RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM

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1 RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM Institut für Philosophie Titel der Lehreinheit (LE) Einführung in die Theoretische Philosophie Bezeichnung der LE LE-Kreditpunkte 7,5 Fachsemester 5 Dauer Semester SWS 1 4 Dozenten Prüfer Studiengänge M. Drieschner, H. Lyre M. Drieschner, H. Lyre Freiwillige LE für: Zusatzfach Philosophie der Naturwissenschaften im B.Sc. Biochemie und Chemie. Zielsetzungen: Das Modul gibt einen systematischen Überblick in den heutigen Diskussionszusammenhang zur Theoretischen Philosophie, wobei der Schwerpunkt auf naturphilosophischen Themen liegen wird. Themenverzeichnis Die Vorlesung schließt Themen aus folgenden Teilbereichen der Philosophie ein: Erkenntnistheorie, Logik, Wissenschaftstheorie, Sprachphilosophie, Ontologie/Metaphysik, Philosophie der Natur. Lehrmethoden: Vorlesung 16 x 2 Stunden Seminar 16 x 2 Stunden Begleittexte und Übungen zur Vorlesung

2 Überprüfung des Lernfortschritts Gelegenheit für Übungen zu den einzelnen Vorlesungen; Diskussion der Vorlesungsinhalte im Begleitseminar. Texte zur Vertiefung und Sicherung der Vorlesungsthemen werden im Seminar gemeinsam erarbeitet. Leistungskontrolle Zweistündige Klausur bzw. mündliche Prüfung am Ende des Semesters (100 %) Zusammenfassung der Lehrgegenstände Wie immer in der Philosophie ist aber auch der Rückgriff auf philosophische Traditionen unerlässlich, so dass systematische Themen durch Rückgriff auf historische Entwicklungen ergänzt werden. Besondere Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt, wohl aber wird eine intensive Mitarbeit aller Teilnehmer erwartet. Das Modul besteht aus Vorlesung und begleitendem Seminar, wobei allen Teilnehmern geraten wird, beide Veranstaltungen parallel zu besuchen. Zur Einführung werden folgende Bücher empfohlen: Andreas Bartels, Grundprobleme der modernen Naturphilosophie, Paderborn etc. (UTB) 1996 Michael Drieschner, Einführung in die Naturphilosophie, Darmstadt (WBG) Elisabeth Ströker / Rainald Hahn, Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften, Erster Teil. Freiburg (Alber) 1981

3 RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM Institut für Philosophie Titel der Lehreinheit (LE) Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften Bezeichnung der LE LE-Kreditpunkte 7,5 Fachsemester 5 Semester SWS Dauer 1 4 Dozenten H. Pulte, N. N. Prüfer H. Pulte, N. N. Studiengänge Freiwillig LE für: Zusatzfach Philosophie der Naturwissenschaften im B.Sc. Biochemie oder Chemie. Zielsetzungen: Die Vorlesung gibt anhand zentraler Begriffe (wie Erklärung, Voraussage, Verstehen, Induktion, Deduktion, Abduktion, Gesetz, Theorie) eine systematische Einführung in die Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften. Themenverzeichnis Die Vorlesung schließt neben Themen aus dem Bereich der Wissenschaftstheorie (s.o.) auch Themen aus folgenden Teilbereichen der Philosophie ein: Erkenntnistheorie, Logik, Sprachphilosophie, Philosophie der Natur. Lehrmethoden: Vorlesung 16 x 2 Stunden Seminar 16 x 2 Stunden Begleittexte und Übungen zur Vorlesung

4 Überprüfung des Lernfortschritts Gelegenheit für Übungen zu den einzelnen Vorlesungen; Diskussion der Vorlesungsinhalte im Begleitseminar. Texte zur Vertiefung und Sicherung der Vorlesungsthemen werden im Seminar gemeinsam erarbeitet. Leistungskontrolle Zweistündige Klausur bzw. mündliche Prüfung am Ende des Semesters (100 %) Zusammenfassung der Lehrgegenstände Anhand zentraler Begriffe (wie Erklärung, Voraussage, Verstehen, Induktion, Deduktion, Abduktion, Gesetz, Theorie) gibt die Vorlesung eine systematische Einführung in die Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften. Zugleich stellt sie die wichtigsten Strömungen der Wissenschaftstheorie des 20. Jahrhunderts (wie Logischer Empirismus, Kritischer Rationalimus, New Philosophy of Science ) vor und untersucht anhand verschiedener Kontroversen der jüngeren Wissenschaftstheorie deren Leistungen und Probleme. Begleitend zur Vorlesung wird ein Seminar angeboten, in dem die Themen der Vorlesung an Texten und Beispielen aus der Wissenschaftstheorie und -geschichte der Neuzeit (von Galilei und Bacon bis Carnap und Popper) vertieft und ergänzt werden. Literatur zur Einführung: 1. A. F. Chalmers: Wege der Wissenschaft. Einführung in die Wissenschaftstheorie. 5. Aufl., Berlin/Heidelberg/New York 2000 (Springer). 2. B. Gower: Scientific Method. An Historical and Philosophical Introduction. London/New York 1997 (Routledge).

5 RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM Institut für Philosophie Titel der Lehreinheit (LE) Einführung in die Philosophie der Neuzeit Bezeichnung der LE Nr. des Vorl.-Verzeichnisses LE-Kreditpunkte 7,5 Fachsemester 6 Dauer Semester SWS 1 4 Dozenten Prüfer Studiengänge W. Jaeschke, A. Hutter W. Jaeschke, A. Hutter Freiwillige LE für: Zusatzfach Philosophie der Naturwissenschaften im B.Sc. Biochemie und Chemie. Zielsetzungen: Die Vorlesung sucht die Signatur der neuzeitlichen Philosophie - als des methodisch entfalteten Selbstbewusstseins des neuzeitlichen Menschen - im Umriss nachzuzeichnen. Themenverzeichnis Die Vorlesung schließt Themen sowohl aus dem Bereich der Theoretischen Philosophie wie auch der Praktischen Philosophie ein. Lehrmethoden: Vorlesung 14 x 2 Stunden Seminar 14 x 2 Stunden Begleittexte und Übungen zur Vorlesung

6 Überprüfung des Lernfortschritts Gelegenheit für Übungen zu den einzelnen Vorlesungen; Diskussion der Vorlesungsinhalte im Begleitseminar. Texte zur Vertiefung und Sicherung der Vorlesungsthemen werden im Seminar gemeinsam erarbeitet. Leistungskontrolle Zweistündige Klausur bzw. mündliche Prüfung am Ende des Semesters (100 %) Zusammenfassung der Lehrgegenstände Die Signatur der neuzeitlichen Philosophie - als des methodisch entfalteten Selbstbewusstseins des neuzeitlichen Menschen - sucht die Vorlesung im Umriss nachzuzeichnen. Auf dem Gebiet der theoretischen Philosophie liegt sie in der Spannung zwischen der spezifisch neuzeitlichen Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis und der eher traditionellen Metaphysik. Auf dem Gebiet der praktischen Philosophie liegt sie in dem neuen individualistischen Ansatz sowohl der Rechtsphilosophie als auch der Ethik. Überlegungen zu den historischen Bedingungen der Ausdifferenzierung der Philosophie zu ihrer gegenwärtigen Gestalt werden die Vorlesung abschließen. Zur Einführung in den theoretischen bzw. in den praktischen Aspekt wird empfohlen: Gottfried Gabriel: Grundprobleme der Erkenntnistheorie von Descartes zu Wittgenstein. Paderborn u. a (UTB 1743) bzw. Hans Welzel: Naturrecht und materiale Gerechtigkeit. Göttingen 1962 (bzw. Nachdrucke).

7 RUHR-UNIVERSITÄT BOCHUM Institut für Philosophie Titel der Lehreinheit (LE) Philosophie der Chemie unter besonderer Berücksichtigung der Theorie der Messung Bezeichnung der LE Nr. des Vorl.-Verzeichnisses LE-Kreditpunkte 7,5 Fachsemester 6 Dauer Semester SWS 1 4 Dozenten Prüfer Studiengänge M. Drieschner, G. König, H. Pulte M. Drieschner, G. König, H. Pulte Freiwillige LE für: Zusatzfach Philosophie der Naturwissenschaften im B.Sc. Biochemie und Chemie Zielsetzungen Das Modul besteht aus zwei Hauptseminaren. Im ersten Seminar werden sowohl ältere als auch neuere Ansätze zur Wissenschaftstheorie der Chemie diskutiert und miteinander verglichen. Im zweiten Seminar zum Thema Messung und Messprozess wird der Frage nachgegangen, ob man mit Messungen an die ganze Wirklichkeit herankommt. Themenverzeichnis Die Seminare schließen neben Themen aus dem Bereich der Wissenschaftstheorie auch Themen aus folgenden Teilbereichen der Philosophie ein: Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie, Philosophie der Natur. Lehrmethoden: Vorlesungen 14 x 2 Stunden Übungen 14 x 2 Stunden

8 Überprüfung des Lernfortschritts Durch Diskussionen und Übungen in den beiden Seminaren. Leistungskontrolle Zweistündige Klausur bzw. mündliche Prüfung am Ende des Semesters (100 %) Zusammenfassung der Lehrgegenstände 1.) Philosophie der Chemie (Prof. Dr. Gert König, PD Dr. Helmut Pulte) Die Philosophie der Naturwissenschaften wurde in ihrer Geschichte weitgehend von der Leitwissenschaft Physik bestimmt; erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts bilden sich bei W. Wundt, W. Ostwald und anderen Ansätze zu einer chemiespezifischen Wissenschaftstheorie aus, die gleichwohl im 20. Jahrhundert kaum weiter verfolgt wurden. Erst in den letzten drei Jahrzehnten wird wieder verstärkt die Eigenständigkeit des Faches, seine Nicht-Reduzierbarkeit auf die Physik, betont. Im Seminar sollen sowohl ältere als auch neuere Ansätze zur Wissenschaftstheorie der Chemie diskutiert und miteinander verglichen werden. Neben guten naturwissenschaftlichen Vorkenntnissen werden wissenschaftstheoretische Grundkenntnisse, wie sie etwa im Modul Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften erworben werden können, vorausgesetzt. Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung mitgeteilt. 2.) Messung und Messprozess (Prof. Dr. M. Drieschner) Messungen liefern das Material für jede empirische Wissenschaft. Zugleich soll aber die empirische Wissenschaft Auskunft geben über die Wirklichkeit. Kommt man mit Messungen an die Wirklichkeit heran? An die ganze Wirklichkeit? Ist vielleicht ein Unterschied zwischen dem, was im Labor gemessen wird und der Wirklichkeit selbst? Gibt es die Wirklichkeit unabhängig von der Messung überhaupt? (Frage der Quantenmechanik!) Ist der Messprozess selbst wieder Gegenstand der empirischen Wissenschaft? Ist Messung nicht Voraussetzung jeder Wissenschaft, kommt man mit der Theorie des Messprozesses nicht in einen Zirkel? Wenn die Physik universal sein soll, für alle Gegenstände gültig, muss sie dann nicht auch für Messgeräte gelten? Kann die Theorie des Messprozesses die Interpretationsrätsel der Quantenmechanik lösen? Voraussetzung für eine fruchtbare Teilnahme an dem Seminar sind Kenntnisse in Quantenmechanik oder Kenntnisse in der wissenschaftstheoretischen Diskussion der Messung. Literatur: P.Busch/P.J.Lahti/P.Mittelstaedt: The Quantum Theory of Measurement. Berlin 1991 Andreas Hüttemann: Idealisierungen und das Ziel der Physik. Berlin 1997.

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