Elke Garbe. entwicklungstraumatisierten Kindern

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1 Berlin 2016 Elke Garbe Psychotherapie mit entwicklungstraumatisierten Kindern 1

2 Haut ab Das entwicklungstraumatisierte Kind zeigt in Symptomen, Überlebensstrategien, Kopingmustern, Abwehrformen seine Angst, durch Bindungspersonen erneut verletzt zu werden. Sie hatten und haben Schutzfunktion. Dies erfordert ein pädagogisch therapeutisches Arbeiten auf dem Boden einer tragfähigen Bindungsbeziehung 2

3 Die Methode der Integration traumaassoziierter Selbstanteile Basiert auf tiefenpsychologisches Wissen (Kohut) Und integriert die Erkenntnisse und Methoden der Traumaforschung und Therapie Sie berücksichtigt Übertragung und Gegenübertragungsprozesse Und beachtet Abwehrformen in ihrer Schutzfunktion Sie würdigt Überlebensstrategien als füh frühe Ressource 3

4 Dort und Damals Ressourcen/ Überlebensstrategien/traumaassoziierte Erinnerungen Traumatische Situation Si che rung en Zeit dazwischen Therapeut/ Pädagoge Kind Hier und jetzt Ressourcen/ traumaverarbeitende Fähigkeiten 4

5 Der Kontext In einem intermediären Raum wird das Hier und Jetzt, über die Zukunft zum Dort und Damals im Dialog vergegenständlicht. Dies geschieht innerhalb einer tragfähigen therapeutischen h Beziehung und auf einer Metaebene. Dadurch ist es möglich, dass inneres Geschehen nach Außen projiziert und symbolisiert und aus der Distanz betrachtet werden kann. 5

6 Setting der Methode Integration traumaassoziierter Selbstanteile Therapeut Patient Kategorien: Ressourcen Überlebensstrategien Gefühle Gedanken Handlungen Körperreaktionen Außen Außen Innen Ebenen: Hier und Jetzt Zukunft Dort und Damals 6

7 Materialien Symbole, welche gute und bedrohliche Aspekte ausdrücken können Seile, um Grenzen oder Verbindungen zu verdeutlichen Tücher, die Schützen und Distanz herstellen 7

8 Wichtige Prinzipien der Methode Therapeutische Beziehung (Bindung) Hier und Jetzt Dort und Damals Innen Außen BASK (Verhalten, Gefühl, Sensation, Gedanken) Wahrnehmungskanäle Affekttolleranzfenster Psychoedukation Fragmentierung und Dissoziation Mentalisierung und Ko Regulation 8

9 Psychoedukation 9

10 4 Ebenen in der Therapie Hier und Jetzt Innen Klient Therapeut Außen Dort und Damals 10

11 Der Körper als Speicher traumatischer Reaktionen (v. d. Kolk) Neuronale Netzwerke bilden sich aufgrund sensomotorischer Wahrnehmungen und Reaktionen in bestimmten, wiederholten Situationen. Über Introspektion können diese Reaktionen aufgrund ihrer neuronalen Speicherung aktiviert und reguliert werden. Dies nutzen wir zur Verarbeitung traumatischer Erfahrungen. Spüre in Deinen Körper, was nimmst Du wahr (Atmung, Haltung, Spannung, Wärme, Kälte etc.) 11

12 Sinnesorgane und BASK Sinnesorgane Was siehst Du Was hörst Du Was schmeckst Du Was riechst Du Wie fühlt es sich auf der Haut an BASK Behavior Verhalten Affekt Gefühl Sensation Körperreaktion Knowledge Denken 12

13 Traumaverarbeitung Toleranzfenster Hyperarousel, Übererregung, freeze, Sympatikus gesteuert Affekttoleranzfenster numb, Erschöpfung, Dissoziation Parasympatikus gesteuert

14 Traumaverarbeitung Toleranzfenster Hyperarousel, Übererregung, freeze, Sympatikus gesteuert Affekttoleranzfenster numb, Erschöpfung, Dissoziation Parasympatikus gesteuert

15 Traumaverarbeitung Toleranzfenster Hyperarousel, Übererregung, freeze Sympatikus gesteuert Affekttoleranzfenster numb, Erschöpfung, Unterwerfung, Dissoziation Parasympatikus gesteuert 15

16 Mentalisieren (Fonagy) Die innere Situation i im Kind wahrnehmen, h sie in Beziehung mit seínen traumatischen Erfahrungen bringen und moduliert und verstehend zurückgeben. Nicht aushaltbare Gefühle containen Dies innerhalb einer tragfähigen, regulierten Beziehung So viel Nähe wie möglich So viel Distanz wie nötig 16

17 Ko Kreation (Schore) Die aktivierte Stressreaktion aus frühkindlicher Missabstimmung zwischen Bindungsperson und Kind (z.b. durch Misshandlung) kann durch die ausreichend gute Bindungsperson erneut über Wiederabstimmung reguliert werden. 17

18 Ein konsolidiertes Selbst mit Kernselbst und Selbstgrenze mit Objektrepräsentation und Selbstrepräsentation t ti 18

19 Ein traumatisiertes Selbst mit bedrohtem Kernselbst und brüchiger Selbstgrenze 19

20 Schritt 1 und 2 Patient Therapeut Hier und Jetzt/ Innen und Außen Ressourcen Dort und Damals 20

21 Schritt 3 und 4 Schritt 5 Patient Therapeut Hier und Jetzt/ Innen und Außen Ressourcen und Belastungen Zukunftsvision 21

22 Schritt 3 und 4 Schritt 5 Schritt 6 Patient Therapeut Hier und Jetzt/ Innen und Außen Ressourcen und Belastungen Zukunftsvision Dort und Damals/ Innen und Außen Ressourcen 22

23 Schrittm3 und 4 Schritt 5 Schritt 6 und 7 Patient Therapeut Hier und Jetzt/ Innen und Außen Ressourcen und Belastungen Zukunftsvision Dort und Damals/ Innen und Außen Ressourcen 23

24 Integration anderer Methoden Bildschirmtechnik Skreentechnik Konfrontation EMDR Narrativtechniken 24

25 Gründe für das Nichtfunktionieren Diese Methode ist ein Orientierungsangebot, g sie wird in der Durchführung den Verarbeitungsmöglichkeiten des Patienten angepasst. Die Angst des Patienten, dass der Therapeut nicht besser ist als der frühere Bindungstäter. Wenn Kinder immer noch dem Umgangsrecht der traumatisierenden Eltern ausgesetzt sind. Wenn das neue Zuhause nicht sicher ist. 25

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32 Traumahilfe wer tut was Äußere Sicherheit Innere Sicherheit h Polizei, Staatsanwaltschaft Gericht Jugendhilfe Kinderärzte Psychiatrie, Sozialpädagogik, Traumapädagogik, Ergotherapie Erziehungsberatung, Psychotherapie, ambulante Hilfe Das betroffene Kind wird an der jeweiligen Traumaverar beitung Neubeginn Psychotherapie Alle Beteiligten Hilfe aktiv beteiligt 32

33 Jugendamt Psychotherapeut Mutter Kindergarten Ambulante Hilfe Geschwi ster Kind Oma Opa Schule Erfahrene Fachkraft Vater Anwalt Beratungsstelle Gutachter Familiengericht 33

34 Mit der intrinsischen Motivation des Kindes gehen! Den Willen des Kindes mit seinen Lösungsideen berücksichtigen! 34

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