Die Nutzung neuer Technologien für die Kommunikation zwischen Laboratorien und externen Einsendern

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1 Die Nutzung neuer Technologien für die Kommunikation zwischen Laboratorien und externen Einsendern The use of new technologies for the communication between laboratories and external clients Martin Obermeier Medizinisches Labor Dr. Berg, Berlin 1

2 Was bisher geschah. In den niedergelassenen Laboren Das Labor: Erhält Untersuchungsmaterial vom Einsender (Arztpraxis, ) Erhält einen Anforderungsbeleg vom Einsender (im niedergelassenen Facharzt-Labor; Muster 10 KV für Patienten in der GKV) Der Einsender: Erhält Laborergebnisse mittels schriftlichen Befunden (Ausdruck, Fax, PDF-Dateien, ) Erhält Laborergebnisse mittels LDT (Labor-Daten-Träger) per DFÜ 2

3 Ist doch alles gut.. Oder? Manuelle Erfassung der relevanten Daten erforderlich Patientenstammdaten Einsenderstammdaten Untersuchungsanforderung Abrechnungsrelevante Daten! Optimierungsversuche OCR Texterkennung Für Stammdaten möglich Für die Untersuchungsanforderung nicht möglich (1001 Varianten Harnstoff und Harnsäure zu schreiben und zu verwechseln) Maschinell lesbare Belege Nur erlaubt bei doppelter Arbeit für Patienten in der GKV, da sowohl angekreuzt werden muss, als auch die Anforderung ausgeschrieben werden muss 3

4 NOT IN 4

5 5

6 6

7 7

8 Rückübermittlung der Befunde Übermittlung von schriftlichen Befunden Ausdrucken, Verschicken Dokumentenverwaltung (Scannen, Zuordnen, ) Verschlüsselt per ? Übermittlung der Daten per LDT Darstellung im Praxissytemen nur in wenigen Fällen im Sinne des Labormediziners (am schlimmsten oft die Mikrobiologie!) Daten werden häufig nur einmal täglich aktualisiert 8

9 Struktur und Konstellation im Labor Berg Fluss der Proben LB DHZB Einsendepraxen DHZB = Deutsches Herzzentrum Berlin 9

10 Struktur und Konstellation im Labor Berg Fluss der Laborergebnisse LB DHZB Einsendepraxen 10

11 Struktur und Konstellation im Labor Berg Kommunikation Kommunikation zwischen Labor Berg und DHZB mittels HL7 Laboranforderung LB Laboranforderung Laborergebnisse Laborergebnisse DHZB Übermittlung von Laboranforderungen und Laborergebnissen 11

12 Beispiel HL7 basierte Kommunikation zwischen DHZB und Labor Berg Angleichen der Stammdaten erstrebenswert (z.b. Materialkennungen) Festgelegte Nummernkreise sollten verwendet werden Lokale Netzwerkverbindung möglich, da gemeinsames Gelände 12

13 Herausforderungen im niedergelassenen Bereich Netzwerk-Konnektivität System-Konnektivität Anforderungsformular von Laboruntersuchungen muss den lokalen KV-Gegebenheiten entsprechen Abrechnungsdaten müssen den lokalen KV- Gegebenheiten entsprechen 13

14 Netzwerk-Konnektivität Direkte Netzwerkanbindung ist nur selten möglich Daten müssen verschlüsselt übertragen werden VPN? https? Zugriff von jedem Arbeitsplatz? Labor-Netzwerk und Praxis-Netzwerke müssen vor dem Internet und untereinander geschützt werden Firewall 14

15 VPN! Aber wie? LAN zu LAN Kopplung mittels IPsec Entsprechender Router muss vorhanden sein Systemhaus der Praxis muss mitspielen oder Labor unterstützt selbst die entsprechende Hardware und stellt die Konfiguration und Support zur Verfügung Firewall! Internet 15

16 VPN! Aber wie? VPN client im Praxis-LAN als http-proxy Server OpenVPN Squid (http-proxy) Dansguardian (Content-Filter) Firewall! Internet 16

17 Secure http Zugriff ohne weitere Vorkehrungen von allen Rechnern im Internet möglich Absicherung mittels Zertifikaten ratsam Wie bringe ich die Daten aus dem gesicherten internen Netzwerk ins Internet? Firewall öffnen? Proxy Web-Server? 17

18 Systemkonnektivität Keine einheitliche Schnittstelle der verschiedenen Praxis-EDV-Hersteller vorhanden Praxis-Software versteht LDT (oft nur als Empfänger) BDT GDT (als Sender) Selten HL7 Von den XDT-Formaten ist grundsätzlich nur das LDT-Format gut standardisiert Auch Laboranforderung ist damit möglich Wer pflegt die Anforderungscodes? Viele Felder zur Probenidentifizierung sind keine Pflichtfelder GDT-Schnittstelle mit Aufruf von Fremdprogrammen in vielen Praxis- Softwaresystemen vorhanden, z.b. Sono-Geräte, LuFu 18

19 Beispiel: QuincyWin Aufruf über GDT-Schnittstelle 19

20 GDT: Beispiel isynet 20

21 Übernahme der Daten nach [i/med] Anfo 21

22 22

23 23

24 Alternativen Eine GDT-Schnittstelle ist möglich, aber Es fehlen relevante Angaben in den übertragenen Daten z.b. Gültigkeitsdauer der Versicherungskarte Es kann kein automatischer Transfer der Datei zum Laborsystem realisiert werden Prohibitiv hohe Lizenzgebühren werden fällig Verpacken der Informationen in einen Hyperlink Abfangen des Ausdrucks eines Überweisungsscheins aus dem Arztsystem (z.b. [i/med] Messenger) Direkter Zugriff auf die Datenbank (meist über weitere externe Dienstleister) 24

25 Irgendwie kriegen wir Sie alle ran aber Rückmeldungen ins Arztsystem oft nicht möglich Ist ein Laborauftrag erstellt worden? Was ist im Laborauftrag? Eindeutige Personenidentifikation kann fehlen Privatpatienten Kassenwechsel 25

26 Befunddarstellung Befunddarstellung wie vom Labor gedacht Komfortfunktionen (Filter, Grafische Darstellung, ) Dokumentenverwaltung 26

27 Befunddarstellung Webbrowser-gestützte Darstellung benötigt keine komplizierten Client-Installationen Updates erfolgen zentral Cross-Platform einfach zu realisieren Auch im Webbrowser ist Interaktivität möglich Sog. Web 2.0 Technologien Javascript-Frameworks wie jquery Asynchrone Zugriffe (AJAX) Benötigt auch mehr Bandbreite Benötigt mehr Resourcen (Client und Server) Kann Arbeitsprozesse deutlich beschleunigen 27

28 Zusammenfassung Die technischen Vorraussetzungen für eine direkte Vernetzung zwischen niedergelassenem Arzt und niedergelassenem Labor sind vorhanden Technologien (VPN, HTTPS, KV-SafeNet?) Bandbreiten (VDSL, ) Die Software-Schnittstellen sind noch rudimentär GDT nicht immer möglich, keine Standardisierung Untersuchungsanforderung mittels LDT kompliziert in der Stammdatenhaltung Oft keine bidirektionale Kommunikation möglich 28

29 Wunschliste Schnittstelle zur bidirektionalen Kommunikation zwischen Arztsystem und Laborsystem Austausch von personenbezogenen Daten Austausch von medizinischen Daten Austausch von Abrechnungsdaten Austausch von prozeduralen Informationen Nahtlose Integration der Funktionalität ins Arztsystem 29

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