Gottesdienst Trinitatis Dreieinheit und wir? Joh 14, Liebe Dreieinigkeits-Gemeinde, Alle guten Dinge sind drei die Zahl 3 hat

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1 Gottesdienst Trinitatis Dreieinheit und wir? Joh 14, Liebe Dreieinigkeits-Gemeinde, Alle guten Dinge sind drei die Zahl 3 hat es in sich. Seit uralten Zeiten ist sie die Zahl der Vollkommenheit und der Vollendung. Für die Anhänger des Pythagoras z.b. sind das All und alle Dinge durch die Zahl 3 begrenzt, der Schlüssel zum Weltganzen. Nach Augustinus ist sie die Zahl der Seele. Immer wieder begegnet uns die 3 in der Bauweise von Kirchen und in der Bibel. Wir erinnern uns: 3 Tage war Jona im Fisch und Christus im Grab, 3 Engel besuchten Abraham, 3mal heilig rufen die Engel in der Vision des Jesaja (6,3) von der himmlischen Welt. Der Segen, den wir gehört haben und jeden Sonntag hören, ist ein dreifacher. Glaube, Liebe, Hoffnung sind drei. Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe stellt uns Jesus als höchstes Gebot vor Augen wo diese 3 im Gleichgewicht sind, kann gutes Leben gelingen. So ist die 3 auch das Symbol Gottes. Aber was meinen wir eigentlich, wenn wir vom dreieinigen Gott reden? Ist das überhaupt wichtig für unseren Glauben? Im Dialog mit anderen Religionen, die sich zum einen Gott bekennen wie zb Judentum oder Islam, ist es oft ein Stolperstein, wenn wir von der 1

2 Dreieinheit oder Trinität sprechen. Oft wurde und wird das so missverstanden, als ob wir 3 verschiedene Götter hätten. Natürlich ein Greuel für jeden, der das Gebot vom einen und einzigen Gott ernst nimmt Und mal ganz ehrlich: Leuchtet selbst uns Christen das einfach so ein? Ist das überhaupt wichtig für unseren Glauben? Offenbar schon. Darum gibt es sogar einen eigenen Feiertag dafür: Trinitatis. Dieser Gedanke der Dreieinheit Gottes steht heute im Mittelpunkt. Eine biblische Grundlage für diesen Glaubenssatz haben wir aus dem Johannesevangelium gehört: Jesus verweist darin auf seine Einheit mit seinem himmlischen Vater. Der wird den Geist der Wahrheit senden. Der Geist vertritt Jesus bei den Seinen, wenn er selber wieder zum Vater, d.h. in die geistige Welt zurückgekehrt ist Da ist also nicht von drei Göttern die Rede. Sondern alles geht vom einzigen Gott aus und führt wieder zu ihm zurück. Sowohl der Sohn Jesus wie auch der Geist. Den wir den Heiligen Geist nennen, weil er vom Heiligen, von Gott kommt. Nun, liebe Mitchristen, was kann daran wichtig sein für unseren Glauben? Die Antwort: Unser ganzes Leben und Dasein spiegelt sich im Bekenntnis zum dreieinen Gott. 2

3 Bestes Beispiel ist das sog. Apostolische Glaubensbekenntnis, das anhand der Dreieinheit Gottes das Wichtigste unseres Glaubens zusammenfasst: RG 263 (gemeinsam lesen) Früher konnte jeder Christenmensch dieses Glaubensbekenntnis auswendig, Erwachsene, die sich taufen liessen, sagten es auf. Im Konf-Unti und im Lager haben sich vor 2 Wochen auch unsere Konfirmanden wieder damit auseinandergesetzt und ihr eigenes Glaubensbekenntnis formuliert. Und auch wenn wir Reformierten in der Schweiz dieses Bekenntnis nicht mehr im ständigen Gebrauch haben wir kommen jedes Jahr an den kirchlichen Feiertagen an einer der Stationen dieses Bekenntnisses vorbei. Und vielleicht ist uns jedes Jahr oder je nach Lebensalter grad etwas anderes am Glauben wichtig Schauen wir also einmal genauer hin und machen uns auf den Weg durch dieses Glaubensbekenntnis: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Wir bekennen Gott als Schöpfer allen Lebens, auch unseres eigenen am Erntedankfest und eigentlich auch an jedem Geburtstag feiern wir das. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, 3

4 empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, Advent und Weihnachten: wir feiern, dass in dem Jesuskind Gott selber zur Welt kommt, in Jesus, der ihm so nahe war und gleich wie ein Vater dem Sohn, geboren von einer einfachen jungen Frau. Er wird Mensch wie wir, um uns ganz nahe zu sein. Ein geboren einzig geboren, ein für alle mal. gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, Karfreitag und Ostern sind hier im Blick, was Jesus aus Liebe auf sich genommen hat für andere und wie Gott selber zu seinem Reden und Handeln Ja gesagt hat in der Auferstehung. aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; Himmelfahrt, oder Auffahrt, wie wir hier sagen: Jesus kehrt zurück in die geistige Welt, seine und unsere eigentliche Heimat, die alle irdischen Mächte und Gewalten relativiert. von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Hier kommt uns das Ziel der Welt vor Augen: einmal wird Gott noch einmal alles mit uns anschauen und zurechtbringen, was nicht so war, wie es sein sollte. 4

5 Am Ewigkeitssonntag denken wir an unsere Verstorbenen und an dieses Handeln Gottes, der in Liebe alles wieder zurechtbringt. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Pfingsten wir feiern den Geburtstag der Kirche aus vielen Völkern und Sprachen. Eine Kirche ist es, auch wenn wir vorläufig noch viele verschiedene Kirchen haben. Eine Kirche ist es, die Gemeinschaft der Heiligen, all derer, die sich zu Gott halten. Aber heilig sein, das geht in unserer menschlichen Schwachheit nur, wenn wir einander immer wieder vergeben, wie uns Gott vergibt. Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Mit dem Ausblick auf das, was uns als Ziel erwartet, schliesst sich der Kreis. Noch einmal kommen Ostern und der Ewigkeitssonntag in den Blick. Das zeigt, dass unser Leben mehr ist, als was wir jetzt sehen und was uns vielleicht so viel Mühe bereitet Auf so vielfache Weise erweist sich der eine Gott in unserem Leben, darum können wir in dreifacher Weise von Ihm reden. Und danken. Amen 5

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