Zwei Märchenfortsetzungen von Anton Wunder (Klasse 5b): Der sprechende Baum:

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1 Zwei Märchenfortsetzungen von Anton Wunder (Klasse 5b): Der sprechende Baum: Einst lebte ein armes Mädchen mit seiner kranken Mutter in einer kleinen Hütte im Wald. Die Mutter konnte nicht mehr arbeiten, sodass das Mädchen jeden Tag in das Dorf ging, um zu arbeiten und Essen mit nach Hause zu bringen. Eines Tages trug es sich zu, dass das Mädchen auf dem Heimweg einem sprechenden Baum begegnete und der sagte: Du armes kleines Mädchen, du tust mir leid. Aber ich kann dir nicht helfen. Würdest du mir trotzdem einen Gefallen tun? Könntest du mir alle Pilze entfernen? Das Mädchen machte die Pilze ab und ging weg, um zu arbeiten. Am nächsten Morgen ging sie wieder durch den Wald und traf den Baum abermals und er sagte: Bitte entferne den Efeu von mir! Das Mädchen machte den Efeu ab und ging wieder weg, um zu arbeiten. Am nächsten Morgen traf sie den Baum abermals und er sprach: Bitte nimm mir die Schnecken vom Blatt! Das Mädchen tat es und ging wieder weg, um zu arbeiten. Am nächsten Morgen ging sie an dem Baum vorbei und sah, wie tausende Äpfel von Baum fielen und sobald sie den Boden berührten, wurden sie zu Gold. Der Baum sprach: Das ist mein Dank an dich! Das Mädchen las die Goldäpfel auf und rannte nach Hause. Da kaufte sie Medikamente für ihre Mutter und natürlich auch Essen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

2 Das hier ist Antons Bühnenbild / Märchenbild zum Aufstellen:

3 Märchenfortsetzung zum Märchen Die drei Federn : Es war einmal ein König, der hatte drei Söhne, davon waren zwei klug und gescheit, aber der dritte sprach nicht viel, war einfältig und wurde Dummling genannt. Als der König nun so alt wurde, dass er an sein Ende dachte, wusste er nicht, welcher von seinen Söhnen nach ihm das Reich erben sollte. Da sprach er zu ihnen: Ziehet aus, und wer mir den feinsten Teppich bringt, der soll nach meinem Tod König sein. Und damit es keinen Streit unter ihnen gab, führte er sie vor sein Schloss, blies die drei Federn in die Luft und sprach: Wie die fliegen, so sollt ihr ziehen. Die eine Feder flog nach Osten, die andere nach Westen, die dritte flog geradeaus und flog nicht weit, sondern fiel zur Erde. Nun ging der eine Bruder rechts, der andere ging links und sie lachten den Dummling aus, der da bei der dritten Feder auf der Erde bleiben musste. Der Dummling setzte sich nieder und war traurig, da sah er auf einmal neben der Feder eine Tür in der Erde. Er machte sie auf, stieg eine Treppe hinab und sah eine weitere Tür. Für sie jedoch brauchte er einen Schlüssel, doch er hatte keinen. Er stieg traurig an die Oberfläche und setzte sich betrübt ins Moos. Auf einmal kam hinter dem Baum eine Waldnymphe hervor und sprach zu ihm: Du brauchst den Schlüssel für die Tür, den kann ich dir nicht geben, aber ich gebe dir einen guten Rat. Folge der untergehenden Sonne und du wirst zu vielen Ungeheuern kommen, aber du musst ihnen Stand halten, um den Schlüssel zu kriegen.

4 Eine Gabe will ich dir noch überreichen. Ein Schwert aus himmlischer Bronze, Sjalter heißt es. Und nun viel Glück, junger Herr. Er nahm das Schwert und zog der Sonne entgegen. Als er in einen dunklen Wald kam, hörte er etwas knacken. Er zog sein Schwert, Gefahr drohte. Dann plötzlich sprang eine Schar blutüberströmter Oger aus den Büschen heraus und sie zogen ihre Keulen, um ihn zu töten. Er jedoch zog das Schwert und köpfte den ersten Oger, ein entsetzlicher Schrei ging durch den Wald. Er war zu überrascht von seinem eigenen Handeln und konnte dem nächsten Angriff nicht Stand halten. Er wurde entwaffnet. Danach tötete er den nächsten Oger mit einem handfesten Schlag an die Kehle, der nächste folgte zugleich. Es waren nur noch 20 Oger da. Die riss er mühelos auseinander. Dann wurde ihm schwarz vor Augen. Als er wieder aufwachte, konnte er nicht verstehen, wie er so viele Menschenfresser getötet haben konnte. Dann guckte er auf seine Schultern und sah eine riesige Fleischwunde an seinem Unterschenkel. Er stöhnte vor Schmerze und riss einen Fetzen von seiner Kleidung ab und versuchte, die Blutung zu stillen. Er reiste weiter, eine Woche lang gab es keine Zwischenfälle, doch dann kam ein riesiges Ungetüm hinter einem Felsen hervorgesprungen: Ein Zyklop. Er griff ihn mit nackten Fäusten an, doch er sprang über seine Brust und landete auf seinen Schultern. Blitzschnell rammte er ihm Sjalter in das eine Auge und er ging zu Boden. Es war Winter, er fror und beschloss, die Nacht in seinem Kadaver zu verbringen. Am nächsten Morgen stieg er die Berge hoch und kam zu einer riesigen Höhle und sah einen gewaltigen Drachen.

5 Er hatte 4 Meter lange Reißzähne und orange glühende Augen, sein Atem verseuchte die Umgebung. Aber der Dummling hatte Glück, er schlief. Er kroch unter dem Bauch des Drachen hindurch und sah ganz hinten einen Haufen voller Gold, auf dem ein juwelenbesetzter Schlüssel lag. Er schlich sich hin und kroch wieder zurück. Dann nahm er Reißaus und rannte wie der Wind den Berg hinunter, in der Hoffnung, dass der Drache ihn nicht bemerken würde. Als er nach 2 Wochen an der Tür ankam, machte er sie auf und nahm den Schlüssel, um die nächste aufzumachen. Es klickte und die Tür sprang auf. Und das, was er sah, konnte er kaum glauben: Einen so schönen Teppich, dass ihm fast die Augen rausgefallen wären. Er nahm ihn auf seine Schultern und rannte glücklich zum Schloss, wo die anderen Brüder auch gerade eintrafen. Der König sagte stolz: Dummling, du hast den schönsten Teppich, du wirst zum König gekrönt. Der Dummling jubelte, doch seine Brüder rannten laut fluchend aus dem Haus. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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