Wohneigentumsförderung. gem. BVG Art. 30ff THEMA

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1 Sachthemen aus der Pensionskasse Coop Wohneigentumsförderung gem. BVG Art. 30ff und OR 331d/331e 1. Januar 2014 THEMA

2 Wohneigentumsförderung gemäss Was ist unter Wohneigentumsförderung zu verstehen Mit der Wohneigentumsförderung können Sie Ihr Vorsorgeguthaben oder einen Teil davon zur Finanzierung von selbstbewohntem Wohneigentum einsetzen. Dafür kann die Austrittsleistung, bzw. ein Teil davon, vorbezogen oder verpfändet werden. Gesetzliche Grundlagen Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge Artikel 30ff Obligationenrecht Art 331 ff Verordnung Wohneigentumsförderung Versicherungsreglement CPV/CAP

3 BVG Art. 30ff und OR 331d/331e Vorbezug Voraussetzungen Versicherte Person ist aktiv versichert und arbeitsfähig Versicherte Person hat das 62. Altersjahr noch nicht vollendet Austrittsleistung beträgt mindestens CHF Einverständnis des Ehepartners bei verheirateten Personen oder des Partners bei eingetragener Partnerschaft Bei Vorbezug: in den letzten fünf Jahren ist kein Vorbezug für Wohneigentumsförderung getätigt worden Verwendung für Kauf/Erstellung eines selbstbewohnten Einfamilienhauses oder einer Wohnung Rückzahlung eines Hypothekardarlehens auf dem selbstgenutzten Einfamilienhaus oder der Eigentumswohnung Kauf von Anteilscheinen einer Wohnbaugenossenschaft Wertvermehrende Investitionen für Wohneigentum Kann nicht verwendet werden für Kauf von Bauland Renovation, Unterhalt und kleine bauliche Änderungen Bezahlung von Reservationsbeträgen Bezahlung von Steuern und sonstigen Kosten, die aus dem Vorbezug und aus dem Kauf des Wohneigentums resultieren Bezahlung von Hypothekarzinsen Zulässige Eigentumsformen Alleineigentum der versicherten Person Miteigentum (bei nichtehelichen Gemeinschaften müssen die Eigentumsanteile ausgemittelt und entsprechend im Grundbuch eingetragen sein) Gesamteigentum unter Ehegatten

4 Wohneigentumsförderung gemäss Möglicher Betrag Mindestens CHF Versicherte bis zum 50. Altersjahr: aktuelle Austrittsleistung Versicherte ab dem 50. Altersjahr: Austrittsleistung im Alter 50 oder ½ der aktuellen Austrittsleistung (höherer der zwei Beiträge) Vorsorgerechtliche Folgen Beim Vorbezug werden die zukünftigen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenleistungen sofort gekürzt. Zur Absicherung der entstehenden Leistungslücken auf den Risikofällen Tod und Invalidität ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung bei einer schweizerischen Lebensversicherungsgesellschaft zu empfehlen. Informationen sind bei jeder Versicherungsgesellschaft oder bei Ihrer Bank erhältlich. Die CPV/CAP bietet keine solche Versicherung an. Spätere Einlagen bei Nachversicherung (Erhöhungsgutschriften) sowie Zins- und Zusatzgutschriften werden nur auf dem noch vorhandenen Altersguthaben berechnet. Bis zum vollendeten 55. Altersjahr sind freiwillige Einkäufe nur möglich, wenn Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung zurückbezahlt sind, nach dem 55. Altersjahr soweit, als sie zusammen mit den Vorbezügen die reglementarisch maximal zulässigen Vorsorgeansprüche nicht überschreiten. Steuerrechtliche Folgen Vorbezogene Beträge sind als Kapitalleistung aus Vorsorge sofort steuerpflichtig (Art. 83a BVG). Die CPV/CAP ist verpflichtet, den Vorbezug an die Eidg. Steuerverwaltung zu melden. Nähere Auskünfte über die Höhe der Steuer und Modalitäten erteilt das für Sie zuständige Steueramt. Quellensteuer: bei Personen mit Wohnsitz im Ausland wird die Quellensteuer direkt vom auszurichtenden Betrag abgezogen (gem. Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DGB) sowie den steuerlichen Bestimmungen unseres Sitzkantons Basel-Stadt). Die Höhe der Steuer richtet sich nach der Höhe des Kapitalbezuges.

5 BVG Art. 30ff und OR 331d/331e Weitere Folgen Nach der Auszahlung eines Vorbezugs für Wohneigentumsförderung erfolgt durch die CPV/CAP eine Anmeldung für den Eintrag einer Veräusserungsbeschränkung für das erstandene Wohneigentum im Grundbuch. Dieser Eintrag kann erst nach vollständiger Rückzahlung des Vorbezugs oder bei Eintritt eines Leistungsfalles wieder durch die CPV/CAP gelöscht werden. Bei Wechsel der Vorsorgeeinrichtung wird die neue Vorsorgeeinrichtung von der CPV/CAP über den getätigten Vorbezug informiert. Die versicherte Person hat nach Bezug des neuen Wohneigentums umgehend eine Wohnsitzbescheinigung an die CPV/CAP zu senden. Verpfändung Der Freizügigkeitsanspruch kann auch als Sicherheit zu Gunsten eines Grundpfand-Gläubigers verpfändet werden. Die Voraussetzungen sowie die übrigen Bedingungen sind dieselben wie beim Vorbezug, jedoch hat eine Verpfändung andere Folgen. Folgen Die Verpfändung bewirkt keine sofortige Leistungskürzung und hat keine Steuerfolgen. Es erfolgt nur ein Vermerk auf der Versicherung. Für die Auszahlung von Leistungen (Barauszahlung, Invalidenleistungen, Übertragung eines Teils der Austrittsleistung auf den Ehegatten im Scheidungsfall) ist die Zustimmung des Pfandgläubigers erforderlich. Beim Wechsel der Vorsorgeeinrichtung wird sowohl die neue Vorsorgeeinrichtung als auch der Pfandgläubiger informiert. Bei einer späteren Pfandverwertung entstehen die gleichen Folgen wie beim Vorbezug.

6 Wohneigentumsförderung gemäss Administratives Bei Vorbezug / Verpfändung Füllen Sie das Formular «Antrag für Offerte Wohneigentumsförderung» komplett aus und senden sie dieses an die CPV/CAP. (Bei verheirateten Personen sowie bei Personen mit eingetragener Partnerschaft ist die Unterschrift des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners zwingend). Die CPV/CAP kann die notarielle Beglaubigung der Unterschrift des Ehepartners verlangen. Legen Sie dem Antragsformular zum Nachweis des Eigenbedarfs und des Verwendungszwecks die Dokumente bei, welche auf der Beilage des Antragsformulars aufgelistet sind. Nach Erhalt Ihres Antrags werden Sie von der CPV/CAP über das weitere Vorgehen informiert. Vorbezug Die Auszahlung erfolgt spätestens innert sechs Monaten nach Vorliegen aller Unterlagen, und zwar jeweils auf Monatsende. Der Betrag wird direkt an den Hypothekargläubiger, an den Verkäufer oder an den Ersteller überwiesen. Verpfändung Die Verpfändung wird auf der Versicherung vermerkt, sobald alle notwendigen Dokumente vorliegen.

7 BVG Art. 30ff und OR 331d/331e Rückzahlung Obligatorisch Bei Veräusserung des Wohneigentums durch die versicherte Person oder durch deren Erben, bzw. wenn darauf Rechte eingeräumt werden, die einer Veräusserung gleich kommen. Wenn die versicherte Person bereits eine Invaliden- oder Altersrente bezieht, ist die Rückzahlung bei einer Veräusserung des Wohneigentums hinfällig. Beim Tod der versicherten Person, wenn keine Vorsorgeleistungen (Renten) fällig werden. Freiwillig Jederzeit möglich, sofern die versicherte Person das 62. Altersjahr noch nicht erreicht hat oder kein Versicherungsfall eingetreten ist. Mindestens CHF Vorsorgerechtliche Folgen Bei einer Rückzahlung werden die zukünftigen Leistungen sofort wieder erhöht. Die versicherte Person wird über die neue Versicherungssituation durch die CPV/CAP informiert. Steuerrechtliche Folgen Bei Rückzahlung kann die versicherte Person innert drei Jahren den bei der Auszahlung entrichtete Steuerbetrag bei der für sie zuständigen Steuerbehörde zurückverlangen. Weitere Folgen Löschung der im Grundbuch auf das betreffende Wohneigentum eingetragenen Veräusserungsbeschränkung durch die CPV/CAP nach vollständiger Rückzahlung des Vorbezugs.

8 CPV / CAP Pensionskasse Coop Dornacherstr. 156 Postfach Basel Telefon Telefax

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