Dr. Sandra Lüth und die Börsen Hamburg und Hannover die Kompetenzführer für Best-Price- Strategie und hohe Servicequalität bei Börsenaktivitäten

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1 Dr. Sandra Lüth und die Börsen Hamburg und Hannover die Kompetenzführer für Best-Price- Strategie und hohe Servicequalität bei Börsenaktivitäten Name: Funktion/Bereich: Organisation: Dr. Sandra Lüth Geschäftsführung der Börsen Hamburg und Hannover / Vorstandsmitglied der Börsen AG Hamburg und Hannover Börsen AG Hamburg und Hannover Homepage: Liebe Leserinnen und liebe Leser, die 1999 gegründete BÖAG Börsen AG - kurz Börsen AG - ist die Trägergesellschaft und die Betreiberin der Wertpapierbörsen in Hamburg und Hannover. An beiden Börsen sind über Wertpapiere gelistet, darunter Aktien, offene Fonds, Anleihen, Options- und Genussscheine sowie Zertifikate. Zudem lassen sich über die speziellen Handelsplattformen Fondsbörse Deutschland und Policenbörse Deutschland geschlossene Fonds bzw. Kapitallebens- und Rentenversicherungen kaufen und verkaufen. Zu den Handelsteilnehmern der beiden Börsen zählen mehr als 150 in- und ausländische Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Seit Anfang 2009 führt Sandra Lüth die Börsen Hamburg und Hannover als Vorstand gemeinsam mit ihrem Kollegen Dr. Thomas Ledermann. Die promovierte Wirtschaftsjuristin hat die Ausrichtung der Börsenplätze bereits 4 Jahre als stellvertretende Geschäftsführerin mitgeprägt. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr NetSkill-Team Seite 1

2 Sehr geehrte Frau Dr. Lüth, Frage 1: Seit dem 1. März 2009 stehen Sie zusammen mit Ihrem Kollegen Dr. Thomas Ledermann als Vorstand der Börsen AG an der Spitze der Börsen Hamburg und Hannover. Gerade in diesen Zeiten der Finanzmarktkrise gab es eine Vielzahl von Herausforderungen auch für Handelsplätze. Welche konkreten Herausforderungen waren diese und welche Lösungen haben Sie diesbezüglich für Ihre Börsenplätze Hamburg und Hannover gefunden? Die im Jahr 2008 beginnende Finanzmarktkrise hat gezeigt, wie wichtig organisierte und regulierte Handelsplätze sind. An der Börse bestehen klare Regeln, die für alle Handelsteilnehmer gleich sind. Diese sorgen für die gerade bei Finanztransaktionen notwendige Transparenz und schaffen Sicherheit und Vertrauen. Das Geschäftsmodell der Börsen Hamburg und Hannover hat sich als krisenfest erwiesen. Egal wie volatil oder unsicher die Märkte während der Finanzmarktkrise waren: Der Handel über die Börsen Hamburg und Hannover hat reibungslos funktioniert. So konnten wir allen Anlegern stets die hohe Qualität bieten, für die wir stehen und die sie von uns erwarten. Denn die Finanzmarktkrise hat durchaus zu größeren Ansprüchen der Anleger auch an die Handelsplätze geführt. Die Börsen Hamburg und Hannover wurden und werden diesen Ansprüchen gerecht. So gibt es Ausführungs- und Liquiditätsgarantien, die auch in Zeiten stark schwankender Märkte verlässlich sind. Zum Beispiel wird jede DAX-30- Order mit bis zu Euro Volumen ohne Courtage - was uns u.a. von anderen Börsenplätzen unterscheidet - sekundenschnell ausgeführt und dies mindestens zum Xetra-Kurs, meist sogar besser. Und Teilausführungen? Nicht bei uns! Seite 2

3 Frage 2: Sie betonen oft, dass sich aus Anlegersicht ein differenzierter Blick nicht nur bei der Aktienauswahl lohnt, sondern auch bei den Börsenplätzen Deutschlands, da sich die Kosten und Leistungen zum Teil stark unterscheiden. Wie differenzieren sich die Börsenplätze Hamburg und Hannover von ihren Wettbewerbern in Deutschland? Welche konkreten Vorteile erfährt ein Anleger, wenn er seine Börsengeschäfte über Ihre Handelsplätze abwickelt? Welche Rolle spielt die Börsenplatzwahl bei privaten und institutionellen Anlegern überhaupt? Die Börsen Hamburg und Hannover unterscheiden sich nicht nur in Punkto Konditionen, sondern auch bei der Qualität der Abwicklung von anderen deutschen Börsenplätzen. Dank unseres neuen Preismodells im Aktienhandel entfällt zum Beispiel für die meisten Orders die Courtage. Darüber hinaus gelten umfangreiche Liquiditätsgarantien, die die unverzügliche Ausführung der Aufträge sicherstellen. Im Fondshandel punktet die Börse Hamburg mit engen Spreads, also nur minimalen Differenzen zwischen An- und Verkaufskursen. Sie betragen zwar laut unseren Regelwerken maximal 1,5 Prozent, meist liegen sie aber deutlich darunter. Ein lebhaft gehandelter Investmentfonds hat schon mal nur 0,2 Prozent Spread. Wichtig für die meisten Anleger in Investmentsfonds ist, dass von 9:00 Uhr bis 20:00 Uhr fortlaufend gehandelt wird. Unsere Konditionen, unser breites Angebot handelbarer Fonds und die Schnelligkeit der Orderausführung machen uns in diesem Segment bereits seit Jahren zum Marktführer. Gegenüber Xetra können sich die deutschen Börsen mit guten Preisen und hervorragendem Service behaupten. Beides wissen die Anleger bei den Börsen Hamburg und Hannover zu schätzen. Seite 3

4 Frage 3: Regionale Börsenbetreiber tragen bekanntlich durch ihre Innovationen und Initiativen immer wieder zu einer Weiterentwicklung des klassischen Wertpapierhandels bei. Im Mittelpunkt steht hierbei auch die Erschließung neuer Handelssegmente. Welche Ziele und Strategien haben Sie diesbezüglich für Ihre beiden Standorte vor Augen? Welche bestehenden Handelssegmente möchten Sie noch stärker zur Geltung bringen, welche eventuell neu erschließen? Auf welche Partnerschaften setzen Sie in diesem Zusammenhang? Als die Börse Hamburg im Jahr 2002 den börslichen Fondshandel einführte, war dies eine echte Innovation. Keine andere deutsche Börse hatte es Anlegern zuvor ermöglicht, Fonds wie Aktien zu handeln! Auch heute noch, acht Jahre später, zahlt sich unser Mut aus: Wir sind Marktführer im Bereich des börslichen Fondshandels. Der Handel mit Fonds ist eines unserer Kerngeschäfte. Daneben haben die Börsen Hamburg und Hannover aber auch weitere Assetklassen börslich handelbar gemacht, die Anleger zuvor nicht über einen neutralen und transparenten Handelsplatz kaufen und verkaufen konnten. Dazu zählen geschlossene Fonds und Lebensversicherungen. Innovativ war auch der Global Challenges Index der Börse Hannover. Wir haben Nachhaltigkeit frühzeitig als wichtiges Zukunftsthema erkannt und gemeinsam mit mit der Ratingagentur oekom research AG nachhaltige Kriterien für den Global Challenges Index entwickelt, die sich an den sieben globalen Herausforderungen unserer Zeit ausrichten. Der Index setzt sich aus 50 Unternehmen zusammen, die den hohen Anforderungen des Indexkonzeptes entsprechen. Auch zukünftig werden die Börsen Hamburg und Hannover innovative Wege beschreiten, um Anlegern mehr bieten zu können als andere Börsenplätze: Wir möchten, dass Anleger bei uns Zukunft handeln können. Seite 4

5 Frage 4: Sie sprechen auch gezielt Privatanleger an, sei es über Ihre Informationsseiten im Web, Ihr Kundenmagazin Geld & Brief, Seminarangebote oder Handelsangebote. Wie wichtig ist diese Zielgruppe für die Börsen Hamburg und Hannover? Wie beurteilen Sie die Aktien- bzw. Börsenkultur in Deutschland vor dem Hintergrund zweier Blasen (Internethype 2000, Subprime 2008/09) einerseits und den Anforderungen an verstärkte private Vosorge und Vermögenskontrolle andererseits? Privatanleger stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Für sie schaffen wir fortlaufend attraktive Konditionen bei zugleich hervorragendem Service. Viele Menschen haben mittlerweile erkannt, dass Wertpapiere ein wesentlicher Bestandteil der Altersvorsorge sind. Daran haben auch die beiden großen Börsenkrisen dieses Jahrzehnts nichts geändert. Aber die Anleger sind vorsichtiger geworden, möchten sich besser informieren. Sie haben verstanden: Wo hohe Renditen locken, ist auch das Risiko größer. Als neutrale Instanz sorgen die Börsen Hamburg und Hannover mit Seminaren, ihren Börsentagen, Newslettern und dem Kundenmagazin dafür, dass Anleger Zugang zu vielen Informationen rund um die Geldanlage erhalten. Jeder sollte sich die Zeit nehmen, ein Grundwissen in Sachen Finanzen aufzubauen und die Zusammenhänge zu verstehen. Ein Auto oder eine Immobilie kauft man ja auch nicht einfach so. Seite 5

6 Frage 5: Ihre Börsen Hamburg und Hannover kommunizieren breit ausgerichtet und inhaltlich sehr hochwertig mit ihren Zielgruppen. Auch die Competence Site setzt auf B2B-Kommunikation über Kompetenz und Qualität. Wie sind Ihre Erfahrungen bisher mit diesem Vorgehen? Welche Rolle spielt das Internet hierbei und welche Vorteile erwarten Sie sich für die Börsen und letztlich die Geschäfte damit langfristig? Das Internet ist aus der heutigen Kommunikationswelt nicht mehr wegzudenken. Die Börsen Hamburg und Hannover haben deshalb erst im Juli 2010 ihren Internetauftritt neu gestaltet, um Anlegern noch mehr Orientierung zu geben und noch besser zu informieren. Gerade für den Erstkontakt oder aber zum Abrufen von Informationen ist das Internet für uns von großer Bedeutung. Allerdings ist und bleibt der persönliche Kontakt besonders beim Thema Finanzen wichtig. Deshalb legen die Börsen Hamburg und Hannover großen Wert darauf, für ihre Anleger persönlich erreichbar zu sein ob per Telefon oder in direktem Kontakt. Seite 6

7 Frage 6: Die 2. Hälfte von 2010 ist bereits angebrochen. Welche Termine 2010 waren und sind für Sie und Ihr Haus nennenswert? Ein wichtiges Ereignis im ersten Halbjahr 2010 war für uns sicherlich der Börsengang des Modeunternehmens Tom Tailor an der Börse Hamburg. Er hat die Bedeutung regionaler Börsen für die Unternehmen der Region gezeigt. Aber nicht nur Unternehmen entdecken die Börse wieder auch die privaten Anleger tun es. Das Börsenforum speziell für Anlegerinnen, das im Juni 2010 an der Börse Hannover veranstaltet wurde, war ein großer Erfolg für uns. Das Interesse an Finanzinformationen von Frauen für Frauen war enorm und hat bewiesen, dass das weibliche Geschlecht längst die Scheu vor Geldthemen verloren hat. Wir planen deshalb auch für Hamburg ein solches Forum. Im zweiten Halbjahr 2010 freuen wir uns bereits auf die Börsentage in Hamburg und Hannover, die am 25. September (Hannover) beziehungsweise am 06. November (Hamburg) stattfinden werden. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Vielen Dank für das Interview! Seite 7

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