Handbuch Manual Manuel MASI20

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1 Handbuch Manual Manuel MASI20

2 AS-i Handbuch für Geräte der Baureihe MASI20 Art.-Nr Art.-Nr Art.-Nr Art.-Nr Art.-Nr MASI20 DI4 DO4R MASI20 DI4 DO4 MASI20 DI4 DO3 AB MASI20 DI4 AB MASI20 DI4 DO3R AB Handbuch Art.-Nr Version 1.0 Murrelektronik GmbH Postfach Oppenweiler Telefon : ++49(0)7191/47-0 Falkenstrasse Oppenweiler Telefax:++49(0)7191/ Internet :

3 Inhaltsverzeichnis 1 SICHERHEITSHINWEISE Bestimmungsgemäßer Gebrauch Zielgruppe Vorschriften EU-Richtlinien Elektrische Sicherheit Allgemeine Hinweise Hinweise auf Normen Gerätenormen EMV-Normen Sicherheitsnormen Erläuterungen zur Symbolik Verwendung von Hinweisen Verwendung von Gefahrenhinweise Verwendung von Nummerierungen in Abbildungen Verwendung von Handlungsanweisungen Verwendung von Fußnoten SYSTEMBESCHREIBUNG AS-Interface System Systemdaten Hinweise für den Einsteiger Elektrische Spezifikation System - Kabel System - Stromversorgung Spannungsabfall Leitungsquerschnitte Hilfsenergie Profil INSTALLATIONSHINWEISE Abmessungen Montage Demontage Verkabelung - Feldbus und Versorgungsspannung Feldbus Versorgungsspannung Anschluss des Buses und der externen Spannungsversorgung Schneidklemmen...17

4 Schraubklemmen Anschluss von Sensoren und Aktuatoren Federkraftklemmen Schraubklemmen Federkraftklemmen Schutz gegen Vertauschen Anschluss 2-adriger Sensoren (potentialfreier Kontakt) Anschluss 3-adriger Sensoren PNP Anschluss für Aktuatoren (Verbraucher) Federkraftklemmen Schutz gegen Vertauschen Anschluss Statische Transistorausgänge Anschluss Relais Ausgänge SYSTEMPROJEKTIERUNG Adressierung Anschluss für Handprogrammiergeräte Systemprojektierung Projektierung mit Hilfe eines AS-Interface Handprogrammiergerätes Projektierung mit Hilfe eines AS-Interface Masters Autokonfiguration DIAGNOSEANZEIGEN Bus- / Gerätestatusanzeigen E/A - Statusanzeigen Externe Versorgung VERHALTEN BEI ÜBERLAST / KURZSCHLUSS Sensor/Geberversorgung Externe Versorgung Ausgänge... 29

5 Handbuchergänzungen / Korrekturen Version Kapitel Ergänzung / Korrektur Date/Nom 0.1 Erstellt / ERW 0.2 MASI40 => MASI / ERW 1.0 Textkorrektur / DK Notizen :

6 Zu diesem Handbuch : Die in diesem Handbuch verwendeten Texte, Abbildungen, Diagramme und Beispiele dienen ausschließlich der Erläuterung, Bedienung und Anwendung von Ein-/Ausgabemodulen der Baureihe MASI20. Sollten sich darüber hinausgehende Fragen zur Installation und Inbetriebnahme der in diesem Handbuch beschriebenen Geräte ergeben, sprechen Sie uns bitte an. Wir stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Murrelektronik behält sich vor, jederzeit technische Änderungen oder Änderungen dieses Handbuches ohne besondere Hinweise vorzunehmen. Wegweiser durch dieses Handbuch : Das Kapitel Sicherheitshinweise müssen Sie unbedingt lesen, bevor Sie mit den Produkten und dem System arbeiten. Es beinhaltet Hinweise, die zum sicheren Aufbau und Handhabung notwendig sind. Im Kapitel Projektierungshinweise wird AS-Interface orientiert an der Spezifikation von System und Komponenten beschrieben. Es richtet sich an den Systemplaner und informiert über wichtige Details zur erfolgreichen Projektierung. Das Kapitel Installationshinweise informiert über Einzelheiten zur Installation sowohl in mechanischer wie auch elektrischer Hinsicht. Es richtet sich im Speziellen an Elektrofachkräfte, die für Montage und Installation der Systemkomponenten verantwortlich sind. Die Kapitel Diagnose und Inbetriebnahme richtet sich an Inbetriebnahme-Fachpersonal. Es gibt wichtige Hinweise und Informationen zur raschen und unkomplizierten Inbetriebnahme einzelner Module wie auch des Gesamtsystems. V 1.0 1

7 1 Sicherheitshinweise 1.1 Bestimmungsgemäßer Gebrauch Ein- Ausgangsmodule der Baureihe MASI20 sind nur für Einsatzbereiche vorgesehen, die in diesem Handbuch beschrieben sind. Achten Sie auf die Einhaltung aller im Handbuch angegeben Kenndaten. Die Produkte wurden unter Beachtung gültiger Sicherheitsnormen entwickelt, gefertigt, geprüft und dokumentiert. Bei Beachtung der für Projektierung, Montage und ordnungsgemäßen Betrieb beschriebenen Handhabungsvorschriften und Sicherheitsanweisungen gehen im Normalfall keine Gefahren für Personen oder Sachen aus. Unqualifizierte Eingriffe in Hard- oder Software, wie auch die Nichtbeachtung der in diesem Handbuch angegebenen oder am Produkt aufgebrachten Warnhinweisen können zu schweren Personen- oder Sachschäden führen. Es dürfen nur von Murrelektronik empfohlene Zusatz- bzw. Erweiterungsgeräte in Verbindung mit Produkten der Baureihe MASI20 benutzt werden. Jede andere darüber hinausgehende Verwendung oder Benutzung gilt als nicht bestimmungsgemäß. 1.2 Zielgruppe Dieses Handbuch richtet sich ausschließlich an anerkannt ausgebildete Elektrofachkräfte, die mit den Sicherheitsstandards der Automatisierungstechnik vertraut sind. Projektierung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Prüfung der Geräte dürfen nur von einer anerkannt ausgebildeten Elektrofachkraft, die mit den Sicherheitsstandards der Automatisierungstechnik vertraut ist, durchgeführt werden. Eingriffe in die Hard- und Software unserer Produkte, soweit sie nicht in diesem Handbuch beschrieben sind, dürfen nur durch Murrelektronik Fachpersonal vorgenommen werden. 2 V 1.0

8 1.3 Vorschriften Bei der Projektierung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Prüfung der Geräte müssen die für den spezifischen Einsatzfall gültigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften beachtet werden EU-Richtlinien Dieses Gerät erfüllt die Anforderungen der EG-Richtlinie 89/336/EWG Elektromagnetische Verträglichkeit. Für Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereiche einschließlich Industriebereiche sowie Kleinbetriebe bestehen keine Einschränkungen hinsichtlich des Einsatzgebietes Elektrische Sicherheit Alle an dieses Gerät angeschlossenen Geräte müssen die PELV-Anforderungen von HD erfüllen Allgemeine Hinweise a) Die bestimmungsgemässe Funktion des Gerätes wird nur bei Beachtung der Bedingungen für den Einbau, die Systemerweiterungen, den Betrieb sowie die Wartung gewährleistet. b) Es dürfen nur Systemerweiterungen und Leitungen installiert werden, die den Anforderungen und Vorschriften für Sicherheit, elektromagnetische Verträglichkeit und ggf. Telekommunikationsendgeräte-Einrichtungen sowie den Spezifikationsangaben entsprechen. Durch die Installation anderer Erweiterungen können diese Anforderungen und Vorschriften verletzt bzw. das System beschädigt werden. Informationen darüber, welche Systemerweiterungen und Leitungen zur Installation zugelassen sind, erhalten Sie von Ihrer Murrelektronik-Niederlassung bzw. entnehmen Sie bitte diesem Handbuch. c) Der bestimmungsgemässe Betrieb des Gerätes ist nur bei vollständig montiertem Gehäuse gewährleistet. d) Dieses Produkt ist so konzipiert und beschaffen, dass bei bestimmungsgemässer Verwendung und ordnungsmässiger Unterhaltung der Schutz vor Gefahren, die von diesem Produkt ausgehen können gewährleistet ist. V 1.0 3

9 1.4 Hinweise auf Normen Gerätenormen - EN Niederspannungsschaltgeräte Steuerungs- und Geräte-Interface Systeme Actuator Sensor Interface (AS-i). - EN Niederspannungsschaltgeräte Teil 1: Allgemeine Festlegungen EMV-Normen - EN Niederspannungsschaltgeräte Steuerungs- und Geräte-Interface Systeme Actuator Sensor interface (AS-i). - EN Industrielle, wissenschaftliche und medizinische Hochfrequenzgeräte Funkstörungen Grenzwerte und Messverfahren. - EN EMC Teil 4 : Prüf- und Messverfahren Hauptabschnitt 2 : - Prüfung der Störfestigkeit gegen die Entladung statischer Elektrizität EMV Grundnorm. - EN EMV Teil 4 : Prüf- und Messverfahren Hauptabschnitt 3 : - Prüfung der Störfestigkeit gegen hochfrequente elektromagnetische Felder. - EN EMV Teil 4 : Prüf- und Messverfahren Hauptabschnitt 4 : - Prüfung der Störfestigkeit gegen schnelle transiente Störgrößen/Burst EMV Grundnorm. - EN EMV Teil 4 : Prüf- und Messverfahren Hauptabschnitt 6 : - Prüfung der Störfestigkeit gegen asymmetrische HF Einkopplung - EMV Grundnorm. - AS-i Complete Specification Version 2.1, Section 8 EMC Sicherheitsnormen - EN Niederspannungsschaltgeräte Steuerungs- und Geräte-Interface Systeme Actuator Sensor interface (AS-i). - EN Niederspannungsschaltgeräte Teil 1: Allgemeine Festlegungen. - EN Schutzarten durch Gehäuse (IP-Code) - VDE 0100 Teil 410/HD Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1 000V Teil 4 : Schutzmaßnahmen. - Kapitel 41 : Schutz gegen elektrischen Schlag. 4 V 1.0

10 1.5 Erläuterungen zur Symbolik 1.6 Verwendung von Hinweisen Hinweise auf wichtige Informationen sind besonders gekennzeichnet. Sie werden wie folgt dargestellt : Hinweistext Verwendung von Gefahrenhinweise Gefahrenhinweise sind zusätzlich mit einem Rahmen gekennzeichnet. ACHTUNG : Die Nichtbeachtung von Vorsichtsmaßnahmen kann eine mögliche Beschädigung von Geräten und anderen Sachwerten zur Folge haben. GEFAHR : Bei Nichteinhaltung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen besteht eine Gefahr für Leben und Gesundheit des Anwenders Verwendung von Nummerierungen in Abbildungen Numerierungen in Abbildungen sind durch weisse Zahlen in runden, schwarzen Feldern dargestellt. Beispiel : ⓿ Text 1... ❶ Text 2... ❷ Text 3... Die Erläuterungen erfolgen tabellarisch unter der gleichen Nummer, im direkten Zusammenhang zur vorstehenden Abbildung Verwendung von Handlungsanweisungen Eine Handlungsanweisung beschreibt die Reihenfolge von Abläufen bei Aufbau, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung, die zwingend eingehalten werden muß. Die Numerierung erfolgt fortlaufend, aufsteigend durch schwarze Zahlen in runden, weissen Feldern. Beispiel : 1 Anweisung Anweisung Anweisung Verwendung von Fußnoten Ergänzungen werden durch hochgestellte Ziffern (Beispiel: Text Text 1) Text Text) gekennzeichnet. Sie werden in Form von Fußnoten unterhalb von Tabellen bzw. bei Fließtext am Seitenende erläutert. V 1.0 5

11 2 Systembeschreibung 2.1 AS-Interface System AS-Interface ist ein einfaches, kostengünstiges Verdrahtungssystem auf Basis einer 2-adrigen Leitung zur Übertragung von Daten und Hilfsenergie für Sensoren über eine Entfernung von bis zu 100m. Systemausdehnungen > 100m sind möglich, erfordern jedoch den Einsatz von Repeatern. Der Anwendungsbereich konzentriert sich im wesentlichen auf die untere Ebene industrieller Automatisierung zur Vernetzung einfacher, meist binärer, Sensoren und Actuatoren. AS-Interface ist ein Ersatz für die traditionelle Verkabelung zwischen Sensoren, Actuatoren und der SPS. Systemseitige Mechanismen unterstützen wirkungsvoll bei Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung. Jedes AS-Interface System benötigt eine Steuereinheit, den Master. Dieser ist erhältlich als SPS spezifische Baugruppe, PC-Karte oder in Form eines Gateways. Das Anwendungsprogramm auf der Steuerung oder dem PC steuert über den Master und die dezentralen Ein-/ Ausgabebaugruppen, den s, den Prozess. Der zyklische Informationsaustausch zwischen Master und s wird vom Master selbständig durchgeführt. Ein AS-Interface Netzwerk unterstützt gemäß Standardspezifikation den Betrieb von maximal 31 s. Die erweiterte Spezifikation sieht den Betrieb von bis zu 62 s vor. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen aktiven und passiven Modulen. Aktive Module sind s, mit Schnittstellen zu herkömmlichen binären Sensoren und Actuatoren. In jedem Zyklus werden zwischen Master und 4 Datenbits in Eingangs- und 4 Datenbits in Ausgangsrichtung übertragen. Aus der festgelegten Struktur und Länge der Datentelegramme resultiert die Unterstützung von bis zu 124 Eingängen und 124 Ausgängen (Standardspezifikation). Die erweiterte Spezifikation unterstützt 248 Eingänge und 186 Ausgänge. Passive Module besitzen typisch eine standardisierte elektromechanische Schnittstelle (z.b. M12 Rundsteckverbinder) zum direkten Anschluss von Sensoren und Actuatoren mit integriertem AS-Interface an die Feldbusleitung. Zur Sicherstellung eines zielgerichteten Datenaustausches zwischen Master und s muss jeder mit einer spezifischen Adresse im Bereich 1 bis 31 als A- oder B- programmiert sein. Die Adressenzuweisung kann über ein einfach zu bedienendes Handprogrammiergerät oder über den Master selbst erfolgen. AS-Interface Produkte sind allgemein durch spezifische Logos gekennzeichnet. Dies ermöglicht im die Unterscheidung zwischen zertifizierten Produkten und AS-Interface konformen Produkten gemäß Herstellererklärung. Abbildung 2-1 : AS-Interface Abbildung 2-2 : Zertifizierung 6 V 1.0

12 Bedingt durch die Signalform der Datenübertragung sind Abschlusswiderstände an Leitungsenden nicht erforderlich. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus dem intelligenten Aufbau des Datenprotokolls das AS-Interface Systeme gegen Störungen extrem unempfindlich macht. Auf eine Abschirmung der Busleitung kann daher völlig verzichtet werden. Die Struktur von AS-Interface Systemen ist vergleichbar mit der einer herkömmlichen Elektroinstallation und kann als Linien-, Stern- oder Baumstruktur aufgebaut sein. Linie Steuerung Master Stern Steuerung Master Baum Steuerung Master Abbildung 2-3 : AS-Interface System-Topologie Die Zykluszeit ist abhängig vom Ausbaugrad. Sie beträgt bei Vollausbau des Systems mit 31 s ca. 5ms und beim Vollausbau mit 62 s, nach der erweiterten Spezifikation, ca. 10ms. V 1.0 7

13 2.2 Systemdaten Topologie Baum-Struktur Übertragungsstrecke 2-Draht Leitung (ungeschirmt) für Daten und Energie (typ. bis 8A) Leitungslänge Summe aller Stichleitung : max. 100 Meter Anzahl der s max. 31 bzw. max. 62 Anzahl binärer Elemente (nach Spezifikation 2.0) Anzahl binärer Elemente (nach Spezifikation 2.1) bis zu 4 Sensoren und Actuatoren je (max. 124 Eingänge und 124 Ausgänge im Gesamtsystem) bis zu 4 Sensoren und 3 Actuatoren je (max. 248 Eingänge und 186 Ausgänge im Gesamtsystem) Adressen Je eine spez. Adresse im Bereich bzw A und 1-31 B bei der erweiterten Spezifikation. Adressierung Nachrichten Bitrate Zykluszeit Fehlererkennung Masterfunktionalität über Handprogrammiergerät oder Master. Zyklische Nachrichten vom Master zu einzelne s (Masteraufruf) mit unmittelbarer Rückantwort vom (antwort). 4 Bit Nutzdaten je und Nachricht. 5 ms bei 31 s 10 ms bei 62 s. Identifikation fehlerbehafteter Nachrichten, automatische Wiederholung. - Systeminitialisierung - automatische erkennung - azyklische Parameterübertragung - Diagnose von Bus und s - Fehlermeldung zur Steuerung - Auto-Adressing bei austausch. Tabelle : AS-Interface Systemdaten 8 V 1.0

14 2.3 Hinweise für den Einsteiger AS-Interface ist ein industrietaugliches Feldbussystem, dessen Vorteile einerseits in der einfachen Handhabung bei der Planung und Anwendung wie auch in der Übersichtlichkeit des Gesamtsystems liegen. Um den Systemeinstieg noch einfacher und sicherer zu machen empfehlen wir die Vorgehensweise anhand der Checkliste wie folgt : Arbeitsphase Fragen Hinweis Planung Wieviele Ein- und Ausgänge Hieraus leitet sich ab, ob ein oder mehrere AS-Interface werden insgesamt benötigt? Systeme zur Realisierung benötigt werden. Planung Planung Projektierung Montage Inbetriebnahme Inbetriebnahme Inbetriebnahme Wie groß ist der AS- Interface-Systemstrombedarf? Wie groß ist die Gesamtausdehnung des Systems? Wie sollen die Adressen zu Modulen zugeordnet sein? Wo sollen die Module montiert werden? Wie wird die Systemkonfiguration durchgeführt? Sind alle s vom Master erkannt worden? Wie kann ein einfacher E/A Funktionstest durchgeführt werden? Wichtig zur Auswahl eines geeigneten Systemnetzgerätes. AS-Interface Systemnetzgeräte dürfen nicht parallel geschaltet werden! Wenn die Summe aller Leitungslängen 100m übersteigt müssen Repeater oder Extender eingesetzt werden. Um Adressierfehler zu vermeiden sollte ein Plan erstellt werden. Adressierte Module unbedingt sorgfältig beschriften! Abhängig von der Schutzart der Module. Entweder im Schaltschrank oder Klemmenkasten, Module mit Schutzart IP 67 zwecks hoher Rationalisierung möglichst in der Nähe von Sensoren und Actuatoren. Im Projektierungsmodus (Betriebsart des Masters) werden die -Profile der erkannten s durch den Master automatisch eingelesen. Wenn alle s erkannt worden sind, sollte der Master in den geschützten Betriebsmodus umgeschaltet werden. Dies ermöglicht weitreichendere Diagnosen. Komfortabel und übersichtlich mit speziellen, einfach handhabbaren Inbetriebnahme-Tools 1 oder mit dem Gateway mit grafischem Display. Alternativ über die SPS Software. 1 z.b. ASI Control Tools Art.Nr V 1.0 9

15 2.4 Elektrische Spezifikation System - Kabel Abgestimmt auf die Anforderungen unterschiedlicher Anwendungen kann die feldbusseitige Systemverkabelung sowohl mit Rundleitung 2, wie auch mit der AS-Interface charakteristischen gelben Profil-Flachleitung 3 realisiert werden. Der Leitungsaufbau ist grundsätzlich 2 adrig ohne PE Leiter. Aufgrund der Übertragungstechnik ist eine Abschirmung der Leitung nicht erforderlich. Für die Wahl geeigneter Übertragungsleitungen sind zwei elektrische Aspekte massgebend : a) Gleichstromwiderstand (Leitungsquerschnitt) aus Gründen der Hilfsenergieübertragung b) Übertragungseigenschaften Impedanz von Ohms bei 167 khz Für Aktuatoren wird üblicherweise eine zusätzlich eingespeiste Hilfsenergie benötigt. Adern braun - Feldbus-Systemleitung (ASI+) 24V DC Hilfsenergie (+24V DC) blau - Feldbus-Systemleitung (ASI-) 24V DC Hilfsenergie (0V) Abbildung 2-4 : AS-Interface Rundkabel nach DIN VDE 0281 Teil 402 Die Aderisolation besteht beim profilierten Standardkabel aus einer Gummimischung. Für Anwendungen mit höheren Anforderungen speziell in Hinblick auf chemische Beständigkeit sind Kabel mit TPE oder PUR Isolation verfügbar. Klassisches Anwendungsfeld ist die ortsfeste System-Verkabelung im rauen Umfeld von Maschinen und Anlagen. Als Übertragungskabel können alternativ handelsübliche Rundkabel als Zweileitersystem ohne PE-Leiter verwendet werden. Die Vorteile dieser Leitung konzentrieren sich im wesentlichen auf Anwendungen in Schleppketten und die Verdrahtung in Schaltschränken. 2 Best.Nr Best.Nr V 1.0

16 2.4.2 System - Stromversorgung Abbildung 2-5 : AS-Interface Systemstromversorgungen 4 AS-Interface Systeme benötigen zur Energieversorgung eine Gleichspannung im Bereich 29,5V bis 31,6V DC, die den IEC Vorschriften für "Funktionskleinspannungen mit sicherer Trennung" (PELV) entsprechen muß. AS-Interface Strang benötigt sein eigenes Netzteil. Jeder Wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen Industriestromversorgungen stellt das integrierte Datenentkopplungsfilter dar. Dies ist eine wichtige Voraussetzung, damit über die daran angeschlossene Leitung neben der Energie auch die aufmodulierten Daten übertragen werden können. 4 Art.-Nr MCS-A /30 Art.-Nr MCS-A /30 EFD (mit Erdschlussüberwachung) V

17 2.4.3 Spannungsabfall Maximale Funktionssicherheit und damit verbunden störungsfreier Betrieb, setzt die zwingende Einhaltung der systemseitigen Grenzwerte in Hinblick auf die Systemversorgungsspannung voraus. Es muß in jedem Fall sichergestellt sein, dass die Systemspannung gemessen am entferntesten, aus Sicht der Systemstromversorgung, 26,5V DC nicht unterschreitet. Durch die zentrale Energieversorgung der s mitsamt der daran angeschlossenen Sensoren aus dem AS-Interface Systemnetzgerät, entsteht abhängig vom Laststrom ein Spannungsabfall auf der Systemleitung. In kritischen Fällen kann ggf. durch Ortsveränderung der Systemstromversorgung innerhalb des Gesamtsystems oder durch Verwendung von Systemleitungen mit größerem Leiterquerschnitt (nur bei Rundleitung möglich) eine Optimierung erreicht werden. AS-Interface Module mit digitalen Eingängen unterstützen den direkten Anschluss handelsüblicher Sensoren. Die zum Betreiben der Sensoren benötigte Versorgungsspannung wird mit Hilfe eines Entkopplungsnetzwerkes im selbst aus der Systemversorgung gewonnen. Ausgehend von der niedrigsten, zulässigen Versorgungsspannung am und unter Berücksichtigung von Spannungsabfällen im, kann jederzeit die einwandfreie Versorgung der Sensoren gewährleistet werden. Die Sensor-Versorgungsspannungen unterschiedlicher, aus der Busleitung gespeister AS-Interface Module sind massefrei und dürfen in keinem Fall miteinander gekoppelt werden! Leitungsquerschnitte Für die Wahl der geeigneten Übertragungsleitung unter Gesichtspunkt der Energieübertragung ist im wesentlichen der Gleichstromwiderstand maßgebend. Zur Verdeutlichung der Zusammenhänge soll das nachfolgende Rechenbeispiel beitragen. Unter der Voraussetzung, dass die Leitungslänge 100 Meter beträgt 31 s in gleichmäßigen Abständen an die Leitung angeschlossen sind, und die s alle den gleichen Strombedarf von 65 ma aufweisen, also ein Gesamtstrom von 2 A, ergibt sich zwischen den Einspeisepunkten der Energieversorgung und dem Anschlusspunkt des letzten s folgender Spannungsabfall : Leiterquerschnitt in mm² 0,75 1,5 2,5 Gleichstromwiderstand in mohm/m 52,0 26,6 16,0 max. Spannungsabfall in V 5,4 2,7 1,6 Tabelle : Einfluss unterschiedlicher Leiterquerschnitte 12 V 1.0

18 2.4.5 Hilfsenergie Für Aktuatoren wird üblicherweise eine zusätzlich eingespeiste Hilfsenergie benötigt. Die Hinweise bezüglich der Spannungsabfälle und Leiterquerschnitte gelten ebenfalls für die Hilfsenergie, um so mehr als höhere Stromstärken vorhanden sind. Im Falle eines ausgangsseitigen Kurzschlusses an einem weit entfernten - aus Sicht der Systemstromversorgung - können manche s kurzzeitig eine Unterspannung der Hilfsenergie melden auf Grund eines Spannungsabfalls bewirkt durch den hohen Strom im Kabel Profil Zur eindeutigen, funktionalen Identifikation durch den AS-Interface Master, ist jeder durch ein sog. -Profil gekennzeichnet. Die Vorgaben hierzu sind in der AS-Interface Spezifikation festgeschrieben und bestehen aus einem ID-Code, 2 erweiterte ID-codes (ID1-Code und ID2-Code) und einem Konfigurationscode für Ein-/Ausgänge (IO-Code). Diese Angaben charakterisieren die Funktion des s. Das profil wird wie folgt dargestellt : S-IO.ID.ID2 (z.b. : S-7.A.0). Es ist nicht veränderbar und wird vom Hersteller fest einprogrammiert. Der ID1-Code kann jedoch vom Anwender über den Befehl «Write_Extended_ID-Code_1» geändert werden. Ab Werk ist der ID1-Code auf F für ein Standardslave bzw. auf 7 für ein AB- (ID=A) vorprogrammiert. Alle Informationen des -Profils (ID-, ID1-, ID2- et IO-Code) sind wichtige Voraussetzung für einen einfachen Tausch von s innerhalb eines bestehenden Systems. Anhand dieser Angaben überprüft der Master ob die Ist- mit der Soll-Konfiguration übereinstimmt. V

19 3 Installationshinweise 3.1 Abmessungen 82 mm 91 mm 60 mm 77 mm 25 Abbildung 3-1 : Abmessungen MASI Montage Die Module der Baureihe MASI20 können direkt auf einer Tragschiene befestigt werden. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass der Mechanismus fest einrastet Abbildung 3-2 : Schnappmontage 14 V 1.0

20 3.3 Demontage Um das Modul zu entfernen reicht ein einfacher Schraubenzieher Abbildung 3-3 : Module von der Tragschiene entfernen FAULT ASI PWR AUX PWR I0 I1 I2 I3 O0 O1 O2 O3 V

21 3.4 Verkabelung - Feldbus und Versorgungsspannung Feldbus Die AS-Interface Feldbusverkabelung baut auf der Verwendung einer 2-Draht-Leitung gemäß AS- Interface Spezifikation 5. Adern braun blau Feldbus-Systemleitung (ASI+) Feldbus-Systemleitung (ASI-) Versorgungsspannung Eine zusätzliche Versorgungsspannung ist immer dann erforderlich, wenn der Energiebedarf des AS- Interface s mitsamt seiner Peripherie (Sensoren und/oder Aktuatoren) nicht durch die vom aus der Busleitung ausgekoppelten Energie abgedeckt werden kann. Typische Anwendungen mit zusätzlicher Versorgungsspannung sind : - Lichtschranken, - Induktive Verbraucher (Schaltgeräte..). - usw Das Netzgerät für die externe Versorgungsspannung muß eine Schutztrennung aufweisen und die PELV-Anforderungen nach IEC erfüllen. Die Verkabelung im Schaltschrank erfolgt zweckmäßig mit Einzeladern. Abweichend davon kann ebenso geeignete Rundleitung oder die eigens spezifizierte Profil - Flachleitung verwendet werden. Adern braun blau 24V DC Hilfsenergie (+24V DC) 24V DC Hilfsenergie (0V) 5 siehe Kapitel : System - Kabel 16 V 1.0

22 3.4.3 Anschluss des Buses und der externen Spannungsversorgung Die Module der Baureihe MASI20 werden mit steckbaren Schneidklemmen geliefert. Der AS-Interface Bus und die externe Spannungsversorgung werden über Litzen an die Schneidklemmen des Moduls angeschlossen Schneidklemmen Die Schneidklemmen werden auf das MASI20-Modul gesteckt, die Kunststoffkappe wird entfernt und die Litzen in die Schneidklemmen eingelegt. Es ist auf die richtige Polarität zu achten! Die Kunststoffkappe wird von oben auf Schneidklemme gesteckt und nach unten gedrückt bis sie eingerastet ist. Die Verdrahtung kann so ohne Unterbrechung von Modul zu Modul durchgeschleift werden. Der Anschluss ist identisch für den Bus und die externe Spannungsversorgung. Der zulässige Drahtdurchmesser beträgt 0,5mm² bis 0,75mm² Abbildung 3-4 : Schneidklemmen Anschluss Schraubklemmen Optional ist es möglich den AS-Interface Bus und die externe Spannungsversorgung über Litzen und steckbare Schraubklemmen an das Modul anzuschließen. Der Anschluss ist identisch für den Bus und die externe Spannungsversorgung. Der zulässige Drahtdurchmesser beträgt 0,5mm² bis 1,5mm². 1 2 Abbildung 3-5 : Schraubklemmen Anschluss 0,22Nm V

23 3.5 Anschluss von Sensoren und Aktuatoren Abhängig vom Modultyp erfolgt die Speisung der angeschlossenen Sensoren oder Aktuatoren aus der AS-Interface Systemspannung oder aus der zusätzlich angeschlossenen Versorgungsspannung. Sensor-/Geberspeisung MASI20 aus der Systemspannung Art. Nr. : Art. Nr. : Art. Nr. : aus der zusätzlichen Versorgungsspannung Art. Nr. : Art. Nr. : Tabelle 3.5 1: Modulübersicht Die aus der AS-Interface Systemspannung ausgekoppelte 24V DC Sensorversorgungsspannung ist elektronisch gegen Überlast und Kurzschluss geschützt. Alle an ein Murrelektronik AS-Interface-Modul angeschlossene Sensoren und Aktuatoren beziehen ihre Energie aus der selben Spannungsquelle. Die aus der Systemspannung gewonnene Sensorversorgungsspannung ist massefrei. Die Sensorversorgungsspannung selbst, wie auch damit betriebene Sensoren und Geber, dürfen in keinem Fall mit weiteren Modulen elektrisch verbunden werden Federkraftklemmen Zum Anschluss von Sensoren und Aktuatoren werden die MASI20-Module mit steckbaren Federkraftklemmen geliefert. Die Anschlussdrähte der anzuschließenden Sensor- oder Aktuatorleitungen sind jeweils 4 mm abzuisolieren. Mit einem Schraubendreher wird die orange Kunststoffentriegelung nach unten gedrückt und gleichzeitig der abisolierte Anschlussdraht in die danebenliegende Führung bis zum Grund eingesteckt. Nach dem Loslassen der Entriegelung ist der Anschlussdraht kontaktiert und fest. Der Anschluss ist identisch für Aktuatoren und Sensoren. Der zulässige Drahtdurchmesser beträgt 0,14mm² bis 1,5mm² ,14-1,5mm² Abbildung 3-6 : Federkraftklemmen Anschluss 18 V 1.0

24 3.5.2 Schraubklemmen Optional werden Schraubklemmen als Zubehör 6 angeboten. Der Anschluss ist identisch für Aktuatoren und Sensoren. Der zulässige Drahtdurchmesser beträgt 0,14mm² bis 1,5mm² ,14-1,5mm² 0,22Nm Abbildung 3-7 : Schraubklemmen Anschluss Federkraftklemmen Schutz gegen Vertauschen Um zu vermeiden, dass die Federkraftklemmen der Ein- und Ausgänge vertauscht werden können, ist die Eingangsbuchse im MASI20-Modul kodiert. Von der Eingangsklemmen muss die entsprechende Kunststoffnase entfernt werden, um sie ins Modul stecken zu können. De Ausgangsklemme bleibt unkodiert. FAULT ASI PWR AUX PWR Inputs Outputs Abbildung 3-8 : Klemmen Verkehrung Schutz 6 Ref V

25 3.5.4 Anschluss 2-adriger Sensoren (potentialfreier Kontakt) U0 / +24V I0 I1 I2 I3 COM Abbildung 3-9 : 2-adrige Sensoren (potentialfreier Kontakt) Anschluss Siehe Anschlussdiagram auf der Modulseite Anschluss 3-adriger Sensoren PNP + S U0 / +24V I0 - + S I1 - I2 I3 COM Abbildung 3-10 : 3-adrige Sensoren PNP Anschluss Siehe Anschlussdiagram auf der Modulseite 20 V 1.0

26 3.6 Anschluss für Aktuatoren (Verbraucher) Die Speisung der am Modul angeschlossenen Verbraucher erfolgt aus der zusätzlich angeschlossenen Versorgungsspannung. Bei Modulen der Baureihe MASI20 ist die Ausgangsspannung elektronisch gegen Kurzschluss und Überlast geschützt. Die Ausgänge dürfen bis max. 0,5A bei statische Transistorausgänge bzw. 2A bei Relaisausgänge werden. Ausgangstyp MASI20 Relais Art.-No. : Art.-No. : statische Transistorausgänge Art.-No. : Art.-No. : Tabelle 3.6 1: Modulübersicht Die Belastbarkeit der Ausgänge ist der Installationsanleitung des jeweiligen Moduls zu entnehmen. Die Ausgänge von Modulen der Baureihe MASI20 wie auch die dazugehörigen Potentiale dürfen in keinem Fall mit Ein- oder Ausgängen weiterer AS-Interface Module galvanisch verbunden werden Federkraftklemmen Schutz gegen Vertauschen Um zu vermeiden, dass die Federkraftklemmen der Ein- und Ausgänge vertauscht werden können, ist die Eingangsbuchse im MASI20-Modul kodiert. Von der Eingangsklemmen muss die entsprechende Kunststoffnase entfernt werden, um sie ins Modul stecken zu können. De Ausgangsklemme bleibt unkodiert. FAULT ASI PWR AUX PWR Inputs Outputs Abbildung 3-11 : Klemmen Verkehrung Schutz V

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