Virtualisierung rechnet sich allein durch Strom-Einsparung aber wer hat ein Interesse daran?

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1 Ismaning, 13. Juli 2007 Virtualisierung rechnet sich allein durch Strom-Einsparung aber wer hat ein Interesse daran? Virtualisierungs-/Konsolidierungsprojekte erreichen ROI allein durch Stromeinsparung Realitätsnahes Fallbeispiel für deutsches Rechenzentrum erreicht einen internen Zinsfuß von 26% in 5 Jahren Experton Group verstärkt Green IT Research und startet umfangreiches MultiClient Projekt Das Interesse am Thema Green IT ist derzeit in Deutschland zwar sowohl auf Anbieter- als auch auf Anwenderseite groß, jedoch versuchen derzeit noch sehr wenige IT-Entscheider entsprechende Projekte zu initiieren. Konservative Beispielrechnungen belegen, dass Virtualisierungs- und Konsolidierungsprojekte die derzeit oft im Fokus der IT-Entscheider stehen sich in Kombination mit Green IT-Komponenten schon alleine durch die Senkung der Energiekosten begründen lassen. Leider wird dieses Argument immer noch zu wenig genutzt. Das Thema Green IT gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Interesse, dabei ist aber eine stark lokale Betrachtungsweise der Parameter und Einflussgrößen notwendig. Von einigen Analysten und Anbietern werden Umweltschutz-Argumente in den Vordergrund gebracht, die aus Sicht der Experton Group aber mit zweiter Priorität angegangen werden sollten, da z.b. durch die Altgeräte- Rücknahmeverordnung in Deutschland hier schon vieles gesetzlich geregelt ist. Viel wichtiger ist die wirtschaftliche Betrachtung des Stromverbrauchs und damit eine effiziente Nutzung. Folgende Parameter müssen dabei berücksichtigt werden: Stromverbrauch der dedizierten Server und Blades Stromverbrauch der Storage Komponenten Stromverbrauch der Network Komponenten Stromverbrauch der Klimatisierung 1 von 5

2 Hinzu kommen weitere signifikante Einflussgrößen, die bei der Beispielrechnung noch nicht berücksichtigt wurden: Kapazitätserweiterung der Stromversorgung Kapazitätserweiterung des Rechenzentrums Die Experton Group hat aktuell ein für den deutschen Markt typisches Fallbeispiel analysiert und berechnet. Dabei wird von folgenden Eckwerten ausgegangen: mittelständischer Anwender (Industrie) mit 900 Mitarbeitern an 3 Standorten in Deutschland (selbst betriebenes) Rechenzentrum o 25 dedizierte Server und 120 Blades in Racks o GB Storage Volumen (SAN/NAS) o Sonstige Infrastruktur (Network, Bandlaufwerke, Klima) Diese Infrastruktur benötigt ca. 1,2 MWh pro Jahr, was Kosten in Höhe von ca. EUR entspricht. Durch folgende Maßnahmen werden die Stromkosten gesenkt: Virtualisierung (bessere Ausnutzung der Ressourcen) o Reduzierung der dedizierten Server auf 19 o Reduzierung der Blades auf 84 o Reduzierung des Storage Volumens auf GB o Projektkosten hierfür: EUR (EUR für Software (5- Jahre Abschreibung) und EUR für Services) o Einsparung Stromkosten: EUR p.a. Green IT Komponenten o Reduzierung der Leistungsaufnahme dedizierter Server auf 350W o Reduzierung der Leistungsaufnahme Blade Server auf 175W o Mehrkosten Green IT Komponenten: EUR (5-Jahre Abschreibung) o Einsparung Stromkosten(zusätzlich zu den Einsparungen durch Virtualisierung): EUR p.a. Bei einer (konservativen) 5-jährigen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des obigen Beispiels, zeigt sich, dass sich die Kosten für Virtualisierung und Green IT- Komponenten bei konstanten Energiepreisen nach 32 Monaten amortisiert haben. Dabei wurden die stark vom Einzelfall abhängigen Vorteile durch einfachere Administration und höheren Verfügbarkeit einer virtualisierten Umgebung noch nicht quantifiziert. Würde man die zusätzlichen Vorteile durch eine virtualisierte Umgebung und Strompreissteigerungen von 20% mit einbeziehen, käme man auf Amortisationszeiten von deutlich unter 18 Monaten. 2 von 5

3 Jahr 0 Jahr 1 Jahr 2 Jahr 3 Jahr 4 Jahr 5 Gesamt Kosten für Virtualisierung Kosten für Green IT Kosten Stromeinsparung Net Cash Flow Cumulative Cash Flow Discount Rate 15% Net Present Value (NPV) Payback (months) 32 Internal Rate of Return (IRR) 26% Abbildung 1: Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Diese noch sehr einfach gehaltene Wirtschaftlichkeitsbetrachtung führt noch zu positiveren Ergebnissen, wenn die Parameter Investitionen zum Ausbau der Stromkapazität und Investitionen zum Ausbau der RZ-Kapazität berücksichtigt werden. Eine IT-Infrastruktur-Investition (Virtualisierung, Konsolidierung, Green IT) lässt sich also allein durch eine Reduzierung der Stromkosten wirtschaftlich begründen, kommentiert Andreas Zilch, Vorstand der Experton Group. Diese Chance wird allerdings aktuell noch wenig genutzt, folgende Gründe sind dafür entscheidend: Es existieren noch keine soliden Modelle und wenig deutsche Beispielrechnungen zum Thema Energieeffizienz im Rechenzentrum. Die Stromkosten sind selten im Budget des IT-Leiters, damit sind die Einsparpotentiale auch nicht in seinem Fokus. Das erste Thema wird die Experton Group aktiv angehen und ein umfangreiches Research Projekt zum Thema Green IT starten, welches die Bereiche Server, Storage, Network und Klima umfasst. Dabei werden natürlich insbesondere auch die technologischen Lösungsthemen Storage/Server/Network-Virtualisierung und Konsolidierung betrachtet und bewertet. Zusätzlich sollten die RZ-Verantwortlichen und CIOs das Thema aktiv angehen und für die eigenen Zwecke nutzen. Hier sieht die Experton Group aus aktuellen Expertengesprächen ein deutliches Umdenken in die richtige Richtung. Darüber hinaus sieht Wolfgang Schwab, Senior Advisor der Experton Group einen dringenden Handlungsbedarf auf Seiten der RZ-Verantwortlichen, Derzeit sind die Stromkosten zwar in der Regel nicht Bestandteil des IT- Budgets, aber die anhaltende öffentliche Diskussion um CO2 und Green IT wird früher oder später sowohl das Controlling als auch die Geschäftsleitung auf den Plan rufen, die dann prüfen, wer im Unternehmen sehr viel Energie 3 von 5

4 verbraucht und welche Maßnahmen zur Senkung durchgeführt wurden. Dann entscheidet sich sehr schnell, wer durch Green IT gewinnt oder durch Aussagen wie wir sind noch in der internen Diskussion verliert. Für RZ-Verantwortliche, die das Thema Energiekosten aktiv angehen wollen schlägt Experton Group das folgende Vorgehen vor, dass einerseits die Administration deutlich vereinfacht und andererseits zu deutlichen Energieeinsparungen führt: 1. Zentralisierung der IT auf möglichst wenige Rechenzentren 2. Virtualisierung der IT-Landschaft 3. Verwendung von Green IT-Komponenten, wo immer dies möglich ist Dass bereits viele Unternehmen auf dem richtigen Weg sind, zeigen die Planungen für Virtualisierungslösungen in Abbildung 2. Setzen Sie derzeit Virtualisierungslösungen ein oder planen Sie dies in den nächsten 12 bis 18 Monaten? (Anteil der Nennungen mit Ja ) Gesamt 39% 53% 200 bis 499 MA 23% 40% 500 und mehr MA 52% 63% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% Basis: 232 Unternehmen Derzeit Zukünftig Insgesamt hohes Interesse an Virtualisierungslösungen für Großunternehmen quasi ein Muss um die Kosten in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Für 2008/9 erwartet Experton Group zumindest bei größeren Unternehmen noch wesentlich höhere Einsatzgrade Experton Group AG 23 Abbildung 2: Einsatzgrad von Virtualisierungslösungen Bild und Biographie von Wolfgang Schwab finden Sie unter: 4 von 5

5 Ihre Presseansprechpartner: Andreas Burau Vorstand, Experton Group AG Kirsten van Laak Pressereferentin, Experton Group AG Tel Fax Informationen zu Experton Group Die Experton Group ist das führende, voll integrierte Research-, Advisory- und Consulting-Haus für mittelständische und große Unternehmen, das seine Kunden durch innovative, neutrale und un-abhängige Expertenberatung bei der Maximierung des Geschäftsnutzen aus ihren ICT Investitionen maßgeblich unterstützt. Die Experton Group erbringt Beratungsleistungen, Marktuntersuchungen, Konferenzen, Seminare und Publikationen im Umfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das Leistungsspektrum umfasst hierbei Technologie, Geschäftsprozesse, Management sowie M&A. Weitere Informationen finden Sie unter: 5 von 5

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