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2 I N H A L T S V E R Z E I C H N I S M - 1. Formale Beschreibung... 1 M - 2. Abstract... 1 M - 3. Kompetenzen und Learning Outcomes... 2 M - 4. Modulinhalte... 3 M - 5. Zugangsvoraussetzungen... 5 M - 6. Leistungsnachweis... 5

3 M - 1. F O R M A L E B E S C H R E I B U N G Code n.ba.ui.tre Modul Tourismus und Regionalentwicklung Status Wahlpflichtmodul ECTS-Credits 6 Semester 5 M - 2. A B S T R A C T Nachhaltigkeit gewinnt im Tourismus auf der Angebots- und auf der Nachfrageseite zunehmend an Bedeutung. Ein verantwortungsvoller Tourismus ist als integrativer Ansatz für eine nachhaltige regionale Entwicklung zu verstehen. Im Modul «Tourismus und Regionalentwicklung» wird der Frage nachgegangen, was Nachhaltigkeit für eine Tourismusdestination bedeutet und wie die langfristige Zukunftsfähigkeit aus einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Perspektive sichergestellt werden kann. Anhand von nationalen und internationalen Fallbeispielen werden Strategien, Umsetzungsmassnahmen und deren Wirkungen diskutiert und Stärken, Schwächen als auch Potenziale kritisch reflektiert. Eine Projektarbeit gibt die Möglichkeit theoretische Grundlagen und Konzepte, praxisorientierte Methoden und Instrumente anzuwenden und zu vertiefen. Als Resultat werden Handlungsempfehlungen und Lösungsansätze für eine nachhaltige regionale Tourismusentwicklung erarbeitet. 1

4 M - 3. K O M P E T E N Z E N U N D L E A R N I N G O U T C O M E S M F A C H K O M P E T E N Z E N Die Studierenden kennen die theoretischen Grundlagen von Nachhaltigkeit im Tourismus. und verstehen Systemzusammenhänge, Treiber und Trends im Tourismus in Bezug auf eine nachhaltige (regionale) Entwicklung. verschiedene Tourismusformen und Segmente, insb. die Hintergründe und Zusammenhänge zwischen natur- und kulturnahem Tourismus und Nachhaltigkeit. Merkmale und Unterschiede einer Tourismusdestination mit klarer Nachhaltigkeitspositionierung und klassischen Tourismusdestinationen. und verstehen die Bedeutung von Akteuren in einer Tourismusregion. und begreifen integrative Ansätze für Nachhaltigkeit im Tourismus. M MET H O D E N K O M P E T E N Z E N Die Studierenden sind in der Lage eine Feriendestination aus einer nachhaltigkeitsorientierten Perspektive zu analysieren; Probleme, Wirkungen und Widersprüche zu erkennen und zu verstehen. nachhaltigkeitsrelevante Problemstellungen anhand von Fallbeispielen zu beurteilen und zu bewerten. Lösungsansätze und Massnahmen zur Förderung eines verantwortungsvollen Tourismus in Bezug auf die ökologische, soziale und ökonomische Zieldimension zu entwickeln. sich in die Denkweise lokaler Akteure zu versetzen und deren Anliegen zu berücksichtigen. einen Perspektivenwechsel zwischen den verschiedenen Akteurgruppen (Stakeholdern) vorzunehmen. geeignete Instrumente und Methoden auszuwählen an konkreten Fragen aus der Praxis anzuwenden und bei Bedarf weiterzuentwickeln. M S E L B S T - U N D S O Z I A L K O M P E T E N Z E N Die Studierenden sind in der Lage Projekte im Tourismus für eine nachhaltige Regionalentwicklung kooperativ zu entwickeln. in Gruppen zielorientierte Lösungen auszuarbeiten. wichtige Projektinhalte kompetent und sachbezogen zu vermitteln und in der Öffentlichkeit zu vertreten. die gewählte Methode und erarbeiteten Ergebnisse fachlich zu reflektieren. 2

5 M - 4. M O D U L I N H A L T E Grundlagen und Konzepte zum nachhaltigen Tourismus und Regionalentwicklung Nachhaltiger Tourismus erfüllt nicht nur die Ansprüche der Touristen und lokalen Bevölkerung in den Zielgebieten, sondern trägt auch dazu bei, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern und zu verbessern. Ressourcen werden so genutzt, dass ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse befriedigt werden und gleichzeitig die kulturelle Integrität, wesentliche ökologische Prozesse, die biologische Vielfalt und lebenswichtige Systeme als Lebensgrundlagen erhalten werden. 1 Leitfragen Was bedeutet Verantwortung Corporate Social Responsibility im Tourismus und in der Regionalentwicklung? Was bedeutet Nachhaltigkeit für eine Tourismusdestination; welche Strategien und konkreten Handlungsansätze können daraus abgeleitet werden? Was sind Handlungsfelder einer Tourismusdestination für eine nachhaltige (regionale) Entwicklung? Wer sind Pioniere, was sind Modellräume oder Follower im nachhaltigen Tourismus? Zentrale Begriffe und Themen Nachhaltigkeit in Tourismus und Regionalentwicklung Natur- und kulturnaher Tourismus Handlungsfelder für eine nachhaltige Tourismusdestination: o Ökologie: Schutz von Natur und Landschaft; Ressourcenmanagement o Ökonomie: Ökonomische Sicherung, lokaler Wohlstand o Soziales: Kultur und Identität; Gemeinwohl und Lebensqualität o Management: Strategie und Planung; Angebotsgestaltung im natur- und kulturnahen Tourismus 2 Modellräume für nachhaltige Tourismus und Regionalentwicklung: regionale Naturpärke, Nationalpärke, Naturerlebnispärke, UNESCO Biosphärenreservate, UNESCO Welterbestätten. Ökologische, gesellschaftlich-kulturelle und ökonomische Wertschöpfung im Tourismus 1 (UNWTO/WTTC 1992) 2 (DTV 2016) 3

6 Problemanalyse und Umsetzungsschritte für Nachhaltigkeit im Tourismus und Regionalentwicklung Verschiedene Instrumente und Methoden werden für die Problemanalyse aus der Nachhaltigkeitsperspektive auf ein Fallbeispiel angewendet. Daraus entstehen konkrete Lösungsansätze und Handlungsempfehlung die zur Implementierung von Nachhaltigkeit in einer Tourismusdestination dienen. Leitfragen Wie gestaltet sich die Ausgangslage beim Fallbeispiel? Wo liegen die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken aus der Nachhaltigkeitsperspektive? Wie kann die Nachhaltigkeitspositionierung einer Feriendestination entwickelt oder gestärkt werden? Welche Natur- und Kulturwerte stehen inhaltlich im Zentrum? Was sind geeignete Umsetzungsmassnahmen? Wie werden Stakeholder einer Tourismusdestination einbezogen? Wie kann eine starke Nachhaltigkeitspositionierung adressatengerecht kommuniziert werden? Zentrale Begriffe und Themen Nachhaltigkeitsstandards im Tourismus: Kriterien- und Indikatorensysteme, Zertifizierungen, Labels Natur- und kulturnahe Angebotsgestaltung; nachhaltige Produktbausteine Qualität und Qualitätsbewusstsein im Tourismus Sensibilisierung und Nachhaltigkeitstransformation im Tourismus 4

7 M - 5. Z U G A N G S V O R A U S S E T Z U N G EN Die Studierenden kennen lösungsorientierte UNE-Analyse- und Entwicklungs-Konzepte, die wichtigsten Fachbegriffe dazu und den Bezug zur nachhaltigen Regionalentwicklung (Module Grundlagen UNE 1-3). kennen die wichtigsten Akteure des UNE-Bereichs mit ihren Interessen und Zielsetzungen; können sich in deren Perspektive versetzen und für deren Anliegen fundiert argumentieren. kennen die wichtigsten Instrumente zur Analyse und Entwicklung, welche für die nachhaltige und Regional- Entwicklung zum Einsatz kommen (Module Grundlagen UNE 1-3). sind in der Lage, mit komplexen Situationen umzugehen. Sie können vernetzt und systemisch denken (Module Grundlagen UNE 1-3). kennen die raumwirksamen Politikbereiche der Schweiz sowie die rechtlichen Grundlagen. Sie können die Wirkungen der einzelnen Politikfelder auf die räumliche Entwicklung und der Wechselwirkungen benennen. Sie können die Verantwortlichkeit der Politikbereiche den verschiedenen Akteuren zuordnen, erkennen Ziel-, Nutzungs- und Interessenskonflikte. Sie verstehen Treiber und Dynamik (Modul Räumliche Entwicklung) M - 6. L E I S T U N G S N A C H W E I S M Z I E L Die Modulnote bestehend aus den Leistungsnachweisen Projektbericht und Projektpräsentation dient einer ganzheitlichen Beurteilung der Studierenden. Qualifikationsschritt Beurteilung Gewichtung für Modulnote Projektbericht Note 70 % Mündliche Präsentation Note 30 % 5

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