Unser Bild vom Menschen

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1 Das pädagogische Konzept t des ELKI Naturns: Unser Bild vom Menschen Wir sehen den Menschen als ein einzigartiges, freies und eigenständiges Wesen mit besonderen physischen, emotionalen, psychischen und sozialen Bedürfnissen. Wir sind überzeugt, dass der Mensch alle Fähigkeiten und Ressourcen in sich trägt, um sein eigenes Leben zu gestalten. Dieses beinhaltet auch die Wahl der freien Entscheidung und das Übernehmen von Verantwortung. Soziale Beziehungen und Kommunikation sehen wir als wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung des Menschen und für eine gesunde Lebensweise. Der Mensch braucht Zuwendung, Geborgenheit, Sicherheit und ein Umfeld, das geprägt ist von Wertschätzung, gegenseitigem Vertrauen, Freundlichkeit und Freude. Lernen ist ein lebenslanges Grundbedürfnis des Menschen. Unser Bild vom Kind und von frühkindlicher Förderung Jedes Kind ist einzigartig, in seinem Aussehen, in seinen Fähigkeiten, in seinen Bedürfnissen, in seinem Denken, in seiner Entwicklung, in seinem Lernen. Wir sehen das Kind als Person mit seinen Bedürfnissen nach menschlicher Zuwendung, sozialer Einbindung und Anerkennung. Kinder haben ein Recht auf Selbstständigkeit und Selbstbestimmung, wir akzeptieren ihr Tempo und lassen ihnen die Zeit, die sie brauchen.an der Neugierde der Kinder, ihrem Erkundungs- und Forscherdrang erkennen wir, dass Kinder von sich aus lernen wollen. Sie lernen aus ihren eigenen Erfahrungen und Handlungen, denn sie gestalten ihre Entwicklung aktiv mit. Ihr Motor für jeden neuen Entwicklungsschritt ist die Bewegung. Kinder sind sozial und brauchen den Kontakt mit Gleichaltrigen. Sie sind kompetent, eigene Lösungsstrategien zu entwickeln. Kinder brauchen von uns Erwachsenen Wertschätzung, Halt, Sicherheit und Empathie. Durch ständiges Beobachten verfeinert sich unsere Wahrnehmung in Bezug auf die Kinder laufend und wir lernen

2 ständig von ihnen. In unseren Gruppen werden die Babys und Kleinkinder unterstützt und begleitet. Der Kontakt zu anderen Kindern vermittelt dem Kind ein erstes Gruppengefühl und ermöglicht das Lernen in der Gruppe. Bewegung und Aktivität, musikalische Bildung und das Anregen der Sinne fördern mit viel Spaß die soziale, geistige, sprachliche und motorische Entwicklung des Kindes. Die Eltern lernen dabei ihr Kind, seine Vorlieben, Stärken und Ressourcen besser kennen. Unsere pädagogischen Grundsätze und Schwerpunkte in der Arbeit mit Kindern Wir ermöglichen den Kindern verschiedenste Sinnes- und Bewegungserfahrungen durch eine vorbereitete Umgebung und durch vielfältige pädagogische Angebote. Eine verlässliche Bindung zu den pädagogischen Fachkräften ist von enormer Wichtigkeit, um den Kindern Sicherheit in der Gruppe zu geben, denn erst dann können sie die Umwelt wahrnehmen und aktiv werden. Wir möchten ihnen die Zeit geben, die sie brauchen, um selbstständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen. Wichtig für uns ist, dass wir die Gefühle der Kinder zulassen, sie ernst nehmen und auch ansprechen. Bei der Auswahl des Personals legen wir Wert darauf, daß die jeweilige Referentin über die erforderliche Fach-, Sozial-, und Methodenkompetenz, für die entsprechende Tätigkeit, verfügt und die Bereitschaft mitbringt sich weiterzubilden. Wir geben den Kindern Raum für ihre Emotionen.

3 Unsere pädagogischen Ziele: Das soziale Miteinander in allen Aktivitäten unserer Einrichtung fördern und unterstützen. Die Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung durch Unterstützung und Stärkung der Eltern. Dies erfolgt sowohl durch die pädagogischen Fachkräfte als auch durch andere Eltern und durch das soziale Netz, das sich entwickelt. Hilfsangebote und Beratung in Erziehungs- und Beziehungsfragen werden im Bedarfsfall vermittelt. Gemeinsame Aktivitäten und Austausch in den offenen und strukturierten Angeboten fördern die Kontakte der Familien untereinander. Das Kind gemeinsam mit den Eltern einfühlsam und spielerisch in seiner Entwicklung begleiten. Eltern haben Freude im gemeinsamen Spiel und Lernen mit den Kindern. Die Erziehungskompetenz der Eltern wird gestärkt. Die Angebote sind auf die Bedürfnisse und Interessen der Familien abgestimmt.

4 Beobachten als Grundlage für das pädagogische Handeln Die Beobachtung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, denn diese Informationen machen es uns möglich, die Bedürfnisse, Interessen und Fähigkeiten der Kinder zu erkennen und entwicklungsfördernd darauf zu reagieren. Freie Spielentwicklung Spielen bedeutet für das Kind, die Welt zu erkunden, auszuprobieren und Neues zu erleben. Nur über das freie, lustvolle Spiel kann es sich selbst mit seinen Fähigkeiten erleben. Wir stellen den Kindern unterschiedliche Materialien zur Verfügung, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen. In einer vorbereiteten Umgebung können sie sich ihre SpielpartnerInnen und Spielmaterialien frei und individuell auswählen. Freie Bewegungsentwicklung Kinder haben von Natur aus einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Gerade bei Kleinkindern laufen die wichtigsten Entwicklungsfortschritte über Bewegung ab, denn Bewegung ist Lernen. Wir greifen in die Bewegungsentwicklung der Kinder so wenig wie möglich ein und lassen sie selbstständig experimentieren. Bei der Gestaltung unseres Gruppenraumes berücksichtigen wir dies. Sprache und Kommunikation Die Sprache ist ein Werkzeug, mit dem wir Gedanken, Wünsche und Gefühle ausdrücken und mit anderen austauschen. Die Sprache ist eine grundlegende Fähigkeit zur Lebensbewältigung. Bereits Kleinstkinder machen durch Lust- oder Unlustlaute auf ihre Bedürfnisse aufmerksam.die Freude am Sprechen und Kommunizieren bringt das Kind schon mit ins Leben.

5 An der Sprachentwicklung wird es offensichtlich, dass Bildung ein aktiver, kreativer und vor allem ein sozialer Prozess ist. Für die sprachliche Entwicklung braucht das Kind Eindrücke aus der Umwelt, Vorbilder, liebevolle Zuwendung, es braucht Kommunikationspartner, die seine Äußerungen wahrnehmen und beantworten. Der ständige Dialog zwischen Kindern und Erwachsenen steigert die Ausdrucksfreude und Zuhörfähigkeit der Kinder. Wir begleiten die Kinder in ihrer Sprachentwicklung, durch Angebote wie Singen, Reime, Fingerspiele, Gespräche und Bilderbücher vorlesen.wenn sich Kinder sprachlich oder körpersprachlich äußern, geben wir ihnen unsere volle Aufmerksamkeit. Eltern lernen in allen Angeboten spielerisch, mit ihren Kindern mit Sprache umzugehen. Wir sind Vorbild im Kontakt und in der Kommunikation mit den Kindern und den Eltern. Materialien und Bücher zum Vorlesen, Geschichten erzählen und zur Beschäftigung mit Sprachen stellen wir zur Verfügung. Soziales Lernen Soziales Lernen von Kindern passiert vor allem im Kontakt mit Gleichaltrigen. Die Art und Intensität zwischenmenschlicher Beziehungen prägen das Selbstbild eines Kindes und sein Bild von der Welt. Deshalb braucht jedes Kind verlässliche Bezugspersonen, die sich ihm liebevoll zuwenden und seine Bedürfnisse wahrnehmen.im Eltern-Kind- Zentrum hat das Kind die Möglichkeit, andere Kinder und Erwachsene mit unterschiedlichen persönlichen Eigenschaften, Emotionen und sozialen Fähigkeiten zu erleben. Es erfährt Freundschaft und Ablehnung. Es lernt, sich gegenüber Gleichaltrigen zu behaupten, es erfährt erste Konfliktsituationen und erlebt sich als Teil der Gemeinschaft. Wir bieten den Kindern einen geschützten Rahmen und unterstützen sie durch gezielte Grenzen und klare Regeln.

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