Kreditgeschäft II. Jänner 2013

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1 Kreditgeschäft II Jänner 2013 MODAL - Gesellschaft für betriebsorientierte Bildung und Management GmbH 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 138 MODAL GmbH Diese Unterlage dient ausschließlich für Veranstaltungen, die von MODAL durchgeführt werden

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3 Inhalt I. Grundlagen zum Kreditgeschäft Allgemeines Bedeutung und Wesen des Kredites Kredit als Risikogeschäft Einteilung der Ausleihungen Kreditorganisation Trennung in Markt und Marktfolge Vergaberichtlinien Kreditprozess - Überblick Finanzierungsarten Abstattungskredit Sicherheiten Allgemeine Grundsätze zur Kreditsicherung Allgemeines zu den Real- und Personalsicherheiten Bürgschaft Garantie Allgemeines zum Pfandrecht Pfandrecht an beweglichen Sachen Zession von Forderungen Eigentumsvorbehalt Bestimmungen für Verbraucherkredite Vor Kreditvergabe bzw. Rahmeneinräumung Nach Kreditvergabe bzw. Rahmeneinräumung Vertragsbestandteile Weitere Rahmenbedingungen...36 II. Kreditprozess Antragstellung Kreditgespräch Kreditantrag (Datenbeschaffung) Investitions- und Finanzierungsplan Bonitätsbeurteilung Kreditwürdigkeit Kreditfähigkeit Rating Sicherheitenbewertung Konditionengestaltung...49

4 Inhalt 5 Kreditentscheidung Stellungnahme des Kundenbetreuers Formelle und materielle Kreditkontrolle Bewilligung / Zustimmungserfordernisse Kreditabwicklung Vertragserstellung Unterfertigung der Verträge Auszahlungs- und Endkontrolle Vertragsänderungen Kreditüberwachung Ziel der Kreditüberwachung Einzelkreditrisiko Gesamtkreditrisiko Beendigung des Kreditverhältnisses Ordnungsgemäße Beendigung Zwangsweise Beendigung...63 Bundeslandspezifische Unterlagen...64

5 Allgemeines I. Grundlagen zum Kreditgeschäft 1 Allgemeines Lernziele: Sie können > die Bedeutung und das Wesen des Kredites sowie die Grundsätze des Kreditgeschäftes erklären > den Begriff Risikostrategie erläutern und die wesentlichen Ziele der Risikopolitik beschreiben > eine Einteilung der Ausleihungen vornehmen. 1.1 Bedeutung und Wesen des Kredites Der Kreditbegriff (lat. credere = glauben, vertrauen) bezeichnet ursprünglich das Vertrauen in die Fähigkeit einer Person oder Unternehmung, ihren Kreditverpflichtungen nachzukommen. Man hat Kredit, wenn man Vertrauen genießt. Kredit bedeutet auch zeitweilige Überlassung von Geld (oder Gütern) Investitionen (privat oder geschäftlich) können grundsätzlich in zweierlei Weisen finanziert werden: > durch selbst aufgebrachte oder angesparte bzw. erwirtschaftete Mittel (Eigenkapital und Selbstfinanzierung) > durch Kredite (Fremdkapital) Die Kreditinstitute haben die Aufgabe, die Volkswirtschaft ausreichend mit Krediten zu versorgen, um das Funktionieren der Wirtschaft sicherzustellen. Die optimale Versorgung der Wirtschaft und der privaten Haushalte mit Krediten schafft Vermögenswerte und hilft den Lebensstandard zu verbessern. Die Kreditinstitute arbeiten weitgehend mit Fremdkapital, das ihnen von Anlegern in der Erwartung überlassen wurde, dass sie ihr Geld je nach vereinbarten Kündigungsfristen sicher zurückerhalten (Kapitalsammelfunktion). Die Rentabilität eines Kreditinstitutes hängt vor allem von der Ausleihungsquote ab. Bei einer hohen Ausleihungsquote ist auch ein höheres Risiko gegeben. Dieses zu minimieren ist oberste Aufgabe der verantwortlichen Mitarbeiter der Raiffeisenbank. Bei der Auswahl und Beurteilung der Kreditanträge ist entsprechend sorgfältig und gewissenhaft vorzugehen. Denn Forderungsausfälle schmälern den Ertrag der Bank. Daher kommt der Vorbereitung der Kreditentscheidung und permanenten Kreditüberwachung besondere Bedeutung zu

6 Allgemeines 1.2 Kredit als Risikogeschäft Durch ständig tief greifende Veränderungen der wirtschaftlichen Bedingungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten ergeben sich hinsichtlich der Kreditpolitik und der Abwicklung des Kreditgeschäftes weit reichende Auswirkungen. Durch konjunkturelle Einflüsse, die Verschärfung der Wettbewerbsbedingungen in vielen Branchen, die oftmals mangelnde Ertragslage und die daraus resultierende Aushöhlung der Eigenkapitalausstattung vieler Unternehmen ist ein beträchtliches Ausmaß von Unternehmenszusammenbrüchen gegeben. Diese Tatsachen wirken sich auch auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation der unselbständig Erwerbstätigen aus. Dies hat auch einen wesentlichen Einfluss auf das Ansteigen der Privatinsolvenzen. Aufgrund der damit verbundenen Erhöhungen des Kreditrisikos für die finanzierenden Banken ergibt sich die Notwendigkeit, ein aktives Risikomanagement zur Begrenzung der Risiken unter Berücksichtigung von Art und Umfang des jeweiligen Geschäftes und der daraus resultierenden Risiken zu betreiben. Durch einen angemessenen Umgang mit Risiken soll eine tragbare Risikoposition gesichert werden, wobei es gilt, unternehmensgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die Existenz der Bank kann damit auch in Perioden ungünstiger Kapitalmarktentwicklungen sichergestellt werden Risikostrategie Die Risken für die Raiffeisenbank liegen in > der Person des Kreditnehmers > der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung > der Werthaltigkeit der Besicherung Die Risikostrategie wird von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt und umfasst unter Berücksichtigung der Art, des Umfangs und des Risikogehalts der Geschäfte das gesamte Kreditgeschäft. Dazu zählt z.b. eine Planung > nach Kreditarten > nach Branchenschwerpunkten > nach geographischer Streuung (u.a. Regionen, Länder). > nach größenmäßiger Streuung > nach Überziehungen und Rückständen - 2 -

7 Allgemeines > nach Risikoklassen > nach Sicherheiten > nach Blankoanteile > nach Kreditauslastung Risikopolitik Die Risikopolitik wird von der Geschäftsleitung festgelegt und ist ein wichtiger, integrierter Bestandteil der Gesamtbanksteuerung, dh die Ertrags- und Risikosteuerung sämtlicher Geschäftsbereiche sind systematisch miteinander verknüpft. Als wesentliche Ziele können definiert sein: > die Absicherung und der Ausbau der bereits bestehenden Kundenbeziehungen durch eine hohe Betreuungsqualität > sich ergebende Marktchancen werden zur aktiven Neukundengewinnung genutzt > ein ausgeglichenes Wachstum > nachhaltiger Ertrag > bestmögliche Risikobegrenzung zur Absicherung der Eigenständigkeit und Stärkung der Eigenmittel Bei Kreditentscheidungen gilt das Prinzip Ertrag vor Wachstum. Bei der Kreditvergabe gilt das Prinzip Qualität vor Quantität. Das Kreditgeschäft wird vom Prinzip der Regionalität geprägt, die Kreditvergabe erfolgt vorwiegend an Kunden aus unserem Tätigkeitsgebiet Grundsätze Als Grundsätze für unser Handeln im Kreditgeschäft gelten: Klare und nachvollziehbare Entscheidungen: Jede Kreditentscheidung und -vereinbarung (auch während der Kreditlaufzeit) ist zu dokumentieren. Die Stellungnahme des Kundenbetreuers am Kreditantrag hat aussagekräftig und logisch nachvollziehbar zu sein und muss auf stichhaltigen Unterlagen beruhen. Eine sorgfältige, zeitnahe und realistische Bewertung der Bonität des Kunden: Die Bewertung der Bonität des Kunden erfolgt auf sorgfältige, ehrliche und realistische Art und Weise auf Basis von nachvollziehbaren Unterlagen nach dem Raiffeisen-Rating- (Scoring-) Modell und dessen zugrunde liegenden Richtlinien

8 Allgemeines Einheitliche Wertvorstellungen im Bereich der Sicherheiten: Die Belehnwerte der hereingenommenen Sicherheiten werden einheitlich anhand des vorgegebenen Handbuches Bewertungsrichtlinien für Sicherheiten sowie unter Verwendung des Liegenschaftsbewertungsprogrammes bzw. bei größeren gewerblich bzw. touristisch genutzten Liegenschaften unter Verwendung von Schätzgutachten angesetzt. Konsequente Risikosteuerung durch rechtzeitiges Erkennen, Bewirtschaften und entschlossenes Handeln: Durch eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Kreditrisiko, systematisches Vorgehen und effiziente Instrumentarien werden die Kreditrisiken im Sinne eines konsequenten Risikomanagements rechtzeitig erkannt, gemessen und durch entschlossenes Handeln begrenzt. 1.3 Einteilung der Ausleihungen Nach dem Kreditnehmer Es ist zu unterscheiden, ob es sich um einen Verbraucherkredit oder Unternehmerkredit handelt. Verbraucher sind: > Alle unselbständig Erwerbstätigen und Private > Unternehmer, die für privaten Bedarf Kredit aufnehmen > Unternehmer zu Beginn ihrer Tätigkeit zur Schaffung der Voraussetzungen für ihre Tätigkeit. Unternehmer sind: > Alle Betriebe der gewerblichen Wirtschaft > Freiberuflich Tätige > Landwirte > Öffentliche Körperschaften Die Verbraucherbestimmungen sind für alle Rechtsgeschäfte anwendbar, bei denen einerseits ein Unternehmer und andererseits ein Verbraucher beteiligt sind. Die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen finden sich im > Konsumentenschutzgesetz (KSchG) > Bankwesengesetz (BWG) > Verbraucherkreditgesetz (VKrG) Verträge ab

9 Allgemeines Nach dem Verwendungszweck Grundsätzlich wird zwischen Unternehmerkredit (Produktiv) und Verbraucherkredit (Konsum) unterschieden. Die wichtigsten Details sind aus den folgenden Grafiken ersichtlich. PRODUKTIVKREDITE Gütererzeugung Dienstleistungen Leistungssteigerung Rentabilitätsverbesserung Betriebsmittelkredite Investitionskredite Rückfluss erfolgt aus gesteigerter Produktivität und Rentabilität Das Umlaufvermögen eines Unternehmens wird mit Betriebsmittelkrediten finanziert (z.b: Warenvorräte, Kundenforderungen, laufende Betriebsaufwendungen etc.). Für die Finanzierung des Anlagevermögens eines Unternehmens dienen Investitionskredite (z.b: Grund, Gebäude, Maschinen, Kraftfahrzeuge etc.). KONSUMKREDITE Private Vermögensbildung Erhöhung des Lebensstandards Wohnraumschaffung Sonstige Bedarfsgüter Die Rückzahlung erfolgt durch künftigen Konsumverzicht / Sparen - 5 -

10 Allgemeines Nach der Laufzeit Diese richtet sich nach der Nutzungsdauer der anzuschaffenden Wirtschaftsgüter, wobei geprüft werden muss, ob die tatsächlichen Rückzahlungsmöglichkeiten des Kreditnehmers dafür ausreichen. Kurzfristige Kredite bis 1 Jahr Unternehmer Finanzierung des Umlaufvermögens (Wareneinkauf, Lieferforderungen usw.) Verbraucher Lebenshaltungskosten (Hobbys, Urlaub, Konsum) Mittelfristige Kredite 1 5 Jahre Unternehmer Investitionskredit (kurzlebige Wirtschaftsgüter PC z.b.) Verbraucher Auto, Wohnungseinrichtung, Renovierung etc. Langfristige Kredite über 5 Jahre Unternehmer Investitionskredit (langlebige Wirtschaftsgüter- Maschinen, Hallen, Gebäude) Verbraucher Hauskauf, Wohnungskauf - 6 -

11 Kreditorganisation 2 Kreditorganisation Lernziele: > Sie kennen die Berufsbilder im Rahmen der Kreditorganisation und können die Aufgaben erläutern > Sie kennen den Kreditprozess im Überblick 2.1 Trennung in Markt und Marktfolge Maßgeblicher Grundsatz für die Ausgestaltung der Prozesse im Kreditgeschäft ist die klare funktionale Trennung folgender Bereiche: > Markt Bereiche, die Geschäfte initiieren und Kreditentscheidungen treffen. > Marktfolge Bereiche, welche nicht dem Bereich Markt zuzuordnen sind. Ziel dieser Funktionstrennung ist die Vermeidung von Interessenkollisionen. Ertragsorientierte Interessen sollen risikoorientierte Interessen nicht in den Hintergrund drängen, diese beiden Interessenslagen sollten vielmehr gleichwertig nebeneinander stehen und einander ergänzen, wodurch es zu einer Objektivierung bei Kreditentscheidungen kommen sollte. Es soll kein Kreditfall von einem einzigen Mitarbeiter von Anfang (Antrag) bis zum Ende (Auszahlung) bearbeitet werden

12 Kreditorganisation Markt Im Markt findet man folgende Berufsbilder: Serviceberater: Der Serviceberater übernimmt die Betreuung und Servicierung der Kunden in der Schnellberatung. Er akquiriert laufend neue Kunden, verkauft Standardprodukte und führt einfache Beratungen durch. Kundenbetreuer: Der Kundenbetreuer (Privatkunden, Private Banking, Firmen- bzw. Kommerzkundenbetreuer) versteht sich als Verantwortlicher für die Abdeckung des gesamten Bedarfs an Bankprodukten von namentlich zugeordneten Kunden durch dauerhafte aktive Begleitung bei der wirtschaftlichen Entwicklung. Er trägt die Hauptverantwortung für die Betreuung der ihm namentlich zugeordneten Kunden. Vertriebsassistent: Er hat Unterstützungs- und Koordinationsfunktionen für Kundenbetreuer und Führungskräfte im Marktbereich und ist das Bindeglied zwischen Markt und Marktfolge. Der Vertriebsassistent > assistiert bei der Kundenbetreuung und bei der Bearbeitung anfallender Geschäftsfälle (z.b.: Angebotserstellung, Orderbearbeitung, Korrespondenz). > bereitet Kundeninformationen auf und unterstützt den Kundenbetreuer bei der ordnungsgemäßen Dokumentation der Kundenbeziehung (Vor- und Nachbereitung). > trägt zur zielgerichteten und konstruktiven Zusammenarbeit im Team und mit Netzwerkpartnern (Spezialisten) bei. > unterstützt Kundenbetreuer bei der Terminplanung und bei der Abwicklung und Besorgung von Basisdienstleistungen für den Kunden. > erfüllt die Aufgaben unter Berücksichtigung der internen und externen Organisationsrichtlinien Produktspezialist: Sowohl Kundenbetreuer als auch Marktfolgemitarbeiter können über spezielles Fachwissen in einem bestimmten Bereich verfügen (Sonderkredite, Förderungen). Sie unterstützen dann die übrigen im Verkauf tätigen Mitarbeiter in der Lösung komplizierter fachspezifischer Kundenwünsche

13 Kreditorganisation Marktfolge Im Bereich Marktfolge findet man folgende Berufsbilder: Experte Kreditcontroller Seine wesentlichen Aufgaben sind: > Formelle und materielle Prüfung vor Kreditentscheidung. > Überprüfung der gesetzlichen Grundlagen sowie der festgelegten Richtlinien und Grundsätze für das Kreditgeschäft. > Überprüfung des RATING und der Sicherheitenbewertung. > Unterstützung bei der Kreditüberwachung während der Laufzeit. Sachbearbeiter Seine wesentlichen Aufgaben sind: > Urkunden und Schriftstücke erstellen > Kontoanlage und - wartung > Gestionierung bei Veränderungen während der Kreditlaufzeit > Kreditüberwachung unterstützen > Mahnwesen abwickeln > Kreditverhältnisse beenden 2.2 Vergaberichtlinien Das Kreditgeschäft ist nur innerhalb von Rahmenbedingungen zu betreiben, die in internen Richtlinien konkret dargestellt werden. Die internen Richtlinien werden z.b. in Kredithandbüchern festgelegt. Bei Bedarf sind die internen Richtlinien anzupassen. Die internen Richtlinien beziehen sich z.b. auf: > Vorgaben und Bearbeitungsgrundsätze für die Prozesse der Kreditvergabe, der Kreditweiterbearbeitung, der Intensivbetreuung und der Problemkreditbearbeitung sowie der Risikovorsorge. > Bestellung, Bewertung, Überprüfung, Verwaltung und Verwertung von Sicherheiten. > Behandlung von Überziehungen und Rückständen samt Mahnverfahren. Die Angemessenheit der internen Richtlinien ist insbesondere von der Größe und Natur des Kreditinstituts sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Kreditgeschäfte abhängig. Die konkrete Ausgestaltung der internen Richtlinien obliegt dem Kreditinstitut

14 Kreditorganisation 2.3 Kreditprozess - Überblick Prozessschritt Antragstellung Bonitätsbeurteilung Sicherheitenbewertung Konditionengestaltung Kreditentscheidung Kreditabwicklung Auszahlungs- und Endkontrolle Kreditüberwachung Beendigung des Kreditverhältnisses Zuständigkeit Markt Markt Markt Markt Markt (ev.marktfolge) Marktfolge Markt oder Marktfolge Markt und Marktfolge Marktfolge Die Prozesse für die Vergabe und Bearbeitung von Kreditgeschäften sowie die damit verbundenen Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten werden klar definiert und aufeinander abgestimmt (Kreditvergaberichtlinien). Das Kreditinstitut verwendet standardisierte Kreditunterlagen. Grundsätzlich erfordert eine Kreditentscheidung jeweils die Zustimmung (Votum) der Bereiche Markt und Marktfolge. In den Kreditvergaberichtlinien werden nach Geschäftsarten, Bonitäten der Kreditnehmer als auch nach Limiten (Kreditlimit, Kreditnehmerlimit, Limit betreffend Gruppe verbundener Kunden) differenzierte Bearbeitungsgrundsätze formuliert

15 Finanzierungsarten 3 Finanzierungsarten 3.4 Abstattungskredit Begriff Die klassische Form der Investitionsfinanzierung wird über den Abstattungskredit abgewickelt. Bei dieser Finanzierungsart wird dem Kreditnehmer ein bestimmter Betrag bereitgestellt, über den dieser nur einmal verfügen kann und der nach vollkommener Ausnützung nur mehr zurückbezahlt wird. BETRAG LAUFZEIT Abstattungskredit mit einmaliger Kreditzuzählung BETRAG LAUFZEIT Abstattungskredit mit Teilzuzählungen

16 Finanzierungsarten Abstattungskredite entstehen durch Willensübereinstimmung (Konsensualkontrakt), indem die Urkunde durch die Vertragspartner (Kreditnehmer und Raiffeisenbank) unterfertigt wird. In Ausnahmefällen werden Darlehensverträge verwendet (z.b. aufgrund von Förderungsrichtlinien bei Wohnbaukrediten) Merkmale Formalerfordernis Verwendungszweck Laufzeit Verzinsung Rückzahlung Rahmenart > Kreditantrag > Kreditvertragsentwurf auf Verlangen (Verbraucher) > Rating, Scoring > Vorvertragliche Informationen bei Verbrauchern > Bewilligung (Beschlussblatt) > Abstattungskreditvertrag > EDV Anlage > Investitionen im privaten Bereich > Investitionen im Unternehmen > Fixiert > Sollzinssatz > Verzugszinsen > Einmalbetrag (endfällig) > Kapitalrate (Zinsen und Entgelte getrennt verrechnet) > Pauschalrate (Kapital, Zinsen und Entgelte) > Beurkundeter Rahmen Zinssätze sind üblicherweise variabel und können sich während der Laufzeit ändern. Entsprechend den KSchG-Bestimmungen muss die Verzinsung bei Verbrauchern dekursiv sein. Zinssatzänderungen führen zu einer Erhöhung oder Senkung der Rückzahlungsraten (Pauschalrate) und somit Änderung der Gesamtlaufzeit. Möchte man die monatliche Rückzahlungsrate unabhängig vom Zinssatz konstant halten (Kapitalrate), so muss dies vertraglich vereinbart werden. Schwankungen des Zinssatzes können mit einer Fixzinsvereinbarung ausgeschlossen werden. Ein Fixzinssatz kann für die gesamte Laufzeit oder für einen bestimmten Zeitraum vereinbart werden

17 Finanzierungsarten Neben der Ratenhöhe ist auch die Kreditlaufzeit zu berücksichtigen. Denn je geringer die monatlichen Zahlungen sind, desto länger ist die Laufzeit des Kredites und desto höher die Zinsbelastungen und damit die Gesamtkosten. Bei Investitionskrediten darf die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zu finanzierenden Wirtschaftsgutes nicht außer Acht gelassen werden. Die Kreditlaufzeit darf nicht länger als die wirtschaftliche Nutzungsdauer sein. Wenn in Zukunft Vermögenswerte realisiert werden können, sollte dies bei Kreditabschluss berücksichtigt werden. Die Auszahlung von Lebensversicherungen, Abfertigungszahlungen, Bausparverträgen etc. kann für eine Sondertilgung des Kredites verwendet werden. Kommt der Abstattungskredit durch einen Vermittler zustande, so ist im Vertrag der Name des Kreditvermittlers aufzunehmen

18 Sicherheiten 4 Sicherheiten Lernziele: Sie können > beurteilen, worauf es beim Zustandekommen von Kreditsicherheiten ankommt > die Arten, Merkmale und Besonderheiten der Sicherheiten erklären > die Sicherheitenbewertungen vornehmen > einen Grundbuchsauszug lesen und beurteilen sowie die Arten und Wirkungen grundbücherlicher Eintragungen in ihrer Bedeutung für die Pfandbestellung erklären. 4.1 Allgemeine Grundsätze zur Kreditsicherung Kriterien für die Bestellung von Sicherheiten (bankmäßige Sicherheiten) > Rechtlich einwandfreie Begründung (Rechtstitel und Modus) Damit die bestellten Sicherheiten bei Kreditausfällen verwertbar sind, ist die rechtlich einwandfreie Begründung von Sicherheiten erforderlich. > Rasche und geldwerte Realisierbarkeit Die Sicherheit soll möglichst rasch und kostengünstig verwertbar sein. > Nachhaltigkeit in rechtlicher und materieller Hinsicht Die Sicherheit ist im Hinblick auf Höhe, Laufzeit und Art des Kredites so zu bemessen, dass sie auch bei einer möglichen Wertminderung des Sicherungsgegenstandes noch zur Deckung der Forderung ausreicht. > Wille zur Verwertung > Keine Formalsicherheit z.b: Bürge mit keinem bzw. geringem Einkommen/Vermögen, stille Sicherheiten (Gehaltsverpfändung ohne Verständigung des Arbeitgebers, ) Gründe für die Bestellung von Sicherheiten Sicherheiten werden hereingenommen, weil > jede Kreditgewährung ein Ausfallsrisiko in sich birgt und > jeder Kreditausfall die wirtschaftliche Ertragskraft der Raiffeisenbank schmälert

19 Sicherheiten 4.2 Allgemeines zu den Real- und Personalsicherheiten Arten der Sicherheiten Bei Personalsicherheiten tritt zum Kreditnehmer eine weitere haftende Person hinzu. z.b. Bürgschaft Garantie Bei Realsicherheiten haftet neben dem Kreditnehmer eine bestimmte Sache. z.b. Pfandrecht Übertragung des vorbehaltenen Eigentums Zession HINWEIS: Kredite ohne Sicherheiten werden als Blankokredite bezeichnet. Für deren Einbringlichkeit haftet nur die Person des Kreditnehmers. 4.3 Bürgschaft Begriff Bürge ist, wer sich zur Befriedigung des Gläubigers für den Fall verpflichtet, dass der Schuldner seine Verbindlichkeiten nicht erfüllt. Mehrere Bürgen haften in der Regel solidarisch, das heißt, jeder haftet dem Gläubiger für den ganzen Betrag. Teilbürgschaften können vereinbart werden. Die Bürgschaft setzt das Bestehen oder Entstehen einer Hauptschuld voraus (Akzessorietät). Die Verbindlichkeit des Bürgen kann dem Umfang nach geringer, aber nie größer als die Hauptschuld sein. Der Bürge hat dieselben Einreden wie der Hauptschuldner, darüber hinaus jene, die ihm selbst als Gläubiger zustehen. Bei eingeschränkter Geschäftsfähigkeit des Hauptschuldners (z.b. Minderjährigkeit, Sachwalterbestellung) haftet der Bürge auch dann, wenn ihm diese nicht bekannt war. Der Bürge haftet auch bei Entschuldung des Hauptschuldners im Falle eines gerichtlichen Ausgleiches bzw. Zwangsausgleiches Formvorschriften Zur Gültigkeit des Bürgschaftsvertrages ist Schriftlichkeit erforderlich

20 Sicherheiten Arten der Bürgschaft > Bürge- und Zahlerhaftung > Wechselbürgschaft > Ausfallsbürgschaft Bürge- und Zahlerhaftung Der Bürge haftet wie der Kreditnehmer. Der Gläubiger kann daher bei Fälligkeit entweder zuerst den Hauptschuldner oder den Bürgen oder beide gleichzeitig in Anspruch nehmen. Wechselbürgschaft Die Wechselbürgschaft wird durch Abgabe einer Bürgschaftserklärung auf dem Wechsel oder auf einem Anhang begründet. Die Bürgschaftserklärung ist vom Bürgen zu unterfertigen. Aus der Bürgschaftserklärung soll klar hervorgehen, für wen die Bürgschaft übernommen wurde. Dies ist besonders bei der Bürgschaft für den Bezogenen (z.b.: als Bürge für den Bezogenen ) wichtig. Die bloße Unterschrift eines Bürgen auf der Vorderseite des Wechsels gilt nämlich als Bürgschaftserklärung für den Aussteller. Der Wechselbürge haftet in gleicher Weise wie derjenige, für den er sich verbürgt hat. Seine Haftung entspricht der eines Bürgen und Zahlers. Ausfallsbürgschaft Der Ausfallsbürge kann erst in Anspruch genommen werden, > wenn gegen den Hauptschuldner erfolglos Exekution geführt und die übrigen Sicherheiten verwertet wurden, > wenn er unbekannten Aufenthaltes oder > im Konkurs oder Ausgleich ist. Ausfallsbürgschaften sind bei Verbraucherkrediten kaum verbreitet. Die größte Bedeutung kommt ihnen bei Ehegattenhaftung zu. Wenn Ehegatten füreinander bürgen oder gemeinsam Kredite aufnehmen, ist Ihnen nachweislich eine Information bezüglich der gemeinsamen Haftung zu übergeben. Bei Ehescheidung kann das Gericht über Antrag eines Ehepartners auch mit Wirkung für die Raiffeisenbank festlegen, wer Hauptschuldner und wer Ausfallsbürge wird. Weiters sind sämtliche Mahnungen, Verständigungen usw. jedem Ehegatten getrennt zuzustellen. Wird ein derartiger Antrag bei Gericht nicht gestellt, bleibt die Bürge- und Zahlerhaftung unverändert aufrecht

21 Sicherheiten Vertragsänderungen Stundung, Verlängerung Wird die Rückzahlung eines Abstattungskredites gestundet oder verlängert, so haftet der Bürge grundsätzlich bis zur gänzlichen Abstattung weiter. Bei Abstattungskrediten ist der Bürge von der Stundung oder Verlängerung zu verständigen. Der Verlängerung eines Kontokorrentkredites bedarf jedoch der Zustimmung des Bürgen. Wird diese Zustimmung nicht eingeholt, endet die Bürgenhaftung nach einmaligem Umsatz des Kreditrahmens. Freigabe von Sicherheiten Besteht neben der Bürgschaft eine vom Hauptschuldner oder von einem Dritten bestellte Sicherheit (z.b. Pfandrechte, Eigentumsvorbehalt), so kann zwar der Gläubiger auf diese Sicherheit verzichten, er wird jedoch dem Bürgen gegenüber schadenersatzpflichtig. Erhält nämlich der zahlende Bürge im anschließenden Regress gegen den Hauptschuldner nicht volle Befriedigung, so kann er sich in diesem Fall beim Gläubiger schadlos halten. Daher ist bei Freigabe von Sicherheiten die Zustimmung der verbleibenden Drittsicherheitengeber einzuholen Beendigung > durch vollständige Zahlung des Kredites durch den Kreditnehmer > Zahlung durch den Bürgen: Zahlt der Bürge, so geht die Forderung gegen den Hauptschuldner von der Raiffeisenbank kraft Gesetzes auf den Bürgen über. Der zahlende Bürge kann von der Raiffeisenbank die Herausgabe aller Sicherungsmittel verlangen, sofern sie nicht noch zur Besicherung anderer Kredite dienen. > durch gänzlichen Schulderlass > Entlassung aus der Bürgschaft > Tod des Bürgen. Die Bürgschaftsverpflichtung geht jedoch auf die Erben des Bürgen über, soweit die Erbschaft angenommen wird. > Bei einem Schuldnerwechsel bleibt die Bürgschaft nur mit Zustimmung des Bürgen aufrecht. > Zeitablauf (befristete Bürgschaft)

22 Sicherheiten Informationspflichten der Bank gegenüber dem Bürgen > Dem Bürgen steht das Recht zu, über die Bestimmungen des Kreditvertrages informiert zu werden. > Während der Laufzeit des Kredites ist dem Bürgen jedenfalls darüber Auskunft zu geben, wie hoch der Saldo ist und ob Rückstände/Überziehungen bestehen. > Wird ein Kredit ausschließlich auf die Bonität des Bürgen hin gewährt oder wird der verbürgte Kredit zur Abdeckung bestehender Kreditverbindlichkeiten verwendet, so ist die Bank verpflichtet, den Bürgen über diesen Umstand aufzuklären. Dies muss durch einen Zusatz am Bürgschaftsvertrag und die Erstellung eines schriftlichen Aktenvermerkes erfolgen. Um den Bürgen vollständig aufklären zu können, ist eine Entbindung vom Bankgeheimnis seitens des Kreditnehmers einzuholen. > Bei Säumigkeit des Kreditnehmers ist dem Bürgen jede Mahnung zuzustellen Sicherheitenbewertung Ein Bewertungsansatz ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen, abhängig von der Bonität des Bürgen in Relation zur übernommenen Verpflichtung. 4.4 Garantie Begriff Die Garantie ist ein selbständiges Rechtsgeschäft, bei dem sich der Haftende (Garant) verpflichtet, die vereinbarte Haftungssumme (Garantiesumme) über Aufforderung des Begünstigten ohne Prüfung des Rechtsgrundes und unter Verzicht auf alle Einwendungen innerhalb der vereinbarten Frist zu bezahlen. Dem Garanten stehen keine Einreden aus dem Hauptgeschäft zu. Er muss auch dann Zahlung leisten, wenn das Hauptgeschäft gar nicht zustande gekommen ist Zustandekommen Der Garantievertrag ist schriftlich abzufassen. Im Text der Garantie ist der Endzeitpunkt für die Inanspruchnahme festzulegen. Wird kein Endtermin fixiert, muss ein Kündigungsrecht vereinbart werden. Die Garantie ist grundsätzlich übertragbar. Soll die Garantie nicht zedierbar sein, muss dieser Umstand ausdrücklich auf dem Garantieschreiben vermerkt sein

23 Sicherheiten Unterschied zwischen Bürgschaft und Garantie Bürgschaft > Abhängig vom Hauptgeschäft > Einreden aus dem Grundgeschäft möglich > Laufzeit auf Kredite abstimmen Garantie > selbständiges Rechtsgeschäft (vom Hauptgeschäft unabhängig) > keine Einreden aus dem Grundgeschäft > Laufzeit sollte befristet sein Inanspruchnahme Nimmt die Raiffeisenbank den Garantiegeber aus der Garantie in Anspruch, so hat dieser den Haftungsbetrag ohne Prüfung des Rechtsgrundes und unter Verzicht auf alle Einwendungen innerhalb der vereinbarten Frist an die Raiffeisenbank zu bezahlen. Weiters ist bei der Inanspruchnahme der Garantie darauf zu achten, dass allfällige in der Garantieerklärung enthaltene Bedingungen genauestens eingehalten werden müssen Sicherheitenbewertung Ein Bewertungsansatz ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen, abhängig von der Bonität des Garanten in Relation zur übernommenen Verpflichtung. 4.5 Allgemeines zum Pfandrecht Begriff Ein Pfandrecht ist ein dingliches Recht des Pfandgläubigers an einer Sache oder einem Recht, welches zur Sicherung einer Forderung bestellt wird. Der Schuldner der Forderung und der Verpfänder müssen nicht personengleich sein. Das Pfandrecht setzt das Bestehen einer Hauptschuld voraus (Kredit). Der Pfandbesteller muss Eigentümer der Pfandsache sein. Deckt der Kreditnehmer die fällige Forderung nicht ab, kann die Bank das Pfand verwerten lassen und aus dem Erlös aufgrund ihres Pfandranges vor anderen Gläubigern die besicherte Forderung abdecken. Beteiligte Personen: Pfandbesteller = Eigentümer des Pfandes Pfandgläubiger = Raiffeisenbank Drittschuldner = Person, gegen welche die verpfändete Forderung besteht

24 Sicherheiten Zustandekommen Das Pfandrecht ist eine Realsicherheit und setzt deshalb Titel (gültiger Rechtsgrund) und Modus (bestimmte Erwerbsart) voraus. Titel Nach ihrem Rechtsgrund unterscheidet man: > vertragliche Pfandrechte (der Titel ist der Pfandvertrag) > richterliche Pfandrechte (der Titel ist z. B. ein rechtskräftiges Urteil) > gesetzliche Pfandrechte (der Titel entsteht kraft Gesetz). Sie gehen den vertraglichen und richterlichen Pfandrechten vor (z.b. Grundsteuer, Hausverwaltungskosten). Modus Nach der Erwerbsart unterscheidet man: > Körperliche Übergabe Bei der körperlichen Übergabe muss der Pfandgegenstand dem Gläubiger übergeben werden (Faustpfandprinzip). Beispiele: Teppiche, Schmuck, Gold- und Silbermünzen, Gemälde. > Symbolische Übergabe Sie erfolgt bei Sachen, die wegen ihrer Größe und ihres Gewichtes für eine körperliche Übergabe nicht geeignet sind durch Anbringen einer Tafel Pfandgut der Raiffeisenbank... an deutlich sichtbarer Stelle. Die Raiffeisenbank ist verpflichtet, die angebrachte Tafel laufend zu kontrollieren. Auch bei nur vorübergehender Entfernung der Tafel erlischt das Pfandrecht. Beispiel: große Druckereimaschinen > Übergabe durch Erklärung Befindet sich der Pfandgegenstand bereits beim Pfandgläubiger (z.b. Wertpapierdepot), genügt die Erklärung des Schuldners, dass die Sache nunmehr als Pfandgut des Gläubigers gilt. > Besitzanweisung Falls sich die Pfandsache bei einem Dritten in Verwahrung befindet, kann anstelle der körperlichen Übergabe an den Pfandgläubiger der Dritte angewiesen werden, die Sache ab sofort als Pfand für den Pfandgläubiger (= Raiffeisenbank) zur Verfügung zu verwahren. > Drittschuldnerverständigung z.b. Verständigung der Versicherung von der Verpfändung > Eintragung im Grundbuch

25 Sicherheiten Gegenstand Pfandrechte können begründet werden an: > beweglichen Sachen (z. B. Fahrnispfand, Faustpfand) > Forderungen und Rechten (z. B. Gehalt, Spareinlage, Lebensversicherungen, Wertpapiere) > unbeweglichen Sachen (Hypothek) Pflichten des Pfandgläubigers > sorgfältige Verwahrung > Abschluss von Versicherungen und Zession der Ansprüche daraus > Rückgabe der Pfandsache bei Erlöschen des Pfandrechtes Ein Benützungsrecht an der Pfandsache steht dem Pfandgläubiger nicht zu Erlöschen des Pfandrechtes Das Pfandrecht erlischt in der Regel: > mit der Hauptschuld (z.b. Rückzahlung des Kredites) > durch Verzicht auf das Pfandrecht > durch Untergang der Pfandsache 4.6 Pfandrecht an beweglichen Sachen Pfandrecht an Fahrnissen Zustandekommen Für die Begründung ist ein Pfandvertrag und die körperliche Übergabe des Pfandgegenstandes an den Pfandgläubiger erforderlich. Verwertung Die Pfandverwertung kann außergerichtlich oder gerichtlich (Pfandklage und Exekution) erfolgen. Eigentum Da nur der Eigentümer ein Pfand bestellen kann, hat die Raiffeisenbank (Pfandgläubiger) die Eigentumsstellung des Pfandbestellers allenfalls durch Vorlage von Nachweisen zu überprüfen, z.b. Kaufvertrag, Rechnung, Zahlungsbeleg. Zur Verpfändung eignen sich in erster Linie nur solche Gegenstände, die einen nachhaltigen Wert haben und leicht verwertet werden können, z.b. Schmuck, Kunstgegenstände (Gutachten!)

26 Sicherheiten Pfandrecht an Spareinlagen Zustandekommen Das Pfandrecht an der Forderung aus einer Spareinlage wird durch vertragliche Vereinbarung (Titel) zwischen Pfandbesteller und der Raiffeisenbank begründet. Das Sparbuch ist bei der Raiffeisenbank zu hinterlegen (Modus). Ein allfälliges Losungswort ist der Raiffeisenbank bekannt zu geben. > Bei Sparbüchern eigener Emission ist EDV-mäßig der Sperrvermerk einzugeben > Bei Sparbüchern fremder Emission ist das kontoführende Institut von der Verpfändung zu verständigen und die Pfandvormerkung bestätigen zu lassen. Verwertung Nach Fälligkeit der besicherten Forderung ist das Sparguthaben durch die Raiffeisenbank zu realisieren und auf das Kreditkonto einzuzahlen. Sicherheitenbewertung Die Bewertung kann mit 100 % des Nominalbetrags erfolgen Pfandrecht an Wertpapieren Zustandekommen Das Pfandrecht an der Forderung aus Wertpapieren wird durch Errichtung eines Pfandvertrages zwischen Pfandbesteller und der Raiffeisenbank begründet. Verpfändet werden alle im Depot befindlichen Wertpapiere. Ein Sperrvermerk ist bei dem in der Raiffeisenbank geführten Depot des Pfandbestellers anzubringen. Beim Fremddepot ist die Depotbank von der Verpfändung zu verständigen und die schriftliche Verständigung der Pfandvormerkung abzuwarten. Die Depotbank hat auch den Depotbestand zu bestätigen. Es empfiehlt sich daher die Transferierung der Wertpapiere in ein Depot der Raiffeisenbank. Besonderheiten > Es ist laufend zu überprüfen, ob der Kurswert dem Deckungserfordernis entspricht. > Werden Wertpapiererlöse auf ein Sparbuch transferiert, so ist diese Spareinlage gesondert zu verpfänden. Verwertung Nach Fälligkeit der besicherten Forderung sind die Wertpapiere durch die Raiffeisenbank zu verkaufen. Sicherheitenbewertung Die Bewertung erfolgt abhängig von der Bonität des Emittenten, der jeweiligen Produktart und dem Kurswert (Belehnwert von 0 % bis 100 %)

27 Sicherheiten Pfandrecht an Versicherungen Zustandekommen Die Verpfändung kommt durch den Abschluss des Pfandvertrages und die Verständigung des Versicherers zustande. Wichtig ist, dass der Pfandgläubiger die Original-Polizze bei sich in Verwahrung hat. Arten Erlebensversicherung Raiffeisenbank ist Pfandgläubiger Pfandvertrag notwendig Rückkaufswert allenfalls vorhanden Risikoversicherung (Unfallversicherung, Ablebensversicherung) Raiffeisenbank ist Pfandgläubiger Pfandvertrag notwendig kein Rückkaufswert Kreditrestschuldversicherung Raiffeisenbank ist Begünstigter kein Pfandvertrag notwendig kein Rückkaufswert Besonderheiten > Stirbt der Schuldner und ist dieser mit dem Versicherungsnehmer ident, erfolgt die Verwertung der Versicherung im Rahmen der gerichtlichen Verlassenschaft. > Stirbt der Schuldner und ist dieser mit dem Versicherungsnehmer nicht ident, kann die Verwertung der Versicherung außergerichtlich erfolgen. > Um sich auch gegen die Risken des Selbstmordes und der Verletzung der Anzeigepflicht (Gesundheitsfragen) abzusichern, wird die Unanfechtbarkeitsklausel beantragt. > Bei der Kreditrestschuldversicherung wird im Falle des Ablebens des Kreditnehmers von der Versicherung die offene Kreditsumme abgedeckt. Verwertung > Außergerichtliche Verwertung Eine außergerichtliche Verwertung bedarf der vorherigen Kündigung durch den Versicherungsnehmer. Weigert sich dieser, ist gerichtlich zu verwerten. Es empfiehlt sich daher, die Kündigungserklärung bereits gleichzeitig mit dem Pfandvertrag einzuholen. > Gerichtliche Verwertung Die fällige Forderung wird eingeklagt. Mit dem rechtskräftigen Titel (z. B. Urteil) kann die exekutive Verwertung beantragt werden. Exkurs Zession Die Zession kommt durch den Abschluss des Zessionsvertrages und die Verständigung des Versicherers zustande. Es empfiehlt sich, die Original-Polizze in Verwahrung zu nehmen

28 Sicherheiten Der Versicherungsnehmer tritt alle Rechte aus dem Vertrag an die Bank ab. Die Versicherung darf mit schuldbefreiender Wirkung nur an die Bank zahlen. Die Verwertung erfolgt außergerichtlich ohne Mitwirkung des Versicherungsnehmers. Exkurs Vinkulierung Eine Vinkulierung bewirkt lediglich eine Zahlungssperre, sowie eine Informationspflicht des Versicherers bei Nichtbezahlung der Prämie oder bei Vertragsänderung. Die Vinkulierung ist keine bankmäßige Sicherheit. Auszahlung nur mit Zustimmung des Gläubigers. Sicherheitenbewertung Zedierte und verpfändete Versicherungen werden maximal mit dem jeweils aktuellen Rückkaufswert abhängig von der Bonität der Versicherungsgesellschaft bewertet. Fondsgebundene Lebensversicherungen (ohne Kapitalgarantie) sind mit einem entsprechend niedrigen Belehnwert (auf Basis der Wertnachricht) anzusetzen Pfandrecht zu Gehalts-, Lohn- und Pensionsbezügen Zustandekommen Für die Verpfändung ist ein Pfandvertrag und die Verständigung der bezugauszahlenden Stelle (eingeschrieben versenden) erforderlich. Es ist vorgesehen, dass der Drittschuldner (Arbeitgeber) auf dem Durchschlag des Verständigungsschreibens die Kenntnisnahme von der Verpfändung bestätigt und bekannt gibt, an welcher Stelle die Verpfändung am Lohnkonto vorgemerkt wurde. Zur Abgabe dieser Bestätigung bzw. zur Rückäußerung ist der Drittschuldner nicht verpflichtet. Pensionisten dürfen ihre Pension nur mit Zustimmung der Pensionsversicherungsanstalt verpfänden. Besonderheiten > Durch die Verpfändung von Gehalts-, Lohn- und Pensionsbezügen erhält die Raiffeisenbank kein Befriedigungsrecht, sondern nur einen Pfandrang, der mit der Verständigung des Dienstgebers von der Verpfändung entsteht. Die Bezüge werden weiterhin an den Dienstnehmer ausbezahlt. > Bei Wechsel des Arbeitgebers bedarf es keines neuen Pfandvertrages. Die Verständigung des neuen Arbeitgebers ist hingegen neuerlich vorzunehmen. > In jedem Falle soll das Gehalts- oder Pensionskonto des Kreditnehmers/Pfandbestellers bei der Raiffeisenbank geführt werden

29 Sicherheiten Bezüge > Arbeitseinkommen (Löhne, Gehälter) Unter Arbeitseinkommen versteht die Exekutionsordnung das Diensteinkommen und die Ruhe- und Versorgungsgenüsse und ähnliche nach dem Ausscheiden aus dem Dienst- oder Arbeitsverhältnis gewährte fortlaufende Einkünfte, ferner Hinterbliebenenbezüge und sonstige Vergütungen für Dienstleistungen aller Art. > Pensionen Dazu zählen neben Pensionen aus der Pensionsversicherung einschließlich der Ausgleichszulagen auch Renten aus der Unfallversicherung und Wochengeld aus der Krankenversicherung. > Umfang Grundsätzlich kann sich die Raiffeisenbank sämtliche der Pfändung unterliegenden Bezüge bis zum Existenzminimum verpfänden lassen. Sie sind abhängig von der Höhe des Nettoeinkommens und der Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen. Verwertung > Außergerichtliche Verwertung - Fälligstellung der Forderung - Vereinbarung einer Verwertungsabrede und Verständigung des Dienstgebers zwecks Überweisung mittels eingeschriebenem Brief - Bei Widerspruch durch den Pfandbesteller ist gerichtlich zu verwerten. > Gerichtliche Verwertung - Die fällige Forderung ist mittels Pfandklage geltend zu machen. Mit dem rechtskräftigen Exekutionstitel ist im Range des vorgemerkten Pfandrechtes Exekution zu führen. Der Dienstgeber ist von der Klagseinbringung zu verständigen und hat ab diesem Zeitpunkt über Verlangen die pfändbaren Bezüge bei Gericht zu hinterlegen. Sicherheitenbewertung Es erfolgt keine Bewertung der Sicherheit, da die Bezüge bereits beim Rating berücksichtigt werden

30 Sicherheiten 4.8 Zession von Forderungen Begriff Die Zession ist die Übertragung einer Forderung an eine andere Person. An die Stelle des bisherigen Gläubigers tritt ein neuer Gläubiger. Durch die Zession geht die Forderung in das Eigentum des neuen Gläubigers über. Bei der Sicherungszession ist der Wille der Vertragspartner nicht auf endgültige Übertragung des Eigentums an der Forderung, sondern auf Sicherstellung eines Kredites gerichtet. Deckt der Zedent (Kreditnehmer) seine Verbindlichkeiten in anderer Weise ab, so hat ihm der Zessionar (Kreditgeber) die abgetretene Forderung rückzuzedieren. Zieht der Kreditgeber die abgetretene Forderung ein, so darf er das Realisat nur bis zur Höhe der aushaftenden Schuld für sich verwenden und muss den Überschuss herausgeben. Beteiligte Personen: Kreditnehmer = in der Regel der Forderungsinhaber = Zedent Kreditgeber = Forderungsnehmer = Zessionar Drittschuldner = derjenige der zu zahlen hat = Debitor Zessus

31 Sicherheiten Zustandekommen Zum Zustandekommen der Zession müssen Titel und Modus vorhanden sein. Den Titel bildet grundsätzlich der Zessionsvertrag. (Einzelzessionsvertrag, Mantelzessionsvertrag und Zessionsliste, Globalzessionsvertrag). Der Modus kann durch Drittschuldnerverständigung und Buchvermerk (offene Zession) oder durch Buchvermerk allein (stille Zession) gesetzt werden. > Buchvermerk Der Buchvermerk ist die Kennzeichnung in der Buchhaltung des Zedenten ( alter Gläubiger). Es bedeutet, dass die gekennzeichnete Forderung abgetreten ist. Der Buchvermerk muss auf der Offenen-Posten-Liste und auf den Kundenkonten gesetzt werden. > Drittschuldnerverständigung Die Drittschuldnerverständigung ist die schriftliche Mitteilung an den Zessus, dass die Forderung an einen neuen Gläubiger (Zessionar/Bank) abgetreten ist (zusätzlich zum Buchvermerk). Nach erfolgter Verständigung kann der Drittschuldner mit schuldbefreiender Wirkung nur mehr an den neuen Gläubiger (Zessionar/Bank) zahlen. Diese Verständigung muss nachweislich (eingeschrieben) erfolgen Gegenstand Abtretbare Forderungen Grundsätzlich können alle veräußerlichen Rechte abgetreten werden. Auch die Abtretung zukünftiger Forderungen ist möglich, wenn diese genau bestimmt oder zumindest bestimmbar sind. Eine Forderung ist bestimmbar, wenn ihr Rechtsgrund (z.b. Verkauf einer bestimmten Ware) und der Kreis der Drittschuldner (z.b. Käufer) feststehen. In der Praxis werden hauptsächlich folgende Forderungen zediert: > Buchforderungen (offene Rechnungen) > Ansprüche aus Versicherungsverträgen > Ansprüche aus Bausparverträgen > Miet- und Pachtzinsforderungen > Ernte- und Milchgeldforderungen Nicht abtretbare Forderungen Unpfändbare Forderungen (z.b. Existenzminimum, Unterhaltsrenten, Unfallrenten, Ausgedingsforderungen)

32 Sicherheiten Besonderheiten > Lohn- oder Gehaltsforderungen können nur zur Sicherung oder Befriedigung bereits fälliger Kredite abgetreten werden (Konsumentenschutzgesetz), demnach können derartige Forderungen vor Fälligkeit nur verpfändet werden. > Forderungen der Pensionisten an die Pensionsversicherung können nur mit Zustimmung des Versicherungsträgers zediert werden. > Forderungen aus Lebensversicherungen. Wenn die Prämien steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht wurden ist die Zession von Ansprüchen aus einem Versicherungsvertrag bei nicht Einhaltung bestimmter Fristen steuerschädlich. > Zessionsverbote Vertraglich vereinbarte Abtretungsverbote wirken nur dann, wenn sie von den Vertragspartnern im Einzelnen ausgehandelt (grundsätzlich außerhalb von AGB oder Vertragsformblättern) worden sind und den Gläubiger nicht gröblich benachteiligen. Auch ordnungsgemäß vereinbarte Zessionsverbote wirken nur relativ, also zwischen Gläubiger und Schuldner. Dadurch ist der Erwerb von Forderungen durch einen neuen Gläubiger nicht gehindert. > Zession Bausparguthaben Werden prämienbegünstigte Bausparguthaben durch Verpfändung oder Abtretung (= Zession) als Sicherstellung für Kredite herangezogen, sind allfällige negative Auswirkungen auf die Bausparprämie (Prämienverlust!) zu beachten. In der Praxis werden daher widerrufliche Überweisungsaufträge unterfertigt. > Mietzinse für Bestandsobjekte, die zur Gänze dem Mietrechtsgesetz unterliegen, können nur für Kredite zediert werden, die für die Instandhaltung des Hauses aufgenommen werden. Die Abtretung ist gegen Dritte nur dann wirksam, wenn sie im Grundbuch (A 2-Blatt) eingetragen ist Risiken Beim Kreditnehmer > Mehrfachzessionen > Vertragliches Zessionsverbot (siehe Punkt 4.8.4) > Belehnung nicht existenter Forderungen (Scheinrechnungen) Beim Drittschuldner > Bonität des Drittschuldners > Kompensation > Einreden

33 Sicherheiten Verwertung Deckt ein Schuldner die fällige Forderung nicht ab, kann die Bank die abgetretene Forderung ohne gerichtliche Maßnahmen verwerten Sicherheitenbewertung Liegt kein aktueller (interner oder externer) Zessionsprüfbericht vor, kann keine Bewertung erfolgen. Bei laufender Gestion und Kontrolle kann eine Bewertung anhand des Wertes lt. Zessionsprüfbericht erfolgen, wobei als generelle Richtlinie gilt, dass bei breit gestreutem Forderungsstand in der Regel ein Abschlag von 20% - 50% vom aktuell gemeldeten und bereinigten Forderungsstand (d.h. abzüglich uneinbringlicher und älterer Forderungen) angesetzt wird. Die Bewertung von einzelnen abgetretenen Forderungen erfolgt je nach Bonität des Drittschuldners. 4.9 Eigentumsvorbehalt Wesen und Zweck Grundsätzlich geht das Eigentum an einer Sache beim Kaufvertrag durch Übergabe bzw. Lieferung an den Käufer über. Soll das Eigentum erst nach vollständiger Bezahlung des Kaufpreises an den Käufer übergehen, ist eine besondere Vereinbarung erforderlich. Üblicherweise wird schon in den AGB des Verkäufers der Eigentumsvorbehalt enthalten sein, auf diese (AGB) muss im Vertrag oder in der Faktura Bezug genommen werden. Der Eigentumsvorbehalt kann aber auch separat vereinbart werden. Diese Vereinbarung wird Eigentumsvorbehalt genannt und muss spätestens bei Lieferung oder Übergabe des Kaufgegenstandes abgeschlossen werden und Bedarf der Zustimmung des Käufers. Wenn der Verkäufer die Kaufsache geliefert hat, ohne sich das Eigentum vorzubehalten, ist die Übertragung des vorbehaltenen Eigentums nicht mehr möglich. Die Übertragung des Eigentumsvorbehaltes ist nicht nur beim Verkauf von neuen, sondern auch beim Verkauf von alten (gebrauchten) Gegenständen möglich

34 Sicherheiten Käufer Anzahlung Verkäufer Lieferung Kredit in Höhe des Kaufpreisrestes Vereinbarung des Eigentumsvorbehaltes Übertragung Kaufpreisrest Übertragung des vorbehaltenen Eigentums Der Eigentumsvorbehalt kann an die Bank, die den Kaufpreisrest einlöst übertragen werden. Daraus folgt, dass die Übertragung des Eigentumsvorbehaltes ausschließlich zur Sicherstellung der Kaufpreisfinanzierung beweglicher Sachen (z.b. Kraftfahrzeuge) dienen kann. Die Forderung des Verkäufers, der Kaufpreisrest, wird durch die Bank eingelöst und der Eigentumsvorbehalt an die Bank übertragen. Mit Unterfertigung des Vertrages über die Übertragung des vorbehaltenen Eigentums (Titel) ist die Bank zur Einlösung verpflichtet. Als Modus ist die Besitzanweisung erforderlich. Sie erfolgt durch Anweisung des Verkäufers an den Käufer, den Kaufgegenstand ab Einlösung des Kaufpreises, für die Bank innezuhaben. Der Passus ist bereits in den Musterverträgen des Raiffeisensektors eingearbeitet Bei der Finanzierung mit Eigentumsvorbehalt ist Folgendes zu beachten: > Vorliegen einer schriftlichen Vereinbarung, aus der das vorbehaltene Eigentum des Verkäufers hervorgeht. > Die Kaufpreisrestforderung des Verkäufers muss noch offen sein. > Die Übertragung des Eigentumsvorbehaltes kann nur durch den Eigentümer, nicht aber durch Kommissionäre oder sonstige Vermittler erfolgen. > Abschluss bzw. Vinkulierung von Versicherungsverträgen. > Bei Finanzierung von Kaufgegenständen, für die nur ein begrenzter Markt besteht, sollte eine Rücknahmevereinbarung abgeschlossen werden. Damit wird vereinbart, dass der Kauf zu bestimmten Bedingungen rückgängig gemacht werden kann. Insbesondere werden entsprechend der Entwertung Rückkaufpreise festgelegt

35 Sicherheiten Für alle KFZ, die ab 1. Juli 2007 in Österreich neu zum Verkehr zugelassen wurden, werden keine Typenscheine mehr ausgestellt. Damit wird der bisherige Typenschein, bestehend aus Datenblatt, Bestätigung über Berechtigung zur Ausstellung, technische Daten, Zulassungsdaten, Raum für behördliche Eintragungen, durch den sogenannten Datenauszug (Auszug aus der neuen Genehmigungsdatenbank) oder das sogenannte COC-Papier (Certificate of Conformity) ersetzt. Lediglich für LKW, Busse und Anhänger erfolgt bei österreichischer Typengenehmigung eine Ausstellung des "Typenscheines neu", der nur mehr die technischen Daten enthält Die Bezahlung des Kaufpreisrestes: Der Kaufpreisrest (Bruttokaufpreis abzüglich geleisteter Anzahlungen) ist durch die Raiffeisenbank nach Übergabe des Kaufgegenstandes vom Verkäufer an den Vorbehaltskäufer zu überweisen. Als Auftraggeber muss am Überweisungsbeleg die Raiffeisenbank aufscheinen. Als Verwendungszweck ist die Einlösung der Kaufpreisrestforderung, die Bezeichnung des Kaufgegenstandes und Name des Käufers anzuführen (z.b.: Einlösung der Kaufpreisrestforderung gegen Franz Mayerhofer für PKW BMW 320i, Rechnungsnummer 4923/039) Bei Zahlung oder Überweisung durch den Kunden geht das vorbehaltene Eigentum nicht auf die Raiffeisenbank über. Der Kredit und Ratenvereinbarung sind so zu gestalten, dass der Kaufgegenstand bei Verwertung immer soviel Erlös erzielt, um den aushaftenden Saldo abdecken zu können. Es ist dabei auf die Abnützung und technische Überholung zu achten. Die vereinbarte Anzahlung sollte daher höher als die anfallende Umsatzsteuer sein Abwicklung des Eigentumsvorbehaltes 1. Was kann finanziert werden: Fahrzeuge, Maschinen, Fernsehapparate usw., grundsätzlich auch Gegenstände, die weiter verarbeitet werden können 2. Kredithöhe: die Kaufpreisforderung, die vom Kreditgeber eingelöst wird (= Gesamtkaufpreis minus eventuell vom Käufer geleistete Anzahlung)

36 Sicherheiten 3. Die Vereinbarung des Eigentumsvorbehaltes zwischen Käufer und Verkäufer muss vor Übergabe des Kaufgegenstandes erfolgen. Die Übertragung des Eigentumsvorbehaltes kann nur durch den Eigentümer, nicht aber durch Kommissionäre oder sonstige Vermittler erfolgen. Eine Einlösung und damit Übertragung des Eigentumsvorbehaltes

37 Sicherheiten an den Kreditgeber ist nicht mehr möglich, wenn der Käufer bereits vorher den Kaufpreis zur Gänze bezahlt hat. 4. Bezahlung des Kaufpreises, Einlösung der Forderung Die Einlösung der Kaufpreis(rest)forderung durch den Kreditgeber als Auftraggeber erfolgt erst nach Beibringung sämtlicher Unterlagen. (Überweisungsbeleg vom Durchlauferkonto, wobei als Auftraggeber jedenfalls nur die Bank aufscheinen darf) 5. Vollständige Unterlagen: > Vertrag über die Übertragung des vorbehaltenen Eigentums > Kaufvertrag > Faktura > Versicherungspolizze > Überweisungsbeleg > Datenauszug oder COC-Papier 6. Abdeckung des Kredites: Ausfolgung der Originalunterlagen mit Ausnahme des Überweisungsbeleges Verwertung > Nach Fälligkeit des gegenständlichen Kredites ist die Raiffeisenbank berechtigt, die Herausgabe des Kaufgegenstandes zu verlangen. > Verweigert der Kreditnehmer die Herausgabe des Kaufgegenstandes, so ist mittels Klage auf Herausgabe vorzugehen. > Beim Verkauf ist interessewahrend vorzugehen, d.h. bestmöglich zu verwerten und ein allfälliger Überschuss an den Sicherungsgeber herauszugeben. > Der Verkauf erfolgt durch die Raiffeisenbank in eigenem Namen zum Börsen- oder Marktpreis bzw. zu dem von einem Sachverständigen ermittelten Schätzwert. > Der bevorstehende Verkauf ist dem Sicherungsgeber (unter Bekanntgabe des ermittelten Schätzwertes = Verkaufspreis) und Setzung einer 14-tägigen Nachfrist mitzuteilen Sicherheitenbewertung Max. 80 % der Bewertung lt. Schätzgutachten eines unabhängigen Sachverständigen oder laut anderer unabhängiger Bewertungsgrundlage (z.b. Eurotaxliste). Bei Nichtvorliegen ist eine Bewertung mit max. 70 % des Anschaffungswertes abzüglich kalkulatorischer Abschreibung möglich. Bei Bestehen von Rückkaufsverpflichtungen durch bonitätsmäßig einwandfreie Unternehmen kann eine Bewertung analog zur vertraglichen Rückkaufsverpflichtung erfolgen

38 Bestimmungen für Verbraucherkredite 5 Bestimmungen für Verbraucherkredite Lernziele: Sie können > Wesentliche Bestimmungen für Verbraucherkredite benennen und erklären 5.1 Vor Kreditvergabe bzw. Rahmeneinräumung Vor vertraglicher Bindung muss der Verbraucher eine Information auf Papier oder einem dauerhaften Datenträger bekommen, die es ihm ermöglicht, die Anbote zu vergleichen. Der Inhalt dieser umfassenden Information ist vom Gesetz vorgegeben. Beurkundete Rahmen (Abstattungskredit, Überziehungsmöglichkeit) > Vorvertragliche Information > Kreditvertragsentwurf auf Verlangen > Preisblatt Internrahmen (kurzfristige Überziehungsmöglichkeit) Kreditanbot mit vorvertraglicher Information (Kombiformular) Disporahmen (Überschreitung) Girokontovertrag mit Hinweis auf das Entgelt über Überschreitungen und Vermerk, dass kein Anspruch auf die Überschreitung besteht. Hinweis: Bestehen Bedenken hinsichtlich der Bonität des Verbrauchers, sind diese dem Kreditwerber mitzuteilen. 5.2 Nach Kreditvergabe bzw. Rahmeneinräumung Kontoauszug > Vierteljährliche Abschlussinformation mit detaillierter Aufgliederung aller Kosten > Information bei erheblicher Überschreitung über den Sollstand und die Kosten Änderung des Sollzinssatzes, Kontomitteilung Nachweisliche Information vor Wirksamwerden der neuen, geänderten Teilzahlungsmodalitäten (z.b. Zinssatz, Ratenhöhe/-anzahl)

39 Bestimmungen für Verbraucherkredite 5.3 Vertragsbestandteile Dekursive Verzinsung und Verzugszinsen Sollzinsen werden vom jeweiligen Saldo des Kreditkontos im Nachhinein verrechnet; im Verzugsfall zuzüglich Verzugszinsen vom fälligen Betrag. Im Falle des Verzuges des Verbrauchers dürfen die auf die vereinbarten Vertragszinsen zugeschlagenen Verzugszinsen 5 % pa. nicht überschreiten Gesamtkosten Sämtliche Kosten, die das Kreditinstitut im Zusammenhang mit der Kreditgewährung vom Verbraucher verlangt (Zinsen, Provisionen, Abgaben, Vermittlungsentgelt, Bearbeitungsgebühren etc, ausgenommen Notariatsgebühren). Dazu gehören auch Kosten, die im Zusammenhang mit der Beendigung des Kredites und der Löschung von Sicherheiten entstehen. Auch die Kosten für Nebenleistungen im Zusammenhang mit dem Kreditvertrag, insbesondere Prämien für eine Versicherung, wenn diese als Kreditbedingung angeführt ist, zählen dazu (Ablebensversicherung) Der effektive Jahreszins Der effektive Jahreszins drückt die Gesamtkosten des Kredites für den Verbraucher als jährlichen Prozentsatz des Gesamtkreditbetrages aus Sollzinssatz Der Sollzinssatz ist der als fester oder variabler periodischer Prozentsatz ausgedrückte Zinssatz, der auf jährlicher Basis auf die in Anspruch genommenen Kreditauszahlungsbeträge angewandt wird Gesamtkreditbetrag Ist die Obergrenze oder die Summe aller Beträge, die auf Grund eines Kreditvertrages zur Verfügung gestellt werden

40 Bestimmungen für Verbraucherkredite 5.4 Weitere Rahmenbedingungen Schalteraushang Die Höhe des Referenzzinssatzes (z.b. EURIBOR) bei Verbraucherkrediten ist im Schalteraushang auszuweisen Zinsgleitklausel Die Zinsgleitklausel ist eine Vertragsklausel, die der Raiffeisenbank das Recht einräumt, vom Verbraucher ein höheres Entgelt (Zinsen) als das ursprünglich vereinbarte zu verlangen. Sie wird nur dann wirksam, wenn in der Vertragsklausel unabhängige, sachlich gerechtfertigte Indikatoren (Zinsparameter) der Entgeltanpassung festgeschrieben sind und die Klausel auch die Verpflichtung beinhaltet, bei entsprechender Änderung der Indikatoren das Entgelt auch zu senken Gerichtsstand Gerichtsstand ist: > der Wohnort > der gewöhnliche Aufenthalt > der Arbeitsplatz des Kreditnehmers Der vereinbarte Gerichtsstand bleibt auch bei späterer Änderung des Wohnsitzes, Arbeitsplatzes oder ständigen Aufenthaltes bis zur Beendigung des Vertragsverhältnisses aufrecht Terminverlust Terminverlust (d.h. Fälligstellung der gesamten Ausleihung als Folge des Nichtbezahlens einer Teilleistung) ist nur dann möglich, wenn die rückständige Leistung des Verbrauchers mindestens 6 Wochen fällig ist sowie der Unternehmer den Verbraucher unter Androhung des Terminverlustes und unter Setzung einer Nachfrist von mindestens 2 Wochen erfolglos gemahnt hat (die Mahnung kann schon während der sechswöchigen Frist ergehen) Vorzeitige Rückzahlung Der Verbraucher ist berechtigt, seine Verbindlichkeiten aus einem Kreditvertrag vorzeitig zu erfüllen. In diesem Fall hat er Anspruch auf Ermäßigung der Kreditkosten um jenen Betrag an Zinsen und laufzeitabhängigen Kosten, die bei kontokorrentmäßiger Abrechnung des vorzeitig zurückgezahlten Betrages nicht anfällt. Die Vereinbarung oder Verrechnung darüber hinausgehender Entgelte ist nicht zulässig

41 Bestimmungen für Verbraucherkredite Entschädigung durch den Kreditnehmer: Der Kreditgeber hat das Recht auf eine angemessene und objektiv gerechtfertigte Entschädigung (Pönale), außer > vereinbarungsgemäße Rückführung aus einer Versicherungsleistung; > Rückführung fällt in einen Zeitraum, für den kein fester Sollzinssatz vereinbart wurde; > Betrag von EUR wurde in einen Zeitraum von 12 Monaten nicht überstiegen; > Kredit wurde in Form einer Überziehungsmöglichkeit gewährt; > vereinbarte Kündigungsfrist wurde bei folgenden Krediten nicht eingehalten: Kredite zur Schaffung oder Sanierung von Gebäuden mit einer Laufzeit von zumindest 10 Jahren und Kredite die durch eine Hypothek besichert sind. Pönale höchstens 0,5% des vorzeitig zurückgezahlten Kreditbetrages, wenn Kreditvertrag innerhalb eines Jahres endet, ansonsten 1% Rücktrittsrecht Der Verbraucher kann innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen vom Kreditvertrag zurücktreten. Der Rücktritt gilt auch für Nebenleistungen des Vertrages, wie z.b. eine Kreditrestschuldversicherung. Ausnahme: Hypothekarisch besicherte Kredite! Fristbeginn: Abschlusstag des Kreditvertrages bzw. nach Erhalt der Vertragsbedingungen. Rückzahlungsverpflichtung des Verbrauchers: Unverzüglich, spätestens innerhalb von 30 Tagen zuzüglich der vereinbarten Zinsen. Abgesehen von den Zahlungen an öffentliche Stellen (z.b. Gebühren) können vom Verbraucher keine sonstigen Kosten verlangt werden Ehegatteninformation (eingetragene Partner) Die Bank hat zu belehren, wenn Ehegatten als Verbraucher gemeinsam einen Kredit aufnehmen oder ein Ehegatte Kreditnehmer und der andere Bürge ist oder ein Ehegatte als Verbraucher die Haftung für eine bestehende Kreditverbindlichkeit des anderen übernimmt. Einer Belehrungspflicht wird durch die Aushändigung der Informationsurkunde genüge getan. Eine eingetragene Partnerschaft ist eine Lebensgemeinschaft auf Dauer mit gegenseitigen Rechten und Pflichten zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts

42 Bestimmungen für Verbraucherkredite Prüfung der Kreditwürdigkeit Der Kreditgeber hat die Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit umfassend vor Kreditvergabe zu überprüfen, erforderlichenfalls unter Zuhilfenahme von Datenbankinformationen (z.b. Warnliste, Kleinkreditevidenz). Wenn die Prüfung erhebliche Zweifel ergibt, hat der Kreditgeber den Verbraucher sowie mithaftende Dritte (Verbraucher) gesondert auf diese Bedenken hinzuweisen Warnpflicht, ansonsten Schadenersatzforderungen denkbar. Wird der Kredit aufgrund der Datenbankabfrage abgelehnt, ist der Kreditwerber unverzüglich und unentgeltlich über das Ergebnis der Abfrage zu informieren Hinweis auf die wirtschaftliche Lage (Interzedent) Verbraucher, die einer Verbindlichkeit als Mitschuldner, Bürge oder Garant beitreten, sind vom Gläubiger auf die wirtschaftliche Lage des Schuldners hinzuweisen, wenn er erkennt oder erkennen muss, dass der Schuldner seine Verpflichtungen voraussichtlich nicht oder nicht vollständig erfüllen wird. Zur Erfüllung der Warnpflicht ist ein entsprechender Zusatz im Bürgschaftsvertrag bzw. Pfandurkunde (Drittpfandbesteller) aufzunehmen. Zusätzlich ist dies schriftlich zu dokumentieren (von Kreditnehmer und Bürgen bzw. Drittpfandbestellern unterfertigtes Gesprächsprotokoll) Deckungswechsel Die vom Kreditnehmer blanko zu unterfertigenden Wechsel dürfen nur Rektawechsel sein. Bei Wechselgeschäften zwischen Kaufleuten und Konsumenten darf der Wechsel nicht an Dritte weitergegeben werden, damit Einwendungen aus dem Grundgeschäft vom Konsumenten jederzeit geltend gemacht werden können Folgende Unterlagen sind dem Kunden auszufolgen > Vorvertragliche Information (kann als Kreditanbot gestaltet sein) > Kopie des Kreditvertragsentwurfes auf Verlangen > Tilgungsplan jederzeit auf Verlangen > Vertragskopie nach Zuzählung > Kopie Zuzählungsbeleg > Kopie Sicherstellungsverträge > Ehegattenerklärung > Datenschutzerklärung

43 Antragstellung II. Kreditprozess 1 Antragstellung Lernziele: Sie können > das Kundengespräch als wichtige Informationsquelle für die Erarbeitung der Kundenbedürfnisse erkennen. > den Kreditantrag erläutern und bearbeiten > die Bedeutung von Investitions- und Finanzierungsplan erläutern. 1.1 Kreditgespräch Eine wichtige Informationsquelle zur Beurteilung des Finanzierungsvorhabens ist für den Kundenbetreuer das Kundengespräch (Kredit- und Beratungsgespräch). Ein nicht zu unterschätzender Punkt, der über Erfolg oder Misserfolg eines Geschäftsabschlusses entscheidet, ist die erste Phase der Kontaktaufnahme mit dem Kunden. Für ein erfolgreiches Beratungsgespräch ist eine gewissenhafte Vorbereitung auf den Kundenkontakt unbedingt erforderlich. Wichtig ist, dass der Kundenbetreuer vor allem > die Kundenbedürfnisse erkennt und > für den Kunden Problemlösungen anbietet. Um gute Beraterqualität bieten zu können, sind folgende Voraussetzungen notwendig: > Bedienungskompetenz: - Kommunikationsfähigkeit - Umgangsformen - äußeres Erscheinungsbild > Fachkompetenz: - Allgemeinwissen - Fachwissen - aktuelles Wissen > soziale Kompetenz: - Glaubwürdigkeit, Diskretion, Vertrauen - positive Einstellung zu den Kunden

44 Antragstellung 1.2 Kreditantrag (Datenbeschaffung) Für bestimmte Kreditwünsche ist ein entsprechender Kreditantrag zu erstellen. Im Kreditantrag wird das Ergebnis des Kreditgespräches im Detail festgehalten. Der Kreditantrag (Datenbeschaffung) enthält folgende Punkte (Selbstauskunft): > Persönliche, betriebliche Verhältnisse > Kreditwunsch > Angebotene Sicherheiten > Einkommens- und Vermögensverhältnisse > Einkommenssituation mit Haushaltsrechnung Der Kreditwerber bestätigt die vorstehenden Angaben. Weiters erklärt sich der Antragsteller damit einverstanden, dass alle ihn betreffenden und dem Kreditgeber in dieser Geschäftsverbindung bekannt werdenden Daten in bankenüblicher Form im Interesse des Gläubigerschutzes oder zur Abwicklung von Bankgeschäften weitergegeben werden dürfen. Diese Ermächtigung erstreckt sich auch auf die Weitergabe von Daten aus dieser Geschäftsverbindung aus betrieblichen Gründen an Unternehmungen des Raiffeisen- Geldsektors. Es wird auch eine Ermächtigung gegeben, Abschriften und Mitteilungen aus dem Personenverzeichnis über alle das Kreditverhältnis betreffende Eintragungen bei den Grundbuchsgerichten einzuholen. 1.3 Investitions- und Finanzierungsplan Der Investitionsplan beinhaltet die zu erwartenden Investitionskosten, die mittels Kostenvoranschlägen oder Preislisten aufgestellt werden. Weiters sollen auch alle Nebenkosten der geplanten Investition dazugerechnet werden (z.b. Behördenkosten, Abgaben, Transport- und Versicherungskosten, Kosten für Finanzierung und Sicherstellung...) Bei längerer Investitionsdauer ist für Preissteigerungen und unvorhergesehene Kosten stets eine Reserve einzuplanen. Der Finanzierungsplan fasst die für die Investition (inkl. Nebenkosten) notwendigen Mittel zusammen. Es sind dies Eigenmittel und -leistungen, sowie Fremdmittel (=Kredite) sowohl der Hausbank als auch anderer Banken und Mittel aus möglichen Förderungen

45 Bonitätsbeurteilung 2 Bonitätsbeurteilung Lernziele: Sie können > die Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit beurteilen, erläutern und in die Praxis umsetzen. > Die Ziele des Rating erklären und die Bonitätsnote ermitteln. Nach dem Kundengespräch werden die im Kreditantrag erfassten Angaben vom Kundenbetreuer auf ihre Richtigkeit und Werthaltigkeit geprüft. Zusätzlich sind bankintern noch weitere Informationen (z.b: Warnliste/KSV-Abfragen, Kontoentwicklung, Auskünfte) einzuholen. Zwei Eigenschaften müssen die Kreditnehmer und alle übrigen Verpflichteten für die Kreditgewährung aufweisen: Kreditwürdigkeit - persönliche Verhältnisse - Ruf Kreditfähigkeit - Rechtsfähigkeit - Einkommens- und - Geschäftsfähigkeit - Vermögensverhältnisse Eine entsprechende Prüfung dieser Voraussetzungen ist vor jeder Kreditgewährung erforderlich. Soweit offene Fragen auftauchen ist mit dem Kunden ein zusätzliches Gespräch zu führen

46 Bonitätsbeurteilung 2.1 Kreditwürdigkeit Unter Kreditwürdigkeit versteht man die persönlichen Voraussetzungen (Ruf, Charakter) einer Person für die Gewährung von Krediten Persönliche Verhältnisse Mögliche Informationsquellen sind: > Erfahrungen der Raiffeisenbank (Geschäftsleiter, kompetente Mitarbeiter und Funktionäre!!!) > Bankauskünfte > Auskunfteien (z.b.: Delta Vista, Kreditschutzverband, Kleinkreditevidenz, Ediktsdatei) > Abfrage Warnliste > Kundendaten (z.b.: Beschäftigung, familiäre Verhältnisse, Berufsausbildung, Alter) > Kontodatenanalyse > Selbstauskünfte Die Ergebnisse aus diesen Informationsquellen sind im Ratingblatt zu dokumentieren. 2.2 Kreditfähigkeit Die Kreditfähigkeit ist einerseits die von der Geschäftsfähigkeit abhängende rechtliche Fähigkeit einer Person, sich aus einem Kreditgeschäft zu verpflichten, andererseits die wirtschaftliche Fähigkeit, einen Kredit zurückzahlen zu können. Die Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit, sich durch eigenes rechtsgeschäftliches Handeln zu berechtigen und zu verpflichten (z.b. Verträge abzuschließen). Sie ist von Alter und Geisteszustand abhängig Rechtliche Verhältnisse, Geschäftsfähigkeit Privatkunden: Die Identität physischer Personen ist durch einen amtlichen Lichtbildausweis (Führerschein, Personalausweis, Reisepass) nachzuweisen ( 40 Abs 1 BWG). Prüfung der Geschäftsfähigkeit Beim Abschluss des Kreditgeschäftes darf keine Beschränkung der Geschäftsfähigkeit gegeben sein (siehe dazu Skriptum Kontoführung )

47 Bonitätsbeurteilung Kommerzkunden: Die Identität juristischer Personen ist durch entsprechende Nachweise (Firmenbuch) zu dokumentieren. Banken, die für eine juristische Person Bankgeschäfte abwickeln, haben neben der juristischen Person und deren Vertreter auch den wirtschaftlichen Eigentümer der juristischen Person zu identifizieren ( 40 Abs 2a Z 1 BWG). Der wirtschaftliche Eigentümer wird allgemein als die natürlichen Personen, in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle der Kunde letztlich steht, definiert ( 2 Z 75 BWG). Die vertretungsbefugten Personen einer juristischen Person haben an der mittelbaren Identifizierung des wirtschaftlichen Eigentümers der juristischen Person mitzuwirken, indem sie auf Aufforderung die notwendigen sowie die gegebenenfalls erforderlichen zusätzlichen Angaben zur Identität des wirtschaftlichen Eigentümers machen (risikobasierend). Im kommerziellen Kreditgeschäft ist die Rechtsform des Unternehmens von ausschlaggebender Bedeutung, da diese einerseits die Vertretung, andererseits die Haftung bedingt. Zur Überprüfung der rechtlichen Verhältnisse eignen sich vor allem > der Firmenbuchauszug > der Gesellschaftsvertrag > Gewerbescheine bzw. Konzessionsurkunden und > sonstige Verträge Da die Eintragungen ins Firmenbuch von entscheidender Bedeutung sind, muss der Firmenbuchauszug stets aktuell gehalten werden. Der Firmenbuchauszug gibt vor allem Auskunft über den Firmenwortlaut, Rechtsform, Sitz, Geschäftsanschrift, Stammkapital, die Geschäftsführer, Inhaber bzw. persönlich haftende(n) Gesellschafter Vermögensverhältnisse Das angegebene Vermögen ist hinsichtlich Werthaltigkeit zu überprüfen. Als Informationsquellen für Vermögensangaben können folgende Nachweise dienen: Bei Liegenschaften - Grundbuchsauszug - Flächenwidmungsplan - Kaufvertrag - Feuerversicherungen - Bestandsverträge

48 Bonitätsbeurteilung - Bewertungsgutachten (bei schwer einschätzbaren Objekten - z.b. Gewerbeobjekte, Tourismusbetriebe - durch Sachverständigen vorteilhaft) - Eigenbewertung (durch Raiffeisenbanken kostengünstig, rasche Erstellung, aktuell) - Bauplan, Baubewilligung Bei Spareinlagen - Vorlage Sparbücher Bei Wertpapierguthaben - Depotauszug Bei Lebensversicherungen - Angaben über den Rückkaufswert - Versicherungspolizze Bei beweglichen Wirtschaftsgütern - Bewertungsunterlage Bei der Auflistung der Vermögenswerte sind Verfügungsbeschränkungen (z.b. Belastungs- und Veräußerungsverbot bei Liegenschaften, verpfändete Spareinlagen, Zessionen etc.) zu beachten. Weitere Beurteilungsbereiche > Investitionsplan / Kostenvoranschläge > Finanzierungsplan > Liquiditätsplan / Haushaltsrechnung In der Haushaltsrechnung werden den monatlichen Einnahmen die monatlichen fixen und variablen Ausgaben gegenüber gestellt. Durch diese Aufstellung kann der Maximalbetrag ermittelt werden, der für die monatliche Rückzahlung des Kredites zur Verfügung steht. Bei der Beurteilung ist zu achten, dass nicht zu knapp kalkuliert wird, damit geringe Änderungen der Einnahmen und/oder Ausgaben nicht zu Zahlungsschwierigkeiten führen. > Versicherungspolizze (persönlichen Risikoschutz) Bestehende Verbindlichkeiten: Es sind Kredite, Bürgschaften zu betrachten. Die Verpflichtungen können mittels folgenden Nachweisen dokumentiert werden: > Obligoabfrage (eigenes Institut und Bausparkasse) > KSV > Kontoauszüge > Saldobestätigung über Fremdverbindlichkeiten

49 Bonitätsbeurteilung Einkommensverhältnisse Privatkunden: Dabei wird geprüft, ob der Kreditnehmer aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse in der Lage sein wird, den beantragten Kredit zurückzuzahlen (Kreditfähigkeit). Als Informationsquellen für Einkommensnachweise und die Bedienbarkeit des beantragten Kredites können folgende Unterlagen dienen: > Lohn- oder Gehaltsbestätigung Diese vom Arbeitgeber erstellte Unterlage beinhaltet wesentliche Informationen über Einkommen, Belastungen beim Dienstgeber sowie Art und Dauer der Beschäftigung. Auch die Sicherheit des Arbeitsplatzes kann aus der Bonität des Arbeitgebers abgeleitet werden. > Einkommensteuerbescheid Aus dieser Unterlage ist das gesamte Jahreseinkommen ersichtlich (z.b: Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, Einkommen aus Vermietungen und Kapitalvermögen). > Kontenanalyse Aus einer bestehenden Geschäftsverbindung lassen sich wertvolle Rückschlüsse über den Kreditwerber ziehen. > Kreditfähigkeitskalkulation Kommerzkunden: Als Informationsquelle dienen in erster Linie der Jahresabschluss samt seinen ergänzenden Erläuterungen und die auf Basis dieser Unterlagen erstellte Bilanzanalyse. Da die Vorlage des Jahresabschlusses oft sehr spät erfolgt, sollten zur Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Situation Unterlagen aus dem laufenden Rechnungswesen herangezogen werden: > Planrechnungen > Saldenlisten > Zwischenbilanz > Vorschaurechnungen > Debitorenliste Freiberuflich Tätige: Zu dieser Gruppe gehören u.a. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater etc. Der Erfolg der wirtschaftlichen Tätigkeit wird meist durch Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder Bilanzierung ermittelt. Darüber hinaus kann auch die Vorlage von Steuerbescheiden wertvolle Informationen liefern

50 Bonitätsbeurteilung Landwirte: Da die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe Österreichs keiner steuerlichen Aufzeichnungspflicht unterliegt (Pauschalierung), ist die Ermittlung des wirtschaftlichen Ergebnisses in den meisten Fällen nur mit Hilfe der Überschussrechnung oder Deckungsbeitragsrechnung möglich. 2.3 Rating Das Rating ist das Kernelement der bankinternen Riskosteuerung. Die aus der Bonitätsbeurteilung gewonnen Erkenntnisse werden dokumentiert und gewertet. Das Rating wird vor der Kreditvergabe bzw. anlassbezogen bei Verlängerungen, Stundungen und wesentlichen Veränderungen in den Bonitätsmerkmalen des Kreditnehmers durchgeführt. Zielsetzung > Ermittlung des Einzelkreditrisikos und des Gesamtbankkreditrisikos > Erstellung von Risikoberichten > Unterstützung bei der Kreditvergabeentscheidung > Basis für Festlegung von Zinssatz, Laufzeit, Sicherheiten Ratingmodelle Die Aussagekraft der Ratings wird durch unterschiedliche Ratingmodelle gesichert. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen folgenden Ratingmodellen: Privatkunden-Rating: > Antragsscoring (manuelle Ermittlung von Einnahmen/Ausgaben, Vermögen/Verbindlichkeiten, ) > Verhaltensscoring (elektronische Ermittlung aufgrund vorhandener Kontodaten) Unternehmens-Rating: > Bilanzrating > Einnahmen/Ausgaben-Rechnung > Sonderratings (z.b. Gemeinden) Die einzelnen Modelle sind in den Rating-Handbüchern der Bundesländer geregelt. Beim Rating werden quantitative und qualitative Faktoren berücksichtigt. Die quantitative Analyse bewertet beim Kreditnehmer u.a. das Einkommen, den Haushaltsplan, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten - bei Firmenkunden auch die Bilanz und Kennzahlen daraus

51 Bonitätsbeurteilung Die qualitative Analyse berücksichtigt u.a. die persönliche Erfahrung mit dem Kunden, Art der Kontoführung, Arbeitsverhältnis, Eintragungen in Warnliste und beim KSV - bei Unternehmern auch Unternehmensführung und planung, Produkte und Marktstellung. Hardfacts Quantitative Analyse Softfacts Qualitative Analyse Rating Basis für das Rating ist der jeweilige Einzelkunde (Kreditnehmer) und nicht einzelne Kredite oder Teilkredite dieses Kunden. Die Ratingnote des Kreditnehmers, die die Ausfallswahrscheinlichkeit darstellt, wird in einer Notenskala abgebildet. Definition der Ratingskala: Ratingstufe Beschreibung 0,0 Nicht geratet 0,5 Risikolos (extern AAA oder Bund, Land) 1,0 Ausgezeichnete Bonität 1,5 Sehr gute Bonität 2,0 Gute Bonität 2,5 Durchschnittliche Bonität 3,0 Mäßige Bonität 3,5 Schwache Bonität 4,0 Sehr schwache Bonität 4,5 Ausfallgefährdet 5,0 Ausfall (bei manchen Modellen zusätzlich 5,1 und 5,2)

52 Sicherheitenbewertung 3 Sicherheitenbewertung Lernziele: Sie können > die Sicherheiten bewerten und den Blankoanteil ermitteln Ermittlung der Sicherheitennote Die Bewertung richtet sich nach den bundeseinheitlichen Bewertungsrichtlinien für Sicherheiten. Den 10 Sicherheitennoten werden folgende Bandbreiten zugeordnet: Sicherheitennote Bandbreite Besicherung 0,5 Sondernote *) 1,0 >= 95 % 1,5 >= 85 % 2,0 >= 70 % 2,5 >= 55 % 3,0 >= 45 % 3,5 >= 30 % 4,0 >= 15 % 4,5 >= 5 % 5,0 < 5 % *) Sicherheitennote 0,5: Die Note 0,5 für Sicherheiten darf nur dann vergeben werden, wenn das Obligo eines Kreditnehmers zu 100 % besichert ist. Erläuterung zum Prozentsatz: Der Wert der Sicherheiten wird maximal in Höhe des vertraglich zurechenbaren Obligos angesetzt und in % Sätzen ausgedrückt. Beispiel: Abstattungskredit T 50 Wert der Sicherheiten T 27 Blankoanteil T 23 Ermittlung Sicherheitennote: 27 / 50 * 100 = 54 % = 3,0-48 -

53 Konditionengestaltung 4 Konditionengestaltung Lernziele: Sie können > die unterschiedlichen Zinssätze und Entgelte benennen und argumentieren Die Verzinsung eines Kredites kann mit fixem oder variablem Zinssatz erfolgen. Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von > der Bonität > den Sicherheiten > der Laufzeit > der Kreditart Der fixe Zinssatz kann für die gesamte Laufzeit oder nur für einen bestimmten Zeitraum mit dem Kunden vereinbart werden. Der variable Zinssatz wird an einen Zinsparameter gebunden (z.b. EURIBOR, SMR) zu dem ein Aufschlag verrechnet wird. Zinssatzanpassungen orientieren sich an diesen allgemeingültigen Parametern, werden in regelmäßigen Intervallen (vierteljährlich, halbjährlich,.) durchgeführt und sind mit dem Kunden vereinbart. Veränderungen dieser Parameter und der Aufschläge können nur in beidseitigem Einverständnis vorgenommen werden. Neben dem Kreditzinssatz werden üblicherweise auch folgende Entgelte vereinbart: > Verzugszinsen > Kreditprovision > Bearbeitungsentgelt > Abschlussspesen > Sonstige Entgelte (z.b. für Sicherheitenbestellung) Für Verbraucher gelten gesonderte Bestimmungen (siehe Kapitel Bestimmungen für Verbraucherkredite )

54 Kreditentscheidung 5 Kreditentscheidung Lernziele: Sie können > den Kreditentscheidungsprozess beschreiben > die Bestimmungen für Organgeschäfte und Großveranlagungen erläutern. Der Prozess Kreditentscheidung umfasst folgende Teilprozesse: 5.1 Stellungnahme des Kundenbetreuers Die Stellungnahme (Kreditbeurteilung) erfolgt nach ausreichender Prüfung der Informationsunterlagen (Kreditfähigkeit) sowie nach Einschätzung des Kunden aus dem Kreditgespräch (Kreditwürdigkeit). Sie ist auch dann wesentlich, wenn der Sachbearbeiter nicht die Entscheidung über die Kreditvergabe trifft. In diesem Fall dient die Stellungnahme als Grundlage für die Kreditentscheidung des Kompetenzträgers. In der Stellungnahme sollen all jene Gesichtspunkte vermerkt werden, die nach Prüfung des Antrages zur Genehmigung bzw. zur Ablehnung der Kredite geführt haben. 5.2 Formelle und materielle Kreditkontrolle Nach einer positiven Beurteilung des Kreditwunsches durch den Markt werden die Kreditunterlagen an die Marktfolge weitergeleitet. Dort werden die Kreditunterlagen im Sinne des Vier-Augen-Prinzips nach folgenden Kriterien einer Prüfung unterzogen: > Umsetzung der Kreditrisikostrategie > Einhaltung der Kompetenzordnung > Vollständigkeit und Plausibilität der Unterlagen > Anwendung des Ratingverfahrens > Einhaltung der Richtlinien für die Sicherheitenbewertung > Konditionengestaltung > Nachvollziehbarkeit der Kreditentscheidung Die Intensität der Prüfung richtet sich nach der Obligohöhe, der offenen Risikoposition, der Ratingnote und der Geschäftsart. Für den Fall, dass oben genannte Kriterien nicht erfüllt werden und es dadurch zu einer abweichenden Beurteilung kommt, wird entweder je nach Abweichung der Kreditakt zur weiteren Bearbeitung an den Kundenbetreuer zurückgeleitet bzw. die Kreditentscheidung auf eine höhere Kompetenzstufe verlagert (Eskalationsverfahren) oder als abgelehnt angesehen

55 Kreditentscheidung 5.3 Bewilligung / Zustimmungserfordernisse Votierung Unter einem Votum ist eine zustimmende oder ablehnende Äußerung zu einem Kreditantrag nach sachgerechter Bearbeitung als Vorbereitung für eine Kreditentscheidung zu verstehen. Grundsätzlich erfordert die Entscheidung für eine Kreditvergabe jeweils ein zustimmendes Votum der Bereiche Markt (1. Votum durch den Kundenbetreuer) und Marktfolge (2. Votum durch den Kreditcontroller). Mit grundsätzlich soll angedeutet werden, dass Ausnahmen möglich sind Positive Kreditentscheidung Die Kreditbewilligung erfolgt nach einem positiven Votum des Marktes und der Marktfolge. Für die Kreditbewilligungen sind die Geschäftsleiter zuständig. Werden die Kreditkompetenzen an einzelne Mitarbeiter delegiert, so haben diese die Kreditentscheidung in Eigenverantwortung zu treffen. Die bewilligten bzw. abgelehnten Kredite sind jedoch den Geschäftsleitern zur Kenntnis zu bringen. Der Kompetenzplan orientiert sich an der Obligohöhe, der Ratingeinstufung und an den Sicherheiten (Blankoanteil). Einschränkungen ergeben sich auch aufgrund des Bankwesengesetzes (Organgeschäfte, Großveranlagungen). Jeder Kompetenzträger hat ein Protokoll zu führen, in dem er seine Entscheidungen festhält Zustimmungserfordernisse Neben den Bestimmungen gemäß BWG sind die Zustimmungserfordernisse der Geschäftsordnungen für den Vorstand und Aufsichtsrat zu beachten (Kompetenzplan). Die Zustimmungserfordernisse liegen unter den gesetzlichen Erfordernissen und können in absoluten Beträgen oder in %-Sätzen der Eigenmittel vorgegeben werden

56 Kreditentscheidung Organgeschäfte gemäß 28 BWG Ein Kreditinstitut darf mit 1. seinen Geschäftsleitern, 2. seinen Vorstandsmitgliedern (bei Genossenschaften), 3. den Mitgliedern des Aufsichtsrates, 4. den gesetzlichen Vertretern und leitenden Angestellten in von ihm beherrschten und herrschenden Unternehmen, 5. Ehegatten, Lebensgefährten, Kindern, Wahl- und Pflegekindern einer in Z 1-4 genannten Personen (bei Z 4 nur gesetzliche Vertreter) oder 6. Dritten, die für die Rechnung der vorgenannten Personen handeln Rechtsgeschäfte direkt oder indirekt nur auf Grund eines einstimmigen Beschlusses aller Geschäftsleiter und mit Zustimmung des Aufsichtsrates abschließen. Bei Beschlussfassungen über Organgeschäfte hat der Betroffene kein Stimmrecht. Die Beschlüsse haben bei Krediten auch die Verzinsung und die Rückzahlung zu regeln. Bei Arbeitnehmern des Kreditinstitutes, deren Ehegatten und minderjährigen Kindern ist eine Zustimmung des Aufsichtsrates oder des sonst nach Gesetz oder Satzung zuständigen Aufsichtsorgans nur für Kredite und Vorschüsse erforderlich Nicht unter die Vorschrift fallen: > Kredite und Vorschüsse, deren Gesamtausmaß ein Viertel des Jahresbezuges nicht übersteigt; > andere Rechtsgeschäfte, bei denen das angemessene Entgelt ein Viertel des Jahresbezuges nicht übersteigt oder weniger als Euro beträgt; > Dauerschuldverhältnisse, bei denen das angemessene Entgelt jährlich kapitalisiert ein Viertel des Jahresbezuges nicht übersteigt; > Bankgeschäfte des täglichen Lebens zu marktüblichen Bedingungen. Die Zustimmung kann für bestimmte Rechtsgeschäfte oder Arten von Rechtsgeschäften für ein Jahr im Voraus erteilt werden. Dem Aufsichtsrat ist über jedes dieser Rechtsgeschäfte sowie jeden dieser Kredite und Vorschüsse mindestens einmal jährlich zu berichten Großveranlagungen gemäß 27 BWG Die Banken haben das besondere bankgeschäftliche Risiko von Großveranlagungen (GVA) jederzeit angemessen zu begrenzen. Unter Großveranlagungen versteht man Veranlagungen einer Bank bei einem Kunden oder einer Gruppe verbundener Kunden in Höhe von mind. 10% der anrechenbaren Eigenmittel mind. jedoch ,- EUR

57 Kreditentscheidung Unter Veranlagungen versteht man: > Aktivposten mit ihren Buchwerten nach Abzug von Wertberichtigungen (z.b. Kredite, Wertpapiere, Wechsel, Beteiligungen, Anteilspapiere). > Außerbilanzmäßigen Geschäfte nach Abzug von Rückstellungen (z.b. Eventualforderungen) gemäß Anlage 1 zu 22 BWG. > Derivate (z.b. Termingeschäfte) gem. Anlage 2 zu 22 BWG. > Positionen des Handelsbuches. Als Gruppe verbundener Kunden gelten: 1. Natürliche und juristische Personen und sonstige Rechtssubjekte, von denen eine die Kontrolle ausüben kann (Mehrheit der Stimmrechte, beherrschender Einfluss). 2. Natürliche und juristische Personen und sonstige Rechtssubjekte, zwischen denen zwar kein Kontrollverhältnis besteht, bei denen jedoch auf Grund wirtschaftlicher Abhängigkeiten anzunehmen ist, dass Rückzahlungsschwierigkeiten einer dieser Personen die Zahlungsfähigkeit der Übrigen beeinträchtigen können (z.b. Exklusiv- Lieferantenverhältnis, Haftungsverhältnis). 3. Personengesellschaften des Unternehmensrechtes und ihre persönlich haftenden Gesellschafter. 4. Treugeber und Treuhänder, soweit letzterer für Rechnung des ersteren handelt. 5. Der Verpflichtete und seine nahen Angehörigen (Ehegatten und minderjährige Kinder). Eine Zusammenrechnung der Veranlagungen bei einer Gruppe verbundener Kunden hat zwischen den Ziffern 1-3 zu erfolgen. Mit den Ziffern 4 und 5 findet keine Verknüpfung statt, sie sind immer isoliert für sich zu betrachten. Folgende Bestimmungen sind bei Großveranlagungen zu beachten: > Vorherige Zustimmung des Aufsichtsrates (Rahmenbeschlüsse). Vorratsbeschlüsse sind hierbei unzulässig. > Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse (z.b.: Bilanzvorlage) > Einrichtung von Rechnungs- und Kontrollverfahren (z.b.: Rating, Controlling) > Meldepflicht an die OeNB > Jährliche Berichtspflicht über die Entwicklung der GVA an den Aufsichtsrat Das gewichtete Obligo der einzelnen Großveranlagung darf 25 % der anrechenbaren Eigenmittel nicht überschreiten

58 Kreditabwicklung 6 Kreditabwicklung 6.1 Vertragserstellung Nach der formellen und materiellen Kreditkontrolle und der erforderlichen Kreditbewilligung wird die Vertragserstellung bzw. die Durchführung der erforderlichen EDV- Codierungen vorgenommen. Vor der Vorlage zur Unterfertigung an den Kreditnehmer sind die Unterlagen auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Eine Checkliste für den internen Ablauf soll als Kontrolle für die notwendigen Arbeitsschritte dienen. 6.2 Unterfertigung der Verträge Die erstellten Kreditverträge sind vom Kreditnehmer und der Raiffeisenbank rechtsverbindlich zu unterfertigen, Sicherstellungsverträge gegebenenfalls auch von Drittsicherheitengebern. Grundsätzlich sind alle Verträge, sofern keine besonderen Formvorschriften bestehen, unbeglaubigt zu unterfertigen. Grundbücherliche Pfandurkunden sind vom Liegenschaftseigentümer und der Raiffeisenbank beglaubigt zu unterfertigen. Dem Kreditnehmer sind nur vollständig ausgefüllte Urkunden zur Unterschriftsleistung vorzulegen. Vor der Vorlage an den Kreditnehmer sind die Unterlagen auf die Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Bei Unternehmenskrediten ist auf eine ordnungsgemäße firmenmäßige Fertigung (laut Firmenbuch, Vereinsregister etc.) zu achten. 6.3 Auszahlungs- und Endkontrolle Bevor es zur Kreditzuzählung kommt, müssen die Bedingungen für die Kreditgewährung (formelle und materielle Kreditkontrolle) erfüllt sein = Auszahlungskontrolle. Es wird insbesondere kontrolliert, ob die Verträge antragskonform erstellt wurden und die Voraussetzungen bzw. Auflagen aus dem Kreditvertrag erfüllt wurden. Die Auszahlungskontrolle erfolgt im Rahmen des Vier-Augen-Prinzips. Das Ergebnis der Durchführung der Auszahlungskontrolle ist zu dokumentieren. Nach der Auszahlung und vor der Ablage des Kreditaktes vergewissert sich die Marktfolge von dessen Vollständigkeit = Endkontrolle. 6.4 Vertragsänderungen Bei Vertragsänderungen (z.b. Sicherheitenänderungen, Verlängerungen, Ratenänderungen) ist der Kreditprozess wie bei einem Neukredit einzuhalten

59 Kreditüberwachung 7 Kreditüberwachung Lernziele: Sie können > das Ziel der Kreditüberwachung erklären > die Instrumente für die Überprüfung der Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit aufzählen > die notwendigen Schlüsse aus den vorgelegten Unterlagen ziehen und die entsprechenden Maßnahmen einleiten 7.1 Ziel der Kreditüberwachung Im Hinblick auf die Reduzierung von Kreditausfällen ist es notwendig, die Bonität des Kreditnehmers (Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit) nicht nur vor der Kreditgewährung zu prüfen, sondern auch während der Laufzeit des Kredites zu überwachen. Die Systeme und Verfahren des Risikomanagements und des Risikocontrollings sollen gewährleisten, dass wesentliche Risiken frühzeitig erkannt, gesteuert, begrenzt und überwacht werden können. Risikorelevante Informationen werden unverzüglich an die Entscheidungsträger weitergeleitet. Es soll insbesondere gewährleistet sein, dass die Risikostreuung ausgewogen und mit der Risikostrategie vereinbar ist. Des Weiteren wird geprüft, ob die vertraglichen Vereinbarungen vom Kreditnehmer eingehalten werden. Bei zweckgebundenen Kreditvergaben wird kontrolliert, ob die Kreditmittel richtig verwendet werden (Kreditverwendungskontrolle). Die Kreditüberwachung hat über die gesamte Kreditlaufzeit zu erfolgen und ist in erster Linie vom Kundenberater vorzunehmen. Der Kreditcontroller unterstützt die Kreditüberwachung. Überw. Kreditrisiko Gesamtkreditrisiko Einzelkreditrisiko Risikoparameter anlassbezogen Nicht anlassbez. baanlassbezogen Periodische Kreditinventur Entscheidung während der Kreditlaufzeit EDV-gestütztes Frühwarnsystem

60 Kreditüberwachung 7.2 Einzelkreditrisiko Bei der anlassbezogenen Kreditüberwachung ist mit dem Kreditnehmer Kontakt aufzunehmen bzw. eine neue Vereinbarung zu treffen (z.b.: Kreditablauf, Prolongation, Konvertierung, Bilanzgespräch). Die nicht anlassbezogene Kreditüberwachung erfolgt über ein EDV-gestütztes Frühwarnsystem (z.b.: Grundbuchs-, Firmenbuchslustrierung, KSV-Meldungen, Warnlistenmeldungen, Edikte) Überwachung der Kreditwürdigkeit > Informationen über persönlicher Lebensstil > Informationen über Zahlungsverhalten > Abfragen von Auskunfteien bzw. Warnliste Überwachung der Kreditfähigkeit > Einkommensverhältnisse - Überprüfung der Haushaltsrechnung - Aktuelle Einkommenssteuerbescheide - Überwachung der Kontoeingänge > Bilanzen und Auswertungen - aktuelle Jahresabschlüsse - aktueller Status - Saldenlisten > Firmenbuchabfragen - Die Firmenbuchauszüge sind regelmäßig zu aktualisieren (permanente Lustrierung) - Änderungen sind zu prüfen und gegebenenfalls ist mit dem Kunden Kontakt aufzunehmen > Grundbuchsabfragen - Die Grundbuchsauszüge sind regelmäßig zu aktualisieren (permanente Lustrierung) - Änderungen sind zu prüfen und gegebenenfalls ist mit dem Kunden Kontakt aufzunehmen

61 Kreditüberwachung > Sicherheiten - Überprüfen der körperlichen Existenz der Sicherheiten. - Die Sicherheiten sind hinsichtlich Wertansätze zumindest 1x jährlich zu aktualisieren. - Es ist darauf zu achten, dass der Wert der Sicherheiten während der gesamten Laufzeit des Kredites höher ist als die Ausleihung. - Die Eigenbewertung sind hinsichtlich der Wertansätze zu überprüfen. - Die Pfandliegenschaften sind von Zeit zu Zeit in Augenschein zu nehmen. - Die Überwachung bei Bürgen hat so wie beim Kreditnehmer zu erfolgen. - Überprüfen der Sicherungsverträge > EDV-Erfassungen Auf die Datenqualität ist zu achten. Fehlerhafte Erfassungen können Auswirkungen in folgenden Darstellungen haben: - Obligodarstellung - Sicherheitendarstellung - Meldewesen - Vertragsgestaltung Überwachung der Kreditkonten > Abstattungskredite - Einhaltung der Rückzahlungsvereinbarungen Kann der Kreditnehmer die Raten nicht bezahlen, ist es möglich, eine Stundung zu vereinbaren. Dabei können die ausgesetzten Raten entweder durch Erhöhung der Raten auf die restlichen Raten aufgeteilt oder bis zum Ende der Laufzeit nachgeholt werden. Eine EDV-Anpassung ist in beiden Fällen notwendig. Es ist darauf zu achten, dass Raten und Zinsen von besicherten Krediten nicht durch unbesicherte Überziehungen abgedeckt werden. - Bezahlung der Zinsen Bei Zinserhöhungen ist darauf zu achten, dass bei Bezahlung der Pauschalraten auch eine Saldoreduktion erfolgt. Auf die Gefahr der Verjährung der Zinsen nach 3 Jahren ist zu achten. - Überwachung der Laufzeit - Verwendungszweck > Kontokorrentkredit - Einhaltung des Kreditrahmens Das Verhältnis des Kontokorrentrahmens zu den Umsätzen ist zu überprüfen. - Abbau der Kontoüberziehungen Der Grund für die Entstehung der Überziehung ist abzuklären

62 Kreditüberwachung - Umsatztätigkeit (regelmäßige Eingänge) Das Ausbleiben von Umsätzen kann auf wirtschaftliche Verschlechterungen und/oder auf fremde Bankverbindungen hinweisen. Hinsichtlich der Kontrolle der Umsatztätigkeit sollte ein Bearbeitungsvermerk bestehen. - Überwachung der Laufzeit - Verwendungszweck > Haftungskredite - Evidenzhaltung-Obligobuchhaltung - Einhaltung der Haftungskreditrahmen - Laufende Ausbuchung der abgelaufenen Haftungen Intensivbetreuung - Maßnahmen Unter Intensivbetreuung ist insbesondere die Bearbeitung von Kreditgeschäften unter gesonderter Beobachtung zu verstehen, die aufgrund bestimmter Umstände eine negative Änderung der Risikoeinschätzung aufweisen, ohne dass sie bereits als notleidend zu betrachten sind. Im Rahmen der anlassbezogenen bzw. nicht anlassbezogenen Kreditüberwachung kann es erforderlich sein, Kunden einer intensiveren Bearbeitung zuzuführen. Die Intensität der Kreditüberwachung ist zu erhöhen wenn, > die Besicherung nicht ausreichend ist, > den Ruf und/oder Charakter des Kreditnehmers beeinträchtigende Informationen bekannt werden, > die wirtschaftliche Situation des Kreditnehmers angespannt ist, > die Rückzahlungsverpflichtungen nicht eingehalten werden oder > Veränderungen in der Kontoführung auftreten(z.b.: Überziehungen, Rückgang von Umsätzen) Wird ein Engagement in die Intensivbetreuung aufgenommen ist zuerst eine formelle Überprüfung hinsichtlich der Aktualität der Bonitätsunterlagen und der Durchsetzbarkeit von rechtlichen Schritten (Vertragsgestaltung) notwendig

63 Kreditüberwachung Folgende Maßnahmen sind zu ergreifen: 1. Aktualisierung der Unterlagen für die Beurteilung > Einkommensverhältnisse > Vermögensverhältnisse 2. Aktuelle Informationen über die persönlichen Verhältnisse > Änderungen im Arbeitsverhältnis > Familiäre Veränderungen 3. Abstimmung der Verträge mit den EDV-Codierungen > Ratenvereinbarungen (Stundungen usw.) 4. Kundengespräch 5. Überarbeitung Rating 6. Kreditentscheidung über die Fortführung > Stundung > Verlängerung > Verstärkung der Besicherung Mahnungen Dem Mahnwesen kommt eine besondere Bedeutung zu. Mahnungen können automatisch oder auch manuell (unabhängig vom EDV-System) erstellt werden. Sollten die in den Mahnungen gesetzten Fristen nicht eingehalten werden, sind die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Werden bei Fristversäumnissen die Konsequenzen nicht gesetzt, verliert die Raiffeisenbank an Gläubwürdigkeit Problemkreditbearbeitung In den internen Richtlinien werden Kriterien festgelegt, die die Abtretung eines notleidenden Engagements an die für die Sanierung bzw. Verwertung spezialisierten Mitarbeiter, Bereiche oder externe Experten bzw. deren Einschaltung regeln (Problemkreditbearbeitung). Die Federführung für den Sanierungs- bzw. den Verwertungsprozess oder die Überwachung dieser Prozesse wird außerhalb des Bereichs Markt wahrgenommen. Entscheidet sich die Raiffeisenbank nach entsprechender Prüfung für die Sanierung, wird von den an der Sanierung Beteiligten ein Sanierungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Die Umsetzung des Sanierungskonzeptes sowie die Auswirkungen der Maßnahmen werden laufend kontrolliert

64 Kreditüberwachung Für den Fall der Verwertung eines Engagements wird von der Raiffeisenbank bzw. von externen Experten ein Verwertungskonzept erstellt. 7.3 Gesamtkreditrisiko Grundlage für die Überwachung des Gesamtkreditrisikos ist die Datenqualität (z.b.: Rating, Sicherheitenbewertung) der von der EDV gelieferten Auswertungen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Anlage und Wartung der Stammdaten mit der notwendigen Sorgfalt erfolgt. Die Entwicklung des Gesamtkreditrisikos wird durch die Auswertung anhand verschiedener Parameter (z.b.: Ratingklassen, offene Risikopositionen, Branchenrisiken, Fremdwährungsrisken, Devisenausländerrisken) überprüft. Ziel ist unter anderem die laufende Überprüfung der Kreditpolitik. Den Organen ist darüber zumindest vierteljährlich oder anlassbezogen zu berichten

65 Beendigung des Kreditverhältnisses 8 Beendigung des Kreditverhältnisses Lernziele: Sie können > die Arten der Beendigung des Kreditverhältnisses aufzählen. 8.1 Ordnungsgemäße Beendigung Ordnungsmässige Beendigung Zeitablauf Schuldübernahme Umschuldung Rückzahlung Ausfolgung der Sicherstellungsunterlagen und Werte Ablage der Kreditunterlagen

66 Beendigung des Kreditverhältnisses Bei Beendigung des Kreditverhältnisses ist der Akt aufzulösen. Die einzelnen Teile sind wie folgt zu verwenden: Unterlagen, die auszufolgen bzw. zuzusenden sind: > Originalunterlagen des Kunden (Dokumente, Gewerbeschein) > Sicherungspapiere (Polizzen, Sparbücher, Typenschein) > Kreditbeendigungsschreiben (an Kunden und Bürgen) > entwerteter oder quittierter Wechsel > Für ausgefolgte Werte sind Nachweise wichtig (Einschreiben!). Unterlagen, die 7 Jahre aufzubewahren sind: > Kredit- und Sicherstellungsverträge > Auskünfte > Korrespondenzen > ev. Kreditantrag Unterlagen, die vernichtet werden können: > Bilanzanalyse > Firmenbuchabfrage > Grundbuchsauszüge > alle Berechnungen > Schätzungen > ev. Kreditantrag Weitere Maßnahmen > Aufhebung der Sperre von Versicherungen > Rückzession oder Löschung von Sperren (Wertpapierdepots, Sparbücher) > Löschung eines Pfandrechts (auf Kundenwunsch) > Löschung des Kontos oder Rahmens (Daueraufträge, Abbuchungsaufträge) > ev. Meldung an den Kreditschutzverband

67 Beendigung des Kreditverhältnisses 8.2 Zwangsweise Beendigung Kündigung Kreditverträge mit bestimmter Laufzeit, sehen sowohl für den Kreditnehmer als auch für die Bank die Möglichkeit vor, den Kredit vorzeitig aufzukündigen. Dabei ist darauf zu achten, dass die vertraglich bzw. gesetzlich festgelegte Kündigungsfrist und der vertraglich bzw. gesetzlich festgelegte Kündigungsgrund genauestens eingehalten werden. Nach Ablauf der Kündigungsfrist ist die Forderung fällig. Fälligstellung Die Fälligstellung ist eine Kündigung aus wichtigem Grund (Fälligstellungsgründe laut Kreditvertrag oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. wenn ein Grund vorliegt, der eine Fortsetzung der Geschäftsverbindung für unzumutbar erscheinen lässt). Bürgen, Garanten, Mitschuldner und dritte Sicherheitenbesteller sind von der Kündigung oder Fälligstellung immer zu verständigen. Die durch Kündigung oder Bekanntgabe eines Fälligkeitsgrundes fällig gewordene Ausleihung wird eingeklagt. Nach Rechtskraft des Urteils wird Exekution geführt

68 Bundeslandspezifische Unterlagen

69 Sicherheiten Sicherheiten: Bausparguthaben Die Sicherstellung an Bausparguthaben wird zumeist durch eine Zession begründet. Offene Zession > Zessionsvertrag + Konnex am Kreditvertrag unter Punkt "Sicherheiten" (=Titel) > Drittschuldnerverständigung an die Raiffeisen-Bausparkasse (=Modus) Werden prämienbegünstigte Bausparguthaben durch Verpfändung oder Abtretung (=Zession) als Sicherstellung für Kredite herangezogen, sind allfällige negative Auswirkungen auf die Bausparprämie (Prämienverlust!) zu beachten. Widerruflicher Überweisungsauftrag (inkl. Stille Zession) > Konnex am Kreditvertrag unter Punkt "Sicherheiten" (=Titel) > Widerruflicher Überweisungsauftrag (=Modus) > Kündigungserklärung (undatiert) > Zessionsvertrag (undatiert und nur vom Sicherheitengeber unterfertigt) > Drittschuldnerverständigung an die Raiffeisen-Bausparkasse (undatiert) Verwertung: > Außergerichtliche Verwertung Eine außergerichtliche Verwertung bei widerruflichen Überweisungsaufträgen und verpfändeten Bausparverträgen bedarf einer vorherigen Kündigung durch den Vertragsinhaber. Bei offen zedierten Forderungen erfolgt die Kündigung durch die Bank. > Gerichtliche Verwertung Bei verpfändeten Bausparverträgen wird die fällige Forderung eingeklagt. Mit rechtskräftigem Titel kann die exekutive Verwertung beantragt werden

70 - 2 - Sicherheiten

71 Finanzierungsarten Leasing Unter Leasing versteht man eine besondere Form von Mietgeschäften, wobei der Leasinggeber (Leasinggesellschaft) dem Leasingnehmer (Kunden) die Nutzungsmöglichkeit an einem Investitionsobjekt über einen Zeitraum einräumt. Im Mittelpunkt steht daher das Nutzungsrecht am Investitionsgut für den Leasingnehmer, während das Eigentumsrecht bei der Leasinggesellschaft verbleibt. Leasing ist somit eine Alternative zur mittel- bis langfristigen Fremdfinanzierung von Investitionsgütern. PKW Leasing für Private Vertragsvarianten: > Restwertleasing (Teilamortisation) > Full Pay Out Leasing (Vollamortisation) Teilamortisation = Restwertleasing Beim Restwertleasing wird nur der Differenzbetrag zwischen Kaufpreis und Restwert finanziert. Der Kunde profitiert von geringeren monatlichen Leasingraten im Vergleich zur Vollamortisation. Nach Vertragsende verbleibt noch ein Restwert. Der Kunde hat die Möglichkeit einen Anschlussvertrag auf Basis des Restwertes abzuschließen (Vertragsverlängerung), das Auto zum Restwert zu kaufen oder an die Raiffeisen-Leasing zurückzustellen. Im Interesse ihrer Kunden achtet Raiffeisen-Leasing auf marktkonforme Restwerte. Die maximale Leasingdauer beträgt 86 Monate. Vollamortisation Bei der Vollamortisation wird das Fahrzeug innerhalb der vereinbarten Vertragslaufzeit zur Gänze finanziert. Der Kunde hat den Vorteil, dass am Ende der Laufzeit kein Restwert mehr offen ist. Mit der Bezahlung einer Rate geht das Fahrzeug am Ende der vereinbarten Laufzeit in das Eigentum des Leasingnehmers über. Die Leasingdauer kann bei diesem Modell bei Pkw zwischen 39 und 86 Monaten liegen. Wie kann man die Leasingrate senken? Die Leasingrate kann durch das Einbringen von Eigenmitteln gesenkt werden. Die Eigenmittel können wie folgt eingesetzt werden: - 3 -

72 Finanzierungsarten Depot Bei der Depotvariante wird der Restwert exklusive USt bereits bei Vertragsbeginn als Depot (Einmalkaution) hinterlegt. Die Kunden haben den Vorteil, dass am Ende der Laufzeit anstelle des gesamten Restwertes nur mehr die Umsatzsteuer auf den vereinbarten Restwert zu bezahlen ist. Diese Form wird von Kunden dann gewählt, wenn sie das Fahrzeug am Ende der Laufzeit kaufen möchten. Das Depotmodell zeichnet sich durch eine sehr geringe Gesamtbelastung aus. Mietvorauszahlung Der Leasingkunde hat auch die Möglichkeit, die Leasingraten durch eine einmalige Mietvorauszahlung zu senken (bis zu 30 % des Kaufpreises inklusive USt). Diese Variante eignet sich, wenn auf eine geringe monatliche Leasingrate Wert gelegt wird

73 Bonitätsbeurteilung WARNLISTE - Abfrage 31515/ :19 wmoklm KIUKVAUS I9QA Seite 01 Name: FRITZ MICHAEL IDENTNUMMER erste Meldung am Geb: BLZ/Kto: 11000/ BREITENFURTER STR.100 Meldegrund: AUF 1235 WIEN Tilgungsvereinbarung: J FRITZ MICHAEL IDENTNUMMER erste Meldung am Geb: BLZ/Kto: 11000/ BREITENFURTER STR.100 Meldegrund: K06 Whg: EUR 1235 WIEN Tilgungsvereinbarung: J FRITZ MICHAEL IDENTNUMMER erste Meldung am Geb: BLZ/Kto: 11000/ BREITENFURTER STR.100 Meldegrund: G01 Whg: EUR 1235 WIEN Tilgungsvereinbarung: J Fritz Maier GesmbH 56923Se49299a AKTENZ. Pidingweg Salzburg BLZ/Kto: Meldegrund: SE Maier Fritz 63825S62399x AKTENZ. erste Meldung am Geb: BLZ/Kto: Köstenbaumgasse 76 Meldegrund: S 8020 Graz Müller Karl IDENTNUMMER erste Meldung am Geb: BLZ/Kto: 32025/ Parksiedlung 19, Top 9 Meldegrund: B99 Whg: EUR 3300 Amstetten MUELLER Karl IDENTNUMMER erste Meldung am Geb: BLZ/Kto: 76040/ VIEHTRIFTGASSE 17/1/21 Meldegrund: C04 Whg: EUR 1210 WIEN Tilgungsvereinbarung: J - 5 -

74 Bonitätsbeurteilung Meldungen aufgrund der Warnliste: AUF Forderung aus vertragswidriger Verwendung von Schecks, Bankomat- oder Kreditkarten 1. Stelle: G = Forderung aus einer Girokontoverbindung K = Forderung au einer Kreditkontoverbindung C = Forderung aus einer Kreditkartenverbindung (nur wenn das Kreditkartenkonto nicht mit dem Girokonto identisch ist) B = Gemeldeter ist Bürge, Garant oder Mitschuldner Stelle: 01 bis 98 = Obergrenze des aushaftenden Betrages in Sprüngen von EUR 1.000,-- zum Zeitpunkt der Meldung 99 = aushaftender Betrag ist größer als EUR ,-- Beispiele: G02 = nicht genehmigte Girokonto-Überziehung von EUR 1.001,-- bis EUR 2.000,-- K17 = Kreditaushaftung von EUR ,-- bis EUR ,-- - Kontoinhaber ist Kreditnehmer L = Löschung V = vollständige Tilgung (Löschung automatisch nach 3 Jahren) T = teilweise Tilgung/Abschlagszahlung (Löschung automatisch nach 7 Jahren) S = Storno (bei irrtümlicher Einmeldung oder rechtskräftiger Entscheidung über das Nichtbestehen der Schuld) Tilgungsvereinbarung: J = der Kunde hat mit der einmeldenden Bank eine Zahlungsvereinbarung getroffen Bestreitungsvermerk: J = der Kunde hat die Einmeldung seiner Daten in die Warnliste begründet bestritten Meldung aufgrund der Ediktsdatei (Insolvenzdatei) Meldungsgrund: S = Konkurs Sa = Ausgleich Se = mangels Vermögens abgewiesener Konkurs - 6 -

75 Bonitätsbeurteilung KSV (Kleinkreditevidenz) Abfrage 31515/ :32 wmoklm KKKS07AE 21GA Seite BONITÄTSAUSKUNFT LFDNR.: 1 KUNDENNR: KSV-NR: SOZIALVERSNR: KREDITNEHMER: MAIER WOLFGANG TITEL: STRASSE: BIBERGASSE 7/19 PLZ: 2361 ORT: LAXENBURG LAND: A GEB.DATUM: FAMILIENST: GEBORENE(R): FRÜHERE ADR: HANNSONGASSE 9/98 TOP 6 PLZ: 1100 ORT: WIEN LAND: A SPERRINFO: NAME: MAIER KSV-NR: GEWÄHRUNG KREDITNR: 1 KTO.NR: WÄHRUNG: EUR KREDITART:RK BETRAG: AUSHAFT: INSTITUT: GESCH: 00 RATE: LAUFZEIT: RATE: FÄLLIGKEIT: 8 GEWÄHRUNG: ENDFÄLLIGKEIT: LZT.ZAHLUNG: NEGATIVERL: TEXT: NAME: MAIER KSV-NR: GEWÄHRUNG KREDITNR: 1 KTO.NR: WÄHRUNG: EUR KREDITART:KR BETRAG: AUSHAFT: INSTITUT: GESCH: 00 RATE: 206 LAUFZEIT: 60 1.RATE: FÄLLIGKEIT: 0 GEWÄHRUNG: ENDFÄLLIGKEIT: LZT.ZAHLUNG: NEGATIVERL: TEXT: NAME: MAIER KSV-NR: GEWÄHRUNG KREDITNR: 0 KTO.NR: 0 WÄHRUNG: EUR KREDITART:RK BETRAG: AUSHAFT: INSTITUT: 0 GESCH: 0 RATE: LAUFZEIT: 1 1.RATE: FÄLLIGKEIT: 5 GEWÄHRUNG: ENDFÄLLIGKEIT: LZT.ZAHLUNG: NEGATIVERL: TEXT: BÜRGE FÜR: COLLINI KARIN TITEL: GEB.DATUM: SOZIALVERSNR: HAFTUNGSDAT: BETRAG:

76 Bonitätsbeurteilung NAME: MAIER KSV-NR: GEWÄHRUNG KREDITNR: KTO.NR: 0 WÄHRUNG: EUR KREDITART:KR BETRAG: AUSHAFT: INSTITUT: 0 GESCH: 0 RATE: LAUFZEIT: 36 1.RATE: FÄLLIGKEIT: 0 GEWÄHRUNG: ENDFÄLLIGKEIT: LZT.ZAHLUNG: NEGATIVDAT: GRUND: EX (EXEKUTION EINGEREICHT) NEGATIVDAT: GRUND: UE (UNEINBRINGLICHKEIT) NEGATIVERL: TEXT: ABSCHLAGSZAHLUNG KREDITNEHMER: MAIER BETTINA TITEL: GEB.DATUM: SOZIALVERSNR: HAFTUNGSDAT: BETRAG: NEGATIVERL: TEXT: ABSCHLAGSZAHLUNG Zeichenerklärung HK - Hypothekarkredit, KK - Kreditkarteneintragung, KR - Abstattungskredit, LV - Leasingvertrag, RK - Rahmenkredit (auch Girokontoüberziehung), WK - Warenkredit Laufzeit: 001 = endfällig, = Laufzeit in Monaten, 998 = bis auf weiteres Fälligkeit: bei der Auswahl Laufzeit 001 = endfällig wird dieses Feld standardmäßig mit dem Wert 5 versorgt; bei der Auswahl Laufzeit 998 = bis auf weiteres wird diese Feld standardmäßig mit dem Wert 8 versorgt - 8 -

77 Bonitätsbeurteilung Deltavista Was ist Deltavista? In der Teilkreditprüfung werden bonitätsrelevante Informationen von Privatpersonen der Firma Deltavista verwendet, die Bonitätsdaten werden von RLB NÖ-Wien zu Scorewerten verdichtet und in ein Ampelsystem übersetzt. Kundengruppen > alle natürlichen Personen mit unselbständigen Einkommen: Angestellte Arbeiter sonstige Privatpersonen, z.b. Studenten > Firmenkunden: alle protokollierte Einzelunternehmer alle juristischen Personen (GmbH und AG) alle nicht protokollierten Einzelunternehmer und Freiberufler (selbständiges Einkommen > 50%) Für diese Kunden wird das Firmenkundenscoring angewendet

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