Danksagung und Verabschiedung von Pater Theo am 23. April 2017

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1 Danksagung und Verabschiedung von Pater Theo am 23. April 2017 Zur Verabschiedung von Pater Theo bringt unsere Gemeinde ihren Dank durch die finanzielle Unterstützung zum Bau eines Internats in Jagdalpur zum Ausdruck. Dieser Vorschlag geht zurück auf Pater Josey, der in seinem Brief vom schreibt: Liebe Gemeinde, sehr geehrte Indienfreunde, ich freue mich sehr, davon zu hören, dass der Indienkreis, ja die ganze Gemeinde St. Nikomedes beschlossen hat, anlässlich der Verabschiedung von Pater Theo ein Projekt unserer Mission in Jagdalpur unterstützen zu wollen. Sehr herzlich danke ich Ihnen, liebe Gemeinde, besonders Pfr. Wernsmann und Pfr. Dördelmann für Ihre Bereitschaft, den Bedürfnissen der Menschen in unserem Missionsgebiet nachkommen zu wollen. Zur Verabschiedung von Pater Theo wurde mir vom Indienkreis der Wunsch angetragen, Pater Theo für seine langjährige, seelsorgliche Arbeit in Borghorst St. Nikomedes zu ehren und dies durch ein Geschenk des Dankes zum Ausdruck zu bringen. Vorweg möchte ich aber erst einmal der ganzen Gemeinde sehr herzlich für die nette Zusammenarbeit mit Pater Theo und für die freundliche Aufnahme in Ihrer Mitte Dank sagen. Er hat wirklich die Partnerschaft mit Jagdalpur gepflegt und weiter geführt. Verschiedene Reisen, die Sie aus der Gemeinde St. Nikomedes nach Jagdalpur unternommen haben, waren wirklich ein Zeichen für unsere tiefe Verbundenheit miteinander. Ich danke ausdrücklich Pater Theo dafür, dass er diese Verbindung aufrecht erhalten und vertieft hat. Nun komme ich auf ein Projekt zurück, um dessen Unterstützung ich Sie bitten möchte, nämlich den Bau eines Internats für die Stammeskinder von Mardoom. Beim letzten Besuch im November 2016 haben die Indienreisenden gesehen, dass wir mit den Arbeiten schon angefangen haben und auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind. Deswegen habe ich zusammen mit meinen Mitbrüdern im Beratungsteam dieses Projekt als ein Abschiedsgeschenk für Pater Theo vorgeschlagen.

2 Essensausgabe in einer Schule Baubeginn an einer Schule Mardoom: Ich möchte gerne an dieser Stelle eine kurze Beschreibung der Region Mardoom geben, damit Sie eine Vorstellung haben. Mardoom ist eine Region aus verschiedenen Dörfern, die ca. 70 km entfernt von Jagdalpur liegt. Die Bevölkerung der Region besteht überwiegend aus verschiedenen Gond Stämmen, die Muria, Maria, Bhadra, Halba usw. heißen. Unsere ersten Kontakte zu den Menschen dort entstanden im Jahr 2006, als ein paar Stammesfamilien, die Christen geworden sind, uns gebeten haben, diesen Menschen pastorale Unterstützung anzubieten. Einige Familien sind Christen geworden, aber niemand war da, der sich um diese Menschen weiterhin kümmerte. Bischof Simon Stock, der damalige Bischof von Jagdalpur, hat den Orden gebeten, sich um diese Menschen pastoral zu sorgen. Als meine Mitbrüder damals die Leute besucht hatten, haben sie den Eindruck gewonnen, dass sie unsere Hilfe und Unterstützung brauchen. unterwegs in die abgelegene Region Mardoom Von daher haben wir angefangen, regelmäßig die Familien zu besuchen, mit den Einheimischen zu beten und mit ihnen die Hl. Messe zu feiern. Als sie mehr Interesse gezeigt haben, um den katholischen Glauben kennenzulernen, haben wir auch mit der Katechese begonnen und regelmäßig gebetet. Von dem Augenblick an hat die Zahl der Menschen, die zu uns gekommen sind, stetig zugenommen. Nun freuen wir uns über ca. 150 Familien aus den

3 verschiedenen Stämmen, die Christen geworden sind. Mit ihrer Initiative konnte eine kleine Kapelle in Kasturpal in Mardoom gebaut werden. Dort können sie sich jetzt regelmäßig treffen und beten. Diese Familien leben in verschiedenen Dörfern, die manchmal km von diesem Zentrum entfernt liegen. Trotz der Entfernung sind sie sehr eifrig regelmäßig zu Fuß in dieses Zentrum gekommen. Am Anfang gab es sehr viele Schwierigkeiten mit den Gegnern dieses Projektes, die diese Menschen wirklich bedroht haben, damit sie ihren neuen Glauben verlassen. Aber die jungen Christen waren und sind sehr tapfer in ihrem Glauben, so dass sie sich nie vor solchen Drohungen ernsthaft gefürchtet noch ihren Glauben verlassen haben. Bildung als ein dringendes Bedürfnis und die Not der Menschen Obwohl die Stammesleute schon Christen geworden sind und den Glauben angenommen haben, hat das die Lebenssituation nicht verändert. Sie sind alle sehr arm und hilfsbedürftig. Aber ich muss ehrlich gestehen, dass diese Notlage nicht der Grund gewesen ist, weshalb sie den Glauben angenommen haben. Sie haben aus sich heraus die Erfahrungen meiner Mitbrüder mit dem christlichen Glauben wertschätzen gelernt und gemeinsam gebetet. Als wir die Not der Menschen damals gesehen haben, war uns klar, dass nur die Bildung ein Wegweiser für die Entwicklung der Menschen dort sein kann. Deswegen haben wir vor drei Jahren in Mardoom eine Grundschule gebaut, in der Englisch als Hauptsprache gelehrt wird, damit die Kinder dort überhaupt eine Chance haben, durch qualitative Bildung ihr Leben zu verändern. Der Bau der Schule war ein richtiger Schritt gewesen, weil wir merken, dass viele Familien unser Angebot angenommen haben. Inzwischen haben wir 63 Kinder, die die Schule besuchen. Und es gibt noch weitere Anfragen zum Besuch der Schule. Bildung als Antwort auf verschiedene Probleme Bildung ist die bedeutsamste Antwort auf die vielen Probleme in dieser Region. Da die Menschen in diesem Gebiet unter verschiedenen Krankheiten und unter Armut leiden, kann

4 vor allem Bildung ihnen helfen, aus der jetzigen, miserablen Lebenssituation herauszukommen. Wenn man auf die ganze Region Mardoom schaut, so gibt es große Defizite in der Bildung, als da sind: Analphabetentum der erwachsenen Menschen, nur wenige Kinder besuchen eine Schule, überhaupt gibt es kaum gute Schulen, kaum ein richtiges Internat für die Kinder usw. Um derartige Probleme zu lösen, brauchen wir gute Bildungsmöglichkeiten. Obwohl in jedem Dorf der Region Mardoom eine städtische Grundschule existiert, liegt die Zahl der Analphabeten bei über 60%. Diese Schulen funktionieren aber nicht richtig, weil großer Mangel an Lehrpersonen besteht und auch an Schülern, die nicht in die Schule geschickt werden. Selbst wenn die Kinder für eine Schule zugelassen sind, werden sie von der Schule genommen, damit sie auf dem Feld arbeiten oder im Haushalt behilflich sind. Ein Internat für eine bessere Bildung Als die Kinder der Einheimischen uns gefragt haben, wann wir damit beginnen, eine Schule zu bauen, damit die Kinder eine qualitativ bessere Ausbildung bekommen können, haben wir mit einer Grundschule im Jahr 2013 angefangen. Zurzeit haben wir insgesamt 63 Kinder von den Familien, die in der Nähe von Mardoom leben. Da die Stammeskinder vieler Familien weit entfernt wohnen, haben sie keine Möglichkeit, die Schule zu besuchen. Hier würde ein Internat mindestens für die Mädchen Abhilfe schaffen. Ansonsten sind die Familien nicht in der Lage, ihren Kindern die Bildungsmöglichkeiten anzubieten. Inzwischen haben wir aus der Not der Kinder heraus ein kleines Zimmer als Internat eingerichtet, welches nun als mögliche Unterkunft dient. Aber wir bekommen immer wieder weitere Anfragen, mehr Kinder im Internat aufzunehmen. Bis jetzt haben wir für das neue akademische Jahr (Schuljahr) 20 Anfragen bekommen. In der jetzigen Lage ist es nicht möglich, mehr Kinder aufzunehmen. Deswegen ist für das kommende Schuljahr der Bau eines Internats mindestens für die Mädchen sehr notwendig und dringlich. Als Abschiedsgeschenk für Pater Theo möchten wir dieses Projekt, den Bau eines Internats, der Gemeinde St. Nikomedes vorschlagen; denn

5 dies wäre eine passende Erinnerung an seine Zeit in St. Nikomedes Borghorst. Ich füge hier mit diesem Schreiben einen Plan des Internates und einen Kostenvoranschlag bei. Unser Bedarf Der Bau eines Internates wird ca kosten. ( ,00 indische Rupien) (70 rupees 1 Euro). Noch einmal sage ich Ihnen sehr herzlich Danke für die Partnerschaft und die Brücke, die wir vor 15 Jahren zwischen Steinfurt-Borghorst und Jagdalpur aufgebaut haben. Das ist eine großartige Sache, dass wir diese Brücke noch behalten und dass Pater Theo für längere Zeit als richtiges Verbindungsglied gewirkt hat. Mit freundlichen Grüßen Pater Josey Thamarassery CMI (mit freundlicher Genehmigung überarbeitet von N. Königs) Wenn Sie das o.g. Projekt unterstützen möchten, können Sie folgende Kontoverbindung nutzen: Kath. Kirchengemeinde Indienkonto IBAN: DE BIC: GENODEM1IBB Verwendungszweck: Projekt Pater Theo

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