Starkregen und urbane Sturzfluten:

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1 Starkregen und urbane Sturzfluten: Fachtagung DWA Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland Neunkirchen / Nahe Simone Stöhr ZKE Saarbrücken

2 Übersicht Risikokommunikation und - Bewusstsein Informationsvorsorge Öffentlichkeitsarbeit Zusammenfassung

3 Risikokommunikation Verzerrte Risikowahrnehmung Risikokommunikation Zur Katastrophe wird ein Ereignis, wenn man nicht vorbereitet ist Die vorsorgliche Befassung mit Risiken beinhaltet somit Aufklärung und das bedeutet Kommunikation Hauptprodukt von Risikokommunikation sei nicht die Information selbst, sondern das Verhältnis, das durch sie erzeugt wird. In diesem Sinne geht es auch nicht um die einseitige Herstellung von Akzeptanz, sondern um ein beiderseitiges Vertrauensverhältnis Ruhrmann / Kohring, 1996, in Magazin Bevölkerungsschutz 04/2012, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

4 Risikobewusstsein Nur ein bewusstes Risiko motiviert zum Handeln Das Risikobewusstsein muss daher nicht nur bei den Bürgern, sondern auch bei den Entscheidungsträgern geweckt werden Das Risiko muss anschaulich kommuniziert werden für verschiedene Zielgruppen Die eigene Betroffenheit muss erkennbar sein auch für die Entscheidungsträger Risiken haben viel mit Emotionen zu tun und entfernen die Kommunikation oft von der sachlichen Ebene Wie kann die öffentliche Wahrnehmung und der Dialog durch bessere Risikokommunikation gestärkt werden?

5 Risikobewusstsein Nur ein informierter Bürger kann im Ereignisfall planvoll handeln Bewusstseinsförderung der potenziell Betroffenen für die Thematik Sensibilisierung zur Eigenverantwortung Akzeptanz der Notwendigkeit von Eigenvorsorge Verständnis für die Maßnahmen der öffentlichen Hand und deren Grenzen Informationen für den Ereignisfall

6 Risikobewusstsein Nur gemeinsam kann eine wirkungsvolle Überflutungsvorsorge erreicht werden Die Akzeptanz für die Wirkungsgrenzen der entwässerungstechnischen und infrastrukturellen Maßnahmen Alle Beteiligten kommen Ihrer jeweiligen Sorgfaltspflicht nach Die Bereitschaft für die Umsetzung von Objektschutzmaßnahmen Bereitschaft zur Anpassung des eigenen Verhaltens

7 Informationsvorsorge Worüber muss der potenziell Betroffene daher informiert sein? Betroffenheit: Bestimmung überflutungsgefährdeter Bereiche und betroffene Merkmale (Gesundheit, Umwelt, Wertevermögen etc.) Das konkrete Schadenspotenzial muss von den potenziell Betroffenen selbst ermittelt werden!!! Beratung zur Minderung der Schadenspotenziale - Hilfe zur Selbsthilfe Informationen im Ereignisfall - Wetterwarnungen etc.

8 Informationsvorsorge Bewusstsein kann nur durch Verstehen erreicht werden Anschauliche Darstellungen auch für Nicht-Fachleute!!!

9 Öffentlichkeitsarbeit Direkte Methoden Information von Stadt- bzw. Gemeinderat Direkte Form der Bürgerinformationen über Benennung von Ansprechpartnern und Einrichtung von Bürgersprechstunden konkrete Beratung vor Ort auf den Grundstücken oder in Bürgerversammlungen Abhalten von Informationsveranstaltungen und Beratungstagen ("Tag des Starkregen ), Workshops oder Ideenwettbewerben (Partizipation) Einsatz mobiler Informationsstände und -tafeln und/oder Modellen zum Einsatz auf Wochenmärkten, in öffentlichen Gebäuden mit personeller Betreuung

10 Öffentlichkeitsarbeit Flyer und Broschüren reichen nicht: direkte Bürgerkommunikation ist gewünscht und wichtig Andere Veranstaltungen nutzen: Märkte und Messen Ausstellungen Tag der offenen Tür

11 Öffentlichkeitsarbeit Indirekte Methoden Erstellung und Veröffentlichung von Gefährdungs- und/oder Risikokarten und von Informationsmaterialen wie beispielsweise Flyern, Info-Briefen, Broschüren, Handlungsanleitungen, Check-Listen, usw. Informationsbriefe gezielt an potenziell betroffene Grundstückseigentümer und gezielte Pressemeldungen zum Thema Bereitstellung von Informationen und Wissensbasis im Internet oder der Einsatz sozialer Medien wie Blogs, soziale Netzwerke etc. Aufstellen von Informationstafeln und/oder Modellen (permanent, temporär, regelmäßig) ohne Personal und plakative Kennzeichnung von historischen Überflutungsmarken, Musterbeispielen o.ä. Einrichtung eines Benachrichtigungs-Service bei Unwetterwarnungen (Beispiel: Katwarn)

12 Öffentlichkeitsarbeit Online-Chat Kreativität zahlt sich aus Workshop Schulklassen Befragung Städtetouren: Unter dem Motto Hier lief es lang und das haben wir unternommen!

13 Öffentlichkeitsarbeit Informationstag Innovativ sein, um Aufmerksamkeit zu erzeugen Pressearbeit Lehrpfad in Dresden Lehrpfade, Spiele Sturzflutfilm (DVD, Youtube) Ausstellungen, Wettbewerbe Gefahren plastisch darstellen

14 Öffentlichkeitsarbeit Erste Kommunen trauen sich - Beispiel für eine offene Bürgerinformation: Bezug zu realen Ereignissen über Fotos machen die Karten realistischer: es passiert wirklich! Offener Umgang wirkt ehrlicher und sensibilisiert besser

15 Öffentlichkeitsarbeit Beispiele für Broschüren FÜR DEN BÜRGER: Rückstau-Broschüre Stadt Saarbrücken: Nasse Füße in Wuppertal Stadt Wuppertal, Wuppertaler Stadtwerke, Wupperverband: 8RVKD2_511230/$file/Broschuere_Nasse_Fuesse_Wuppertal.pdf Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen Katastrophenalarm & Checkliste Bundesamtes für Bevölkerungsschutz: f? blob=publicationfile Land unter Schäden durch Überschwemmung richtig vorbeugen und versichern Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.:

16 Öffentlichkeitsarbeit Infoveranstaltungen Hilfe zur Selbsthilfe Broschüren Internet Flyer

17 Öffentlichkeitsarbeit Sensibilisierung Selbstauskunft Selbsthilfe Hochwasserpass ein Instrument zur: Ab dem freigeschaltet:

18 Zusammenfassung Maßgebend ist immer die subjektiv von der Zielgruppe empfundene Qualität Evaluation und Qualitätsmanagement Strukturqualität Prozessqualität Ergebnisqualität

19 Zusammenfassung Eine gute und wirksame Öffentlichkeitsarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein breites Publikum erreicht und eine nachhaltige Verhaltensänderung erzielt. Hierzu sind meist die verschiedenen Kommunikationsmethoden und Medien individuell und das soziale Umfeld berücksichtigend zu kombinieren: allgemeine Kampagnen und persönliche Kommunikation klassische Printmedien und moderne soziale (Internet-)Medien zentrale Presse- und Informationsstelle zur gezielten Herausgabe von Pressemitteilungen und Informationen aus einer Hand, die das Vertrauen der Bürger hat

20 Zusammenfassung Gegenseitiges Vertrauen ist der Grundstein für eine nachhaltige Zusammenarbeit!!! einfache Darstellung theoretischer Sachverhalte und Unterfütterung mit anschaulichen Beispielen und Mitteln Weitergabe von Informationen und Aufnahme von Bürgermeinungen nur ein gleichberechtigter Dialog wird Grundstückseigentümer motivieren mitzumachen Erzielung nicht nur von einmaliger Aufmerksamkeit, sondern durch kontinuierliche Erinnerung Betroffenheit aufrechterhalten, denn Nach dem Ereignis ist vor dem Ereignis Authentisch und ehrlich sein, nur das schafft Vertrauen!!!

21 Starkregen und urbane Sturzfluten: Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Simone Stöhr ZKE Saarbrücken

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