Vermietungsgespräch (Musterfall)

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1 Vermietungsgespräch (Musterfall) Nur Immobilien-Treuhand Name/Vorname des Kandidaten/ der Kandidatin Prüfungskreis Lehrbetrieb Bitte beachten Sie folgendes: 1. Die Prüfung besteht aus einer Fallvorgabe. 2. Setzen Sie Ihren Namen/Vornamen, die Kandidatennummer, den Prüfungskreis und den Lehrbetrieb in die bezeichneten Zeilen auf diesem Blatt. 3. Lesen Sie die Fallvorgabe ganz genau, bevor Sie mit der Vorbereitung beginnen. 4. Alle Hilfsmittel werden sofern erforderlich direkt von den Experten zur Verfügung gestellt. 5. Beachten Sie in der Fallvorgabe welche Anforderungen an das Gespräch gestellt werden. Die Bewertungskriterien, die zur Benotung herangezogen werden, umfassen Fach-, Sozial- und Selbstkompetenzen sowie Methodenkompetenzen. 6. Sie haben 10 Minuten Zeit für die Vorbereitung des Gesprächs inkl. Auswahl des Falles. 7. Das Prüfungsgespräch dauert 30 Minuten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Prüfungssituation: Vermietungsgespräch Ausgangslage: Sie sind in der Liegenschaftenverwaltung ABC AG angestellt, welche sich auf die Vermietung von Wohn- und Geschäftsliegenschaften spezialisiert hat. In der neu erstellten Überbauung Seeblick haben Sie noch einige Wohnungen sowie Büroräume zu vermieten. Fallvorgabe: Sie haben einen Termin mit einem Mietinteressenten bei Ihnen im Büro. Er interessiert sich für eine grössere Wohnung. Allenfalls möchte er seine Geschäftsräume ebenfalls an den neuen Wohnort verlegen. Am Tag der offenen Tür hat er alle freien Objekte besichtigt. Der Kunde ist etwas verärgert, da er mehrmals anrufen musste, bis er endlich den heutigen Termin erhielt. Version Dezember

2 Aufgaben: Führen Sie das Vermietungsgespräch so durch, dass Sie folgende Punkte berücksichtigen: Beschwerden des Kunden entgegennehmen Mit gezielten Fragen eruieren Sie die Bedürfnisse des Kunden Ihr Ziel ist es, einen Mietvertrag für eine Wohnung sowie für Büroräumlichkeiten abzuschliessen Zeigen Sie auf, welche wichtigen Punkte in einem Wohnungs-/bzw. Geschäftsmietvertrag festgehalten werden Erklären Sie Ihrem Kunden den Unterschied zwischen einem Geschäfts- und einem Wohnungsmietvertrag Erfragen Sie vom Kunden alle notwendigen Informationen, damit Sie die Verträge ausfertigen können Erklären Sie Ihrem Kunden Rechte und Pflichten des Mieters die durch die Vertragsunterzeichnung entstehen Achten Sie auf ein der Branche angepasstes Verhalten Beachten Sie ebenfalls alle weiteren Teilfähigkeiten der nächsten Seite Hilfsmittel (werden zentral durch die Prüfungskommission zur Verfügung gestellt) Sie dürfen die während der Vorbereitungszeit erstellten Handnotizen im Kundengespräch einsetzen. Gleiches gilt für die von den Experten zur Verfügung gestellten Hilfsmittel. Vorbereitungszeit inkl. Auswahl des Falles 10 Minuten Dauer des Kundengesprächs 30 Minuten Anmerkung: Verwenden Sie für das Kundengespräch den eigenen Namen. Aus Gründen der Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet. Bewertung: Für das Kundengespräch nach obiger Fallbeschreibung werden die Punkte wie folgt verteilt: Sozial- und Selbstkompetenzen: Kommunikationsfähigkeit (doppelt gewichtet) Umgangsformen (doppelt gewichtet) Methodenkompetenzen: Vernetztes Denken und Handeln Erfolgreiches Beraten und Verhandeln Wirksames Präsentieren (doppelt gewichtet) Version Dezember

3 72 Punkte Fachkompetenzen aus der betrieblichen Ausbildung: Teilfähigkeiten: Kundengespräch führen Beschwerden entgegennehmen Beschwerden formulieren Eigene Dienstleistungen kennen Fachausdrücke kennen Rechte und Pflichten beim Mietvertrag (doppelt gewichtet) Mietzins (doppelt gewichtet) Nebenkostenabrechnung Untermiete (doppelt gewichtet) Kündigung des Mieters (doppelt gewichtet) Sicherheitsleistung (doppelt gewichtet) Prüfung Mietinteressenten (doppelt gewichtet) Mietvertrag (dreifach gewichtet) Mietvertragsarten (dreifach gewichtet) 4 Punkte (2 Punkte Gesamteindruck, 2 Punkte Praxisbericht) Mietve TOTAL 100 PUNKTE Die Bewertung pro Kriterium erfolgt nach folgender Skala: 3 Punkte: gut erfüllt 2 Punkte: erfüllt 1 Punkt: teilweise erfüllt 0 Punkte: nicht erfüllt Version Dezember

4 Musterfall: Vermietungsgespräch Rolle des Kunden: Mietinteressent Sie haben folgende Rahmenbedingungen: Sie sind auf der Suche nach einer Mietwohnung. Sie ziehen in Erwägung Ihre Büroräumlichkeiten an den neuen Wohnort zu verlegen. Am Tag der offenen Tür haben Sie die Überbauung Seeblick besichtigt, welche Ihnen sehr gut gefallen hat. Sie wissen noch nicht konkret, welche Wohnung und Nebenobjekte (Garage, Bastelraum) Sie mieten möchten. Nach mehrmaligem Anfragen haben Sie endlich einen Termin auf dem Büro der Liegenschaftenverwaltung erhalten. Etwas verärgert nehmen Sie den heutigen Termin war. Der erste Teil des Gesprächs dient zur Abklärung und Auswahl der gewünschten Objekte. Danach werden die eigentlichen Vertragsverhandlungen geführt und offene Fragen zu den Verträgen, Rechte & Pflichten beim Mietvertrag, Mietzins, Prüfung Mietinteressent, Kündigung des Mieters, Nebenkostenabrechnung, Untermiete, und Sicherheitsleistung geklärt. Bewertungshilfen: Experte 1 Sozial- und Selbstkompetenzen Kommunikationsfähigkeit (doppelt gewichtet) Ist kommunikationsfähig und zeigt ein ausgeprägtes kundenorientiertes Verhalten Umgangsformen (doppelt gewichtet) Legt im persönlichen Verhalten Wert auf gute Umgangsformen Methodenkompetenzen Vernetztes Denken und Handeln Stellt seine Tätigkeit in den Zusammenhang mit anderen Aktivitäten seiner Unternehmung oder Organisation für die er/sie arbeitet Erfolgreiches Beraten und Verhandeln Setzt wirksame Methoden für Beratungen und Verhandlungen mit externen und internen Partner ein Wirksames Präsentieren (doppelt gewichtet) Zeichnet sich aus durch wirksames Präsentieren seiner Arbeiten Version Dezember

5 72 Punkte Fachkompetenzen Kundengespräch führen Geht auf Kundenbedürfnisse ein, führt Kundengespräche adressatengerecht, greift Ideen und Probleme auf und fragt nach Beschwerden entgegennehmen Verhält sich bei der Entgegennahme kundenfreundlich, erkennt das Problem und sucht nach Lösungen, leitet Beschwerden weiter Beschwerden formulieren Macht verständliche Formulierungen, argumentiert sachlich aufgrund erkennbarer Zusammenhänge, hat Ideen zum weiteren Vorgehen Eigene Dienstleistungen kennen Benennt mindestens drei Dienstleistungen, nennt die dafür nötigen Tätigkeiten in logischer Abfolge, zeigt den Kundennutzen der einzelnen Dienstleistungen auf Fachausdrücke kennen Erklärt eine Auswahl der gebräuchlichen und gängigen Fachausdrücke spontan mit eigenen Worten korrekt, diese Erklärungen sind auch einer aussenstehenden Person verständlich, wendet die Fachausdrücke an konkreten Sachverhalten richtig an Rechte und Pflichten beim Mietvertrag (doppelt gewichtet) Erläutert, wann ein Mietvertrag als abgeschlossen gilt, beschreibt Rechte und Pflichten der Mieter, beschreibt Rechte und Pflichten der Vermieter Mietzins (doppelt gewichtet) Erklärt wie eine Mietzinsanpassung vorgenommen werden muss Nebenkostenabrechnung Erläutert, was unter den Begriffen Akonto- bzw. Pauschalzahlungen für Nebenkosten zu verstehen ist Untermiete (doppelt gewichtet) Erläutert, unter welchen Bedingungen die Untermiete zugelassen werden muss oder von Vermietenden abgelehnt werden kann Kündigung des Mieters (doppelt gewichtet) Erklärt die Formvorschriften für eine Kündigung, erklärt Unterschied zwischen terminlicher und ausserterminlicher Kündigung, erklärt Prüfung bezüglich Familienwohnung Sicherheitsleistung (doppelt gewichtet) Nennt die Obergrenze der Sicherheitsleistung (Unterschied Wohn- und Geschäftsräume), kann ein Sicherheitskonto einrichten, beschreibt Voraussetzungen und Vorgehensweise für die Freigabe Prüfung Mietinteressenten (doppelt gewichtet) Erläutert, nach welchen Kriterien er Mietinteressenten prüft und begründet seine Auswahl der Mietenden Mietvertrag (dreifach gewichtet) Kennt die wesentlichen Bestandteile eine Wohnungsmietvertrages und erläutert die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Wohn- und Geschäftsmietvertrag Mietvertragsarten (dreifach gewichtet) Erläutert die Unterschiede zwischen - unbefristetem Mietvertrag - befristetem Mietvertrag - Indexmietvertrag - Staffelmietvertrag Je nach den Umständen wähle ich die geeignetste Vertragsart aus und begründe meine Wahl. Die Optionsregelung bei Indexverträgen erkläre ich zweckdienlich. Version Dezember

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