Building Technologies

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1 Ziel ist die Übertragung zugehöriger Informationen nur bei relevanter Ä unerheblich, ob es sich um binäre, digitale oder analoge Informationen Datenpunkten muss hierfür ein relativer Änderungs-Schwellenwert, de Voraussetzung für die Änderungserkennung ist ein Prozessabbild in der Ein dynamischer COV/COS ist die steuerbare Übertragung der Änderung eingänge in den Unterstationen und eine «zeitdiskre zyklische Abfrage («Poll») der Datenpunkte von der z Wertveränderung Ein Ereignis, das dann auftritt, wenn sich ein Messwert oder ein berech COV um einen definierten Wert ändert. en: change of value QUERVERWEIS Zustandsänderung, en: change of state (COV) QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.2.9]. WEITERE ERKLÄRUNG definiert sein. Damit erfolgt eine «wertdiskrete» Übertragung und ggf. Speicherung. Einrichtung. «abonnieren» (en: subscribe) nach EN ISO (FDIS) von Informa Einblendung oder Tendenzdarstellung (Trend). ANMERKUNG Bei früheren ZLT / GLT-Anlagen erfolgte eine zyklisch relativ langsam. Grafische Erläuterung: Wertverlauf Zeitdiskrete Wert-Übertragung (ZLT / GLT üblicher «scan») Resultierende Darstellung Störung fehlt t-5 t-4 t-3 t-2 t-1 t Wertdiskrete Übertragung (COV) Wertverlauf = Darstellung keine Üb DDC- Schwellwert Building Technologies Übertragene Werte mit Zeitstempel Gebäudeautomation Begriffe, Definitionen und Abkürzungen

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3 Inhaltsverzeichnis Vorwort 4 Feststellungen 5 Das Strukturbild für Vernetzung in der Gebäudeautomation 6 Begriffe und Definitionen 7 Begriffe in alphabetischer Reihenfolge 8 Anhang A Neue Betriebsarten für die Raumautomation 64 Anhang B Begriffserklärungen aus dem Computerbereich 65 Anhang C Abkürzungen, Akronyme und Zeichen 71 Impressum 73 3

4 Vorwort Ein freier und fairer Wettbewerb, der den Erhalt aller Innovationspotenziale und Investitionsschutz gewährleistet, setzt die Verwendung einer eindeutigen Sprache aller am Bau Beteiligten bereits bei der Planung voraus. Denn nur ein gemeinsames Begriffsverständnis für die Beschreibung von Leistungen ermöglicht einen zweifelsfreien Informationsaustausch. Zur Vermeidung unnötiger Kostenrisiken bei Ausschreibung, Vergabe, Ausführung und Abrechnung, aber auch für die Projektbearbeitung und beim Gebäudemanagement ist die Verwendung allgemein anerkannter Begrifflichkeiten dringend erforderlich. Bei hoch innovativen Techniken ohne etablierte Standards ist es nicht einfach, für alle komplexen Zusammenhänge immer die richtigen Worte zu finden oder zu verstehen. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen hier die neuen Begriffe und genormte Definitionen aus der Mess-, Steuer-, Regel- und Leittechnik vor. Die jeweilige Quellenangabe steht unter der Definition bzw. unter dem Anhang in [ ]. Zusätzliche Erklärungen sind gekennzeichnet. Dipl.-Ing. Hans R. Kranz VDI 4

5 Feststellungen Viele Begriffe aus der analogen MSRL-Welt sind nur schwer in die digitale Gebäudeautomation übertragbar. Die Aufteilung in «Leittechnik» und «MSR-Technik» entspricht nicht mehr der technischen Realität. Die «Normenlandschaft» als Quelle für unsere Begriffsdefinitionen ist gerade erst im Entstehen. Es gibt die Grundnormen für Prozessleittechnik: Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch (IEV) IEC «Control Technology, vocabulary», Grundnormen für Prozessleittechnik DIN 19222ff / DIN /-6, welche derzeit jedoch im Rahmen der IEV überarbeitet werden, EN ISO «Fliessschemata», ISO «Graphical symbols for diagrams», ISO 3511 «Control technology, graphical symbols», EN IEC 1131 «Programmable controllers». Europäische und internationale Normen sind derzeit im Entstehen: EN Heizungsregler, DIN V ENV diese Experimentalnorm für GA-Interoperabilität wird ersetzt durch EN ISO Protokoll (BACnet), EN ISO Teil 1 bis 7 «Systeme der Gebäudeautomation (GA)», die meisten Begriffe in dieser Broschüre entstanden bei der Erarbeitung der EN ISO , -3 und -5. Nationale Richtlinien VDI Richtlinie 3814 Blatt 2 und 5 ergab die Grundlage für die EN ISO und -7, VOB/C DIN als «ATV» (Allgemeine Technische Vertragsbedingungen) für Gebäudeautomation, muss in Kürze ebenfalls an die Begriffe der neuen Normenserie angepasst werden, GAEB STLB-Bau 070 Gebäudeautomation (Standardleistungsbuch für das Bauwesen) wird 1 2-jährlich an die Normen angepasst. Bei Referenzen auf die EN ISO ist diese bis zu ihrer Einführung als pren ISO (Entwurf) zu verstehen (im Jahr 2003 wird die endgültige internationale und europäische Abstimmung erfolgen). Die aktuellen Begriffe der Gebäudeautomation werden in alphabetischer Reihenfolge erklärt. Auf entsprechende veraltete Begriffe der «analogen Welt» wird jeweils hingewiesen. Wettbewerbsneutral betrachten wir Begriffe, die häufig fehlinterpretiert werden, wie Datenpunkt, Information, Benutzeradresse, Statistik oder Optimierungsfunktion, aber auch neue Begriffe wie Raumautomation, Gebäudesystemtechnik und solche aus der Welt der Datenkommunikation. 5

6 Das Strukturbild für Vernetzung in der Gebäudeautomation Im Interesse einer anwendungsspezifischen Flexibilität beschreibt die Norm EN ISO keine genau festgelegte Systemarchitektur. Vielmehr zeigt diese Norm ein allgemeines System- Modell auf, in das alle unterschiedlichen Typen von GA-Systemen und ihre Verbindungen passen (GA-Netzwerk). Bedienstation / Bediengerät Programmiereinheit Datenschnittstelleneinheit System für besondere Anwendungen System für besondere Anwendungen Management Netzwerk Datenschnittstelleneinheit Datenverarbeitungseinrichtung / Server Station Bedienstation / Bediengerät Programmiereinheit Datenschnittstelleneinheit System für besondere Anwendungen Automation Netzwerk Bediengerät Kommunikationseinheit / Automationsstation / ASC Anwendungsspezifische Steuer- und Regeleinheit Automationsstation / Anwendungsspezifische Steuer- und Regeleinheit (ASC) Raumbediengerät Lokale Vorrang- Bedieneinheit Feld Netzwerk M M M M Verbindungen innerhalb der funktionalen Ebenen Verbindungen zwischen den funktionalen Ebenen Jalousien / Sonnenschutz Licht / Dimmen Bild 1 Optionen für Verbindungen in Systemen der Gebäudeautomation 6

7 Begriffe und Definitionen Für die Gebäudeautomation gelten die folgenden Begriffe. Hervorgehobene Wörter oder Wortgruppen beziehen sich auf andernorts in diesem Abschnitt dargestellte Begriffe. Die Struktur der Darstellung ist wie folgt: Begriff (en: Begriff in Englisch falls erforderlich) Abkürzung Zweitbegriff (falls zutreffend) Zweitabkürzung (falls zutreffend) Definition QUERVERWEIS QUELLE BEISPIEL (1...n) ANMERKUNG (1...n) WEITERE ERKLÄRUNGEN Hinweise 7

8 A Adresse GA-System Eindeutige Bezeichnung für ein Objekt und/oder ein Gerät beziehungsweise eine Einrichtung innerhalb eines Systems oder in verbundenen Systemen. QUERVERWEIS 1 Benutzeradresse. QUERVERWEIS 2 Datenpunktadresse. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.8]. ANMERKUNG 1 In GA-Systemen ist jeder Datenpunkt mit einer Benutzeradresse zur Identifizierung benannt. ANMERKUNG 2 In GA-Systemen hat jedes Kommunikationsobjekt Eigenschaften zur Objektidentifizierung und zur Objektbenennung. Adressierungssystem Adressschema Eindeutige, strukturierte Methode zur Datenpunkt-Identifizierung um die Informationen in einem GA-System mit Adressen zu versehen, bestehend aus einer Struktur und der Definition für die Bedeutung der Elemente. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.9]. ANMERKUNG 1 Dieses Schema kann, wenn zutreffend, für eine Anlage, ein GA-System oder eine gesamte Liegenschaft angewandt werden. ANMERKUNG 2 Siehe Benutzeradresse. Aktivitätenliste 1) Bedieneraktivitätenliste. 2) Systemaktivitätenliste. Ein elektronisches Logbuch (oder mehrere), in das alle relevanten Details der Systembedienung und/oder Vorkommnisse im System, dessen Leistung und über dessen Wartung für späteres Abrufen sicher eingetragen werden können. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.111]. Aktor ESHG Ausgabegerät (analog oder binär) mit Bus- oder Netzwerk-Kommunikation, z.b. zur Ansteuerung einer Last, eines Schalt- oder Stellgerätes. QUERVERWEIS Auf/Zu-Stellantrieb (en: switched actuator). QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.7]. ANMERKUNG 1 Ein binärer Aktor wird manchmal auch Schaltaktor (Ein/Aus) genannt. Alarm GA-System Warnung vor Anwesenheit einer Gefahr für Eigentum oder Umwelt; in Sicherheitssystemen auch eine Warnung vor Anwesenheit einer Gefahr für Leben. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.10]. ANMERKUNG 1 Eine hörbare und/oder sichtbare Meldung, die Bediener auf abnormale Zustände, die einen korrigierenden Einfluss benötigen, aufmerksam macht. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.2.2]. ANMERKUNG 2 Ein abnormaler Betriebszustand, der von einem Gerät oder einer Automationsstation mit darauf spezialisierten Funktionen erkannt wird, z.b. Frostgefahr. Algorithmus 1) GA-System Berechnung, die als Ergebnis nach Auswertung der Störgrösse eine Stellgrösse liefert. QUELLE [EN ISO (FDIS) , ]. 2) Regeltechnik Vollständig bestimmte endliche Folge von Anweisungen, nach denen die Werte der Ausgangsgrössen aus den Werten der Eingangsgrössen berechnet werden. QUELLE [ISO ]. 8

9 Alphanumerisch Zeichenvorrat, der mindestens aus Dezimalziffern und Buchstaben besteht. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.12]. ANMERKUNG Es ist zweckmässig, im Einzelfall den Umfang des Zeichenvorrats festzulegen. Analog Kontinuierlicher Werteverlauf mit Punkt für Punkt unterschiedlicher Informationszuordnung. QUELLE [abgeleitet aus DIN Regelungstechnik und Steuerungstechnik Grundnorm]. Analoge Ausgabe Funktion für die Ausgabe einer Stellgrösse oder eines Sollwerts über einen Analogausgang. AA SIEHE Ausgabe- und E/A-Funktion. QUELLE [VDI 3814 Richtlinie]. Analoge Eingabe Funktion für die Aufbereitung eines Messwertes über einen Analogeingang. AE SIEHE Eingabe- und E/A-Funktion. QUELLE [VDI 3814 Richtlinie]. Analogein-/ausgang Hardware der Automationseinrichtung zum Messen oder Stellen. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.12]. Analogwert Information, die eine numerisch dargestellte Grösse enthält. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.14]. Anlage Physikalische Baueinheit für einen zusammengehörenden Prozess. QUERVERWEIS System. BEISPIELE Heizanlage, Lüftungsanlage, Klimaanlage, Kälteanlage, Sanitäranlage oder Elektroanlage. ANMERKUNG 1 Eine Anlage kann aus mehreren Teilanlagen bestehen, diese setzen sich zusammen aus Einrichtungen, Einheiten oder Aggregaten/Apparaten (z.b. Kessel), Geräten, Baugruppen/Module, Bauteilen und Bauelementen. ANMERKUNG 2 Die Definition kennzeichnet Anlage als eine Baueinheit, dagegen System als eine Funktionseinheit. Antwort Die Darstellung einer Wechselwirkung, bei der die ausführende Funktion den Vollzug einer Aktion an die anfordernde Funktion meldet. QUERVERWEIS 1 Bestätigung. QUERVERWEIS 2 Rückmeldung. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.171]. Anwendung Funktionen, die zusammen eine logische Einheit ergeben und einen Prozess unterstützen. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.15]. ANMERKUNG 1 Ein GA-System unterstützt viele verschiedene Anwendungen. ANMERKUNG 2 Ein Satz benutzerdefinierter Anforderungen zur Informationsverarbeitung. QUELLE [ISO 8649]. Anwendungsspezifische Spezialisierte Einrichtung, Gerät oder Betriebsmittel für die Anforderungen einer Steuer- und Regeleinheit spezifischen Anwendung. ASR QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.17]. Controller ANMERKUNG Ein Controller im GA-System ist ein Gerät, das steuern, regeln und gegebenenfalls andere Einrichtungen und Einheiten überwachen kann. 9

10 Applikationsobjekt Objekt innerhalb der Anwendungssoftware einer Einrichtung eines GA-Systems. QUERVERWEIS Objekttyp. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.16]. ANMERKUNG Siehe Objekt. Architektur GA-System Struktur sowie die Art und Weise, mit der die Komponenten und Einrichtungen eines Systems für die gegenseitige Kommunikation verbunden sind. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.18]. Auf/Zu-Stellantrieb SIEHE Stellantrieb GA-System, Aktor ESHG. en: switched actuator QUERVERWEIS Schaltgerätekombination. Auflösung Kleinster Steigerungswert des Messwertes in einem Datensatz oder des auf einem Zählerindex angezeigten Wertes. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.170]. ANMERKUNG Auflösung bezieht sich auf Analogeingänge und -ausgänge sowie Stellantriebe, visuelle Anzeigeeinheiten und Drucker, passend zum jeweiligen Kontext. Ausfall Beendigung der Fähigkeit einer Einheit, eine geforderte Funktion zu erfüllen. QUELLE [DIN EN 13306]. ANMERKUNG 1 Nach einem Ausfall befindet sich die Einheit in einem vollständigen oder teilweisen Fehlzustand. ANMERKUNG 2 Der «Ausfall» ist ein Ereignis im Unterschied zum «Fehler», der ein Zustand ist. ANMERKUNG 3 «Gefährdender Ausfall» ist jeder Ausfall in einem System oder seiner Versorgung, der eine riskante Situation (gefährlichen Zustand) verursacht. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.77]. Ausgabe 1) Ausgabe (Funktion). Ausgang SIEHE Analogwert, Binärsignal, Eingabe/Ausgabe, E/A. en: output 2) Ausgang (Modul). SIEHE Analoge Ausgabe, Binäre Ausgabe. Ausrüstung Zusammenfassung von Funktionseinheiten oder Zusammenbau von Baugruppen und Einrichtung Komponenten, die zusammen zu einer Baueinheit einer Anlage oder zu einer funktionalen Einheit en: device in einem System gehören. Aggregat QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.73]. Apparat (abgelehnt) ANMERKUNG 1 Aus Sicht der Automation sind dies z.b. die Komponenten und Module einer Automationseinrichtung. ANMERKUNG 2 Aus Sicht des Prozesses ist dies z.b. ein Kessel, eine Kältemaschine, ein (Luft-) Vorerwärmer, ein Luftbefeuchter, ein Ventilator. In diesem Falle sind die Komponenten z.b. Heizregister, Regelventil, Frostschutzpumpe, Messwertgeber (en: sensor). Diesen sind wiederum Bauteile und Bauelemente als Subkomponenten zugeordnet, z.b. Stellantrieb, Frequenzumrichter, Motorschutzeinrichtung. 10

11 Automation Zweckgerichtete Aktion auf einen oder in einem Prozess um das vorgegebene Ziel zu erreichen. Steuern, Steuerung und QUELLE [ISO ]. Regeln, Regelung QUERVERWEIS Messen, Steuern, Regeln, Leiten. Leiten (veraltet) GA-System Automatische Regelung und Steuerung, Steuerlogik, Optimierung, Überwachung sowie Funktionen für Bedienung eines oder mehrerer physikalischer Werte und Zustände für den Betrieb der technischen Gebäudeausrüstung. QUERVERWEIS Gebäudeautomation. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.51]. ANMERKUNG 1 Die Benennung Automation wird vielfach nicht nur für den Vorgang im System, sondern auch für das System selbst verwendet, in dem die Automation stattfindet. ANMERKUNG 2 Automatisieren bezeichnet den Vorgang der Ausrüstung einer Einrichtung, so dass sie ganz oder teilweise ohne Mitwirkung des Menschen bestimmungsgemäss arbeitet, dagegen bezeichnet der Begriff Automation den betriebsfertigen Zustand. [Abgeleitet aus ISO , DIN 19233]. ANMERKUNG 3 Ein Automat (en: automaton) ist ein selbsttätig arbeitendes künstliches System, dessen Verhalten entweder schrittweise durch vorgegebene Entscheidungsregeln oder zeitkontinuierlich durch festgelegte Beziehungen bestimmt wird und dessen Ausgangsgrössen aus seinen Eingangs- und Zustandsgrössen gebildet werden. QUELLE [ISO ]. ANMERKUNG 4 Menschliches Einwirken auf den Betrieb wird auch Bedienen genannt. ANMERKUNG 5 Die einzelnen Funktionsbereiche der Automation unterscheiden sich im englischen Sprachraum wie folgt: a) Regeln: en: closed loop control / modulating control b) Stellen (analog Steuern): en: open loop control / positioning c) Steuern (Steuerlogik, Verknüpfung): en: interlock d) Beherrschen (Messen, Steuern, Regeln, Leiten): en: control. Automationsebene Es ist die logische Ebene, in der die Überwachungs- und Verarbeitungsfunktionen zur Anlagenautomation ablaufen. Dieser Ebene können auch dialogorientierte Bedienfunktionen zugeordnet sein. Eine Hardwarezuordnung ist von der logisch-funktionalen Ebene unabhängig. QUELLE [Begriff wird benutzt in der Experimentalnorm EN V ]. SIEHE Feldebene und Managementebene. ANMERKUNG In der Prozessleittechnik wird von Einzelleitebene, Gruppenleitebene, Gesamtleitebene gesprochen, eine «Leitebene» ohne Zusatz gibt es dort nicht. Automationsfunktion Automatische Regelungs-, Steuerungs- und Verriegelungs-Funktion für einen Prozess. SIEHE Verarbeitungsfunktion. 11

12 Automations-Netzwerk Verbindung zwischen Automationseinrichtungen/Controllern, Bedienstationen/-geräten, AN Programmiereinheiten, Datenschnittstelleneinheiten und Datenverarbeitungseinrichtungen Control-Netzwerk (z.b. Serverstationen). CN QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.20]. ANMERKUNG Schematische Darstellung siehe Bild 1. Automationsschema Fliessschema als zeichnerische Darstellung des Ablaufs, Aufbaus und der Arbeitsweise einer Verfahrensfliessschema gebäudetechnischen Anlage mit Feldgeräten und Funktionen eines GA-Systems. (abgelehnt) QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.62]. RI-Fliessschema (abgelehnt) MSR-Anlagenschema (abgelehnt) Automationsstation Einrichtung zur Regelung und/oder Steuerung eines oder mehrerer physikalischer Werte, Automationsgerät z.b. Temperatur, Feuchtigkeit, Druck. Controller QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.55]. Unterstation (veraltet) ANMERKUNG 1 Digitale Automationseinrichtungen (DDC) können in folgende Typen eingeteilt werden: 1) Automationsgerät Controller mit fester Funktion als anwendungsspezifische Steuer- und Regeleinheit ASR, welche eine oder mehrere vom Hersteller gelieferte feste Steuer- und Regelstrategien für spezifische Anwendungen enthält. 2) Konfigurierbare Automationseinrichtung Controller mit einer oder mehreren konfigurierbaren vom Hersteller gelieferten Steuer- und Regelstrategien für spezifische Anwendungen. 3) Programmierbare Automationseinrichtung Automationsstation bei der die (freie) Programmierung der Steuer- und Regelstrategien möglich ist. ANMERKUNG 2 Die dezentralen Multiplexer in Leitsystemen ohne Automationsfunktionen (en: SCADA = Supervisory Control And Data Acquisition) wurden Unterstation genannt. Eine Unterstation mit Regelfunktion, jedoch ohne Optimierungsfunktion, nannte man DDC-Unterstation. ANMERKUNG 3 Die Verwendung des Wortes Automation (en: control) bedeutet nicht, dass sich die Einrichtung/das System nur auf Automation bezieht. Überwachung und Verarbeitung anderer Informationen kann ebenso möglich sein. ANMERKUNG 4 IT Eine Einrichtung die den Datentransfer zwischen einem Computer und einem Peripheriegerät (z.b. Plattenlaufwerk, Monitor, Tastatur, Drucker) steuert, wird ebenfalls Controller genannt. Automationsstrategie Diagramm und/oder Software zur Darstellung der funktionalen Anforderungen an eine GA-System Anwendung. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.54]. 12

13 B Backup 1) Datenverarbeitung Prozess zum Kopieren/Exportieren von Daten in einen Datenspeicher der externen Backup-Einrichtung zum Abrufen und Wiederherstellen der Daten im Falle eines Speicherfehlers. Die Kopie wird Sicherungskopie genannt. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.21]. 2) Allgemein Unterstützungsdienste. Baustelle en: site Ein örtlich, funktional und organisatorisch abgeschlossener Bereich (z.b. ein Gebäude oder eine Gruppe von Gebäuden). QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.21]. Bedien- und SIEHE Bedienstation/Bediengerät. Beobachtungseinheit BBE Bedienfunktion Anlagen-/anwendungsspezifische Funktion für die Mensch-System-Schnittstelle zum Bedienen der Anlage(n) des GA-Systems über alle funktionalen Ebenen, hierzu gehören Grafik, dynamische Einblendung, Fernmeldung, lokale Bedienung. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.144]. ANMERKUNG Eine lokale Vorrang-Bedien-/Anzeigeeinrichtung ist keine Bedienfunktion und keine Funktion. Bedienstation Bediengerät Einrichtung für den Benutzer als Schnittstelle zu den Bedien- und Managementfunktionen eines GA-Systems, um Anlagen zu betreiben. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.145]. ANMERKUNG 1 Ein Bediengerät ist im Allgemeinen nur für fest programmierte Bedienfunktionen vorgesehen. WEITERE ERKLÄRUNG Der Ort der Bedienung wird wie folgt unterschieden: a) «vor Ort» am Feldgerät b) «vor Ort» am Schaltschrank c) «lokal» an der Automationseinrichtung d) «lokal» abgesetzt e) an der Managementeinrichtung f) «fern» über Telekommunikation. Benutzer Authentifizierung Die Bestätigung, dass die Zugriffsrechte so sind, wie sie vom Benutzer bei der Anmeldung (login) beansprucht werden. QUELLE [EN ISO (FDIS) , ]. Benutzeradresse GA-System Datenpunktadresse, die vom Benutzer auf der Bedienoberfläche angewandt wird. QUERVERWEIS 1 Adresse. QUERVERWEIS 2 Datenpunktadresse. QUERVERWEIS 3 Adressierungssystem. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.196]. ANMERKUNG Benutzeradresse wird im Englischen oft mnemonic bezeichnet. Bericht Ausgabe formatierter Ereignismeldungen oder Statistiken auf einer Anzeigeeinheit oder einem Drucker. QUERVERWEIS Protokoll. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.162]. 13

14 Bestätigung Die Darstellung einer Wechselwirkung, bei der die ausführende Funktion den Vollzug eines vorausgehend angeforderten Vorganges bestätigt. QUERVERWEIS 1 Rückführgrösse (Wert), Rückmeldung (Signal). QUERVERWEIS 2 Antwort. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.48]. Betriebsart GA Grundbezeichnung der Arbeitsweise (von mehreren), bei denen die Automationseinrichtung vorgegebene Konditionen aufrechterhalten soll. QUERVERWEIS Betriebszustand. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.141]. BEISPIELE Schnellaufheizung, Betrieb zur Belegungszeit, Komfortbetrieb, Economybetrieb, Nachtabsenkbetrieb. ANMERKUNG 1 Siehe Zustand und Status. WEITERE ERKLÄRUNG SIEHE Anhang B, neue Betriebsarten für die Raumautomation. Betriebssystem Software für den Betrieb der Anwendungsprogramme, für Ressourcenzuweisung, Aufgabenzuteilung, Ein- und Ausgabe-Steuerung und Datenmanagement. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.140]. Betriebstechnische Anlage BTA Frühere Bezeichnung für die Anlagentechnik der Ver- und Entsorgung von Gebäuden, insbesondere der Heiz- und Raumlufttechnik (mechanische Gewerke). ANMERKUNG 1 Es liegt eine missverständliche Doppelbedeutung mit produktions- oder prozesstechnischen Einrichtungen vor. ANMERKUNG 2 Die DIN 276 (Kosten im Hochbau) nennt: Bauwerk-Technische Anlagen. ANMERKUNG 3 Der Begriff Technische Gebäudeausrüstung (TGA) wurde im Rahmen der Arbeiten an der ATV VOB/C DIN eingeführt und in der Norm EN ISO (FDIS) definiert. SIEHE Technische Gebäudeausrüstung und Technische Gebäudesysteme. Betriebszustand Momentan wirksamer Zustand einer Anlage oder eines Aggregats, normalerweise als Resultat der aktiven Betriebsart. QUERVERWEIS Betriebsart, Status, Zustand. QUELLE [DIN EN 13306]. ANMERKUNG Der physikalische Betriebszustand ist unabhängig von der Betriebsart, denn diese kann z.b. mittels lokaler Vorrangbedienung oder Fernbedienung per Handeingriff übersteuert werden. Binär Aus zwei diskreten Werten bestehend. ANMERKUNG 1 In der Automationstechnik werden den zwei diskreten Werten üblicherweise die Booleschen Grössen 0 und 1 zugeordnet. QUELLE [IEC (CD) Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch]. ANMERKUNG 2 Binär codierte Digitalsignale dienen zur Ein-/Ausgabe der Werte 0 und 1. ANMERKUNG 3 Ein digitales Signal mit nur zwei Informationswerten ist ein binär codiertes Signal. 14

15 Binäre Ausgabe BA Funktion für die Ausgabe eines Schalt- oder Stellbefehls (auf/zu und pulsweitenmoduliert) über einen Binärausgang. SIEHE Ausgabe- und E/A-Funktion. QUELLE [VDI 3814 Richtlinie]. Binäre Eingabe Funktion für Melden und Zählen über einen Binäreingang. BE SIEHE Eingabe- und E/A-Funktion. QUELLE [VDI 3814 Richtlinie]. ANMERKUNG 1 Die Funktionen Ereignis- und Betriebsstunden-Zählen gehören zu den Verarbeitungsfunktionen. ANMERKUNG 2 Bei Automationsstationen werden für binäre Signale digitale E/A-Baugruppen verwendet. ANMERKUNG 3 In der ATV DIN (2000) wird noch der Begriff «Grundfunktionen» aufgeführt. Dieser ist in der Grundnorm DIN T.5 anders definiert. Daher soll «Grundfunktionen» für E/A-Funktionen der GA nicht mehr verwendet werden. Binäreingang/-ausgang Hardware der Automationseinrichtung zum Melden und Zählen oder Schalten und Stellen. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.27]. ANMERKUNG Die Funktion wird binäre Eingabe/Ausgabe genannt. Binärsignal Signal, das den Zustand (z.b. ein/aus) einer binär kodierten Digitalinformation (logisch 0 und 1) darstellt. Es bezieht sich auf die Eingabe- und Ausgabefunktionen eines GA-Systems. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.26]. ANMERKUNG 1 Ein digitales Signal ist in GA-Systemen ein veränderliches Signal, das den Wert einer digital kodierten Analog- oder Binärinformation repräsentiert. Es bezieht sich auf gemeinsame kommunikative oder Netzwerk-Datenpunkte. ANMERKUNG 2 Einrichtungen mit mehreren Binär- Ein-/Ausgängen werden oft als digital bezeichnet. Bridge Einrichtung/Gerät zur Verbindung eines oder mehrerer Netzwerksegmente auf der physikalischen Schicht und der Datenverbindungsschicht im ISO-OSI-Referenzmodell. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.2.6]. ANMERKUNG Dieses Gerät kann Nachrichten durch die Zugriffssteuerung für das Medium (MAC) auch filtern. Bus Kommunikationsmedium und -methode zwischen zwei oder mehreren Einrichtungen mit Schnittstellen für serielle Datenübertragung. ANMERKUNG 1 Eine linienförmige Netztopologie wird oft vereinfachend als Bus bezeichnet. ANMERKUNG 2 Ein Bus wird in den USA auch trunk (Fernleitung) genannt. WEITERE ERKLÄRUNG Die IEC definiert Bus (Funktionseinheit) wie folgt: System zur Übertragung von Daten zwischen mehreren Teilnehmern (Funktionseinheiten zur Verarbeitung von Daten) über einen gemeinsamen Übertragungsweg, bei dem die Teilnehmer nicht an der Weiterleitung von Daten mitwirken, die zwischen anderen Teilnehmern übertragen werden. Ein Bus kann in einer linienförmigen oder ringförmigen Anordnung betrieben werden. 15

16 C Change of Value SIEHE Wertänderung. COV Client Ein System oder eine Einrichtung, das eine andere Einrichtung für einen bestimmten Zweck über eine Serviceanforderungsinstanz einsetzt. Ein Client fordert einen Service von einem Server an. QUELLE [EN ISO (FDIS) , ]. ANMERKUNG Im englischen Sprachraum wird auch der Kunde (Bauherr) als (en: client) bezeichnet. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.40]. 16

17 D Daten Formalisierte Darstellung von Informationen, vorbereitet für Übertragung, Interpretation oder automatische Verarbeitung. QUELLE [ISO/IEC :1993]. ANMERKUNG Datenverarbeitung ist kein Synonym für Informationsverarbeitung. Daten Archivierung Systemfunktion für das Auslagern von gespeicherten Daten / Informationen auf externe Datenträger. ANMERKUNG Eine Datensicherungskopie der kompletten Software und der projektbezogenen Daten wird als Backup bezeichnet. SIEHE Historisierung und Statistikfunktion. Standardisierte Festlegung für den Informationsaustausch zwischen Funktionen der Anwendungs- software in einem GA-System und/oder zwischen einem GA-System und anderen Systemen für besondere Aufgaben. Die Informationen werden ohne Interpretation seitens der GA-Netzwerkeinrichtungen übertragen. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.59]. ANMERKUNG Es gibt genormte und nicht genormte Protokolle. Datenkommunikationsprotokoll Datenpunkt DP GA-System Bezeichnung für eine Eingabe- oder Ausgabefunktion. Es gibt physikalische und virtuelle Datenpunkte. Ein physikalischer Datenpunkt ist auf ein direkt angeschlossenes oder vernetztes Feldgerät innerhalb eines homogenen Systems bezogen. Ein virtueller Datenpunkt kann aus dem Ergebnis einer Verarbeitungsfunktion abgeleitet sein, oder er bezieht sich als gemeinsamer (kommunikativer) Datenpunkt auf eine Einrichtung/Gerät innerhalb eines anderen Systems. Ein Datenpunkt besteht aus allen zugeordneten Informationen, die seine Bedeutung (Semantik) vollständig beschreiben. Die Informationen umfassen den Aktualwert und/oder Zustand und Parameter (Eigenschaften und Attribute), z.b. Signalart und Signalkennlinie, Messbereich, Einheit und Zustandstexte. Ein Datenpunkt wird identifiziert über eine Datenpunktadresse und/oder eine Benutzeradresse, z.b. als mnemonische Bezeichnung. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.61]. ANMERKUNG 1 Ein Parameter mit eigener Benutzeradresse ist ein virtueller Datenpunkt. ANMERKUNG 2 Eine GA-Datenpunktliste zählt alle Datenpunkte auf, umreisst deren Funktionen und fasst diese für ein Projekt zusammen. ANMERKUNG 3 Datenpunkt ist ein historisch gewachsener Begriff, der früher nur einen physikalischen Prozesswert oder Zustand bezeichnete. Die Neudefinition erfolgte durch ISO/TC205 WG3 und CEN/TC247 WG3. In den VDI Richtlinien wurde der Begriff bisher vermieden, da vor 2001 über die Bedeutung kein Konsens zu erzielen war. ANMERKUNG 4 Der Begriff Datenpunkt kommt ausserdem in folgenden Normen vor: IEC Profibus, Profil GA V2.0 und E DIN ISO/IEC :1997 Begriffe. Datenpunktadresse GA-System Im System einmalig vorkommende Datenpunktbezeichnung für den Zugriff auf die Datenpunktinformationen. QUERVERWEIS 1 Adresse. QUERVERWEIS 2 Benutzeradresse. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.150]. ANMERKUNG Eine GA-Datenpunktliste kann benutzt werden, um die Datenpunktbezeichnungen oder Benutzeradressen vorzugeben. 17

18 Datenpunktliste SIEHE GA-Datenpunktliste (GA-DP Liste). DP Liste Datenschnittstelleneinheit DSE Funktions- oder Baueinheit zur Kommunikation zwischen Einrichtungen eines GA-Systems und Einrichtungen/Systemen in anderen Netzwerken, z.b. um geltende nationale Normen bei der Verbindung über öffentliche Datennetze einzuhalten. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.60]. ANMERKUNG 1 Die DSE darf unterschiedlich ausgeführt sein, z.b. als Modem, Router oder Gateway. ANMERKUNG 2 Ein Repeater ist keine DSE. Datenverarbeitungseinrichtung Serverstation Digitalrechner der durch intern gespeicherte Programme gesteuert wird, um arithmetische und logische Operationen an digital dargestellten diskreten Daten für einen oder mehrere Benutzer durchzuführen. QUERVERWEIS Server. QUELLE [ISO/IEC :1993]. DDC-Unterstation Hilfsbegriff nach der Übernahme von MSR-Funktionen in die ZLT-Unterstationen. DDC-UST ERKLÄRUNG Der Begriff «DDC-Unterstation» wurde der marktüblichen Funktionalität nicht mehr gerecht, als die Automationseinrichtungen zusätzlich zur eigentlichen Überwachungs- und MSR-Funktion, auch Aufgaben wie Rechnen, Optimieren, Datenspeicherung, lokal Bedienen und Beobachten, etc. übernehmen konnten. ANMERKUNG 1 Mit der Richtlinie VDI von 3/93 wurde der Begriff Automationsstation eingeführt. ANMERKUNG 2 Auch der engl. Begriff «outstation» wird der technischen Realität nicht mehr gerecht. Digital Auf numerischen Werten (Zahlen) basierend. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.65]. IT Methode zur Darstellung, Übertragung und Verarbeitung von auf numerischen Werten (Zahlen) basierenden Informationen. ANMERKUNG 1 Ein Digitalsignal ist eine Grösse, die jeden Wert innerhalb eines gegebenen Bereichs annehmen kann. QUELLE [IEC (CD) Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch]. ANMERKUNG 2 Mikroprozessorbasierte Einrichtungen werden oft digitale Geräte genannt. ANMERKUNG 3 Im GA-System stellt ein Digitalsignal den Wert einer digital kodierten Analogoder Binärinformation bzw. einer binär codierten dezimal (BCD) Information dar. BEISPIELE Kommunikativer, bzw. gemeinsamer (Netzwerk-) Datenpunkt, BCD-Zeitsignal. 18

19 Direct Digital Control DDC Steuerung und Regelung von Einrichtungen oder Anlagen mittels digitalem Computer oder Mikroprozessor. QUELLE [DIN Begriffe und DIN Fach-Grundnorm]. WEITERE ERKLÄRUNG SIEHE DDC-Unterstation und Controller. ANMERKUNG 1 Verwendet werden digitale Abtastregler mit unterschiedlichen Algorithmen, bei denen im Vergleich zum stetigen PID-Algorithmus die Abtastzeit eingeht (Berechnung durch Differenzengleichung statt Differenzialgleichung). Das System wirkt über Digital-Analog-Umsetzer (DAU) auf die Schalt-/Stellglieder ein. Messwerte werden über Analog-Digital-Umsetzer (ADU) dem Vergleichsglied der Regelfunktion zugeführt. ANMERKUNG 2 DDC mit Computertechnik existiert seit ca. 1965; Übernahme von Regel- und teilweise Steuerfunktionen durch eine Computer-Zentraleinheit. Siemens setzt seit etwa 1975 Microprozessoren (z.b. INTEL 8080) in der Klimaregelung ein. L&G setzt seit 1978 Microprozessoren für DDC in der Gebäudeleittechnik ein. Direktwirkendes Bedienelement DBE Diskretes Bauteil der Feldebene (Schaltschrank/Tableau) als Schalter, Einstell-/ Anzeigegerät und Leuchtanzeige zur direkten manuellen Bedienung von Anlagen und Einrichtungen der TGA ohne Beteiligung einer Automationseinrichtung. QUELLE [GAEB STLB-Bau 070 LV-Text]. SIEHE Handbedienung und Lokale Vorrangbedienung (LVB). ANMERKUNG 1 Eine Lokale Vorrangbedien-/Anzeigeeinheit wird in Verbindung mit einer Automationseinrichtung eingesetzt. ANMERKUNG 2 Der Begriff Notbedienebene, bzw. «NOT-» für Notbedienung ist durch die Europäische Maschinenrichtlinie mit anderer Bedeutung belegt und darf nur bei Gefahr für Leib und Leben Verwendung finden. Download Herunterladen Eine bestimmte Art von Dateiübertragung, die sich auf die Übertragung eines ausführbaren Programms, Bildes oder des Inhalts einer Datenbank auf eine andere Einrichtung im Netzwerk bezieht, in dem die Datei ausgeführt werden kann. Dreipunktregelung Regelfunktion mit einer Dreipunktausgabe der nur drei diskrete Ausgabewerte zugeordnet werden: Null und zwei Werte mit entgegengesetztem Vorzeichen. Diese Ausgabewerte werden zum Stellen in zwei binäre Stellsignale mit drei funktionalen Zuständen umgesetzt. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.1]. BEISPIEL a) öffnen, stopp, schliessen b) mehr, neutral, weniger c) heizen, neutral, kühlen. Durchflusskoeffizient Kvs Koeffizient für den Massenstrom-Durchfluss von Flüssigkeiten durch ein Ventil unter definierten Betriebsbedingungen wenn das Ventil den Nennhub (= 100%) erreicht hat. QUELLE [EN ISO (FDIS) , 3.82]. ANMERKUNG 1 Der Kv (Kvs)-Wert als Durchfluss eines Stellventils in m 3 /h wird mit Medium Wasser Dichte 1000 kg/m 3 bei 5 bis 50 C und Differenzdruck 100 kpa bestimmt. QUELLE [IEC 654-1]. ANMERKUNG 2 Ein einheitliches Verfahren zur Messung der Durchflusskapazität definiert IEC

20 Durchschnittliche Mathematischer Erwartungswert der Betriebszeit zwischen Ausfällen. Betriebszeit QUELLE [DIN EN 13306]. zwischen Ausfällen MTBF Durchschnittliche Angabe über den mathematischen Erwartungswert der Betriebszeit zwischen präventiven Betriebszeit zwischen Instandhaltungen. Instandhaltungen QUELLE [DIN EN 13306]. MTBM ANMERKUNG Siehe Durchschnittliche Betriebszeit zwischen Ausfällen (MTBF). Dynamische Einblendung Aktuelle Zustände und Werte von Datenpunkten dargestellt in einer grafischen Benutzerschnittstelle. 20

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