Geschichte der Arbeitsmigration. ökonomisch, politisch, sozial, rechtshistorisch

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1 Geschichte der Arbeitsmigration ökonomisch, politisch, sozial, rechtshistorisch

2 fang eine liebe amsel ein nimm eine schere zart und fein schneid ab der amsel beide bein amsel darf immer fliegend sein... das müßt ein wahrer vogel sein dem niemals fiel das landen ein Ernst Jandl: der wahre Vogel

3 Migrationstypen und Migrationsphasen in Europa nach 1945 Folie 1 Migration und Flucht als direkte Folge des Zweiten Weltkriegs: Kriegsvertriebene, Kriegsflüchtlinge, Rückkehr von Kriegsgefangenen, ZwangsarbeiterInnen, erzwungene Umsiedelungen (Volksdeutsche, Polen aus Litauen etc., Italiener aus Jugoslawien, Ungarn) Migration als Folge der Entkolonialisierung: KolonistInnenaus Frankreich, Niederlande, Großbritanniensowie einheimisches Personal und Kollaborateure Postkoloniale Migration: von ehemaligen Kolonien in das jeweilige Kolonialland (Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Portugal, Russland) Arbeitsmigration: Pionierwanderung, Kettenmigration, Familienzusammenführung, Pendelmigration aus Osteuropa, Transmigration und Re-Migration

4 Migrationstypen und Migrationsphasen in Europa nach 1945 Folie 2 Flucht im (Vor-)Zeichen des Kalten Krieges Flüchtlinge aus stalinistischen Diktaturen: Ungarn, Tschechoslowakei, Polen Flüchtlinge aus kapitalistischen Diktaturen: Chile, Brasilien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal Flucht als Folge des Kalten Krieges nach 1989 Flucht als Folge der Jugoslawienkriege seit 1991 Flucht bulgarischer StaatsbürgerInnen türkischer Herkunft Migration und Flucht im Hightech-Kapitalismus seit den 90er Jahren: Imperiales Weltbürgertum der gesellschaftlichen Eliten: Manager, Reiche und Soros Notkosmopolitismus: Migration, Asylmigration, irreguläre Migration im (Vor-)Zeichen der neoliberalen Renaissance des Kapitalismus und der Globalisierung

5 Bevölkerung Österreichs im Überblick Quelle: Mikrozensus 2009 (Jahresdurchschnitt)

6 Zuzüge aus dem Ausland 2009 Quelle: Statistik Austria

7 Zuzüge aus dem Ausland und Wegzüge in das Ausland Quelle: Statistik Austria

8 Asylanträge und Anerkennungen Quelle: BMI, Asylstatistik

9 Demografische Daten Tirol, zum Jahreswechsel EinwohnerInnen österreichische Staatsangehörige sind ausländische Staatsangehörige (10,7%) Personen kommen aus EU+EFTA Ländern Drittstaatsangehörige aus der Türkei aus Kroatien, Bosnien, Serbien Eingebürgerte zw % oder Persenkamen aus der Türkei, Kroatien, Bosnien, Serbien

10 Die Wohnbevölkerung in erwerbsfähigem Alter nach höchster Ausbildung und Zuzugsjahr 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% Hoch Matura BmS>1 Lehre Pflicht Keiner 10% 0% seit 1998 Bildung Ausland Bildung in AT

11 Große Unterschiede bei der Art der Berufe Mit Abschluss im Ausland ist eine Hilfs-und Anlerntätigkeit (HAT) wahrscheinlicher das gilt auf allen Bildungsebenen Mit geringer österreichischer Bildung und Eltern aus dem ehemaligen Jugoslawien oder der Türkei kommt es fast ausschließlich zu einer Beschäftigung in HAT das gilt besonders für Frauen

12 Anteil der in HAT verwendeten Arbeitszeit von Beschäftigten mit höchstens Pflichtschule 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Abschluss Ausland Abschluss AT, Eltern Ausland Abschluss AT, Elternteil(e) AT

13 Dequalifizierung1 -Anteil der in HAT verwendeten Arbeitszeit von Beschäftigten mit mittlerer Berufsausbildung (Lehre oder berufsbildende mittlere Schule) 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Abschluss Ausland Abschluss AT, Eltern Ausland Abschluss AT, Elternteil(e) AT

14 Dequalifizierung2 -Anteil der in HAT verwendeten Arbeitszeit von Beschäftigten mit Matura 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Abschluss Ausland Abschluss AT, Eltern Ausland Abschluss AT, Elternteil(e) AT

15 Armutsgefährdung nach sozialdemographischen Merkmalen Quelle: Statistik Austria, EU-SILC 2009

16 Wirtschaftswachstum, Konjunkturzyklen, Rezessionen Brutto-Inlandsprodukt , real (Quelle: OECD, WIFO)

17 Wirtschaftswachstum, Konjunkturzyklen, Rezessionen Bruttoinlandsprodukt und Wachstumsraten (real), Quelle: OECD

18 Migrationsgeschichte Österreichs Wanderungssaldo nach Staatsangehörigkeit

19 Einbürgerung 1994 bis

20 Rechtshistorischer Teil Übernahme Reichsverordnung für ausl. Arbeitnehmer und Ausländerpolizeiverordnung 1954 Fremdenpolizeigesetz 1955 Ratifizierung der Genfer Flüchtlingskonvention Sozialpartnerabkommen: Raab-Olah 1962 bis 1966 Anwerbeabkommen: Spanien, Türkei, Jugoslawien 1968 Asylgesetz

21 Rechtshistorischer Teil Anwerbestopp 1974 Arbeitsverfassungsgesetz 1975 Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) 1988 erste Novelle des AuslBG(20 Novellen folgen),nach einer weiteren Novelle AuslBG: Arbeitserlaubnis, BFS, Quoten und Höchstzahlenverordnung (10%) 1992 Asylgesetz- Novelle 1993 Fremdengesetz löst Fremdenpolizeigesetz 1954 ab 1997 Integrationspaket (Fremdengesetz 1997) 1999 Novelle Staatsbürgerschaftsgesetz

22 Rechtshistorischer Teil Fremdengesetznovelle: Integrationsvereinbarung 2003 Novelle Asylgesetz 2005 Fremdenrechtspaket Fremdenpolizeigesetz - FPG NAG Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz; Novelle Asylgesetz - AsylG Ausländerbeschäftigungsgesetz AuslBG Novelle Staatsbürgerschaftsgesetz - StbG

23 Aufenthaltsstatus der Drittstaatsangehörigen am Quelle: BMI, Asyl und Fremdenstatistik

24 Dr. Gerhard Hetfleisch ZeMiT Zentrum für MigrantInnen in Tirol Blasius-Hueber-Str Innsbruck

25 Literaturempfehlung

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