Psychologie der Lernraumgestaltung

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1 Kai Schuster, Prof. Dr.-Ing. Dr. phil. Hohenloher Academy / SRH Heidelberg,

2 Das erwartet Sie heute Psychologie Lernraum Gestaltung

3 Psychologie Psychologische Raumkonzepte der Verhaltens- und Stimmungs beeinflussung Lernraum Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung, Anregung/Ideenentwicklung Gestaltung

4 Psychologie Psychologische Raumkonzepte der Verhaltens- und Stimmungs beeinflussung Lernraum Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung, Anregung/Ideenentwicklung Gestaltung

5 Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Kompetenzorientierung Ganztagsschulen Inklusion Einbindung der Bildungseinrichtung in Gemeinwesen

6 Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Kompetenzorientierung Ganztagsschulen Inklusion Einbindung der Bildungseinrichtung in Gemeinwesen

7 Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Kompetenzorientierung Fertigkeiten Verantworten Anwenden Verstehen Erklären Formen Selbstorganisation Praktisches Lernen Wissensvermittlung Methoden Instruktion Einzelarbeit Gruppenarbeit Präsentation analog digital Bedingungen Zugang zu Wissensbeständen Zugang zu Ateliers, Werkstatt Flexibilisierung

8 Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Kompetenzorientierung Räumliche Programme Ganztagsschulen Inklusion Übergeordnete Qualitäten leistungsfähiger Bildungseinrichtungen Einbindung der Bildungseinrichtung in Gemeinwesen

9 Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Kompetenzorientierung Räumliche Programme Ganztagsschulen Inklusion Übergeordnete Qualitäten leistungsfähiger Bildungseinrichtungen Einbindung der Bildungseinrichtung in Gemeinwesen

10 Übergeordnete Qualitäten Kompetenzorientierung Räumliche Programme Ganztagsschulen Inklusion Übergeordnete Qualitäten leistungsfähiger Bildungseinrichtungen Einbindung der Bildungseinrichtung in Gemeinwesen

11 Übergeordnete Qualitäten Kultur / Atmosphäre Wertschätzung Verantwortung Vielseitigkeit Dazugehörigkeit Respekt Gesundheit Gemeinsinn Freude am Lernen Kooperation Veränderbarkeit Psychologische Dimensionen Interaktion - Autonomie Aktivation - Entspannung Entwicklung Aneignung Selbstwirksamkeit Kontrolle

12 Übergeordnete Qualitäten Kultur / Atmosphäre Wertschätzung Verantwortung Vielseitigkeit Dazugehörigkeit Respekt Gesundheit Gemeinsinn Freude am Lernen Kooperation Veränderbarkeit Psychologische Dimensionen Interaktion - Autonomie Aktivation - Entspannung Entwicklung Aneignung Selbstwirksamkeit Kontrolle

13 Psychologie Psychologische Raumkonzepte der Verhaltens- und Stimmungs beeinflussung Lernraum Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung, Anregung/Ideenentwicklung Gestaltung

14 Psychologie Psychologische Raumkonzepte der Verhaltens- und Stimmungs beeinflussung Lernraum Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung, Anregung/Ideenentwicklung Gestaltung

15 Psychologische Raumkonzepte Kultur / Atmosphäre Psychologische Bedingungen Kategorien Gestimmte Raum Symbolischer Raum Funktionaler Raum Wirkkreis Verhalten Stimmung / Gestimmtheit Dimensionen Interaktion - Autonomie Aktivation - Entspannung Aneignung Selbstwirksamkeit Kontrolle Konzepte Behavior Setting Affordanztheorie Gestalterisches Priming Semiotik Experience Design

16 Psychologische Raumkonzepte Kultur / Atmosphäre Psychologische Bedingungen Kategorien Gestimmte Raum Symbolischer Raum Funktionaler Raum Wirkkreis Verhalten Stimmung / Gestimmtheit Dimensionen Interaktion - Autonomie Aktivation - Entspannung Aneignung Selbstwirksamkeit Kontrolle Konzepte Behavior Setting Affordanztheorie Gestalterisches Priming Semiotik Experience Design

17 Psychologische Raumkonzepte Experience Design Ziel Gestaltung von Erlebnissen, nicht Einzelräume oder Produkte Beispiel Ebenen der Regulation Teezeremonie Aktivation - Entspannung Embodiment Behavior Setting Biophilic Design Interaktion - Autonomie Entwicklung Gruppeninvolvement Rückzug auf sich Selbstausdruck Selbstsorge

18 Psychologische Raumkonzepte Experience Design Embodiment Biophilic Design Behavior Setting Körperhaltung, Mimik, und Gestik haben Einfluss auf Informationsverarbeitung und Gefühle (z.b. Aufrechtes vs gebücktes Sitzen führt zu Gefühl von Stolz etc. [z.b. Tschacher & Storch 2012]) Naturkomponenten wirken stressreduzierend, steigern die kognitive Leistungsfähigkeit, steigern die Stimmung und das allgemeine Gefallensurteil von Umwelten. Kategorien: Natur im Raum, Naturanalogien 14 Muster biophilen Gestaltens (Browning et al. 2014) Raumangebote und Verhalten verstärken sich gegenseitig und produzieren eine bestimmte Abfolge von Ereignissen und Verstehensprozesse (z.b. Kirchen, Schulräume). Nutzung für verhaltenswirksame Gestaltung: Übertragung und Verschneidung von Settings (z.b. Kaminski 2008)

19 Psychologische Raumkonzepte Kultur / Atmosphäre Psychologische Bedingungen Kategorien Gestimmte Raum Symbolischer Raum Funktionaler Raum Wirkkreis Verhalten Stimmung / Gestimmtheit Dimensionen Interaktion - Autonomie Aktivation - Entspannung Aneignung Selbstwirksamkeit Kontrolle Konzepte Behavior Setting Affordanztheorie Gestalterisches Priming Semiotik Experience Design

20 Psychologische Raumkonzepte Gestalterisches Priming Ziel Voreinstellung / Stimmungsmodellierung durch Gestaltungsmaßnahmen (z.b. Bargh & Chardrant 2009) Beispiel Wertdarstellung eines Hotels, Wohnheims, Schule Ebenen der Regulation Haptik Materialität, Anmutung Körperrückmeldung Gewicht Sensorische Rückmeldung (Wert-) Symbolik Embodiment

21 Psychologie Psychologische Raumkonzepte der Verhaltens- und Stimmungs beeinflussung Lernraum Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung, Anregung/Ideenentwicklung Gestaltung

22 Psychologie Psychologische Raumkonzepte der Verhaltens- und Stimmungs beeinflussung Lernraum Diskussionsstränge der Bildungslandschaft Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung, Anregung/Ideenentwicklung Gestaltung

23 Diskussion über Potenzial zur Lernraumgestaltung

24 Diskussionsrunde 1 Lernraum vor Ort analysieren mit diesen Konzepten Welche Erlebnisse werden ermöglicht und gefördert (WAS) (rote Karten ) an welchen gestalterischen Merkmalen machen Sie das fest? (WIE) (gelb) Welche Stimmungen und Grundeinstellungen werden erzeugt bzw. gefördert (WAS) rote Karten an welchen gestalterischen Merkmalen machen Sie das fest? (WIE) (gelb) Vorgehen: 3 Gruppen zu den ersten beiden Fragen 10 Minuten danach gemeinsamer Austausch im Plenum Bei jeder Runde festlegen, wer die Karten aufhängt

25 Diskussionsrunde 2 Lernraum vor Ort analysieren mit diesen Konzepten Durch welche gestalterischen Maßnahmen könnte man den Lernraum bezogen auf die beiden Konzepte verändern? Vorgehen: 3 Gruppen 10 Minuten + 5 Minuten Austausch im Plenum festlegen, wer die Karten aufhängt

26 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

27 Quellen Bargh, John A.; Chartrand, Tanya L. (2009). The Mind in the Middle. A practical guide to priming and automaticity research. In: Ran R. Hassin; James S. Uleman & John Bargh (Eds.). Handbook of research methods in social and personality psychology. Cambridge: Cambriidge Univ. Press, S Browning, William, Ryan, Catherine & Clancy, Joseph (2014).14 Patterns of Biophilic Design. New York: Terrapin Bright Green, LLC Kaminski, G. (2008). Der Entstehungskontext des Behavior Setting-Konzepts. In: Lantermann, E.-D. & Linneweber V. (Hrsg.). Enzyklopädie der Psychologie. Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie. Göttingen: Hogrefe Kaplan, Stephen & Kaplan, Rachel (2009). Creating a larger role for environmental psychology: The Reasonable Person Model as an integrative framework. Journal of Environmental Psychology. Vol. 29, 3, pp Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Bund Deutscher Architekten & Verband Bildung und Erziehung (2017/Hrsg.). Leitlinien für leistungsfähige Schulbauten in Deutschland (3. Aufl.). Bonn: Montag Stiftung Tschacher, Wolfgang & Storch, Maja (2012). Die Bedeutung von Embodiment für die Psychologie und Psychotherapie. Psychotherapie 17 (2), S

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