FondsInvestor. Exklusiv für Kunden der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbh / Ausgabe 5 Oktober 2001

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1 FondsInvestor Exklusiv für Kunden der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbh / Ausgabe 5 Oktober 2001 SKAG Neue Märkte Welt im Vergleich (Seite 2) BuNGees als FondsInvestoren (Seite 5) Neue Anzeigen-Reihe der SKAG (Seite 6) Liebe Anlegerin, lieber Anleger, die zurückliegenden Herbstwochen waren auch für Sie als FondsInvestoren ungewöhnlich. In einem speziellen Schreiben haben wir Sie bereits im September über die Tragödie in New York informiert. Eine unmittelbare Folge der Terroranschläge war die vom Bundesverband der Investmentgesellschaften (BVI) vorgeschlagene Aussetzung der Anteilpreisberechnung. Die SKAG ist dem Vorschlag des BVI gefolgt, der eine faire Bewertung der jeweils in den Fonds enthaltenen Wertpapiere nach der Wiedereröffnung der amerikanischen Börsen ermöglicht hat. Bei unseren zwei globalen Fonds, die auch in den Vereinigten Staaten investieren, konnte dies nach vier Börsentagen wieder sichergestellt werden. An dieser Stelle gebührt unseren vielen aktiven Kunden, die während des Sommers die SKAG an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte weiterempfohlen haben, ein großes Dankeschön. Ihr SKAG Marketing-Team Die Börsensituation nach den Terror-Anschlägen Dr. Christian Kosch, Leiter Investment Communications & Economics Auch wir standen fassungslos und erschüttert vor den Bildern. Viele von uns kennen jemanden, der unmittelbar von der Katastrophe betroffen ist, manche haben Freunde oder Bekannte verloren. Unsere Siemens-Kollegen im World Trade Center konnten sich alle retten, Gott sei Dank. Es fällt schwer, nach den Terroranschlägen wieder zur Tagesordnung überzugehen. Aber die Welt dreht sich weiter und wir dürfen den Drahtziehern des Massenmordes nicht erlauben, mehr Einfluss auf unser aller Leben zu nehmen, als unvermeidlich ist. Aus jeder Krise erwächst auch eine Chance. In den Tagen nach den Anschlägen ist die zivilisierte Welt näher zusammengerückt. Die Dialogbereitschaft wird auch zu mehr Verständnis, Toleranz und Sensibilität beim Ausgleich der unterschiedlichen Interessen auf unserem Planeten beitragen. Die unmittelbaren ökonomischen Folgen werden zwar in den Statistiken sichtbar sein, sie werden sich aber angesichts der Größe der amerikanischen Volkswirtschaft in Grenzen halten. Der Einzelhandel etwa hat gelitten und natürlich der gesamte Transportsektor. Immerhin wird dadurch der Beginn der Konjunkturerholung, die wir im 4. Quartal 2001 erwartet hatten, um ein bis zwei Quartale nach hinten verschoben werden. Das Risiko einer Rezession in den USA hat also deutlich zugenommen, aber wie lang und tief sie gegebenenfalls ausfallen wird, hängt davon ab, wie der Schock verarbeitet wird. Wenn Verbrauchervertrauen und Investitionsbereitschaft nicht nachhaltig beeinträchtigt sind, wird die Konjunkturdelle kurz und flach sein, zumal an der geld- und fiskalpolitischen Handlungsbereitschaft keinerlei Zweifel besteht. Falls es nicht gelingen sollte, die Lage in absehbarer Zeit zu stabilisieren, droht allerdings eine weltweite Rezession und insbesondere in Japan wird sich die ohnehin schon schwierige Situation dramatisch zuspitzen. Dies halten wir aber derzeit für das unwahr- Fortsetzung auf Seite 4 Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbh

2 IM FOKUS SKAG Neue Märkte Welt im Vergleich Spitze Interview mit dem Fondsmanagement-Team In der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung vom wurde auf Seite 29 im Wirtschaftsteil ein Vergleich der Wertentwicklung ausgewählter Neue-Märkte-Fonds angestellt. Natürlich haben in diesem Börsenumfeld alle Fonds verloren, teilweise fast 80 % seit Jahresbeginn, aber der SKAG Neue Märkte Welt hat sich im Vergleich sehr gut behauptet. Das kann man sagen. In diesem Feld von 28 Fonds liegt der SKAG Neue Märkte Welt an der Spitze was die Performance betrifft, d.h. der Fonds hat am wenigsten an Wert verloren. Und zwar gilt dies sowohl seit Beginn diesen Jahres als auch für den Zeitraum seit dem Die Marktentwicklung, der sich leider kein Fondsmanagement vollständig entziehen kann, hat aber auch gezeigt, dass dieses Marktsegment mit hohen kurzfristigen Risiken behaftet ist. Auf lange Sicht spielt das aber keine Rolle, vielmehr treten die überdurchschnittlichen Wachstumsaussichten in den Vordergrund. Deshalb weist die SKAG immer wieder darauf hin, dass sich der SKAG Neue Märkte Welt am besten als Portfolio-Beimischung für einen längeren Anlagezeitraum eignet. Um so genannte Timing-Risiken, die Gefahr also, größere Beträge ausgerechnet bei besonders hohen Kursen zu investieren, möglichst gering zu halten, ist ein Sparplan hier besonders empfehlenswert. Am Start waren renommierte Adressen. Wie ist ein solches Rennen zu gewinnen? Der Grundstein für den Erfolg wird schon vor dem eigentlichen Fondsmanagement gelegt, nämlich mit dem Fondskonzept und der Auswahl des Investment-Universums. In diese Diskussion gehen die verschiedensten Argumente ein, auch von unseren Volkswirten und Risikospezialisten. Im Ergebnis hat sich das SKAG Team für eine möglichst breite Streuung entschieden, obwohl das den Aufwand natürlich beträchtlich erhöht. Man muss dabei bedenken, dass wir keinen Ausgabeaufschlag berechnen und die Verwaltungsvergütung vergleichsweise sehr moderat ist. Das Anlage-Universum des Fonds, wie es durch die Benchmark repräsentiert wird, umfasst immerhin 200 Unternehmen in den drei großen Wirtschaftsräumen USA, Europa und Japan. Langfristig erwarten wir durch die globale Streuung aber eine Erhöhung des durchschnittlichen Returns und gleichzeitig eine Verringerung des durchschnittlichen Risikos. Das ist also der Startpunkt. Aber einmal aufgelegt, wird der Fonds aktiv gemanagt. Wie geht das Fondsmanagement vor? Im täglichen Geschäft kommt es dann auf die richtige Auswahl, Über- oder Untergewichtung der Einzeltitel an. Im Fonds befinden sich keineswegs alle Aktien, die in den jeweiligen Benchmark-Indizes Nasdaq 100, Nemax 50 und Jasdaq 50 enthalten sind. Bei dieser Auswahl spielen Disziplin und Qualitätsanspruch die entscheidende Rolle. Disziplin heißt v. a., dass wir uns stark auf Bewertungsverfahren stützen. Wir untersuchen systematisch Unternehmenskennzahlen, die den jeweiligen Aktienkurs z.b. in Beziehung setzen zum Unternehmenswert, zu Umsätzen, Erträgen und deren geschätzten Wachstumsraten. Zu den Vorständen der Nemax-50-Unterneh- men haben wir zusätzlich regelmäßigen Kontakt. Die globale Ausrichtung bedeutet außerdem, dass der Fonds Währungsbewegungen ausgesetzt ist. Deshalb erfolgt ein begleitendes Währungsmanagement durch die Devisengruppe der SKAG, die zudem unsere anderen Fremdwährungsengagements betreut. Auch das verursacht Aufwand, der aber durch den Erfolg gerechtfertigt wird. Der Qualitätsaspekt dürfte gerade in diesem Marktsegment eine besonders große Rolle spielen. Uns war von Anfang an klar, dass man bei einem so jungen und dynamischen Marktsegment keine ausgefeilten betriebswirtschaftlichen Steuerungsprozesse und Reporting Lines wie in etablierten Großunternehmen erwarten kann. Umso konservativer muss der Qualitätsanspruch sein. Wir nehmen z.b. keine Titel in den Fonds auf, die durch allzu häufige Gewinnwarnungen oder dubiose Ad-hoc-Meldungen auffallen. In aller Regel sind auch keine Aktien enthalten, deren Börsenkurs unter fünf Euro liegt. Solche Near Penny Stocks werden leicht zur Spielwiese für die Spekulation. Trotz aller Vorsicht sind aber auch wir von dem einen oder anderen Skandal der New Economy überrascht worden. In einigen Fällen ist kaufmännisches Unvermögen oder auch kriminelle Energie in einem Ausmaß zu Tage getreten, mit dem niemand gerechnet hatte. Aber zumindest ist die SKAG keinen Interessenkonflikten ausgesetzt. Wir sind unabhängig und stehen zu den Unternehmen, die wir für den SKAG Neue Märkte Welt beurteilen, in keinerlei sonstigen Beziehungen. Zum Beispiel sind wir nicht im Emissionsoder Kreditgeschäft tätig. Telefon 089 /

3 MÄRKTE IM ÜBERBLICK Die globale Konjunkturlage im Schatten des Terrors Dr. Patrick Muhl, Investment Communications & Economics Im Vorfeld der Anschläge vom 11. Sept. war die US-Konjunkturlage zwar auch im dritten Quartal 2001 angespannt, aber es gab erste Anzeichen einer Stabilisierung. Hoffnungen auf eine leichte Belebung der Wirtschaft im vierten Quartal gründeten sich auf Anzeichen einer Erholung des Produktionssektors und die weit fortgeschrittene Lageranpassung vorerst noch am robusten privatem Verbrauch. Die Terroranschläge haben diesen Prozess im Keim erstickt und eine Rezession im zweiten Halbjahr 2001 wahrscheinlich werden lassen. Der wachstumsstimulierende Mix aus expansiver Geld- und Fiskalpolitik sollte jedoch zu Jahresbeginn 2002 wieder zu einer Stabilisierung und einer sukzessiven Konjunkturerholung führen. Das reale Wirtschaftswachstum im Euroraum, das ebenfalls in eine Phase konjunktureller Schwäche eingetaucht war, wird sich 2001 empfindlicher abschwächen und jedenfalls unterhalb des Potenzialwachstums bleiben. Die japanische Volkswirtschaft wird im dritten Quartal erneut schrumpfen. Sie steht damit kurz vor einer neuerlichen Rezession. Zudem setzt sich der Deflationsprozess fort. Der Schock der Terroranschläge in einem ohnehin ungünstigen Konjunkturumfeld verlieh dem Kursverfall an den globalen Aktienmärkten zusätzliche Dynamik. Vor allem die Technolo- giebörsen gerieten unter Druck, aber auch die Standardwerte konnten sich dem Sog nicht entziehen. Von der nochmals deutlich gewachsenen Unsicherheit und den auch im dritten Quartal erfolgten kräftigen Zinssenkungen der Zentralbanken profitierten demgegenüber insbesondere Rentenpapiere am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve. Längerfristige Rententitel hatten v. a. nach den Terroranschlägen unter den als Folge befürchteten Neuemissionen und gestiegenen Inflationserwartungen zu leiden. Entgegen den Erwartungen konnte der Euro nicht von den Turbulenzen in den USA profitieren. Der US-Dollar zeigt sich trotz der Krise in robuster Verfassung. Devisenmärkte Stand: Währung Wert Veränderung in % 1 Monat 3 Monate Lfd. Jahr EUR/USD 0,9113-0,11 7,34-3,33 EUR/JPY 108,85 0,45 3,44 1,03 Geldmarkt + Rentenmärkte Region Index Wert Veränderung in Basispunkten 1 Monat 3 Monate Lfd. Jahr Euroland EZB-Zinsen 3, Deutschland 10 J Anleihe 4,787 0,3-30,9-6,4 USA 10 J Treasury 4,588-24,4-82,4-52,4 Aktienmärkte Region Index Wert Veränderung in % 1 Monat 3 Monate Lfd. Jahr Europa DJ-Stoxx ,9-8,2-17,7-26,7 Deutschland Nemax ,8-22,0-44,5-72,2 USA DowJones ,6-11,1-15,8-18,0 USA Nasdaq ,4-20,5-36,2-52,7 Japan Topix-C ,3-6,7-24,7-41,3 Japan Jasdaq ,0-7,5-25,8-15,1 Performance der SKAG Fonds im Überblick * Fondsname Anteilspreis Performance in % ** in EUR 1 Monat 3 Monate Lfd. Jahr seit Auflage SKAG EuroCash 1 10,45 0,2 0,9 2,9 4,5 SKAG Euroinvest Renten 2 10,81 0,4 2,8 3,8 11,9 SKAG Euroinvest Aktien 2 9,55-8,7-17,1-27,3-4,2 SKAG Weltinvest Aktien 3 6,60-8,3-19,9-22,3-34,0 SKAG Neue Märkte Welt 4 3,12-14,4-35,5-49,8-68,8 1 Auflagedatum: ; 2 Auflagedatum: ; 3 Auflagedatum: ; 4 Auflagedatum: ; *Abweichungen zwischen Anteilspreisveränderungen und der ausgewiesenen Performance bei einzelnen Fonds ergeben sich aus Effekten bei der Wiederanlage ordentlicher Erträge zum jeweiligen Geschäftsjahresende. **Die Wertentwicklung in der Vergangenheit bietet keine Garantie für die Wertentwicklung in der Zukunft. Die Angaben zur bisherigen Wertentwicklung beruhen auf der BVI-Methode. 3

4 INFOBÖRSE Fortsetzung von Seite 1 scheinlichere Szenario. Vor den Anschlägen waren bereits konjunkturelle Auftriebskräfte in den USA erkennbar und wir rechnen mit der beeindruckenden Fähigkeit der Amerikaner, auf Katastrophen mit politischer Geschlossenheit und individueller Tatkraft zu reagieren. Die US-Regierung kann daher bei allen erforderlichen Maßnahmen auf breite Unterstützung durch alle gesellschaftlichen Kräfte zählen. Die Veränderungen werden lange spürbar sein. Uns allen wurde zum einen drastisch vor Augen geführt, dass unsere offenen Gesellschaften mit ihrer hoch komplexen Infrastruktur verletzbar sind. Und zum anderen müssen wir akzeptieren, dass es in einer mobilen und vernetzten Welt immer weniger rein lokale Ereignisse gibt, im Guten wie im Schlechten. Als Folge der Anschläge wird in Zukunft vieles, nicht nur das Reisen, vermutlich etwas langsamer vonstatten gehen und aufwändiger sein, als uns das heute selbstverständlich ist, weil der Kontrollaufwand den erhöhten Sicherheitsanforderungen anzupassen ist. Dadurch werden weltweit volkswirtschaftliche Ressourcen gebunden, die für andere Zwecke sinnvoller eingesetzt werden könnten. Wird sich das Investment-Umfeld grundlegend ändern? Aller Erfahrung nach: Nein. Schocks dieser Art führen nur zu kurzfristigen Ausschlägen der Aktienmärkte. Längerfristig zählen fundamentale Einflüsse. Investieren ist also nicht unsicherer geworden; unvorhersehbare Ereignisse waren und bleiben die ständigen Begleiter des Investors. Wenn man das bekannteste Börsenbarometer der USA, den Dow Jones Industrial Index, als Seismographen nimmt und diverse Krisen der Vergangenheit betrachtet, lässt sich dies leicht belegen. Bei insgesamt 13 vergleichbaren Fällen, von Pearl Harbour bis zum Terroranschlag auf das US-Kriegsschiff USS Cole im Oktober 2000 im Jemen, war der Dow Jones in nur zwei Fällen nach drei Monaten noch im negativen Bereich: In beiden Fällen dürfte dafür die gesamtwirtschaftliche Situation verantwortlich gewesen sein, und nicht das Ereignis selbst. Mit einer dauerhaften Eintrübung des Investment-Klimas wäre also nur dann zu rechnen, wenn sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der Anschläge nachhaltig verschlechtern würden. Unter mehreren Szenarien, die man über den weiteren Fortgang des Konflikts mit dem organisierten Terror entwerfen kann, wäre aber nur das ungünstigste mit einer solch pessimistischen Prognose vereinbar. Man müsste unterstellen, dass es sich um eine unerwartet lange Auseinandersetzung ohne spürbare Fortschritte, aber begleitet von regelmäßigen Rückschlägen handeln würde. Eine Eskalation des militärischen Konflikts außerhalb Afghanistans und ein Bröckeln der Anti-Terror-Front in der islamischen Welt würde dann in den Bereich des Möglichen rücken. Neben den volkswirtschaftlichen Kosten wäre eine anhaltende Verunsicherung von Verbrauchern und Investoren in allen Industrienationen die Folge, was mit einer länger anhaltenden Dämpfung der wirtschaftlichen Aktivität einherginge. Volkswirtschaften, die ohnehin mit strukturellen Problemen zu kämpfen haben, allen voran Japan, könnten in einem solchen Umfeld in ernste Schwierigkeiten geraten. Diese Möglichkeit ist theoretisch denkbar, erscheint aber aus heutiger Sicht wenig wahrscheinlich. Es spricht viel dafür, dass die Militäraktion zeitlich und lokal begrenzt bleibt und es weiterhin weltweite Übereinstimmung darin gibt, dem Terror dauerhaft den Boden zu entziehen. Fit für Fonds! Trainieren Sie Ihr Investment-Know-how Duration Die Duration ist eine von Frederick H. Macaulay entwickelte Kennzahl zur Risikobeurteilung von festverzinslichen Wertpapieren. Im Wesentlichen gibt sie die Sensitivität von festverzinslichen Anleihen auf Marktzinsveränderungen an. Anhand einer modifizierten Form der Duration lässt sich die Frage beantworten, wie der Kurs einer Anleihe vor Erreichen der Fälligkeit auf eine Marktzinsänderung reagiert. Je geringer die Duration ist, desto geringer ist das Zinsänderungsrisiko der betrachteten Anleihe, d. h. die Gefahr, aufgrund einer Zinsänderung Kursverluste erleiden zu müssen. Die Duration ist für die Fondsmanager der SKAG eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl von Anleihen. Die Duration kann auch für einen Fonds oder ein Portfolio ermittelt werden. So hat SKAG Euroinvest Renten gegenwärtig eine Duration von 5,6. Allgemein lassen sich folgende drei grundlegende Aussagen formulieren. Die Duration ist umso größer, je länger die Restlaufzeit, je niedriger der Kupon und je niedriger der Marktzins ist. Sondervermögen Ein Investmentfonds ist ein Vermögen, in das verschiedene Anleger investiert haben. Die offizielle Bezeichnung lautet Sondervermögen. Diese Bezeichnung finden Sie auch in den Verkaufsprospekten und Rechenschaftsberichten; z. B. werden SKAG Euroinvest Aktien und SKAG Euroinvest Renten offiziell als Wertpapier- Sondervermögen bezeichnet. In Deutschland aufgelegte Investmentfonds haben keine eigene Rechtspersönlichkeit, d. h. die Fonds sind separate Vermögen ( Sondervermögen ), die getrennt vom Firmenvermögen der Kapitalanlagegesellschaft gehalten werden. Fax 089 /

5 DAS INTERVIEW BuNGees als FondsInvestoren Herr Anton Stumpf, Frau Christina Paukert, Frau Christina Bux und Herr Dr. Jürgen Wagner Unsere Interviewpartner sind Mitglieder der BuNGees ( Business New Generation ), die 1993 ins Leben gerufen wurden. BuNGees ist ein Netzwerk junger Siemens-Mitarbeiter aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen, die sich zu Fachveranstaltungen und Social Events in kollegialem Umfeld treffen. Aktuell verzeichnen die BuNGees 78 Mitglieder. Frau Christina Bux ist seit 1999 bei Siemens Real Estate Communications tätig. Frau Christina Paukert arbeitet seit 3 1/2 Jahren in der Risikoberatung bei Siemens Financial Services (SFS) Treasuries & Financing. Herr Dr. Jürgen Wagner ist seit einem Jahr bei Siemens im Performance Controlling (CF R 3) am Wittelsbacher Platz tätig. Er ist Bereichsreferent für Siemens Business Services (SBS). Herr Anton Stumpf ist seit zwei Jahren bei Siemens Corporate Finance Financial Audit und der SFS Internal Audit tätig. FI: Was ist für Sie auf Ihrer momentanen Alters- und Karrierestufe am wichtigsten? Paukert: Für mich ist im Beruf eine gesunde Mischung aus Spaß an der Arbeit und financial return wichtig, d. h. es muss sowohl eine persönliche als auch finanzielle Entwicklung im Job erfolgen. Bux: Entscheidend sind auch die Weiterentwicklungsmöglichkeiten im Job. Stumpf: Wichtig ist das Zusammenspiel von Beruf und Privatleben. Dies ist heute nicht mehr trennbar und sollte integriert sein. Die Arbeit muss mit den inneren Werten übereinstimmen. FI: Was sind Ihre Prioritäten bezüglich Finanzen? Stumpf: Geld beiseite legen für die Ausbildung meiner Kinder. Mit zwei Kindern und Grund und Boden bin ich finanziell nicht so flexibel. Ich brauche einen finanziellen Puffer, auf den ich kurzfristig zurückgreifen kann. Ich habe auch einen SKAG Fonds. Für die Altersvorsorge habe ich eine Lebensversicherung. Bux: Da ich erst 4 Jahre berufstätig bin, spare ich allgemein. Zu einer Eigentumswohnung ist es noch ein weiter Weg. Ich lege mein Geld momentan in Fonds und in einer Lebensversicherung an. Einen Bausparvertrag habe ich auch. Paukert: Ich investiere in eine Altersvorsorge und in eine Lebensversicherung. Das dort angelegte Geld bleibt liegen und die Einzahlung läuft. Dann investiere ich noch in Fonds, und zwar in Länder- und in Branchenfonds. Das daraus Ersparte ist für Anschaffungen wie Auto oder eine Wohnung be- stimmt. Außerdem habe ich kurzfristige Termineinlagen, die eigentlich recht gut verzinst werden und die ich für Shopping oder Reisen hernehme. Wagner: Ich würde mich als Langfristanleger charakterisieren. Ferner war für mich immer klar, später in den eigenen vier Wänden zu leben. Heute gilt dies umso mehr, da ich Familie mit zwei Kindern habe. Die Möglichkeit, bei Bedarf meine Ersparnisse rasch in Cash umwandeln zu können, ist für mich sehr wichtig. Daher besitze ich seit langem neben festverzinslichen Wertpapieren auch breit gestreute Einzelaktien, die meist lange liegen. FI: Was ist für Sie bei einer Geldanlage entscheidend? Stumpf: Ich vertrete eigentlich eine skeptische Meinung gegenüber Fondsgesellschaften und Banken. Die SKAG hat aber ein Fondsmanagement, das bereits seit der Gründung der SKAG 1992 mit der Verwaltung der Pensionsgelder erfolgreich ist und seine Expertise über die Publikumsfonds einem breiten Publikum zur Verfügung stellt. Die Entwicklung der Fonds ist täglich über den Vergleich mit den selbst gesetzten Benchmarks verfolgbar; dabei ist es beruhigend zu sehen, dass die Fondsentwicklung grundsätzlich besser ist als die gesetzte Benchmark. Paukert: Mir ist nicht dieser Vergleich wichtig, sondern meine persönliche Benchmark ist, was ich persönlich als Zugewinn gemacht habe. Mir ist es wichtiger, einen Vergleich zu haben zwischen meiner Sparanlage und dem Gewinn aus meinem Fonds. Für mich zählt, was ich mehr übrig habe am Jahresende. Für Leute ohne financial Background kann auch durchaus das Sparbuch der Maßstab sein. Fortsetzung auf Seite 6 5

6 SERVICE Ihr Investment-Partner Neue Anzeigen-Reihe der SKAG Fortsetzung von Seite 5 FI: Wären Sie bereit, für eine Finanzbzw. Fondsberatung zu zahlen? Wagner: Für mich persönlich war die Finanzberatung bei Banken mehrfach schlecht und nicht umfassend. Es gibt aber auch bei normalen Banken sehr gute Berater, die sich natürlich primär um die lukrativen Kunden kümmern. Kompetente Berater sind gezwungen, sich mit entsprechend hohen Stundensätzen zu verrechnen. Außerdem stehen Bankberater unter einem enormen Druck, eigene Produkte zu verkaufen. Man muss beim Thema Beratung daher zwangsläufig differenzieren. Ich finde es gut, wenn Beratungs- und Verkaufsgebühren klar getrennt werden. Ist die Beratung separat zu bezahlen, wird die strikte Kundenorientierung gefördert. Bux: Es gibt einfach sehr viele Fonds und Fondsanbieter auf dem Markt, da kann ein Berater nicht alles kennen. Man muss da mit gesundem Menschenverstand rangehen und Meinungen verschiedener Leute hören. Mir helfen bei vielen Entscheidungen oder bei Unsicherheit immer die Hefte von Stiftung Warentest, denen vertraue ich. FI: Was wissen Sie über die Riester- Reform bzw. was halten Sie davon? Stumpf: Ich habe eine positive Einstellung gegenüber der Riester-Reform. Heutzutage spielt die private Altersvor- Seit diesem Sommer wirbt die SKAG mit eine Reihe neuer Anzeigen, u. a. in der Zeitschrift SiemensWelt, für die Geldanlage mit Investmentfonds. Als Blickfang dient immer ein Bildelement im Anzeigenmotiv, das mit dem Blau der SKAG eingefärbt ist. In unserem Beispiel links ist es das Anlegeseil an einem Hafen-Poller. sorge eine immer wichtigere Rolle auch weil die Versorgung im Alter in den eigenen vier Wänden nicht mehr selbstverständlich ist. Paukert: Es ist in unserer Zeit wirklich kein Return mehr aus den Rentenversicherungsbeiträgen zu erwarten und man muss sich selber um die Altersvorsorge kümmern. Ich finde, Deferred Compensation ist eine gute Lösung. Es gibt Steuereffekte und man kann selber entscheiden, wie viel Geld man hineinstecken möchte. Wagner: Es ist wichtig, in Sachen Riester-Reform nicht voreilig zu handeln sondern abzuwarten, bis alles entschieden ist. Viele Leute befassen sich nicht intensiv damit und unterschreiben einfach auf Basis von Versprechungen. Wir Siemens-Mitarbeiter haben den Vorteil, dass Siemens uns ein Spektrum an Möglichkeiten zur Altersvorsorge präsentiert: Pensionsfonds, Deferred Compensation, Arbeitgeber-Lebensversicherung etc. Information darüber gibt es sogar oft in unserer Gehaltsabrechnung. Siemens informiert hier wirklich offen und transparent. Bux: Ja, ich habe großes Vertrauen zu Siemens. Siemens steht für Zuverlässigkeit und Langfristigkeit bei seinen Angeboten an die Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter SKAG-Infostand in Regensburg Auf Einladung der Siemens VDO Automotive AG beteiligte sich die SKAG mit einem Informationsstand an einem Mitarbeitertag Ende September in Regensburg. Anlässlich der Eröffnung des Entwicklungs- und Logistikzentrums nuzten viele Familien die Möglichkeit, sich direkt bei unserem Info-Team über die Zukunftsvorsorge mit Fonds zu informieren. Rund Siemens-Mitarbeiter nahmen am Gewinnspiel der SKAG teil. Hauptgewinner war Frau Karin Morgen aus Pfakofen, die von der SKAG das Siemens-Handy S 40 erhielt. Die weiteren Gewinner sind: Herr Hafeneder, Frau Wollinger, Frau Herrmann, Herr Kreuzer, Herr Mühlfenzl, Frau Koch, Frau Speckner und Frau Bergmann. Fragebogen online Als Beilage zum FondsInvestor erhalten Sie diesmal einen Kundenfragebogen. Die Online-Version finden Sie auch im Internet der SKAG. Nehmen Sie teil. E-FondsInvestor Immer mehr Kunden der SKAG lesen ihre Ausgabe des FondsInvestors als PDF-Datei. Wenn auch Sie diesen Service nutzen wollen, dann schicken Sie uns bitte eine kurze Nachricht an: Impressum FondsInvestor. Herausgeber: SKAG, Abteilung Marketing & Vertrieb, München. Redaktion: Dr. Christian Kosch, Dr. Patrik Muhl, Markus Thomas. Hinweise Der öffentliche Vertrieb der Investmentfonds der SKAG ist nur in Deutschland zulässig. Der Erwerb von Investmentanteilen durch Steuerausländer kann mit erheblichen steuerlichen Nachteilen verbunden sein. Ein Erwerb von Investmentanteilen durch US-Bürger ist ausgeschlossen. Die aktuellen Verkaufsprospekte erhalten Sie bei der SKAG. Für die Richtigkeit der hier genannten Informationen übernimmt die SKAG jedoch keine Gewähr. Alle Angaben beziehen sich falls nicht anders vermerkt auf den Stichtag Redaktionsschluss: Die Angaben zur bisherigen Wertentwicklung beruhen auf der BVI-Methode. Vergangenheitswerte sind keine Gewähr für die Zukunft. Vermögenswerte können sowohl steigen als auch fallen. Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbh 6

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