmt Unternehmen in die Pflicht. Ein Unternehmen ist verantwortlich für seine/seinen Mitarbeiter 87% Umweltauswirkungen 2.0 Wirtschaft: Vorteilsdenken treibt Nachhaltigkeit 85% wirtschaftlichen Erfolg 83% gesellschaftlichen Auswirkungen 80% 30% Jeder dritte Befragte (30%) möchte, dass bei seinen Geldanlagen auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden. Nachhaltigkeit lohnt sich für Wirtschaftsunternehmen schon aus Eigennutz. So zeigt die Umfrage, dass Unternehmen heute aus Sicht der kritischen Online- Gesellschaft für deutlich mehr als die eigene Gewinnmaximierung verantwortlich sind: Die Mehrheit (87%) ist der Meinung, dass Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter verantwortlich sind, 85 Prozent der Befragten sind der Ansicht, Unternehmen seien für ihre Auswirkungen auf die Umwelt verantwortlich. Erst an Platz drei sieht die Mehrheit die Verantwortung von Unternehmen für ihren wirtschaftlichen Erfolg (83%) und immer noch 80 Prozent sehen die Unternehmen in der Verantwortung für die Auswirkungen ihres Handelns auf die Gesellschaft. Eine Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf Nachhaltigkeit lohnt sich auch an der Börse: Fast jeder dritte Befragte (30%) möchte, dass bei seinen Geldanlagen neben ökonomischen auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden. Und schließlich rentiert sich der Geschäftssinn mit Verantwortung im Kampf um Talente : 42 Prozent der Befragten ziehen es vor, für ein Unternehmen zu arbeiten, dass auf Nachhaltigkeit Wert legt unter den Befragten mit höherer Bildung (Abitur/ Universität) ist es sogar mehr als jeder Zweite (51%). 51% Unter den Befragten mit höherer Bildung (Abitur/Universität) arbeitet mehr als jeder Zweite (51%) lieber für ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen.

5 05 life Report 3 55% Mehr als jeder zweite Befragte (55%) meidet Produkte von Unternehmen, die in einen Umwelt- oder Energieeffizienz Sozialskandal verwickelt sind. Vor allem der Umweltschutz von Unternehmen liegt Onlinern am Herzen. Anteil der Befragten, für die es wichtig ist, dass ein Unternehmen Ökologische MaSSnahmen verbessert Abfall vermeidet/ recycelt Eigene Schadstoffemissionen (z. B. CO 2 ) senkt Erneuerbare Energien fördert Umweltschonende Produkte anbietet 82% 79% 78% 77% 77% MaSSnahmen für Mitarbeiter Branchenübliche Sozialstandards übertrifft Mitarbeiter für Nachhaltigkeit sensibilisiert 72% 72% Managementstandards/externe MaSSnahmen Bonuszahlungen AUCH nach ethischen/ökolog. Kriterien Umwelt-/Sozialstandards bei Lieferanten 67% Teil der Gewinne spendet 57% 67% 2.1 So wird die Firma grüner Was genau ist ein nachhaltiges Unternehmen aus Sicht der Befragten? Gemessen an nachhaltigen Geschäftspraktiken, ordnen die meisten Befragten den Umweltund Energiethemen eine hohe Bedeutung zu. Auf den ersten vier Plätzen landen ausschließlich Umweltthemen: von der Erhöhung der Energieeffizienz (82%) über Abfallvermeidung und Recycling (79%) bis hin zu Absenkung eigener Schadstoffemissionen wie CO 2 (78%) oder zur Förderung erneuerbarer Energien und umweltschonender Produkte im Portfolio (je 77%). Erst auf dem fünften Platz finden sich die ersten Maßnahmen für Mitarbeiter, wie das Übertreffen branchenüblicher Sozialstandards oder die Sensibilisierung von Mitarbeitern für Nachhaltigkeitsthemen (je 72%). Zwei Drittel der Befragten (67%) finden es wichtig, dass Bonuszahlungen an Manager auch an ethischen oder ökologischen Kriterien bemessen werden und dass ein Unternehmen bei seinen Geschäftspartnern und Lieferanten Umwelt- und Sozialstandards einfordert. Mehr als die Hälfte (57%) sieht es als wichtig an, dass ein Unternehmen einen Teil seiner Gewinne in soziale Projekte oder den Umweltschutz investiert. Skandale können ein Unternehmen ruinieren: Mehr als jeder zweite Befragte (55%) meidet Produkte von Unternehmen, die in einen Umwelt- oder Sozialskandal verwickelt sind. Bei besser Gebildeten sind es sogar 61 Prozent, bei den über 50-Jährigen klettert der Anteil der Boykottwilligen auf fast zwei Drittel (64%).

6 06 life Report Je älter, desto grüner? Der Einkaufskorb als Stimmzettel für eine bessere Welt: Diesem Konzept folgt etwa die Hälfte der deutschen Online-Nutzer. 50 Prozent bevorzugen Produkte, die sozial und/oder ökologisch korrekt, d. h. zum Beispiel ohne Kinderarbeit, bzw. nach ökologischen Richtlinien produziert worden sind. Auch konkret kauft die Mehrheit umweltbewusst ein, wenn auch mit einer deutlichen Generationenkluft. Während über 50-Jährige konsequent umweltbewusst handeln, ist bei den unter 30-Jährigen der Anteil derjenigen, die umweltfreundlich einkaufen, zwar immer noch auf hohem Niveau, allerdings sinkt hier der prozentuale Anteil um 10 bis 15 Prozentpunkte. So geben in der Regel neun von zehn der über 50-Jährigen an, beim Kauf von Elektrogeräten auf Energieeffizienz zu achten, bzw. den privaten Stromverbrauch zu senken; bei den unter 30-Jährigen sind es im Vergleich nur drei von vier (76% bzw. 78%). Beim Kauf regionaler/saisonaler Produkte liegt die Differenz zwischen beiden Gruppen sogar bei fast 20 Prozentpunkten: 86 Prozent der über 50-Jährigen, aber nur 67 Prozent der unter 30-Jährigen kaufen, wenn möglich, saisonale oder regionale Produkte, die aufgrund kürzerer Transportwege meist umweltfreundlicher sind. Recycling ist in Deutschland an der Tagesordnung: Je 90 Prozent der Befragten geben an, ihren Papier-, bzw. Plastikmüll in der Recyclingtonne zu entsorgen. Das Stiefkind des Recyclings ist das Mobiltelefon: Obwohl die Geräte wertvolle Rohstoffe enthalten, werden sie relativ selten recycelt. 57 Prozent geben an, ihre Alt-Handys meistens in den Wertstoffkreislauf zurückzugeben. Auf Basis der Gesamtzahl der Alt-Handys und der Rücklaufquoten dürften es allerdings deutlich weniger sein. Die über 50-Jährigen sind konsequenter beim Umweltschutz. achten beim Kauf von Elektrogeräten auf Energieeffizienz Jährige: 76 % Jährige: 90 % Jährige: 93 % Jährige: 93 % Versuche, meinen privaten Stromverbrauch zu senken Jährige: 78 % Jährige: 89 % Jährige: 94 % Jährige: 94 % Kaufe, wenn möglich, regionale/saisonale Produkte 14-29jährige: 67 % 30-39jährige: 75 % 40-49jährige: 79 % 50-65jährige: 86 % Mobiltelefone werden von allen Gebrauchsgütern am seltensten recycelt Laut BITKOM-Hochrechnungen liegen in deutschen Haushalten 72 Millionen alte Mobiltelefone, die nicht mehr benutzt werden.

7 07 life Report 3 Sogar reale Bäume können per App gepflanzt werden. 3.1 Umweltschutz die nächste Generation Flaut die Ökowelle ab, wenn die junge Generation konsequent weniger nachhaltig handelt als die Generation ihrer Eltern? Nicht unbedingt das zeigt das Interesse der jüngeren Befragten an neuen Wegen für den Umweltschutz, die sich vor allem mithilfe von Apps kleinen Programmen für die beliebten internetfähigen Smartphones realisieren lassen. Hier sind die jüngeren Befragten deutlich aufgeschlossener als die Pioniere der Umweltbewegung. Fast jeder zweite der unter 30-Jährigen (48%) kann sich zum Beispiel für elektronische Tickets auf dem Smartphone begeistern. Das spart Papier und freut den technologiefreundlichen Nachwuchs (50-65-Jährige: 34%). 44 Prozent der unter 30-Jährigen finden es sinnvoll, wenn die Kosten für den häuslichen Energieverbrauch per Smartphone kontrolliert werden könnten ( Jährige: 33%). Ebenfalls 44 Prozent der unter 30-Jährigen zeigen Interesse an der Möglichkeit, sich während des Einkaufs über Smartphones weitere Informationen zur Umweltbilanz, Sozialverträglichkeit oder zu Inhaltsstoffen eines Produktes anzeigen zu lassen, wie es bestimmte Apps beim Scannen eines Barcodes ermöglichen. Einkaufsguides im Smartphone, zum Beispiel zu saisonalen Gemüsesorten, sprechen jeden Dritten (35%) der unter 30-Jährigen an. Vielleicht braucht jede Generation ihre eigene Form des Umweltschutzes: Zwei Drittel der über 50-Jährigen haben die alte Tradition erfüllt und in ihrem Leben bereits einen Baum gepflanzt. Smartphone-Besitzer können auch dies inzwischen über eine App veranlassen. Jüngere Onliner sind aufgeschlossener für neue Formen des Umweltschutzes. Anteil der Befragten, der es sinnnvoll findet... Papier und Ausdrucke durch elektronische Tickets einzusparen Jährige: Jährige: Jährige: Jährige: Häuslichen Energieverbrauch per Smartphone zu kontrollieren Jährige: Jährige: Jährige: Jährige: Zusätzliche Produktinformationen über DAS SMARTPHONE, Z. B. PER BARCODE-SCAN, ABRUFEN ZU KÖNNEN 48 % Jährige: 44 % 44 % Jährige: 36 % 38 % Jährige: 33 % 34 % Jährige: 26 % Einkaufsguides im Smartphone, z. B. zu SAISONALEN GEMÜSESORTEN, NUTZEN 44 % Jährige: 35 % 38 % Jährige: 31 % 38 % Jährige: 26 % 33 % Jährige: 21 %

8 08 life Report 3 Methodik Die Befragung wurde von TNS Infratest im Auftrag der Deutschen Telekom im April 2011 durchgeführt. Grundgesamtheit waren Privathaushalte mit Online-Zugang in der Bundesrepublik Deutschland. Im Verlauf von computergestützten webbasierten Interviews wurde eine repräsentative Stichprobe von deutschen Onlinern befragt. Literatur BITKOM ( ): Verbraucher horten 72 Millionen Alt- Handys. aspx Impressum Nachhaltigkeit to go Von der Straßendemo ins Smartphone c/o Deutsche Telekom AG Friedrich-Ebert-Allee Bonn Amtsgericht Bonn HRB 6794, Sitz der Gesellschaft Bonn USt-IdNr. DE WEEE-Reg.-Nr. DE Alle Rechte vorbehalten. Copyright 2011 by Deutsche Telekom AG Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urhebergesetzes ist ohne Zustimmung der Deutschen Telekom AG unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Übersetzungen, Vervielfältigungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Konzeption/Erhebungen: TNS Infratest GmbH Maik Manig Alexandra Dusel Redaktion: Björn Muscheid Katja Brösse Gestaltung und Konzeption: G+J Corporate Editors GmbH Mareike Krause Illustration: Thomas Kappes

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