Diagnostik im Alltag. BPS Studienseminar für Gymnasien/TDS Daun 2017

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1 Diagnostik im Alltag BPS Studienseminar für Gymnasien/TDS Daun 2017

2 Aus den Standards für Lehrerbildung Lehrerinnen und Lehrer diagnostizieren Lernvoraussetzungen und Lernprozesse von Schülerinnen und Schülern; sie fördern Schülerinnen und Schüler gezielt und beraten Lernende und deren Eltern. (Kultusministerkonferenz 2005; Kompetenz 7)

3 Aus der Schulordnung 49 Grundlagen des Unterrichts (1) Unterricht zielt auf die ganzheitliche Förderung Jede Schülerin und jeder Schüler ist entsprechend der individuellen Lernvoraussetzungen und Entwicklungsmöglichkeiten zu fördern.

4 Ausbildungslinie D Lern- und Entwicklungsstände diagnostizieren und rückmelden: Lerngruppen einschätzen: nehmen Lerngruppen in ihrer Heterogenität wahr und leiten erste Konsequenzen für den Unterricht ab.

5 Herstellung von Passung Voraussetzungen Anforderungen

6 Diagnose und Förderung Maßnahmen planen und umsetzen Diagnose durchführen Ziele vereinbaren

7 Diagnoseanlässe Übernahme einer Klasse; Übergänge in Stufen Planung einer Unterrichtsreihe Wahrnehmung von Leistungsschwankungen und anderen Auffälligkeiten Feststellung des Erreichungsgrades von Lernzielen und Kompetenzen (z.b. im Hinblick auf anstehende Prüfungssituationen oder Schullaufbahnentscheidungen) Analyse des eigenen Unterrichts ( )

8 Flurfunk Übung zur Wahrnehmung Sammeln Sie Aussagen (von Kollegen, Eltern, auch eigene Beobachtungen) über Schüler, Klassen und Kurse! Bereiten Sie ein kurzes Rollenspiel vor (Dialog) Erläutern Sie die Beobachtungs- und Deutungsmuster, die den Einschätzungen zugrunde liegen könnten! 8

9 Ursachen für Verzerrungen in der Wahrnehmung erster/letzter Eindruck (Primacy Effekt) Milde-/Strengefehler Halo-Effekt Reihenfolgeeffekte Voreinstellungen, Vorurteile Sympathie/Antipathie Verallgemeinerungen/Globalisier ungen Bovet/Huwendiek S. 15; 334ff. oder Hesse/Latzko S. 41 ff 9

10 Was ist pädagogische Diagnostik? Sie beinhaltet eine kriterienorientierte Fremd- und Selbstbeurteilung. Sie versteht sich als Lernbegleitung im Dienst der individuellen Förderung. Sie stellt das Vokabular zur Verfügung (Austausch z.b. mit Kollegen). 10

11 Blick in die Praxis der Diagnostik Herausforderung gemeinsame Orientierungsstufe Welche Fragen stellen sich? Wie können Sie diagnostizieren? Was heißt Heterogenität in einer 5. Klasse konkret? Wo kann/muss Förderung ansetzen, die schwachen und begabten Kindern gerecht wird? Wie kann ich allen gerecht werden? Welche besonderen Kompetenzen muss ich mitbringen?.

12 Was ist pädagogische Diagnostik? Gegenstand der Diagnostik ist der einzelne Schüler mit seinen Fähigkeiten, Kompetenzen, Einstellungen, Motivationen einschließlich seiner sozialen Beziehungen. Sie beinhaltet das systematische Sammeln und Aufbereiten von Informationen auf verschiedenen Ebenen als Grundlage für den Dialog und zur Optimierung des Lernerfolgs. 12

13 Determinanten situative inhaltliche Faktoren soziale strukturelle persönliche

14 Prinzipien Förder- statt Selektionsdiagnostik ( Schatzsuche statt Fehlerfahndung ) Diagnostik im Dialog Integrierte Diagnostik

15 Instrumente der päd. Diagnostik Beobachten!! Sammeln, Inventarisieren, Austauschen Ergebnisdiagnostik (klassische Arten der Leistungsfeststellung ) Standardisierte Testverfahren

16 Instrumente in Auswahl Selbsteinschätzung Nr. 3 Leistungsdialog Nr. 5 Schülerfeedback Nr. 2 und 6 Vergleichsarbeiten Videographie des Unterrichts Standardisierte Tests Lerntagebuch Portfolio Strukturierte Beobachtung Nr. 1 Lernentwicklungs- Gespräch Nr. 4

17 Fazit Förderdiagnostik fordert den ganzheitlichen Blick Diagnostik ist zielgerichtet: Planung und Umsetzung von Fördermaßnahmen Diagnose und Förderung als Prozess, der laufend überprüft, bestätigt, korrigiert oder verfeinert werden muss

18 Fazit eine offene Grundhaltung und ein hohes Maß an Selbstreflexivität Stellenwert des Austausches (Dialogische Lernbeobachtung) von Sichtweisen und Deutungen Grenzen der pädagogischen Diagnostik akzeptieren Einbettung in wertschätzende Atmosphäre (pädagogisch günstige Voreingenommenheit )

19 Diagnose und Förderung Diagnose durchführen Ziele vereinbaren Maßnahmen planen und umsetzen

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