Vertiefte Grundlagen. Übung 2.7. TU Dresden - Institut für Bauinformatik

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1 Bauinformatik Vertiefte Grundlagen Geschäftsprozessmodellierung Übung 2.7

2 Begriffe Ein Geschäftsprozess beschreibt wiederkehrenden Ablauf. Dieser Ablauf beschreibt, welche Aktivitäten in welcher Folge aneinander gereiht werden müssen, damit durch ihre Ausführung ein vorgegebenes Ziel erreicht werden kann. Bei der Geschäftsprozessmodellierung werden Geschäftsprozesse oder Ausschnitte daraus abstrahiert meist grafisch dargestellt, und somit modelliert (vorgangs und ablauforientiert). i Workflow (Arbeitsablauf) ist ein zusammenhängender rechnergestützter Teil eines Geschäftsprozesses. Gestaltung und Entwurf von IT Systemen müssen sich an den Geschäftsprozessen und den Unternehmenszielen orientieren

3 Geschäftsprozessmodellierung Das Ziel ist allen Beteiligten die einzelnen Abläufe anschaulich vor Augen zu führen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Darstellen des Ablaufs, aber auch Organisationseinheiten, Ressourcen, Informationen, Medien, Ereignisse, Zustände, Bedingungen und Applikationen sind betroffen. Ziele der Geschäftsprozessmodellierung können: Dokumentation der Geschäftsprozesse des Unternehmens Simulation der Geschäftsprozesse (Petri Netze) Vorbereitung einer Geschäftsprozessoptimierung (i. d. R. mit einer Ist Analyse beginnt) Vorbereitung der Automatisierung bzw. IT Unterstützung (Workflowsysteme) der Geschäftsprozesse sein

4 EPK Im deutschsprachigen Raum werden die so genannten Ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK) zur Beschreibung von Geschäfts Prozessen verwendet. Entwickelt wurde diese Methode 1992 am Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität Saarbrücken. Ereignisgesteuerte Prozessketten haben durch ihre Verwendung im ARIS Toolset der IDS SCHEER GmbH bzw. im SAP R/3 einen hohen Verbreitungsgrad.

5 BPMN Business Process Modeling Notation ist eine grafische Spezifikationssprache. Sie stellt Symbole zur Verfügung, mit denen Fach und Informatikspezialisten Geschäftsprozesse modellieren und dokumentieren können. Hauptelemente: t Ereignis (Event) Aktivität (Activity) Ablauf Konnektor (Sequence Flow) Nachrichtenfluß (Message Flow) Pool Lane Datenobjekte (Data Object) Notiz (Text Annotation)

6 Ereignis (Event)

7 Ereignisse modellieren

8 Pool/ Lane

9 ToCEE Foundation Foundation expert expert Re design for new loads Structural Structural Re design for new Perform suggested Check found engineer engineer Architect Architect for new loads suggested changes found. solution Architect Architect Add crane Check struct. solution Design windows, doors etc. React to detected conflict Final consistent solution HVAC HVAC i Re design d t Check proposed engineer engineer ducts proposed solution

10 Geschäftsprozess Sub Prozess 1 Sub Prozess 2 Sub Prozess 3 Sub Prozess 4 Aktivität 1 Aktivität 2 Aktivität 3 Arbeitsschritt 1 Arbeitsschritt 2 Arbeitsschritt 3 manuell Anwendungs gestützt

11 Geschäftsprozessmodell vs. Workflow Geschäftsprozessmodell Vorgehen wird in Prozessschritten dargestellt. Kann manuelle Prozessschritte enthalten. Prozessschritte können mit verschiedenen Ressourcenarten verbunden werden. Workflow Beschreibt möglichst detailliert und operativ die auszuführenden Arbeitsschritte. So hilft, die optimale Einbindung verschiedener Applikationen/ Web Services sicherzustellen (Ausführung soll automatisiert werden). Prozessschritte können nur mit IT Ressourcen verbunden werden.

12 Workflow Management System Workflow Management System (WfMS) dient der aktiven Steuerung von Geschäftsprozessen. Es beinhaltet in der Regel als wesentliche Bestandteile eine Workflow Engine, eine Dokumenten Management Anwendung sowie Report und Controlling Funktionalitäten. Die Workflow Engine (z.b. ActiveBPEL) steuert die Abläufe und ermöglicht eine Interaktion zwischen denbearbeitern undeingebundenen Applikationen (Web Services).

13 Workflow Management im Baubereich Bauprojekte besitzen eine dezentrale Struktur. Es entstehen Informationen nicht nur in der Unternehmenszentrale sondern an vielen Stellen. Viele wechselnde Partner sind am Bauprozess beteiligt: Architekten, Fachplaner, Baustoffhändler, Nachunternehmer und verschiedene Abteilungen innerhalb einer Unternehmung selbst und der Bauherr. Es herrschen also ein hoher Kommunikationsbedarf und Koordinationsaufwand. Folgende typische Geschäftsprozesse sind in der Baupraxis zu finden: Planmanagement Rechnungsprüfung Zahlungsfreigaben Nachtragsmanagement g Fristenverfolgung Einkauf

14 BPEL BPEL ist eine XML basierte Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen, deren einzelne Aktivitäten durch Webservices implementiert sind (Orchestrierung von Web Services). Prozess Notation Prozess Implementierung Prozess Schnittstelle (Discovery) Service Beschreibung Messaging Service Transport BPMN EPK BPEL UDDI WSDL SOAP T t HTTP FTP Integra tion mi it Servic ces

15 Beispiel 1: Nachtragsmanagement g vereinfachter Ablauf für die Prüfung und Bewertung von Nachträgen auf der Seite des Auftraggebers ist darzustellen Elwert & Flassak Nachtragsmanagement in der Baupraxis

16

17 Beispiel 2: Berechnung der Biegespannung g eines Einfeldträgers M=q*L 2 /8 I y =b*h 3 /12 Sigma=M/I y *h/2

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