Requirements Engineering as a Success Factor in Software Projects

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1 Requirements Engineering as a Success Factor in Software Projects Hubert F. Hofmann, Franz Lehner Vorgetragen von Holger Friedrich

2 Motivation Falsche Anforderungen sind der häufigste Grund für das Scheitern von Software-Projekten 1 Das Auffinden der richtigen Anforderungen ist der wichtigste (und meist auch schwierigste) Teil von Software-Projekten 1 Jones, Capers (1996): Applied Software Measurement - Assuring Productivity and Quality, McGraw-Hill, New York - 2 -

3 Agenda Autoren Der Artikel Kernaussage Inhalt des Artikels Persönliche Meinung RE as a Success Factor in SW Projects

4 Die Autoren Hubert F. Hofmann Zum Zeitpunkt des Artikels o Manager für Informations-Systeme und Services bei Generals Motors Heute o beschäftigt bei O2/Telefonica Quelle: Xing.com Karriere o Doktor in Wirtschaftsinformatik an der Universität Regensburg o MBA an der Universität Linz und an der Universität Zürich Fachliche Schwerpunkte o Strategische Planung, unternehmensweites Projektportfoliomanagement, Software Entwicklung, Softwareverteilung, CMMI Bedeutendste Veröffentlichung o Autor des Buches Requirements Engineering: A Situated Discovery Process erschienen im Jahr 2000 Franz Lehner - 4 -

5 Die Autoren Hubert F. Hofmann Franz Lehner Zum Zeitpunkt des Artikels o Professor an der Universität Regensburg o Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftinformatik Heute o Professor an der Universität Passau Quelle: Uni-Passau.de o Inhaber des Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik (seit 2004) Karriere o Studium der Informatik in Wien und Linz o Habilitation 1992 in Wirtschaftsinformatik an der Universität Linz Fachliche Schwerpunkte o Wissensmanagement, Software Engineering und Reengineering, sowie E-Learning Bedeutendste Veröffentlichung o Autor des Buches Wissensmanagement - Grundlagen, Methoden und technische Unterstützung, erschienen 2008, liegt z.z. in der 3 (aktualisierten und erweiterten) Auflage vor (erschienen 02/2009) - 5 -

6 Der Artikel Erschienen 2001 in IEEE, Volume 18, Issue 4, July-Aug Umfang 9 Seiten Sprache Englisch - 6 -

7 Kernaussage Anforderungsanalyse ist ein Erfolgsfaktor in Software-Projekten - 7 -

8 Inhalt des Artikels Stützen dieser Theorie anhand von Umfragen in Software-Projekten Messen des Erfolgsfaktor über den Projekterfolg. Dieser besitzt 3 KPI: Fachwissen, Betriebsmittel und Prozess Auflistung von Best Practices für die erfolgreiche Anforderungsanalyse - 8 -

9 Untersuchte Projekte 15 Requirements-Teams, davon: 6 x COTS (Commercial Off-The-Shelf) 9 x individuelle Anwendungsentwicklungen (9 Software- Unternehmen und Entwicklungsorganisationen aus dem Telekommunikations- und Bankenbereich) 76 Stakeholder: 15 Projektleiter 34 Teammitglieder 27 weitere Stakeholder (Kunden, Management, QS, etc.) Als Entwicklungsprojekte: Kritische Geschäftsanwendungen (Ø 16,5 Monate Laufzeit mit 120 Mann-Monaten) - 9 -

10 Fachwissen Geschäftsbereich Technologie RE-Prozess , , , Geschäftsbereich Technologie 0 RE-Prozess

11 Betriebsmittel Aufwand und Dauer Teamgröße Teambindung 7 5,5 6 Anteil RE an gesamter Projektlaufzeit ,9 5,7 3,4 2,8 16,6 6, ,4 38,6 RE Rest Zahlen in Prozent Vollzeit Teilzeit Gesamt Ø Team Größe (Projekt) Ø Team Größe (RE) 1 0 Teambindung

12 Prozess Definierter Prozess Zyklen Aktivitäten 7 6 4,6 Gut-dokumentierter RE-Prozess 4, Angepasster RE-Prozess Die meisten Teams führten den RE-Prozess in mehreren Zyklen ( 3) durch. Die Mehrheit der Projekte entwickelte Prototypen 1/3 entwickelte OO- Modelle Mehr als die Hälfte führte Reviews und Walkthroughs zur Verifikation und Validierung durch

13 Projekterfolg Berechnung eines Total Performance Indicators (TPI): 1,438 x Qualität der RE-Services + 1,126 x Qualität der RE-Produkte + 0,436 x Prozesskontrolle Qualität der RE-Services Qualität der RE-Produkte Prozesskontrolle TPI (Ø 66%) (Ø 59%) (Ø 76 %) (Ø 70%) Projekte (TPI > 75%) PT/Modell-basierte Projekte PT-basierte Projekte Modell-basierte Projekte Projekte (TPI < 50%)

14 Best Practices Schwerpunkt Best Practice Kosten f. Einführung Kosten f. Anwendung Ertrag Fachwissen Kunden und Anwender während RE einbeziehen Besseres Verständnis für die wirklichen Bedürfnisse Fachwissen Identifizieren und Erfragen aller Quellen für Anforderungen Bessere Abdeckung der Anforderungen Fachwissen Erfahrene Projektleiter und Teammitglieder einbeziehen Steigerung der Wahrscheinlichkeit für Projekterfolg Betriebsmittel 15 bis 30 % des Gesamtaufwandes für RE einplanen Hohe Qualität der Spezifikation der Anforderungen während des Projektes Betriebsmittel Spezifische Templates und Bespiele bereitstellen Verbesserte Spezifikation der Anforderungen Betriebsmittel Gute Beziehungen zu den Stakeholdern pflegen Bessere Befriedigung der Kundenwünsche Prozess Anforderungen priorisieren Fokus auf die wichtigsten Kundenanforderungen legen Prozess Komplementäre Modelle zusammen mit Prototypen erstellen Doppelte und Inkonsistente Anforderungen eliminieren Prozess Traceability Matrix erstellen Verbindung zwischen Anforderungen und aktuellem Produktstand Prozess Reviews und Walkthroughs zur Verifikation und Validierung der Anforderungen nutzen Genauere Spezifikation und hohe Kundenzufriedenheit

15 Persönliche Meinung Anforderungsanalyse definitiv wichtig und mit schlechter Anforderungsanalyse ist kein Projekterfolg möglich Anforderungsanalyse ist daher (meiner Meinung nach) ein Erfolgsfaktor Versuch der wissenschaftlichen Herangehensweise ist gelungen Artikel ist es wert gelesen zu werden Auch heute noch (nach fast 8 Jahren) gültig

16 Quellen Hofmann, Hubert F.; Lehner, Franz (2001): Requirements Engineering as a Success Factor in Software Projects, erschienen in IEEE, Volume 18, Issue 4, S , July-Aug Jones, Capers (1996): Applied Software Measurement - Assuring Productivity and Quality, McGraw-Hill, New York Wanner, Gerhard (2005): Software Engineering Qualitätsmanagement, Vorlesungsskript, HfT Stuttgart, Stuttgart << Name der Präsentation >>

17 Anhang: Der Prozess der Anforderungsanalyse Analyse Modellierung Validierung Verifikation Herausfinden der Anforderungen, bspw. durch Workshops Aufbereiten der Anforderungen, bspw. durch Prototyp oder UML-Diagramme Prüfen, ob die RICHTIGE Software entwickelt wird Prüfen, ob die Software RICHTIG (korrekt) entwickelt wird

18 Anhang: Bedeutung korrekter Anforderungen aus: Prof. Dr. Gerhard Wanner (2005): Software Engineering Qualitätsmanagement, HfT Stuttgart, Stuttgart

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