Stark durch Beziehung. Regine Schierle-Wenger

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1 Stark durch Beziehung

2 Übersicht sentwicklung squalitäten Beziehungsgestaltung 2

3 Ich bin verbunden, also existiere ich. J. Rifkin Im Leben eines Menschen bildet das Fundament seiner. Bis ins hohe Alter, nicht nur in der frühen Kindheit sind emotionale en an andere Menschen Dreh und Angelpunkte im Leben eines Menschen. Der Mensch schöpft Kraft und Lebenszufriedenheit aus en und hieraus anderen Menschen Kraft und Lebensfreude schenken. 3

4 sbeziehung unterscheidet sich von anderen Beziehungen darin, dass bei Angst das sverhaltenssystem aktiviert wird und die Nähe der Bezugsperson aktiviert wird. 4

5 ist das gefühlsgetragene Band, das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft und das sie über Raum und Zeit miteinander verbindet. John Bowlby 5

6 Urvertrauen 6

7 Pro Sekunde werden im Gehirn eines Säuglings tausende Nervenverbindungen geknüpft. Die Umweltbedingungen bestimmen diese Verknüpfungen maßgeblich mit. Gelingt eine sichere, dann wird ein Urvertrauen in sich selbst und in die Welt aufgebaut. 7

8 Säuglingskompetenz 8

9 sentwicklung Vierphasenmodell der sentwicklung nach John Bowlby

10 Vorbindungsphase In den ersten 2 Monaten ist das Kind an keine Person fest gebunden. Es reagiert weitgehend gleichartig auf Personen, die seine Bedürfnisse befriedigen. 10

11 Personenunterscheidende Phase: etwa 2 Monate bis ca. 6 bis 8. Monate Ab dem Lebensmonat lernt das Kind, Personen zu bevorzugen, die es an der Stimme, am Geruch oder anderen Signalen erkennt. 11

12 Eigentliche 7./8. bis 24. Monat Mit den zunehmenden motorischen Fähigkeiten, z.b. der Fortbewegung und dem kognitiven sschritt der Objekt- und Personenpermanenz (das Kind weiß, dass Objekte und Personen noch existieren, auch wenn es sie gerade nicht sehen kann) nimmt die in ihrer Intensität zu. 12

13 Mit ca. 7 Monaten beginnt das Kind zwischen nahe stehenden Menschen und anderen zu unterscheiden. Es handelt sich bei dem Kind um eine entwicklungsbedingte Reaktion, die sogenannte Achtmonatsangst. Diese Angst tritt bei Kindern zwischen dem siebten und neunten Monat auf. 13

14 Das Kind kann nun beispielsweise die Mutter bei Abwesenheit vermissen und aktiv Nähe und Distanz regulieren. Den Höhepunkt dieser wichtigen Etappe erreicht das Kind im Alter von Monaten, bevor es zu sprechen beginnt. Der Zeitpunkt, wann das Kind damit beginnt, sich zu binden, ist für die Eltern deutlich erkennbar. Es ist die Zeit des Fremdelns. 14

15 Zielkorrigierte Partnerschaft ab 2 / 3 Jahren Ab etwa dem dritten Lebensjahr versucht das Kind das Verhalten des anderen je nach Situation zu beeinflussen. 15

16 s-explorations-balance Sicherheit Exploration 16

17 sklassifikationen Sicher gebunden Unsicher-vermeidend gebunden Unsicher-ambivalent gebunden Unsicher desorganisiert gebunden 17

18 Sichere In der Fremden Situation benutzt das Kind die Bezugsperson als sichere Basis für die Exploration. Das Kind zeigt seine emotionale Belastung, wenn es belastet ist sucht es Körperkontakt, kann leicht beruhigt werden und exploriert wieder. 18

19 Unsicher-vermeidende Das Kind reagiert bei einer Trennung kaum und zeigt seine emotionale Belastung nicht. Es überwiegt das Explorationsverhalten und keine Orientierung an der Bezugsperson. Bei Wiederkehr der Bezugsperson zeigt das Kind oft keine Reaktion, vermeiden von Blickkontakt sowie Körperkontakt. 19

20 Unsicher-ambivalente Kind zeigt wenig Exploration und ist belastet, reagiert stark auf die Trennung- bzw. lässt sie schwer zu. Bei Wiederkehr der Bezugsperson wechselt sich Nähe oder auch quengeln oder Wut ab. 20

21 Desorganisierte/desorientierte Kind zeigt eine wenig durchgängige Verhaltensstrategie, sondern zeichnet sich durch emotional widersprüchliches und inkonsistentes sverhalten aus. Diese Verhaltensweisen sind insbesondere motorische Sequenzen von stereotypen Verhaltensweisen, oder die Kinder halten im Ablauf ihrer Bewegungen inne und erstarren ("freezing") für die Dauer von einigen Sekunden. Es lässt sich generell kein bestimmtes Verhalten bei Trennung und Rückkehr der sperson festmachen. Brisch

22 ssicherheit wird von 4 Faktoren beeinflusst: Gelegenheit zur Qualität der Fürsorge Persönlichkeitseigenschaften des Säuglings ( Temperamentstheorie) Familiäre Umstände 22

23 squalität Die squalität wird weitgehend von der und emotionalen Verfügbarkeit der Bezugsperson bestimmt. squalität ist abhängig von der Bezugsperson. Qualität einer zeigt sich am Vertrauen des Kindes in die Zuwendung und Beruhigungsfähigkeit der spersonen beim Umgang mit Belastungen. 23

24 Die serfahrungen bestimmen das Verhalten des Kindes. Mit verschiedenen Bezugspersonen kann ein Kind verschiedene squalitäten erleben. Elternbindung - Mutterbindung stärker gekennzeichnet durch Sicherheit und Geborgenheit - Vaterbindung stärker gekennzeichnet durch Explorationsverhalten 24

25 Kinder die mehrere spersonen haben, können mehr Sicherheit erfahren - und so werden letztes Endes auch die Eltern in ihrer Funktion als primäre Bezugspersonen unterstützt. Karl Heinz Brisch Feinfühligkei Ein Netzwerk von bis zu drei bis vier spersonen können die Säuglinge schon überblicken. 25

26 26

27 1. Die Wahrnehmung der Signale des Kindes 2.Die richtige Interpretation der Signale 3.Die angemessene Antwort 4.Die prompte Reaktion 27

28 Auseinandersetzung mit der eigenen sbiografie mit dem eigenen Bild vom Kind mit dem eignem sstil 28

29 Bild vom Kind Heinrich Pestalozzi Gemälde von Albert Anker 29

30 Ein Kind ist ein mit allen Fähigkeiten der menschlichen Natur begabtes Wesen, bei dem aber noch keine dieser Fähigkeiten entwickelt ist: es ist wie eine noch nicht erschlossene Knospe. Wenn die Knospe aufspringt, entfaltet sich ein jedes Blatt, nicht eines bleibt zurück. Derart muss der Gang der sein. H. Pestalozzi Er geht davon aus, dass im Kind Kräfte stecken, die sich entfalten können, wenn es Unterstützung erfährt. 30

31 Das kompetente Kind, mit seinen soziale Kompetenz von Geburt an. ( Jesper Juul) Selbstbildung ist die eigenaktive Weltaneignung des Kindes in sozialen Bezügen. ( Gerd Schäfer) 31

32 sstil Als autoritative bezeichnet man einen sstil, der durch hohe Responsivität und hohe Kontrolle gekennzeichnet ist. Eltern, die ihre Kinder autoritativ erziehen, gehen liebevoll auf diese ein und üben gleichzeitig ein hohes Maß an Autorität aus. 32

33 Die Würde des Menschen ist unantastbar 33

34 Beziehungsgestaltung Eingewöhnung bedeutet miteinander vertraut werden. Beziehungsgestaltung auf Basis der Grundbedürfnisse. 34

35 Kinder brauchen 35

36 Kontakt und körperliche Nähe 36

37 Geborgenheit und Verlässlichkeit 37

38 Zuwendung und Zwiegespräch 38

39 Sicherheit 39

40 Anerkennung meiner Einzigartigkeit 40

41 Vertrauen in meine Fähigkeiten 41

42 Anregende sumgebung 42

43 Bereit sein, über sein eigenes Verhalten, nachzudenken und daran zu arbeiten. Wann gelingt es mir, meine positive Grundhaltung den vielfältigen Verhaltensweisen und sprozessen der Kinder gegenüber zu zeigen - und wann gelingt es mir nicht so gut? Erlebt mich das Kind ihm gegenüber feinfühlig, wertschätzend und offen? 43

44 Wo sind meine Grenzen an die ich stoße, - was sind typische Situationen, die mich herausfordern und belasten? In welchen Situationen wünsche ich mir Unterstützung von anderen, um sie gut gestalten zu können? Reflexionsfragen von Dörte Weltzien 44

45 Mit einer Kindheit voll Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten. Verfasser unbekannt 45

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