Klausur Datenbanken II

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1 Klausur Datenbanken II Name Vorname Semester Matrikelnr Aufgabe Punkte maximal [Zusatz] [4] Summe 44 Punkte erreicht Bitte geben Sie die Lösungen möglichst direkt in den Aufgabenblättern an. Bitte kennzeichnen Sie alle Blätter Ihrer Lösung mit Ihrem Namen. Bearbeitungszeit ist 90 Minuten, Unterlagen sind erlaubt. Gutes Gelingen! Klausur Datenbanken II 1 Wintersemester 2000/01

2 Aufgabe 1 ( Punkte) Punkte von 8 Welche der folgenden Anweisungen sind in embedded SQL erlaubt? Geben Sie jeweils eine kurze Begründung. (a)... strcpy( search_pattern, "A%" ); exec sql select author, title into :author, :title from books where author like :search_pattern; (b)... strcpy( update_table, "books" ); exec sql update :update_table set price = price * 1.05; (c)... amount = 1.05; exec sql update books set price = price * :amount; (d)... strcpy( update_table, "books" ); sprintf( statement, "update %s set price = price * 1.05", update_table ); exec sql execute immediate :statement; Klausur Datenbanken II 2 Wintersemester 2000/01

3 Aufgabe 2 ( Punkte) Punkte von 8 Vergegenwärtigen Sie sich die Architektur von ODBC. Im Folgenden werden einige Aktionen angegeben, die von einer Anwendung durchgeführt werden. Ermitteln Sie, welche Komponente (oder welche Komponenten) die Aktion in ODBC durchführen; skizzieren Sie jeweils den Ablauf. (a) Der Programmierer der Anwendung hat einen Fehler gemacht: er ruft eine Funktion auf, die ein Statement-Handle benötigt, ehe er eine gültige Connection erzeugt hat. Wer erzeugt die Fehlermeldung? (b) Die Anwendung verwendet zum Aufbau der Verbindung zur Datenbank die Funktion SQLDriverConnect(...) und infolgedessen wird dem Benutzer einen Dialog angezeigt, mit dem er die Angaben machen kann, die zum Verbindungsaufbau mit der Datenbank erforderlich sind. Welche Komponente von ODBC wickelt diesen Dialog mit dem Benutzer ab? (c) Die Anwendung möchte in Erfahrung bringen, ob sie voraussetzen kann, dass die Datenquelle einen bestimmten Datentyp unterstützt. Sie verwendet deshalb die Funktion SQLGetTypeInfo(...). Wer liefert die gewünschte Auskunft? (d) Eine Anwendung möchte dem Benutzer die Wahl zwischen verschiedenen Datenquellen anbieten und ermittelt deshalb, welche Datenquellen installiert sind. Welche Komponente gibt die Antwort? Klausur Datenbanken II 3 Wintersemester 2000/01

4 Aufgabe 3 (3 Punkte) Punkte von 3 In der Architektur von ODBC interagiert die Anwendung nicht direkt mit einem ODBC-Treiber, sondern der Treiber-Manager steht zwischen Anwendung und Treiber. Wenn der Treiber erst mal geladen ist, werden die meisten ODBC-Funktionen vom Treiber-Manager einfach an den Treiber weitergeleitet. Man hätte ein Call-Level-Interface entwerfen können, bei dem die Anwendung direkt den Treiber verwendet. Weshalb hat ODBC nicht diesen Weg gewählt, sondern verwendet den Treiber-Manager? Aufgabe 4 (1+2 Punkte) Punkte von 3 Folgendes Programm in JDBC hat einen kleinen Fehler. Welchen? Skizzieren Sie wie der Code richtig sein müsste. public class falsch { public static void main(string[] args) throws Exception { Class.forName("sun.jdbc.odbc.JdbcOdbcDriver"); Connection con = DriverManager.getConnection("jdbc:odbc:azamon", "dba","sql"); Statement stmt = con.createstatement(); ResultSet rs = stmt.executequery("select count(*) as Anzahl from Books"); System.out.println( "Anzahl der Bücher: " + rs.getstring("anzahl") ); stmt.close(); con.close(); } } Klausur Datenbanken II 4 Wintersemester 2000/01

5 Aufgabe 5 (1+1+2 Punkte) Punkte von 4 Wir setzen voraus, dass in einer parallelen Datenbank eine Tabelle durch horizontale Zerlegung disjunkt auf n Prozessoren (und Platten) verteilt ist. Beschreiben Sie, wie folgende Aktionen der Datenbank parallel durchgeführt werden können? (a) Projektion, also ein Statement der Form select col1, col2 from table. (b) Die Aggregatfunktion min(), also ein Statement der Form select min(col) from table. (c) Die Aggregatfunktion count(distinct...), also ein Statement der Form select count(distinct col) from table. Brauchen Sie zusätzliche Annahmen über die Zerlegung? Klausur Datenbanken II 5 Wintersemester 2000/01

6 Aufgabe 6 ( Punkte) Punkte von 6 In einer verteilten Datenbank sei die globale Relation Abt( AbtNr, Name, Bereich, ManagerPersNr, Budget ) horizontal partitioniert, so dass die Tabelle Abt1 alle Zeilen mit Bereich <= 50 und die Tabelle Abt2 alle Zeilen mit Bereich > 50 enthält. Erläutern Sie, wie folgende Anweisungen durchgeführt werden können: (a) update Abt set ManagerPersNr = where AbtNr = 12 (b) update Abt set Budget = Budget * 1.1 where Bereich = 67 (c) update Abt set Bereich = 100 where Bereich = 45 (d) insert into Abt values( 15, 'Versand', 55, NULL, NULL ) (e) delete from Abt where Budget < Klausur Datenbanken II 6 Wintersemester 2000/01

7 Aufgabe 7 (3+3 Punkte) Punkte von 6 Erläutern Sie, was man in einer verteilten Datenbank unter horizontaler und vertikaler Partitionierung versteht. Stellen Sie außerdem für jeden Typ dar, wie man die jeweilige Partitionierung einer Tabelle durch relationale Operationen erreichen kann, und wie man die Daten wieder zusammenführt. (a) Horizontale Partionierung (b) Vertikale Partionierung Aufgabe 8 (2+2+2 Punkte) Punkte von 6 Erläutern Sie die Begriffe synchrone Replikation, asynchrone Replikation und nennen Sie Gründe, weshalb in der Regel in verteilten Datenbanken heute die asynchrone Replikation verwendet wird. (a) Synchrone Replikation Klausur Datenbanken II 7 Wintersemester 2000/01

8 (b) Asynchrone Replikation (c) Gründe für die Bevorzugung asynchroner Replikation Aufgabe 9 [Zusatzfrage] (4 Punkte) Punkte von 4 Nennen Sie Gründe dafür, weshalb alle Datenbank-Anbieter mit Hochdruck daran arbeiten, SQLJ zu implementieren und zu standardisieren. Klausur Datenbanken II 8 Wintersemester 2000/01

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