Zukünftig Wachstumsbedingungen für Gras. Wolfgang Janssen, DWD Abteilung Agrarmeteorologie

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1 Zukünftig Wachstumsbedingungen für Gras Wolfgang Janssen, DWD Abteilung Agrarmeteorologie

2 Themenschwerpunkte Wissenswertes zum Niederschlag sind Änderungen beim Niederschlag zu beobachten andere wichtige Größen (Bodenfeuchte + Verdunstung) Gibt es Änderungen aus phänologischer Sicht? Unterscheidung der Wetter- zu der Klimavorhersage sowie Klimaprojektion Güte der Klimavorhersagen Ergebnisse der Klimaprojektionen Interessante Beratungsprodukte des DWD 2

3 im Mittel 772 mm im Mittel 789 mm im Mittel 788 mm im Mittel 819 mm 3

4 Gesamtjahr 4

5 Mittlere Niederschlagsverteilung über das Jahr für Deutschland 5

6 6

7 Winterhalbjahr 7

8 Sommerhalbjahr 8

9 Anzahl der Tagesniederschläge pro Jahr für verschiedene Mengen für 198 Stationen, die ab 1961 durchgängig messen (April September) 9

10 mittlere Anzahl der Tage ohne Niederschlag ( ) zunehmende Frühjahrstrockenheit 10

11 Zwischenbilanz 1 Winter brauchen Kulturen kaum Wasser es werden Boden- und Grundwasservorräte aufgefüllt tendenziell nimmt die Niederschlagshöhe in ganz Deutschland zu Sommer besonders von Interesse, da Kulturen hier viel Wasser verbrauchen kein signifikanter Trend für Deutschland festzustellen tendenziell wird es im Süden etwas trockener, jedoch nicht dramatisch Im Frühjahr tendenziell weniger und im Sommer mehr Niederschlag => kein beunruhigender Trend 11

12 mittlerer Vegetationsbeginn von Gras um den

13

14 Mitteltemperaturen der Monate Februar bis März 2,1 C 3,5 C 14

15 15

16 16

17 Mittlerer Verlauf Tagesmitteltemperatur in Deutschland sowie Veränderung 17

18 mittlere reale und potentielle Verdunstung über Gras in Deutschland 18

19 reale Verdunstung über Gras 19

20 mittlere Bodenfeuchte in Deutschland unter Gras und sandigem Lehm 20

21 Zwischenbilanz 2 Sommer früherer Vegetationsbeginn Tendenz zu Frühjahrstrockenheit Verdunstung ist gestiegen geringere Bodenfeuchten Nicht dramatisch, doch mit Schwankungsbreite kommen extremere Ereignisse 21

22 Was sind Klimavorhersagen? Jahreszeitenvorhersagen sind erweiterte Wettervorhersagemodelle mit gröberer räumlicher Auflösung Vorhersagezeitraum von mehreren Monaten bis Dekaden berechnen nur Änderungen zum langjährigen Mittel zusätzliche Berücksichtigung langwirkender Komponenten Ozeane (Wärmekapazität Faktor 1000 höher als Luft) Erdboden Meereis Allgemein gilt: Temperatur ist leichter vorherzusagen als der Niederschlag 22

23 Güte der Temperaturprognosen zu kalt zu warm Winter (Dezember, Januar, Februar) zu kalt zu warm Sommer (Juni, Juli, August) A. Weisheimer und T. N. Palmer,

24 Güte der Niederschlagsprognosen zu trocken zu nass Winter (Dezember, Januar, Februar) zu trocken zu nass Sommer (Juni, Juli, August) A. Weisheimer und T. N. Palmer,

25 Was sind Klimaprojektionen? liefern Änderungen des langjährigen Klimas von der Vergangenheit bis 100 Jahre in die Zukunft zusätzliche Änderung des CO 2, Methan Gehaltes der Atmosphäre angenommen verschiedene Szenarien angenommen => ergeben unterschiedliche Ergebnisse 25

26 Kleine Änderungen am Anfangszustand oder in der Modellphysik bewirken große Veränderungen im Ergebnis Ergebnisse von vielen unterschiedlichen Modellen werden verwendet Hieraus die wahrscheinlichste Entwicklung abgeleitet Allgemein gilt: Temperatur ist leichter vorherzusagen als der Niederschlag Frühjahrstrockenheit nicht reproduziert DWD betreibt im Internet einen Klimaatlas, Ergebnisse von 21 unterschiedlichen Modellen für ca. 30 unterschiedliche Elemente Vergleich Vergangenheit zu Messwerten sowie Zukunft zeigen lediglich den Trend Wahrscheinlichkeit für Extremereignisse steigt 26

27 Temperatur im Juli 27

28 Niederschlag im Juli 28

29 Allgemeine Hinweise Von Jahr zu Jahr werden weiterhin große Unterschiede auftreten diese werden nicht von den Klimaprojektionen vorhergesagt Wenn beregnet werden muss und die Vorrichtungen vorhanden sind Hilfe über Beregnungsberatung Wenn gedüngt werden muss, nicht zu spät und zu früh im Jahr, wegen der Nitratauswaschungen Rasenschnitt möglichst nicht bei zu intensiver Sonneneinstrahlung an Tagen mit hoher Verdunstung Gartenwetter gibt Hinweise 29

30 Ihr Ansprechpartner: Deutscher Wetterdienst Abteilung Agrarmeteorologie Frankfurter Str Offenbach Fax: +49 (0) 69 /

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