Das Verschwinden der Natalia Aschenbrenner. Hörspielserie in sechs Folgen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Das Verschwinden der Natalia Aschenbrenner. Hörspielserie in sechs Folgen"

Transkript

1 SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Tandem aktualisierte Fassung vom: Autor: RedakteurIn: Regie: Friedrich Ani Katrin Zipse Ulrich Lampen Das Verschwinden der Natalia Aschenbrenner Hörspielserie in sechs Folgen Folge 6: Südens End Studiobelegung: Sendung am: ; BAD Studio 2; Uhr um Uhr in SWR2 Tandem Sprecher/Rollen: s. nächste Seite PODCAST Diese Kopie wird nur zur rein persönlichen Information überlassen. Jede Form der Vervielfältigung oder Verwertung bedarf der ausdrücklichen vorherigen Genehmigung des Urhebers. by the author

2 Personen: Tabor Süden, Mitte 50, Detektiv Natalia Aschenbrenner, 34, Maskenbildnerin Walter Steinhaus, 57, zwielichtiger und selbstgefälliger Sohn des ehemaligen Besitzers einer Papierfabrik im Schwarzwald Maxie Feininger, 32, zahnmedizinische Fachangestellte, beste Freundin von Natalia Carlo Riess, 43, Busunternehmer Eloise Valéry, 59, Köchin aus dem Elsass 2

3 1. Erste Szene Wald Donnerstag Der Sturm ist abgeebbt. Doch die seltsamen Geräusche und Tierlaute dringen noch immer aus den Schluchten des Schwarzwalds. Ein Hubschrauber kreist über den Wipfeln. Süden, Maxie und Natalia sind in der Höhle. 1MAXIE Sie suchen uns. 2SÜDEN Wie geht s dir, Maxie? 3MAXIE Nicht gut. 4SÜDEN Du darfst dich nicht bewegen. 5MAXIE Danke, dass du die Lia gefunden hast. Und dass du mich gezwungen hast, mit dir aus dem Hotel abzuhauen. Du bist ein Supersucher. 6SÜDEN Wenn wir nicht den Abhang hinunter gestürzt wären, hätten wir sie vielleicht nicht so schnell gefunden. 7MAXIE Doch, du schon. Sie schreit vor Schmerz auf. Tschuldigung. Geht schon wieder. Was ist mit dir, Süden? Dein Gesicht sieht aus wie nach einem Boxkampf. 8SÜDEN Das kannst du im Dunkeln gar nicht erkennen. 3

4 9MAXIE Kann ich schon. Horch! Schweigen. Der Hubschrauber fliegt weiter. Eine Wärmebildkamera haben die anscheinend nicht dabei. 10SÜDEN Natalia? Schläfst du? 11NATALIA Nein. Ich bin so froh, dass ihr da seid. Und jetzt können wir nicht mal weg, weil ich so schwach bin und die Maxie verletzt ist. Aber geh du doch wenigstens, wir passen schon auf uns auf. 12SÜDEN Und wenn Carlo zurückkommt? Maxie wimmert. 13NATALIA Komm her, ich halt dich fest. 14MAXIE Ich hab dich verraten. Ich bin schuld, dass du in der Höhle bist. 15NATALIA Du bist nicht schuld, Carlo ist schuld. 16MAXIE Weißt du, Süden, er kann so abweisend sein, so harsch, so feindselig gegenüber fremden Leuten, das hat er irgendwie in den Genen. Ich kenn Bekannte von ihm aus Henkersbach, die sind genauso. Aber er ist auch mutig, er will was, er lässt sich nicht so schnell einschüchtern von wem. Das mag ich an ihm: dass er zurückschlägt, wenn ihm wer blöd kommt. Verstehst du? 17SÜDEN Wer ist Drago Pavic? 4

5 18MAXIE Ein Freund von ihm. Sie machen Geschäfte. Carlos Busunternehmen befördert nicht nur Touristen und Ausflügler, verstehst du? 19SÜDEN Er transportiert Schwarzgeld. 20MAXIE In rauen Mengen. Bis rüber nach Russland und sonst wohin. Jetzt weißt du s und kannst uns hinhängen. 21SÜDEN Ich hänge niemanden hin. Schweigen. Du hattest Recht, Maxie: wir waren gar nicht so weit entfernt von Natalias Versteck. 22NATALIA Er hat mich nur entführt, damit ich ihn schmink. 23MAXIE Das hast du perfekt gemacht, ich hätt ihn fast nicht erkannt. 24NATALIA Danke. 25MAXIE Du zitterst so. 26NATALIA Du auch. 27SÜDEN Vielleicht sollten wir doch zu dritt versuchen, ins Tal zu kommen. Es muss eine Straße in der Nähe geben. Carlo hat dich mit dem Auto hergebracht, Natalia. 28NATALIA Das war keine richtige Straße, die war holprig und steil, ich hab nichts erkennen können, ich war doch im Kofferraum eingesperrt. 29SÜDEN Bestimmt wart ihr vorher mal gemeinsam hier, Maxie. 5

6 30MAXIE Ja Er wollt s mir zeigen. Er hat erst nicht gesagt, wieso. Weil er da als Kind oft war. Sie haben ihn eingesperrt. Weil er doch ein Bastard war. Das hat er aber nicht gewusst, dass die andern das denken. Er hat geglaubt, sie behandeln ihn so, weil er so dürr und kleinwüchsig ist. Stimmt nicht. Die Leute haben geglaubt, dass der Besitzer vom Hotel seinen Sohn von einer Putzfrau oder sonst einer Angestellten hat, und das ist nicht standesgemäß. Also hätt er behauptet, er hätt den Buben adoptiert, er und seine Frau. Alles erlogen. Auf die Wahrheit wär niemand gekommen. Die hätt eh keiner ausgehalten. 31NATALIA Was ist die Wahrheit? 32MAXIE Ich kann die immer noch nicht glauben. 33SÜDEN Carlos Mutter war sechzehn, als er geboren wurde, und sein Vater vierzehn. Walter Steinhaus. 34NATALIA Und wegen dem wollt er sich von mir schminken lassen. 35SÜDEN Ja. 36NATALIA Wieso? 37SÜDEN Er will ihn unerkannt töten. 38MAXIE Nicht nur deswegen. 39SÜDEN Ja? 40MAXIE Carlo will alles vernichten, das Hotel, das Dorf, die Stadt auch. 41NATALIA Wie denn vernichten? 6

7 42MAXIE Menschen erschießen, Häuser anzünden. Und dann mit mir zurück nach Berlin. 43NATALIA Aber wieso? 44MAXIE Weil er so ist. Irgendwann ist er aufgewacht und hat gesagt, er hat einen Plan, und den will er durchziehen, und ich kann mitmachen oder nicht. 45NATALIA Und was hättst du bei dem Plan tun sollen? 46MAXIE Ich hätt Ist egal, das passiert eh alles nicht. 47SÜDEN Du hättest Natalia töten sollen, nachdem du mich getötet hast. Schweigen. 48NATALIA Sag was, Maxie. 49MAXIE Er lügt. 50NATALIA Er lügt nicht. Schweigen. 51SÜDEN Ihr habt mich hergelockt. Carlo hat mich von Natalias Handy angerufen und sich als ihr Vater ausgegeben. Und als ich dann im Hotel in Baden-Baden angekommen bin, hast du in aller Herrgottsfrüh dem Portier Geld gegeben, damit er dir meine Zimmernummer verrät. Das hast du nur getan, damit es echt aussieht. Genauso wie du meine Chefin, Edith Liebergesell, angerufen und so getan hast, als würdest du dich um deine Freundin 7

8 sorgen. Das waren nur Ablenkungsmanöver. Du wolltest dich an mir rächen, so, wie Carlo sich an seiner Vergangenheit rächen wollte. Du hattest keine Skrupel. Du hättest alles für ihn getan, bis zum Ende. 52MAXIE Kann schon sein. Schweigen. Du kriegst ihn trotzdem nicht. Er ist schlau. 53SÜDEN Warum bist du dann mit mir aus dem Hotel weg? 54MAXIE Ich war in Panik. Außerdem war ich sauer, weil er sich so dämlich angestellt und den Kerl nicht gleich abgeknallt hat. Gelaber unter Männern. 55SÜDEN Du hättest Steinhaus auf der Stelle erschossen. 56MAXIE Wenn er mir das angetan hätt, was er Carlo angetan hat: klar! Der wär nicht mehr zum Blinzeln gekommen. 57NATALIA Du bist ganz anders geworden, Maxie. Ich kenn dich gar nicht mehr. 58MAXIE Ist doch egal. Schschsch! Schweigen. Ein Knurren, wie von einem Hund oder Wolf. 59NATALIA (leise, angstvoll) Ein Hund. 8

9 60MAXIE (leise) Das ist kein Hund Das Heulen eines Wolfes. 2. Zweite Szene Hotel Lichtfels/Lobby Donnerstag Das Heulen eines Wolfes. Durch das zerschossene Fenster dringen die Geräusche des Waldes. 61ELOISE Le loup noir. Noch nie hat ihn jemand gesehen. 62CARLO Er frisst die bösen Menschen, der Schwarze Wolf. 63ELOISE Du kennst die alten Geschichten. 64CARLO Du hast sie mir erzählt. 65ELOISE C est vrai? Das habe ich vergessen. 66CARLO Im Schwarzwald gibt s keine Wölfe. 67ELOISE Du hörst ihn doch. 68CARLO Ich hör nichts. Das Röcheln eines Mannes: Steinhaus. 69CARLO Er ist aufgewacht. 70ELOISE Kannst du mich hören, Walter? 9

10 Steinhaus brummt etwas. Er ist geknebelt und gefesselt. 71ELOISE Très bien. Liegst du bequem? 72CARLO Dann mach ich mich mal auf den Weg. 73ELOISE Einen Moment. Sie nimmt Steinhaus den Knebel aus dem Mund. Steinhaus hustet und schnauft. Willst du noch etwas sagen? 74STEINHAUS Was was habt ihr vor? 75ELOISE Dein Sohn bringt dich in den Wald. Wenn der Schwarze Wolf dich nicht findet und frisst, bist du frei und darfst gehen. Geh weit weg, geh zurück nach Amerika, nach Oregon, wo der Geist deines toten Vetters schon auf dich wartet. Oui? 76CARLO Die Schubkarre hab ich schon als Kind gehabt, das ist toll. 77STEINHAUS Ihr seid irre. 78CARLO Das hast du Eloise zu verdanken, dass du noch lebst. Ich hätt dir eine Überdosis verpasst. 79STEINHAUS Was 80CARLO Auf geht s! Mach die Tür auf, Mutter. Er hebt die Schubkarre an, in der Steinhaus liegt, und fährt durch den Saal zur Tür. Die Räder quietschen. 81CARLO Du bist gar nicht so schwer wie du aussiehst. 10

11 82ELOISE Kehre niemals wieder hierher zurück. Sie öffnet die Tür. Das Heulen des Wolfes. Bedanke dich bei deinem Sohn, dass du leben darfst. 83CARLO Genau. Bis später, Eloise. Schritte auf Kies. 84ELOISE Un moment! Nimm die Pistole mit, dieser Mann ist ein Dämon. 85CARLO Der tut niemand mehr was. Er steckt die Pistole ein. Schnall dich an, Hinkebein, wir starten. Er schiebt die Schubkarre über den Kies. Das Quietschen der Räder, das schließlich im Wald verklingt. Ein drittes Mal das Heulen des Wolfes. 3. Dritte Szene Höhle Nacht Stille. Das Rauschen und Brummen des Waldes. 86NATALIA (leise) Er ist weg. 11

12 MAXIE (leise) Nein. Sie horchen. 87SÜDEN Wir brechen auf. 88MAXIE Ich hab Angst. 89NATALIA Wenn er in die Höhle kommt, sind wir verloren. 90MAXIE Es tut mir Leid, Süden. Das war alles so dumm von mir, was ich vorhin gesagt hab. 91SÜDEN Darüber reden wir später. 92MAXIE Und bei dir möcht ich mich auch entschuldigen, Lia. Dass ich dir den Carlo weggenommen hab, und dass ich alles gemacht hab, was er wollt, aber ich konnt nicht anders 93NATALIA Schon gut, Maxie. 94MAXIE Aber ich hätt gern, dass du das verstehst. SCHWEIGEN 95SÜDEN Das war kein Wolf. Lasst uns rausgehen. 96MAXIE (angstvoll) Nein. Sie klammert sich an Süden. Ich will nicht von einem Tier aufgefressen werden. 12

13 97SÜDEN Hab keine Angst, Maxie. 98MAXIE Doch. 99SÜDEN Ich gehe voraus. 100NATALIA Sei vorsichtig. Schritte. Süden verlässt die Höhle. 101SÜDEN Kommt, ihr zwei. Die Sonne hat den Mond angeknipst. 4. Vierte Szene Wald Nacht Carlo schiebt den Schubkarren mit dem gefesselten Steinhaus über den Waldboden. 102CARLO Alles ok in der Karre, Hinkebein? Guggstu: Der Mond ist aufgegangen, extra wegen uns. Damit wir uns nicht verirren im Wald. Machen wir nicht. 103STEINHAUS Ich muss dich mal was fragen. 104CARLO Nur zu! Wir sind ja unter uns. 105STEINHAUS Hast du dich nie gefragt, wer dein echter Vater ist? 106CARLO Doch. Mein echter Vater war Arnold. Bis du ihn erschossen hast. Dann war er mein toter echter Vater. Er schiebt den Schubkarren weiter, die Räder quietschen. 13

14 Ich hab auch mal eine Frage: Wieso hast du mit vierzehn meine Mutter vergewaltigt? Das ist doch pervers. Wollt sie dich nicht? 107STEINHAUS Ich hab sie nicht vergewaltigt. Bullshit! 108CARLO Ich mag dich, Hinkebein, du kämpfst für deine Überzeugungen. Da haben wir was gemeinsam. 109STEINHAUS My blood runs in your veins. 110CARLO Dein Englisch mag ich auch. Klingt genauso bescheuert wie du aussiehst. 111STEINHAUS Kannst du mal anhalten? Das ist doch albern. Du wolltst vor der alten Frau eine Show abziehen, ok. Du kannst damit aufhören. Ich kann selber laufen, wenn du mir einen Stock besorgst, auf den ich mich aufstützen kann. Come on, wir kehren um und überlegen, wie s weitergeht. Ich hab da ein paar gute Ideen. 112CARLO Hab ich auch. Er bleibt stehen und hebt die Schubkarre hoch. Steinhaus fällt raus. 113STEINHAUS Hey! Bist du krank? Was soll das? 114CARLO Endstation. 115STEINHAUS Arschloch. Carlo entsichert seine Pistole. 116STEINHAUS Carlo! Lass das mit der Pistole. Du bist kein Killer. Hilf mir auf, dann reden wir mal vernünftig, von Mann zu Mann. Von Vater zu Sohn. 14

15 117CARLO (nach einem Schweigen) Ich kann s einfach nicht. 118STEINHAUS Ok? 119CARLO Ich kann s einfach nicht. Bring s nicht fertig. Ich kann nicht zu ihr zurückgehen und dich am Leben lassen. Kann ich nicht. Unmöglich. Bell den Mond an, Hinkebein, das war s dann! 120STEINHAUS (laut) Hey! 5. Fünfte Szene Wald Nacht 121MAXIE Habt ihr das gehört? 122NATALIA Hab nichts gehört. 123MAXIE Und du, Süden? Das Rauschen und Knistern des Waldes. 124SÜDEN (Erzähler) Ich war mir nicht sicher. Wo waren wir? Was passierte mit uns? Die beiden Frauen hielten sich an den Händen und sahen hinauf zum Mond, dessen fahler Schein die schwarzen Wipfel der mächtigen Bäume kaum durchdrang. Wir folgten mehr einer Ahnung als einem Weg. 15

16 Immer wieder musste Maxie innehalten, weil sie Schmerzen von den Prellungen und Abschürfungen hatte, die sie sich beim Sturz zugezogen hatte. Dann lehnte sie den Kopf an die Schulter ihrer Freundin, schloss die Augen und seufzte leise. Als wir den Abhang hinunter gestürzt waren, hatten wir großes Glück gehabt. Und wenn ich es genau betrachtete, hätte ich auf meiner Reise, die mit der Suche nach einer Frau begann und in die Abgründe von einer Handvoll Personen führte, längst tot sein müssen. Schwarzwald-Melodie. Auf dem Weg durch den von keiner Lichtung unterbrochenen Wald hielten Natalia und Maxie einen Abstand von höchstens fünf Schritten zu mir. Als ich abrupt stehen blieb, wären sie um ein Haar in mich hineingerannt, so verwurzelt waren ihre Blicke mit dem holprigen und rutschigen Lehmboden. Vor uns ragte ein graues, einstöckiges Haus in die Nacht, mit Schindeln an den Wänden, ähnlich wie beim Hotel Lichtfels, und mit einem von einem matten roten Licht beschienenen Kneipenschild über der Eingangstür. Die Fensterläden waren geschlossen. Neben dem Haus parkte ein uralter Ford Mustang, der von Blättern und Ästen übersät war, wie als Tarnung. 125MAXIE Schaut doch, was da steht! 16

17 126SÜDEN (Erzähler) Auf dem Schild über dem Eingang leuchtete rot der Name der gottverlassenen Kaschemme: Südens End. 6. Sechste Szene Wald Nacht 127STEINHAUS (laut) Hey! Stille. 128CARLO Nein. Nein, das ist ja alles viel zu einfach. 129STEINHAUS Sag ich doch. 130CARLO Viel zu einfach. (Schweigen) Denk an Eloise, wenn der Schwarze Wolf kommt und dein Blut leckt. Bevor er anfängt, an deinen Knochen zu nagen. 131STEINHAUS Also 132CARLO Denk einfach immer weiter an Eloise. So hat sie sich gefühlt, als du über sie hergefallen bist wie ein sabbernder Wolf. In dem Zimmer da oben. (heftig) In dem H-Hotel, du-du Sch-Schwein, du M-Mörder, du K-Killer! Alles für E-Eloise, alles für s-sie 133STEINHAUS Beruhig dich, Carlo, ganz ruhig. Er hustet. 17

18 134CARLO (ruhig) Bin ganz ruhig. Ich werd die Wunde nicht verfehlen, versprech ich dir. Das wird ein Fest für den Schwarzen Wolf. Er hebt den Arm und drückt ab. Ein lauter, widerhallender Schuss und ein bizarr verzerrter Schrei. 135STEINHAUS (schreit) Ahh! 7. Siebte Szene Kneipe Südens End Nacht Laute Rockmusik. 136SÜDEN (Erzähler) Wir waren die einzigen Gäste. Der Wirt wollte gerade zusperren und zurück nach Baden-Baden fahren, aber als er uns sah, war er so verwirrt, dass er erst einmal eine Runde Schnaps spendierte. Murggeist. Er stellte uns Fragen, und wir bemühten uns, Antworten zu geben, die jedoch so unverständlich blieben wie alles andere, was wir sagten. Maxie und Natalia setzten sich auf die braune, zerschlissene Ledercouch neben der Musikbox, und ich blieb an der Theke stehen, wie in jedem Lokal. Nach den Worten des Wirts war das Südens End eine Kultkneipe. Woher ihr Name kam, wusste er nicht. Sie hieß immer schon so. An 18

19 den Wochenenden, meinte der Wirt, kämen manchmal bis zu tausend Gäste, die meisten von ihnen mussten im Freien ihr Bier trinken, weil es drin zu eng war. Der Wirt hieß Büffel, jedenfalls nannte er sich so. Sobald mein Glas leer war, stellte Büffel mir ein frisches Bier hin. Ich trank und sah hinüber zu den Frauen, die aneinander gelehnt dasaßen und keine Worte fanden. Büffel rauchte. Vor ihm in einem Halbliterglas stand ein schwarzes Getränk, von dem er behauptete, es sei ein Mixgetränk. Vielleicht Cola mit Kaffee. In der kargen, bläulichen Beleuchtung wirkten wir wie Gespenster. Vermutlich waren wir welche. Mir gefiel die Musik, sie erinnerte mich daran, dass es ein Leben außerhalb des Schwarzwalds gab, und der Murggeist legte einen Schleier über die Erinnerungen der Nacht. Dann ging die Tür auf, und ein kleiner Mann in einer schmutzigen Felljacke und mit blutigen Händen kam herein. Carlo. Abruptes Ende der Rockmusik. Stille. Büffel zieht den Korken aus der Schnapsflasche und füllt die Gläser von neuem. 19

20 Schwarzwald-Melodie. Alle trinken. 137MAXIE Da bist du ja wieder, Carlo. 138CARLO W-Was ist d-das hier? 139MAXIE Du warst noch nie in der Kneipe? 140CARLO N-nie. H-hab sie z-zufällig gesehen, z-zufällig 141MAXIE Setz dich zu uns, Carlo. Zwischen uns, setz dich, ruh dich aus. Ja Er setzt sich auf die Couch, zwischen Maxie und Natalia. 142CARLO H-Hallo, L-Lia. 143NATALIA Grüß dich. 144SÜDEN Wir haben uns verlaufen und sind hier gelandet. Wo ist dein Vater? 145CARLO Er ist nicht m-mein V-Vater. 146MAXIE Ruhig, Schatz. Trink erst mal. Carlo trinkt. 147CARLO Südens End. Bist am Ende, S-Süden. 148SÜDEN Hast du ihn getötet? 149CARLO Nein. 20

21 150SÜDEN Der Mann hat deinen Ziehvater ermordet, den du geliebt hast. Warum hat Steinhaus das getan? Leise Rockmusik. 151CARLO Arnold wollt, dass die Leute alles erfahren. Dass der Kerl büßen muss für das, was er Eloise angetan hat. 152SÜDEN Dein Ziehvater hat Steinhaus spät zur Rechenschaft ziehen wollen. 153CARLO (heftig) W-weil er s vorher n-nicht w-wusste! 154MAXIE Leg den Kopf an meine Schulter, Carlo. So ist s fein. 155SÜDEN Eloise hat die Vergewaltigung für sich behalten. Aber dass das Kind von ihr war, wusste man im Dorf. 156MAXIE Jeder hat s gewusst. Das hat Carlo mir erzählt. Stimmt s? Die Leut haben halt gedacht, es ist einfach so passiert. Kommt ja vor, dass ein Mädchen schwanger wird. Und der Arnold und seine Frau haben das Baby adoptiert. Sie waren wie richtige Eltern. Eloise ist krank geworden, sie hat geglaubt, sie muss sterben, da hat sie Arnold alles erzählt, und er hat Steinhaus zur Rede gestellt. Der sollt damals grad die Papierfabrik von seinem Vater übernehmen. Konnt er sich abschminken. 157CARLO Da fällt mir was ein: du musst mich noch abschminken, Lia. 158NATALIA Du hast dich schon selber abgeschminkt. Du siehst schlimm aus. 21

22 159CARLO Dann schmink mich noch mal. 160SÜDEN Und vor kurzem hast du Steinhaus zufällig wiedergetroffen. 161CARLO Im Casino, bei Drago. Er hat mich nicht erkannt, das Schwein. 162SÜDEN Du wäschst Geld für Drago. 163CARLO Dafür bist du nicht zuständig, nur für Lia. Und die sitzt hier und ist putzmunter. Die Musik endet. Stille. 164SÜDEN Wo ist Steinhaus jetzt? 165CARLO Ich hab ihn nicht erschossen. Ich wollt s tun, aber dann hab ich gedacht, der Schwarze Wolf soll ihn fressen und hab ihm noch mal ins Bein geschossen, damit s richtig gut blutet und der Wolf ihn auf tausend Meter wittert. 166MAXIE Cool. Schweigen. 167NATALIA Das ist schön, dass du mich gefunden hast, Süden. Aber weißt du, so schlimm war das alles gar nicht für mich. 168SÜDEN Bitte? 169NATALIA Ich war eh immer nur allein in meiner Wohnung, und niemand ruft an und will was. Seit vier Monaten hab ich keinen Job, niemand 22

23 engagiert mich mehr. Vielleicht sind andere Maskenbildnerinnen billiger. Oder ich kann mich nicht verkaufen. 170SÜDEN Aber du wolltest Carlo nicht schminken, du hast dich dagegen gewehrt. 171NATALIA Ach ja, das war nur ein Spiel. Ich kenn ihn doch, ich hab gewusst, dass er nicht so leicht aufgibt. Ich wollt, dass was passiert, ich wollt raus aus meiner Wohnung, verstehst du? Egal, um welchen Preis. Ich wollt einfach nur was erleben. 172SÜDEN Du wärst fast gestorben. 173NATALIA Du auch. Wir alle. Schweigen. 174CARLO Gibt s noch Murggeist? 8. Achte Szene Kneipe Bei Tony Sonntag Musik aus dem Radio. Kneipenstimmung. 175SÜDEN (Erzähler) Bei Tony war wie jeden Sonntag zwischen 10 und 15 Uhr Happy Hour. Jedes Bier kostete nur die Hälfte. Ich lehnte mit dem Rücken an der Theke und verfolgte auf dem tonlosen Fernsehbildschirm die Wiederholung eines Bundesligaspiels. Beim Reinkommen hatte Tony mich gefragt, ob ich ein Überlebenstraining absolviert und dabei 23

24 ordentlich was auf die Fresse gekriegt hätte. Ich antwortete: So ungefähr. Musik. Stimmen. Als ich im Hotel Lichtfels meine Reisetasche abholte, die immer noch unter der Hausbank stand, fand ich die Türen verriegelt auch den Eingang hinter dem Haus und die Vorhänge geschlossen. Das durch den Schuss zerstörte Fenster wurde von einem Fensterladen verdeckt. Nichts rührte sich. Keine Blutspuren im Kies. Als wäre nichts geschehen. Ein einziges Mal rief ich Eloise Namen. Keine Antwort. Was aus Walter Steinhaus geworden war, wusste ich nicht. Er tauchte nicht mehr auf, und ich beschloss, mich nicht weiter drum zu kümmern. Ebenso wie um die illegalen Geschäfte des Busunternehmers Carlo Riess mit dem Casino-Angestellten Drago Pavic. Mit Natalia Aschenbrenner an meiner Seite war ich in Baden- Baden in den ICE gestiegen, und ohne jede Verspätung hatten wir den Münchner Hauptbahnhof erreicht. Auf der Fahrt wechselten wir nur selten ein Wort. 176SÜDEN Was sind Ihre Pläne? 177NATALIA Ich hab keine. Vielleicht geh ich in einen Friseursalon. Sie könnten auch mal einen vernünftigen Haarschnitt vertragen. 24

25 Kneipenmusik. Stimmen. 178SÜDEN (Erzähler) Ich rief meine Noch-Chefin Edith Liebergesell an, erreichte aber nur ihre Mailbox, was mir Recht war. Ich hinterließ eine kurze Nachricht ohne weitere Erklärungen. Später versuchte sie ein paar Mal, mich zu sprechen, aber ich ging nicht dran. Ich wollte allein sein. Im Grunde ging es mir wie Natalia: Ich hatte keine Pläne, meine Zukunft war so dunkel wie der Schwarzwald. Ich hob mein Glas und prostete Tony zu. 179SÜDEN Möge es nützen! Er trinkt. Sein Handy klingelt. 9. Neunte Szene Vor Kneipe Tony Sonntag Süden kommt aus der Kneipe, das Handy am Ohr. 180SÜDEN (ins Handy) Hallo, Maxie. 181MAXIE (am Handy) Ich wollt dir nur sagen, ich hab Maren Valenti angerufen, und sie hat 25

26 gesagt, ich soll sie mal besuchen. Vielleicht spiel ich doch noch mal Eishockey. Super, oder? 182SÜDEN Ja. 183MAXIE Ja. Du! Danke nochmal. Carlo sagt, er macht Schluss mit den blöden Deals und den Geldtransporten, ab jetzt nur noch saubere Geschäfte. Ist das nicht großartig? 184SÜDEN Unbedingt. 185MAXIE So, ich muss los, wir gehen heut schön essen, weil Sonntag ist. Meld dich mal. Ciao. Sie beendet hastig das Gespräch, während Süden noch etwas sagt. 186SÜDEN Ich hab noch dein Geld, soll ich es Er steckt das Handy ein. Ciao. Servus. Bye-bye. Au revoir. Schwarzwald-Melodie, die übergeht in das Klavierstück Für Elise. 26

27 10. Zehnte Szene Hotel Lichtfels/Zimmer Nacht Durch das offene Fenster dringen die Geräusche der Nacht herein, die Stimmen des Waldes. Der Ruf einer Eule. Eloise spielt Klavier, Für Elise. Plötzlich eine Stimme von draußen. 187STEINHAUS (mit letzter Kraft) Eloise! Eloise! Ich bin s, Walter. Eloise! Eloise beendet ihr Spiel, steht auf und geht zu einer Anrichte. Sie nimmt einen metallischen Gegenstand in die Hand und geht zum Fenster. 188STEINHAUS Da bist du ja! Lass mich rein, ich verblute. 189ELOISE Jetzt nicht mehr. Ein lauter Knall. Eloise hat Steinhaus erschossen. Stille. Dann kehren die Stimmen und Geräusche des Waldes zurück. Eloise schließt das Fenster, legt die Waffe auf die Anrichte, setzt sich wieder ans Klavier und spielt weiter, beschwingter als vorher. Ende der sechsten und letzten Folge 27

anreist und ein Buch schreiben will, zum anderen dem Séance um Mitternacht

anreist und ein Buch schreiben will, zum anderen dem Séance um Mitternacht Hans-Peter Zeller anreist und ein Buch schreiben will, zum anderen dem Séance um Mitternacht Sensationsreporter Neil, der die Story seines Lebens Schauspiel in vier Akten wittert. Eines Tages erscheint

Mehr

Beate Teresa Hanika Rotkäppchen muss weinen

Beate Teresa Hanika Rotkäppchen muss weinen Unverkäufliche Leseprobe des Fischer Schatzinsel Verlages Beate Teresa Hanika Rotkäppchen muss weinen Roman Preis (D) 12,95 (A) 13,40 sfr 23,90 (UVP) 224 Seiten, gebunden ISBN 978-3-596-85336-6 Fischer

Mehr

Unverkäufliche Leseprobe

Unverkäufliche Leseprobe Unverkäufliche Leseprobe Günther Ohnemus Ava oder Die Liebe ist gar nichts 240 Seiten. Gebunden ISBN: 978-3-406-65966-9 Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.chbeck.de/13063464 Verlag C.H.Beck

Mehr

Weit weg und ganz nah

Weit weg und ganz nah JOJO MOYES Weit weg und ganz nah Aus dem Englischen von Karolina Fell ROMAN Rowohlt Polaris Die Originalausgabe erschien 2014 unter dem Titel «The One Plus One» im Verlag Michael Joseph / Penguin Publishing

Mehr

WENN ES NACHT WIRD. MÄNNER AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS. von. Falk Richter

WENN ES NACHT WIRD. MÄNNER AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS. von. Falk Richter 03676 WENN ES NACHT WIRD. MÄNN AM RANDE DES NVENZUSAMMENBRUCHS. von Falk Richter S. Fischer Verlag 2009 Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Aufführung durch Berufs- und Laienbühnen, des öffentlichen

Mehr

Rund um den Globus Märchen, Mythen und Erzählungen

Rund um den Globus Märchen, Mythen und Erzählungen Rund um den Globus Märchen, Mythen und Erzählungen Eine Textsammlung der SchülerInnen der 4c GRG 23, Anton Baumgartner Straße 123, 1230 Wien Wien, im Schuljahr 2013/14 Vorwort Am Anfang steht ein Projekt

Mehr

Ein ganzes halbes Jahr. Aus dem Englischen von Karolina Fell

Ein ganzes halbes Jahr. Aus dem Englischen von Karolina Fell LESEPROBE JOJO MOYES Ein ganzes halbes Jahr Aus dem Englischen von Karolina Fell Deutsche Erstausgabe Veröffentlicht im Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, März 2013 Copyright 2013 by Rowohlt

Mehr

Dublin muss brennen! der Fingerabdruck in Italien ist ein verstecktes Gefängnis für uns.

Dublin muss brennen! der Fingerabdruck in Italien ist ein verstecktes Gefängnis für uns. Dublin muss brennen! der Fingerabdruck in Italien ist ein verstecktes Gefängnis für uns. Gruppeninterview mit eritreischen Flüchtlingen in Oberursel am 17.07.2011 Im Oberurseler Containerlager trafen wir

Mehr

Ihr könnt euch niemals sicher sein. Arbeitshilfe www.filmwerk.de

Ihr könnt euch niemals sicher sein. Arbeitshilfe www.filmwerk.de Ihr könnt euch niemals sicher sein Arbeitshilfe www.filmwerk.de Ihr könnt euch niemals sicher sein Spielfilm, 88 min. Deutschland 2008 Regie: Nicole Weegmann, Buch: Eva Zahn, Volker A. Zahn Kamera: Judith

Mehr

dem Tisch eine rustikale Lampe mit Hirschgeweih- Pfarrers Probleme alle gelöst - dem Himmel sei Dank! Stangen. Spieltyp: Lustspiel, 3 Akter

dem Tisch eine rustikale Lampe mit Hirschgeweih- Pfarrers Probleme alle gelöst - dem Himmel sei Dank! Stangen. Spieltyp: Lustspiel, 3 Akter Bernd Gombold Dem Himmel sei Dank Schwank E 571 Bestimmungen über das Aufführungsrecht des Stückes Dem Himmel sei Dank (E 571) Das Recht zur einmaligen Aufführung dieses Stückes wird durch den Kauf der

Mehr

Inhaltsangabe Personen

Inhaltsangabe Personen Bernd Gombold So viel Krach in einer Nacht Schwank in drei Akten E 328 Bestimmungen über das Aufführungsrecht des Stückes So viel Krach in einer Nacht (E 328) Das Recht zur einmaligen Aufführung dieses

Mehr

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete

faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete Ewald Palmetshofer faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete F 1416 Bestimmungen über das Aufführungsrecht des Stückes (F 1416) Dieses Bühnenwerk ist als Manuskript gedruckt und nur für den

Mehr

Warum nur einen lieben, wenn ich alle haben kann?

Warum nur einen lieben, wenn ich alle haben kann? KERSTIN SCHOLZ mit Jonas Lindberg des Titels»Warum nur einen lieben, wenn ich alle haben kann?«(isbn 978-3-86883-529-8) Warum nur einen lieben, wenn ich alle haben kann? Bekenntnisse einer Nymphomanin

Mehr

HAB ICH NICHT RECHT? SEINE SACHE!

HAB ICH NICHT RECHT? SEINE SACHE! Concha Romero HAB ICH NICHT RECHT? (Orginaltitel: Tengo razón o no?) SEINE SACHE! (Orginaltitel: Alla El) Zwei Monologe Aus dem Spanischen von Andrej Jendrusch 1 henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin

Mehr

den Annoncen der anderen wissen, kommt es zu einer Hier sind Sie richtig Kette von Verwechslungen, wobei die Damen in Schwank in drei Akten

den Annoncen der anderen wissen, kommt es zu einer Hier sind Sie richtig Kette von Verwechslungen, wobei die Damen in Schwank in drei Akten Marc Camoletti den Annoncen der anderen wissen, kommt es zu einer Hier sind Sie richtig Kette von Verwechslungen, wobei die Damen in Schwank in drei Akten Verzweiflung und die Bewerber in teilweise äußerst

Mehr

Anton ist tot. 1. Das ist Anton

Anton ist tot. 1. Das ist Anton Anton ist tot 1. Das ist Anton Kennst du meinen kleinen Bruder Anton? Gerne möchte ich dir von ihm erzählen. Ich heiße Steffi und bin 16 Jahre alt. Ich bin Antons große Schwester. Anton ist ein Junge mit

Mehr

Weit Gegangen. Dave Eggers. Das Leben des Valentino Achak Deng. Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Weit Gegangen. Dave Eggers. Das Leben des Valentino Achak Deng. Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann Weit Gegangen Dave Eggers Weit Gegangen Das Leben des Valentino Achak Deng Roman Aus dem amerikanischen Englisch von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann Kiepenheuer & Witsch 1. Auflage 2008 Originaltitel:

Mehr

Glaubst du, dass du mir helfen kannst?"

Glaubst du, dass du mir helfen kannst? Glaubst du, dass du mir helfen kannst?" Tom macht Urlaub in Syrien, Nabil bietet ihm für einige Nächte einen Schlafplatz an. Zwei Jahre später, im Mai 2013, erreicht den Deutschen ein Hilferuf auf Facebook:

Mehr

William Shakespeare. Was ihr wollt. Deutsch von Thomas Brasch PERSONEN. Sebastians Schwester. Sir Andrew Leichenwang. Olivias Kammermädchen

William Shakespeare. Was ihr wollt. Deutsch von Thomas Brasch PERSONEN. Sebastians Schwester. Sir Andrew Leichenwang. Olivias Kammermädchen William Shakespeare Was ihr wollt Deutsch von Thomas Brasch PERSONEN Orsino,, Rülps, Leichenwang,,, Feste Sebastian, Der Ort von Illyrien Sebastians Schwester s Onkel eine reiche Gräfin s Kammermädchen

Mehr

Mal zwischendurch. Text ohne Ton

Mal zwischendurch. Text ohne Ton Mal zwischendurch Text ohne Ton Wie weit geht die Welt? In Sachen Lebenserfahrung Überwegs `Ne Kleinigkeit Drei Worte Leider Der nächste Zug nach Haus Westentasche Spürbar Träum weiter! Gewohnheitsverliebt

Mehr

Befreit aus hoffnungslosen Situationen

Befreit aus hoffnungslosen Situationen Befreit aus hoffnungslosen Situationen Christoph Kreitz Darmstadt, 17. März 1996 Liebe Gemeinde, gibt es einen Ausweg aus hoffnungslosen Situationen? Diese Frage, die unausgesprochen am Ende der Lesung

Mehr

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!

Ich bin das Licht. Eine kleine Seele spricht mit Gott. Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: ich weiß wer ich bin! Ich bin das Licht Eine kleine Seele spricht mit Gott Einmal vor zeitloser Zeit, da war eine kleine Seele, die sagte zu Gott: "ich weiß wer ich bin!" Und Gott antwortete: "Oh, das ist ja wunderbar! Wer

Mehr

Weit weg und ganz nah

Weit weg und ganz nah Leseprobe aus: Jojo Moyes Weit weg und ganz nah Mehr Informationen zum Buch finden Sie auf rowohlt.de. Copyright 2014 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg JOJO MOYES Weit weg und ganz nah Aus dem

Mehr

Einige Nachrichten an das All

Einige Nachrichten an das All Wolfram Lotz Einige Nachrichten an das All Werkauftrag des tt Stückemarktes 2010, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung F 1404 Bestimmungen über das Aufführungsrecht des Stückes Einige

Mehr

Unverkäufliche Leseprobe aus: S. J. Watson Ich. Darf. Nicht. Schlafen. Thriller

Unverkäufliche Leseprobe aus: S. J. Watson Ich. Darf. Nicht. Schlafen. Thriller Unverkäufliche Leseprobe aus: S. J. Watson Ich. Darf. Nicht. Schlafen. Thriller Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags

Mehr

Lindner, Lilly Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Lindner, Lilly Was fehlt, wenn ich verschwunden bin Unverkäufliche Leseprobe aus: Lindner, Lilly Was fehlt, wenn ich verschwunden bin Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung von Text und Bildern, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Zustimmung des Verlags

Mehr

Colines Welt hat tausend Rätsel

Colines Welt hat tausend Rätsel Colines Welt hat tausend Rätsel Alltags- und Lerngeschichten für Kinder und Jugendliche mit Asperger-Syndrom von Melanie Matzies-Köhler, Melanie Matzies, Nicole Schuster 1. Auflage Kohlhammer 2009 Verlag

Mehr

BIN ICH ES, DEN DU LIEBST?

BIN ICH ES, DEN DU LIEBST? 1 HANS DIENSTKNECHT BIN ICH ES, DEN DU LIEBST? Das Abenteuer kann beginnen ROMAN Eine leise Ahnung stieg in mir auf, wie abenteuerlich die noch vor mir liegenden Jahre meines Lebens werden würden, hatte

Mehr

Hannes wacht auf. Bestimmt noch

Hannes wacht auf. Bestimmt noch Tout se passe bien dans la vie de Hannes Kempmann jusqu au jour où une petite panne d oreiller s avère être le prélude d une découverte terrible : arrivé au collège, un autre Hannes est assis à sa place.

Mehr

Was ist Psychotherapie? Ein Artikel in einfacher Sprache von Kassandra Ruhm

Was ist Psychotherapie? Ein Artikel in einfacher Sprache von Kassandra Ruhm Was ist Psychotherapie? Ein Artikel in einfacher Sprache von Kassandra Ruhm Veröffentlicht durch das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen im Mai 2003 Die Adresse vom Hessischen Koordinationsbüro

Mehr